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  1. Anfänger im Forum

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    Trekkingroute max 10 Tage in Rumänien für fitte Einsteiger gesucht!

    #1
    Hallo zusammen,

    zuallererst möchte ich mich bei allen aktiven Nutzern des Forums bedanken für die vielen hilfreichen Texte, die ich in den letzten Jahren genutzt habe (leider bisher immer passiv)
    Es ist wirklich eine tolle Community hier und ein toller Wissenshort.

    Aktuell komme ich jedoch mit meinen Planung nicht recht weiter und bräuchte vielleicht die ein oder andere Experteneinschätzung, weshalb es nun an der Zeit ist selbst aktiv zu werden.
    Ihr dürft nun also meinen allerersten Beitrag bewundern (und mir idealerweise direkt mit eurer Schwarmintelligenz helfen). Ich hoffe, ihr habt Verständnis, falls ich die ein oder andere unbeleckte Frage stelle.
    Die Suchfunktion habe ich schon fleißig genutzt, jedoch nicht alle meine Fragen beantworten können oder zumindest nicht die Informationen so vorgefunden, wie ich sie verstanden hätte.

    Als kurzen Abriss zu meinem Hintergrund:
    Ich bin 30 Jahre alt und komme aus Berlin. Reiseerfahrung habe ich schon einige, habe von langen Tramp-Reisen durch Ost-Europa bis zum ein oder anderen mehrtägigen Trek schon einiges gemacht, jedoch meist im Rahmen von geführten Touren in diversen asiatischen Ländern.
    Da sich das ganze meist aus Backpacking-Trips heraus entwickelte, war es häufig für den durchschnittlichen Touristen konzipiert und deshalb nicht sonderlich schwierig.
    Vor zwei Jahren habe ich mit einem guten Freund (der deutlich erfahrener und auch leidenschaftlich gern in den Alpen unterwegs ist) einen Teil des Cape Wrath Trails in Schottland zurückgelegt (~10 Tage autark), was mir auch gut gefallen hat.
    Hier sind wir komplett ohne feste Wege gewandert und auch den ein oder anderen Gipfel mitgenommen. Für mich ist die Grenze meist da erreicht, wo ich die Hände am Hang benutzen muss und kraxeln muss. Alles was sich aufrecht oder mit Hilfe von Trekkingstöcken bezwingen lässt, ist für mich in Ordnung.

    Zwar traue ich mir zu, mich verantwortungsvoll und mit gesundem Menschenverstand in der Umwelt und Natur zu bewegen, ich habe jedoch wenig Erfahrung mit der tatsächlichen Planung von Routen.
    Das haben meist die Erfahreneren der Gruppe übernommen.
    Ich kann denke ich in einer Situation gut abschätzen, ob ich einen Weg schaffe oder nicht, eine alpine Wetterlage aufgrund von mystischen Wolkenformationen würde ich jedoch nicht alleine abschätzen wollen :-D


    Das soll sich nun ändern. Geplant sind drei Wochen Urlaub im August mit meiner Freundin und Corona-bedingt ist man ja irgendwie auf Europa festgelegt.
    Meine Freundin hat wiederum weniger Outdoor-Erfahrung als ich, möchte aber auch gerne dazulernen.
    Damit es nicht allzu überlaufen und touristisch wird und man auch etwas Abenteuer hat, haben wir uns Rumänien ausgesucht.


    Die Idee der Reise ist, mit dem (Nachtzug) nach Rumänien zu fahren (z.B. Brasov oder Sibiu) und von dort dann zu starten. Ortstechnisch sind wir aber ziemlich frei, man kann ja eh noch nichts buchen und zur Not nimmt man sich halt einen Mietwagen...
    Inhalt der Reise soll auch eine Trekking-Wanderung (maximal 10 Tage) plus ein paar Tage davor und danach für sonstige Ausflüge in der Zivilisation.

    Die Dauer sollte also zwischen 5-10 Tagen für den Trek liegen, gerne mit der ein oder anderen Versorgungsmöglichkeit alle paar Tage, sodass man nicht für 10 Tage Nahrung mitschlüren muss.

    Am liebsten würde ich gerne in der Natur zelten, eine Cabana oder Pension hier und da darf auch mal dabei sein.
    Ich würde mich freuen, wenn die Gegend nicht völlig überlaufen wäre (also nicht jede halbe Stunde eine andere Gruppe auf dem Weg treffen :-) ), bin mir aber auch klar, dass sich das mit dem Zivilisationswunsch aus Nachschubgründen widerspricht.

    Schön wäre es natürlich, wenn das ganze landschaftlich ansehnlich ist, und man z.B. Flüsse und Seen zur Abkühlung, aber auch mal nen Wald hat.
    Es darf gerne mal bergig und gipfelig werden (sind ja zwei junge, fitte Menschen), eine exponierte Gratwanderung über einen schmalen Kamm wäre mir aber dann wahrscheinlich zu viel, gerade wenn dann doch mal etwas schief läuft...
    Ungern hätte ich einen Trek, bei dem man sich an Stelle X dazu entscheiden muss diverse Ketten hochzukraxeln und wenn man sich falsch entschieden hat oder das Wetter umschlägt, hat man den Salat. Ich denke, ihr wisst, was ich meine.
    Also gerne anstrengend aber technisch vielleicht nicht zu anspruchsvoll...

    Deshalb wäre es auch toll, wenn man im Ernstfall nicht 2 Tagesmärsche von der nächsten Zivilisation entfernt ist, falls mal wirklich Not am Mann ist. Ausstiegspunkte hier und da wären also klasse.

    Nun habe ich schon diverse Gebiete herausgefunden, konnte jedoch meist keine "vorgefertigten" oder empfohlenen Treks finden. Auch die Einschätzung der Schwierigkeit macht mir Probleme.

    Insbesondere habe ich mich über die Gebiete informiert:
    • Fagarasch: (hier bin ich mir unsicher ob der Kammweg dort nicht zu schwierig oder technisch zu anspruchsvoll ist. Man ließt so viel darüber. Es scheint zwar irgendwie der Standard zu sein, aber andererseits mit anspruchsvollen und exponierten Passagen) -> lässt sich das idiotensicher entschärfen?
    • Piatra Craiului/ Königsstein: hier darf man aber glaube ich nicht wild campen und es scheint keine guten Mehrtagestouren zu geben, dafür jedoch Bären
    • Retezat: Hier scheinen sich hauptsächlich Rundwege anzubieten, die sich immer wieder kreuzen und mir erscheint das ganze auch nicht sehr abgelegen, sondern sogar "überlaufen" zu sein? Stimmt das?
    • Bucegi: vergleichbar mit Piatra Criului? Oder von dort zum Piatra Craiului?
    • Apuseni...?



    Also wie ihr seht, bin ich ein wenig von den ganzen Informationen erschlagen.
    Habt ihr Meinungen zu den oben genannten oder würdet sogar etwas anderes empfehlen, was ich noch nicht kenne?
    Könnt ihr mir sonst hilfreiche Quellen oder Seiten nennen, wo man Informationen findet (vielleicht abgesehen vom legendären Karpatenwilli :-) )?
    Falls jemand denkt, "hey, warum macht er es sich so schwer? warum nimmt er nicht einfach...", gerne her damit. Ich bin schlicht überfordert und freue mich über jede Einschätzung oder Handreichung, die mir dieses Chaos ein bisschen aufdröselt.

    So nun erst einmal danke für das Lesen des Romans und ich freue mich auf eure Tipps.

  2. Liebt das Forum
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    AW: Trekkingroute max 10 Tage in Rumänien für fitte Einsteiger gesucht!

    #2
    Ich kenne leider keine lange Treks in den Karpaten, kann jedoch sagen, dass Piatra Craiului, meiner Meinung nach, nicht so geeignet ist, kleines steiles Gebirge mit viel Geröll, es sei denn, man bleibt unten im Wald, was nicht so interessant ist. Bucegi hätte definitiv Bären, wobei ich da nicht mehr up to date bin, in welchen Tälern sie sich jetzt bevorzugt aufhalten.

    Apuseni ist mild und hat viele interessante Höhlen, könnte durchaus eine Idee sein. Vielleicht mal 4-5 Tage in einer Ecke planen, dann runter einbisschen Dorf und Kultur und dann wieder weiter?
    "Niemand hört den Ruf des Meeres oder der Berge, nur derjenige, der dem Meer oder den Bergen wesensverwandt ist" (O. Chambers)

  3. AW: Trekkingroute max 10 Tage in Rumänien für fitte Einsteiger gesucht!

    #3
    Gibt es Bären nicht in allen rumänischen Gebirgen? Wenn das ein Ausschlusskriterium ist, dann bleibt nicht mehr viel (Verbreitungskarten 1, 2).

    "Acht tödliche Attacken: Rumänien hat eine Bärenplage"

  4. Liebt das Forum
    Avatar von Vegareve
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    AW: Trekkingroute max 10 Tage in Rumänien für fitte Einsteiger gesucht!

    #4
    Klar, Bären gibt es überall, aber normalerweise meiden sie Menschen. Leider haben sich manche zur Angewohnheit gemacht, die Mülltonnen der Hütten anzuzapfen, es gibt auch Touri-Hotspots wie Valea Cerbului in Bucegi, wo Touristen auch noch gezielt die Bären gefüttert haben, da muss man sich nicht wundern, wenn es zu Zwischenfällen kommt.
    Hier im Forum gibt es einige Threads über Bären und Verhalten (nicht neben der Hütte zelten, Essen hochlagern weiter weg etc).

    p.s. hier auch mal reingeschaut? Bissl unübersichtlich, leider, aber vielleicht gibt es den einen oder anderen Link, den du nicht kanntest.

    pps: das Parang-Gebirge könnte auch lohnenswert sein.
    https://travelguideromania.com/trekk...ang-mountains/
    Geändert von Vegareve (05.07.2020 um 11:07 Uhr)
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  5. Anfänger im Forum

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    AW: Trekkingroute max 10 Tage in Rumänien für fitte Einsteiger gesucht!

    #5
    Hey! Erst einmal vielen Dank für die vielen Antworten.

    Apuseni ist mild und hat viele interessante Höhlen, könnte durchaus eine Idee sein. Vielleicht mal 4-5 Tage in einer Ecke planen, dann runter einbisschen Dorf und Kultur und dann wieder weiter?
    Apuseni hatte ich auch schon angeschaut, es erschien mir aber immer etwas zu, wie soll ich sagen, unspektakulär und "almig". Es scheint mir auch ziemlich durchsetzt mit Menschen zu sein und eher hügelig als bergig. Ich bin mir nicht sicher ob man da wirklich das Gefül bekommt "außerhalb der Zivilisation" zu sein.... Offenbar machen die meisten da auch eher Tagestouren. Ich glaube, da dürfte es sogar gerne etwas intensiver sein Korrigiert mich gern, wenn ich falsch liege!

    Zum Thema Bären: Ich glaube, da sehe ich es ähnlich wie Spartaner und Vegareve. Wahrscheinlich darf man nicht nach Rumänien fahren, wenn man das vermeiden möchte...Ich hoffe, dass sich das Risiko mit den üblichen Verhaltensregeln sowie Hilfsmitteln irgendwie kontrollieren lässt....Vielleicht ändert sich aber meine Meinung schlagartig, wenn es schief gegangen ist
    Meine Hoffnung war auch, dass wenn man etwas höher trekt und nicht in den niedrigen Tälern bleibt, dass die Gefahr etwas geringer ist? Ich vermute die Bären ja eher in den niedrigeren, gemäßigten Waldtälern?


    p.s. hier auch mal reingeschaut? Bissl unübersichtlich, leider, aber vielleicht gibt es den einen oder anderen Link, den du nicht kanntest.
    Kannte ich tatsächlich noch nicht! Danke! Aber ja, wohl etwas zu unübersichtlich, um es vollumfänglich zu durchsteigen.

    Parang klingt wirklich ganz gut eigentlich. Da werde ich jetzt noch mal reinlesen! Ich hatte das Gebiet um die Transalpina auch schon mehrfach gelesen aber nirgendwo gute Beschreibungen von Treks gefunden. Kann da jemand aus Erfahrung sprechen, und kann ein paar Einschätzungen zur technischen Schwierigkeit etc geben? Schön aussehen, tut es ja erst einmal!

    Noch einmal die Anfangsfrage zum Faragasch. Weiß jemand, ob man das als ambitionierte Einsteiger machen kann, bzw. ob man es vielleicht in einer entschärfteren Version machen könnte ohne Kettenkraxeleien.
    Grundsätzlich habe ich ja überhaupt nichts gegen Geröll und Steine :-) Nichts ist langweiliger als die ganze Zeit auf einem sauber geschotterten Weg zu laufen. Mir geht es eher darum, dass ich nicht an exponierten Wänden und Passagen herumkraxeln möchte!

  6. Liebt das Forum
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    AW: Trekkingroute max 10 Tage in Rumänien für fitte Einsteiger gesucht!

    #6
    Ja, Apuseni ist eher almig und es hat auch viele Leute da unterwegs. Parang war ich selber noch nicht, soll aber schon relativ einsam sein und ein Freund von mir hat eine kleine Durchquerung davon mit Zelt und Kindern gemacht, ist also technisch jetzt nicht so schwierig, denke ich. Du kommst aber generell nicht drum herum, dir selber die Routen und Etappen zu basteln, sollte aber mit Karte und eventuell einigen Tourenberichten hier im Forum (oder anderswo) gut machbar sein!

    Noch ein Link: https://www.summitpost.org/par-ng-mountains/652688

    Zelten oberhalb der Waldgrenze würde ich auch empfehlen (ist auch schöner).

    Zu Fagaras Kammweg findest Du hier im Forum einige Tourenberichte oder Threads. Ich habe selber davon nur einen Teil gemacht, ja, das geht schon gut auch als Anfänger, wenn man etwas bergaffin ist (also die Zeichen eines ankommenden Gewitters nicht ignoriert, gut ausgerüstet ist und halbwegs fit). Ihr könnt ja auch nur einige Etappen machen, Beschreibungen davon sollten im Netz genug zu finden sein. Kraxelei hatte ich nur auf der Strunga Dracului-Rinne hoch zu Negoiu, das muss man aber nicht machen, es gibt auch eine Normalroute da hoch (und nach einem Bergabsturz sieht die Stelle bestimmt ganz anders aus).
    Geändert von Vegareve (05.07.2020 um 13:37 Uhr)
    "Niemand hört den Ruf des Meeres oder der Berge, nur derjenige, der dem Meer oder den Bergen wesensverwandt ist" (O. Chambers)

  7. Anfänger im Forum

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    AW: Trekkingroute max 10 Tage in Rumänien für fitte Einsteiger gesucht!

    #7
    Hallo!

    Ich seh schon, es rächt sich, nie Zeit für einen Bericht gefunden zu haben. Ich war letztes Jahr mit zwei Freundinnen unterwegs in den rumänischen Karparten. Wir sind damals in zwei Wochen Parang, Capatanii und Fagaras erlaufen.
    Zum Thema Bären, wir haben keine gesehen, die Hunde waren eher ein Argument, niemals irgendwo Essen allein zu lassen. Die Hochlagen sind in den Karparten deshalb nicht bewaldet, weil sie intensiv beweidet werden. Wir sind auf unserer Tour sehr oft Schäfern mit ihren Herden begegnet, und ich finde, dass das auch seinen Teil zum Charme dieser Berge beiträgt. Das schöne ist, dass die Landschaft nicht ständig durch Zäune zertrennt ist, sondern die Hirten mit ihren Herden und Hunden umherziehen. Also ideal auch zum Querfeldeinlaufen! Aber wenn du wirklich menschenfreie Einsamkeit suchst, wirst du während des Sommers dort nicht fündig werden.

    Parang hat uns wirklich gut gefallen. Man kommt mit dem Zug bis Petrosani und kann sich dort entscheiden, ob man von den Einheimischen komisch angeguckt werden möchte und einen Tag lang aus eigener Kraft auf den Berg läuft, oder ihren Ratschlägen folgt und dank Taxi und Skilift schnell in den Bergen ist. Wir sind den Kammweg gelaufen, den habe ich nicht als technisch anspruchsvoll im Kopf, aber dafür als wirklich schön. Es gibt weiter unterhalb auch wunderschöne Seen. Unser Problem war, dass wir im Parang in Kammnähe kaum Wasser gefunden haben. Und wenn man vom Kamm runter muss, sind die Wege (sofern sie überhaupt vorhanden sind) schön steil. Nicht in dem Sinne, dass sie gefährlich wären (außer vielleicht bei Regen), aber eben sehr anstrengend. Aber die Seen lohnen ohnehin den Weg. Mitten im Parang kann man, mit etwas absteigen/trampen auch in einem kleinen Ort namens Rânca Essen nachkaufen.

    Vom Parang sind wir direkt weiter in die Muntii Capatanii gelaufen, auch auf dem Hauptkamm. Die sind eher mittelgebirgsartig kuppig und wir haben dort keine Wandertouristen getroffen, dafür sehr viele Schäfer. Es gibt keine zu kaufende Karte, nur einen Scan im Internet. Daher waren wir permanent mit der Navigation beschäftigt, insbesondere bei Nebel. Von den einstigen Wegemarkierungen sind nur noch einzelne Wegweiser übrig geblieben. Die Wege waren aber gut zu begehen.

    Tja, und dann gibt es das Fagaras. Sehr schön, aber eindeutig alpiner! Wir haben an den ersten Tagen auch kaum Wanderer getroffen, was aber am Wetter lag. Ich bin vorher noch nie auf einem nicht exponierten Kamm gelaufen und hatte bei strahlend blauem Himmel das Gefühl, gleich vom Weg gepustet zu werden. Es war so stürmisch, dass es zahlreiche Zelte zerfetzt hat und wir bei Windböen zum Teil auf die Knie gegangen sind, um nicht umzufallen. Nachts waren wir in einer Schäferhütte, die sicherlich an einer windabgewandten Stelle stand, und der Sturm hat uns die getrocknete Schafsscheiße aufs Dach geweht Daher mussten wir absteigen, und sind erst nachdem sich der Sturm gelegt hatte wieder auf den Hauptkamm. Schwierig sind hier hauptsächlich die 8 oder 10 km westlich des Negoiu. Und die haben es mit großem Rucksack schon in sich, man muss ziemlich kraxeln und senkrecht hoch/runter und wir mussten uns einige Male die Rucksäcke durchreichen. Also durchaus machbar, aber vielleicht nicht Beginn der Wanderung, sondern vielleicht eher zum Abschluss, wenn man schon Erfahrung und Kraft gesammelt hat und der Rucksack leichter ist. Man kann ja das Gebirge nur überqueren, das lässt sich auch technisch unanspruchsvoller gestalten.

    Generell gab es da, wo wir unterwegs waren, stets nur zwei Möglichkeiten: Auf dem Kamm entlang oder auf einer Seite runter. Wege, die recht höhenlinienparallel am Hang entlanglaufen oder sachte aufsteigen, scheinen die Rumänen nicht zu kennen. Auch im Fußbereich der Berge gibt es keine markierten Wanderwege, sofern wir das auf den Karten erkannt haben.

    Zur Erläuterung mal ein paar Bilder:

    Unser erster Zeltplatz oberhalb von Petroșani

    Wandern im Parang

    Wunderschöne Seen im Parang, im Vordergrund der "Weg" dahin

    Schäferhunde! Zumindest die meisten.

    Die gefährlichste Stelle der Wanderung: Überquerung des Altflusses!

    Selbst die neue Schutzhütte am Varful Scara scheint einen Sturm nicht ausgehalten zu haben...



    Kraxeln im Fagaras - an den schierigsten Stellen hatten wir allerdings keine Hand frei für die Kamera. Übrigens sind auf den Wanderkarten solche Stellen meist mit einem Ausrufezeichen (!) markiert.
    Geändert von Barfusslaeuferin (05.07.2020 um 18:03 Uhr)

  8. Gerne im Forum

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    AW: Trekkingroute max 10 Tage in Rumänien für fitte Einsteiger gesucht!

    #8
    Das Fagaras liegt bei mir ca. 35 Jahre zurück und war nach der hohen Tatra meine zweite alpine Erfahrung. Soweit ich mich erinnere, war das technisch nicht besonders anspruchsvoll. Ich hatte damals eine Pouch-Kraxe (groß, breit und sperrig), schlichte Wanderschuhe, ein relativ leichtes Pouch-Zelt und Lebensmittel für ca. 10 Tage dabei. Es war eine tolle Tour. Leider gibt es keine Bilder mehr.

  9. Anfänger im Forum

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    AW: Trekkingroute max 10 Tage in Rumänien für fitte Einsteiger gesucht!

    #9
    Zitat Zitat von Snetler Beitrag anzeigen
    Hey! Erst einmal vielen Dank für die vielen Antworten.


    Apuseni hatte ich auch schon angeschaut, es erschien mir aber immer etwas zu, wie soll ich sagen, unspektakulär und "almig". Es scheint mir auch ziemlich durchsetzt mit Menschen zu sein und eher hügelig als bergig. Ich bin mir nicht sicher ob man da wirklich das Gefül bekommt "außerhalb der Zivilisation" zu sein.... Offenbar machen die meisten da auch eher Tagestouren. Ich glaube, da dürfte es sogar gerne etwas intensiver sein Korrigiert mich gern, wenn ich falsch liege!

    Zum Thema Bären: Ich glaube, da sehe ich es ähnlich wie Spartaner und Vegareve. Wahrscheinlich darf man nicht nach Rumänien fahren, wenn man das vermeiden möchte...Ich hoffe, dass sich das Risiko mit den üblichen Verhaltensregeln sowie Hilfsmitteln irgendwie kontrollieren lässt....Vielleicht ändert sich aber meine Meinung schlagartig, wenn es schief gegangen ist
    Meine Hoffnung war auch, dass wenn man etwas höher trekt und nicht in den niedrigen Tälern bleibt, dass die Gefahr etwas geringer ist? Ich vermute die Bären ja eher in den niedrigeren, gemäßigten Waldtälern?


    Kannte ich tatsächlich noch nicht! Danke! Aber ja, wohl etwas zu unübersichtlich, um es vollumfänglich zu durchsteigen.

    Parang klingt wirklich ganz gut eigentlich. Da werde ich jetzt noch mal reinlesen! Ich hatte das Gebiet um die Transalpina auch schon mehrfach gelesen aber nirgendwo gute Beschreibungen von Treks gefunden. Kann da jemand aus Erfahrung sprechen, und kann ein paar Einschätzungen zur technischen Schwierigkeit etc geben? Schön aussehen, tut es ja erst einmal!

    Noch einmal die Anfangsfrage zum Faragasch. Weiß jemand, ob man das als ambitionierte Einsteiger machen kann, bzw. ob man es vielleicht in einer entschärfteren Version machen könnte ohne Kettenkraxeleien.
    Grundsätzlich habe ich ja überhaupt nichts gegen Geröll und Steine :-) Nichts ist langweiliger als die ganze Zeit auf einem sauber geschotterten Weg zu laufen. Mir geht es eher darum, dass ich nicht an exponierten Wänden und Passagen herumkraxeln möchte!
    Hi Snetler,

    wird wahrscheinlich schwierig eine Route zusammen zu schustern die zwar nicht immer ausgetretene Wege beinhaltet aber NIE eine Kraxelpassage.. ;)

    Denn die Pfade die etwas anspruchsvoller sind sind halt auch die die weniger genutzt werden. Das ist eigentlich überall das gleiche.

    Warum möchtest du denn keine Kraxel Passagen? Die Frage bitte nicht provokativ verstehen. Ich finde es wichtig und gut, dass du klar weisst was du dir zutrauen möchtest und was nicht! Das ist wichtig damit man sich nicht überschätzt.
    Hast du Höhenangst oder bist du nicht so trittsicher? Oder hast du Bammel vor einem Wetterumschwung?

    Häufig schätzt man solche Gefahren als Anfänger falsch ein. Eine Kraxeleinheit ist, gerade wenn man sie an Sicherungsseilen oder Ketten macht, zwar nervenaufreibend aber meiner Meinung nach nicht wirklich gefährlich.
    Da gibt es andere Situationen wie Verirren im Nebel, ein kaputtes Zelt bei schlechtem Wetter, eine Flussfurt ohne Plan oder medizinische Komplikationen nach Kontakt zu giftigen Pflanzen oder Tieren häufig ein größeres Problem und sollten bei der Planung der Route eine größere Rolle spielen als ein-zwei Stunden kraxeln.

    Wichtig ist das ihr euch genug Zeit nehmt! Man muss genug Puffer haben um bei schlechtem Wetter einfach mal ein-zwei Tage Pause machen zu können. Auch ist es hilfreich Exit Points entlang der Route schon vorher zu bestimmen und zu markieren. Ich würde eine Anfänger Tour so planen, dass ihr immer innerhalb von 1 oder maximal 2 Tagen irgendwie in die Zivilisation zurück kommen könnt.
    Worst case: Es bricht sich jemand den Fuß, bleibt im Zelt und der andere steigt ab und holt Hilfe. Da sollte der Absiegt nicht länger als 1 bis 2 Tage dauern denn derjenige der absteigt hat dann kein Zelt mehr.

    Zum Thema Bären: Auch wenn es nervt, nehmt Bären Kanister mit! Ich kann das nur immer wieder sagen. Wenn es nicht viele Bären gibt ist das etwas overkill aber wenn es in Rumänien doch viele gibt ist das ein absolutes muss.
    Und dann das Camp im Dreieck aufstellen: Die Spitze auf der Luv-Seite bildet das Zelt, die beiden Ecken an der Basis auf der Lee-Seite die Toilette und die Kochstelle. An der Kochstelle stehen dann nachts die Bärenkanister. Zähneputzen nicht am Zelt. Nicht in den Sachen schlafen in denen man kocht und wirklich ALLES was irgendwie riecht in den Bärenkanister (ja, auch das Fenistil oder die Kippen..)

    Bären sind übrigens meistens dort zu finden wo es viel zu fressen gibt also gerade in den Hochwiesen wenn dort Beeren wachsen!

    PS: Bei solchen Überschriften wie der Kurier sie gewählt hat bekomme ich übrigens das Kotzen!
    Rumänien hat sicherlich keine Bärenplage sondern wenn dann eine Menschenplage. Man kann gut mit den Tieren zusammenleben, muss aber die Tiere vor den Menschen schützen. Also aufklären, Mülltonnen verschließen usw. Zu sagen der Bär sei Schuld und sie wegschießen ist einfach nur unglaublich traurig. Ist das gleiche Thema mit den Wölfen in Deutschland. Wenn die Spitze der Nahrugskette nicht besetzt ist funktioniert kein Ökosystem. Das ist eigentlich bekannt, interessiert aber irgendwie niemanden.. https://www.welt.de/reise/Fern/artic...-Waechter.html
    Geändert von janphilip (06.07.2020 um 15:41 Uhr)

  10. Anfänger im Forum

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    #10
    Danke Vegareve und Barfusslaeuferin und ks für die zusätzlichen Infos. Ich habe mich in den letzten Tagen jetzt noch mal ausführlicher mit Parang beschäftigt und mich dait mittlerweile gut angefreundet. Da Parang selbst aber wahrscheinlich "nur" 4 Tage hergeben, werden wir es wohl noch um 3-4 Tage davor danach verlängern. Meine bisherige Wahl geht da in Richtung Muntii Cindrel (Start von Sibiu).

    Ich denke aktuell noch über die ganze Route nach. Ich werde mal zusehen, dass ich in den kommenden Tagen ein erstes Konzept zusammenschustere und werde dann meinen groben Tourenplan hier posten.

    Insgesamt muss ich sagen, dass mir die Seite https://www.karpaten-rumaenien.de/südkarpaten-rumänien/ sehr geholfen hat.
    Der Typ hat die gesamte Via Carpatia abgelaufen durch diverse Länder. Und seinen teils in den Richtungen sehr widersprüchlichen Angaben nach einige Etappen sogar mehrfach in diversen Richtungen. ...Oder der Mann hat eine Nord Süd Links rechts Schwäche, was ich ihm jetzt erstmal bei seiner Erfahrung nicht unterstellen möchte.
    Ich hatte auf jeden Fall beim Nachvollziehen seiner Routen auf der Karte meinen Spaß

    Wir sind den Kammweg gelaufen, den habe ich nicht als technisch anspruchsvoll im Kopf, aber dafür als wirklich schön. Es gibt weiter unterhalb auch wunderschöne Seen. Unser Problem war, dass wir im Parang in Kammnähe kaum Wasser gefunden haben.
    Das wäre dann auch schon mal der erste Teil der Reise bei uns, deine Bilder und die anderen Beschreibungen im Netz haben mich wirklich überzeugt. Zudem ist es auch nicht zu weit Richtung Straße etc falls mal wider Erwarten was schief geht usw. Eigentlich ein rundum guter Einstieg. Fagarasch fällt somit denke ich erst mal flach, vielleicht dann beim nächsten Mal.

    Was mich noch ein bisschen ratlos zurück lässt, ist die Wassersituation im Parang. Ich habe nun bereits mehrfach gelesen, dass es insbesondere im Hochsommer recht trocken am Kamm und z.T. auch darunter ist. Einige Leute füllen für bis zu 3 Tage Wasser auf. Ehrlich gesagt bin ich aber nicht so heiß drauf, 6-8L Wasser zusätzlich mit durch die Gegend zu eimern. Wie habt ihr es da gehalten, Barfusslaeuferin?

    Ich seh schon, es rächt sich, nie Zeit für einen Bericht gefunden zu haben. Ich war letztes Jahr mit zwei Freundinnen unterwegs in den rumänischen Karparten. Wir sind damals in zwei Wochen Parang, Capatanii und Fagaras erlaufen.
    Zum Thema Bären, wir haben keine gesehen, die Hunde waren eher ein Argument, niemals irgendwo Essen allein zu lassen. Die Hochlagen sind in den Karparten deshalb nicht bewaldet, weil sie intensiv beweidet werden. Wir sind auf unserer Tour sehr oft Schäfern mit ihren Herden begegnet, und ich finde, dass das auch seinen Teil zum Charme dieser Berge beiträgt. Das schöne ist, dass die Landschaft nicht ständig durch Zäune zertrennt ist, sondern die Hirten mit ihren Herden und Hunden umherziehen. Also ideal auch zum Querfeldeinlaufen! Aber wenn du wirklich menschenfreie Einsamkeit suchst, wirst du während des Sommers dort nicht fündig werden.
    Ne das mit den SChäfern ist schon voll ok so! Ich bin immer für nen aufrichtige Kontakt mit Einheimischen zu haben und muss nicht zwingend 4 Tage lang keinen Menschen sehen. Solche Begegnungen werten solche Reisen ja erfahrungsgemäß auch sehr auf. Mir geht es eher darum nicht gerade immer noch 5 andere Touristen gleichzeitig in Sichtweite zu haben. Das macht dann ja doch viel kaputt finde ich :-)
    Zu welchem Monat, Jahreszeit wart ihr denn dort? Kannst du was zu den Temperaturen sagen? August ist zwar Hochsomme aber auf 2000 m ist es ja dann doch meist etwas kühler evtl noch mit Wind etc... Wie waren die Nächte? Habt ihr ordentliche Schlafsäcke genutzt/gebraucht?

    Übriges genial, dein Bild von der "gefährlichsten" Stelle :-D
    Muss ja wirklich ein Höllentrip gewesen sein...



    janphilip, zu deinen berechtigten Gedanken:
    Warum möchtest du denn keine Kraxel Passagen? Die Frage bitte nicht provokativ verstehen. Ich finde es wichtig und gut, dass du klar weisst was du dir zutrauen möchtest und was nicht! Das ist wichtig damit man sich nicht überschätzt.
    Hast du Höhenangst oder bist du nicht so trittsicher? Oder hast du Bammel vor einem Wetterumschwung?
    Grundsätzlich hast du natürlich Recht: Nur weil am Boden für 200 m mal grobe Steine statt Schotter liegen, fällt niemand vo Berg und gerade als sportlicher Mensch ist das ja bewältigbar. Ich traue mir auch grundsätzlich zu, hier und da mal die Hände zu benutzen, dafür hab ich sie ja. Höhenangst hab ich nicht akut, wobei ich schon ungern auf sehr schmalen Pfaden direkt am Abgrund gehen würde. Das ist mir einfach nicht besonders angenehm. Trittsicherheit, nunja...ich kann ja sehr erfolgreich laufen, aber da ich weder in den Alpen oder Gebirgen aufgewachsen bin, noch regelmäßg Trekking betreibe, ist es natürlich ungewohnt für mich.
    Mir geht es hauptsächlich darum, dass ich vielleicht bei der ersten längeren geplanten Tour nicht übertreiben will und auch meine Freundin nicht überfordern oder in eine Situation bringen möchte, die für sie vielleicht unangenehm ist. Dait erhöhen sich einfach die Chancen, dass es eine gute Erfahrung wird und man es noch mal macht. Zumal wir ja mit der ganzen Ausrüstung und Essen für ne gute Woche bestimmt 15-20 Kg auf dem Rücken haben. Wie trittsicher und safe die Kraxelei an der Kette dann noch ist, weiß ich nicht....vielleicht ist es einfach der falsche Anlass es herauszufinden :-D

    Wie du merkst, ist es irgendwie ein Mix aus allem.... Ich möchte weder irgendwo bei einer schwierigeren Kraxelei "feststecken" und am besten nicht vor und zurück können, noch bin ich sonderlich scharf auf die Exponiertheit. Wetterumschwünge im Klettersteig hat natürlich niemand gern :-)


    Zum Thema Bären: Auch wenn es nervt, nehmt Bären Kanister mit! Ich kann das nur immer wieder sagen. Wenn es nicht viele Bären gibt ist das etwas overkill aber wenn es in Rumänien doch viele gibt ist das ein absolutes muss.
    Zum Thema Bären hört man ja so Verschiedenes....Nun gut, ich denke, das heilige dreifaltige Dreiecksquartier zu errichten tut nicht weh. Warum also nicht machen.
    Diese Bären Kanister, wie kann ich mir die vorstellen? Ich stelle sie mir so, wie ein wasserdichtes Fass vom kayaken vor :-D Kommt das hin? Ist das nicht mega nervig, das noch zusätzlich mit zu schleppen? Oder was stelle ich mir darunter vor?
    Danke für die Hilfe und Tipps aber schon mal.

    PS: Bei solchen Überschriften wie der Kurier sie gewählt hat bekomme ich übrigens das Kotzen!
    Rumänien hat sicherlich keine Bärenplage sondern wenn dann eine Menschenplage.
    Definitiv, ganz deiner Meinung.

  11. Anfänger im Forum

    Dabei seit
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    AW: Trekkingroute max 10 Tage in Rumänien für fitte Einsteiger gesucht!

    #11
    Zitat Zitat von Snetler Beitrag anzeigen
    Mir geht es hauptsächlich darum, dass ich vielleicht bei der ersten längeren geplanten Tour nicht übertreiben will und auch meine Freundin nicht überfordern oder in eine Situation bringen möchte, die für sie vielleicht unangenehm ist. Dait erhöhen sich einfach die Chancen, dass es eine gute Erfahrung wird und man es noch mal macht.

    Wie du merkst, ist es irgendwie ein Mix aus allem.... Ich möchte weder irgendwo bei einer schwierigeren Kraxelei "feststecken" und am besten nicht vor und zurück können, noch bin ich sonderlich scharf auf die Exponiertheit. Wetterumschwünge im Klettersteig hat natürlich niemand gern :-)
    Super! Das ist genau die richtige Einstellung und Herangehensweise.

    Dann dazu ein zwei Gedanken die ich schon angeschnitten habe: Ich habe die Erfahrung gemacht dass schwierige Passagen nur dann zur Zumutung, schlechten Erfahrung wird, wenn man sie unter Stress bewältigen muss.
    Stress kann bei Kletterpassagen hauptsächlich entstehen durch:
    • Höhenangst
    • Schlechtes Wetter
    • Mangelnde Kondition
    • Zeitmangel

    Eigentlich alle diese Punkte (außer der Höhenangst, die ist einfach da oder nicht da) kann man durch den Faktor Zeit entscheidend beeinflussen.
    Ist das Wetter schlecht: Warten.
    Mangelnde Kondition: Eine Nacht Pause vor der schwierigen Stelle. Mache ich fast immer so, dass ich vor der anstrengenden Stelle ein Nachtlager einplane. Am besten so, dass man ca. ne Stunde nach dem Losgehen an den Knackpunkt kommt. Ausdauertraining vor der Tour hilft auf jeden Fall.
    Hat man einen schlechten Tag oder fühlt sich körperlich angeschlagen, einen Ruhetag einlegen und erst danach die Stelle in Angriff nehmen.
    Zeitmangel darf bei all diesen Maßnahmen nicht entstehen daher mein Tip die Tour mit viel Puffer zu planen. Braucht man den nicht trödelt man am Ende einfach oder bleibt nen Extra Tag an dem herrlichen Badesee den man ganz für sich alleine entdeckt hat..

    Zitat Zitat von Snetler Beitrag anzeigen
    Zum Thema Bären hört man ja so Verschiedenes....Nun gut, ich denke, das heilige dreifaltige Dreiecksquartier zu errichten tut nicht weh. Warum also nicht machen.
    Diese Bären Kanister, wie kann ich mir die vorstellen? Ich stelle sie mir so, wie ein wasserdichtes Fass vom kayaken vor :-D Kommt das hin? Ist das nicht mega nervig, das noch zusätzlich mit zu schleppen? Oder was stelle ich mir darunter vor?
    Danke für die Hilfe und Tipps aber schon mal.
    Ja man liest da aber auch viel Schrott zu.
    Das mit dem Lager ist echt das wichtigste und der Bärenkanister muss sein!
    Schon alleine aus dem Grund das man sonst evtl. ohne Essen dasteht.
    Der Kanister ist übrigens nicht nur gegen Bären gut sondern auch gegen die Mäuse. Die fressen nämlich auch die Tüten an und dann wundert man sich warum man morgens auf einmal kochend heißes Wasser im Schritt hat obwohl man sich doch eigentlich nur sein Frühstück aufgießen wollte..
    Von Waschbären und Ratten in tieferen Regionen will ich garnicht erst anfangen.

    Der Kanister ist ein Eimer mit Deckel der so zertifiziert ist das ein Braunbär nicht an das Essen rankommt.
    Und die sind verdammt einfallsreich und nutzen ihr Körpergewicht.
    Lohnt sich das mal anzugucken:
    https://www.youtube.com/watch?v=tMoIbMogg-Q

    Die Richtlinien wurden gerade angepasst weil man Bären beobachtet hat die die Dinger einfach aufschrauben. Bären sind echt intelligent und erstaunlich feinmotorig..

    Ich hab den BearVault und finde den super: https://www.rei.com/c/bear-resistant-food-containers
    Gibt auch diese Ursack Säcke aber die muss man an nen Baum binden. Außerdem kann ich mir das nur vorstellen wenn man Lust hat den Bären zu vertreiben wenn er sich daran zu schaffen macht. Denn wenn der Zeit hat zerlegt er den Sack auf jeden Fall.

    Der Kanister ist vom Gewicht her etwas blöd und man sollte drauf achten dass man nach Möglichkeit einen Rucksack hat in den der Kanister unten ins Hauptfach quer rein geht.
    Mit Übung bekomme ich in den BV500 für 2 Wochen Trekkingnahrung, Zahnpasta und Medikamente rein. Gibt meisten 2-3 graue Haare beim Packen aber es passt! =) Und ich esse viel auf Tour..

    Der Kanister gibt übrigens einen prima Hocker ab. Ist also dual-use.. das rede ich mir immer ein wenn ich mir meine Packliste mit den Einzelgewichten der Komponenten angucken..

    Ich war bisher nicht in Rumänien unterwegs, hab den Kanister aber selbst nach Bulgarien und Georgien mitgenommen obwohl es da nur sehr wenige Bären gibt.

    Für mich hat das nicht nur was mit Selbstschutz zu tun sondern auch damit Verantwortung für den Schutz der Bären zu übernehmen. Das meinte ich mit "man muss die Bären vor den Menschen schützen" und nicht umgekehrt.
    Denn wenn die Bären lernen, dass sie beim Menschen Essen finden dann werden sie zu Problem Bären und werden geschossen.
    Dann habe ich den Bären auf dem Gewissen. Damit möchte ich nicht leben. Das gehört für mich in die Kategorie: Leave no Traces und "ich bin hier Gast".

    Hab das trauriger Weise im Denali mitbekommen als ich mich mit einem Ranger unterhalten habe der zu dem Zeitpunkt sehr unglücklich war weil sie auf Bärenjagd gehen mussten.
    Dort hatte ein Gaste einige Wochen vorher seine Kippen nicht im Bärenkanister. Daraufhin wurde sein Rucksack von einer Bärin zerflückt und die Kippen gefressen.
    Sie wurde dann neugierig und fing an Leute zu stalken. Da waren leider einige so dämlich und haben ihr Essen hingeworfen um sie davon abzuhalten weiter hinter ihnen herzulaufen. Was selten dämlich ist und mal wieder zeigt dass viele Menschen einfach dumm sind, sich die Infos und Hinweise nicht durchlesen und auch nicht zuhören wenn die Ranger sie vor Betreten des Parks auf Verhaltensregeln aufmerksam machen.

    Ende vom Lied: Es wurden Fallen ausgelegt und die Problembärin geschossen.
    Geändert von janphilip (08.07.2020 um 09:17 Uhr)

  12. Dauerbesucher
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    AW: Trekkingroute max 10 Tage in Rumänien für fitte Einsteiger gesucht!

    #12
    Zitat Zitat von janphilip Beitrag anzeigen
    ...der Bärenkanister muss sein!
    Naja... come on... ich wette, da sind 99 % der Leute ohne unterwegs (inkl. mir, als ich da war), also kann von "muss" gar keine Rede sein. Und 99,9 % dieser Leute sind vermutlich gut klargekommen.

    Was wohl berniehh dazu sagt

    (Und ich will gar keine Diskussion anzetteln. Allen sind wohl alle Aspekte dieser Frage bewusst. Es gibt einfach Leute, die jegliche Risiken von vornherein ausschließen wollen, und solche, die Risiken ignorieren, wenn sie sie für gering genug halten. Und die ändern sich auch nicht. Also die Leute.)

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    AW: Trekkingroute max 10 Tage in Rumänien für fitte Einsteiger gesucht!

    #13
    Zitat Zitat von Ljungdalen Beitrag anzeigen
    (Und ich will gar keine Diskussion anzetteln. Allen sind wohl alle Aspekte dieser Frage bewusst. Es gibt einfach Leute, die jegliche Risiken von vornherein ausschließen wollen, und solche, die Risiken ignorieren, wenn sie sie für gering genug halten. Und die ändern sich auch nicht. Also die Leute.)
    Darum geht es nicht. Es wird häufig falsch verstanden wozu die Dinger eigentlich da sind.
    Die sind nicht dazu da dich zu schützen sondern die Bären!
    Ich habe meinen Text oben nochmal ergänzt um das deutlicher zu machen.

    Zitat Zitat von Ljungdalen Beitrag anzeigen
    99,9 % dieser Leute sind vermutlich gut klargekommen.
    99,9 % Dieser Leute sind dafür verantwortlich wenn es Probleme mit Bären gibt und diese dann geschossen werden!

  14. Dauerbesucher
    Avatar von Intihuitana
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    AW: Trekkingroute max 10 Tage in Rumänien für fitte Einsteiger gesucht!

    #14
    Bärenkanister ist für Rumänien volkommen übertrieben.

    Ausser im Bucegi und eventuell noch den DN1 angrenzenden Gebirgsmassiven sind die Bären sehr scheu.
    Und im Bucegi ist das zelten ohnehin verboten.
    Das ist nicht Alaska. Selbst in den Muntii Vrancei mit der höchsten Bärendichte Europas, wo ca. 400 Bären leben sollen, kann man sein Essen im Zelt behalten oder wenn man denn unbedingt will, in den Baum hängen.

    Was man natürlich nicht machen sollte, ist im Zelt zu essen und auch Essensreste liegen zu lassen ohne da eine unbeabsichtigte Anfütterung vorzunehmen.
    Es ist aber mit Bären und Wölfen viel entspannter in Rumänien als da immer Wind drum gemacht wird.
    Man kann froh sein und sich glückklich schätzen wenn man mal einen sieht.

    edit:
    Wo wir schon bei Vrancea sind. Den Karpatenbogen von vom Ciucas über Siriu, mti. Buzaului, Penteleu bis ins Putnatal in den Muntii Vrancei ist eine sehr schöne Waldroute und praktisch unbegangen. Allerdings auch von der Orientierung nicht ganz einfach, weil es keine guten Karten von der Ecke zu kaufen gbt und man sich Sachen von Carpati.org oder OSM nehmen muss.
    Russian Roulette is not the same without a gun. - Lady Gaga

  15. AW: Trekkingroute max 10 Tage in Rumänien für fitte Einsteiger gesucht!

    #15
    Das mit dem "viel entspannter" ändert sich aber schnell, sobald der Jagddruck nachlässt! Und das ist in den letzten Jahren der Fall.

  16. #16
    Zum Thema Risiko: ich hatte früher auch Bedenken, in Bärengegenden rumzulaufen geschweige denn zu zelten, habe dann recht viel darüber gelesen und dann nur sehr positive Erfahrungen gemacht. Jeder muss für sich selbst bewerten, wie er mit Risiken umgeht. Für Rumänien scheint das aktuell schwierig, weil es einerseits eine Vielzahl von Presseartikeln zu Bärenvorkommnissen gibt, aber keine offiziellen Zahlen. In jedem Fall gibt es dort kein Bärenmanagement und auch nicht die Infrastruktur zum Schutz von/vor Bären wie in USA/Kanada. Daher ist es m. E. sinnvoll, sich als einzener bewusst damit auseinanderzusetzen und ggf. Maßnahmen zu ergreifen, nicht zuletzt auch, um die Tiere zu schützen.

    Die Kayak-Fässer sind nicht geeignet, weil zu dünn. Es gibt eine Liste von bärensicheren Produkten, die bekommst du hier: http://igbconline.org/wp-content/upl...ducts_List.pdf (leider bezogen auf den US-Markt)

    Das größte Problem bei den Bärcontainern ist die Sperrigkeit, daher fand ich dieses Modell bisher am besten https://www.sabrered.com/pepper-spra...ider-bear-safe gibt es auch hier https://www.amazon.com/FRONTIERSMAN-.../dp/B07B87GKZ1

    Darüber hinaus hat sich Bärenspray bewährt, vielleicht weiß ein Rumänienreisender, ob man das dort bekommen kann. Das kann man zwar scheinbar in Deutschland bestellen, zu püfen wäre, ob der Besitz in allen zu durcheisenden Ländern erlaubt ist.

    Den Punkt "Kraxelvermeidung" kann ich gut nachvollziehen, meine Frau und ich haben eine ähnliche Konstellation. Nach meiner Erfahrung ist liegt bei so einer Konstellation die allerwichtigste Fähigkeit bei dir, nämlich die, "umkehren zu können". Deine Freundin muss sich zu jeder Zeit darauf verlassen können, dass du immer bereit bist, umzukehren, wenn sie sich etwas nicht zutraut. Bei allem anderen hilft, sich langsam heranzutasten und zu steigern ("better safe than sorry").

  17. Dauerbesucher
    Avatar von Zz
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    AW: Trekkingroute max 10 Tage in Rumänien für fitte Einsteiger gesucht!

    #17
    Buna ziua Snetler,
    meine Karten sind in Berlin und ich bin gerade mehr in Brandenburg, also kann ich nur aus meiner Erinnerung schreiben.
    Im Fagaras Gebirge war ich öfters. Eine besonders schöne Tour war die komplette Kammwanderung vom Alt (Olt) Tal samt Königstein (Piatra Craiului) Übersteigung bis Zarnesti als Endpunkt. Meine "Schlüsselstelle" im Fagaras war immer die große Steinplatte, von West nach Ost wandernd, direkt am Einstieg zum Kirchendach. Bei der ersten Tour habe ich da noch "kapituliert" und wir sind alle den langen Umweg rechts vorbei bis zur Talsohle gelaufen. Das Kirchendach ist schon ein wenig mit Kraxelei und Weg suchen verbunden. Kann sein die Markierungen wurden erneuert? Allein wegen dem Kirchendach (andere Stellen die Teufels- oder je nach Routenwahl die Damen Rinne sind auch Kraxelei, aber nicht ausgesetzt und bei den "Drei Schritten vom Tod" ist es eher der Name), denke ich, ist es für Euch eine gute Entscheidung diese Tour eventuell später zu wandern. Kann ja sein, Euch gefällt Rumänien so gut wie mir damals und Ihr fahrt öfters hin.
    Von Hermannstadt (Sibiu) mit Straßenbahn und Bus hinauf zur Hohen Rinne und ab dort zu Fuß ins Zibin (Cindrel) weiter ins Paring bis Petrosani bin ich gleichfalls gewandert. Das wäre ja Eure aktuell geplante Route. Wobei mir besonders das Zibin mit seinen runden Kuppen, den Schäfern und anderes in sehr guter Erinnerung geblieben ist. Beim Paring ist eher die Seilbahnfahrt nach Petrosani hinab, als ich der einzige und letzte Fahrgast war und auf halber Strecke die Bahn stoppte....,da saß ich abends in luftiger Höhe neben meiner Kraxe.
    Zum Wasser im Paring kann ich leider nichts Beitragen, zu lange her und der Klimawandel war damals noch nicht so spürbar. Aber vermutlich gibt es noch immer die heftigen Wärmegewitter, von daher war Spätsommer manchmal die bessere Wahl. Dafür sind die Nächte manchmal kühler und das Tageslicht kürzer.
    Es gibt auch einen ganz guten, aber nur noch antiquarisch und daher nicht mehr so aktuellen, Wanderführer über die Karpaten von Henning Schwarz. Meiner ist weg, aber ich kann bei einer Freundin anfragen. Ein paar alte Karten habe ich eventuell auch noch, also falls Interesse besteht und ich mal wieder in Berlin bin, dann könnt Ihr Euch gerne hier per PN bei mir melden. Mit dem Berliner ODS Stammtisch als Treffpunkt sieht es leider gerade schlecht aus.
    Drum Bun,
    Z

    PS: Das Hermannstädter Freiluftmuseum am Jungen Wald hat mir immer sehr gut gefallen, es trägt jetzt wohl den Beinamen "Astra".
    Geändert von Zz (09.07.2020 um 12:18 Uhr)

  18. Dauerbesucher
    Avatar von Ljungdalen
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    AW: Trekkingroute max 10 Tage in Rumänien für fitte Einsteiger gesucht!

    #18
    OT:
    Zitat Zitat von janphilip Beitrag anzeigen
    Darum geht es nicht. Es wird häufig falsch verstanden wozu die Dinger eigentlich da sind.
    Die sind nicht dazu da dich zu schützen sondern die Bären!
    Ich habe meinen Text oben nochmal ergänzt um das deutlicher zu machen.


    99,9 % Dieser Leute sind dafür verantwortlich wenn es Probleme mit Bären gibt und diese dann geschossen werden!
    1. Wenn die Bären diese Probleme haben/bekommen/machen, gibt es möglicherweise zu viele.
    2. Wage zu behaupten, dass Trekker ohne Bärencontainer *nicht* signifikant "verantwortlich" für Probleme des "Zusammenlebens" von Wildtieren (u.a. Bären) und der menschlichen Zivilisation sind. Konsequent wäre ansonsten, einfach gar nicht in die Natur zu gehen.

    (War klar, dass ich doch eine Diskussion angezettelt habe.)

  19. Moderator
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    AW: Trekkingroute max 10 Tage in Rumänien für fitte Einsteiger gesucht!

    #19
    Zitat Zitat von Ljungdalen Beitrag anzeigen
    OT:

    1. Wenn die Bären diese Probleme haben/bekommen/machen, gibt es möglicherweise zu viele...

    (War klar, dass ich doch eine Diskussion angezettelt habe.)
    Interessante Umkehr der Kausalität... nennen wir es mal anthropozentrisch.
    Wenn dem TO die Bärendiskussion nix nutzt, findet sich vielleicht ein Mod, der sie sinnvoll verschiebt.

  20. Anfänger im Forum

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    AW: Trekkingroute max 10 Tage in Rumänien für fitte Einsteiger gesucht!

    #20
    Zitat Zitat von Ljungdalen Beitrag anzeigen
    OT:

    1. Wenn die Bären diese Probleme haben/bekommen/machen, gibt es möglicherweise zu viele.
    2. Wage zu behaupten, dass Trekker ohne Bärencontainer *nicht* signifikant "verantwortlich" für Probleme des "Zusammenlebens" von Wildtieren (u.a. Bären) und der menschlichen Zivilisation sind. Konsequent wäre ansonsten, einfach gar nicht in die Natur zu gehen.

    (War klar, dass ich doch eine Diskussion angezettelt habe.)
    Meinst du 1 wirklich ernst? Sorry aber dann hast du absolut keine Ahnung zu dem Thema und die Einstellung finde ich dermaßen ignorant dass ich es kaum glauben kann.

    Zu 2: Du meinst also es besser zu wissen als all die Biologen und Ranger die in Kanada und Alaska seit Jahrzehnten Erfahrung darin haben Mensch und Tier zusammen zu bringen?
    Bären wollen per se überhaupt nichts vom Menschen.
    Sie lernen aber sehr schnell und werden konditioniert wenn sie beim Menschen Fressen finden.
    Und da macht es einen großen Unterschied ob der Bär immer zur gleichen Mülltonne an einer Hütte schleicht oder ob er lernt, dass er bei Zelten die in den Hochwiesen stehen ebenfalls Nahrung findet!
    Beides kann man sehr einfach verhindern.

    "Garnicht in die Natur gehen" ist eine kleinkindhafte Trotz Haltung die ich ziemlich erbärmlich finde.

    Schmeißt du mit dem selben Argument deine leeren Plastiktüten in die Gegend oder was?

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