Seite 1 von 2 12 LetzteLetzte
Ergebnis 1 bis 20 von 30
  1. Anfänger im Forum
    Avatar von Harakiri
    Dabei seit
    23.02.2020
    Ort
    NRW
    Beiträge
    41

    Wahl der Ski bei schwer bepackter Fjellpulken Xcountry 144

    #1
    Abend zusammen!


    Nächsten Winter will ich mit meiner 144er länger in den Skanden unterwegs sein und plane Essen/Brennstoff für über zwei Monate mit mir zu schleppen. Die Tour ist relativ ungefährlich, aber soll sehr lang und komplett autark sein. In die Pulka kommen also zu der minimierten Ausrüstung ca. 50kg Essen und 4-5l Benzin. Endgewicht knapp 80kg.

    Macht es Sinn, sich für solche Lasten besondere Ski zu kaufen? Aktuell habe ich recht unschöne Backcountry-Latten ohne Stahlkanten und wollte mir sowieso ein neues Modell anschaffen. Die Ski sollten keine Schuppen haben, da ich mit Steigwachs extrem zufrieden bin. Ich denke mal, dass etwas Extralänge angemessen ist, mit 205cm fahre ich aktuell und das mit deutlich weniger Gepäck.

    Alternativen wären ja noch breite Tourenski. Oder man nimmt Schneeschuhe als Ergänzung zu dünnen Backcountry-Ski. Alpin fahre ich okay, aber eine ernsthafte Abfahrt mit schwerer Pulka traue ich mir nicht ohne Langfelle zu. Wobei es bestimmt auch keinen Spaß macht, bei jedem Hügel Schneeschuhe anzuziehen und damit herunterzulaufen...
    Wenn die Pulka am Ende leichter wird, könnte ich mir aber durchaus eine Abfahrt mit Tourenski vorstellen. Allerdings wären dann ja auch Backcountry-Ski auf dem flachen Gelände schneller.

    Apropos: Kommt man mit so einem Gewicht überhaupt noch ordentlich Steigungen wie bspw. am Tjäktjapass hoch? Mit einem 20kg-Rucksack schaffe ich das auch locker ohne Langfelle, aber keine Ahnung wie das mit einer schweren Pulka aussieht. Ich bin 75kg schwer und halbwegs sportlich, aber ich habe schon wesentlich fittere Leute in den Bergen gesehen. Aktuell trainiere ich ausschließlich meine Ausdauer, aber für die Tour könnte ich auch Krafttraining einbauen (schweres Kreuzheben, Langhandelrudern, Kniebeugen usw.), damit wäre ich stärker und vor allem deutlich schwerer. Keine Ahnung, ob ich mit 10kg mehr auf den Rippen 30er-Tage schaffe, auch wenn es größtenteils Muskulatur ist. Während der Tour würde mein Gewicht dann wieder abfallen und die Pfunde würden wie bei der Pulka purzeln, die langsam immer leerer wird.
    Ich mache mir Sorgen, dass bei einer Pulka, die anfangs so viel wie ich wiegt, mein Körpergewicht bei kleineren Anstiegen (die normalerweise keine Langfelle voraussetzen) so ungünstig übertragen wird, dass ich das Gewicht nicht mehr ordentlich auf die Steigzone übertragen kann und so einfach liegen bleibe, obwohl vielleicht sogar die Kraft dafür da wäre. Schließlich wiegt die Pulka anfangs voll bepackt so viel wie ich und ich müsste mich stark in den Hang legen, um das Gewicht nach oben zu bewegen. Wahrscheinlich ist diese Theorie aber total bescheuert.
    Wenn ich permanent mit Langfellen laufen müsste, würden die Backcountry-Ski praktisch alle ihre Vorteile verlieren, weil man kaum noch gleiten kann. Das wäre mit breiten Tourenski wahrscheinlich angenehmer, weil ich damit ordentliche Kurven fahren könnte und größere Steigungen in gerader Linie möglich wären.

    Folgende Ideen schweben mir vor:
    • alte Ski behalten und zusätzlich Schneeschuhe für harte Anstiege einpacken. Wäre ziemlich suboptimal und langsam, außerdem kommt dann noch mehr Gewicht für die zusätzliche Nahrung dazu - außerdem wird es dann eventuell schwierig, noch rechtzeitig am Torneträsk anzukommen, wenn er tragfähig ist
    • teure Tourenski samt Langfellen kaufen, die definitiv die Steigung packen und eventuell leichtere Abfahrten mit ohne Steigfelle erlauben, später auch mehr. Kann man eine NNN-BC-Bindung überhaupt an abfahrtsorientierte Tourenski (oder wenigstens Allrounder) montieren?
    • neue, bessere Backcountry-Ski samt Langfellen kaufen, falls das ausreicht
    • Harscheisen als Unterstützung kaufen? Gibt's die auch für NNN-BC oder nur bei Tourenbindungen?
    • auf die alte Bindung wechseln und Kabel montieren, um etwas besser mit Backcountry-Ski abzufahren?
    Die letzten drei Punkte zu kombinieren wäre natürlich logisch, falls das geht. Nur ist es mir zu teuer...

    Irgendwie klingt das alles nicht so toll. Man sollte wirklich bedenken, dass die Pulka während der Tour immer leichter wird. Was anfangs prima funktioniert, könnte später schon nervig werden. Wenn 40kg Verbrauchsgüter weg sind, gäbe es definitiv kein Problem mehr und am Ende wird es hinter Abisko sowieso flacher.



    Das Budget für Neueinkäufe liegt bei 300-400€, die ich auch gerne ausschöpfe, wenn die Tour damit deutlich einfacher wird.

    [Ich habe mal versucht, herausfinden, womit die Brooks Range oä. durchquert wurde, das ist ja ähnlich (nur viel kälter, aufwändiger und gefährlicher). Leider finde ich da nichts. Bei den Skanden gibt es wiederum zu viele Infos, um das alles zu filtern. Es haben bestimmt schon einige Leute Strecken von über 1000km ohne Depots und Hilfe von außen in den Bergen geschafft.
    Was auf Grönland usw. gemacht wird, hilft mir leider nicht weiter, weil dort die Berge fehlen. Wahrscheinlich wäre das Problem schon gelöst, wenn ihr eine ordentliche Packliste von jemandem hättet, der eine vergleichbare Strecke mit ähnlich schwerer Pulka bereits gelaufen ist. Da müsste es doch bestimmt Leute geben.]

    Ich danke euch im Voraus.
    Geändert von Harakiri (26.05.2020 um 00:19 Uhr)

  2. Alter Hase
    Avatar von codenascher
    Dabei seit
    30.06.2009
    Ort
    Berlin
    Beiträge
    3.551

    AW: Wahl der Ski bei schwer bepackter Fjellpulken Xcountry 144

    #2
    Kannst du mal erklären, was du mit den 4-5l Benzin machst? Oder besser danach?

    Bin im Wald, kann sein das ich mich verspäte

    meine Weltkarte

  3. Dauerbesucher

    Dabei seit
    01.04.2014
    Beiträge
    561

    AW: Wahl der Ski bei schwer bepackter Fjellpulken Xcountry 144

    #3
    Mal ganz kurz und knapp, wenn Du Strecke machen willst rate ich sehr von Tourenski ab, es gibt zwar inzwischen Pinbindungen und deutlich flexiblere Stiefel im Aufstiegsmodus, Spaß macht das 15-20 km ebenem bis hügeligen Gelände nicht und ist deutlich langsamer.
    Die Skilänge hängt eher von deinem Gewicht ab, nicht von der Pulka.
    Inzwischen bietet wie Fischer ja auch Ski mit Kurzfellen wie Asnes, ich würde auf jeden Fall was mit Stahlkanten nehmen.
    und bei 80 kg Pulka hätte ich auf jeden Fall auch Langfelle dabei, sonst biste schon bei nem nicht so steilen vereisten Anstieg ganz schön am Spaß haben.
    50 kg hatte ich auch schon in meiner 144er Fjelpulken und meine Erfahrung ist vergiß grade mit 80 kg zu Anfang genußvolle Abfahrten, die Pulka baut einfach so hoch, daß sie gerne mal umkippt, heißt stoppen sie wieder aufrichten, ist auf Dauer auch fürs Gestänge nicht so toll.

  4. Dauerbesucher

    Dabei seit
    01.04.2014
    Beiträge
    561

    AW: Wahl der Ski bei schwer bepackter Fjellpulken Xcountry 144

    #4
    codenascher Schnee schmelzen, kochen? ich würde sagen für 2 Monate autark sind 4-5 Liter nicht zuviel

  5. AW: Wahl der Ski bei schwer bepackter Fjellpulken Xcountry 144

    #5
    Glaub Codenascher meint eher, was du machst, wenn du ohne Benzin im Schnee unterwegs bist (sprich, 4-5 Liter könnten zu wenig sein).
    Auf die Schnelle finde ich Angaben rund 0.2L/tag/person, das wuerde fuer dich 12 Liter bedeuten. Rechne besser nochmal nach, wir wollen ja auch später hören, wie es war

  6. Dauerbesucher
    Avatar von Zz
    Dabei seit
    14.01.2010
    Ort
    Berlin
    Beiträge
    716

    AW: Wahl der Ski bei schwer bepackter Fjellpulken Xcountry 144

    #6
    Hallo Harakiri,
    mir faellt als Erstes ein, Deine Pulka ist zu klein.
    Nimm nur Codenaschers Einwurf zu Deiner Brennstooff Rechnung, dazu 50 kg Lebensmittel? Wo willst Du das alles in der 144 Fjellpulken unterbringen?
    Das waere jetzt leider eine Frage und keine Antwort auf Deine wegen der Ski. Entschuldigung.
    Herzliche Gruesse
    Z
    PS: Was mir gerade noch zum Thema eingefallen ist, ein Freund war mit einer ca. 70 kg schweren 154 Expeditions Fjellpulken auf Asnes Ski mit Langfellen unterwegs. Ich kann aber noch mal wegen der Details nachfragen.
    Gruss
    Z
    Geändert von Zz (25.05.2020 um 23:50 Uhr)

  7. Anfänger im Forum
    Avatar von Harakiri
    Dabei seit
    23.02.2020
    Ort
    NRW
    Beiträge
    41

    AW: Wahl der Ski bei schwer bepackter Fjellpulken Xcountry 144

    #7
    Danke schon einmal für die zahlreichen Antworten!

    Zitat Zitat von toppturzelter Beitrag anzeigen
    Glaub Codenascher meint eher, was du machst, wenn du ohne Benzin im Schnee unterwegs bist (sprich, 4-5 Liter könnten zu wenig sein).
    Auf die Schnelle finde ich Angaben rund 0.2L/tag/person, das wuerde fuer dich 12 Liter bedeuten. Rechne besser nochmal nach, wir wollen ja auch später hören, wie es war
    Zitat Zitat von codenascher
    Kannst du mal erklären, was du mit den 4-5l Benzin machst? Oder besser danach?
    Ich kenne meinen Brennstoffverbrauch gut und die Menge ist sehr großzügig berechnet. Das liegt daran, dass ich kaum koche. Mehr als ab und zu eine Tütensuppe oder Fruchtsuppe gibt es nicht. Es wird also fast ausschließlich Schnee geschmolzen und der wird wirklich nur knapp über den Gefrierpunkt gebracht. Mir hat das super gefallen. Bisher war ich aber auch nie länger als knapp 14 Tage komplett autark unterwegs.

    Was die Gefahren angeht: In den Skanden passiert sowieso nichts, ich wollte mich fast durchweg an markierte Strecken wie den Kungsleden halten. Die Gegend kenne ich sowieso schon, auch aus dem Winter. Die Tour soll vor allem Training sein.
    Mir geht es hauptsächlich darum, zu wissen, wie mein Körper und meine Ausrüstung bei so etwas beansprucht wird. Man kann sich praktisch immer zu einer Hütte schleppen, egal wie schlecht die Konditionen sind und bekommt schnell Hilfe, falls man sich verletzen sollte. Die gesteckten Strecken sind nicht lawinengefährdet, die Gewässer tragfähig und die Wege hochfrequentiert. Fast alle Orte sind in kürzester Zeit mit dem Scooter erreichbar. Sollte etwas schiefgehen, könnte ich sogar die Pulka abwerfen und Hilfe in einer Hütte suchen, weil fast immer welche in der Nähe sind.
    Ein Beispiel: Bei meiner letzten Tour ist der Cocoon-VBL leider ziemlich schnell zerfallen und ich konnte daher nicht herausfinden, ob ich an dem nassen Schlafsack schuld war, mein kurzes Zelt das zu verantworten hat oder ob ich bereits alles richtig mache und mit dem WM-VBL theoretisch auch monatelang unterwegs sein könnte. Ich denke, dass es tatsächlich am VBL liegt und in dem Fall nicht am Fehlverhalten meinerseits. Das Zelt wurde aber auch ausgetauscht, weil dem Hilleberg Soulo die Stürme nicht gut bekommen sind.

    Was wichtig ist: Ich halte es für sehr sehr wahrscheinlich, dass ich die Strecke nicht wie geplant schaffe! Das ist ja gerade der Punkt davon: Sicher scheitern. Es ist eine harte Tour MIT einem Auffangnetz. Wenn ich keine Probleme bekommen sollte, wäre danach fast alles denkbar, wie Touren in Grönland usw. Die sind gefährlicher, aber körperlich und technisch definitiv weniger anspruchsvoll. Natürlich kommt auch das nur in einer Gruppe in Frage, weil es dort eben keine rettenden Hütten oder Scooter in der Nähe gibt. Irgendwann will ich das mal probieren, aber vorher muss ich tonnenweise Erfahrung sammeln. Das Weiße Band dauert wesentlich länger als die kleine Grönlanddurchquerung.
    Mir geht es auch darum, zu gucken, mit welcher Ausrüstung ich auskomme. Dabei kann ich zB. das Ernährungskonzept verbessern. Bisher habe ich immer zwei Mahlzeiten am Tag gegessen, um Pausenzeiten zu minimieren. Diesmal wollte ich mich eher an der Ernährungsweise von Andrew Skurka bei seiner Alaska-Yukon-Runde orientieren, der Mann wird es am besten wissen und hat das absolute Gegenteil von meiner Strategie gemacht.
    Es gibt noch viele andere Aspekte, weshalb ich gerne die Tour probieren würde. In dem Thema hier geht es aber nicht darum, das kriege ich ohne Probleme alleine hin. Aus Fehlern lernt man sowieso am besten und ich bin weit davon entfernt, gefährliche Fehltritte zu machen. Eher Dinge, die suboptimal sind, mich langsamer machen, unnötig in Gefahr bringen, Stress auslösen usw... Das will ich erst einmal ausbügeln. Um meine Sicherheit muss sich hier niemand Sorgen machen. Auf den Hütten liegen genug Stöcke herum, wenn auch der Ersatzstock brechen sollte und wenn die Schaufel versagt, kann ich trotzdem sicher biwakieren. Ich will nur nicht mit einer 80kg schweren Pulka in Grövelsjön stehen und es dann nicht über den ersten Hügel schaffen.

    Zitat Zitat von walnut
    bei 80 kg Pulka hätte ich auf jeden Fall auch Langfelle dabei, sonst biste schon bei nem nicht so steilen vereisten Anstieg ganz schön am Spaß haben.
    An Kurzfelle hatte ich gar nicht gedacht, ich korrigiere meinen Beitrag mal eben. An jeder Stelle waren Langfelle gemeint. Kurzfelle sind vielleicht eine Überlegung am Rande wert.

    Zitat Zitat von walnut
    50 kg hatte ich auch schon in meiner 144er Fjelpulken und meine Erfahrung ist vergiß grade mit 80 kg zu Anfang genußvolle Abfahrten, die Pulka baut einfach so hoch, daß sie gerne mal umkippt, heißt stoppen sie wieder aufrichten, ist auf Dauer auch fürs Gestänge nicht so toll.
    Das klingt ja besser als Gedacht. Immerhin scheint es nicht unmöglich zu sein, das Gewicht zu ziehen!
    Vielleicht macht es gerade bei dem Gestänge Sinn, neben einem Bremsseil noch ein paar Meter mehr einzuplanen, um notfalls das Gestänge komplett zu ersetzen.

    Hältst du es grundsätzlich für realistisch, alleine mit Langfellen und Ski von der Breite der E99 eine 80kg Pulka eine Steigung hochzuziehen?

    Zitat Zitat von Zz
    mir faellt als Erstes ein, Deine Pulka ist zu klein.
    Nimm nur Codenaschers Einwurf zu Deiner Brennstooff Rechnung, dazu 50 kg Lebensmittel? Wo willst Du das alles in der 144 Fjellpulken unterbringen?
    Kann gut sein, halte ich aber für unwahrscheinlich. Meine Ausrüstung hat ohne Nahrung und Brennstoff ca. 70 Liter Volumen. Mit etwas mehr Zeug (!) war ich schon mit Rucksack für 14 Tage autark unterwegs. Das war aber nicht effizient, weil man mit so viel Gewicht auf dem Rücken nicht toll fahren kann. Ich habe keine Ahnung, wie viel Platz Essen für ca. 60 Tage einnimmt, wenn man alles ordentlich verpackt. Anfangs wird die Pulka sicherlich stark ausgelastet sein. Ich nehme aber nicht an, dass mehr als 150l Volumen für 50kg Essen und fünf Brennstoffflaschen nötig sind. Falls doch, habe ich noch einen 55l-Rucksack, der eine Pulka ziehen kann.
    (Meine Packliste ist eigentlich schon optimiert, gerade was die Kleidung angeht. Nur mit großem Geldeinsatz lässt sich da meiner Ansicht nach noch etwas verbessern. Die Sachen waren fast alle schon im Einsatz und haben sich bewährt. Anregungen sind natürlich trotzdem gerne willkommen!)

    Zitat Zitat von Zz
    Was mir gerade noch zum Thema eingefallen ist, ein Freund war mit einer ca. 70 kg schweren 154 Expeditions Fjellpulken auf Asnes Ski mit Langfellen unterwegs. Ich kann aber noch mal wegen der Details nachfragen.
    Das wäre enorm hilfreich, vor allem wenn er in einer gebirgigen Gegend war!

  8. Alter Hase
    Avatar von codenascher
    Dabei seit
    30.06.2009
    Ort
    Berlin
    Beiträge
    3.551

    AW: Wahl der Ski bei schwer bepackter Fjellpulken Xcountry 144

    #8
    OK, dann sind wir gänzlich anders unterwegs.
    Ich trinke im Alltag sehr viel und auf Tour immer warm. Ich kippe also auf Wintertour 4l Tee (Edit: pro Tag) in mich hinein, tagsüber gibts was kaltes, Abends dann eine Portion Selbstgedörrtes was nur aufgekocht wird und dann zieht.
    Wir haben pro Person einen Verbrauch von jeweils rund 4l Brennstoff (nutzen Petroleum) für zehn Tage gehabt... Deshalb finde ich persönlich die Brennstoffmenge zu knapp und habe mich darum gewundert und deshalb gefragt.
    Geändert von codenascher (26.05.2020 um 08:11 Uhr)

    Bin im Wald, kann sein das ich mich verspäte

    meine Weltkarte

  9. Dauerbesucher

    Dabei seit
    01.04.2014
    Beiträge
    561

    AW: Wahl der Ski bei schwer bepackter Fjellpulken Xcountry 144

    #9
    Du musst die Pulka ja auch an deinem Rücken befestigen, warum das Gestänge nicht an nem Rucksack festmachen? Ich hab den original Fjelpulken, da passen halt extra Handschuhe, Daunenjacke, paar Riegel, Thermos etc. rein, halt das Pausenzeugs, aber kannst du auch mit anderen Rucksäcken machen, bei deiner Menge noch wichtiger Gewicht, Volumen aus der Pulka zu bekommen und verschafft dir auch bisserl mehr Druck aufm Ski.
    Meine Evazote ist vorne aufm Gestänge befestigt, baut die Pulka auch niedriger, du wirst trotzdem zu Anfang echt nen hohes Monster haben.
    Wir haben auch immer sicherheitshalber mit den 200ml/Tag pro Person gerechnet und obwohl wir uns eher wie codenascher ernähren war am Ende jeder Tour noch gut Sprit über.
    Grövelsjön kommst Du auch mit ner 80kg Pulka mit Langfellen weg, ich hätte halt Kurz und Langfelle dabei, mit den Kurzfellen kann man besser gleiten wenns nicht so steil ist u nd für die meisten Sachen haben die genug Traktion.
    Und ja, bei 80 kg Startgewicht und 75 kg eigenem würde ich dir Krafttraining empfehlen, wenn dir das Monster mal in nen Schneeloch bricht, halb im Bach hängt mußt du das Teil ja irgendwie händeln können.
    Wie willst du eigentlich die Anreise machen, Essen erst dort kaufen?

    Jemand der eher nen Genußoutdoorer ist und deshalb auch immer mit zu schweren Pulken loszieht betreibt diese Seite, http://www.skarja.de/joomla/index.ph...itenforum.html da kannste auf jeden Fall auch nochmal fragen.

  10. Dauerbesucher

    Dabei seit
    29.10.2013
    Ort
    Sondershausen, Thüringen D
    Beiträge
    631

    AW: Wahl der Ski bei schwer bepackter Fjellpulken Xcountry 144

    #10
    Zitat Zitat von Harakiri Beitrag anzeigen
    [Ich habe mal versucht, herausfinden, womit die Brooks Range oä. durchquert wurde, das ist ja ähnlich (nur viel kälter, aufwändiger und gefährlicher). Leider finde ich da nichts....
    Von sarekmaniac gibt es hier einen sehr schönen und instruktiven Bericht:
    https://www.outdoorseiten.net/forum/showthread.php/84226-US-Gates-of-the-Arctic-im-Winter-durch-die-Brooks-Range
    Ich bin im Winter anders unterwegs, kann und möchte daher zu deinen Fragen nichts beitragen. Nur falls du doch noch über Tourenskies nachdenkst: Schmale, leichte Modelle aus den 90er könntest du vielleicht für nix bekommen. Silvretta 400er Bindung lässt sich u.U. mit Winterstiefeln nutzen, die sind aber im Gelenk oft völlig ausgeleiert. Noch ältere Silvretta-Bindung mit Kabelzug (da wären wir dann bei 1980) könnten gut sein...Im Keller meines Vaters gabs das noch, haben wir vor zwei Jahren entsorgt.
    Schöne Tour wünscht Tilmann

  11. Erfahren

    Dabei seit
    05.01.2010
    Ort
    München
    Beiträge
    317

    AW: Wahl der Ski bei schwer bepackter Fjellpulken Xcountry 144

    #11
    Ich fasse mich kurz, da ich manche Ansichten des Fragenden nicht teile.

    Was für die Arktis und Antarktis und Pulkagewichte jenseits der 150kg reicht, reicht für Schweden dreimal. Die Klassiker von Fischer (E99) oder Asnes in Verbindung mit Langfellen und optional Kurzfellen reichen für alles menschenmögliche.

    Persönlich kenne ich die Gegend um Gröveljön sehr gut und bin dort seit Jahren mit dem E99 Schuppe und ggf. Langfellen unterwegs und hatte nie Problem. Bei 72kg Körpergewicht habe ich den Ski in 210cm in Verwendung und noch nie Probleme mit dem Grip, weder mit Rucksack noch mit Pulka. Im Pulver war ich immer froh um die Länge, einzig im dichten Birkengestrüpp hört der Spaß auf.

    Viel Spaß und Erfolg bei Deinen Touren.
    Cheers
    Rollo
    ***********************************
    Oh, es regnet, da bleib ich heute im Büro!

  12. Liebt das Forum
    Avatar von Vegareve
    Dabei seit
    19.08.2009
    Ort
    700 ü. M.
    Beiträge
    12.245

    AW: Wahl der Ski bei schwer bepackter Fjellpulken Xcountry 144

    #12
    OT: Vorne weg, ich kenne mich mit solchen Touren nicht aus, da ich nur in den Bergen unterwegs bin. Aber dein Ernährungskonzept ist mir etwas schleierhaft. Wie willst Du genug Kalorien und Energie von trockener Nahrung 2 Monate lang nehmen? Was isst Du denn überhaupt, Nüsse, Riegel? Du weisst ja selber, dass grosse Kälte + viel Bewegung = extrem hoher Kalorienbedarf. Im Winter, vor allem, braucht man Fett ohne Ende. Fertigzeug wie Pemmikan hat die beste Gewicht-kalorien Ratio. Schmeckt aufgewärmt aber auch am besten (bzw. erträglich).

    Dein Satz mit "10 Kg schwerer wenn man Kraftsport macht" fand ich auch etwas merkwürdig.
    "Niemand hört den Ruf des Meeres oder der Berge, nur derjenige, der dem Meer oder den Bergen wesensverwandt ist" (O. Chambers)

  13. AW: Wahl der Ski bei schwer bepackter Fjellpulken Xcountry 144

    #13
    Eine moderne BC Langlaufbindung auf topptur/touring/alpintouring ski hab ich noch nicht gesehen. Den Hebel fuer Kantenbelastung stell ich mir miserabel vor, und ich hätte Sorge, dass da was bricht.. Sei es an der Bindung oder am Schuh.

    Denke aber auch, dass (nordische) BC Langlauflatten mit Stahlkante und langen Fellen reichen sollten. Deine Steigungen sind ja doch ueberschaubar, wenn du auf Winterwegen unterwegs bist. Strecke machen auf Alpintourausruestung ist zwar möglich, auch mit akzeptabler Geschwindigkeit (mit Pulka), aber doch etwas ungemuetlich auf Dauer. Meine persönliche Lösung sind zwei paar Ski/Schuhe (Langlauflatten und alpin-touring ski), ich nutz aber die Alpin-touring zwischendurch fuer richtiges Tourengehen (ohne Pulka). Im Bedarfsfall könnte man sie dann verwenden - lohnt aber fuer dich wohl nicht. Ich hoffe immernoch auf BC Schuhe mit Pinbindung, aber bisher nirgends gefunden.

  14. Anfänger im Forum
    Avatar von Harakiri
    Dabei seit
    23.02.2020
    Ort
    NRW
    Beiträge
    41

    AW: Wahl der Ski bei schwer bepackter Fjellpulken Xcountry 144

    #14
    Zitat Zitat von walnut
    Du musst die Pulka ja auch an deinem Rücken befestigen, warum das Gestänge nicht an nem Rucksack festmachen? Ich hab den original Fjelpulken, da passen halt extra Handschuhe, Daunenjacke, paar Riegel, Thermos etc. rein, halt das Pausenzeugs, aber kannst du auch mit anderen Rucksäcken machen, bei deiner Menge noch wichtiger Gewicht, Volumen aus der Pulka zu bekommen und verschafft dir auch bisserl mehr Druck aufm Ski.
    Mache ich natürlich, wenn es mit dem Volumen nicht geht. Mein 55er-Rucksack kann auch eine Pulka ziehen. Ich fände es aber angenehmer ohne Rucksack, um mir wortwörtlich den Rücken frei zu halten. Dann sind einfach größere Anstrengungen drin, weil man sich nicht den Rücken vollschwitzt. Sonst habe ich nirgendwo Probleme mit Flüssigkeit bekommen.

    Zitat Zitat von walnut
    Wie willst du eigentlich die Anreise machen, Essen erst dort kaufen?
    Das ist noch ungeklärt. Per Zug wird es wahrscheinlich äußerst schwierig, das alles dort hinzubekommen. Ich will jedenfalls nicht vor Ort die Nahrung kaufen. Wenn ich 100€ Versandkosten zahle, ist es noch immer billiger als in Schweden. Nur die Fruchtsuppen kaufe ich auf jeden Fall dort.

    Zitat Zitat von TilmannG
    Von sarekmaniac gibt es hier einen sehr schönen und instruktiven Bericht:
    https://www.outdoorseiten.net/forum/...e-Brooks-Range
    Was ein toller Bericht!
    Leider ist da aber nichts nützliches für meine Tour drin, weil es nur eine kleine Schleife war und sich die landschaftlichen Gemeinsamkeiten in Grenzen halten. Die Brooks Range habe ich nur mal in den Raum geworfen, weil sie sehr lang ist und bisher nur von absoluten Könnern komplett im Winter durchlaufen wurde, die keine Fehler bei ihrer Ausrüstung machen werden. Ein Typ, der sie ohne Unterstützung komplett durchquert hat, war auf allen 14 Achttausendern...

    Zitat Zitat von Vegareve
    Wie willst Du genug Kalorien und Energie von trockener Nahrung 2 Monate lang nehmen? Was isst Du denn überhaupt, Nüsse, Riegel? Du weisst ja selber, dass grosse Kälte + viel Bewegung = extrem hoher Kalorienbedarf. Im Winter, vor allem, braucht man Fett ohne Ende. Fertigzeug wie Pemmikan hat die beste Gewicht-kalorien Ratio. Schmeckt aufgewärmt aber auch am besten (bzw. erträglich).
    Ich kann die Aufregung um warmes Essen gar nicht verstehen. Nicht nur frisst die Zubereitung total viel Zeit durch das Schmelzen von Schnee, den Kochprozess, das Abkühlen, Reinigen usw, sondern macht die Ausrüstung auch sehr schwer - eventuell braucht man mehrere Töpfe, viel mehr Brennstoff und am Ende muss vom Körper wieder gekühlt werden und so weiter, was einen unberechenbaren, höheren Kalorienverbrauch benötigt. Bei Problemen mit dem Kocher ist man dann auch komplett aufgeschmissen. Man kann zwar ein wenig Wasser am Körper wärmen, aber dann Essen damit einzuweichen ist nahezu unmöglich. Bei einem Unfall will ich auch nicht erst 20 Minuten kochen, sondern allerhöchstens Schnee schmelzen.
    Trekkingnahrung hat oftmals weniger als die magischen 400kcal auf 100g Trockenmasse, oder nur etwas mehr - von der Stange wird es nichts mit 650kcal geben. Das ist für mich suboptimal. Pemmikan esse ich nicht.
    Sachen wie Riegel, Kekse, Schokolade, Nüsse, Pringles und so weiter sind meiner Ansicht nach besser geeignet. Bis auf die Riegel kann man alles davon kalt essen. Es ist einfacher für den Körper, -10°C kalte Kekse zu verwerten, als 80°C heiße Fertiggerichte, da das eine mit körpereigener Flüssigkeit im 20er-Temperaturbereich im Magen ankommt, während warmes Essen dort zu heiß ist. Habe ich alles schon ausprobiert und es klappt vorzüglich. Nur war die genaue Planung der Mahlzeiten nicht gut, weil ich nach Gefühl gegessen habe und mir die Nahrung nicht in Tagesrationen unterteilt habe. Am Anfang habe ich bestimmt 6000kcal (!) am Tag gegessen und durfte dann vier Tage lang mit 1500kcal insgesamt unterwegs sein - kein tolles Gefühl. Nur der leichte Rucksack war nett.
    Abends würde ich mir einfach drei Eiweißriegel in den Schlafsack packen und zwei davon morgens essen. Über den Tag dann so viel, dass kein Hunger aufkommt, also immer wieder kleine Mahlzeiten. Am Abend würde ich dann versuchen, etwas zu essen, was die Glykogenspeicher füllt und mit einer Suppe ergänzen. Butter am Block habe ich leider noch nicht probiert und kommt daher nicht in die Pulka, weil ich keine Experimente will. Die ist wohl schon bei Leuten in der Antarktis ranzig geworden, weil sich unter der Pulka Sachen durchaus erhitzen. Mit meinem Ernährungskonzept müsste ich auf ca. 50kg kommen, eventuell etwas mehr oder weniger, die am Boden der Pulka gelagert werden und beim Abwettern gar nicht erst ins Zelt kommen, damit ich mich nicht totfresse.
    Ich plane 4000kcal pro Tag ein, die nach Tagen rationiert sind und einzeln verpackt werden. Zu den Tagesmahlzeiten kommen ein paar Suppen, die ich nach Lust und Laune essen werde, aber frühestens nach zwei Wochen. In den Tüten ist also sozusagen das "Pflichtessen" und der Genuss ist frei verfügbar, da er sowieso nur eine geringe Kaloriendichte hat und daher zu vernachlässigen ist. Eventuell packe ich noch Weight Gainer oder ein ähnliches Supplement ein. Whey Protein ginge auch, oder Linsennudeln usw, weil die kein kochendes Wasser brauchen und schnell gar sind. Hauptsache es ist essbar und ich komme auf mindestens 150g Eiweiß am Tag. Das ist das einzige, worauf ich achten muss. Fett kommt sowieso rein, wenn man Mahlzeiten mit deutlich mehr als 400kcal pro 100g isst. (Whey oder Weight Gainer fände ich allerdings auch nicht gut, weil ich sie nur schlecht anmischen könnte und nicht transportieren will.)
    Das Thema habe ich schon oft diskutiert. Im Sommer esse ich auch ausschließlich kalt. Ich habe schon 40 Tage am Stück nicht warm gegessen und es nicht vermisst, obwohl es teilweise sehr sehr kalt war. Als ich dann zufällig ein frisches, dampfend heißes Brot in die Finger bekam, habe ich ein Kilo Brot in einer Sitzung verschlungen und mit 1,5l Fruchtsaft heruntergespült. Warmes Essen ist toll, versteht mich nicht falsch.


    Zitat Zitat von Rollo
    Was für die Arktis und Antarktis und Pulkagewichte jenseits der 150kg reicht, reicht für Schweden dreimal. Die Klassiker von Fischer (E99) oder Asnes in Verbindung mit Langfellen und optional Kurzfellen reichen für alles menschenmögliche.

    Persönlich kenne ich die Gegend um Gröveljön sehr gut und bin dort seit Jahren mit dem E99 Schuppe und ggf. Langfellen unterwegs und hatte nie Problem. Bei 72kg Körpergewicht habe ich den Ski in 210cm in Verwendung und noch nie Probleme mit dem Grip, weder mit Rucksack noch mit Pulka. Im Pulver war ich immer froh um die Länge, einzig im dichten Birkengestrüpp hört der Spaß auf.

    Viel Spaß und Erfolg bei Deinen Touren.
    Danke dir! Es ist gut zu hören, dass es so leicht zu funktionieren scheint. Ich bin jetzt davon ausgegangen, dass die Anforderungen im Fjäll höher an die Ski sind. In flachen Gegenden braucht man ja nicht einmal Stahlkanten.

    Danke auch für deinen Erfahrungswert. Wie es aussieht, seid ihr euch ja halbwegs einig, dass Langfelle ausreichen und Kurzfelle eine gute Ergänzung sind.


    Zitat Zitat von toppturzelter
    Eine moderne BC Langlaufbindung auf topptur/touring/alpintouring ski hab ich noch nicht gesehen. Den Hebel fuer Kantenbelastung stell ich mir miserabel vor, und ich hätte Sorge, dass da was bricht.. Sei es an der Bindung oder am Schuh.
    Ja, das war wohl eine dumme Idee. Ich kann mich noch daran erinnern, wie ich fast gleichzeitig mit jemandem vom Kebnekaise nach Nikkaloukta gefahren bin. Er war wohl in der Fjellstation und ich habe kurz dahinter gezeltet. Er hatte eine schwere Pulka mit Tourenski und ich einen 15kg-Rucksack am Rücken. Ich habe immer wieder gewartet, um ihm den Rest meines Essens anzubieten. Leider kam er nicht hinterher. Er kam erst wieder in Sicht, nachdem ich eine Stunde in Nikkaloukta am Café in der Sonne saß. Der junge Schwede definitiv fitter als ich. Bei der Abfahrt habe ich mich vor seinen Augen hingelegt und später noch einen Bach zum Trinken freigegraben... Der Geschwindigkeitsunterschied war schon enorm bei der abschüssigen Strecke, einfach nur wegen des Gepäcks und der Ski.

    Jemandem, dem die Tourenbindung gebrochen ist, habe ich mal am Kungsleden getroffen. Ihm konnte an den Hütten nicht geholfen werden. Immerhin war er nur in der Abfahrt beschränkt. Für mich wäre das ein Albtraum.

    Zitat Zitat von toppturzelter
    Denke aber auch, dass (nordische) BC Langlauflatten mit Stahlkante und langen Fellen reichen sollten. Deine Steigungen sind ja doch ueberschaubar, wenn du auf Winterwegen unterwegs bist. Strecke machen auf Alpintourausruestung ist zwar möglich, auch mit akzeptabler Geschwindigkeit (mit Pulka), aber doch etwas ungemuetlich auf Dauer. Meine persönliche Lösung sind zwei paar Ski/Schuhe (Langlauflatten und alpin-touring ski), ich nutz aber die Alpin-touring zwischendurch fuer richtiges Tourengehen (ohne Pulka). Im Bedarfsfall könnte man sie dann verwenden - lohnt aber fuer dich wohl nicht.
    Danke, ist ja gut zu hören! Die Steigungen sind nicht so extrem, das stimmt. Komplett werde ich nicht auf Winterwegen laufen, aber dann nur in flacher Landschaft bzw. in sicheren Tälern.


    Zitat Zitat von TilmannG
    Ich bin im Winter anders unterwegs, kann und möchte daher zu deinen Fragen nichts beitragen. Nur falls du doch noch über Tourenskies nachdenkst: Schmale, leichte Modelle aus den 90er könntest du vielleicht für nix bekommen. Silvretta 400er Bindung lässt sich u.U. mit Winterstiefeln nutzen, die sind aber im Gelenk oft völlig ausgeleiert. Noch ältere Silvretta-Bindung mit Kabelzug (da wären wir dann bei 1980) könnten gut sein...Im Keller meines Vaters gabs das noch, haben wir vor zwei Jahren entsorgt.
    Schöne Tour wünscht Tilmann
    Das mit den Tourenski hat sich schon erledigt, es scheint ja nicht so eine tolle Idee zu sein. Am Kungsleden habe ich einige Leute damit gesehen. Hätte ja sein können, dass die Recht haben und nicht die Leute mit den E99.


    Zitat Zitat von Vegareve
    Dein Satz mit "10 Kg schwerer wenn man Kraftsport macht" fand ich auch etwas merkwürdig.
    Versteh ich nicht. Das geht eigentlich ohne Probleme, ist dann natürlich nicht nur Muskelmasse. Die Frage ist nur, ob es wirklich vorteilhaft ist, 10kg mehr zu wiegen und dann eventuell bei steilen, kurzen Anstiegen einen Vorteil zu haben. Ich denke eher nicht. Aus einem Eisloch werde ich mich wohl nicht ziehen müssen.




    Danke schon einmal für die ganzen Rückmeldungen! Welches schuppenfreie Modell bis maximal 400€ wäre denn perfekt für die Tour? Bindung und passende Schuhe habe ich. Über einen konkreten Ski, der perfekt für die Tour wäre, würde ich mich sehr freuen. Die Modelle von Asnes, die ich bisher im Laden gesehen habe, waren alle recht breit und gingen mehr Richtung Fjellski als klassisch Backcountry. Dafür sahen sie echt toll mit den Motiven aus, aber reizen das Budget voll aus. Von Fischer gibt es für wesentlich weniger Geld etwas. Lohnt sich die Investition in ein Paar von Asnes wirklich?

  15. Liebt das Forum
    Avatar von Vegareve
    Dabei seit
    19.08.2009
    Ort
    700 ü. M.
    Beiträge
    12.245

    AW: Wahl der Ski bei schwer bepackter Fjellpulken Xcountry 144

    #15
    Zitat Zitat von Harakiri Beitrag anzeigen

    Versteh ich nicht. Das geht eigentlich ohne Probleme, ist dann natürlich nicht nur Muskelmasse. Die Frage ist nur, ob es wirklich vorteilhaft ist, 10kg mehr zu wiegen
    Du wirst nicht automatisch 10 Kg mehr wiegen, nur weil Du mehr Muskeltraining machst, darauf hinaus wollte ich. Aber wenn Du meinst, dehydriertes Essen wiegt mehr als Snacks bei vergleichbar gleicher Energie....Und Butter, die bei -20° ranzig wird. Naja, wenn Du meinst. Meine Sache wäre das nicht, in grosser Kälte aufzustehen und ins Bett zu gehen und dabei nur auf gefrorene Kekse rum zu kauen.
    "Niemand hört den Ruf des Meeres oder der Berge, nur derjenige, der dem Meer oder den Bergen wesensverwandt ist" (O. Chambers)

  16. Anfänger im Forum
    Avatar von Harakiri
    Dabei seit
    23.02.2020
    Ort
    NRW
    Beiträge
    41

    AW: Wahl der Ski bei schwer bepackter Fjellpulken Xcountry 144

    #16
    Zitat Zitat von Vegareve
    Du wirst nicht automatisch 10 Kg mehr wiegen, nur weil Du mehr Muskeltraining machst, darauf hinaus wollte ich. Aber wenn Du meinst, dehydriertes Essen wiegt mehr als Snacks bei vergleichbar gleicher Energie....Und Butter, die bei -20° ranzig wird. Naja, wenn Du meinst. Meine Sache wäre das nicht, in grosser Kälte aufzustehen und ins Bett zu gehen und dabei nur auf gefrorene Kekse rum zu kauen.
    Mit Kalorienüberschuss und schwerem Kreuzheben, Kniebeugen, Langhantelrudern und evtl. ein paar schweren Schulterübungen wird man definitiv schwerer, 7,5kg mehr Muskelmasse und 2,5kg mehr Fett ist total realistisch in 9 Monaten. Ob es Sinn macht, ist die eigentliche Frage.

    Es geht ja nur um den Wasser- und Luftgehalt des Essens, wobei letzterer nicht so wichtig ist, solange es in die Pulka passt. Kalorien sind erst einmal Kalorien. Teilweise sind die Makronährstoffe warmer Nahrung besser für den Körper zu verarbeiten, das stimmt natürlich. Insgesamt ist es aber eher zu vernachlässigen und mein Zeug ist ja größtenteils praktisch wasserfrei und nimmt auch nur begrenzt Platz ein. Wenn noch gut Raum in der Pulka ist, wandert auch ein bisschen Knäckebrot hinein. Mehr Brennstoff will ich echt nicht mitnehmen. Und wenn so eine Tour nur möglich ist, wenn man ausschließlich mit Wheyprotein bepuderte Butter in sich reinschaufeln muss, mache ich sie trotzdem.
    (Für's Kochen würde mir außerdem der Kocher fehlen, da man den XGK EX nicht regulieren kann, mein Topf keinen Deckel hat und zu klein für richtige Mahlzeiten ist.)

    Aaron Linsdau hat in seinem Buch geschrieben, dass seine Butter bei seiner Antarktisexpedition ranzig geworden ist. Das lag wahrscheinlich daran, dass die Sonne die Pulka mit ihrem dunklen Verdeck ordentlich aufgewärmt hat. Man kann ja auch Schlafsäcke bei Minustemperaturen prima an der Sonne trocknen, von daher ist das nicht abwegig. Ob es stimmt, wird natürlich nur er wissen. Vielleicht will er sich damit auch nur profilieren. Ich halte es für sehr realistisch. Ob ich Butter am Block mag, weiß ich auch nicht. Könnte ich eigentlich mal in der Gefriertruhe probieren.


    (Bitte bleibt bei der ursprünglichen Frage, mit dem restlichen Zeug komme ich gut klar. Es ist ja kein Vorbereitungsthema, da ich nur eine Lösung für die Ski suche und nicht meine ganze Ausrüstung umstellen will. 95% davon ist erprobt und funktioniert für mich ausgezeichnet! Natürlich sind Anregungen hier und da gut, aber mein Gepäck steht eigentlich fest. Mir geht es nur noch darum, wie ich es am besten von A nach B ziehen kann. Mit einem konkreten Ski von Asnes wäre mir sehr geholfen bzw. einer Erläuterung, was die Vorteile zu klassischen E99 von Fischer sind. Die sind ja wesentlich billiger und glaube ich nicht so toll mit Kurzfellen fahrbar. Mit Ski kenne ich mich echt nicht aus, da ich nicht aus den Bergen komme. )

  17. AW: Wahl der Ski bei schwer bepackter Fjellpulken Xcountry 144

    #17
    Eine (aufgrund lokaler Gegebenheiten - keine finanzielle Beteiligung, ausser vielleicht ueber Steuergelder) nicht neutrale Kaufempfehlung:

    Wahl der Schweden ist der Åsnes Fram mit Schuppen. Wahl der Norweger Åsnes Fram ohne Schuppen. Steifer und robuster als die kleineren Åsnes - vermutlich auch im Vergleich mit denen der Alpenbewohner. Bei den Åsnes Kurzfelle mit metalllasche (militärversion), die geht nicht kaputt und man kann die Felle bei Bedarf austauschen (in der Plastikversion heisst es wohl neue kaufen, wenn sie hinueber sind).

    Nicht grad guenstig, aber die Åsnes gibt es (in Schweden) gelegentlich im Angebot, sowohl bei (ausgewählten) Intersports, als auch Alewalds in Sthlm. Auf Kurzfell-einklink-löcher achten.

  18. AW: Wahl der Ski bei schwer bepackter Fjellpulken Xcountry 144

    #18
    Zitat Zitat von Harakiri Beitrag anzeigen
    Nur die Fruchtsuppen kaufe ich auf jeden Fall dort.

    Zitat Zitat von Harakiri Beitrag anzeigen
    Nüsse,... und so weiter sind meiner Ansicht nach besser geeignet.
    Gehen die wieder?

    Zitat Zitat von Harakiri Beitrag anzeigen
    Macht es Sinn, sich für solche Lasten besondere Ski zu kaufen? Aktuell habe ich recht unschöne Backcountry-Latten ohne Stahlkanten und wollte mir sowieso ein neues Modell anschaffen. Die Ski sollten keine Schuppen haben, da ich mit Steigwachs extrem zufrieden bin. Ich denke mal, dass etwas Extralänge angemessen ist, mit 205cm fahre ich aktuell und das mit deutlich weniger Gepäck.
    Längere Skier (oder genauer solche für ein höheres Gewicht) als jetzt würde ich nicht wählen, da du dann weniger Druck auf die Steigzone bringst und damit mehr Mühe hast dein Gewicht in der Pulka zu ziehen. Das Gewicht auf dem Rücken erhöht den Druck auf den Ski, das Gewicht in der Pulka zieht dich in Steigungen nach unten...
    Zitat Zitat von Harakiri Beitrag anzeigen
    Apropos: Kommt man mit so einem Gewicht überhaupt noch ordentlich Steigungen wie bspw. am Tjäktjapass hoch? Mit einem 20kg-Rucksack schaffe ich das auch locker ohne Langfelle, aber keine Ahnung wie das mit einer schweren Pulka aussieht.
    Deshalb bewährt sich bei Pulkatouren auch ein zusätzlicher Rucksack (ob immer auf dem Rücken oder nur bei Bedarf ist Geschmackssache) in den man bei zu erwartenden groben Steigungen auch mal schwerere Sachen packen kann um den Druck auf die Skier zu erhöhen.
    Zitat Zitat von Harakiri Beitrag anzeigen
    Folgende Ideen schweben mir vor:
    • alte Ski behalten und zusätzlich Schneeschuhe für harte Anstiege einpacken. Wäre ziemlich suboptimal und langsam, außerdem kommt dann noch mehr Gewicht für die zusätzliche Nahrung dazu - außerdem wird es dann eventuell schwierig, noch rechtzeitig am Torneträsk anzukommen, wenn er tragfähig ist
    • teure Tourenski samt Langfellen kaufen, die definitiv die Steigung packen und eventuell leichtere Abfahrten mit ohne Steigfelle erlauben, später auch mehr. Kann man eine NNN-BC-Bindung überhaupt an abfahrtsorientierte Tourenski (oder wenigstens Allrounder) montieren?
    • neue, bessere Backcountry-Ski samt Langfellen kaufen, falls das ausreicht
    • Harscheisen als Unterstützung kaufen? Gibt's die auch für NNN-BC oder nur bei Tourenbindungen?
    • auf die alte Bindung wechseln und Kabel montieren, um etwas besser mit Backcountry-Ski abzufahren?
    Die letzten drei Punkte zu kombinieren wäre natürlich logisch, falls das geht. Nur ist es mir zu teuer...
    Schneeschuhe und Skier zu kombinieren ist gar nicht so abwegig, würde ich aber definitiv vom Höhenprofil der Tour abhängig machen.
    Harscheisen sind meines Wissens für NNN-BC nicht erhältlich. Für NN-75 gab es welche, aber wohl auch nur weil die Telemarker damit eben auch alpine Touren gemacht haben.
    Theoretisch kann man eine NNN-BC Bindung natürlich auch auf einen alpinen Tourenski montieren, aber damit hat man 95% der Zeit den Nachteil des fehlenden Gleitens und während den restlichen 5% wünscht man sich eine stabilere Bindung für die Abfahrt.
    • auf die alte Bindung wechseln und Kabel montieren, um etwas besser mit Backcountry-Ski abzufahren?
    Davon würde ich mir nicht zuviel versprechen, etwas holt man im Vergleich zur NNN-BC wahrscheinlich raus, aber die Skilänge, die fehlende Taillierung und der weiche Schuh schränken auch ziemlich ein (Schreibt der Telemarkfahrer mit NN-75 )
    • neue, bessere Backcountry-Ski samt Langfellen kaufen, falls das ausreicht
    Dieser Punkt sollte meiner Meinung nach ausreichen.

    Gruss
    Henning
    Es gibt kein schlechtes Wetter,
    nur unpassende Kleidung.

  19. Anfänger im Forum

    Dabei seit
    25.10.2019
    Beiträge
    29

    AW: Wahl der Ski bei schwer bepackter Fjellpulken Xcountry 144

    #19
    Zitat Zitat von Harakiri Beitrag anzeigen
    Man kann ja auch Schlafsäcke bei Minustemperaturen prima an der Sonne trocknen, von daher ist das nicht abwegig.
    Das Trocknen von Feuchtigkeit bei Temperaturen unter Null durch Sublimation ist allerdings von der Butterdiskussion unabhängig.

    Zitat Zitat von Harakiri
    Das Zelt wurde aber auch ausgetauscht, weil dem Hilleberg Soulo die Stürme nicht gut bekommen sind.
    OT: Auch wenn das nichts mit deiner eigentlichen Intention in diesem Thread zu tun hat, würden mich hier doch ein paar mehr Informationen interessieren. Würdest du dir kurz die Zeit nehmen, und genauer darstellen, wann es deinem Soulo zu viel wurde und welche Komponente aufgegeben hat?

  20. Anfänger im Forum
    Avatar von Harakiri
    Dabei seit
    23.02.2020
    Ort
    NRW
    Beiträge
    41

    AW: Wahl der Ski bei schwer bepackter Fjellpulken Xcountry 144

    #20
    Zitat Zitat von Fjaellraev
    Gehen die wieder?
    OT: Die Hundeschlittentruppe hat sogar noch mehr Erdnüsse in Alesjaure gelassen.

    Danke noch einmal für die Tipps, Henning. Du hast in den Bergen nichts mehr verpasst, das Wetter ist nur noch schlechter geworden...



    Zitat Zitat von SansSerif
    Würdest du dir kurz die Zeit nehmen, und genauer darstellen, wann es deinem Soulo zu viel wurde und welche Komponente aufgegeben hat?
    OT: Das mittlere Stück der kleineren Stange, also genau der Bogen quer über der Kuppel, ist gebrochen. Ich habe hier auch direkt nach Hilfe gefragt, weil das Wetter etwas bescheiden war:

    (Man vergleiche das Datum rechts mit dem Zeitpunkt, als ich hier die Leute um Rat gebeten habe.)
    Da war ich zum Glück schon nicht mehr richtig in der Hochebene. Eigentlich waren bis zu 40m/s Wind in der gesamten Finnmark für die Tage davor angesagt und ich habe sofort eine Unterkunft aufgesucht. Als es dann so aussah, als wäre der Sturm mit Windstärke 12 nur ein Fehlalarm gewesen, bin ich aufgebrochen, also am 15. oder 16. März. Es war sowieso die ganzen letzten Wochen enorm stürmisch. Ich war von Ende Februar bis zur dritten Märzwoche dort, dh. es gab eine Hand voll Tage mit Windstärke 8+ und davor hat immer alles gehalten. Wahrscheinlich war das Zelt schon vorher angezählt und ich war beim Aufbauen ungeschickt. Die Aufhängungen beim Soulo sind sehr stur und ich kann nicht von mir behaupten, dass ich mit Handschuhen immer die oberste Aufhängung benutzt habe. Es passiert aber auch oft, dass die Stangen ganz oben einander aus der Aufhängung ziehen. Vielleicht lag es auch am Temperaturwechsel von drinnen nach draußen, Eis im Gestänge, zu starker Dehnung beim Aufbauen usw. Beim Soulo ist mir vorher auch schon eine Schnur gerissen und dann hat es etwas ins Zelt gerieselt. Wahrscheinlich war ich da mit der Schneeschaufel etwas zu eifrig, aber generell kann so etwas bei einem Zelt der Preisklasse doch nicht angehen. (Wobei es ohne die Mittelstange immerhin noch ein Unna ist. )




    Zitat Zitat von toppturzelter
    Wahl der Schweden ist der Åsnes Fram mit Schuppen. Wahl der Norweger Åsnes Fram ohne Schuppen. Steifer und robuster als die kleineren Åsnes - vermutlich auch im Vergleich mit denen der Alpenbewohner. Bei den Åsnes Kurzfelle mit metalllasche (militärversion), die geht nicht kaputt und man kann die Felle bei Bedarf austauschen (in der Plastikversion heisst es wohl neue kaufen, wenn sie hinueber sind).
    Wow, das sind echt schöne Ski. Genau das habe ich gesucht. Ich bin da eher auf der norwegischen Seite. Wenn kein besonderes Angebot in den nächsten Wochen kommt, werde ich mir welche bestellen. Läden abklappern geht leider nicht, weil man hier in der Gegend so etwas nicht findet.

    Die Länge der Asnes Fram wird 194cm sein, also ganz normal und nicht überlang. Bindung bleibt NNN-BC. Langfelle und Kurzfelle werden gekauft, wobei ich mir noch etwas unsicher bin, ob das nicht wieder zu viel Kram ist und zu teuer wird, wenn ich auch noch Ersatzfelle und so weiter kaufen muss. Die Langfelle haben eher Priorität.

    Grundsätzlich könnte ich wie gesagt den Bergans Helium 55 für Steigungen nutzen. Dem Rucksack traue ich es allerdings nicht zu, die ganze Strecke zu schaffen, er wäre also nur ein zweites Geschirr. Ob mir das 1kg Gewicht wert ist, weiß ich ehrlich gesagt noch nicht. Aktuell denke ich eher darüber nach, isolierende Flaschenhalter ans Fjellpulken-Geschirr zu montieren, eine Befestigung für ein Garmin Inreach anzunähen usw. Ich würde es lieber vermeiden, einen Rucksack zu tragen, weil ich nicht am Rücken schwitzen will.

Seite 1 von 2 12 LetzteLetzte

Aktive Benutzer

Aktive Benutzer

Aktive Benutzer in diesem Thema: 1 (Registrierte Benutzer: 0, Gäste: 1)