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  1. Anfänger im Forum

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    AW: Maximales Tragegewicht - trainierbar vs. natürliche Grenze?

    #21
    Ich habe einen fertig gepackten RS in der Ecke stehen, mit dem ich an den Wochenenden regelmäßig Touren laufe. Das Gewicht variiert je nach Tourvorhaben.

  2. Fuchs
    Avatar von Nita
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    AW: Maximales Tragegewicht - trainierbar vs. natürliche Grenze?

    #22
    Das maximale tragbare Gewicht ist selbstverständlich trainierbar, gern in 2 Phasen:

    1) allgemeine Rumpf+Beinestärkung bzw. Stabilisierung, um Probleme bei
    2) Training mit Rucksack
    ...zu vermeiden.

    Auch das Gehen im schweren Gelände, Gleichgewicht, Effizienz usw. kann man üben.

    Der Schlüssel für die Vorbereitung heißt "functional training", zuerst lieber angeleitet, für Studiomuffel auch draussen ("outdoor gym" oder wie sie alle heissen). Ist man sich sicher, was man tut, kann einen ein gezieltes Krafttraining (s. Vorschlag von Intihuitana) weiter bringen. Von 50x Kreuzheben mit leichtem Gewicht, aber schlechter Technik, kann ich allerdings nur abraten ;) Längere Wanderungen mit hohem Gewicht würde ich erst (wenn überhaupt) nach dem erwähnten Aufbau machen.

    Grenze - sie muss man austesten. Bei mir sind 23kg (bei 78kg) die Wohlfühlgrenze, "gehen" tut auch deutlich mehr. Allerdings nicht "unendlich" mehr - nach mehreren Tagen mit einem massiv überladenen Leichtrucksack und einigen Etappen bis ca. 35kg hatte ich zum ersten Mal seit 15 Jahren Wandern Rückenprobleme, die relativ mühsam über Monate weggingen (dank dem Sport). Fazit: 1) Was vor 10-15 Jahren dank regelmäßigem Krafttraining kein Problem war, sollte ohne dieses nicht wie selbstverständlich erwartet werden. 2) gerade bei absolut grenzwertigem Gewicht sollte verstärkt auf den Rucksack geachtet werden.

  3. Erfahren
    Avatar von Dieter
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    AW: Maximales Tragegewicht - trainierbar vs. natürliche Grenze?

    #23
    Rückblickend auf mein aktive Wanderzeit (25 Jahre) in Island bei Tourendauern zwischen 1,5 und 5 Wochen. War ich wohl im Schnitt mit etwa 30 kg Rucksackgewicht unterwegs. Da die Wanderungen auch Ausgleich zu einer nichtartgerechten Bürohaltung waren, war auch regelmäßiges Training der Rückenmuskulatur angesagt. Mit einem Gregory Rucksack war die Lastübertragung auf die Hüfte so gut wie perfekt. Nur einmal hatte ich Rückenprobleme, an denen wohl das Rucksackgewicht mit schuld war.

    Bei kürzeren Touren war das Rucksackgewicht nur so bei 27 kg. Kritisch war nur, wenn der Anfang der Tour ein paar Tage durch wüstenhaftes (wasserloses) Gebiet ging. Einmal habe ich notiert:
    "Der Rucksack hat mit 5 l Wasserzuladung und den Essensvorräten für 12 Tage ein gewaltiges Gewicht. Ich schätze ca 37 kg - eher mehr denn weniger."

    Natürlich wäre es auch etwas leichter gegangen, aber mein Zelt (Hilleberg Tarra) wiegt nun mal 5 kg und in Island darauf verzichten? Nein!

    Ich finde die Höchstgrenze für das Rucksackgewicht ist individuell verschieden - liegt aber sicher höher, als die meisten sich vorstellen mögen. Mit zunehmendem Alter ist man gerne "leichter" unterwegs, aber leider auch gerne "komfortabler", also macht man eben kürzere Tagesetappen

    Dieter

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    AW: Maximales Tragegewicht - trainierbar vs. natürliche Grenze?

    #24
    dachte immer, die natürliche grenze liege so bei dem was soldaten schleppen müssen. dann fiel mir ein artikel in die hände, ich find ihn leider nicht mehr, über frauen aus nepal?, die tee über den himalaya wuchten, als ihr beruf, zu fuss über bergpfade. der tee wiegt laut artikel 60kg, ist in den typischen gepressten ziegeln auf holzkraxen geschlichtet, die per stirnband an der frau hängen. speziell daran: die kraxen haben hinten unten einen stock montiert, darauf kann die frau die last abstützen wenn sie nicht geht. gehen funktioniert übrigens so: 6 schritte bergauf, kurze pause, wiederholen. körpergewicht und lastgewicht dürften so ca. 1:1 betragen. alt werden sie natürlich nicht und schmerzlos schon gar nicht.

  5. Vorstand
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    Avatar von Taunuswanderer
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    AW: Maximales Tragegewicht - trainierbar vs. natürliche Grenze?

    #25
    Zitat Zitat von faule socke Beitrag anzeigen
    dachte immer, die natürliche grenze liege so bei dem was soldaten schleppen müssen.
    ...bei der Armee/Bundeswehr bleibt man weit weg von der machbaren Gewichtsbelastung. Soldaten sollen ja schließlich einsatzfähig bleiben und nicht nach dem Tagesmarsch entkräftet in die Dackelgarage fallen, da müssen also genug Reserven vorhanden sein. Und viel Ausrüstung wird transportiert (heute LKW, früher Pferd). Zudem richtet man sich nicht an einzelnen leistungsstarken Soldaten aus, sondern idealerweise so, dass man noch als gesamte Einheit einsatzfähig ist. Und natürlich spielt Planbarkeit eine große Rolle, d.h. Soldaten sollen in definierter Zeit eine definierte Strecke mit definiertem Gepäck zurücklegen können. Um das zu erreichen werden Leistungsmärsche trainiert. Zu meiner Zeit war das mit 10 kg Rucksackgewicht, heute mit 15 kg, dafür sind heutzutage die Strecken viel kürzer. Durchschnittliche Geschwindigkeit knackige 6 km/h. Übrigens: Vorteil für die Soldaten in der Lüneburger Heide gegüber jenen im Mittelgebirge

  6. AW: Maximales Tragegewicht - trainierbar vs. natürliche Grenze?

    #26
    Die natürliche Grenze ist bei über 100%, laut dem Artikel unten.

    80kg tragen bei weniger als 60kg Körpergewicht "scheinen" noch zu gehen. Nur wenn man es zu lange macht wird man krank.

    https://www.spiegel.de/reise/fernweh...a-1181230.html

  7. Fuchs

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    AW: Maximales Tragegewicht - trainierbar vs. natürliche Grenze?

    #27
    Ganz interessanter Bericht über die Koppenträger im Riesengebirge . Bis zu 160kg Last .
    http://grossaupa.riesengebirgler.de/Koppentraeger.htm


  8. Administrator
    Fuchs
    Avatar von sudobringbeer
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    AW: Maximales Tragegewicht - trainierbar vs. natürliche Grenze?

    #28

  9. Lebt im Forum
    Avatar von Pfad-Finder
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    AW: Maximales Tragegewicht - trainierbar vs. natürliche Grenze?

    #29
    Zitat Zitat von windriver Beitrag anzeigen
    Ganz interessanter Bericht über die Koppenträger im Riesengebirge . Bis zu 160kg Last .
    http://grossaupa.riesengebirgler.de/Koppentraeger.htm
    So etwas gab es zumindest 1997 in der Hohen Tatra (slowakische Seite) auch noch. Gefragt habe ich nicht, aber anhand der Zahl der Bierkästen bzw. Bierfässer würde ich auf 80 bis 100kg Last im Regelfall tippen.

    Nachtrag:
    Es gibt sie immer noch:
    https://www.idnes.cz/cestovani/kolem...olem-sveta_hig
    Schutzgemeinschaft Grüne Schrankwand - "Wir nehmen nur das Nötigste mit"

  10. Dauerbesucher

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    AW: Maximales Tragegewicht - trainierbar vs. natürliche Grenze?

    #30
    danke windriver und pfadfinder!


    160kg, ein klavier, ... die haben ja gesponnen! krass. schade dass es keine medizin. daten von den auswirkungen auf den körper dieser leute gibt. aber technisch hatten sie das wohl drauf, wenn es der eine 50 jahre lang gemacht hat.

    evt. von der körperlichen leistung her trotzdem vergleichbar mit den frauen aus dem nepal-artikel. die sind ja zierlicher und haben in viel grösserer höhe viel längere wege zurückgelegt.

    naja der schluss bleibt trotzdem: wir sind alles weicheier heutzutage. aber ich lebe trotzdem lieber jetzt, s. mein name.

  11. Dauerbesucher

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    AW: Maximales Tragegewicht - trainierbar vs. natürliche Grenze?

    #31
    Die Leistungsfähigkeit des Körpers kann eine sehr breite Soannweite aufweisen, abhängig von Training und Grundkonstitution.

    Ich kenne das Thema vom Bogenschießen her - Standard-Zuggewichte bei Olympischen Bögen heute liegen zw. 16 und 23 kg, die engl. Lanbogenschützen zogen im Bereich von 36kg und 55 kg (Training ab Jugendalter mit an den gefundenen Skeletten nachweisbaren Verformungen/Schäden) mit Spitzen-Zuggewichten bis 80 kg. Im Topkapi-Museum liegt ein Persischer "Trainingsbogen" zum Krafttraining der ca. 135 kg Zuggewicht haben musste. Der Mittelwert der Bögen aus dem Topkapi-Museum liegt bei ca. 54 kg.
    Typische Anfängerbögen liegen heute bei 9 bis 12 kg, typischen Jagd- oder Amateursportbögen bei 18 bis 32 kg.

    Wie schon gesagt, alles Weicheier heutzutage ...

  12. Fuchs
    Avatar von Martin1978
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    AW: Maximales Tragegewicht - trainierbar vs. natürliche Grenze?

    #32
    Vielleicht nicht alles weicheier heute, allerdings sind die extremen Anstrengungen die früher in vielen Bereichen unternommen wurden eben nicht auf Dauer zu leisten. Um bei deinem Bogenbeispiel zu bleiben, haben sich Bogenschützen früher (als es noch darum ging einem Feind den Pfeil in die Brust zu schießen) in der Regel beim Training auf Dauer körperlich kaputt gemacht. Alte Bogenschützen gab es vermutlich nicht viele.
    Du gamla, Du fria, Du fjällhöga nord
    Du tysta, Du glädjerika sköna!
    Jag hälsar Dig, vänaste land uppå jord,
    Din sol, Din himmel, Dina ängder gröna.

  13. Dauerbesucher

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    AW: Maximales Tragegewicht - trainierbar vs. natürliche Grenze?

    #33
    Mag sein, aber in den Zeiten sind die wenigsten (ein paar gibts immer) wirklich alt geworden. Und ich schrieb, das man an den Skeletten Deformationen feststellen kann. Gesind war es sicher weder für den Schützen noch den Gegner.

    Auch heute gibt es einige wenige, die bis 80 kg ziehen können, was aber nichts an der Grundaussage ändert. Es ist heute einfach nicht mehr so notwendig...

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