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  1. Erfahren

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    AW: [DE] Vom Wassernick zur Mittagsfrau: Mit dem Radel zwischen Neiße und Spree

    #21
    Mitreisende: Sylvie
    Zitat Zitat von oesine63 Beitrag anzeigen
    Wunderbar! Geschichten aus der Märchenwelt und der Realität zum Frühstück, so mag ich das. Irgendwie entspricht das meinem Zustand am frühen Morgen, ein bissl noch traumwandlerisch aber auch schon bewußt, dass es bald ins Bergwerk geht
    Ins Bergwerk, jawohl! Nur dort lohnt es sich, richtig wach zu werden. :-)

    Zitat Zitat von Meer Berge Beitrag anzeigen
    Ach, ist das herrlich!
    Bei dem trüben Herbstwetter kann ich mir gerade heiße Tage nicht mehr vorstellen und sehne sie noch einmal herbei. Gerne gemäßigt
    Jahaha... bei mir ist die Erinnerung immer noch frisch, ich freue mich grade am feuchtkühlen Schmuddelwetter. Das ist bestes Arbeits- und Bergwerkswetter. :-D

    Bis denne

    Sylvie

  2. Erfahren

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    AW: [DE] Vom Wassernick zur Mittagsfrau: Mit dem Radel zwischen Neiße und Spree

    #22
    Zitat Zitat von atlinblau Beitrag anzeigen
    Kleiner Hinweis als Heimatkundler, ich habe fast 20 Jahre in Forst an der Neiße gelebt
    - die Orte heißen Groß- bzw. Klein-Gastrose -
    Zum Radweg auf dem Neiße- Oderdamm - ich finde ihn aus verschiedenen Gründen optimal.
    - man kann ohne Anstiege von Zittau bis an die Ostsee fahren
    - ich selbst bin auf ihm viel gescatet, auch mit Kinderwagen
    - mit Zelt/Isomatte unterwegs findet sich immer ein Platz zum übernachten
    - im Winter ist schon bei relativ wenig Schnee Langlauf möglich

    Thomas
    Hallo Thomas,
    huch... da war ich wohl zu sehr im sorbischen drinne und vor allem zu sonnenerhitzt und geblendet. Ich ändere das gleich mal mit den Namen.

    Und ja, ich gebe Dir Recht, der Radweg ist gut und alles, was Du sagst, stimmt natürlich. Man sollte ihn nur von Süden nach Norden befahren. Das macht sich an heißen Tagen einfach besser. :-)

    Viele Grüße

    Sylvie

  3. Anfänger im Forum
    Avatar von carolinenord
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    AW: [DE] Vom Wassernick zur Mittagsfrau: Mit dem Radel zwischen Neiße und Spree

    #23
    Hallo Sylvie,

    danke für den nett geschriebenen Bericht aus einer Region, die ich auch sehr gut kenne.
    Einige der Abschnitte bin ich im Frühsommer auch auf einer Mehrtagestour gefahren.


    Lg
    Caroline

  4. Erfahren

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    AW: [DE] Vom Wassernick zur Mittagsfrau: Mit dem Radel zwischen Neiße und Spree

    #24
    Zitat Zitat von blauloke Beitrag anzeigen
    Sehr schöne Fahrt, lese gerne mit.
    Danke sehr Blauloke.

  5. Erfahren

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    AW: [DE] Vom Wassernick zur Mittagsfrau: Mit dem Radel zwischen Neiße und Spree

    #25
    Zitat Zitat von carolinenord Beitrag anzeigen
    Hallo Sylvie,

    danke für den nett geschriebenen Bericht aus einer Region, die ich auch sehr gut kenne.
    Einige der Abschnitte bin ich im Frühsommer auch auf einer Mehrtagestour gefahren.


    Lg
    Caroline
    Hallo Caroline,
    wo bist Du lang gefahren? War da auch alles so überfüllt?

    Viele Grüße
    Sylvie

  6. Erfahren

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    AW: [DE] Vom Wassernick zur Mittagsfrau: Mit dem Radel zwischen Neiße und Spree

    #26
    Mittwoch, 16. September 2020: Der Laden hat zu und wir kürzen ab
    Nachts werden wir von einem tiefen schürfenden Brummen geweckt. Sehr rhythmisch pflügt es sich durch unsere Träume: fruuutsch…. fruuutsch… Ist das der Schaufelradbagger im Tagebau? Vermutlich. Der ist ja hier ganz in der Nähe. Ein solches Geräusch hörte ich nie. Es ist aber nicht wirklich nervenaufreibend, sodass wir schnell wieder versinken und den Bagger seinem schürfenden Nachtwerk überlassen. Morgens lacht uns die Sonne. Wir sind ausgeschlafen und gut gelaunt. Der Wirt, ein ziemlich forscher und redseliger Mensch, serviert uns ein feines Frühstück und stellt uns dann 90 Euro in Rechnung. Für zwei Betten mit Frühstück und Abendbrot. Zu billig, finden wir. Und geben ihm 110. Da ist er vor Freude ganz gerührt und entlässt uns in sprachlosem Staunen. Wir ziehen lachend davon.

    Wo wollen wir heute hin? Eigentlich wollten wir heute nach Bohsdorf fahren, jenes Dorf, in dem Erwin Strittmatter alias Esau Matt seinen Loaden hutte und das er im Buche Bossdom nennt. Der einstige Loaden ist jetzt ein Museum und für jeden Strittmatter-Fan ein Muss. Ich bin nicht unbedingt ein Strittmatter-Fan, ich habe fast alle seine Bücher gelesen, die sind durchweg solide Literatur, aber die meisten sind mir zu sozialistisch zensiert. Und dieses „Gefallenwollen“ oder „Nichtaneckenwollen mit der Staatsobrigkeit“, legt er in seinem Spätwerk, in der Romantriologie vom Laden gänzlich ab. Und packt stattdessen noch mehr Poesie und noch mehr Feingeist in seine letzten Bücher, als er es je zuvor getan hat. Und schreibt wie es ihm aus der Feder flutscht. Und das ist anrührend und wunderbar. Ich bin also eher ein Laden-Fan.

    Übernachten wollen wir in Spremberg, oder Grodk, wo Esau dann später auf die hoche Jungsenschule geworden ist, was Erwin sehr eindrücklich im zweiten Band beschreibt. Bossdom und Grodk - das ist der Plan. Aber ach, man sollte eben nicht zu viel planen. Der Loaden hat erst ab wieder Donnerstag geöffnet, lasen wir gestern schon auf den Internetseiten des Vereins. Ich versuche mehrmals noch bei den Betreibern anzurufen, um einen Sondertermin zu vereinbaren (was laut Webseiten möglich ist), aber niemand geht ans Telefon. Also gut, dann müssen wir uns dieses Filetstückchen für irgendwann später aufheben. Wir zimmern uns gleich einen Grund, noch mal wiederzukommen. Dann fahren wir heute zurück nach Cottbus und gucken, ob unser Auto noch da steht.

    Auf geht’s Richtung Tagebau. Die Sonne lacht uns dazu.



    Am Ortsausgang besichtigen wir erst mal eine Tafel zur Dorfgeschichte. Klein-Bohrau gibt es nicht mehr, lesen wir hier. Es fiel der Kohle zum Opfer. Diese Tafeln und Gedenkstätten werden wir ab jetzt in jedem Dorf finden, das wir streifen oder passieren. Der Weg führt zunächst durch lichte Birkenwäldchen und dann über weite Strecken relativ nah am bereits stillgelegten Teil des Tagebaus entlang. Auf der Karte ist die Region ein großer weißer Fleck.


    Im Hintergrund wieder das Kraftwerk Jänschwalde.

    Manche Dörfer wurden nur teilentwurzelt. Andere Orte, wie Klinge/Klinka hat man vollends ausradiert. Nur der Klinger See, der geflutete Südrandschlauch des Tagebaus, erinnert noch an die einstige Siedlung. Man wird die nächsten Jahrzehnte in diesem See nicht baden können, denn wie alle gefluteten Tagebauseen ist vermutlich auch dieser hier ziemlich sauer. Der pH-Wert dieser künstlichen Seen liegt anfangs zwischen 2 und 3. Algen, Pflanzen, Fische und Getier werden hier erst überleben, nachdem man tonnenweise Kalk zur Neutralisation in diese 80 Meter tiefe Grube geschüttet hat.



    Die Ränder müssen permanent gerüttelt und befestigt werden, Pflanzen siedeln sich nur zögerlich an. Die Rekultivierung dieser zerfressenen Landschaften dauert 50 bis 100 Jahre.


    Klinger See, Blick in die andere Richtung.

    Wir stehen verwundert vor dieser seltsamen, unnatürlichen Landschaft und schwanken zwischen Staunen und Empörung. Und dann immer wieder diese Tafeln von den verlorenen Dörfern, die zur Erinnerung hier alle paar Kilometer aufgestellt worden sind. Wie muss man sich fühlen, wenn man jahrzehntelang hier lebte und dieser Ort plötzlich gänzlich verschwindet? Wie Jemand, der auswanderte und nie mehr zurückkehrt? Neee… das ist anders, weil man könnte ja zurückkehren und wüsste auch, die Heimat gibt es noch. Hierhin aber gibt es kein Zurück mehr, das ist, wie ein Mensch, der stirbt und nicht wiederkommt. Gibt es eigentlich so etwas wie einen Tagebau-Vertriebenen-Verein? Das alles macht uns ziemlich nachdenklich. Stefan fängt irgendwann sogar zu schimpfen an. Ich höre ihn von weitem fluchen, er tiradiert von Wüste und von Sauerei und wann der Kohleausstieg denn nun kommt. Wir diskutieren das eifrig im Fahren und nur am Rande nehmen wir das Raubrittertor und den Glockenturm und die Grabung von Klinge wahr. Wir wollen uns auch nichts dergleichen ansehen, wir sind grade nicht offen für Kultur in dieser dekultivierten Landschaft.


    Blühende Landschaften... ???

    Irgendwann führt unser Weg uns fort von dieser bedrückenden Gegend und wir tauchen in den Wald vor Cottbus ein. Wir fahren durch den herrlichen Pückler-Park, vertrempeln uns noch bisschen in der Stadt – was wir an Altstadt sehen, gefällt uns gut - und erreichen endlich die Spreewehrmühle, den Ausgangspunkt unserer Reise. Hier kehren wir ein, denn der Kaffeedurst zehrt. Das Lokal ist rappelvoll, die Sonne scheint, Gäste und Kellner sind ausgelassen. Wir fläzen uns glücklich und kaffeeschlürfend auf die Bank im Halbschatten und sinnieren ein bisschen der Reise nach. Was haben wir nicht alles gesehen und gelernt in dieser kurzen Zeit. Von der Einsamkeit Brandenburgs über die quirlige Herrlichkeit des Spreewaldes bis hin zu den lost places im Kohlegebiet war alles dabei. Dann straffen wir uns und raffen uns auf. Die letzten hundert Meter schieben wir. Das Auto steht noch da. Unversehrt. Wunderbar. Wir demontieren die Räder und hopp geht es zurück Richtung Heimat. Diesmal nehmen wir die Autobahn über Dresden. Fein war’s gewesen. Und abwechslungsreich. Mir hätten zwar Wien und Budapest und alles, was dazwischen liegt, auch gut gefallen – aber: Es ist nie verkehrt, ein bisschen Heimatkunde zu betreiben. Deutschland ist schön, das steht außer Frage. Auch wenn es noch viel für uns zu tun gibt, diese weißen Flecken von der Karte zu tilgen.

  7. Erfahren
    Avatar von Fjellfex
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    AW: [DE] Vom Wassernick zur Mittagsfrau: Mit dem Radel zwischen Neiße und Spree

    #27
    Dank Dir für den schönen und facettenreichen Bericht. Das war nicht nur ein "bisschen Heimatkunde", sondern sogar sehr viel, denn die Ecke ist mir gänzlich unbekannt. Und auch sprachlich war es ein netter Nachhilfeunterricht, konnte ich doch meinen deutschen Wortschatz um viele Vokabeln erweitern, wie z.B. "vertrempeln".

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    Avatar von danobaja
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    AW: [DE] Vom Wassernick zur Mittagsfrau: Mit dem Radel zwischen Neiße und Spree

    #28
    !

    und danke! ich lern aus deinen berichten mehr kultur wie auf 10 touren von mir.

    da kann ich jetzt endlich mal hin ohne schlechtes gewissen und wie immer einfach nur radfahren mit bogen um die städte und stätten.
    danobaja
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  9. Anfänger im Forum
    Avatar von carolinenord
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    AW: [DE] Vom Wassernick zur Mittagsfrau: Mit dem Radel zwischen Neiße und Spree

    #29
    Zitat Zitat von Sylvie Beitrag anzeigen
    Hallo Caroline,
    wo bist Du lang gefahren? War da auch alles so überfüllt?

    Viele Grüße
    Sylvie
    Hallo Sylvie,

    meine Tour führte mich, u.a. in Richtung Schlaubetal (Chossewitz), durch Beeskow an den Scharmützelsee und von dort an den Neuendorf See und über Schlepzig nach Lübben.
    An einigen Hotspots, z. B. Bad Saarow und Schlepzig war es recht voll. An anderen Stellen war kaum was los.
    Zum Schluss habe ich mit dem Zug noch einen Abstecher ins Lausitzer Seenland gemacht.

    Lg
    Caroline

  10. AW: [DE] Vom Wassernick zur Mittagsfrau: Mit dem Radel zwischen Neiße und Spree

    #30
    Zitat Zitat von Sylvie Beitrag anzeigen
    Nachts werden wir von einem tiefen schürfenden Brummen geweckt. Sehr rhythmisch pflügt es sich durch unsere Träume: fruuutsch…. fruuutsch… Ist das der Schaufelradbagger im Tagebau? Vermutlich. Der ist ja hier ganz in der Nähe. Ein solches Geräusch hörte ich nie. Es ist aber nicht wirklich nervenaufreibend, sodass wir schnell wieder versinken und den Bagger seinem schürfenden Nachtwerk überlassen.
    Könnte das auch ein Windrad in der Nähe gewesen sein? Die klingen ganz ähnlich.

  11. AW: [DE] Vom Wassernick zur Mittagsfrau: Mit dem Radel zwischen Neiße und Spree

    #31
    Zitat Zitat von Spartaner Beitrag anzeigen
    Könnte das auch ein Windrad in der Nähe gewesen sein? Die klingen ganz ähnlich.
    Das halte ich für wahrscheinlich...ein Tagebau quitscht eher und seine Vibrationen sind eher im Bauch und in den Beinen spürbar.

    Nachtrag zum Windpark in Bohrau
    Nachdem der Tagebau in den 90er Jahren vom Westen her die Ortschaft Bohrau sehr stark in Mitleidenschaft gezogen hat, ein Dorfteil wurde abgebaggert, wurde die Bevölkerung mit einem Windpark "beglückt".
    Bitte mich nicht falsch verstehen - ich selbst habe mich vor 20 Jahren als Gemeinderatsmitglied für einen Windpark (7 Anlagen a 1,5MW) in meiner Geminde eingesetzt. Jedoch als Stadtverodneter der Stadt Forst habe ich die Bürger des Ortsteils Bohrau in ihrer Wut auf den Windpark verstanden. Der Windpark befindet sich durch Wald etc."ungeschützt" auf der Westseite des Dorfes.Auf der gegenüberliegenden Seite des Tagebaufeldes würden die Anlagen niemand stören.
    Das Leben ist manchmal nicht gerecht...

    Thomas

  12. Erfahren

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    AW: [DE] Vom Wassernick zur Mittagsfrau: Mit dem Radel zwischen Neiße und Spree

    #32
    Zitat Zitat von Fjellfex Beitrag anzeigen
    Dank Dir für den schönen und facettenreichen Bericht. Das war nicht nur ein "bisschen Heimatkunde", sondern sogar sehr viel, denn die Ecke ist mir gänzlich unbekannt. Und auch sprachlich war es ein netter Nachhilfeunterricht, konnte ich doch meinen deutschen Wortschatz um viele Vokabeln erweitern, wie z.B. "vertrempeln".
    Hehe, danke Dir Fjellfex. Die Wörter sind aber made by Sylvie und nicht dudentauglich. Aber wer seinen Wortschatz nur am Duden ausrichtet, verschmälert ihn zu sehr. Ja, mir hat es auch viel Spaß gemacht, über die Gegend zu recherchieren, das wollte ich hier ein bisschen weitergeben. Vieles habe ich auch weggelassen, zum Beispiel den Bierstreit um den Schwarzen Abt oder noch einige Hintergrundgedanken zu Guben. Aber man will ja auch in erster Linie unterhalten und nicht alles erzählen, was man weiß. Kurzweil statt Langatmigkeit. Und ich stelle fest, dass ich in jedem Bericht immer irgendwelche Literaturtipps parat habe. Vielleicht nimmt das ja Jemand auf? Zumindest als Selbstermunterung sind diese Tipps für mich sehr anstoßend. Nach jeder Tour lese ich die Bücher auch, von denen ich schrieb. Ich bin schon wieder beim 2. Band vom Loaden. Gewissermaßen als Nachbereitung.

    Wir sehen uns! Liebe Grüße

    Sylvie

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    Avatar von Ljungdalen
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    AW: [DE] Vom Wassernick zur Mittagsfrau: Mit dem Radel zwischen Neiße und Spree

    #33
    Auch von mir vielen Dank, sehr schön. Habe den Bericht jetzt erst in einem Stück gelesen.

    Apropos...
    Zitat Zitat von Sylvie Beitrag anzeigen
    Ich wusste zum Beispiel nicht, dass Deutschland in der Braunkohlen-Fördermenge an erster Stelle in der Welt steht. Danach kommt China. Stand 2017, Quelle Wiki...
    ...mit 166 Mio. Tonnen 2018. 1980 waren es noch 387 Mio. (für "Deutschland"), und besonders krass - das steht dort nicht, war aber so: davon etwa 300 Mio. aus der DDR - doppelt so viel wie die damalige Nr. 2 Sowjetunion, und etwa ein Drittel(!) der Weltproduktion. *Da* war die DDR tatsächlich mal Weltspitze. Ähem, leider.

  14. AW: [DE] Vom Wassernick zur Mittagsfrau: Mit dem Radel zwischen Neiße und Spree

    #34
    Liebe Sylvie,

    jetzt bin ich auch fertig und habe deinen Bericht sehr genossen. Zu Guben kann ich nur sagen, dass du dem Ort ein bisschen unrecht tust. Die Stadt ist nach dem Krieg mittendurch geteilt worden und das eigentliche Zentrum liegt im polnischen Teil. Und leider scheinen dort auch die meisten Leute zu speisen, weshalb es auf der deutschen Seite in der Tat kaum noch ein Restaurant oder Café gibt.

    Die Schaufelradbagger höre ich noch quietschen: in meiner Kindheit (in Senftenberg) war das ein nächtliches Geräusch, das auch irgendwie spooky war...

    Danke für deine schöne Beschreibung!
    LG,
    Babs

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