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  1. Fuchs

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    AW: Umweltverträgliche Schlafplätze - konstruktive Ideenfindung

    #21
    Zitat Zitat von Ditschi Beitrag anzeigen
    Im Naturschutzrecht wäre für eine "einheitliche Regelung" eine Grundgesetzänderung erforderlich, die mit den Ländern nicht zu machen sein wird. Um eine Grundgesetzänderung durchzusetzen, wäre die Gruppe der Trekker nun wirklich nicht bedeutend genug. Zur Zeit hätten im Naturschutz nach Grundgesetz die Länder das letzte Wort. Da wäre ohne Grundgesetzänderung auch der Bund machtlos. Wer den Ländern die verfassungsmäßigen Rechte beschneiden will, beißt in aller Regel auf Granit. Und eine einheitliche Regelung mit 16 Bundesländern zu planen wäre schon ambitioniert.
    Warum sollte das nicht gehen ? Es gibt ja ein Bundesnaturschutzgesetz . Beispielsweise wurde vor einigen Jahren der Fällzeitraum für Bäume im Bundesrecht einheitlich verankert , vorher war das Ländersache. Genauso könnte man doch auch das Betretungsrecht einheitlich im Bundesnaturschutz- oder Bundeswaldgesetz regeln . Oder liege ich da falsch ?

    Gruss, windriver

  2. Lebt im Forum
    Avatar von Ditschi
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    AW: Umweltverträgliche Schlafplätze - konstruktive Ideenfindung

    #22
    Ja, Du liegst da falsch. Na, nicht ganz. Möglich wäre es, wenn die Länder es zulassen. Ich erläutere es Dir per PN, um mich hier nicht dem Vorwurf auszusetzen, wieder Jura draus zu machen. Es ist mir übrigens persönlich egal, ob ihr das annehmt oder nicht. Ich bin nur der Bote der schlechten Nachricht und fände es schade, zum einem Ergenbnis zu kommen, ohne sich Gedanken über eine Realisierung zu machen. Aber wenn es nur als Ideenbörse gedacht ist, kann man der Phantasie freien Lauf lassen.
    Ditschi
    Geändert von Ditschi (21.07.2020 um 18:14 Uhr) Grund: Man findet immer mal wieder Tippfehler

  3. Liebt das Forum
    Avatar von Torres
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    AW: Umweltverträgliche Schlafplätze - konstruktive Ideenfindung

    #23
    Ich fände es gut, wenn es feste Plätze gäbe. Der Zugang sollte entweder über Karten oder Bücher erfolgen, so dass eine gewisse Summe ausgegeben werden muss, um zu partizipieren. Das hätte den Vorteil, dass die Plätze zwar Einheimischen bekannt wären, alle anderen sich aber vorbereiten müssen. Gerne können auch die Plätze selbst etwas kosten, zumindest, wenn dort übernachtet wird. An der Peene gab es dafür einen Briefkasten, aber es kommt normalerweie jemand vorbei, der kassiert und die Sanis aufschließt. Hier musste allerdings sich angemeldet werden, was ja gerade nicht Mus Intention entspricht. Vorteil einer Bezahllösung wäre, dass die Finanzierung der Betreuung der Plätze gewährleistet wäre. Auch ein Permit wäre eine interessante Idee.

    Abgelegenheit und Entfernung von der Zivilisation wie in Frankreich, würde viele Gegenden ausschließen und fände ich auch organisatorisch schwieriger. Damit bestände dann wieder Interpretationsspielraum für Gruppen und Missbrauch. Ideal wäre natürlich eine Dichte, die auf Wanderer ausgelegt wäre. Sie ständen für mich im Hauptfokus, denn Radfahrer sind ja in der Planung erheblich flexibler. Bezüglich der Wanderer müsste wohl analysiert werden, wo sich das überhaupt lohnt, denn ein Angebot dieser Art sollte ja einerseits für die Nutzung attraktiv sein, andererseits nicht in Konkurrenz zu anderen touristischen Angeboten stehen. Das Thema E-Bikes ist natürlich spannend, keine Ahnung, wie man durchsetzen würde, dass diese von der Nutzung ausgeschlossen sind.

    Für Familienangebote fehlen mir ein wenig die Ideen, denn das würde bedeuten, dass die Plätze nur geringe Abstände haben dürften. Solowanderer erreichen ja ganz andere Distanzen und Familien haben sicher auch andere Bedürfnisse an einen Stellplatz.
    "Oft habe ich die Welt durchwandert, und habe immer gesehen, wie das Grosse am Kleinlichen scheitert, und das Edle von dem ätzenden Gift des Alltäglichen zerfressen wird."... Hg. B. Tauchnitz: E. v. Arnim, The Princess Priscilla´s Fortnight, 1906, archive.org.

  4. Alter Hase

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    AW: Umweltverträgliche Schlafplätze - konstruktive Ideenfidung

    #24
    Zitat Zitat von Mus Beitrag anzeigen
    :

    • Erlaubt nur für Wanderer und Radler mit Gepäck, dass sie mindestens eine Stunde getragen haben/tragen können.
    • Nutzung nur von 1 h vor Sonnenuntergang bis 1 h nach Sonnenaufgang.
    • Kein offenes Feuer. Kein Alkohol. Kein Müll. Keine Musik. Keine Taschentücher fürs Geschäft. Keine Seife in Gewässer.
    • Nicht mehr als zwei kleine Zelte unter Stehhöhe.
    • Nicht in Naturschutzgebieten.
    • Nicht in der Nähe (halbe Stunde) von offiziellen Campingplätzen.
    • Erlaubt nur auf Gebieten, die nicht eingezäunt oder aktuell landwirtschaftlich bebaut sind.
    • Von sensiblen Gebiete wie Waldsäumen, Feuchtbiotopen, Naturschutzgebieten & Wohngebäuden sind mindestens 500 Meter Abstand zu wahren, es sei denn es liegt bei Wohngebäuden das Einverständnis der Nutzer vor.



    Oder alternativ: Mehr erlaubte Orte (gerne auch ohne Infrastruktur) ausweisen und in einer Übersichtskarte markieren.


    Und vielleicht auch - wir reden ja von Deutschland - ein verbindliches Mitführen eines "Bivakscheines" für alle Personen über 14 Jahre, den man bekommt, wenn man eine entsprechende Schulung absolviert und ein Prüfung bestanden hat und den man bei Fehlverhalten auch wieder verlieren kann.
    .
    Ich weiß zwar nicht, was Dich da reitet, aber wenn ich mir Deine Liste angucke, finde ich keine Möglichkeit mehr, draußen zu übernachten.

    Auch die Idee noch einen Tauglichkeitsschein einzuführen halte ich für kritisch. Da kommt man als Wanderer wieder in so eine Rechtfertigungsposition. Außerdem bringt der nix, wenn der nicht wieder aufgefrischt werden muss. Sieht man ja am Führerschein. Diesen „Waffenschein“ hat man für immer und der ist schwer zu verlieren.

    Mir fehlt auch die Definition des umweltverträglichen Schlafplatzes. Was genau ist das? Immer da, wo ich Natur, also eigentlich unseren natürlichen, feindlichen Lebensraum betrete, habe ich einen Impact auf genau diese. Das wir uns um diese so sorgen, hat ja auch damit zu tun, dass wir immer mehr und immer größere Siedlungen bauen.

    Interessant wäre doch zu gucken, was man von anderen Ländern lernen kann bzw. sogar noch besser machen kann.

  5. Vorstand
    Alter Hase
    Avatar von Mus
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    AW: Umweltverträgliche Schlafplätze - konstruktive Ideenfindung

    #25
    Und wo ist jetzt dein konstruktiver Vorschlag?
    Undifferenzierte Kritik und motzen ist leicht. Aber hier sind eigene konstruktive Vorschläge zur konkreten Umsetzung gefragt.
    Grundsatzdiskussionen kannst du im Nachbarfaden führen.

  6. Alter Hase

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    AW: Umweltverträgliche Schlafplätze - konstruktive Ideenfindung

    #26
    Um diese Wünsche durchzusetzen, würde ich auf Landesebene anfangen. Einen Forderungskatalog erstellen und das Gespräch mit interessierten Politikern/Parteien beginnen. Es könnte etwas dauern.

    Ein Problem sehe ich in der geringen Anzahl der Betroffenen. Politiker gucken immer als erstes, wieviele Stimmen das eventuell bringen könnte.

  7. Moderator
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    Avatar von ronaldo
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    AW: Umweltverträgliche Schlafplätze - konstruktive Ideenfindung

    #27
    Zitat Zitat von Enja Beitrag anzeigen
    ... Politiker gucken immer als erstes, wieviele Stimmen das eventuell bringen könnte.
    ... uuund das näxte Klischee, danke dafür.

  8. Gerne im Forum

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    AW: Umweltverträgliche Schlafplätze - konstruktive Ideenfindung

    #28
    Um gleich noch ein Klischee zu bedienen:

    So gut ich die Überlegungen auch finde, bei den Vorschlägen zur allgemeinen Freigabe nicht sensibler Bereiche fehlt die Einbeziehung der Eigentümer. 48% des deutschen Waldes sind in Privatbesitz.
    Und bei den Wiesen, die sich eher zum Zelten eignen, dürfte der private Anteil nahe bei 100% liegen.

  9. Dauerbesucher
    Avatar von Martin1978
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    AW: Umweltverträgliche Schlafplätze - konstruktive Ideenfindung

    #29
    Zitat Zitat von Enja Beitrag anzeigen
    Um diese Wünsche durchzusetzen, würde ich auf Landesebene anfangen. Einen Forderungskatalog erstellen und das Gespräch mit interessierten Politikern/Parteien beginnen. Es könnte etwas dauern.

    Ein Problem sehe ich in der geringen Anzahl der Betroffenen. Politiker gucken immer als erstes, wieviele Stimmen das eventuell bringen könnte.
    Auf Landesebene verpufft sowas ohne auch nur wahrgenommen zu werden und ob man in der Position ist einen „Forderungskatalog“ zu erstellen, wage ich zu bezweifeln. Sowas kann nur auf kommunaler Ebene funktionieren und dann auch nur, wenn man nicht fordert, sondern begeistert und Möglichkeiten aufzeigt.
    Bürgermeister und Landräte sehe ich da als Gesprächspartner, das hat bei vielen anderen mir bekannten ähnlichen Themen auch funktioniert. Danach sollte das Konzept aber laufen und in irgendeiner Form einen benefit für die Kommune haben, sich rumsprechen hilft auch ( Bürgermeister konkurrieren auch gerne mal miteinander). Das dauert aber im Zweifel sehr lange und ob es am Ende flächendeckend funktioniert ist fraglich.
    Auch muss man, wenn denn dann wirklich Plätze installiert sind weitermachen und PR betreiben und sich kümmern (das wird und kann die Politik nicht tun) sowas wäre eine klassische Vereinsaufgabe. Macht man das nicht, kann man schnell die Bevölkerung aufbringen und Sympathien verlieren.
    Ein Beispiel hierfür aus meiner persönlichen Erfahrung ist die Legalisierung von Mountainbike Strecken. Da stecken Leute jede Menge Arbeit und Herzblut rein, schaffen es Politiker, den Forst und die Behörden zu überzeugen und nach einer Weile laufen die umliegenden Anwohner Amok, weil alles zugeparkt ist, überall Müll liegt oder irgendwas falsch verstanden wird. Wenn dann niemand da ist um Gespräche zu suchen ist ganz schnell wieder der Ofen aus. Das wird bei trekkingplätzen nicht anders sein.

    Edit:
    Bin gerade über einen Thread von Dominik gestoßen und darüber dann auf diesen Artikel

    https://naturcamping.net/staatsbosbe...ekkingplaetze/

    So viel zum Befolgen von Regeln und Naturverträglichkeit
    Geändert von Martin1978 (22.07.2020 um 01:23 Uhr)
    Du gamla, Du fria, Du fjällhöga nord
    Du tysta, Du glädjerika sköna!
    Jag hälsar Dig, vänaste land uppå jord,
    Din sol, Din himmel, Dina ängder gröna.

  10. Vorstand
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    Avatar von lina
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    AW: Umweltverträgliche Schlafplätze - konstruktive Ideenfindung

    #30
    Die Fernwanderwege sind ja auch bisher nicht sehr bekannt (sind ja oft nicht premium-Wanderwegsorte, auch durch Gegenden, wo kaum Tourismus ist) – meint Ihr wirklich, da würden Lagerplatzoptionen sehr auffallen?

  11. Dauerbesucher
    Avatar von Martin1978
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    AW: Umweltverträgliche Schlafplätze - konstruktive Ideenfindung

    #31
    Die Idee etwas zu ändern ist schonmal nicht neu.

    https://www.openpetition.de/petition...edermannsrecht

    2% Zielerreichung ist aber auch nicht wirklich ein Argument. Allerdings ist es mal interessant die dort gesammelten Kommentare zu lesen. Ebenfalls interessant ist es mal einen Blick auf das Thema von außerhalb der ODS Filterblase zu werfen.
    In den Kommentaren finden sich übrigens viele mit einem Wohnmobil, da scheint der Sinn des Jedermannsrecht nicht ganz verstanden worden zu sein.
    Geändert von Martin1978 (22.07.2020 um 01:39 Uhr)
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  12. Gerne im Forum

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    AW: Umweltverträgliche Schlafplätze - konstruktive Ideenfindung

    #32
    Zitat Zitat von lina Beitrag anzeigen
    Die Fernwanderwege sind ja auch bisher nicht sehr bekannt (sind ja oft nicht premium-Wanderwegsorte, auch durch Gegenden, wo kaum Tourismus ist) – meint Ihr wirklich, da würden Lagerplatzoptionen sehr auffallen?
    Wenn ich mir die Karte der Europäischen Fernwanderweg in Deutschland anschaue, dann sehe ich da, zumindest südlich von Hannover, keine "Gegenden, wo kaum Tourismus ist", solange man Tourismus nicht als "völlig überlaufen" definiert.
    Das kann ich aus eigener Erfahrung sagen, mehr als die Hälfte der Wege bin ich selbst schon gelaufen.
    Als Schüler und Student habe ich das mit großem Gepäck gemacht, und öfter mal bei Bauern gefragt ob ich Zelten darf, inzwischen eher UL mit Unterkunft in Gasthöfen und oder Tarp und Schlafsack, wenn mal was nicht klappt.

    Ehrlich gesagt habe ich damit auch starke Zweifel an dem Statement im Eingangspost, "Die kommerziellen Angebote sind in vielen Regionen längs des Weges nicht/kaum vorhanden und/oder nicht realistischer Weise nutzbar."
    Selbst in den späten 70ern, als Radreisen noch sehr ungewöhnlich waren, hatten meine Eltern nie Probleme, eine Unterkunft für eine fünfköpfige radelnde Familie zu finden, Man muss halt nur bereit sein vorhandene Angebote auch zu nutzen.
    Inzwischen hat sich die Infrastruktur erheblich verbessert, insbesondere seit booking, com, airbnb und warmshowers.

    Schwierig wird halt nur, wenn man alles auch noch umsonst haben will.

  13. AW: Umweltverträgliche Schlafplätze - konstruktive Ideenfindung

    #33
    Zitat Zitat von mac0816 Beitrag anzeigen
    Um gleich noch ein Klischee zu bedienen:

    So gut ich die Überlegungen auch finde, bei den Vorschlägen zur allgemeinen Freigabe nicht sensibler Bereiche fehlt die Einbeziehung der Eigentümer. 48% des deutschen Waldes sind in Privatbesitz.
    Und bei den Wiesen, die sich eher zum Zelten eignen, dürfte der private Anteil nahe bei 100% liegen.
    Kommt darauf an wie das "Übernachtungsrecht" verankert wird. Würde man es einfach ins Betretungsrecht inkludieren, bedürfte es keiner "Freigabe" durch die Eigentümer. Diese hätten das einfach zu dulden, ebenso wie das Betreten.

    Natürlich dürften die Eigentümer nicht geschädigt werden, sprich Feuerstellen wären selbstredend tabu. Ein paar umgeknickte Grashalme vom nächtlichen Lagerplatz müssten geduldet werden.

  14. Fuchs
    Avatar von ApoC
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    AW: Umweltverträgliche Schlafplätze - konstruktive Ideenfindung

    #34
    Zitat Zitat von mac0816 Beitrag anzeigen
    [...]
    Ehrlich gesagt habe ich damit auch starke Zweifel an dem Statement im Eingangspost, "Die kommerziellen Angebote sind in vielen Regionen längs des Weges nicht/kaum vorhanden und/oder nicht realistischer Weise nutzbar."
    Selbst in den späten 70ern, als Radreisen noch sehr ungewöhnlich waren, hatten meine Eltern nie Probleme, eine Unterkunft für eine fünfköpfige radelnde Familie zu finden, Man muss halt nur bereit sein vorhandene Angebote auch zu nutzen.
    Inzwischen hat sich die Infrastruktur erheblich verbessert, insbesondere seit booking, com, airbnb und warmshowers.
    [...]
    Wenn man sich auf einem Campingplatz wohl fühlt (Ich wurde leider oft sehr schlecht behandelt und fühle mich dort nicht wohl. Sowohl mit Rad als auch zu Fuß.) findet man mit dem Rad immer was. Da kann man aber auch meistens relativ leicht 10 km radeln. Zu Fuß geht das kaum. Und auch Pensionen sind nicht für jeden etwas. Wenn man im Zelt schlafen möchte hat man als wanderer echt ein Problem. Schau doch einfach mal nach einer Campingplatzvariante für den Harzer-Hexenstieg, den Wittekindsweg, den Hemannsweg, den Wesergebirgsweg...
    Geändert von ApoC (22.07.2020 um 07:43 Uhr)

  15. Gerne im Forum

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    AW: Umweltverträgliche Schlafplätze - konstruktive Ideenfindung

    #35
    Zitat Zitat von Lobo Beitrag anzeigen
    Diese hätten das einfach zu dulden, ebenso wie das Betreten.

    Natürlich dürften die Eigentümer nicht geschädigt werden, sprich Feuerstellen wären selbstredend tabu. Ein paar umgeknickte Grashalme vom nächtlichen Lagerplatz müssten geduldet werden.
    Wenn nur ein paar Grashalme wären. Um das mal ganz drastisch auszudrücken, wo kacken und pissen die Leute denn hin?
    kann ich da noch meine Kinder spielen lassen? Pilze sammeln? Nicht ohne Grund ist zumindest in Bayern das Zelten in Wasserschutzgebieten verboten.

    Nebenbei gibt deutlich mehr Schäden als umgeknickte Grashalme. in der Regel fällt es dem müden Wanderer in der Dämmerung schwer, frisch gepflanzte Eichensetzlinge von Unkraut zu unterscheiden, der freigekratzte Boden für die Campingkküche renaturiert sich nicht von selbst, und die Reisighaufen für Igel und sonstige Nager waren auch nicht als Brennmaterial für den Hobo gedacht.





    .
    Geändert von mac0816 (22.07.2020 um 08:53 Uhr)

  16. Gerne im Forum

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    AW: Umweltverträgliche Schlafplätze - konstruktive Ideenfindung

    #36
    Zitat Zitat von ApoC Beitrag anzeigen
    Wenn man sich auf einem Campingplatz wohl fühlt (Ich wurde leider oft sehr schlecht behandelt und fühle mich dort nicht wohl. Sowohl mit Rad als auch zu Fuß.) findet man mit dem Rad immer was. Da kann man aber auch meistens relativ leicht 10 km radeln. Zu Fuß geht das kaum. Und auch Pensionen sind nicht für jeden etwas. Wenn man im Zelt schlafen möchte hat man als wanderer echt ein Problem. Schau doch einfach mal nach einer Campingplatzvariante für den Harzer-Hexenstieg, den Wittekindsweg, den Hemannsweg, den Wesergebirgsweg...
    Das kann ich alles verstehen, und das geht mir größtenteils auch so,
    Aber warum leitet Du daraus einen Anspruch ab, in das Eigentumsrecht anderer Leute einzugreifen?

  17. Fuchs
    Avatar von ApoC
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    AW: Umweltverträgliche Schlafplätze - konstruktive Ideenfindung

    #37
    Zitat Zitat von mac0816 Beitrag anzeigen
    Das kann ich alles verstehen, und das geht mir größtenteils auch so,
    Aber warum leitet Du daraus einen Anspruch ab, in das Eigentumsrecht anderer Leute einzugreifen?
    Wo habe ich das?

    Ich habe selbst weiter vorne auf die Problematik des Privatwaldes hingewiesen:

    Zitat Zitat von ApoC Beitrag anzeigen
    [...] Und dann gibt es natürlich die wirtschaftlichen Waldnutzer. Hier in der Gegend haben wir sehr viel Privatwald.
    Edit: Mein Zitat auf mir zugeordnet.
    Geändert von ApoC (22.07.2020 um 08:55 Uhr)

  18. Fuchs
    Avatar von ApoC
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    AW: Umweltverträgliche Schlafplätze - konstruktive Ideenfindung

    #38
    Zitat Zitat von Martin1978 Beitrag anzeigen
    Die Idee etwas zu ändern ist schonmal nicht neu.

    https://www.openpetition.de/petition...edermannsrecht

    2% Zielerreichung ist aber auch nicht wirklich ein Argument. Allerdings ist es mal interessant die dort gesammelten Kommentare zu lesen. Ebenfalls interessant ist es mal einen Blick auf das Thema von außerhalb der ODS Filterblase zu werfen.
    In den Kommentaren finden sich übrigens viele mit einem Wohnmobil, da scheint der Sinn des Jedermannsrecht nicht ganz verstanden worden zu sein.
    Die Petition ist aber auch mal wieder sehr schlecht geplant und ich glaube ehrlich gesagt nicht, dass ich die unterschreibe wenn ich das hier lese:

    Feuer darf nur mit höchsten Vorsichtsmaßnahmen und nur wenn keine Brandgefahr durch Trockenheit besteht, gemacht werden. Als Brennmaterial darf auf dem Boden liegendes Totholz, Reisig etc. verwendet werden. Es dürfen keine Äste, Zweige oder Rinde von lebenden Bäumen abgesägt oder abgebrochen werden.
    Ich bin sowieso ein Gegner von Feuer aber dann noch erlauben zu wollen Totholz zu sammeln.... Pfff.... Gerade da lebt doch jede Meine Kleinvieh...
    Geändert von ApoC (22.07.2020 um 08:00 Uhr)

  19. AW: Umweltverträgliche Schlafplätze - konstruktive Ideenfindung

    #39
    Zitat Zitat von mac0816 Beitrag anzeigen
    Wenn nur ein paar Grashalme wären. Um das mal ganz drastisch auszudrücken, wo kacken und pissen die Leute denn hin?
    kann ich da noch meine Kinder spielen lassen? Pilze sammeln? Nicht ohne Grund ist zumindest in Bayern das Zelten in Wasserschutzgebieten verboten.

    Nebenbei gibt deutlich mehr Schäden als umgeknickte Grashalme. in der Regel fällt es dem müden Wandere in der Dämmerung schwer, frisch geplante Eichensetzlinge von Unkraut zu unterscheiden, der freigekratzte Boden für die Campingkküche renaturiert sich nicht von selbst, und die Reisighaufen für Igel und sonstige Nager waren auch nicht als Brennmaterial für den Hobo gedacht.
    .
    Als Wanderer muss ich auch mal mein Geschäft verrichten, und zwar deutlich häufiger als Nachts.

    Und um größeren Schäden vorzubeugen, hilft Aufklärung und die LNT-Grundsätze.



    Zitat Zitat von mac0816 Beitrag anzeigen
    Das kann ich alles verstehen, und das geht mir größtenteils auch so,
    Aber warum leitet Du daraus einen Anspruch ab, in das Eigentumsrecht anderer Leute einzugreifen?
    Es werden Interessen abgewogen seitens des Gesetzgebers, und dieser wertet das Recht auf Betretung der freien Landschaft höher als das Eigentumsrecht. Sollte zum "Betreten" auch nächtigen gehören, dann wird das eben auch höher bewertet als Eigentumsrechte, zumindest solange Eigentumsrechte nicht über Gebühr eingeschränkt werden.

    Wie gesagt, man kann ja durchaus differenzieren. In sensiblen Gebieten darf nur auf entsprechender Infrastruktur genächtigt werden. Die dann natürlich auch vorhanden sein sollte. In allen anderen Gebieten dürfte dann auch "frei genächtigt" werden.

    OT: In Hessen wurde sogar das Betretungsrecht eingeschränkt, wäre interessant was heraus käme, würde jemand dagegen klagen.

  20. Vorstand
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    Avatar von lina
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    AW: Umweltverträgliche Schlafplätze - konstruktive Ideenfindung

    #40
    Zitat Zitat von mac0816 Beitrag anzeigen
    Wenn ich mir die Karte der Europäischen Fernwanderweg in Deutschland anschaue, dann sehe ich da, zumindest südlich von Hannover, keine "Gegenden, wo kaum Tourismus ist", solange man Tourismus nicht als "völlig überlaufen" definiert.
    Das kann ich aus eigener Erfahrung sagen, mehr als die Hälfte der Wege bin ich selbst schon gelaufen.
    Als Schüler und Student habe ich das mit großem Gepäck gemacht, und öfter mal bei Bauern gefragt ob ich Zelten darf, inzwischen eher UL mit Unterkunft in Gasthöfen und oder Tarp und Schlafsack, wenn mal was nicht klappt.
    Und – wieviele Leute sind Dir da begegnet?
    Ich bin ja nun so um die 500 km E1 gelaufen (müsste mal wieder nachrechnen). Die Begegnungen außerhalb von Siedlungen waren außerordentlich spärlich. Zieht man noch die Hundespaziergänger und die MTBler ab, dann kann ich das an zwei Händen abzählen. Wanderer mit mehr Gepäck: einer? zwei?

    Zitat Zitat von mac0816 Beitrag anzeigen
    Ehrlich gesagt habe ich damit auch starke Zweifel an dem Statement im Eingangspost, "Die kommerziellen Angebote sind in vielen Regionen längs des Weges nicht/kaum vorhanden und/oder nicht realistischer Weise nutzbar."
    Selbst in den späten 70ern, als Radreisen noch sehr ungewöhnlich waren, hatten meine Eltern nie Probleme, eine Unterkunft für eine fünfköpfige radelnde Familie zu finden, Man muss halt nur bereit sein vorhandene Angebote auch zu nutzen.
    Inzwischen hat sich die Infrastruktur erheblich verbessert, insbesondere seit booking, com, airbnb und warmshowers.

    Schwierig wird halt nur, wenn man alles auch noch umsonst haben will.
    "Umsonst haben wollen" ist Deine Einschätzung, oben wird gesprochen von "permit" – das wird ja wohl kaum kostenfrei sein.
    Übernachtungsmöglichkeiten sind, genauso wie das Angebot öffentlicher Verkehrsmittel, seit "damals" kräftig zurückgegangen. airbnb ist auch nicht ganz unproblematisch. Außerdem: 1 Nacht übernachten wird auch oft abgelehnt (Erfahrungswert) – sofern überhaupt ein Angebot da ist.

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