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  1. Neu im Forum

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    Advanced Frame & das erste Mal auf dem See

    #1
    Hallo zusammen,

    ich (m/35/1,85m/100kg) war heute das erste Mal mit meinem Luft/Falt-Kajak auf dem See und dachte mir, ich schildere hier mal die ersten Eindrücke. Daneben bin ich neu hier, also: Hallo In der Hoffnung auf etwas Starthilfe, füge ich unten noch ein paar Fragen an...

    Der Text wird ein längerer, subjektiver Bericht des heutigen Paddelns. Wenn es nicht interessiert - besser ignorieren.

    Falls euch auffällt, dass ich keine Ahnung habe: Das ist halt so. Ich habe mich bisher nur mit den Fragen "welches Kajak, wie gehe ich dabei nicht drauf, was brauche ich alles" konzentriert. Der Rest kommt schon noch...

    Seit einiger Zeit wandere ich häufiger und vor wenigen Wochen sollte es um einen See (Biggesee) gehen. Es war sehr heiß und nach den ersten km dachte ich noch "wäre doch cool, so auf dem See...". Als ich dann irgendwann rum war stellten sich die Fragen: Welches Boot, woher bekommen, etc. Heute war es dann soweit und es ging das erste Mal zum Test auf einen kleinen See (Otto-Maigler: 2,2km x 400m) in der Nähe von Köln.

    Das Kajak: Advanced Frame (AE1012) von Advanced Elements. Das habe ich durch googlen gefunden und habe nebenbei auch dieses Forum entdeckt. Der Einfachheit halber kopiere ich die Daten mal rein:
    Gewicht: 16,3kg
    Länge: 318cm
    Breite: 81cm
    Packmaß: 76 x 43 x 25cm
    Zuladung: 136kg
    Personen: 1
    Luftkammern: 7
    nicht abnehmbare Finne mittig unter dem Bug (Anmerkung: Stimmt nicht. Eine wenige cm Hohe am Bug und eine Höhere am Heck. In der Mitte ist nichts.)
    Empfohlen bis Wildwasserstufe WW I-II

    Zuerstmal war die komplette Nummer seltsam. Ein gefühlt riesiger Sack (Schwimmhilfe passt mit rein), gebunden auf eine 20€ Bauhaus-Karre, dazu zwei Paddelhälften und eine wasserdichte Tasche über die Schulter. Und damit latsche ich dann erstmal über Wurzeln, Steine, Sand, Dreck vom Parkplatz zum See. Muss lustig ausgesehen haben... An der Stelle kann ich schonmal sagen, dass ich die Sackkarre von Bauhaus (Link unten) nach Ersteinsatz zumindest vorerst nicht empfehlen kann: Die Auflagefläche unten ist zu klein, so dass die Packung mit dem Kajak nicht komplett aufliegt. Beim nächsten Mal werde ich aber nicht nur diese lockeren Spanngurte, sondern Zurrgurte verwenden und das Ganze besser befestigen. Außerdem bin ich noch ungeübt darin, das Kajak in die Tragetasche zu bekommen, wodurch die Packtasche dann nicht wirklich rechteckig wird, sondern eher krumm und schief. Vielleicht wird das ja noch was mit dem Karren...

    Nach dem Aufbau des Kajaks (Zuhause kurz getestet, daher kein Problem) wurde der gesamte Kram auf dem Boot verzurrt (hinter den Sitz passten nur meine Schuhe und der Luftschlauch von der Pumpe. Der Rest kam oben auf das Verdeck (vorne: original Luftpumpe, Sackkarre / hinten: wasserdichter 20l Sack). Hatte mir nicht so richtig überlegt, was wo hin sollte. Dadurch musste man dann doch nochmal an den Sack um dies und das herauszuholen Nächstesmal wirds geplanter/besser.

    Das Kajak wurde an einem kleinen Kies-Strand (mit viel stinkendem Kraut) eingesetzt und das einsteigen klappte easy. Kurz weggeschoben vom Ufer und los ging es. Gegenwind, Gegenwellen, aber es ging. Es war durchgehend recht windig. Anfangs bin ich am Ufer entlang (10-20 Meter entfernt), aber man merkte schon, dass da doch in der Mitte etwas mehr abging. Fuhr man im 90° Winkel gegen Wellen, war das entspannt. Wenn die Wellen seitlich auftrafen, schaukelte es doch etwas. Aber das Kajak war sehr stabil und ich habe nur ein paarmal kurz gezuckt und überlegt gegenzusteuern. Knapp war da aber garnichts.

    Etwas weiter habe ich mir dann direkt am Ufer mit einem vorbereiteten Stück Schnur eine Paddelsicherung gebaut. Hat soweit geklappt und funktioniert wie es soll. Das Paddel wurde dann noch einem Schwimmtest unterzogen (Fiberglas - Test bestanden).

    Danach ging es los: Einmal am Ufer drumherum. Ich habe mich noch nicht getraut, dass Handy (aus dem 20l-Sack) auszupacken und mal Fotos zu machen oder per GPS auf die Geschwindigkeit zu schauen. Dafür muss ich der Smartphone-Hülle und meiner Nicht-Untergehen-Sicherheit noch mehr vertrauen... Es fühlte sich aber zügig an, auch gegen den Wind und die Wellen. Interessant war die "Paddeltechnik": Anfangs einfach mal los. Später etwas überlegter - ich habe zumindest mal versucht die Paddel jeweils weit vorne einzustechen (leicht vorgebeugt), mit Hilfe von Beinen und Rücken gut durchzuziehen und das Ganze dann irgendwie in flüssig hinzubekommen. Mir ist aber noch nicht klar, ob das so überhaupt richtig ist und vor allem, wie tief die Paddel ins Wasser sollten. Maximal bis zu dem Tropfschutz? Steil ins Wasser? Ich meine gelesen zu haben, dass das Kajak stabiler gradeausläuft, wenn man sehr steil und sehr nahe am Kajak einsticht und durchzieht. Werde ich nachher nochmal schauen.

    Auf der anderen Seite des Sees (also nach 2,x km) hatte ich verschiedene Geschwindigkeiten getestet und auch Sitzpositionen. Es ist doch recht entspannt, die Füße/Unterschenkel auf die vordere Abdeckung zu legen. Mit beiden Füßen gleichzeitig kam ich aber nicht ins Wasser. Höchstens mit beiden Fersen oder eben abwechselnd. Paddeln kann man dann nur noch mit den Armen/Schultern, aber das reichte um langsam und gesteuert voran zu kommen. Insgesamt war das gepaddel (sicherlich auch weil ungeübt, verschiedene Geschwindigkeiten, verschiedene Haltungen) durchaus sehr anstrengend und nach der Hälfte des Sees merkt ich schon, dass die Kraft etwas nachließ.

    An der Stelle ist auch aufgefallen, dass die rechte Seite des Kajaks tiefer im Wasser lag, als die Linke. Das Kajak lag leicht schief. Ändern der Sitzposition half nicht. Ich vermute aktuell, dass der innere Luftschlauch inkl. den Metallteilen leicht schief eingesetzt war und werde an der Stelle noch austesten ob ich das justieren kann. Jedenfalls bin ich an der Stelle kurz an Land gegangen, habe etwas Luft abgelassen und versucht da rumzuschieben. Das wollte aber alles nicht. Also wieder aufgepumpt und wieder rein ins Wasser. Das Boot trocknet grade und ich bin zu kaputt um das jetzt zu probieren. Glaube aber das wird noch...

    Kurz vor dem Startpunkt wieder angekommen wollte ich mich etwas treiben lassen. Das klappte super, vor allem weil genau da der Wind etwas nachließ und man so gut wie garnicht abgedriftet ist. Hier und da mal ein weiter Schlag zum korrigieren und gut war. Sehr angenehm. Hierfür ist auch die Füße/Unterschenkel auf das Verdeck-Position zu empfehlen Sonnenbrand vorhanden - auch trotz wenig Sonne. Das hätte ich mir ersparen können, die Sonnencreme war in der Tasche... Naja.

    Was mir bei den Ausstiegen aus dem Wasser (jeweils an flachen Kies-Stränden) aufgefallen ist: Wenn ich mich rechts & links auf dem gefüllten Schlauch aufstütze, um mich aus dem Kajak zu heben, dann drücke ich das Kajak an den Stellen z.T. kurz unter Wasser. D.h. ungefähr an der Rückenlehne läuft etwas Wasser rein -> nasser Hintern. Da gibt es bestimmt cleverere Varianten des Ausstiegs als: Mit Bug auf Land auffahren (daher Bug erhöht), abstützen und in knöcheltiefen Wasser aussteigen und dabei die Schläuche runter drücken.... Alternativvariante wäre, dass das Kajak im Zeitverlauf etwas Luft verliert - das wäre blöd und beobachte ich noch. Oder ich bin zu Schwer

    Das Ganze war nur ein kleiner Test des Bootes. Im Ergebnis schmerzen der Hintern/unterer Rücken und die gesamte Schulterpartie. Oberen Rücken und Bauch merke ich garnicht. Wundert mich etwas - kommt dann wohl morgen...

    Als nächstes brauche ich einen sanften Fluss ohne Wildwasser und mit nur sanfter Strömung. Jemand Empfehlungen?

    Fragen:
    - Ist es normal, dass man ein Doppelpaddel in der Mitte verdrehen kann (Link unten). Der Verschluss war eigentlich verschlossen, aber wirklich fest war das nicht. Allerdings ließ es sich nur verdrehen, wenn man es aktiv versuchte. Beim normalen Paddeln scheint es zu halten. Die Schraube fester anziehen oder muss das so?
    - Welche Flüsse bieten sich zum Paddeln an (kein WW, eher wenig Strömung, nahe Köln +1/2h Fahrzeit)? Die Flüsse um Münster scheinen nett zu sein, sind aber scheinbar bis zum 15.07. gesperrt.

    Links:
    Kajak (Herstellerseite): https://www.advancedelements.com/day...-kayak-ae1012/
    Sackkarre (Bauhaus): https://www.bauhaus.info/sackkarren/...rre/p/20810827
    ExtaSea Tour Vario Fiberglas Doppelpaddel | 230-240cm: https://www.arts-outdoors.de/extasea...nge-230_240_cm

    Anmerkungen gerne.

    VG
    Stefan

  2. Anfänger im Forum

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    AW: Advanced Frame & das erste Mal auf dem See

    #2
    schau Dir doch einmal ein paar grundlegende Kajak-Techniken an:

    https://www.kayakpaddling.net/de/

  3. Alter Hase
    Avatar von markrü
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    AW: Advanced Frame & das erste Mal auf dem See

    #3
    Da kann ich Dir nur zu einem guten (!) Kajak-Kurs raten!
    Da werden sich die meisten Deiner Fragen sehr schnell klären...

    Als Canadierfahrer kann ich Dir da allerdings keine Empfehlung geben.
    Der Optimist glaubt, dass wir in der besten aller Welten leben.
    Der Pessimist fürchtet, dass das wahr ist...

  4. Liebt das Forum
    Avatar von Torres
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    AW: Advanced Frame & das erste Mal auf dem See

    #4
    Mit dem Drehen des Paddels stellst Du den Winkel ein. Ich paddele 60Grad, andere 90 Grad. Es soll sich halt nicht während des Paddelns verstellen.

    Füße auf dem Verdeck? Okay, kann man machen, aber dann hängt man wie ein Sack im Boot und verschwendet Kraft. Hast Du Fußstützen? Mit Beinarbeit unterstützt man Paddelschläge. Dein Boot ist extrem breit, da sollte man von Anfang an auf Technik achten. Mach am besten mal einen Kurs. Bei Wildwasser sollte man schon ein wenig Bootsbeherrschung haben...
    "Oft habe ich die Welt durchwandert, und habe immer gesehen, wie das Grosse am Kleinlichen scheitert, und das Edle von dem ätzenden Gift des Alltäglichen zerfressen wird."... Hg. B. Tauchnitz: E. v. Arnim, The Princess Priscilla´s Fortnight, 1906, archive.org.

  5. Erfahren

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    AW: Advanced Frame & das erste Mal auf dem See

    #5
    Zum Paddel:
    Ja. die Vario verstellen sich bei Kraftaufwand, da es keine Rastung gibt.
    Dax sollte aber kein Problem sein,da man eh nur auf einer Seite locker in der Hand dreht.

    Zu Münster (Westf) :
    Es sind 3 Tagestouren a grob 4 Stunden machbar für ein langes WE.
    -Werse ab Angelmodde bis, zwischdurch auf halber Strecke an der Pleistermühle umsetzen, Mills United (einmal umsetzen dort noch möglich bis Sudmühle , aber relativ kurz, danach eigentlich nicht fahrbar). Bei Mills rechts der Werse per Auto anfahren, gute Parkmöglichkeit, bei Sudmühle links anfahren, gute Parkmöglichkeit. In Angelmodde Fahrrad-Brücke als Start(auch als Ziel möglich mit dort leichter machbarer Gegenströmung.
    -Ems ab Warendorf bis Telgte Campingplatz oder Telgte Mitte.
    -Schönste Strecke von Telgte bis Gelmer
    Das ist die Topp Strecke in Münster, aber ehr nicht für absolute Anfänger, bzw. mehrere Schwälle, einmal etwas heftiger)
    Was da mit gesperrt gemeint ist, könnte vielleicht die Kanalbaustelle nach Gelmer sein.
    Aber das ist (noch) umständlich und die Strecke bis Gelmer eh wesentlich besser

    Die Umsetzungen Start/Ziel sind da ehr problematisch, wenn man alleine unterwegs ist und kein Rad zum Transport nutzt oder 2 Autos nutzt.
    Von Warendorf müsste man dann schon bis Greven durchfahren,
    bzw. die Werse eventuell in beide Richtungen fahren.

    Falls mal jemand dort fahren möchte und Infos braucht (gegebenenfalls auch Umsetzunghilfe abstimmbar)
    kann man mir eine Boardmail senden für Details.
    Geändert von nrw48 (10.07.2020 um 13:51 Uhr)

  6. Fuchs

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    AW: Advanced Frame & das erste Mal auf dem See

    #6
    Hallo Grimlu , ich nutze den Vorgänger deine Bootes ein Stearns Yukatat .

    Deshalb mal ein paar Tipps aus meiner Sicht .
    Ich blase das Boot immer relativ straff auf , so. 20% mehr als angegeben . Gibt dem Kahn spürbar mehr Festigkeit und verringert auch die Problematik des Wassereinbruchs beim Aussteigen. Ausserdem lege ich dir den Backbone ans Herz , die Investition lohnt sich , mehr Spurtreue und Geschwindigkeit und insgesamt fühlt sich das Boot damit deutlich "erwachsener" an .
    Der Aufbau ist etwas Übungssache , vor Aufblasen schauen das die Luftschläuche symetrisch in der Bootshülle liegen. Evtl. leicht aufblasen bis sich gerade eine "Form" bildet und dann nochmal nachjustieren .
    Zu deinem vermuteten Luftverlust , wenn du das Boot bei 30° aufbläst und dann ins 20° kalte Wasser setzt , zieht sich die Luft im Boot zusammen . Das ist gerade im Sommer deutlich spürbar . Auch deshalb mache ich gerne etwas mehr Druck drauf . ABER ACHTUNG!! Wenn du dann das Boot aus dem Wasser nimmst und in der Sonne liegen lässt , kann es sich stark erwärmen , der Druck im Boot steigt stark an und schädigt möglicherweise Luftkammer.
    Bei dem Paddel würde ich einfach mal probieren die Klemmung fester anzuziehen , aber nach fest kommt ab .
    Zu denn Flüssen kann ich nix sagen , da wäre der User khyal der richtige Ansprechpartner .

    MfG, windriver

  7. Erfahren

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    AW: Advanced Frame & das erste Mal auf dem See

    #7
    Vielleicht noch zum Vario Paddel, bzw. das Scharnier fester zu bekommen.
    Vielleicht geht es ja wie bei dem hier https://youtu.be/cak41ofF83M

  8. Neu im Forum

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    AW: Advanced Frame & das erste Mal auf dem See

    #8
    @all: Danke für die ganzen Beiträge. Ich arbeite mich durch die Themen mal durch.

    Zitat Zitat von hcbx Beitrag anzeigen
    schau Dir doch einmal ein paar grundlegende Kajak-Techniken an:

    https://www.kayakpaddling.net/de/
    Danke, den Link kenne ich - war aber schon auf so vielen Seiten, dass er wieder in Vergessenheit geriet. Schaue ich mir aber nochmal an.

    Zitat Zitat von nrw48 Beitrag anzeigen
    Zum Paddel:
    Ja. die Vario verstellen sich bei Kraftaufwand, da es keine Rastung gibt.
    Dax sollte aber kein Problem sein,da man eh nur auf einer Seite locker in der Hand dreht.

    Zu Münster (Westf) :
    [...]
    Sehe ich auch so. Hatte mich nur gewundert, aber ein richtiges Problem ist das nicht. Deine Tourenbeschreibung schaue ich mir noch im Detail an. So gut kenne ich mich in Münster nicht aus.

    Ich glaube aber, dass die Rur für mich in Frage kommt (ab dem 15.07. zur Befahrung freigegeben). Vorher schaffe ich es eh nicht mehr. Werde mal fürs kommende Wochenende schauen. Über Wehre/Schwierigkeitsgrade informiere ich mich noch bis dahin.

    Zitat Zitat von windriver Beitrag anzeigen
    Hallo Grimlu , ich nutze den Vorgänger deine Bootes ein Stearns Yukatat .

    Deshalb mal ein paar Tipps aus meiner Sicht .
    Ich blase das Boot immer relativ straff auf , so. 20% mehr als angegeben . Gibt dem Kahn spürbar mehr Festigkeit und verringert auch die Problematik des Wassereinbruchs beim Aussteigen. Ausserdem lege ich dir den Backbone ans Herz , die Investition lohnt sich , mehr Spurtreue und Geschwindigkeit und insgesamt fühlt sich das Boot damit deutlich "erwachsener" an .
    Der Aufbau ist etwas Übungssache , vor Aufblasen schauen das die Luftschläuche symetrisch in der Bootshülle liegen. Evtl. leicht aufblasen bis sich gerade eine "Form" bildet und dann nochmal nachjustieren .
    Zu deinem vermuteten Luftverlust , wenn du das Boot bei 30° aufbläst und dann ins 20° kalte Wasser setzt , zieht sich die Luft im Boot zusammen . Das ist gerade im Sommer deutlich spürbar . Auch deshalb mache ich gerne etwas mehr Druck drauf . ABER ACHTUNG!! Wenn du dann das Boot aus dem Wasser nimmst und in der Sonne liegen lässt , kann es sich stark erwärmen , der Druck im Boot steigt stark an und schädigt möglicherweise Luftkammer.
    Bei dem Paddel würde ich einfach mal probieren die Klemmung fester anzuziehen , aber nach fest kommt ab .
    Zu denn Flüssen kann ich nix sagen , da wäre der User khyal der richtige Ansprechpartner .

    MfG, windriver
    Sehr interessanter Beitrag. Das mit dem Luftdruck und 20% mehr wird ja eigentlich nicht so empfohlen. Wenn das hält, würde das sicherlich deutlich stabilität bringen. Das mit dem Wassereinbruch beim Aussteigen kennst du aber auch? D.h. das ist kein Problem, dass nur meinen Kajak betrifft?

    Thema Backbone: Da grüble ich ordentlich. Es gibt ja theoretisch den Backbone oder die DS-Einlage. Beim Backbone hat man einen unnachgiebigen Boden - und zwischen dem Grund und dem Backbone eben die "Haut". Hält das, wenn man das Kajak mal irgendwo drüber zieht? Grade wenn ich auf Flüsse möchte und Grundberührungen auftreten könnten... Möchte aber erstmal so testen und dann schauen, ob Backbone/DS passen.
    Ich glaube für den See ist der Backbone besser. Für den Fluss glaube ich aber nicht unbedingt. hmm...

    Klar, Aufbau muss man bestimmt mehr als 1-2 mal machen, bis alles grade ist. Das Zusammenziehen der Luft bei Einsatz ins Wasser ist auch eine Möglichkeit, die das "überpumpen" dann wieder rechtfertigen würde. Das man das Kajak nicht in die Sonne legen sollte wg. Überdruck ist mir bewusst.

    "Nach fest kommt ab" ist der Grund, wieso ich nicht schon nachgezogen habe :-)

    Danke für den ausführlichen Beitrag. Gibt mir wieder ein paar Punkte, bei denen ich weiter schauen kann.

    Zitat Zitat von nrw48 Beitrag anzeigen
    Vielleicht noch zum Vario Paddel, bzw. das Scharnier fester zu bekommen.
    Vielleicht geht es ja wie bei dem hier https://youtu.be/cak41ofF83M
    Schau ich mir nachher noch an. Danke!

  9. Neu im Forum

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    AW: Advanced Frame & das erste Mal auf dem See

    #9
    Zitat Zitat von Torres Beitrag anzeigen
    Mit dem Drehen des Paddels stellst Du den Winkel ein. Ich paddele 60Grad, andere 90 Grad. Es soll sich halt nicht während des Paddelns verstellen.

    Füße auf dem Verdeck? Okay, kann man machen, aber dann hängt man wie ein Sack im Boot und verschwendet Kraft. Hast Du Fußstützen? Mit Beinarbeit unterstützt man Paddelschläge. Dein Boot ist extrem breit, da sollte man von Anfang an auf Technik achten. Mach am besten mal einen Kurs. Bei Wildwasser sollte man schon ein wenig Bootsbeherrschung haben...
    Den Beitrag habe ich eben übersprungen. Sorry & Danke.

    Das mit dem Beinen auf dem Verdeck war mehr eine Art "Entspannen im Boot". Ich beabsichtige nicht, ernsthaft so über längere Strecken zu paddeln
    Fußstützen hat das Kajak nicht. Das Kajak ist wirklich extrem breit, dafür aber auch stabil. Falls das hier falsch rüber kam: Ich habe nicht vor ins Wildwasser zu gehen. Es geht mehr darum, dass in Flüssen eben ab und an auch rauere Stellen auftreten können. Natürlich tastet man sich da langsam ran. Wir werden sehen. Erstmal möchte ich so noch etwas rumprobieren.

  10. Neu im Forum

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    AW: Advanced Frame & das erste Mal auf dem See

    #10
    Zum Paddel: ExtaSea Tour Vario Fiberglas Doppelpaddel | 230-240cm

    Im Video von nrw48 sieht man, dass die Schraube nachgezogen wird. Bei meiner Version des Paddels sieht das anders aus, im Grunde ist das aber nur eine Öffnung, die durch nachziehen der Schraube zusammengezogen wird.

    Ich habe nun nachgezogen und festgestellt, dass die Schraube im Auslieferungszustand komplett locker war. D.h. man konnte sie ohne jeglichen Kraftaufwand (und Gefahr der Beschädigung) anziehen. Das habe ich nun gemacht und es hält.

    Dabei gibt es einen "lockeren Bereich" in der Mitte. Lebt man den Hebel komplett nach Links oder komplett nach Rechts, wird es festgedrückt. Also einfach den Hebel auf die mittlere Position und die Schraube so festziehen, dass man die Hälften entspannt ineinanderschieben/drehen kann. Fertig.

    Muss nun nurbeobachten, ob sich die Schraube im Zeitverlauf wieder löst - und entsprechend regelmäßig nachgezogen werden muss.

    Bilder anbei.

    Was mich an dem Paddel noch stört ist die Riffelung der Griffe/Fiberglas (siehe Bilder). Die brachte mir eine Aufschürfung an der unteren innenseite des Daumens ein. Hier habe ich aber womöglich einfach übertrieben beim ersten Mal.

    VG
    Stefan

    Geändert von Grimlu (12.07.2020 um 14:20 Uhr)

  11. Fuchs

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    AW: Advanced Frame & das erste Mal auf dem See

    #11
    Zitat Zitat von Grimlu Beitrag anzeigen
    Thema Backbone: Da grüble ich ordentlich. Es gibt ja theoretisch den Backbone oder die DS-Einlage. Beim Backbone hat man einen unnachgiebigen Boden - und zwischen dem Grund und dem Backbone eben die "Haut". Hält das, wenn man das Kajak mal irgendwo drüber zieht? Grade wenn ich auf Flüsse möchte und Grundberührungen auftreten könnten... Möchte aber erstmal so testen und dann schauen, ob Backbone/DS passen.
    Ich glaube für den See ist der Backbone besser. Für den Fluss glaube ich aber nicht unbedingt. hmm...
    Ich nutze den Backbone eigentlich immer , auf Seen und auf Flüssen wie z.B Spree , obere Donau , Werra . Ausnahme wenn auf dem Fluss Wildwasserstellen sind und ich nicht umtragen kann oder will z.B. Wisent, Grosse Lauter oder wenn oft mit Grundberührung zu rechnen ist . Aber bei so wenig Wasser paddel ich eh ungern .
    Sonst bringt der Backbone für mich nur Vorteile und macht aus dem Pusteboot ein Kajak . Der Backbone ist dick mit weichen Schaumstoff ummantelt , so kann die Haut etwas nachgeben . Grundberührung war bis jetzt kein Problem und " irgendwo drüberziehen " mache ich mit keinem meiner Boote . Gerade das Stearns ist so handlich , das kann ich im Problemfall anheben und tragen .
    Den DS-Boden hatte ich auch schon angesehen, für mich aber noch kein sinnvolles Einsatzgebiet entdeckt . Wenn das Stearns mein einziges Kajak wäre, hätte ich beides Backbone und DS-Boden .

    Um die aufgescheuerte Stelle am Daumen zu verhindern, kannst du es mal mit Fahradhandschuhen probieren . Oder mehr Paddeln gehen , dann bildet sich die nötige Hornhaut von allein.

    Gruss, windriver

  12. Neu im Forum

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    AW: Advanced Frame & das erste Mal auf dem See

    #12
    Zitat Zitat von windriver Beitrag anzeigen
    Ich nutze den Backbone eigentlich immer , auf Seen und auf Flüssen wie z.B Spree , obere Donau , Werra . Ausnahme wenn auf dem Fluss Wildwasserstellen sind und ich nicht umtragen kann oder will z.B. Wisent, Grosse Lauter oder wenn oft mit Grundberührung zu rechnen ist . Aber bei so wenig Wasser paddel ich eh ungern .
    Sonst bringt der Backbone für mich nur Vorteile und macht aus dem Pusteboot ein Kajak . Der Backbone ist dick mit weichen Schaumstoff ummantelt , so kann die Haut etwas nachgeben . Grundberührung war bis jetzt kein Problem und " irgendwo drüberziehen " mache ich mit keinem meiner Boote . Gerade das Stearns ist so handlich , das kann ich im Problemfall anheben und tragen .
    Den DS-Boden hatte ich auch schon angesehen, für mich aber noch kein sinnvolles Einsatzgebiet entdeckt . Wenn das Stearns mein einziges Kajak wäre, hätte ich beides Backbone und DS-Boden .

    Um die aufgescheuerte Stelle am Daumen zu verhindern, kannst du es mal mit Fahradhandschuhen probieren . Oder mehr Paddeln gehen , dann bildet sich die nötige Hornhaut von allein.

    Gruss, windriver
    Mir war garnicht klar, dass der Backbone ummantelt ist. Ich denke drüber nach.

    Ehrlicherweise habe ich grade mehr Probleme damit, fahrbare Flüsse zu finden. Es gibt ja einen riesen Haufen Beschränkungen. Hier darf man nur im Zeitraum xyz, hier muss man sich anmelden/gibts Kontingente, da darf man nur ab Wassertiefe abc. Garnicht so leicht das zu durchblicken als Anfänger. Aber grade der Pegel ist ja auch relevant beim Thema Grundberührungen... Egal, zur Not erst noch paar mal auf den See. In der Zeit findet sich das schon.

    Das mit Fahrradhandschuhe oder Hornhaut hatte ich mir auch schon überlegt. Tendiere zur Hornhaut :-)

  13. Fuchs

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    AW: Advanced Frame & das erste Mal auf dem See

    #13
    Viel Spass beim Durchforsten.
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