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  1. Anfänger im Forum

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    AW: Ein Jahr durch Russland

    #21
    Zitat Zitat von Spartaner Beitrag anzeigen
    Ich habe das bisher so verstanden, als will er nur den europäischen Teil durchwandern, bis er Sibirien erreicht hat. Danach wäre es sowieso nahezu unmöglich, weiterzuwandern, wenn man sich nicht von Jagd und Fischfang ernähren kann.

    Der kürzeste Weg würde sich wohl etwa hier finden lassen: https://yandex.ru/maps/?l=sat%2Cskl&...C13.712648&z=5
    Genau, das wäre der Plan. Jagd oder Fischfang würde ich vielleicht auch einmal integrieren wollen in den SOeiseplan, habe extra diesen SOmmer versucht bisschen Speerfischen zu lernen (natürlich nicht in DE). Will aber nicht mehr Stress als eh schon mit dem Papierkram und Jagderlaubnis und und und haben, deswegen würde ich mir das wahrscheinlich für den Notfall aufheben

  2. Anfänger im Forum

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    AW: Ein Jahr durch Russland

    #22
    Zitat Zitat von rumpelstil Beitrag anzeigen
    Absolut sofort mit Krafttraining / Stabilistationstraining anfangen. Bei aufkommenden Schmerzen auf keinen Fall "durchbeissen", sondern sofort schonen (pausieren).

    Falls du noch ausreichend Vorlaufzeit hast, neben spezifischem Krafttraining auch sofort mit wandern anfangen, auch möglichst jeden Tag, auf mögilchst vielseitigem Boden, auch mit gefülltem Rucksack. So kannst du auch Antworten auf die Frage nach Rucksackgewicht und Tageskilometer anpeilen. Dass unterwegs die Tageskilometer stark abweichen können, ist vermutlich klar.

    Falls du "demnächst" losgehen willst, würde ich anfangs nur wenige Tageskilometer machen und penibel auf die Knie achten. Steigern kann man immer.

    Persönlich würde ich nicht nach Russland gehen wollen, ohne zumindest rudimentäre Russischkenntnisse zu haben. Ev bietet es sich auch an, unterwegs (weiter) Russisch zu lernen.
    Danke, setze ich mich gleich mal dran habe auch gehört man soll im gehen nie das Knie ganz ausstrecken, könnte das auch helfen?

  3. Anfänger im Forum

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    AW: Ein Jahr durch Russland

    #23
    Zitat Zitat von Ljungdalen Beitrag anzeigen
    Grob entlang der Transsibirischen Eisenbahn in Kombination mit der (durchgängig relativ neuen) in gleicher Richtung verlaufenden Fernstraße geht das vermutlich. 50+ km zwischen Orten mit Versorgungsmöglichkeit hat man da schon mal, besonders in Transbaikalien. Geht ja noch. Aber will man das?

    Also, manche machen sowas. ZB ein Ilja Frolow (Илья Фролов), der ist ab 2015 in zwei Jahren von Wyborg (nahe finnischer Grenze) nach Wladiwostok gelaufen, fast 10000 km. Das sieht dann etwa so aus https://www.youtube.com/watch?v=nBfGQZ3KI_o Das ist bei Barabinsk, zwischen Omsk und Nowosibirsk, inkl. erster Übernachtung auf Schnee am 23. Oktober (ab 3:45). Er erzählt da noch zB, dass die Ortschaften mit Versorgungsmöglichkeit auf diesem Abschnitt alle so 3 bis 7 km abseits der Fernstraße liegen, d.h. man muss zusätzliche Strecken laufen (oder halt per Anhalter). Bei 6:27 übernachtet er in einer "Hütte" irgendeines "Wächters" Weite Strecken abseits der Straßen laufen ist, glaube ich, unrealistisch (Sümpfe, Wasserläufe ohne Brücken...)
    Interessante Geschichte. Na ja, 50km ohne Versorgungsmöglichkeit kriege ich noch hin, und Straßentechnisch müsste ich mich mal mehr zu den oben erwähnten "befahrbaren Schneisen" informieren

  4. AW: Ein Jahr durch Russland

    #24
    Zitat Zitat von SiberiaImCOming Beitrag anzeigen
    habe auch gehört man soll im gehen nie das Knie ganz ausstrecken, könnte das auch helfen?
    Das ist grundsätzlich richtig. Banal gesagt, wenn du das Knie komplett ausstreckst ("locking"), dann geht der "Schlag" beim Aufsetzen des Fusses direkt "auf die Knochen", also das Gelenkscharnier. Ist das Knie nur normal gestreckt "hält" die Muskulatur das Gelenk, fängt den Stoss ab und "federt". Ist schonend für das Gelenk, braucht aber gute Muskulatur und ist für die Muskulatur natürlich anstrengender, als wenn man alles die Knochen halten lässt.

    Es ist halt ein bisschen die Frage, was in deinem Knie Probleme macht. Arthrose sollte in einem 19jährigen Knie ja noch nicht vorkommen (ausser nach jahrelangem massiven Training bei miserabler Methodik). Also ist möglicherweise ein kleiner Defekt vorhanden.
    Möglicherweise würde es sich lohnen, bei so einem Vorhaben vorher das Knie nochmal gründlich durchchecken zu lassen. Wenn du weisst, was damit los ist, kannst du viel eher damit umgehen/dich entsprechend vorbereiten, als wenn es einfach diffus weh tut, wenn du zu viel zu lang schleppst.

    Schliesslich brauchst du deine Knie wohl noch länger als für die nächsten 5 Jahre - da würde ich echt aufpassen. Knieschmerzen bei einem gesunden, an sich sportlichen 19jährigen sind kein gutes Zeichen...

  5. Lebt im Forum
    Avatar von Buck Mod.93
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    AW: Ein Jahr durch Russland

    #25
    Zitat Zitat von SiberiaImCOming Beitrag anzeigen
    Genau, das wäre der Plan. Jagd oder Fischfang würde ich vielleicht auch einmal integrieren wollen in den SOeiseplan, habe extra diesen SOmmer versucht bisschen Speerfischen zu lernen (natürlich nicht in DE). Will aber nicht mehr Stress als eh schon mit dem Papierkram und Jagderlaubnis und und und haben, deswegen würde ich mir das wahrscheinlich für den Notfall aufheben
    Ich kenne dieses Bedürfnis nach Aufbruch mit dem Schulabschluss nur zu gut. Die aller wenigsten setzen ihre „Pläne“ aber dann wirklich in die Tat um. Intihuitana ist einer der wenigen hier im Forum, der in jungen Jahren Reisen unternommen hat, die deiner Vorstellung auch nur annähernd entsprechen. Meine Empfehlung; Fahr nach Schwedisch Lappland und lerne Outdoor von der Pike auf. Dieser Sprung in die Ferne wird nach hinten losgehen. Das wurde mir spätestens klar, als ich „Jagen“ und „Fischen“ gelesen habe. Nicht entmutigen lassen aber definitiv 2-3 Gänge runterschalten.

  6. Erfahren

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    AW: Ein Jahr durch Russland

    #26
    "befahrbare Schneisen" gibt es doch auch in D. Die enden oft am nächsten Hochstand. Das weiß man nur vorher nicht. Manchmal sind sie in Karten sogar durchgängig verzeichnet, in der Realität aber zugewachsen. Nicht so schlimm, wenn man sich nur 5 km durch den Wald schlagen muss und dann wieder in der Zivilisation ist.
    Russland ohne gültiges Visum: Du bist doch sofort als Ausländer erkennbar. Wo willst Du ankommen? Die Russen verstehen da keinen Spaß. Das zeigt sich schon an der norwegisch-russischen Grenze.

  7. Anfänger im Forum

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    AW: Ein Jahr durch Russland

    #27
    Zitat Zitat von Buck Mod.93 Beitrag anzeigen
    Ich kenne dieses Bedürfnis nach Aufbruch mit dem Schulabschluss nur zu gut. Die aller wenigsten setzen ihre „Pläne“ aber dann wirklich in die Tat um. Intihuitana ist einer der wenigen hier im Forum, der in jungen Jahren Reisen unternommen hat, die deiner Vorstellung auch nur annähernd entsprechen. Meine Empfehlung; Fahr nach Schwedisch Lappland und lerne Outdoor von der Pike auf. Dieser Sprung in die Ferne wird nach hinten losgehen. Das wurde mir spätestens klar, als ich „Jagen“ und „Fischen“ gelesen habe. Nicht entmutigen lassen aber definitiv 2-3 Gänge runterschalten.
    Was wäre an Jagen und Fischen das Problem?

  8. Lebt im Forum
    Avatar von Buck Mod.93
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    AW: Ein Jahr durch Russland

    #28
    Zitat Zitat von SiberiaImCOming Beitrag anzeigen
    Was wäre an Jagen und Fischen das Problem?
    Dass du mit 19 Jahren in Verbindung mit deinen sonstigen Vorstellungen in der Lage bist, in der Wildnis Tiere waidgerecht zu erlegen und zu verarbeiten, halte ich für sehr unwahrscheinlich. Das Fleisch, das du nicht mal erlegt hast, bereits in den Speiseplan mit einzubeziehen ist dann die nächste Ungereimtheit.
    Geändert von Buck Mod.93 (19.08.2020 um 17:37 Uhr)

  9. Dauerbesucher
    Avatar von Ljungdalen
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    AW: Ein Jahr durch Russland

    #29
    Zitat Zitat von SiberiaImCOming Beitrag anzeigen
    ALso es gibt keine Tricks oder Tips wie man an ein längeres Russlandvisum kommt?
    (Viel) Geld?

    Zitat Zitat von SiberiaImCOming Beitrag anzeigen
    Oder könnte ich es vllt auch ohne Visum versuchen und hoffen dass ich das nicht vorzeigen muss?
    Reinkommen ohne extrem unwahrscheinlich. Man kann natürlich mit zwei- oder dreimonatigem Touristenvisum einreisen und dann einfach dableiben. Dann gibt's aber spätestens bei der Ausreise Ärger. Aber mit Sicherheit *viel* früher, besonders, wenn man als (wahrscheinlich) offensichtlicher Ausländer mit Rucksack in Gebieten herumläuft, wo nie Fremde (auch keine Russen) sind... Die Polizei- und Andere-Aufpasser-Dichte in Russland ist erheblich höher als hierzulande. Und auch deren Interesse an offensichtlich völlig friedlichen Personen.

    Apropos "reinkommen". Wäre mir nicht sicher, ob man normale (Straßen-?)Grenzübergänge zu Fuß überqueren darf. Vermutlich nicht (schon allein, weil man nicht durch das Grenzgebiet zu Fuß laufen darf). Und...

    Zitat Zitat von SiberiaImCOming Beitrag anzeigen
    ... Würde die nicht durch ganz Polen tragen wollen. ...
    ...Polen grenzt nicht an das "eigentliche" Russland, nur an das Kaliningrader Gebiet. Mit einem "normalen" Visum kann man nicht dort einreisen, dann wieder raus nach Litauen, weiter über Lettland oder Weißrussland, und dann wieder nach Russland. Das wäre eine zweimalige Einreise, die ein spezielles Visum benötigt.

    Nichts einfach in/mit Russland...

    PS: Doch, Fischen/Angeln ist im Allgemeinen (wenn keine lokalen Einschränkungen oder so) "für den Privatgebrauch" einfach so erlaubt.

    Jagen ist was anderes, man benötigt einen Jagdschein (охотничий билет), und den bekommt man als Ausländer privat regulär nicht; nur mit russischen "Partnern", i.d.R. Firmen, die Jagd für Ausländer organisieren. Kostenpunkt dementsprechend hoch. Illegale Jagd ist strafbar, da wäre ich vorsichtig.
    Geändert von Ljungdalen (19.08.2020 um 18:13 Uhr) Grund: PS

  10. Alter Hase
    Avatar von codenascher
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    AW: Ein Jahr durch Russland

    #30
    Zitat Zitat von SiberiaImCOming Beitrag anzeigen
    ...
    ALso es gibt keine Tricks oder Tips wie man an ein längeres Russlandvisum kommt?
    Oder könnte ich es vllt auch ohne Visum versuchen und hoffen dass ich das nicht vorzeigen muss?
    Nicht dein ernst oder?


    Zitat Zitat von SiberiaImCOming Beitrag anzeigen
    Was wäre an Jagen und Fischen das Problem?
    Zitat Zitat von Buck Mod.93 Beitrag anzeigen
    Ich kenne dieses Bedürfnis nach Aufbruch mit dem Schulabschluss nur zu gut. Die aller wenigsten setzen ihre „Pläne“ aber dann wirklich in die Tat um. Intihuitana ist einer der wenigen hier im Forum, der in jungen Jahren Reisen unternommen hat, die deiner Vorstellung auch nur annähernd entsprechen. Meine Empfehlung; Fahr nach Schwedisch Lappland und lerne Outdoor von der Pike auf. Dieser Sprung in die Ferne wird nach hinten losgehen. Das wurde mir spätestens klar, als ich „Jagen“ und „Fischen“ gelesen habe. Nicht entmutigen lassen aber definitiv 2-3 Gänge runterschalten.
    Das zweite Zitat von dir wird bestmöglich von buck mod 93 beantwortet...

    Bin im Wald, kann sein das ich mich verspäte

    meine Weltkarte

  11. Erfahren
    Avatar von TEK
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    AW: Ein Jahr durch Russland

    #31
    Willkommen im Forum!

    Also, wenn Du schon mehrere einwöchige Touren mit entsprechendem Rucksack gemacht hast, finde ich die Idee einer mehrmonatigen Tour jetzt nicht prinzipiell übers Ziel hinausgeschossen. Auch geht Deine Route ja insbesondere die ersten Monaten durch keine besonders gefährlichen oder schwierigen Gegenden. Und eine Sibiriendurchquerung hast Du auch nicht vor.

    Drei Punkte meiner Vorredner möchte ich dennoch bekräftigen:
    1. Kümmere Dich um eine ordentliche Krankenversicherung.
    2. Nimm die Visafrage nicht auf die leichte Schulter. Das kann Dir sehr viel Ärger einbringen.
    3. Geh vor einer solchen Unternehmung zum Arzt, um Dein Knie untersuchen zu lassen. Forumsratschläge sind zwar toll, aber keiner hier weiß, weshalb Dein Knie wehtut. Je nachdem, welche Ursache vorliegt, können andere Tipps richtig sein.

  12. Lebt im Forum
    Avatar von Sarekmaniac
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    AW: Ein Jahr durch Russland

    #32
    OT:
    Zitat Zitat von Ljungdalen Beitrag anzeigen



    ...Polen grenzt nicht an das "eigentliche" Russland,
    Ach, wer weiß das schon heutzutage. Bis er Brest erreicht, dauert es ja in jedem Falle noch ein Weilchen. Wenn die grünen Männchen schneller sind, klappt das.
    Wir sind alle ein wenig beim Leben zu Gast
    Das Leben ist reine Gewohnheit
    (Anna Achmatowa)

  13. Dauerbesucher

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    AW: Ein Jahr durch Russland

    #33
    Wg. Visum würde ich mit den Leuten von Visumexpress in Köln Rath sprechen. Vermutlich bekommst Du dort „Den ersten Zahn gezogen“.
    Um einen Begriff für die Größe des Landes zu erhalten fährst Du mit der Bahn von Berlin nach Moskau. Da lernst Du etwas über Kontrollen. Gern weiter mit der Bahn in die Mongolei oder nach China.
    Ich war vor ca. 15 Jahren mehrfach in geschäftlich in Moskau.... die Grenzkontrollen allein sind schon, gemessen z. B. An den USA Strange.
    Hier im Forum gab/gibt es Berichte vom Sibirier un einem Radler, ich glaube Richard Eisen- oder Löwenherz über seine Wintertouren in Russland.
    „Klein Russland“ war für mich eine Tour an der Ostgrenze der ehemaligen SSR Estland von Narwa nach Süden. Mit dem Auto.
    In dieser Region ist der Bevölkerungsanteil von Russen über 50 v. H. Ich kam mir vor wie in Russland, mitten in der EU.
    Es ist auch interessant z. B. Esten Letten, Litauern Russland zu reden.
    Ich habe nix gegen Russen, sie sind gastfreundlich und hilfsbereit, ticken aber anders wie Westeuropäer oder wie ich.
    Nett wird das beschrieben von Vladimir Kaminer, einem Exilrussen.

  14. Dauerbesucher
    Avatar von Intihuitana
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    AW: Ein Jahr durch Russland

    #34
    Zitat Zitat von SiberiaImCOming Beitrag anzeigen
    Was wäre an Jagen und Fischen das Problem?
    Ist zwar eine interessante Sache aber man muss auch realistisch sein. Nur bei hervorragenden Fähigkeiten und Kentniss der Landschaft kann das was werden zumindest zur Selbstversorgung und selbst dann spielt noch Glück dazu.
    Vor allem stehen sich Strecke machen und Jagen/Fischen im Weg. Nach einer 40 km. Etappe wie du schreibst, dann noch effektiv Schlingen aufstellen oder fischen ist eigentlich umsonst.
    Man wird sich für so etwas Zeit nehmen und mehrere Tage vor Ort bleiben müssen.
    Ich habe auf meinen Touren immer nur dann etwas gefangen wenn ich eine Weile vor Ort gewesen bin und Jagderfolrg gab es nur mit den Einheimischen, ausser einmal eine Agame, aber das war nur Glück.
    Noch besser ist es sich immer mit den Einheimischen anzufreunden und die können dir dann die besten Angeltipps geben oder dich zur Jagd mitnehmen.

    Lies mal den Bericht hier. Ist auch Sibirien und die Protagonisten versorgen sich unter anderem auch aus der Natur und dennoch sind sie am Ende völlig ausgemergelt.
    https://www.outdoorseiten.net/forum/...tskischen-Meer

    Oder auch Walking the Amazon von Ed Stafford anschauen. Ist zwar eine andere Klimazone aber das Problem mit Selbstversorgung aus der Natur kommt auch dort auf.

    Allgemein wirkt es als ob du da möglichst schnell durch willst mit den Riesentagesetappen und so weiter. Das machst du aber eh nicht auf Dauer und was hast du dann von Land und Leuten wenn du wie ein irrer durch die Landschaft hetzt?
    Bleib lieber mal vor Ort und freunde dich mit den Leuten an, flirte mit den hübschen Mädchen und lass dir das Leben in der Taiga zeigen.

    Was das Visum angeht.
    Du warst doch ein Jahr in Marokko, da weißt du doch in etwa wie der Hase läuft bei solchen Ländern. Passkontrolle gibts in jedem Hostel und bei allen möglichen Straßenkontrollen. Das fällt doch ruck zuck auf.
    Wie hast du es denn dort gemacht übrigens? Bist du alle drei Monate nach Ceuta oder Mellila und hast die 90 Tage wieder auf Null gesetzt oder hattest du ein Arbeitsvisum?

    Businessvisum ist etwas was mir noch einfallen würde, wie du in Russland länger bleiben könntest.
    Mein Kumpel hatte glaub ich ein 6 monatiges Businessvisum, als normaler Tourist weil er jemanden kennt der jemanden kennt der jemanden kennt der ihm das erledigt hat.
    Ich kann den mal nachfragen und bei Interesse Kontakt besorgen.
    Russian Roulette is not the same without a gun. - Lady Gaga

  15. Lebt im Forum
    Avatar von Buck Mod.93
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    AW: Ein Jahr durch Russland

    #35
    Zitat Zitat von Sarekmaniac Beitrag anzeigen
    OT:

    Ach, wer weiß das schon heutzutage. Bis er Brest erreicht, dauert es ja in jedem Falle noch ein Weilchen. Wenn die grünen Männchen schneller sind, klappt das.
    Gibt dir diese Überheblichkeit einem 19 Jährigen gegenüber den Kick?

  16. Lebt im Forum
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    AW: Ein Jahr durch Russland

    #36
    OT: Chapeau, politische Witze, und dann noch so geschmacklose, sind im Forum verboten. Ich sehe aber nicht, dass der Witz auf Kosten des TO geht oder ich mich gar über ihn lustig mache, die Steilvorlage dazu kam schließlich von Ljungdalen. Was Du mit Überheblichkeit gegenüber einem 19-jährigen meinst, sehe ich auch nicht, vielleicht versteht er den Witz ja (im Gegensatz zu dir?).

    Ich kann es auch sachlich fassen: Die Visabedingungen von Ländern zu missachten ist generell eine schlechte Idee, und zu versuchen, als EU-Bürger Weißrussland ohne Einreise- und Aufenthaltsgenehmigung via grüne Grenze zu betreten ist aktuell eine besonders schlechte Idee, weil die Gefahr, nicht nur einfach mit Geldstrafe abgeschoben zu werden, sondern für längere Zeit in einer überfüllten Gefängniszelle zu landen, real ist.
    Geändert von Sarekmaniac (19.08.2020 um 20:25 Uhr)
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    AW: Ein Jahr durch Russland

    #37
    Auf der Seite des Auswärtigen Amtes gibt es etliche Informationen zur Einreise nach Russland: Da geht wohl gerade wenig bis nichts.
    Im Sommer 2019 hat man mich trotz Visum und Hotelbestätigung für St. Peterburg an der Grenze in Narwa abgewiesen. Meinen pass hat man gescannt. Der Grenzbeamte sprach ausschließlich russisch. Ich leider nicht. Eine Abfuhr klingt auf Russisch schrof, die Visagebühren konnte ich in den Kamin schreiben.

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    Avatar von derray
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    AW: Ein Jahr durch Russland

    #38
    Hallo Kili!

    Schönes Vorhaben! Erinnert mich sehr an meine erste Tour, von Deutschland nach Indien zu Fuß. Hat natürlich alles nicht so geklappt, aber spannend und lehrreich war es auf jeden Fall.


    Zitat Zitat von SiberiaImCOming Beitrag anzeigen
    Wie viele Kilometer am Tag sind auf Dauer realistisch?
    Wenn du dich erst einmal eingelaufen hast sind um die 35 oder 40km kein Problem. Das ist aber eher Obergrenze und nicht Durchschnitt. Du wirst heiße Tage haben, du wirst Regentage haben, du wirst steile Tage haben, du wirst Ruhetage haben, ...

    Was tue ich gegen Mücken?
    Lange Klamotten + Kopfnetz

    Kann ich auf Wanderwegen laufen oder muss ich an die Straße?
    Wo es Wanderwege gibt kannst du diese nutzen, aber mach dir bewusst, dass die Pflege und Markierung selbiger nicht mit deutschen Verhältnissen zu vergleichen sind. (Ausnahmen bestätigen die Regel!)

    Wie laufe ich möglichst knieschonend? (hatte leider weil ich sehr früh mit Dauerläufen angefangen hab immer Probleme mit meinen Knien)
    Möglichst wenig Gewicht, möglichst wenig Schuhwerk und gut trainierte Füße.

    Wie viel Gewicht ist mit einem Rucksack tragbar?
    Viel. Sehr viel. Macht aber irgendwann keinen Spaß mehr. Eine der wenigen Sachen, die ich bei meiner ersten Tour bereut habe: Ich hätte viel mehr Augenmerk auf das Gewicht der Ausrüstung legen sollen!

    Was ist das beste Essen, wenn ich nur nach viel Kalorien mit wenig Gewicht gehe sondern mir auch Proteine wichtig sind?
    Nüsse, Samen, Hülsenfrüchte, Getreide, ...

    Irgendwelche Tips an Dingen, die ich unbedingt mitnehmen sollte?
    Meinem jüngeren Ich würde ich heute sagen: Denk nicht so sehr ans mitnehmen. Weglassen befreit ungemein!

    Irgendwelche weiteren Ideen oder Punkte die es zu beachten gibt?
    Plane die Tour nicht zu viel und nicht zu detailliert. Es gibt unterwegs unglaublich viele Dinge, die dich dazu veranlassen deine Pläne zu ändern. Sei es eine nette Einladung nach nur 5 Tageskilometern oder ein drohender Krieg oder eine Verhaftung. Hatte ich alles dabei.
    mfg
    der Ray
    "The greatest threat to the planet
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    Robert Swan

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    AW: Ein Jahr durch Russland

    #39
    Zitat Zitat von Bulli53 Beitrag anzeigen
    Auf der Seite des Auswärtigen Amtes gibt es etliche Informationen zur Einreise nach Russland: Da geht wohl gerade wenig bis nichts.
    Im Sommer 2019 hat man mich trotz Visum und Hotelbestätigung für St. Peterburg an der Grenze in Narwa abgewiesen. Meinen pass hat man gescannt. Der Grenzbeamte sprach ausschließlich russisch. Ich leider nicht. Eine Abfuhr klingt auf Russisch schrof, die Visagebühren konnte ich in den Kamin schreiben.
    Was?! Sowas habe ich auch in den letzten Jahren nie erlebt oder gehört. (Jetzt Corona mal außen vor.) Woher war denn das Visum, wenn ich fragen darf?

    Ich war oft in Russland, mit Jahres-Business-Visum (mehrfache Einreise) oder mit privat über eine Agentur besorgtem normalen Touristenvisum (zuletzt wimre 65 €), und immer ohne Hotelbuchung (meine Frau und dementsprechend ihre Verwandten sind Russen, aber es war kein privates Besuchsvisum, weil das komplizierter ist; sowas gibt es aber auch noch). Immer alles gut. Allerdings in den letzten 25 Jahren immer per Flugzeug via Moskau (meist Scheremetjewo oder Domodedowo, selten Wnukowo, als Germanwings noch dorthin flog). Mag ja an einer Landgrenze anders sein, aber ist eigenartig.

  20. Anfänger im Forum

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    AW: Ein Jahr durch Russland

    #40
    Zitat Zitat von Ljungdalen Beitrag anzeigen
    (Viel) Geld?



    Reinkommen ohne extrem unwahrscheinlich. Man kann natürlich mit zwei- oder dreimonatigem Touristenvisum einreisen und dann einfach dableiben. Dann gibt's aber spätestens bei der Ausreise Ärger. Aber mit Sicherheit *viel* früher, besonders, wenn man als (wahrscheinlich) offensichtlicher Ausländer mit Rucksack in Gebieten herumläuft, wo nie Fremde (auch keine Russen) sind... Die Polizei- und Andere-Aufpasser-Dichte in Russland ist erheblich höher als hierzulande. Und auch deren Interesse an offensichtlich völlig friedlichen Personen.

    Apropos "reinkommen". Wäre mir nicht sicher, ob man normale (Straßen-?)Grenzübergänge zu Fuß überqueren darf. Vermutlich nicht (schon allein, weil man nicht durch das Grenzgebiet zu Fuß laufen darf). Und...



    ...Polen grenzt nicht an das "eigentliche" Russland, nur an das Kaliningrader Gebiet. Mit einem "normalen" Visum kann man nicht dort einreisen, dann wieder raus nach Litauen, weiter über Lettland oder Weißrussland, und dann wieder nach Russland. Das wäre eine zweimalige Einreise, die ein spezielles Visum benötigt.

    Nichts einfach in/mit Russland...

    PS: Doch, Fischen/Angeln ist im Allgemeinen (wenn keine lokalen Einschränkungen oder so) "für den Privatgebrauch" einfach so erlaubt.

    Jagen ist was anderes, man benötigt einen Jagdschein (охотничий билет), und den bekommt man als Ausländer privat regulär nicht; nur mit russischen "Partnern", i.d.R. Firmen, die Jagd für Ausländer organisieren. Kostenpunkt dementsprechend hoch. Illegale Jagd ist strafbar, da wäre ich vorsichtig.

    Danke sehr, hilft mir weiter. Mit dem Visum muss ich schauen, vielleicht probiere ich da mal irgendwelche russischen Freunde zu fragen ob die mit reinkommen irgendwelche hilfreichen Ideen oder Kontakte haben. Mein Favorit ohne große Ausrüstung wären Fallen, aber ich denke die fallen (natürlich) auch eher unter Jagdschein. Die Grenzgebiete müsste man dann also vielleicht per Anhalter/Bus überqueren? Ist alles relativ schwierig, hoffe es gibt da irgendeinen Weg.

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