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  1. Erfahren
    Avatar von Wanderwombat
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    Kochsystem einer einjährigen Fahrradreise

    #1
    Lieber Leser,

    meine Frau und ich stecken in der Planung unserer einjährigen Langstrecken-Fahrrad-Reise. Wir werden voraussichtlich Länder wie Tschechien, Österreich, Slovakei, Serbien, Rumänien, Georgien, Azerbaijan, Iran, Indien, Kambodscha, Myanmar, Thailand, Laos, China, Japan, ... besuchen.
    Gedanken mache ich mir im Moment über das Kochsystem, da wir es diesen Sommer testen wollen. Bisher haben wir auf all unseren Reisen zur vollen Zufriedenheit ein Trangia-Set (27) genutzt. Das ist uns aber mittlerweile zu klein, vor allem, da wir auch "richtig" kochen, sprich, nicht nur Wasser warm machen. Die Verfügbarkeit Spiritus artiger Brennstoffe besorgt uns genauso wie die mäßige Effizienz – Tonnenweise Spiritus rumfahren, macht wenig Spaß. Summa Summarum – was Neues muss her.

    Zum Kocher
    Um die Verfügbarkeit eines Brennstoffes zu gewährleisten, scheint es nur eine Möglichkeit zu geben: einen Multifuel-Kocher. Mein bisheriger Favorit ist der Optimus Polaris. Der Polaris verspricht zum Beispiel, einfach in der Handhabung zu sein (nur eine Düse). Meine Alternative wäre der Primus Omnifuel II (Omnilite TI möglich, da manchmal für den fast gleichen Preis erhältlich).Hier scheinen mir die zwei Ventile zur Dosierung sinnvoll.

    Die Idee ist, dass wir versuchen, so oft es geht, mit Gas zu heizen, alternativ auf Rein-/Wasch-/Was-auch-immer-Benzin zu setzen und im Notfall an die Tanke zu gehen.

    Wie es häufig ist, wären wahrscheinlich beide Kocher bestens geeignet. Aber vielleicht hat jemand noch Erfahrungen, die den einen oder anderen bevorzugen – oder vielleicht ganz andere Ideen?

    Zu den Töpfen
    Aluminium scheidet für uns eigentlich aus. Das gesundheitliche Risiko, wenn es auch gering ist, muss man ja nicht eingehen.
    Titan glänzt nicht gerade mit seinen Kocheigenschaften, Edelstahl ist zu schwer.
    Meine bisherige Wahl fällt also auf Duossal, genauer: das Tundra-Set II von Trangia. Tolles Material und ordentliche Topfgrößen für zwei Personen. Außerdem ist der Preis angenehm, wenn auch nicht ausschlaggebend.

    Soweit meine Überlegungen. Ich freue mich, wenn ihr euren Senf dazugebt.

    Herzlichen Gruß

  2. AW: Kochsystem einer einjährigen Fahrradreise

    #2
    Wenn Ihr die Trangiakonstruktion wegen Standstabilität, Windschutz, praktischer Topfhalterung, bereits vorhandener oder anderer, passender Töpfe für dieses System nutzen wollt, würde ich auch einen der gängigen Multifuelkocher (Gas/Benzin/Petroleum) zusätzlich kaufen und als Backup/Campingromantik noch den Spritiusbrenner einpacken, falls es von Platz und Gewicht nicht auf Kante genäht sein soll.
    Benziner mit zweiter Regelung direkt an der Düse sind empfehlenswerter wenn auch mal mit geringer Hitze gekocht werden soll (also lieber Omnifuel/Polaris/Nova/Dragonfly als Multifuel/Whisperlite/XGK).

    Dann habt Ihr alle Optionen offen. Nur mit Spiritus kann es in moslemisch geprägten Ländern mal ungünstig werden, falls verfügbar am besten mit Gas auf der sicheren, sauberen und unkomplizierten Seite sein, je nach Verfügbarkeit auf Flüssigbrennstoffe umsatteln.

    Bei Aluminium gibt es kein gesundheitliches Risiko, solange man es nicht barrenweise auf den Kopf oder Fuß geworfen bekommt. HA-Alu ist empfehlenswerter als das UL-Alu. Wie groß ist eigentlich die Gewichtsdifferenz zwischen Duossal und Edelstahl bei gleicher Topfgröße?
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    Avatar von lina
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    AW: Kochsystem einer einjährigen Fahrradreise

    #3
    Wenn Ihr sowieso 2 Töpfe mitnehmen wollt, könnt Ihr auch einen davon aus Titan nehmen. Der ist dann für die Bestandteile, die in Wasser gekocht werden. Den anderen Topf dann so wählen, dass man darin auch mal was braten kann.

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    AW: Kochsystem einer einjährigen Fahrradreise

    #4
    Zitat Zitat von Wanderwombat Beitrag anzeigen

    Zum Kocher
    Um die Verfügbarkeit eines Brennstoffes zu gewährleisten, scheint es nur eine Möglichkeit zu geben: einen Multifuel-Kocher.
    Warum nicht einen Benzinbrenner, der auch mit Sprit bleifrei klar kommt, und kein Reinbenzin benötigt, z.B. den MSR XKG EX? Sprit findet man überall dort, wo es Autos hat. Schraubgaskartuschen habe ich zwar bislang ebenfalls überall erhalten (also auch Tadjikistan, Russland/Georgien, Argentinien und Peru), aber wo wir waren, waren die Leute vor Ort auf Hochtourengänger eingestellt, und z.B. in Tadjikistan gabs die Dosen nur abgezählt und auf Vorbestellung. Selbst in kleinen Bergdörfern in der Schweiz bekommt man solche Dosen eher nicht, und das gilt auch für kleinere Käffer in Österreich oder Norwegen.
    After much research, consideration, and experimentation, I have decided that adulthood is nothing for me. Thank you for the opportunity.

  5. Erfahren
    Avatar von Wanderwombat
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    AW: Kochsystem einer einjährigen Fahrradreise

    #5
    Ihr Lieben, ich danke euch für die ersten Antworten!

    Zitat Zitat von Moltebaer Beitrag anzeigen
    Bei Aluminium gibt es kein gesundheitliches Risiko, solange man es nicht barrenweise auf den Kopf oder Fuß geworfen bekommt. HA-Alu ist empfehlenswerter als das UL-Alu. Wie groß ist eigentlich die Gewichtsdifferenz zwischen Duossal und Edelstahl bei gleicher Topfgröße?
    Wir verzichten einfach auf Aluminium, wenn wir können. Ob es sinnvoll ist, kann ja jeder selbst entscheiden, das müssen wir hier nicht diskutieren.
    Deine Anregung, Gewichte zu vergleichen, finde ich sehr spannend. Kleine Recherche ergibt ungefähr folgende Werte:
    Trangia Duo (1,75l): 220g; Trangia Duo (1,5l): 206g = 426g
    MSR Alpine 2 Pots; 2l: 201g;1,5l: 163g = 364g
    Damit ist das Edelstahl-Set leichter, bei wesentlich mehr Fassungsvermögen, da die Töpfe wohl bis zum Rand gefüllt sogar ca. jeweils 100ml mehr fassen sollen, wohingegen die Trangia Töpfe weniger effektives Fassungsvermögen haben ... wow. Das regt zum Nachdenken an.
    Aber: Wenn ich dann Edelstahl nehme, kann ich doch auch gleich Titan nehmen? Und: Trotzdem sollten die Duossal-Töpfe bei der Erhitzung die Nase vorn haben, also Gewichtsnachteil für Kochvorteile in Kauf nehmen?

    Zitat Zitat von lina Beitrag anzeigen
    Wenn Ihr sowieso 2 Töpfe mitnehmen wollt, könnt Ihr auch einen davon aus Titan nehmen. Der ist dann für die Bestandteile, die in Wasser gekocht werden. Den anderen Topf dann so wählen, dass man darin auch mal was braten kann.
    Wäre es nicht gerade auch für das Wasserkochen sinnvoll, duossal zu nehmen? Theoretisch schneller?
    Auch auf Beschichtungen wollen wir verzichten. Hust. OT: Ja, ja, immer diese Übervorsichtigen... aber was soll es schon, wir müssen ja nicht unbedingt in uns hineinführen, worauf wir keine Lust haben. Auch wenn es womöglich wieder rauskommt.)


    Zitat Zitat von Becks Beitrag anzeigen
    Warum nicht einen Benzinbrenner, der auch mit Sprit bleifrei klar kommt, und kein Reinbenzin benötigt, z.B. den MSR XKG EX? Sprit findet man überall dort, wo es Autos hat.
    Danke, habe ich mir gleich angeschaut. Eine Maschine! Aber die Dosierbarkeit soll unterirdisch sein. Das wäre mir aber schon wichtig. Außerdem: Sollte der Omnifuel oder Polaris nicht auch mit Sprit klarkommen?

    Edit: Fehlerteufel und Ergänzung.

  6. AW: Kochsystem einer einjährigen Fahrradreise

    #6
    Zitat Zitat von Wanderwombat Beitrag anzeigen
    Wir verzichten einfach auf Aluminium, wenn wir können. Ob es sinnvoll ist, kann ja jeder selbst entscheiden, das müssen wir hier nicht diskutieren.
    Klar, kocht womit Ihr mögt.
    Ich weise nur darauf hin, daß das Argument nicht stimmt aber es wird ja Euer Topf statt meiner

    Zitat Zitat von Wanderwombat Beitrag anzeigen
    Aber: Wenn ich dann Edelstahl nehme, kann ich doch auch gleich Titan nehmen? Und: Trotzdem sollten die Duossal-Töpfe bei der Erhitzung die Nase vorn haben, also Gewichtsnachteil für Kochvorteile in Kauf nehmen?
    Wäre es nicht gerade auch für das Wasserkochen sinnvoll, duossal zu nehmen? Theoretisch schneller?
    Nicht nur theoretisch, sondern vor allem auch praktisch. Titan ist leicht und toll für Gefäße, die Wärme nicht so schnell von innen nach außen oder außen nach innen leiten sollen, wie man es bei Kochgeschirr gerne hätte. An einer Titantasse verbrennt man sich die Lippe nicht, wenn 1 cm tiefer kochen heißer Tee schwappt. Die Kocherhitze wirkt schwächer hindurch und breitet sich vor allem weniger breit aus --> punktuell mittig brennt es an und außenherum kocht es nur mäßig. Aber halt leicht und schick und vor allem Titaaaaan[TM].
    Wenn man damit klarkommt, nicht am Sprit sparen muß und aufs Gewicht guckt, ist Titan auch so halbwegs ok.

    Zitat Zitat von Wanderwombat Beitrag anzeigen
    Sollte der Omnifuel oder Polaris nicht auch mit Sprit klarkommen?
    Das tun sie und zwar mit Benzin und Petroleum, je reiner desto besser. Unter Umständen kann man auch mit Diesel klarkommen, je nach Kocher, Vorheizmethode, Düse, Rußtoleranz, gezogenem Wasser.
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  7. Dauerbesucher
    Avatar von Intihuitana
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    AW: Kochsystem einer einjährigen Fahrradreise

    #7
    Ich würde einen Hobo oder noch besser Holzvergaser mitnehmen, damit ist man unabhängig vom Brennstoff und auf dem Fahrrad kann man immer ein bischen Holz mitnehmen, wenn man mal durch holzarme Gegenden fährt und man hat auch keine Sorgen, dass die Technik mal streikt.
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    Avatar von Zz
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    AW: Kochsystem einer einjährigen Fahrradreise

    #8
    Hallo,
    wichtig für den Verbrauch und die Kochzeiten eines Kochersystems ist halt nicht nur das Material der Töpfe, sondern die Abstimmung der Töpfe auf den Kocher, zum Beispiel Flammenbild zur Topfgröße. Ebenso wichtig ist, kann der Topf die vom Kocher erzeugte Energie überhaupt effizient aufnehmen? Ich will damit sagen, man kann nicht pauschal sagen, dieses Material ist jenem absolut überlegen.
    Ich habe vor einiger Zeit versucht einige Töpfe zu vergleichen und gerade von den extra erstandenen Duossal Töpfen war ich dann doch enttäuscht, lange Kochzeiten und hoher Verbrauch. Und mein alter Titantopf schnitt überraschender weise nicht schlechter im Vergleich ab.
    Das war natürlich keine wissenschaftliche Testreihe, sondern ein Vergleich unter meinen einfachen Bedingungen von einigen Töpfen, welche im Laufe der Zeit in meiner Kiste gelandet sind auf zwei verschiedenen Kochern.
    Und außerdem denke ich, das ein sehr guter Windschutz, passender Topfdeckel und nicht so häufiges Anheben des Deckels, ebenso so wichtig sind, wie das verwendete Material des Topfen, wenn es um die Effektivität geht.
    Mein persönliches Fazit war, je besser Kochgewohnheiten, Kocher, Topf mit Deckel und Windschutz auf einander abgestimmt sind, desto besser funktioniert ein Kochersystem, das Topfmaterial ist nicht der alles entscheidende Faktor.
    Gruß Z
    Geändert von Zz (30.04.2020 um 10:40 Uhr)

  9. Vorstand
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    Avatar von lina
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    AW: Kochsystem einer einjährigen Fahrradreise

    #9
    Zitat Zitat von Moltebaer Beitrag anzeigen
    Titan ist leicht und toll für Gefäße, die Wärme nicht so schnell von innen nach außen oder außen nach innen leiten sollen, wie man es bei Kochgeschirr gerne hätte. An einer Titantasse verbrennt man sich die Lippe nicht, wenn 1 cm tiefer kochen heißer Tee schwappt. Die Kocherhitze wirkt schwächer hindurch und breitet sich vor allem weniger breit aus --> punktuell mittig brennt es an und außenherum kocht es nur mäßig. Aber halt leicht und schick und vor allem Titaaaaan[TM].
    Wenn man damit klarkommt, nicht am Sprit sparen muß und aufs Gewicht guckt, ist Titan auch so halbwegs ok.
    Daher nutze ich den für Gerichte, in denen Wasser der Hauptbestandteil ist. Edelstahl finde ich außerdem schwerer zu reinigen (ich hab anfangs jahrelang mit einem Trangia-Klon von Sigg gekocht, der hatte Edelstahl-Töpfe, auf Spiritus). Kombiniert wird der Titantopf mit einem robust beschichteten weiteren Topf (Primus Litech). Inzwischen aber immer öfter mit einer tiefen Pfanne eines spanischen Paellapfannen-Anbieters. Hier kannst Du beides in Betrieb sehen: klick

    Einen guten Windschutz finde ich auch immens wichtig.

  10. Lebt im Forum
    Avatar von Buck Mod.93
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    AW: Kochsystem einer einjährigen Fahrradreise

    #10
    Meine Wahl ist auch der Optimus Polaris Optifuel. Wenn du dir noch diesen Adapter dazu holst, kannst du wirklich alles verfeuern, was dir in die Finger kommt.

  11. AW: Kochsystem einer einjährigen Fahrradreise

    #11
    Zitat Zitat von Buck Mod.93 Beitrag anzeigen
    Wenn du dir noch diesen Adapter dazu holst, kannst du wirklich alles verfeuern, was dir in die Finger kommt.
    Bzw. falls er es schaffen sollte, solch einen Adapter noch irgendwie aufzutreiben
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  12. Lebt im Forum
    Avatar von Buck Mod.93
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    AW: Kochsystem einer einjährigen Fahrradreise

    #12
    Den Kovea p-adaptor ka-1004 treibt man schon noch irgendwie auf und eigentlich ist der Polaris schon universell genug.

  13. Vorstand
    Alter Hase
    Avatar von Mus
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    AW: Kochsystem einer einjährigen Fahrradreise

    #13
    Zitat Zitat von Wanderwombat Beitrag anzeigen
    Aber: Wenn ich dann Edelstahl nehme, kann ich doch auch gleich Titan nehmen? Und: Trotzdem sollten die Duossal-Töpfe bei der Erhitzung die Nase vorn haben, also Gewichtsnachteil für Kochvorteile in Kauf nehmen?
    Die Duosal-Dinger sind vom Kochverhalten ungeschlagen, finde ich. Sie sind schneller als Edelstahl, es hängt weniger an als in Alu und sie lassen sich leichter reinigen, sie verbeulen nicht so leicht wie Alu und sie sind robuster, als die beschichteten Teile.

  14. Anfänger im Forum

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    #14
    Wir haben vor ca. zehn Jahren sowas Ähnliches gemacht, bis nach Pakistan. Zusammenfassung: Verbrauch ist nebensächlich, denn man kommt ja immer durch Dörfer usw. und wo Menschen leben, gibt es auch immer Brennstoff. Spiritus ist ein Problem, sobald man Europa verlassen hat. Festbrennstoff ist zu unflexibel, in Hostels oder bei Privatleuten kann man damit meistens nicht hantieren.

    Beste Kombi: Multifuel für Benzin und Petrolium, dazu einen kleinen Gasaufschraubkocher (wir hatten den Msr PocketRocket). Denn öfter gibt es doch Gas, aber die Umbauerei ist umständlich, die paar Gramm mehr gaben uns viel mehr Flexibilität.

    Töpfe: wir hatten einen Msr Alu hartanodisiert ca. 2,5-3 Liter. Das Problem: nicht nutzbar auf offenem Feuer, z.B. bei Einladungen, heute würde ich Edelstahl nehmen, Duossal ist bestimmt auch gut. Damit würde ich starten, aber als Option unterwegs irgendwann einen größeren (Alu-)Topf kaufen, denn die 1,8 Liter sind zu klein, wenn man mal für andere mitkochen will, am Wegesrand einen Tee für neugierige Kinder, Hirten ...

  15. AW: Kochsystem einer einjährigen Fahrradreise

    #15
    Zitat Zitat von Wanderwombat Beitrag anzeigen
    Sollte der Omnifuel oder Polaris nicht auch mit Sprit klarkommen?
    Kleine Präzisierung:
    • falls Du Spiritus meinst, der wird zwar auch verbrannt, aber irgendwas war mit den Dichtungsringen meine ich, außerdem hat Spiritus einen stark geringeren Brennwert.
      Wie ofW ja auch sagt, kriegt man ihn in EU in der Apotheke, Baumarkt, Tanke, Drogeriemarkt und Outdoorladen - aber in Ägypten bekamen wir bspw. nur einen dunkelbraunen, leicht cremigen Schlunz, der zwar ein wenig brannte aber vor allem wohl extrem ungenießbar gemacht würde, daß ihn auch ja niemand trinken möchte... in die Trangiadose würde ich sowas füllen aber niemals durch einen 200-EUR-Kocher jagen, auf den ich mich ein Jahr lang verlassen will.
    • falls Du Tankstellenbenzin meinst, das brennt ebenso gut wie Kocher-/Wasch-/Geräte-/Wund-/...benzin, hat allerdings allerlei Additive, deren Verbrennungsgase Du ungern einatmen möchtest und außerdem den Kocher stärker verschmutzen lassen.
      Falls verfügbar, möglichst reines Benzin verwenden. Falls nur Autobenzin verfügbar, eher nicht in der Apsis kochen und inhalieren, sondern mit Windschutz an der frischen Luft und sich besser auch nicht unbedingt in die Abgasfahne setzen, außerdem die Reinigungsnadel nicht zu weit unten im Gepäck verstauen

    Bei Primus (und Optimus mittlerweile auch) muß man nichts umrüsten, wenn man von Benzin auf Gas wechseln will. Bei MSR muß derzeit noch deren Gasadapter auf den Benzinpumpenanschluß gesteckt werden - was aber auch kein Drama ist und außerdem wechselt man ja nicht im Minutentakt den Brennstoff, sondern alle paar Tage mal, wenn die Flasche/Kartusche leer ist.
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  16. Lebt im Forum
    Avatar von Buck Mod.93
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    AW: Kochsystem einer einjährigen Fahrradreise

    #16
    Zitat Zitat von ofW Beitrag anzeigen
    Beste Kombi: Multifuel für Benzin und Petrolium, dazu einen kleinen Gasaufschraubkocher (wir hatten den Msr PocketRocket). Denn öfter gibt es doch Gas, aber die Umbauerei ist umständlich, die paar Gramm mehr gaben uns viel mehr Flexibilität.
    Am Polaris muss man einfach nur die Schraubkartusche an den Schlauch schrauben. Kein Umrüsten.
    Wobei man natürlich mit einem zusätzlichen kleinen Gaskocher den Vorteil hat, mal mit zwei Töpfen gleichzeitig kochen zu können.

  17. Gesperrt Erfahren

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    AW: Kochsystem einer einjährigen Fahrradreise

    #17
    Zitat Zitat von Moltebaer Beitrag anzeigen
    Falls verfügbar, möglichst reines Benzin verwenden. Falls nur Autobenzin verfügbar, eher nicht in der Apsis kochen und inhalieren, sondern mit Windschutz an der frischen Luft und sich besser auch nicht unbedingt in die Abgasfahne setzen, außerdem die Reinigungsnadel nicht zu weit unten im Gepäck verstauen
    Das Thema Probleme mit Autobenzin wird maßlos übertrieben. In zivilisierten Ländern ist das bleifrei und enthält praktisch keine schwerflüchtigen Rückstände die im Kocher verkoken. Einfach gut vorwärmen, dann funktioniert das schon.

    Um verbleites Benzin sollte man dagegen einen großen Bogen machen, das verbrennt zwar Rückstandsfrei, ist aber dennoch ungesund. In den weniger entwickelten Ländern halt da tanken wo die Oberschicht ihre Luxusautos betankt, da ist die Kraftstoffqualität zumindest erträglich.

    Nachtrag: Bei der Länderliste wie sieht es da mit den sonstigen Fortbewegungsmitteln für An- und Abreise aus? Flugzeug und Benzinkocher verträgt sich nicht besonders gut...

  18. AW: Kochsystem einer einjährigen Fahrradreise

    #18
    Zitat Zitat von Buck Mod.93 Beitrag anzeigen
    Wobei man natürlich mit einem zusätzlichen kleinen Gaskocher den Vorteil hat, mal mit zwei Töpfen gleichzeitig kochen zu können.
    Jopp, definitiv! Mit 50-100 Gramm und Packmaß zwischen Streichholzschachtel und Zigarettenschachtel kann man so einen Winzling als Backup oder Ergänzung eigentlich immer empfehlen.

    Zitat Zitat von hrrh Beitrag anzeigen
    Nachtrag: Bei der Länderliste wie sieht es da mit den sonstigen Fortbewegungsmitteln für An- und Abreise aus? Flugzeug und Benzinkocher verträgt sich nicht besonders gut...
    Leere Flasche auslüften lassen und Kocher vorm Flug gut putzen (Ruß weg). Petroleum/Diesel haftet immer etwas an, Benzin verdampft rückstandsfrei. Also notfalls den Petroleumgeruch entfernen, indem man nen Schluck Benzin in die Flasche füllt, kräftig schüttelt und die Flasche dann durch den Brenner entleert. Danach alles putzen, besonders den sichtbaren Ruß vom Kocher entfernen.
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  19. Alter Hase
    Avatar von markrü
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    AW: Kochsystem einer einjährigen Fahrradreise

    #19
    Zitat Zitat von Intihuitana Beitrag anzeigen
    Ich würde einen Hobo oder noch besser Holzvergaser mitnehmen, damit ist man unabhängig vom Brennstoff und auf dem Fahrrad kann man immer ein bischen Holz mitnehmen, wenn man mal durch holzarme Gegenden fährt und man hat auch keine Sorgen, dass die Technik mal streikt.
    Finde ich als Backup, besonders bei einer so langen Reise, auch empfehlenswert.
    Und: Gibt es auch in Titan... z.B. am großen Fluss
    Der Optimist glaubt, dass wir in der besten aller Welten leben.
    Der Pessimist fürchtet, dass das wahr ist...

  20. Vorstand
    Liebt das Forum
    Avatar von lina
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    AW: Kochsystem einer einjährigen Fahrradreise

    #20
    Zitat Zitat von Buck Mod.93 Beitrag anzeigen
    Wobei man natürlich mit einem zusätzlichen kleinen Gaskocher den Vorteil hat, mal mit zwei Töpfen gleichzeitig kochen zu können.
    Und wenn man, wie oben vermerkt, richtig kochen möchte, sind die Möglichkeiten durch einen Zweitkocher cool :-)
    Geändert von lina (30.04.2020 um 12:59 Uhr)

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