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  1. Freak Moderator
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    Avatar von Flachlandtiroler
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    AW: Erste Bergwanderung

    #21
    Die goldene Regel ist aus meiner Sicht, sich Schritt für Schritt ranzutasten; also ruhig einige alternative Wanderungen recherchieren und in Reihung steigender Schwierigkeit abarbeiten. Die Berge warten geduldig, bis man soweit ist

    Klar sollte es dem Anschein nach beim OP keinerlei konditionelle Probleme geben; die Höhe keine Rolle spielen und T2 oder T3 ist eigentlich uneingeschränkt jedem gesunden Menschen zu empfehlen.

    Wenn der erste Schnee vielleicht irgenwo in einem schattigen Winkel liegengeblieben ist, für den Mittag schon Gewitter angesagt sind, eine steife Brise über den "Grat" pustet oder die schattenfreie Strecke in bulliger Sommerhitze zurückgelegt werden will relativiert sich dann womöglich manches.

    (@OP: Sehr wahrscheinlich wirst Du nach der Wanderung feststellen, das war totaler Kindergeburtstag... ich schreib' auch nix, was sonst noch so unter "Wandern" (will sagen: geht ohne Seilsicherung... ) verstanden wird ).
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  2. Anfänger im Forum

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    AW: Erste Bergwanderung

    #22
    Vielen Dank für eure vielen Tipps und Ermutigungen.
    Wenn es soweit war berichte ich, versprochen.

  3. AW: Erste Bergwanderung

    #23
    Zitat Zitat von Flachlandtiroler Beitrag anzeigen
    Klar sollte es dem Anschein nach beim OP keinerlei konditionelle Probleme geben; die Höhe keine Rolle spielen und T2 oder T3 ist eigentlich uneingeschränkt jedem gesunden Menschen zu empfehlen.
    Erst vor wenigen Tagen ist es mir passiert, dass ich wegen mieser Recherche im Vorfeld auf einem T3-Weg umkehren musste, weil ich weder die Klassifizierung gesehen hatte (zu der unsere Schuhe nicht passten), noch den Hinweis, dass der Weg inzwischen verfallen ist.

    Ordentliche Recherche im Vorfeld finde ich daher schon auch wichtig.

  4. Alter Hase

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    AW: Erste Bergwanderung

    #24
    Zitat Zitat von Flachlandtiroler Beitrag anzeigen
    (@OP: Sehr wahrscheinlich wirst Du nach der Wanderung feststellen, das war totaler Kindergeburtstag... ich schreib' auch nix, was sonst noch so unter "Wandern" (will sagen: geht ohne Seilsicherung... ) verstanden wird ).
    nachdem teile des nachwuchses leider nicht für klettern, dafür umso mehr für berge zu begeistern sind, bin ich in letzter zeit auch öfter beim wandern unterwegs, auch auf bayrischen und tiroler "schwarzen" bergwegen. laut alpenverein sollte schwarz ja T4 bis T6 sein. wenn ich mir becks bilder so anschaue, waren unsere schwarzen aber mehr so T4-------, und im semialpinen eher noch leichter. insofern bin ich der meinung, dass FLT mit großer wahrscheinlichkeit recht hat. allerdings trifft man gelegentlich fit wirkende leute, bei denen der kopf manchmal nicht mitmacht, auch an stellen, wo man sich erstmal suchend umschauen muss, wo hier sowas wei eine bedrohlich wirkende ausgesetztheit sein könnte. ob man da anfällig ist, weiß man IMHO erst, wenn man es ausprobiert hat, rückschlüsse aus gerüsten, klettterhallen etc. sind da IMHO nur bedingt aussgekräftig. dann halt rechtzeitig umdrehen und mit diesem wissen den kopf etwas langsamer an die ausgesetztheit gewöhnen.

  5. AW: Erste Bergwanderung

    #25
    Zitat Zitat von opa Beitrag anzeigen
    nachdem teile des nachwuchses leider nicht für klettern, dafür umso mehr für berge zu begeistern sind, bin ich in letzter zeit auch öfter beim wandern unterwegs, auch auf bayrischen und tiroler "schwarzen" bergwegen. laut alpenverein sollte schwarz ja T4 bis T6 sein. wenn ich mir becks bilder so anschaue, waren unsere schwarzen aber mehr so T4-------, und im semialpinen eher noch leichter. insofern bin ich der meinung, dass FLT mit großer wahrscheinlichkeit recht hat. allerdings trifft man gelegentlich fit wirkende leute, bei denen der kopf manchmal nicht mitmacht, auch an stellen, wo man sich erstmal suchend umschauen muss, wo hier sowas wei eine bedrohlich wirkende ausgesetztheit sein könnte. ob man da anfällig ist, weiß man IMHO erst, wenn man es ausprobiert hat, rückschlüsse aus gerüsten, klettterhallen etc. sind da IMHO nur bedingt aussgekräftig. dann halt rechtzeitig umdrehen und mit diesem wissen den kopf etwas langsamer an die ausgesetztheit gewöhnen.
    OT: "Schwarze" Wege gibt's im Allgäu wenig, die sind dort meist Weiß-Blau-Weiß markiert.

    Meiner Erfahrung nach schwankt die Schwierigkeitsbewertung teilweise (sowohl bei Outdooractive als auch bei Wegmarkierungen). Bei Outdooractive ist die Schwierigkeitsbewertung noch unklarer, da nicht wirklich genau definiert...

  6. Erfahren

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    AW: Erste Bergwanderung

    #26
    Zitat Zitat von mariusgnoedel Beitrag anzeigen
    OT: "Schwarze" Wege gibt's im Allgäu wenig, die sind dort meist Weiß-Blau-Weiß markiert.

    Meiner Erfahrung nach schwankt die Schwierigkeitsbewertung teilweise (sowohl bei Outdooractive als auch bei Wegmarkierungen). Bei Outdooractive ist die Schwierigkeitsbewertung noch unklarer, da nicht wirklich genau definiert...
    Die unterschiedliche Kennzeichnung von schweren Wanderwegen (Deutschland: blau; Österreich: schwarz) finde ich ärgerlich, speziell bei grenzüberschreitenden Wanderungen. Die österreichische erscheint mir logischer, bei Skipisten sind ja auch meist die schwarzen besonders schwer, schade dass sie auf der deutschen Seite nicht übernommenen wurde.

    Vielleicht war da ein CSU Fan maßgeblich, der schwarz besonders unproblematisch findet.
    "I’m not friends with climbers, I’m friends with people." (Jim Bridwell)

  7. AW: Erste Bergwanderung

    #27
    Zitat Zitat von Con Beitrag anzeigen
    Die unterschiedliche Kennzeichnung von schweren Wanderwegen (Deutschland: blau; Österreich: schwarz) finde ich ärgerlich, speziell bei grenzüberschreitenden Wanderungen. Die österreichische erscheint mir logischer, bei Skipisten sind ja auch meist die schwarzen besonders schwer, schade dass sie auf der deutschen Seite nicht übernommenen wurde.

    Vielleicht war da ein CSU Fan maßgeblich, der schwarz besonders unproblematisch findet.
    OT: Die Schweizer und Vorarlberger markieren ihre Wege auch "falsch" Immerhin ist es ein Dreieck in weiß-blau-weiß und nicht nur ein "blauer" Punkt.

  8. Alter Hase

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    AW: Erste Bergwanderung

    #28
    Zitat Zitat von mariusgnoedel Beitrag anzeigen
    OT: Die Schweizer und Vorarlberger markieren ihre Wege auch "falsch" Immerhin ist es ein Dreieck in weiß-blau-weiß und nicht nur ein "blauer" Punkt.
    üblicherweise sind diese Farbmarkierungen mit der schwierigkeit doch auf den schildern? also zumindest kenne ich es so...

  9. Liebt das Forum
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    AW: Erste Bergwanderung

    #29
    Dann mal etwas ausholen....

    Generelle Schwierigkeitsmarkierungen unterwegs:
    Da gibt es zwei grundsätzliche Methoden. blau/rot/schwarz (auf den Wegweisern) im deutschen Raum, und in der Schweiz die Kennzeichnung gelb/weiss-rot-weiss/weiss-blau-weiss, und davon gelb/rot/blau auf den Wegweisern sowie rot und blau als Farbmarkierungen am Weg.

    Zur Einstufung Deutsch kann ich wenig sagen, vermute aber, dass neben objektiven Regeln auch das Gleiche passiert wie auch auf den Skipisten (wo blau/rot/schwarz genutzt wird): es gibt lokale und wirtschaftlich motivierte "Dehnungen" des Begriffs, und so landet man dann auch mal oben am Brocken in .de auf ner schwarzen Skipiste, die aber mit einer schwarzen Piste in den Alpen von der objektiven Schiwerigkeit her wenig gemeinsam hat. Wer meint, nach dem bestehen der schwarzen Brockenabfahrt in Zermatt ne schwarze Piste anzugehen, der wird sich wundern.

    Inwiefern sich blau/rot/schwarz sich mit gelb/rot/blau in Deckung zu bringen ist, ist auch sicherlich etwas ortsbhängig, aber blau dürfte gelben Routen in .ch entsprechen, rot = rot und die schwarzen dann den blauen in .ch. Allerdings muss man anmerkne, dass blau in der Schweiz bezüglich Schwierigkeit weit über das schwarze Limit rausgeht, denn weder hat es Gletscher in den deutschen Alpen noch geht es wirklich weit rauf.

    Zur Schweizer (und glaub ich auch in Österreich) Einstufung: auch hier hat es politisch motivierte Abweichungen. Auf weiss-blau-weiss dürfen z.B. geprüfte Wanderführer keine Kunden führen, weswegen einige Zustiege gerne auch mal mit rot markiert werden, die woanders unter blau laufen....

    Grobe Richtlinie: gelb ist für Rollstuhlfahrer (und Kinderwagenschubser ), weiss-rot-weiss ist meist ok, aber ebenso wie bei wiess-blau-weiss sollte man durchaus mal andere Skalen heran ziehen, bevor man los legt. weiss-blau-weiss kann einerseits ein Wanderweg sein, wo man eine kurze Strecke über einen harmlosen Gletscher muss, oder auch mal ein exponierter Pfad, bei dem man auf bröseligen Vorsprüngen sich durch irgendwelche Schuttwände hangeln muss.


    T-Skala und die Anwendung auf Seiten wie hikr:
    Die T-Skala findet man recht häufig, und sie ist weitaus besser als die dreistufigen Skalen, auch wenn noch einige Randeinflüsse fehlen (Stichwort Ernsthaftigkeit. Es hampelt sich erfrischter herum, wenn eine technische Stelle direkt in Sichtweite eines Dorfs stattfindet, mit Handy und Co, als wenn die gleiche Stelle hinten im hinterletzten Tal ohne Handyempfang ist...).

    T1 bis T3 stellen eine Person ohne Höhenprobleme und mit minimalen Gehfähigkeiten vor keinerlei Probleme.
    T4 kann dann schon mal die eine oder andere Stelle besitzen, wo man genauer hinsehen und vorsichtiger gehen muss. Ab hier wird es dann spannend, und nicht jeder Unbedarfte meistert solche Stellen (vor allem nicht solo)
    Bei T5 ist Spass angesagt. Das ist der Grad, wo ich die Stöcke an den Rucksack packe, weil die Hände am Untergrund benötigt werden. T5 sind Bereiche, in denen auch gestandene Felskletterer und Bergsteiger mit viel Erfahrung Panikattacken bekommen können. Ich hatte schon Leute dabei, die nach wenigen Metern in solch einem Gelände mit Nähmaschine im Knie eine Pause auf einem Fels benötigten. Ist aber tourabhängig, ein Abstieg an Ketten/Stahlseilen (Furacla Barcun Frisal Sut -> Puntegliashütte) oder die sogar mit T6(!) bewertete Brenna Route (Schiberg Nordkante) gehen weniger ans Nervenkostüm als so manche Schutttour, in der ich unterwegs war.

    T6 dann ist nach oben offen hinsichtlich dem, was vor allem von den Nerven gefordert wird. Aber auch hier hat es Unterschiede. Die erwähnte Brenna Route war eine gemütliche Kraxelei in bombenfestem Kalk, mit Markierungen entlang des Pfads und ist auf hikr zigfach mit Bildern erklärt. Der mit T5(!) bewertete Passo die Zocca (steht noch auf dem Programm) ist 1x auf hikr im Bild zu sehen, im Frühjahr (mit Schnee), und hat ein buntes Programm an Überraschungen im Programm und neben Routenfindung und fehlenden Infos generell benötigt man eventuell auch mal Steigeisen/Eispickel oder muss sich irgendwelche Schutthalden hoch graben.

    -> Also auch hier sollte man zumindest bei den höheren Bereichen nachsehen, was denn da geboten wird.

    Oben drauf kommen dann regionale Spezialitäten. Was in den Ostalpen (Österreich) bereits als ausgewachsene Hochtour mit gehobenem Schwierigkeitsgrad gilt, ist im Wallis oder Ecke Chamonix maximal Warm Up. Wer in Österreich eine WS-Route angeht (2-3h ab Hütte, 400-800 Hm im Aufstieg nach einem reichhaltigen Frühstück auf der Hotelhütte) und dann eine WS-Tour in den Westalpen anpackt, wird staunen. Mein Liebling auf hikr ist da z.B. der Gr. Möseler. Gerne und mit überwältigender Mehrheit mit WS+ bewertet, zum Teil noch etwas aufgepeppt mit persönlichen Skalen. Wir haben uns damals echt durchringen müssen, wegen 50m Gletscher das Seil überhaupt auszupacken, und die mit II+ bewerteten Kletterstellen sind einzelne Züge II auf ein paar Metern. Tödi über die gelbe Wand (laut Glarner mit WS bewertet) ab Fridolinhütte ist da ne ganz ganz andere Hausnummer....


    Das, plus die persönlichen und subjektiven Einschätzungen ergeben dann auch eine Tendenz bei den T-Bewertungen auf hikr. Oft kopieren die Leute bei einem Folgebericht lediglich die Infos des Erstschreibers bei der Schwierigkeit, und/oder sie tendieren dann generell in eine Richtung (imo meist mit Übertreibung). Hier sollte man etwas quer lesen und mit der eigenen Einschätzung von Touren vergleichen, um die Dampfplaudertaschen zu finden. Wenn jedoch jemand wie Alpinrise oder Delta eine Tour bewerten, dann stimmt das. T5 ist dann auch eine T5 und keine T4 oder darunter...

    Zur jetzig geplanten Tour im Thread hier: Bilder ansehen. Hat es tonnenweise von der Route, und beim Blick darauf wird schon klar, dass die Schwierigkeit real wohl schon maximal bei T3 liegt.
    After much research, consideration, and experimentation, I have decided that adulthood is nothing for me. Thank you for the opportunity.

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    AW: Erste Bergwanderung

    #30
    Gerade noch gefunden: https://www.hoehenrausch.de/berge/hochgrat/bilder.php

    Da hat es 45 Bilder von der Tour, und das Schwierigste dürfte entweder die paar Meter oben am Gipfel sein, oder der Bereich mit den Eisentritten, um über die Schicht aus Gottesbeton rüber zu kommen.

    Alles harmlos. Da braucht es nicht einmal echte Bergstiefel. mit guten Trailrunnern mit guter Sohle ist das auch drin.
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  11. Liebt das Forum
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    AW: Erste Bergwanderung

    #31
    In Form eine Bildersammlung, was denn so an Spannbreite vor allem im Bereich T3 und darüber geboten wird, aka: "Bilder aus der Nichthakenwelt", sowie noch ein paar Begriffsdehnungen bei der Bewertung...

    Ostalpen vs. Westalpen "wenig schwierig" (PD bzw. WS). Auf hikr sind Gr. Möseler mit PD+/II+ (1700 Hm ab Auto) vs. Barre des Ecrins PD+/II (2900 Hm ab Auto) bewertet, und auch der Tödi ab Fridoin (PD/II, 2900 Hm) liegt im gleichen Level:

    Der Möseler

    Hier im Abstieg. Man peilt den Höcker an, geht kurz davor nach links runter auf den Gletscher, verschwindet über den in kürzester Linie (grob nördlich vom Pfeilerkopf geht es raus), wandert dann zur Hütte, die sich auf dem grasigen Hügel im oberen Bereich rechts im Bild befindet, und das Auto steht unten am Stausee.


    So steil ist der Abstieg bis runter zum Pfeiler


    Die "Schlüsselstelle" befindet sich links im Bild beim gelben Felsen. 1-2 Griffe und Tritte im Fels, max angehauchte II


    Barre des Ecrins, hier nur der Gipfelaufbau.







    und Tödi:


    da muss man durch, um unten zur gelben Wand zu gelangen, welche der Ausstieg in den Felsen darstellt.


    Der Ausstieg ist eine senkrechte, 8m hohe Felskante, wo man sich an einer Kette hoch ziehen muss


    damit man dahinter im Fels landet. Nicht aufgenommen: Weitere fiese Stellen wie überhängende Stahtritte und 1-2 Abseilstellen.


    Die Wunderwelt der T-Skala:

    T1

    Fahrweg R. Ringelspitz

    T2

    Cap. Angeloga am Splügen


    Alpstein


    Zwischen Alpe Devero und Veglia. Die T2 hat bereits eine leichte Tendenz zur T3, je nachdem ob es dann z.B. in einer Rinne kurz mal etwas enger/steiler zu geht.


    Zwischen Segnas und Sardona - man beachte die weiss-blau-weisse Farbmarkierung, entweder ein Überbleibsel aus alten Zeiten oder eine Wegmarkierung für einen Pfad aus dem Calfeisental herauf (wo es kurz über Gletscher geht).


    T3

    Der Bereich hier würde ich T3 einstufen. Zwar kein durchgehender Pfad, aber weder absturzgefährdet oder schlecht findbar und zudem auch nicht steil.


    Ebenfalls T3, basierend auf einer technischen T2 (nicht absturzgefährdet/ausgesetzt) sowie einer Stufenerhöhung aufgrund der Wegfindung, die aber trotzdem noch einfach ist - weil einfach gerade aus dem Felsband entlang (Vorab -> Panixerpass Gratweg)


    Noch einmal der gleiche Weg, anderer Stelle. Gut markiert, kein durchgehender Pfad aber alles im sicheren Bereich -> T3


    Noch ein T3-Bereich - die üblichen breiten Gratabschnitte mit ein paar Stellen, wo man kurz eben mal Hand an den Fels legen muss (Greina, am Grat zw. Uffiern und Cristallina)

    T4

    Alpstein Nadligergrat, hier etwas schwerer Dank Neuschnee. Geht halt den Grat ausgesetzt entlang und man muss weiter hinten auch mal ein paar Tritte in der Flanke finden.


    Wegloser Abstieg ins Val Frisal ab Bifertenhütte


    Piz Urlaun Südflanke. T4 wegen fehlendem Weg und etwas Gelotter unterwegs...


    ... tatsächlich auch mal mit etwas steiler werdenden Querungen bzw. Abstiegen, aber...


    ...auf weiten Strecken zahm. Daher T4, wobei das Schwierigste die Orientierung in der Flanke ist. Trotzdem haben hier manchmal Leute bereits Probleme, vor allem wenn sie festen Fels gewohnt sind.


    Ebenfalls T4 - ein kurzer, ausgesetzter Abstieg entlang einer Felskante, gefolgt von der Querung (ebenfalls mit Seil). War früher auch mit T4 bewertet, hatte aber keine Sicherungen drin....


    eine angebliche T4 (Geisspfad Greina), die sogar an solchen Stellen wie diese hier mit Stahlseilen entschärft ist. Weit und breit nix zum Runterfallen, super Tritte/Griffe, bombenfester Fest -> das ist eine T3


    T5

    Noch einmal der Grat zum Cristallina, dieses mal eine andere Stelle. T5. Hier fühlen sich auch Alpinkletterer wohl, weil der Fels so schön stabil ist, und die T5 vor allem der Ausgesetztheit und den kurzen Kraxelstellen geschuldet ist.


    Schutt T5, und nur T5 dank dem im Bild links unten ev. sichtbaren Stahlseil (Barcun Frisal Sut)


    Ist trotz Stahlseil etwas spannender als der Urlaun, dürfte aber für "Festfelsliebhaber" aber wegen Seil immer noch halbwegs machbar sein.



    Diechterhorn Überschreitung - das ist nun mal eine waschechte T5, die nicht mehr jedem schmeckt. Nicht absicherbare IIer Stellen und dann viel steiles Gerümpel,...


    ... speziell im Ausstieg.


    Pizzo Ferre bzw. Übergang ins Val Curciusa. Frisch markiert, kaum begangen. Die Stelle hier geht noch


    aber es geht einfach mal quer durch das Gelotter


    und dann eben auch mal auf schmalen Bändern (hier mit Upgrade: wasserüberspülter Absatz mit glattpoliertem Fels)


    Noch eine gesicherte T5 (steile Rinne hinten zw. Varese und Antigine Biwak)


    Und zum Abschluss eine Orientierungs-T5 im Bergell.


    Auf dem Felsen im Vordergrund ist die Wegmarkierung und das ist der Pfad. Die beiden Herren, die hier watscheln, hatten ihre liebe Mühe, den Weg zu finden, und das trotz zusammengerechnet etwa 60 Jahren Alpinerfahrung.

    T6

    Nur ein Bildchen, weil ich meist zu beschäftigt bin... Die Kante runter war bis auf die letzten Meter ok (=T5), aber der Abstieg zur Scharte war dann luftig, mit schlechten Griffen und die Felsqualität mehr als suboptimal.
    After much research, consideration, and experimentation, I have decided that adulthood is nothing for me. Thank you for the opportunity.

  12. Anfänger im Forum

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    AW: Erste Bergwanderung

    #32
    @Becks: Danke für den Link, da ist die Wanderung ja wirklich super gezeigt. Solche Stufen im Berg würde ich mit Drahtseil nebenan nicht fürchten, sowas trifft man ja in tieferen Lagen auch mal in ähnlicher Form an.
    Ich denke ich schaue mir das im nächsten Jahr mal an. Umdrehen kann ich immer noch, wenns mir nicht behagt.

    Bei manchen von den anderen Bildern schauderts mich aber. Ab T4 würden mich keine 10 Pferde weiter kriegen. Bei T5 wirds mir beim angucken schon unwohl.

    Edit: Muss ich bei der geplanten Höhe schon Schwierigkeiten wegen der Höhenluft befürchten? Ich hab da keinerlei Erfahrungen, habe aber im Hinterkopf, dass da erst bei 2000m die magische Grenze ist. Liege ich da richtig?

  13. Erfahren

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    AW: Erste Bergwanderung

    #33
    Das Empfinden der T-Skala variiert tatsächlich stark, manche Tour die auf hikr mit T5/T6 eingestuft ist, erscheint mir eher unproblematisch, sie enthalten aber z.B 2_er Stellen in festem Fels. Für einen reinen Wanderer sind die natürlich schon anspruchsvoll, umgekehrt sind für einen Kletterer bröslige Mergelpassagen (z.B Abstieg von der Freispitze (Lechtal)) wieder deutlich problematischer als feste 2_er Passagen.

    Yo, die durchgehende, einheitliche Farb-Kennzeichnung von Wanderrouten, Skipisten, Langlaufloipen, Mountainbikestrecken usw. wäre, z.B EU-weit, eine Praktische Sache. Bis zum Ende dieses Jahrtausends schaffen das die Bürokraten in Brüssel vielleicht auch noch, die Hoffnung stirbt zuletzt!
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    AW: Erste Bergwanderung

    #34
    Zitat Zitat von Con Beitrag anzeigen
    Bis zum Ende dieses Jahrtausends schaffen das die Bürokraten in Brüssel vielleicht auch noch, die Hoffnung stirbt zuletzt!
    Was hat Brüssel damit zu tun?

    Ist die Einstufung der Wege in Schwierigkeitsgrade nicht einfach, glücklicherweise, durch die Alpenvereine der Alpenländer entstanden? Wenn sich die jeweiligen Alpenvereine abstimmen würden braucht es Brüssel nicht.

    Oder wolltest Du nur einfach mal pauschal Deinen Unmut gegen die EU loswerden?

  15. Erfahren

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    AW: Erste Bergwanderung

    #35
    Zitat Zitat von thomas79 Beitrag anzeigen
    Was hat Brüssel damit zu tun?

    Ist die Einstufung der Wege in Schwierigkeitsgrade nicht einfach, glücklicherweise, durch die Alpenvereine der Alpenländer entstanden? Wenn sich die jeweiligen Alpenvereine abstimmen würden braucht es Brüssel nicht.

    Oder wolltest Du nur einfach mal pauschal Deinen Unmut gegen die EU loswerden?
    Na das wäre doch mal eine sinnvolle Aufgabe für die EU, und eben nicht nur für Wanderwege, diese Aufgabe geht deutlich über die Zuständigkeit der Alpenvereine hinaus.
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  16. Fuchs
    Avatar von uli.g.
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    AW: Erste Bergwanderung

    #36
    Zitat Zitat von Lofwyr Beitrag anzeigen
    Hi liebe ODSler,

    wie der Titel schon sagt, möchte ich mich in naher Zukunft einmal an einer Bergwanderung versuchen.
    Da ich Verwandschaft in der Gegend habe, dachte ich an diese Wanderung hier.
    https://www.outdooractive.com/de/rou...horn/19880840/
    Ist das für jemanden ohne Bergerfahrung machbar? Und wenn ja was außer der üblichen Wanderausrüctung brauche ich für eine solche Tour?
    Mein Fitnesslevel würde ich als durchschnittlich betrachten. Meine üblichen Mittelgebirgswanderungen belaufen sich auf ca. 30-40 km und meißt ca. 1500m Auf- und Abstieg. Aber eben alles im Mittelgebirge.
    Ich würde die Tour im Sommer und nur bei wirklich gut vorhergesagtem Wetter machen.
    Über eure Tipps und Erfahrungen würde ich mich sehr freuen. Wenn die Erfahrenen hier meinen, dass die Tour zu anspruchsvoll sei, freue ich mich auch über Alternativvorschläge.

    Vielen Dank im Vorraus.
    Hi,

    wir kommen gerade zurück von der Nagelfluh, allerdings die Strecke etwas „aufgebohrt“ nämlich Aufstieg von der Talstation durch die Brunnenauscharte über den Hochgrat zum Staufnerhaus, dort Übernachtung, am nächsten Tag die Gratwanderung bis zum Stüben zur Alpe Gund (Übernachtung) und am nächsten Tag dann zurück.

    Meine Empfehlungen für Deine geplante Wanderung: Am besten nicht am Wochenende! Es sei denn, Du magst Prozessionen! Bis auf zwei, drei kleine Stellen, an denen Du die Hände zur Sicherheit nehmen solltest, T2; bei Regen und nassem Boden könnten ein paar Passagen eklig sein durch ziemlich tief ausgewaschene Rinnen; der Höhenunterschied zwischen den einzelnen „Gipfeln“ ist nicht besonders; aber es geht recht sportlich rauf und runter; der Rückweg ist eine ziemlich langweilige Sache...... Besser - wenn Du eine 1-Tagestour machen willst: ganz früh morgens mit der Hochgratbahn hoch, die ganze Kette bis zum Mittag-Berg, dann mit der Bahn runter und mit dem Taxi zurück zum Parkplatz; Fahrzeit der Mittagbahn beachten!

    Wichtig! Viiieeel zu trinken mitnehmen!

    Grüße
    "... „After twenty years he still grieves“ Jerry Jeff Walkers +23.10.2020"

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