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    [SE][NO] Høst 2017 - Solo im Spätsommer

    #1
    Mitreisende: morit.z


    Kurzfassung für Lesefaule: Ende August/Anfang September in 12 Tagen von Abisko über Ballinvaggi, Gieddeorda, Abiskojaure, Unna Allakas, Oallavaggi und Katterat bis Rombaksbotn. Route nach Fjällkartan von hier

    Lange hatte ich überlegt, ob ich überhaupt einen Bericht schreiben soll. Weder das Reiseziel noch die Route sind so außergewöhnlich, als dass man diese Reiseerzählung für die Öffentlichkeit aufbereiten müsste. Nachdem ich mir aber bei der Vorbereitung im Vorfeld dieser Tour oftmals gewünscht hätte, die Notizen zu meinen Touren in den Jahren davor wären ausführlicher ausgefallen, war klar, dass ich wenigstens für mich einen Bericht schreiben wollte, um bei zukünftigen Tourplanungen nicht auf verblassende Erinnerungen bauen zu müssen, sondern die Erfahrungen schwarz auf weiß zu haben (und nicht nur als stichpunktartige Tagebucheinträge). Vor allem aber auch, um die Erinnerung zu erleichtern: für mich unterscheidet sich ein Wanderurlaub in Skandinavien von anderen Urlauben allein schon durch die „mentale Erholung“, ein Umstand der sich zu einem gewissen Maß auch durch das virtuelle und geistige Nacherleben wiederholen lässt.
    Alles in allem also Grund genug einen Reisebericht zu schreiben und wenn eventuell auch andere davon profitieren können, umso besser (und die Coronapause tut ihr Übriges). Ich werde am Ende auch noch ein Fazit über die Reise, vor allem aber auch zur verwendeten Ausrüstung ziehen.


    Planung

    Streng genommen zog sich die Vorbereitung für die Tour bestimmt über ein Jahr hin, indem ich regelmäßig versuchte meine Packliste zu optimieren, und auch das eine oder andere Teil der Ausrüstung selbst nähte. Viele Ausrüstungsfragen wurden über Wochen überdacht, verworfen und von vorne gedacht. Nach mehreren Touren im Norden ist das zwar nicht mehr nötig und mag sich im ersten Moment nach einer Beschwerde anhören, ist für mich mittlerweile aber eine lieb gewonnene Alltagsbeschäftigung um das Nordlandfieber zu senken.

    „Die große Kamera? Das wird ja doch wieder recht schwer; eigentlich wollte ich doch dieses Mal möglichst leichtes Gepäck haben?! Also doch die kleine Kamera.. aber wenn es Polarlichter gibt, ärgerst Du Dich nicht die große Kamera dabei zu haben. Für den Fall wäre dann aber auch ein Stativ angebracht..“

    So sahen in etwa meine Gedankengänge aus, welche auf weitaus mehr Punkte der Tourplanung zutrafen als nur die Kamera; meine Freundin erwies sich dabei wiederholt als geduldige Zuhörerin und half das Knotengewirr im Kopf zu lösen. Irgendwann war aber klar: es soll wieder nach Lappland gehen, Zeitraum Anfang/Mitte September, Hütten als Backup wären schön und Essen für die gesamte Tourdauer im Rucksack, um in der Routenplanung flexibel zu sein. Angedacht war, irgendwo zwischen Kiruna und Narvik aus dem Zug zu steigen und von einem der Orte auch wieder zurück zu fahren. Die konkrete Routenplanung fand dann letzten Endes im Zug etwa zwischen Gällivare und Kiruna statt.


    Anreise

    Verglichen mit anderen Lapplandberichten hier vielleicht etwas ungewöhnlich, aber für mich unterm Strich eine sehr gute Lösung (sofern man die Zeit dafür hat): Über Nacht mit der Fähre von Travemünde nach Malmö, dort mittags in den Zug nach Stockholm und von dort mit dem (frühen) Nachtzug nach Norden. Die Anreise dauert verglichen mit den Alternativen deutlich länger, aber ist für mich (zumindest auf der Hinreise) ideal, um in Urlaubsstimmung zu kommen und wieder ein Gefühl für die Entfernung zu bekommen.
    Tatsächlich verlief die Anreise sehr entspannt: Nach einem Familientreffen meiner Freundin in der Lüneburger Heide fahren wir nachmittags noch bis Travemünde wo ich mich gegen Mitternacht von einem Taxi zum Skandinavienkai bringen lasse. Nach etwas Wartezeit mit fünf anderen Fußpassagieren werden wir auf die Fähre gebracht und ich kann meine Kabine beziehen. Ich schlafe so schnell ein, dass ich vom Ablegen praktisch nichts mehr mitbekomme.

    Am nächsten Morgen zeigt sich der Himmel wolkenverhangen und es regnet ab und zu leicht, als sich das Schiff der Öresundbrücke nähert. Dann noch schnell gefrühstückt und gegen 11.30 Uhr legt die Fähre an (warum das Frühstück nur in der letzten Stunde vor dem Anlegen serviert wird, würde mich allerdings doch mal interessieren).


    Stillleben auf der Fähre


    Öresundbrücke


    Windpark

    In Malmö bringt ein (kostenloses) Taxi uns Fußpassagiere dann zum Bahnhof. Dort nutze ich die verbleibende halbe Stunde bis zur Zugabfahrt, um ein paar Schritte in die Stadt zu laufen und Geld abzuheben. Die Zugfahrt nach Stockholm vergeht mit Musik hören und lesen recht schnell, während es sich draußen einregnet und meine Pläne, Stockholm noch ein bisschen zu Fuß zu erkunden sich weitestgehend in akuter Unlust auflösen. So nutze ich die Umsteigezeit, um etwas zu essen und dem Treiben im Bahnhof zuzusehen.


    Stockholm C


    Stockholm

    Als ich mich dann zum Zug aufmache, steht dieser bereits am Gleis und ich beziehe mein Bett im Schlafwagenabteil, das ich mir mit nur einer weiteren Person teilen muss. Ein Arzt aus Bordeaux, der den Nordkalottleden laufen will und sich als netter Gesprächspartner entpuppt. Wir trinken abends im Bordbistro noch zwei Bier bevor uns der Zug dann in den Schlaf schaukelt.
    Geändert von morit.z (14.05.2020 um 18:01 Uhr)

  2. Dauerbesucher

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    AW: [SE][NO] Høst 2017 - Solo im Spätsommer

    #2
    Tag 1

    Morgens nutze ich im Zug die letzte Gelegenheit für eine heiße Dusche für die kommenden Tage bevor ich etwas frühstücke. Die Landschaft hat sich über Nacht schon merkbar verändert - ein Aspekt auf den ich mich bei der Nachtzugfahrt in den Norden jedes Mal aufs Neue freue: die Wälder und Seen wirken wilder und unberührter, und die offenen Sumpfflächen mit lichten Baumbeständen lassen das Nordlandherz höher schlagen. Die kleinen Orte durch die man fährt wirken beinahe wie Siedlungen aus einem Western mit staubigen Schotterpisten und das Läuten der Glocke an den Bahnübergängen (inklusive Dopplereffekt) trägt zusätzlich zu dem Eindruck bei.


    11 Narvik

    Kurz nach Gällivare schnappe ich mir dann die Karte, um die endgültige Route für die Wanderung festzulegen (ich hatte vorher natürlich schon ein paar Routenideen im Kopf). Es sollte von Abisko durch das Ballinvaggi gehen, um bei Honga wieder ins Tal abzusteigen, am Aliseatnu entlang und weiter Richtung Rovvedievva und dann Richtung Unna Allakas und Norwegen. Grob wollte ich nach Narvik oder Katterat rauslaufen und die genaue Route dann vom Wetter und meiner Laune abhängig machen.

    So steige ich dann am frühen Nachmittag mit unzähligen anderen Rucksackreisenden bei bestem Wetter und knapp 15 Grad in Abisko Turist aus dem Zug. Die Menschenmenge verteilt sich recht schnell: die einen gehen zur Fjällstation, die anderen starten direkt auf den Kungsleden. Ich warte noch bis sich der Trubel gelegt hat, packe meinen Rucksack auf Wandermodus um und rufe nochmal zuhause an, bevor ich mich dann auch auf den Kungsleden begebe. Die Strecke ist mir aus Vorjahren aus der Gegenrichtung bereits bekannt, dadurch aber nicht weniger schön. Allerdings sind durch die Zugankunft doch noch recht viele Leute unterwegs, so dass ich froh bin nach dem Abzweig zum Tältlägret zumindest scheinbar alleine zu wandern.

    Noch relativ am Anfang treffe ich auf dem Hauptweg auf eine schwedische Wandergruppe von etwa 5 Personen, wovon sich eine Frau anscheinend verletzt hat, am Wegrand mit schmerzverzerrtem Gesicht auf einer Isomatte sitzt und von den anderen umsorgt wird. Die Situation scheint unter Kontrolle, aber ich frage dennoch nach, ob ich irgendwie helfen kann. Eine Frau sagt mir, es sei alles in Ordnung, ihre Freundin hätte sich den Knöchel verstaucht, vielleicht auch gebrochen, aber es sei ja auch nicht mehr weit bis Abisko und sie hätten Hilfe organisiert. Aber sie möchte sich herzlich bei mir für die angebotene Hilfe bedanken; ich sei der Erste, der nachfragt und Hilfe angeboten hätte. Angesichts der Menschenmengen die vor mir auf den Weg gestartet sind und an der Gruppe vorbeigelaufen sein müssen, bin ich dann doch etwas perplex.

    Nach dem Abzweig geht es langsam aber stetig bergauf, was sich gerade in der Nachmittagssonne schnell bemerkbar macht, und der Weg zieht sich dann doch ein ganzes Stück länger als ich vermutet hatte. Ich ignoriere den aufkommenden Wunsch nach einer Pause, da ich befürchte mich nicht mehr aufraffen zu können, wenn ich mich einmal niederlasse. Aber kaum bin ich aus dem Nationalpark raus, lichtet sich der Wald und ich erreiche schon bald darauf das Tältlägret wo ich das Zelt aufstelle. Ganz alleine bin ich hier nicht; im Laufe des Abends stehen insgesamt drei Zelte verteilt in der Nähe.


    Blick vom Zeltplatz

    Ich verziehe mich recht schnell ins Zelt, esse noch etwas (LYO Schweinelende mit grünem Pfeffer; sehr sehr lecker! Im Ausrüstungsfazit werde ich auch noch auf das Tütenfutter eingehen) und komme nur nochmal aus dem Zelt um die Abendstimmung zu knipsen und Zähne zu putzen. Danach schlafe ich recht schnell ein.


    Abendstimmung am Tältlägret


    Tag 2

    Die Nacht war weitestgehend windstill bei klarem Himmel. Entsprechend frisch ist es am Morgen und das Zelt hat ordentlich Kondenswasser gesammelt - dafür scheint das gute Wetter aber auch heute anzuhalten; ich frühstücke in der Morgensonne, packe zusammen und laufe los. Es geht durch Zwergbirken- und Weidengestrüpp, mal weglos, mal auf einem Pfad der sich aber immer wieder verliert. Aber der Weg ist ohnehin klar: immer weiter nach oben, den Ballinjohkka stets zur Rechten.


    Giron


    Ballinvaggi


    Ballinvaggi


    Ballinjohka


    Oberes Ballinvaggi

    Zwischendurch mache ich kurze Pausen, oben in der Hochebene dann auch eine etwas längere. In der Mittagssonne liege ich auf der Isomatte und genieße diesen schönen Flecken Erde. Ich hatte Bilder von dieser steppenartigen Hochebene in einem von Ingvar Loco Nordins Berichten gesehen (die übrigens alle äußerst lesenswert sind), was sicher auch zu der Routenwahl beigetragen hat.


    Auf der Hochebene


    Klein-Mongolei


    Geröll

    Im weiteren Verlauf biegt das Hochtal dann Westen ab und es wird zunehmend gerölllastiger. Außerdem laufe ich nun im Schatten der umliegenden Berge wodurch es deutlich kühler ist und auch ein leichter Wind setzt ein. Als ich am Ende des Talabschnittes bei der alten Renvaktarstuga ankomme, hat der Wind derart zugenommen, dass man sich schon leicht dagegen lehnen muss um nicht das Gleichgewicht zu verlieren. Die Sonne scheint zwar nach wie vor, aber der Wind macht das Ganze zu einem sehr ungemütlichen Unterfangen. Es ist früher Nachmittag und ich fange an zu überlegen, wie weit ich noch laufen soll bis ich mein Zelt aufschlage. Das Zelt hätte kein Problem mit dem Wind, aber seit einer recht einprägsamen und schlaflosen Nacht vor ein paar Jahren, hat ein geschützter Zeltplatz bei mir mittlerweile eine höhere Priorität und trägt maßgeblich zu einer erholsamen Nachtruhe bei.


    Blick nach Westen auf den Siellajohka

    Aber es gibt hier ohnehin kaum ebene Stellflächen, da die Hänge zum Fluss hin abfallen. Das Tal, jetzt wieder grob in südlicher Richtung, steigt langsam aber stetig an und die anfangs relativ einfach zu begehende Wiese weicht einem Geröllfeld nach dem anderen. Manche dieser Felder sind von Gletschern die sie einst bedeckten wie mit der Planierraupe eingeebnet und es scheint als laufe man auf Asphalt. Bei anderen Feldern wiederum scheinen die Steine so lose aufeinandergeschichtet als wären sie erst kürzlich von den umliegenden Hängen gerutscht. Dort läuft man eher wie auf rohen Eiern, aber auch hier bereue ich die Entscheidung zu Gunsten von Trailrunnern nicht. Die Beine sind dadurch noch nicht so müde und ich fühle mich wesentlich trittsicherer. Dennoch schlaucht diese Passage ziemlich, da ich nur recht langsam vorankomme und trotzdem konzentriert sein muss um Fehltritte zu vermeiden.


    Immer noch im Ballinvaggi - Blick zurück nach Norden

    Irgendwann überschreite ich schließlich die Passhöhe und auch wenn der Wind kaum nachgelassen hat, wirkt die Landschaft auf der anderen Seite deutlich einladender. Ich laufe noch bis etwa 17 Uhr bis ich an der Kante des Plateaus mein Zelt aufstelle. Ich ärgere mich mal wieder über mich selbst, dass ich gerade in der zweiten Tageshälfte wieder mal zu wenig Pausen gemacht habe, am Ende dann doch wieder ein ganzes Stück länger gelaufen bin als gedacht, und daher doch wieder recht erschöpft bin. Dafür entschädigt der Ausblick vom Zeltplatz aber für alle Unannehmlichkeiten!


    Auf der anderen Seite des Passes


    Rentiere auf einem Schneefeld


    Zeltplatz


    Blick vom Zeltplatz


    Blick vom Zeltplatz

    Ich wasche mich an einem nahe gelegenen Bach (eine wichtige Erkenntnis auf der Tour war, dass ich deutlich wärmer und besser schlafe, wenn ich mich abends nochmal kurz wasche oder abdusche) und esse danach zu Abend (Real Turmat Storfegryte: Lecker, aber auch nicht mehr). Zum Sonnenuntergang fotografiere ich noch ein wenig bevor es dann schließlich in die Federn geht. Der Himmel ist nach wie vor klar und der Wind hat sich auch gelegt, so dass die Nacht wieder knackig kalt wird. Ich kucke nachts einmal aus dem Zelt um nach Polarlichtern zu sehen, aber abgesehen von einem beeindruckenden Sternenhimmel über einem Tal im Mondschein gibt es nichts zu sehen. Die Szenerie wäre auch ohne Polarlichter ein Foto wert, aber die Wärme der Daunen und die Müdigkeit siegen dann doch, so dass es bei einem Kopfbild bleibt.

    Das liest sich ja alles recht unaufgeregt und entspricht im Nachhinein auch meinen Erinnerungen. Ein Blick in mein Tagebuch hingegen verrät aber auch, dass ich an den beiden ersten Tagen abends jeweils ziemlich erschöpft war, und ich mich erst durch Waschen und eine warme Mahlzeit wieder wie ein Mensch fühle. Außerdem vermisse ich meine Freundin – ebenfalls ein Aspekt, den ich im Nachhinein gerne mal verdränge. Das ist auch eines meiner persönlichen Fazits, das ich auch schon an dieser Stelle mal vorwegnehmen kann: Zuhause plant es sich immer so einfach und ich fühle mich dann wie der große Abenteurer. Aber abends im Zelt fühlt man sich dann manchmal doch ganz klein. Dabei mache ich manche Touren aus verschiedenen Gründen bewusst alleine. Ich brauche aber anscheinend sehr lange, bis ich auf Tour auch mit Kopf und Seele angekommen bin (auch abhängig davon, wie sehr ich in den Wochen und Monaten davor im Alltag gefangen bin). Das betrifft dann umgekehrt aber auch wieder den Rückweg – natürlich freue ich mich dann wieder auf meine Freundin und Zuhause, aber ich könnte dann auch durchaus noch länger im Norden bleiben

  3. Erfahren

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    AW: [SE][NO] Høst 2017 - Solo im Spätsommer

    #3
    Hey Moritz,

    Ich glaube ich habe hier noch keinen Reisebericht über Skandinavien gelesen der nicht auf seine Weise besonders gewesen wäre. Bei der tollen Landschaft da oben dürfte das auch schwierig sein, da sich Wetter, Stimmung und Schneesituation ja doch imer ein bisschen unterscheiden.

    Also auch schonmal vielen Dank an dich für deinen Bericht! Ich gehöre ja auch zu der Fraktion die im Zweifelsfall zuhause nur grob plant und dann vor Ort entscheidet, also kann ich das gut nachvollziehen. Auch dass man ziemlich viel Zeit mit der Planung der Ausrüstung verbringt. Dein Schreibstil gefällt mir auch ausgesprochen gut. Also weiter so

    Ich habe mir ja in meinem letzten urlaub keine einzige schriftliche Notiz gemacht aber das klappt dann natürlich nur, wenn man direkt danach anfängt, den Bericht zu schreiben.

    Wie viel kostet denn so eine Anreise mit Fähre und Zug eigentlich? Fähre hört sich ja schon eher teuer an?

    Zitat Zitat von morit.z Beitrag anzeigen

    Zeltplatz

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    AW: [SE][NO] Høst 2017 - Solo im Spätsommer

    #4
    Geniale Bilder und interessanter Bericht! Vielen Dank.

    Kombination Nachtfähre + Zug (+ Bus) haben wir auch schon mehrmals gemacht, allerdings Rostock-Trelleborg. Wirklich sehr entspannt.

    Zitat Zitat von morit.z Beitrag anzeigen
    ...in einem von Ingvar Loco Nordins Berichten gesehen (die übrigens alle äußerst lesenswert sind)...
    Aber sowas von! Die habe ich auch alle durch!

  5. Fuchs
    Avatar von evernorth
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    AW: [SE][NO] Høst 2017 - Solo im Spätsommer

    #5
    Hej Morit.z,

    das ist sehr schön, dass du ( auch mal? ) einen Bericht schreibst, obwohl du ja schon recht lange hier im
    Forum "unterwegs" bist.
    Ich freue mich darauf und bin schon gespannt, wie es weiter geht.
    An deine Tipps und Ratschläge in meiner Zeit in Tromsø vor 6 Jahren kann ich mich jedenfalls noch gut erinnern.
    My mission in life is not merely to survive, but to thrive; and to do so with some passion, some compassion, some humor and some style. Maya Angelou

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    AW: [SE][NO] Høst 2017 - Solo im Spätsommer

    #6
    Vielen Dank für die freundlichen Kommentare - das ist der Motivation sehr zuträglich, wenn man weiß dass da jemand mit liest

    Zitat Zitat von Freedom33333 Beitrag anzeigen
    Also auch schonmal vielen Dank an dich für deinen Bericht! Ich gehöre ja auch zu der Fraktion die im Zweifelsfall zuhause nur grob plant und dann vor Ort entscheidet, also kann ich das gut nachvollziehen. Auch dass man ziemlich viel Zeit mit der Planung der Ausrüstung verbringt. Dein Schreibstil gefällt mir auch ausgesprochen gut. Also weiter so

    Ich habe mir ja in meinem letzten urlaub keine einzige schriftliche Notiz gemacht aber das klappt dann natürlich nur, wenn man direkt danach anfängt, den Bericht zu schreiben.

    Wie viel kostet denn so eine Anreise mit Fähre und Zug eigentlich? Fähre hört sich ja schon eher teuer an?
    Ja, über diese "Ungeplantheit" in der Routenwahl hab' ich auch schon nachgedacht.. Für mich ist gerade das "sich Treiben lassen" einer der Kernpunkte des Friluftsliv. Und das Tagebuchschreiben fand ich gerade jetzt beim Schreiben des Berichts sehr aufschlussreich um zu sehen wie sehr sich die Erinnerungen von den frischen Eindrücken mit der Zeit unterscheiden.

    Das kommt immer sehr auf die Fähre an. Ich rechne von Norddeutschland nach Lappland für An- und Abreise über den Daumen gepeilt mit 400€ pro Nase (beinahe unabhängig davon ob Zug oder Flug). Das schwankt natürlich etwas, je nachdem welche Variante man nimmt, oder ob man an besonders günstige Preise kommt.
    Für eine Nachtüberfahrt mit Kabine von Travemünde nach Malmö habe ich bisher imho zwischen 70 und 90€ bezahlt - das dürfte auch eine der günstigsten Nachtüberfahrten von D nach Skandinavien sein (man könnte auf manchen Strecken auch nur einen Ruhesessel buchen, aber das tu ich mir nicht mehr an). Tagsüber ohne Kabinenpflicht sind die Preise auf den kurzen Strecken nach Malmö und Trelleborg noch günstiger, aber das passt idR dann mit den Zugverbindungen nicht mehr so gut.
    Von Norddeutschland aus ist Fähre+Zug für mich auf jeden Fall eine sehr entspannte Lösung.

    Zitat Zitat von Ljungdalen Beitrag anzeigen
    Kombination Nachtfähre + Zug (+ Bus) haben wir auch schon mehrmals gemacht, allerdings Rostock-Trelleborg. Wirklich sehr entspannt.
    Mittlerweile wären für mich Rostock oder Sassnitz auch die nächsten Häfen. Wobei Travemünde zumindest noch den Vorteil hat, dass man auch direkt bis Malmö fahren kann und sich so noch einen weiteren Umstieg spart.

    Zitat Zitat von evernorth Beitrag anzeigen
    Hej Morit.z,

    das ist sehr schön, dass du ( auch mal? ) einen Bericht schreibst, obwohl du ja schon recht lange hier im
    Forum "unterwegs" bist.
    Ich freue mich darauf und bin schon gespannt, wie es weiter geht.
    An deine Tipps und Ratschläge in meiner Zeit in Tromsø vor 6 Jahren kann ich mich jedenfalls noch gut erinnern.
    Ja, nach langer Zurückhaltung dachte ich mir, dass ein Bericht vielleicht auch mal angebracht wäre

    Tromsø und Umgebung steht bei mir bei mir auch sehr weit oben auf der Liste - seit meinem Umzug Ende 2013 war ich nicht mehr dort und eine Rückkehr wäre mehr als überfällig (Dein Bericht hat in diesem Hinblick auch nicht geholfen ).

  7. Erfahren
    Avatar von Fjellfex
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    AW: [SE][NO] Høst 2017 - Solo im Spätsommer

    #7
    Zitat Zitat von morit.z Beitrag anzeigen
    Zuhause plant es sich immer so einfach und ich fühle mich dann wie der große Abenteurer. Aber abends im Zelt fühlt man sich dann manchmal doch ganz klein.
    Kenne ich auch. Und das ist ja ein netter Nebeneffekt von so einer Tour, daß man wieder etwas "zurechtgestutzt" wird.

    Wie schön, daß Du Dich zu dem Bericht aufgerafft hast! Carry on ...

  8. Dauerbesucher

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    AW: [SE][NO] Høst 2017 - Solo im Spätsommer

    #8
    Zitat Zitat von Fjellfex Beitrag anzeigen
    Wie schön, daß Du Dich zu dem Bericht aufgerafft hast! Carry on ...
    Mach ich gerne

    Tag 3

    Die Nacht ist eisig kalt, aber ich schlafe sehr gut. In den frühen Morgenstunden ziehe ich mir den Buff übers Gesicht, weil meine Nase zum Eiszapfen wird und für die letzte halbe Stunde stecke ich meinen Kopf ganz unter den Quilt, bis die ersten Sonnenstrahlen zu erahnen sind. Als ich am Morgen aufwache ist der Kondens am Zelt gefroren, und es braucht viel Zeit bis ich mich aus den Federn wage. Die ganze Umgebung ist von Raureif bedeckt, aber das Wetter ist zum Glück unverändert gut und die Morgensonne arbeitet daran alles aufzutauen was sie berührt.









    Ich hatte mir für die Tour ein neues Innenzelt für das Akto genäht, da das normale Material für meinen Geschmack manchmal etwas zu dicht ist und sich die Luft dadurch gerne mal im Innenzelt staut (und sich somit auch Kondens manchmal schon im Innenzelt niederschlägt). Das neue Innenzelt ist zu großen Teilen aus Moskitonetz, was sich nach dieser Nacht rächt: bei viel Kondens läuft das Wasser normalerweise zu Fuß- und Kopfende hin ab, aber auf dem Raureif klappt das nicht so gut und das Tauwasser tropft mit steigendem Sonnenstand direkt durch das Mesh ins Innere. Mehr dazu im Ausrüstungsfazit.

    Nach dem langen Tag gestern habe ich für heute eine relativ kurze Strecke geplant und lasse mir Zeit mit dem Frühstück. Ich fotografiere die Umgebung und kundschafte schon mal aus, wo ich am besten von dem Plateau absteigen kann. In der Karte ist kein Weg eingezeichnet und ich erinnere mich noch blass, dass der Abstieg in Loco Nordins Bericht als etwas knifflig beschrieben wurde.


    Der Blick über das Tal zählt sicher zu den Highlights der Tour




    Blick nach Norwegen zum Storsteinsmassiv

    So laufe ich dann am frühen Vormittag los und bleibe auf noch dem Plateau um möglichst wenig Umweg zu haben und weiter westlich auf den Weg im Tal zu treffen. Über sumpfige Wiesen geht es leicht bergab bis ich irgendwann eine Stelle finde, die geeignet scheint um ins Tal abzusteigen. Es geht recht steil bergab und streckenweise durch fast mannshohes Gebüsch, aber schon nach kurzer Zeit treffe ich unten auf den Pfad. Von unten habe ich dann natürlich einen besseren Überblick und sehe, dass es noch die eine oder andere (vermutlich einfachere) Abstiegsmöglichkeit gegeben hätte. Hat ja dann aber auch so ganz gut funktioniert.


    Der Blick von unten zum Plateau


    Plaisir-Wandern

    Auf dem Pfad läuft es sich wunderbar einfach und die Landschaft präsentiert sich beinahe komplett anders als am Vortag. Der Weg schlängelt sich durch niedrige Vegetation, die in erste Linie aus Zwergbirken und Krähenbeeren besteht und ich suche hinter einem großen Felsbrocken Windschutz um eine Pause einzulegen. Aber schon bald darauf verändert sich das Bild: der Weg verläuft zunehmend durch Weidengestrüpp was das Vorankommen erschwert, obwohl die Strecke teilweise mit Holzbohlen ausgelegt ist. Diese werden jedoch richtig gefährlich, wenn sie ca. 10cm unter Wasser stehen und noch ein leichtes Gefälle haben. Ich lasse mir bei diesen Passagen viel Zeit und kann dadurch so manche Rutschpartie verhindern.


    Verbuschtes, sumpfiges Gelände


    Blick von der Rengärde nach Süden

    Als Tagesziel hatte ich die Seen kurz vor dem Kungsleden unweit des Gardenvarri ins Auge gefasst; als ich dort ankomme muss ich allerdings feststellen, dass die Seen durch einen Sumpf- und Schilfgrasgürtel nur schwer zu erreichen sind und sie vergleichsweise klein und flach sind wodurch die Wasserqualität nicht so berauschend scheint. Außerdem werde ich in kürzester Zeit von Mücken aller Art belagert (Stechmücken, Kriebelmücken, Gnitzen..). Schnell ist klar: hier bleibe ich nicht.

    Also kreuze ich den Kungsleden und laufe hinter der Rengärde noch etwa 1-2km weiter, bis ich einen wunderbaren Zeltplatz finde, in dessen Nähe ein kleiner Bach fließt. Auch wenn ich das Wasser aus den Tümpeln/Seen wahrscheinlich problemlos hätte trinken können, wollte ich das Risiko nicht eingehen zumal sich meistens in recht kurzer Entfernung noch bessere Quellen auftun.


    Belagerung


    Zeltplatz


    Nachmittagssonne




    Abendlicher Blick Richtung Abiskojaure..


    ..und nach Norwegen

    Kaum habe ich das Zelt aufgeschlagen, werde ich von Mücken belagert. Einer der Gründe für mich im September auf Tour zu gehen ist, dass die Mücken bis dahin weitestgehend reduziert sind. Ich hoffe vergeblich auf eine leichte Brise, die die Mücken am Boden hält. So füge ich mich meinem Schicksal und esse, nach einer Katzenwäsche am Bach, im Zelt zu Abend. Das ist insofern besonders ärgerlich, da auch dieser Zeltplatz wieder mit einem grandiosen Ausblick über das Tal des Kamajohkka aufwarten kann und die Abendsonne das Zeltinnere selbst bei offener Tür nochmal deutlich aufwärmt. Hier kann jetzt aber das selbstgenähte Innenzelt voll punkten und ich bekomme so wenigstens mehr Frischluft als mit der Standardversion. Als die Sonne dann untergeht, wird es schnell kalt, der Wind frischt auf und die Mücken geben nun auch Ruhe. Ich fotografiere noch ein bisschen bevor es dann ins Bett geht. Nachts kucke ich einmal aus dem Zelt und sehe zu meiner Freude Polarlichter!

    Da es auch schon so schwer genug ist, sich nochmal aus dem warmen Bett zu bequemen und dazu auch noch ein kalter Wind weht, ziehe ich praktisch alle Klamotten an die ich dabei habe. So lässt es sich aushalten und ich fotografiere eine ganze Weile. Auch wenn die Polarlichter zwischenzeitlich nicht mehr zu sehen sind, hoffe ich doch immer wieder auf eine neue Welle. Als ich irgendwann dann doch, durch Wind und Müdigkeit ausgekühlt, die Fotosession beschließe ist es schon fast halb zwei.




    Der Vollmond im Rücken beleuchtet das Tal



    Nachdem ich bei den letzten Touren kein Glück hatte (oder einfach zu tief geschlafen habe), sind das die ersten Polarlichter für mich, seit ich vor ein paar Jahren für eine Weile in Norwegen gelebt hatte. Die Polarlichter sind ganz schön anzusehen, aber vor allem ist es auch Balsam für das Nordlandherz. Der Alltag und seine Probleme scheinen weit weg und es stellt sich eine innere Ruhe ein. Aber nicht nur. Da ist auch eine Unruhe und Rastlosigkeit. Die Erkenntnis, dass ich mit mir und meiner Lebensplanung nicht dort stehe, wo ich gerne wäre. Und auch, dass das Kapitel „Nordskandinavien“ für mich noch nicht abgeschlossen ist. Alle paar Jahre für zwei Wochen wandern gehen ist zwar nett, aber ich weiß auch, dass das anders aussehen könnte. (Das Forum ist wohl der beste Beweis dafür.. )

  9. Fuchs
    Avatar von Meer Berge
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    AW: [SE][NO] Høst 2017 - Solo im Spätsommer

    #9
    Hallo Morit.z!

    Wundervolle Bilder hast du mitgebracht! Da hat sich die "große Kamera" gelohnt, oder?
    Kalender *Papageitaucher 2021* Familienplaner
    Das Wetter, das man jeden Morgen in sich selber macht, ist viel wichtiger als das Wetter draußen. Fynn

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    #10
    Tag 4

    Die restliche Nacht ist gelinde gesagt äußerst bescheiden; mir wird einfach nicht mehr richtig warm. Egal wie viel Bekleidung: die innere Heizung scheint aus zu sein, aber ich habe auch keine Lust mir mitten in der Nacht einen Tee zu kochen, um der Wärmepumpe nachzuhelfen. So schlafe ich eher schlecht als recht für ein paar Stunden, bis es schließlich anfängt zu dämmern und ich aufstehe.
    Ich hatte noch in der Nacht beschlossen, als nächstes nach Abiskojaure zu laufen anstatt den direkten Weg nach Unna Allakas zu nehmen wie ursprünglich geplant. Da ich bisher jeden Tag am Ende immer länger gelaufen war als geplant, lag ich schließlich gut in der Zeit und nach der nicht gerade erholsamen Nacht war die Aussicht auf einen Ruhetag und eine Sauna einfach zu verlockend.


    Garddenvarri

    Am Morgen weht immer noch ein kräftiger und kalter Wind so dass ich meine Sachen zusammenpacke, loslaufe und unterwegs frühstücke. Es geht zunächst weglos im Schatten des Garddenvarri ins Tal, bis ich nach etwa 1.5 Stunden auf eine Quadspur treffe. So läuft sich das restliche Stück bis nach Abiskojaure wie von alleine und ich bin nach der bescheidenen Nacht wieder bei guter Laune – das Wetter spielt nach wie vor mit und der Pfad gibt mir ein gutes Gefühl. Klingt vielleicht etwas blöde, zumal es sich nur um einen Schotterweg und Holzbohlen handelt, aber gegenüber dem weglosen Laufen (welches seinen eigenen Reiz hat) zeigt ein markierter Weg einem eben deutlicher an, dass man auf dem „richtigen“ Weg ist und wodurch es auch leichter fällt, mal die Gedanken schweifen zu lassen.

    Unterwegs treffe ich auf einen Elch, der von unserer Begegnung ähnlich überrascht zu sein scheint wie ich. Es ist einer der wenigen Momente in denen ich mir mehr Brennweite wünsche, aber der Elch ist nicht allzu weit entfernt und für ein paar Schnappschüsse reicht es allemal. Nachdem wir uns von unserer Friedfertigkeit überzeugt haben, zieht der Elch mit gespitzten Ohren im leichten Trab davon und bleibt zwischendurch nochmal stehen um noch einen Blick zurück zu werfen.







    Am frühen Nachmittag schlage ich mein Zelt in Abiskojaure auf und schlafe erstmal eine Runde. Nach zwei Stunden werde ich wach und höre wie um mich herum andere Zelte aufgebaut werden. Eine Gruppe aus Norwegen und ein Paar aus Deutschland (dem Tonfall nach zu urteilen, vermute ich aus dem Berliner Raum).

    Bei dem Paar herrscht angespannte Stimmung. „Geh‘ doch schon mal in die Sauna, ich baue in der Zwischenzeit das Zelt auf!“ - “Aber wir können doch das Zelt gemeinsam aufbauen, und dann kann ich doch immer noch in die Sauna!“ – „Du kannst doch jetzt einfach schon mal in die Sauna, ich baue das Zelt auf und danach essen wir dann!!“ – es geht so noch ein paar Mal hin und her; ich kann beim besten Willen nicht ausmachen was der jeweilige Partner eigentlich will und was die beiden in diesem Moment am jeweils anderen stört.
    „Das nimmt jetzt ja schon fast loriot’sche Züge an“, konstatiert er irgendwann und ich vermute, dass die Nacht in ihrem Zelt ziemlich frostig werden dürfte, egal was das Wetter noch bringt. Wie aus heiterem Himmel platzt dann aber irgendwann doch der Knoten und die beiden stellen fest, dass sie eigentlich viel lieber erstmal zusammen Abend essen und danach gemeinsam in die Sauna wollen. War dann ja doch gar nicht so schwer dieses nicht existente Problem aus der Welt zu schaffen... ein bisschen fühle ich mich schlecht, die Diskussion belauscht zu haben, aber Zelte sind nun mal nicht schalldicht.
    Wenn die beiden hier mitlesen sollten: ich hoffe ihr hattet eine gute und harmonische weitere Tour und ich bedanke mich für diese wahrhaft lorioteske Inszenierung.
    Denn nach dem Zwiegespräch der beiden bin ich nicht nur gut unterhalten worden, sondern auch endgültig wach – gerade rechtzeitig, um noch einen Müsliriegel zu verdrücken und dann in die heiß ersehnte Sauna zu gehen.

    In der Sauna treffe ich auf eine Gruppe Deutscher aus Leipzig und Erfurt, die eine Hüttentour von Abisko nach Nikkaluokta machen. Wir kommen ins Gespräch und nachdem ich nach dem Saunagang zu Abend gegessen habe, setze ich mich zu der Gruppe in die Hütte an den Tisch. Der Abend wird sehr nett und wir unterhalten uns noch sehr gut.
    Mit Futter für etwa 12 Tage im Rucksack, hatte ich ein Startgewicht von etwa 19-20 kg auf dem Rücken. Für meinen Geschmack dürfte das in Zukunft noch niedriger ausfallen, aber ich ernte trotzdem neugierige Kommentare und Nachfragen aus der Wandergruppe: schließlich hätten sie deutlich mehr Gewicht dabei, obwohl sie ausschließlich in den Hütten übernachten. Und auch die neuen Wanderstiefel taugen ja nix, weil sie schon jetzt Blasen an den Füßen hätten und dabei gerade erstmal die erste Etappe von Abisko gelaufen sind… wie solle das denn erst am nächsten Tag bis Alesjaure weitergehen..?
    Ich werde das Gefühl nicht los, dass zumindest die Outdoorshops und -hersteller im Vorfeld ordentlich an der Wandergruppe verdient haben und ich versuche noch ein paar Tipps und Gedankenanstöße zu geben, damit die Jungs hoffentlich auch nach dieser Tour noch Spaß am Wandern haben.

    Als dann Matratzenhorchdienst angesagt ist, bin ich dann doch ganz froh im Zelt zu schlafen, da der Ofen in der Hütte den ganzen Abend lang vor sich hin gebollert hatte. Mit der durchfrorenen letzten Nacht im Hinterkopf erinnere ich mich noch vage an einen Tipp den ich hier im Forum aufgegabelt hatte, und lege die die dünne EVA-Matte auf die Xlite anstatt darunter. In der Theorie sollte das keinen merklichen Unterschied machen, aber in der Praxis sieht es dann doch anders aus: da ich auf der Tour das erste Mal einen Quilt nutze, merke ich sofort die deutlich „wärmere“ Haptik der Schaumstoffmatte, und auch wenn es keinen messbaren Unterschied geben sollte, bin ich mit dieser Variante sehr zufrieden und schlafe wie ein (schnarchendes) Kleinkind.


    Tag 5

    Da in Abiskojaure nicht sonderlich viel los ist, beschließe ich noch eine weitere Nacht hier zu bleiben, zumal ich es ohnehin nicht eilig habe. Es wird ein recht ereignisloser Tag (was aber auch nicht das schlechteste ist), was sich dann in etwa so äußert: Schlafen, Essen, Kaffee trinken, Holzhacken, Spaziergang, Schlafen, Fotografieren, Sauna, essen, Bett. Hvilodag eben.
    Den Tag über füllen sich die Hütten und die Zeltecke dann aber doch deutlich mehr als noch am Vortag, so dass ich froh bin am nächsten Tag weiterzulaufen.








  11. Dauerbesucher

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    AW: [SE][NO] Høst 2017 - Solo im Spätsommer

    #11
    Zitat Zitat von Meer Berge Beitrag anzeigen
    Hallo Morit.z!

    Wundervolle Bilder hast du mitgebracht! Da hat sich die "große Kamera" gelohnt, oder?
    Vielen Dank, das freut mich sehr. Unterm Strich hat es sich für mich gelohnt, weil mir das Fotografieren mit der DSLR deutlich mehr Spaß macht und ich mit der Bildausbeute ganz zufrieden bin. Aber laut Tagebuch habe ich das Kameragewicht an manchen Tagen auch verflucht

    Du kennst das ja vielleicht - schließlich scheinst Du ja auch in Deinem aktuellen Pyrenäenbericht noch deutlich mehr Höhenmeter zu machen als ich und hast auch eine DSLR dabei, wenn ich das richtig im Kopf habe

  12. Erfahren

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    AW: [SE][NO] Høst 2017 - Solo im Spätsommer

    #12
    Zitat Zitat von Ljungdalen Beitrag anzeigen
    Aber sowas von! Die habe ich auch alle durch!
    D'accord. Pflichtlektuere sozusagen.

    Taffi

  13. Dauerbesucher

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    AW: [SE][NO] Høst 2017 - Solo im Spätsommer

    #13
    Liest hier noch jemand mit?
    Ich mache einfach mal weiter:

    Tag 6

    Ohne allzu große Eile stehe ich heute auf, frühstücke und packe zusammen. So starte ich gegen halb 10 auf den Weg Richtung Unna Allakas. Das Wetter zeigt sich unbeständig und auch die Vorhersage für die kommenden Tage sieht auch nicht allzu prickelnd aus. Aber dafür entschädigt der Weg umso mehr – durch überwiegend bewaldetes Gebiet läuft es sich auf dem Pfad denkbar einfach und von dem zwischenzeitigen Nieselregen bekomme ich unter dem Blätterdach nur wenige Tropfen ab.







    Im weiteren Verlauf lichtet sich der Wald dann aber und es folgt dichtes Weidengestrüpp. In Kombination mit meiner Bequemlichkeit eine Regenhose anzuziehen, führt das recht schnell zu einer durchweichten Hose. Das ist erstmal nicht weiter schlimm, denn durch die Bewegung ist mir ohnehin warm genug und so warte ich auch noch mit dem Anziehen der Regenjacke etwas, obwohl aus dem Nieseln mittlerweile Regen geworden ist. Das Gelände öffnet sich im weiteren Wegverlauf und es läuft sich recht problemlos, aber das Wetter wird zunehmend garstiger. Zu dem zeitweise kräftigen Regen gesellt sich ein kalter Wind von vorne. Ich laufe mit gesenktem Kopf auf Autopilot und beschließe bis Unna Allakas durchzumarschieren. Außerdem erfahre ich von einem entgegenkommenden Wanderer, dass Unna Allakas von der Sauna-Offensive des STF profitiert hat, was diese Entscheidung deutlich vereinfacht


    Kohte bei Rovvedievva

    Rückblickend betrachtet kann man das so machen, aber trotzdem ärgere ich mich: ich mache den wiederholten Fehler, zu wenig Pausen zu machen und weiter zu laufen als geplant (ursprünglich hatte ich für die Etappe nach Allakas großzügige zwei Tage angedacht). Außerdem lasse ich die Kamera im Rucksack und lasse dadurch einige schöne Motive aus (der Blick Richtung Norwegen gleicht zeitweise dem nach Mordor).

    Am Ende ist das natürlich alles nicht so wild: ich komme etwas durchnässt und mit schweren Beinen in Unna Allakas an und beschließe kurzerhand, in der Hütte zu schlafen. Aber der innere Zwiespalt, die eigenen Pläne wiederholt derart zu missachten, beschäftigt mich noch eine ganze Weile danach – nicht weil es nennenswerte Auswirkungen auf die Tour gehabt hätte, sondern weil es mir aufzeigt, wie ich mit mir selber umgehe (und alles was daraus folgt).
    Dafür ist der Empfang an der Hütte umso netter: trotz meines rudimentären und eingerosteten Norwegisch hält mich der Stugvärd zumindest für die ersten Minuten unseres Smalltalks doch tatsächlich für einen Einheimischen. Als ich dann die Hütte betrete, steht dort ein lockiger Hüne, der mir irgendwie bekannt vorkommt und sich als Jär..äh..Pet.. Pjotr entpuppt.

    Im Laufe des Abends kommt nur noch ein weiterer Wanderer an (Alex, ein Österreicher der den NKL läuft) und auch der Stugvärd setzt sich noch zu uns, und bringt zur großen Freude aller selbst gebackenen Kuchen mit. So geht ein mittelprächtiger Tag in einen sehr netten Abend über, und ich beschließe auch hier gleich zwei Nächte zu bleiben, nachdem ich durch die lange Etappe viel Zeit habe und auch der Wetterbericht für den folgenden Tag nicht besser aussieht.


    Tag 7

    Am nächsten Morgen lasse ich mir Zeit. Die anderen beiden sind da schon etwas geschäftiger und packen ihre Rucksäcke bevor sie dann schließlich am frühen Vormittag weiterlaufen. Der Himmel ist bedeckt, aber es ist noch trocken, so dass ich die Gelegenheit auch für kleinere Erkundungsspaziergänge um die Hütten nutze.


    Mjam!









    Später setzt dann wie erwartet Regen ein und es wird zunehmend ungemütlich. Zurück an der Hütte mache ich etwas Feuerholz und heize den Ofen an. Mit einem heißen Kaffee und der Karte setze ich mich an den Tisch und plane meine weitere Route. Zwischen den Optionen Katterjåkk, Rombaksbotn/Katterat und Beisfjord entscheide ich mich für die mittlere Variante, nachdem ich von Pjotr erfahren hatte, dass die Schutzhütte im Oallavaggi ganz nett sein soll. In Verbindung mit dem eher ungemütlichen Wetter finde ich Gefallen an der Vorstellung, nicht im Zelt schlafen zu müssen und zumindest die Option eines festen Daches nutzen zu können, wenn mir danach ist.


    Kälte


    Wärme

    Am Nachmittag trudeln dann neue Hüttengäste ein, darunter auch Markus und Elisabeth (aka bourne; auch hier nochmal: hat mich sehr gefreut Euch kennenzulernen ), ein schwedischer Solowanderer und am Abend noch eine größere Gruppe aus Israel. So wird es wieder ein netter und unterhaltsamer Abend. Am späteren Abend zeigen sich nochmal Polarlichter, die alle Hüttenbewohner nochmal vor die Tür treiben, bevor ich schließlich gegen 23 Uhr schlafen gehe.


    Abendlicher Blick nach Norwegen


  14. Fuchs
    Avatar von dingsbums
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    AW: [SE][NO] Høst 2017 - Solo im Spätsommer

    #14
    Zitat Zitat von morit.z Beitrag anzeigen
    Liest hier noch jemand mit?
    Das stellst du nicht wirklich in Frage, oder? Ich schätze, ich bin nicht die einzige, die sich gerade zurzeit über jeden Bericht so richtig freut und diese nur so in sich aufsaugt. Danke für deinen!

    Ich habe mich kurz gefragt, wie wir anscheinend nicht nur bourne um einen Tag, sondern auch dich und Jaerven verpassen konnten. Bis mir klar wurde - dein Bericht ist von 2017, Markus und Elisabeth waren aber 2018 gleich wieder in Unna Allakas, in diesem Jahr und Bericht war mir aufgefallen, dass wir die um einen oder zwei Tage verpasst hatten.

    Freue mich auf den Rest deiner Tour.

  15. Dauerbesucher
    Avatar von Blahake
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    AW: [SE][NO] Høst 2017 - Solo im Spätsommer

    #15
    Zitat Zitat von morit.z Beitrag anzeigen
    Liest hier noch jemand mit?
    Aber ja doch! Voller Fernweh und Neid wegen der Polarlichter!

  16. AW: [SE][NO] Høst 2017 - Solo im Spätsommer

    #16
    Zitat Zitat von morit.z Beitrag anzeigen
    Liest hier noch jemand mit?
    Also ich sicher nicht.

    Ich muss unbedingt mal wieder spät in der Sommersaison in die Ecke...

    Gruss
    Henning
    Es gibt kein schlechtes Wetter,
    nur unpassende Kleidung.

  17. Dauerbesucher
    Avatar von Mortias
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    AW: [SE][NO] Høst 2017 - Solo im Spätsommer

    #17
    Zitat Zitat von morit.z Beitrag anzeigen
    Liest hier noch jemand mit?
    Na klar. Naja zugegeben hab ich jetzt eben mal alles an einem Stück gelesen. Hab mal wieder länger hier nicht im Forum reingeschaut.

    Aber bishher eine sehr schöne Tour. Vor allem der Anfang durch das Ballinvaggi und den anschließenden Zeltplatz haben mir echt gut gefallen. Das war wirklich mal ein Premium Ausblick der in mir das Fernweh weckt und die Sehnsucht wieder nach Lappland aufzubrechen. Und Glückwunsch auch zu der Elchsichtung. Hin und wieder hatte ich zwar auch schon das Vergnügen nen Elch zu sehen, aber bisher war noch nie einer mit Geweih dabei. Also von daher immer hübsch weiterschreiben.

  18. Anfänger im Forum

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    AW: [SE][NO] Høst 2017 - Solo im Spätsommer

    #18
    Zitat Zitat von morit.z Beitrag anzeigen
    Liest hier noch jemand mit?
    Auf jeden Fall! Genau wie bei den vielen anderen Nordland-Berichten, die gerade (weiter-)geschrieben werden. Weckt unglaubliches Fernweh...


    Zitat Zitat von morit.z Beitrag anzeigen
    mache einfach mal weiter:
    Unbedingt! Freu mich schon auf die Fortsetzung

  19. Dauerbesucher

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    AW: [SE][NO] Høst 2017 - Solo im Spätsommer

    #19
    Danke für die aufmunternden Worte, da fällt es doch gleich deutlich leichter, noch einen Tag dranzuhängen

    Zitat Zitat von dingsbums Beitrag anzeigen
    Ich habe mich kurz gefragt, wie wir anscheinend nicht nur bourne um einen Tag, sondern auch dich und Jaerven verpassen konnten. Bis mir klar wurde - dein Bericht ist von 2017, Markus und Elisabeth waren aber 2018 gleich wieder in Unna Allakas, in diesem Jahr und Bericht war mir aufgefallen, dass wir die um einen oder zwei Tage verpasst hatten.
    Richtig, meine Tour war (leider) schon 2017. Wie man den Berichten von bourne und andrea2 sehen kann, haben sich wohl einige Foristen zu der Zeit dort oben getummelt. Es ist also nur eine Frage der Zeit bis wir uns auch mal über den Weg laufen werden (Potentielle Tourideen liefern die aktuellen Nordlandberichte ja zuhauf )

    Zitat Zitat von Mortias Beitrag anzeigen
    Aber bishher eine sehr schöne Tour. Vor allem der Anfang durch das Ballinvaggi und den anschließenden Zeltplatz haben mir echt gut gefallen. Das war wirklich mal ein Premium Ausblick der in mir das Fernweh weckt und die Sehnsucht wieder nach Lappland aufzubrechen. Und Glückwunsch auch zu der Elchsichtung. Hin und wieder hatte ich zwar auch schon das Vergnügen nen Elch zu sehen, aber bisher war noch nie einer mit Geweih dabei. Also von daher immer hübsch weiterschreiben.
    Ja, mit einem Elch hatte ich in der Ecke überhaupt nicht gerechnet. Man liest ja immer wieder mal von Elchen um Vistas rum und auch Rentiere gibt es ja genug zu sehen, aber das war schon ganz nett
    Weiterschreiben mach' ich doch glatt:

    Tag 8

    Am nächsten Morgen packe ich nach dem Frühstück meine Sachen und bin gegen 10 Uhr auf dem Weg Richtung Norwegen. Das Wetter ist zunächst noch ganz gut, doch der Wetterbericht hat weiteren Regen angekündigt. Schon nach kurzer Zeit erreiche ich den Grenzübergang nach Norwegen. Ohne den angepinselten Steinhaufen und den dazugehörigen Grenzstein würde man das nicht mitbekommen, aber das Wissen, jetzt wieder in „meinem“ Norwegen zu sein, freut mich dann doch deutlich mehr als ich erwartet hatte.


    Kurz nach dem Start in Unna Allakas






    Wegbesetzer auf dem Weg nach Cunojaure

    Die Freude erfährt allerdings auch kurz darauf schon den ersten Dämpfer durch den einsetzenden Regen. Ich umrunde den See und bis ich die Hütten bei Cunojaure erreiche, hat es sich ziemlich eingeregnet. Die Hütten sind aufgrund von Bauarbeiten auf dem Hüttengelände für Übernachtungen geschlossen und den Arbeitern vorbehalten, aber ich dürfe selbstverständlich gerne im Aufenthaltsraum einer Hütte eine Pause einlegen, versichert mir der Verantwortliche. Das Angebot nehme ich gerne an und bin beeindruckt von dem Luxus in der Hütte – für weniger Geld bekommt man deultich mehr geboten als auf der schwedischen Seite (wie zB ein wunderbar weiches Sofa). Ein Umstand den ich mir auf jeden Fall für zukünftige Touren merken werde

    Ich nutze meine Pause, um im Trockenen eine Kleinigkeit zu essen und bekomme nach etwa 10 Minuten Gesellschaft von einem Paar aus Deutschland, das auf dem Weg von Caihnavagge nach Unna Allakas ist, und hier ebenfalls eine Mittagspause einlegt. Nach einem kurzen Gespräch verabschiede ich mich wieder, alleine schon aus Angst auf dem Sofa zu versacken
    In Regenklamotten gehüllt geht es so für mich weiter nach Norden. Der Weg steigt langsam aber stetig an, mal durch sumpfiges Gelände, mal durch Weidendickicht oder auch beides zusammen. Der Regen lässt zwar zwischenzeitlich nach, aber insgesamt macht das Wegstück nicht übermäßig viel Spaß zu gehen. Erst als ich am Sealggajavri ankomme, lichtet sich das Weidendickicht und der Weg wird wesentlich angenehmer zu gehen.






    Sealggajavri in Sicht





    Der Weg führt weiter leicht bergauf und wird zunehmend gerölllastiger, bis ich gegen 16 Uhr die Schutzhütte im Oallavaggi erreiche. Zu meiner Überraschung erwartet mich dort erneut Järven, der seine Pläne durch die Bauarbeiten in Cunojaure geändert hatte. Am späteren Nachmittag kommt ein älterer, schwer schnaufender Däne vorbei, der sich auf einen Kaffee zu uns setzt. Er spricht überwiegend dänisch und auch Järven hat seine Mühe, ihn zu verstehen. Während ich die Unterhaltung gedanklich für mich schon beendet habe, fühle ich mich sehr an Kamelåså erinnert. Der Däne zieht nach der kurzen Pause mit dem Plan weiter, irgendwo zwischen Sealggajavri und Cunojaure zu zelten. Der restliche Abend vergeht recht schnell, da sich Järven wie schon in Allakas als interessanter Gesprächspartner erweist, bis wir schließlich gegen 10 Uhr in den Federn liegen.


  20. Erfahren
    Avatar von Fjellfex
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    AW: [SE][NO] Høst 2017 - Solo im Spätsommer

    #20
    Dies ist ja der Bericht Deiner 2017er-Tour, und ich lebe die ganze Zeit in der Hoffnung, daß sich die Berichte für 2018 und 19 gleich anschließen.

    Die Kamelåså-Sache ist natürlich der Klassiker. Ich hab ja mit meinem Norwegisch auch schon problemlos dänische Bücher gelesen (Jørn Riel - ein echter Brüller!), aber gesprochenes Dänisch ...

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