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  1. Anfänger im Forum

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    Erfahrungen mit dem Nortik Argo?

    #1
    Moin,

    ich würde mich sehr über Eure Erfahrungen mit dem Nortik Argo freuen.
    Postet bitte gerne alles, was Euch dazu einfällt...

    Ich suche natürlich auch nach der „Eierlegenden Wollmilchsau"
    und möchte ein faltbares und vor allem seetaugliches Kajak. Nicht langsam und vom Volumen so, dass ich Gepäck für eine Woche mitbekomme. Bin 1,87 m und wiege 75 Kg.

    Ich habe die Nordsee direkt vor der Haustür und würde die Gelegenheit auch gern mal nutzen können (in Küstennähe paddeln).
    Bisher bin ich nur ein paar kleine Flüsse und Seen mit einem Kanu gefahren. Die stehen auch weiterhin auf dem Plan, doch möchte ich die Möglichkeiten durch ein Faltkajak erweitern…

    Vielleicht kann die ein oder andere Frage von jemandem beantwortet werden 

    1. Ist das Argo für die See als geeignet anzusehen? Also mit Seesocke usw?
    2. Sitzt die Spritzdecke ordentlich fest? Lässt sie sich problemlos anbringen, ohne hinten immer wieder abzurutschen?
    3. Sitzt die Socke noch fest am Süllrand, nach einem Kentern und Lösen der Spritzdecke?
    4. Wie ist der Halt in der Sitzluke? Mein Hinterteil ist mit Bundgröße 33 nicht grade ausufernd 
    5. Das Argo hat keine Fußstütze dabei. Was habt ihr da montiert?
    6. Ich kann auf den Fotos auch keine Möglichkeit zum Anbringen einer Leine zum Anlanden oder Treideln erkennen. Wie macht Ihr das?
    7. Gibt es eine Sicherheitsleine rund ums Boot?
    8. Lässt sich das Argo, obwohl der Schläuche, noch einigermaßen gut kanten?
    9. Wie seid Ihr mit der Lenkung und dem Geradeauslauf zufrieden?
    10. Welche Veränderungen hat die neuste Version? Ich hatte von eloxiertem Alu gelesen. Das heißt, Salzwasser macht nichts mehr aus?
    11. Bekommt Ihr Eurer Gepäck für eine Woche problemlos unter das Deck?
    12. Wie seht Ihr den Aufbau? Wie lange benötigt Ihr dafür?
    13. Wie sieht es mit der Empfindlichkeit aus? Zieht Ihr das Kajak mit vollem Gepäck auch auf hartem Untergrund aufs Ufer?
    14. Wie tragt Ihr das Kajak? Soweit ich das erkenne, gibt es keine Griffstücke hinten und vorne. Stelle es mir nicht so einfach vor, das beladene Boot aus dem Wasser zu ziehen.
    15. Womit lässt sich das Argo gut flicken? Was wird da so empfohlen?
    16. Welche Alternativen würdet Ihr zum Argo vorschlagen? Ein Luftboot ist nicht so meine Vorstellung, glaube ich. Möchte da eher etwas windschnittigeres.
    17. Wie seht Ihr das Triton Ladoga 1 im Vergleich zum Argo?
    Ist es durch das Klett- Verdeck weniger sicher (bei starkem Wellengang oder beim Kentern)? Die Vorteile sehe ich hier im Be- und Entladen, bei schönem Wetter „offen fahren“ oder auch darin, evtl. eine weitere Person mitnehmen zu können?

    Beste Grüße

    Nick

  2. Moderator
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    Avatar von ronaldo
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    AW: Erfahrungen mit dem Nortik Argo?

    #2
    Alles was mir dazu einfällt? Nicht viel, aber evtl sind ein paar Infobits dabei:
    Hab das Boot vor paar Jahren mal mehr spaßeshalber ein Viertelstündchen getestet. Und habs noch am Steg beim Rumblödeln gleich umgeworfen.
    Beim Fahren lief es dann nach den ersten paar Schlägen sehr stabil und schnell.
    Das Boot machte einen recht steifen, strammen Eindruck. Da gabs kein Fältchen irgendwo. Material wertig und robust. Aufbau soll anfangs etwas dauern.
    Mir fiel die gute Verarbeitung auf, auch das relativ geringe Gewicht. Und es ist einfach schön. Service, Beratung und Unterstützung vom Hersteller bekannt gut.
    Mein Fazit war: Wenn mal ein Faltkajak ins Haus kommt, ist das in der engeren Wahl.
    ..
    Bestimmt findet sich hier jemand, der einen gscheiten Praxistest beisteuern kann.

  3. Fuchs

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    AW: Erfahrungen mit dem Nortik Argo?

    #3
    Wir haben zwar den Navigator, aber die Boote sind ja sehr ähnlich.
    1.Ja, zumindest vom Fahrverhalten. Seesocke haben wir nicht.
    2.Ja, bei unserem Navigator gibt es da keinen Unterschied zu unseren festen Seekajaks
    3.k.A. Seesocke haben wir nicht.
    4. Ich find den Halt gut .Der Sitz und die Hüftpolster sind aufblasbar, ausserdem gibt es die Schenkelstützen zum verkeilen.
    5. Wir haben die Fussstützen montiert die Nortik anbietet.
    6.Vorn und hinten sind D-Ringe angebracht, da kann man die Bootsleine befestigen.
    7.Ja.
    8.Der Navigator ja.
    9. Geradeauslauf ist sehr gut , Wendigkeit gibt es nicht. Due Orginalsteueranlage finde ich eine Katastrophe. Sieht doof aus , ist nervig zu montieren und wenig effektiv. Da werde ich mir eine Alternative überlegen.
    10.k.A.
    11.Ja, wir hatte Gepäck für 3 Wochen im Navigator. Allerdings nehmen wir auch nicht den gesamten Hausrat mit.
    12. k.A. Der Navigator hat ein anderes Gerüst, ist also nicht vergleichbar.
    13.Ich ziehe kein ! Kajak vollbeladen über harten Grund. Ich finde die Bootshaut aber empfindlich , mein alter Pouch E65 steckt mehr weg.
    14.Beim Navigator gibt es an beiten Enden Trageschlaufen aus Gurtband . Getragen haben wir es aber an den Bootsspitzen. Ausserdem gibt es ja den Bootswagen.
    15.Mit jedem PVC- Flickset, wir haben das orginale von Nortik und einen großen Flicken der orginalen Bootshaut für den Worst-Case.
    16.In deiner Gewichtsklasse Navigator . Imho bist du für den Argo zu leicht .
    17.k.A. Den Ladoga bin ich bisher nur mal probegepaddelt, der war nicht so meins.

    Gruss, windriver

  4. Gerne im Forum

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    AW: Erfahrungen mit dem Nortik Argo?

    #4
    Moin Nick,

    ich fürchte, das Boot das du suchst gibt es nicht. Für "DIE See" fehlt fast allen Booten ein (zumindest geringer) Kielsprung- einzig das Trak lässt sich zur Banane biegen, ist für deine Vorhaben aber etwas zu klein und schwer zu bekommen.
    Das Argo hat einen geraden Kiel- da können Wellen von achtern sehr unangenehm werden. Ich bin mal mit meinem Ladoga bei Ostwind in die Eckernförder Bucht eingelaufen- sehr anstrengend! Die Welle hebt das Heck an, dann wird das Boot um die Längsachse instabil und kippt nach Steuer- oder Backbord und will (muss!) gestützt werden. Ich habe für "DIE" See daher noch ein Plasteboot im "Britischen Design" mit leichtem Kielsprung und Skeg, das macht solche Situationen wesentlich entspannter.
    Das Ladoga ist für große Seen und Flüsse ganz hervorragend geeignet, das Argo sicherlich auch.
    Auch wenn beide so aussehen- es sind keine vollwertigen Seekajaks!
    Dei Nordsee ist übrigens wesentlich anspruchsvoller als die Ostsee.
    Wenn du immer "mit einer Hand am Ufer" fährst, kommt das Argo der Sache aber schon recht nahe (näher als das Ladoga, wegen der von dir schon erwähnten Undichtigkeit der Spritzdecke). Die Plasteboote von Prijon haben auch keinen Kielsprung und werden von einigen gerne auf dem Meer bewegt....

    Ahoi, Ulf

  5. Fuchs
    Avatar von wilbert
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    AW: Erfahrungen mit dem Nortik Argo?

    #5
    Moin Nick!
    ... und möchte ein faltbares und vor allem seetaugliches Kajak. Nicht langsam und vom Volumen so, dass ich Gepäck für eine Woche mitbekomme. Bin 1,87 m und wiege 75 Kg.
    Ich habe Dir mal im Faltboot-Forum die Stichworte "Argo und Seekajak" eingegeben:
    https://forum.faltboot.org/search.ph...atch_threads=0
    Nur unter "Argo" findenst Du noch viel mehr Informationen.

    Soweit ich weiss, paddelt Michael von Einem* den Navigator auf Salzwasser. Bestimmt kann er Dir etwas Praxiserfahrung in Sachen Argo bieten. *(Bootsabteilung Globi Berlin)

    VG. -Wilbert-
    Geändert von wilbert (20.09.2020 um 09:41 Uhr)

  6. Anfänger im Forum

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    AW: Erfahrungen mit dem Nortik Argo?

    #6
    Zitat Zitat von ronaldo Beitrag anzeigen
    Alles was mir dazu einfällt? Nicht viel, aber evtl sind ein paar Infobits dabei:
    ...Mein Fazit war: Wenn mal ein Faltkajak ins Haus kommt, ist das in der engeren Wahl....
    Moin Ronaldo,
    vielen Dank für Deinen Erfahrungsbericht. Macht auf jeden Fall noch mehr Lust auf das Boot :-)

    Zitat Zitat von windriver Beitrag anzeigen
    Wir haben zwar den Navigator, aber die Boote sind ja sehr ähnlich.
    9. Geradeauslauf ist sehr gut , Wendigkeit gibt es nicht. Due Orginalsteueranlage finde ich eine Katastrophe. Sieht doof aus , ist nervig zu montieren und wenig effektiv. Da werde ich mir eine Alternative überlegen.

    Zitat Zitat von windriver Beitrag anzeigen
    16.In deiner Gewichtsklasse Navigator . Imho bist du für den Argo zu leicht .

    Gruss, windriver
    Moin windriver,

    vielen Dank für Deine Antworten, haben mich schon etwas weiter gebracht...

    Wenn es an meinem geringen Gewicht liegt, kann ich das nicht einfach mit etwas Gepäck ausgleichen? Z.B. den Wassersack unter den Sitz?
    Und passt jede andere Steueranlage auch ans Boot? Oder musst Du da etwas entwerfen?

    Zitat Zitat von Leidwolf Beitrag anzeigen
    Moin Nick,

    ich fürchte, das Boot das du suchst gibt es nicht. Für "DIE See" fehlt fast allen Booten ein (zumindest geringer) Kielsprung- einzig das Trak lässt sich zur Banane biegen, ist für deine Vorhaben aber etwas zu klein und schwer zu bekommen.
    Das Argo hat einen geraden Kiel- da können Wellen von achtern sehr unangenehm werden. Ich bin mal mit meinem Ladoga bei Ostwind in die Eckernförder Bucht eingelaufen- sehr anstrengend! Die Welle hebt das Heck an, dann wird das Boot um die Längsachse instabil und kippt nach Steuer- oder Backbord und will (muss!) gestützt werden. Ich habe für "DIE" See daher noch ein Plasteboot im "Britischen Design" mit leichtem Kielsprung und Skeg, das macht solche Situationen wesentlich entspannter.
    Das Ladoga ist für große Seen und Flüsse ganz hervorragend geeignet, das Argo sicherlich auch.
    Auch wenn beide so aussehen- es sind keine vollwertigen Seekajaks!
    Dei Nordsee ist übrigens wesentlich anspruchsvoller als die Ostsee.
    Wenn du immer "mit einer Hand am Ufer" fährst, kommt das Argo der Sache aber schon recht nahe (näher als das Ladoga, wegen der von dir schon erwähnten Undichtigkeit der Spritzdecke). Die Plasteboote von Prijon haben auch keinen Kielsprung und werden von einigen gerne auf dem Meer bewegt....

    Ahoi, Ulf
    Ahoi Ulf, auch Dir vielen Dank für die Beschreibung Deiner Erfahrungen.
    Ja, der fehlende Kielsprung ist mir schon mal in einem Thread begegnet. Ich meine dort gelesen zu haben, dass auch die wenigsten festen Seekajaks einen besonderen Kielsprung hätten. Täusche ich mich da?
    Und lässt sich diese ggf. durch eine gute Steueranlage ausgleichen?
    Ja, das Trak 2.0 hatte ich auch bereits sabbernd im Blick, doch den Preis konnte ich mir dann nicht wirklich schönreden :-) Dabei muss ich nur mich selbst überzeugen, also nicht noch den Plan der besseren Hälfte schmackhaft machen, hehe.
    Ich war preislich mal bei 600 Euro (gebrauchtes Elements). Nun wäre ich schon fast bereit, die 2400 Euro für das Argo auf den Tisch zu blättern. Unglaublich...

    Zitat Zitat von wilbert Beitrag anzeigen
    Moin Nick!

    Ich habe Dir mal im Faltboot-Forum die Stichworte "Argo und Seekajak" eingegeben:
    https://forum.faltboot.org/search.ph...atch_threads=0
    Nur unter "Argo" findenst Du noch viel mehr Informationen.

    Soweit ich weiss, paddelt Michael von Einem* den Navigator auf Salzwasser. Bestimmt kann er Dir etwas Praxiserfahrung in Sachen Argo bieten. *(Bootsabteilung Globi Berlin)

    VG. -Wilbert-
    Moin Wilbert, vielen Dank dafür :-) Ich dachte, ich hätte bereits alle deutschen Threads zum Thema Argo gelesen. Aber ich muss gestehen, dass ich wohl nicht im Faltboot- Forum nachgesehen habe, obwohl es natürlich sehr nahe liegend ist. Asche auf mein Haupt :-) Jedenfalls lese ich jetzt gerade einen sehr, sehr langen Thread bzgl Erfahrungsaustausch über das Argo. Da gibt es einen Michael, vielleicht ist das ja die Person, auf die Du hingewiesen hattest:

    https://forum.faltboot.org/read.php?...508#msg-210508


    Nochmals herzlichen Dank an Euch :-)

    Und wenn wem noch etwas zum Argo einfällt, sei es Flicken, Kentern, Modifikationen, tolle Erfahrungen, was auch immer. Bitte gerne posten :-)

    Beste Grüße

    Nick

  7. Anfänger im Forum

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    AW: Erfahrungen mit dem Nortik Argo?

    #7
    P.S. sagt mal, lässt sich bei Globetrotter in Hamburg auch ein Boot probefahren? Bieten die eine Möglichkeit?

    Beste Grüße

    Nick

  8. Fuchs
    Avatar von wilbert
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    AW: Erfahrungen mit dem Nortik Argo?

    #8
    Moin Nick!
    Manchmal haben sie Testboote im Haus. Vor einigen Jahren war es noch möglich sich ein Boot übers Wochenende zu leihen.
    Wie es aktuell gehandhabt wird weiss ich leider nicht.

    Jupp, "M.v.E." ist der Michael von Einem.

    VG. -Wilbert-

  9. Fuchs

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    AW: Erfahrungen mit dem Nortik Argo?

    #9
    Zitat Zitat von theNick Beitrag anzeigen
    Wenn es an meinem geringen Gewicht liegt, kann ich das nicht einfach mit etwas Gepäck ausgleichen? Z.B. den Wassersack unter den Sitz?
    Und passt jede andere Steueranlage auch ans Boot? Oder musst Du da etwas entwerfen?
    Du wirst das Argo auch ohne Ballast fahren können , mir machen handlichere Boote aber mehr Spass . Auf See bin ich froh über wenig Windangriffsfläche. Der Argo wäre mein (90kg) Gepäckboot, der Navigator der Tagestourer. Allerdings habe ich schon ein Falter und deshalb fährt meine Frau den Navi .
    Beim Steuer habe ich noch keine Lösung . Prinzipiell passen auch andere Fussstützen und Steuerblätter, ich werde mal mit den Sachen aus unseren anderen Kajaks rumtesten.

    Gruss, windrivee

  10. Gerne im Forum

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    AW: Erfahrungen mit dem Nortik Argo?

    #10
    Zitat Zitat von theNick Beitrag anzeigen
    Ich meine dort gelesen zu haben, dass auch die wenigsten festen Seekajaks einen besonderen Kielsprung hätten. Täusche ich mich da?
    Ja, das täuscht! Die besseren Seekajaks haben nicht unbedingt einen "besonderen", aber sicherlich einen leichten Kielsprung- bei der "play"-Variante vieler Modelle sogar einen besonders extremen. Mag sein, dass die besseren Seekajaks rein Zahlenmäßig "die wenigsten" sind, aber Quantität ist für mich kein (Kauf-)Kriterium.
    Zitat Zitat von theNick Beitrag anzeigen
    Und lässt sich diese ggf. durch eine gute Steueranlage ausgleichen?
    Eben gerade nicht! Wenn dir die Welle das Heck anhebt, ist die Steueranlage aus dem Wasser und damit wirkungslos. Ausserdem kann sie kein Drehen um die Längsachse verhindern. Einfacher Versuch: ein gebogener Draht liegt zwischen zwei Auflagern wesentlich stabiler (durchhängend) als ein gerader- der rollt zu irgend einer Seite weg.
    Ahoi, Ulf

  11. Anfänger im Forum

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    AW: Erfahrungen mit dem Nortik Argo?

    #11
    Zitat Zitat von wilbert Beitrag anzeigen
    Moin Nick!
    Manchmal haben sie Testboote im Haus. Vor einigen Jahren war es noch möglich sich ein Boot übers Wochenende zu leihen.
    Wie es aktuell gehandhabt wird weiss ich leider nicht.

    Jupp, "M.v.E." ist der Michael von Einem.

    VG. -Wilbert-
    Moin Wilbert,
    ich habe gerade gelesen, dass sie zu mindestens 2019 am Nachmittag Boote zum Ausprobieren vermietet haben.
    Diese Miete würde dann auf den Kaufpreis angerechnet. Werde dort in HH mal anrufen oder den Michael anschreiben...

    Zitat Zitat von windriver Beitrag anzeigen
    Du wirst das Argo auch ohne Ballast fahren können...
    Beim Steuer habe ich noch keine Lösung . Prinzipiell passen auch andere Fussstützen und Steuerblätter, ich werde mal mit den Sachen aus unseren anderen Kajaks rumtesten....

    Gruss, windrivee
    Moin windriver,
    alles klar, dann bleibt das Boot mein Favorit :-)

    Zitat Zitat von Leidwolf Beitrag anzeigen
    Ja, das täuscht! Die besseren Seekajaks haben nicht unbedingt einen "besonderen", aber sicherlich einen leichten Kielsprung- bei der "play"-Variante vieler Modelle sogar einen besonders extremen. Mag sein, dass die besseren Seekajaks rein Zahlenmäßig "die wenigsten" sind, aber Quantität ist für mich kein (Kauf-)Kriterium.

    Eben gerade nicht! Wenn dir die Welle das Heck anhebt, ist die Steueranlage aus dem Wasser und damit wirkungslos. Ausserdem kann sie kein Drehen um die Längsachse verhindern. Einfacher Versuch: ein gebogener Draht liegt zwischen zwei Auflagern wesentlich stabiler (durchhängend) als ein gerader- der rollt zu irgend einer Seite weg.
    Ahoi, Ulf
    Moin Ulf,
    das klingt natürlich für mich als Beginner, der auch mit dem Kanu noch nicht auf dem Meer unterwegs war, etwas abschreckend. Das heißt dann, ich muss "der Welle von hinten" mit einem Paddelschlag + Kanten entgegenwirken? Und geht das so einfach oder besteht dadurch permanent die Gefahr, von hinten umgeworfen zu werden?
    Dann würde auf See eine gute Fußstütze eher hilfreich sein, als eine Lenkung?


    Beste Grüße

    Nick

    P.S. Der Argo- Thread im Faltbootforum ist eeeeewig lang

  12. Anfänger im Forum

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    AW: Erfahrungen mit dem Nortik Argo?

    #12
    Müssen die Schenkelstützen bezüglich Stabilität installiert sein, oder lässt ich das Argo auch ohne fahren?

  13. Fuchs

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    AW: Erfahrungen mit dem Nortik Argo?

    #13
    Zitat Zitat von theNick Beitrag anzeigen
    Müssen die Schenkelstützen bezüglich Stabilität installiert sein, oder lässt ich das Argo auch ohne fahren?
    Beim Navigator ja , daran ist der Sitz aufgehangen.

    PS: Die Empfindlichkeit des Navigators auf Welle von hinten finde ich nicht schlimmer als bei meinen banananförmigen Seekajak. Ist imho auch Geschmackssache , ob ein Boot einem liegt.
    Geändert von windriver (24.09.2020 um 07:05 Uhr)

  14. Fuchs
    Avatar von wilbert
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    AW: Erfahrungen mit dem Nortik Argo?

    #14
    Werde dort in HH mal anrufen oder den Michael anschreiben...
    M.v.E. ist Leiter der Bootsabteilung in Berlin.

  15. AW: Erfahrungen mit dem Nortik Argo?

    #15
    Zitat Zitat von theNick Beitrag anzeigen
    Müssen die Schenkelstützen bezüglich Stabilität installiert sein, oder lässt ich das Argo auch ohne fahren?
    Beim Argo hängen die Seiten/Hüftpolster des Sitzes an den Schenkelstützen, die Sitzfläche an den Senten. Theoretisch könnte man wahrscheinlich auch ohne die Stützen fahren, wenn man die Seitenpolster anderweitig befestigt oder herumschlabbern lässt; ich würde das aber nicht empfehlen, weil die Stützen für die Stabilität im Mittelteil wesentlich sind. Der Argo hat im Gegensatz z.B. zum Ladoga keinen Süllrand aus Alurohr, sondern nur das Plastikprofil der Luke.

    Wenn Dir die Stützen zu eng sind, bietet Out-trade auch XL-Stützen an.

    Noch kurz zum Alu: Das Gerüst ist eloxiert, was einen gewissen Schutz gegen Korrosion bietet, aber gerade an den kritischen Punkten nützt das wenig. Das sind vor allem die Verbindungsstellen, und dort wird die Eloxalschicht durch Bewegung mechanisch beschädigt, was Korrosion ermöglicht. Besonders in Verbindung mit Sand geht das ratzfatz. Dazu kommt, dass die verwendete Alu-Legierung (entspricht etwa 2024er Alu) zwar sehr fest, aber auch sehr korrosionsanfällig ist. Bei Salzwassereinsatz sollte man also schon Vorsorge treffen - manche schwören da auf ein Vaseline/Bienenwachs-Gemisch, andere nehmen Corrofilm oder S100 aus dem Motorradbereich. Gestänge säubern nach der Tour schadet auch nichts. Es ist also schon etwas mehr Pflege/Vorsorgeaufwand als bei einem Falter mit Holzgerüst oder einem Festboot.

    Auf der anderen Seite kommen mit Seesocke kaum Salzwasser und Sand ins Boot, was das Problem wieder relativiert.

  16. Anfänger im Forum

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    AW: Erfahrungen mit dem Nortik Argo?

    #16
    Zitat Zitat von windriver Beitrag anzeigen
    ...PS: Die Empfindlichkeit des Navigators auf Welle von hinten finde ich nicht schlimmer als bei meinen banananförmigen Seekajak. Ist imho auch Geschmackssache , ob ein Boot einem liegt.
    Moin windriver, das klingt gut :-) Kannst Du aus Deinen Erfahrungen hier noch etwas zu sagen:

    "...Das heißt dann, ich muss "der Welle von hinten" mit einem Paddelschlag + Kanten entgegenwirken? Und geht das so einfach oder besteht dadurch permanent die Gefahr, von hinten umgeworfen zu werden?
    Dann würde auf See eine gute Fußstütze eher hilfreich sein, als eine Lenkung?"



    Zitat Zitat von wilbert Beitrag anzeigen
    M.v.E. ist Leiter der Bootsabteilung in Berlin.
    Moin wilbert, alles klar, danke :-)


    Zitat Zitat von ChristianBerlin Beitrag anzeigen
    ...weil die Stützen für die Stabilität im Mittelteil wesentlich sind. Der Argo hat im Gegensatz z.B. zum Ladoga keinen Süllrand aus Alurohr, sondern nur das Plastikprofil der Luke.

    Wenn Dir die Stützen zu eng sind, bietet Out-trade auch XL-Stützen an.

    Noch kurz zum Alu: Das Gerüst ist eloxiert, was einen gewissen Schutz gegen Korrosion bietet, aber gerade an den kritischen Punkten nützt das wenig. Das sind vor allem die Verbindungsstellen, und dort wird die Eloxalschicht durch Bewegung mechanisch beschädigt, was Korrosion ermöglicht. Besonders in Verbindung mit Sand geht das ratzfatz. Dazu kommt, dass die verwendete Alu-Legierung (entspricht etwa 2024er Alu) zwar sehr fest, aber auch sehr korrosionsanfällig ist. Bei Salzwassereinsatz sollte man also schon Vorsorge treffen - manche schwören da auf ein Vaseline/Bienenwachs-Gemisch, andere nehmen Corrofilm oder S100 aus dem Motorradbereich. Gestänge säubern nach der Tour schadet auch nichts. Es ist also schon etwas mehr Pflege/Vorsorgeaufwand als bei einem Falter mit Holzgerüst oder einem Festboot.

    Auf der anderen Seite kommen mit Seesocke kaum Salzwasser und Sand ins Boot, was das Problem wieder relativiert.
    Danke auch Dir, Christian, für die Info :-)

    Ich glaube nicht, dass ich die XL Stützen benötigen werde. Ich bin es von den Kanutouren ja eher gewohnt, viel Beinfreiheit zu haben und dachte, wenn die Stützen nicht erforderlich wären, würde ich sie auf einem kleinen Fluss zum "Rumdümpeln" einfach weglassen...

    Vielen Dank für die Erläuterung zur Legierung und den Möglichkeiten, um der Korrosion entgegen zu wirken!
    Nach einer Salzwassertour könnte das Gestänge ja auch noch ein Bad in der Badewanne nehmen?!? :-)

    Die Seesocke scheint mir ja eh fast unentbehrlich; zumindest, wenn nicht in direkter Ufernähe gepaddelt wird. Nur im Hochsommer ist es darin sicherlich unendlich heiß!?!
    Wie gesagt, vom Kajak bin ich Beinfreiheit und Bewegungsraum ohne Ende gewohnt. Da kann ich mit dem Hintern einfach mal nach vorne auf einen kleinen Packsack rutschen, mich nach hinten legen und die Beine oben auf dem Gepäck ablegen... In so einem Kajak sehe ich da nicht so die Möglichkeit. Wie viel Platz ist da? Reicht er aus, um die Beine auch oben aufs Deck zu legen und sich etwas treiben zu lassen? Oder lässt die Form es gar nicht zu, die Gräten mal oben aufs Deck zu packen? Hm, wird echt Zeit, dass ich mich mal in so ein Boot setze...



    Beste Grüße

    Nick

  17. Anfänger im Forum

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    AW: Erfahrungen mit dem Nortik Argo?

    #17
    P.S. ich schrieb...

    "Dann würde auf See eine gute Fußstütze eher hilfreich sein, als eine Lenkung?"

    Die Lenkung hat ja praktisch eine Fußstütze inbegriffen. Aber ist so eine Fußstütze auch so effektiv, wie eine "reine" Fußstütze? Außerdem scheint es da einen Unterschied zu geben, ob die Stützen innen oder außen angebracht sind?!? Innen soll effektiver sein. Wie seht Ihr das? Was nutzt Ihr?

    Beste Grüße

    Nick

  18. Gerne im Forum

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    AW: Erfahrungen mit dem Nortik Argo?

    #18
    Zitat Zitat von theNick Beitrag anzeigen
    Innen soll effektiver sein.
    Moin Nick,
    das ist eher individuelle Vorliebe (Geschmacksache)! Wichtig ist sich im Boot zu "verkeilen"- dabei sind die drei Punkte Füße, Oberschenkel, Hinterteil wichtig um Bewegungen des Körpers auf das Boot zu übertragen. Die Kontrolle über das Boot nimmt bei Fehlen einer der drei Kontaktpunkte rapide ab. Der Unterschied ist: sitzt du im Boot, oder ziehst du dir das Boot an (wie eine Hose)? Probier das einfach mal aus! Im klassischen Faltboot fehlt für gewöhnlich der Kontakt der Oberschenkel zum Boot- schon ist die Kontrolle über die Längsachse stark vermindert....

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