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  1. Neu im Forum

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    Schlafsystem fürs Bikepacking im Sommerhalbjahr

    #1
    Moin!
    Ich möchte dieses Jahr gerne das Bikepacking ausprobieren (in der Hoffnung, dass sich die Corona-Lage zum Sommer hin entspannt) und möglichst als regelmäßiges Hobby umsetzen.
    Erfahrungen mit Camping ist rudimentär vorhanden (eine Woche Campingurlaub mit Auto und Hauszelt); ich habe auch nach Besäufnissen 2-3x im Schlafsack am Grillfeuer gepennt. Mehr Ahnung von dem Thema habe ich bisher nicht.
    Was ich aber kapiert habe: Mit Schlafsack+Luftmatte für zusammen 50€ komme ich nicht weit. Zu kalt, unkomfortabel, Packmaß jenseits von Gut und Böse. Da muss ich also erstmal mit der Ausstattung eine Grundlage schaffen, mit der ich auf Tour gehen kann.

    Ich möchte also um Ratschläge bitten, was für ein System aus Schlafsack+Isomatte ich mir zulegen könnte
    Erstmal zum Fragebogen:

    1. Bei welchen Temperaturen soll der Sack eingesetzt werden?
    Was die Nächte im mitteleuropäischen Sommerhalbjahr so zu bieten haben: etwa 5 bis 20 °C.

    2. Wie groß bist du? Gewicht ? Geschlecht ? Statur?
    (eher schmal, normal, kräftig, ...)
    Männlich, 1,88 m und 85 kg, eher schmaler und knochiger Körperbau, dafür aber recht breite Schultern.

    3. Wie ist dein persönliches Kälteempfinden?
    Wenn ich mich hinlege, werde ich zu einer krassen Frostbeule. In dem Sinne, dass ich mich vor dem Zubettgehen im T-Shirt wohlgefühlt habe und 30 min später im Pullover unter der Bettdecke friere. Vor allem habe ich immer kalte Füße.

    4. Hättest du gern einen breiteren Schlafsack? (Körperbau / unruhiger Schläfer / Seitenschläfer)
    Reiner Seitenschläfer und bis ich eingeschlafen bin, drehe ich mich alle paar Minuten um. Ich denke also, dass ich viel Platz brauche.

    5. Wieviel Geld willst du ausgeben?
    Ca. 400€ für Schlafsack und Isomatte. An ein paar Euro scheitert es aber nicht.

    6. Beschreibe bitte in wenigen Sätzen den Einsatzbereich des Schlafsacks (wichtig: Jahreszeit, Witterung, Land, Einsatzdauer)
    Wie gesagt: Bikepacking. Ich bleibe vorerst in Mitteleuropa und an die warme Jahreszeit. Die ersten Touren werden wohl nur wenige Tage dauern, perspektivisch möchte ich aber auch wochenlang unterwegs sein. Gegen normalen Regen schützt ein Zelt und wenn richtiges Mistwetter ansteht, flüchte ich ins Hotel.

    7. Wo liegen Deine Prioritäten? (Gewicht/ Preis/ Komfort/ ...)
    Komfort und Packmaß! Bin ja wohl eher ein Problemschläfer. Schlafsack und Isomatte müssen in die vorhandene Lenkertasche (14l) passen. 200g hin oder her machen den Kohl nicht fett und was nicht im Budget ist, ist halt nicht im Budget.

    Mein bisheriger Schlafsack ist ein 85 cm breiter Deckenschlafsack mit Kopfteil. Das Kopfteil nervt gewaltig: Immer, wenn ich mich umdrehe, muss ich hinterher wieder nach meinem Kopfkissen suchen. An den Schultern empfinde ich das Platzangebot als ausreichend, weniger dürfte es nicht sein. An den Beinen ist natürlich ausreichend Platz.
    Dazu habe ich eine günstige aufblasbare "Iso"matte (R-Wert 1,3). Das ist natürlich zu wenig. Außerdem rutsche ich mit dem Schlafsack ständig herunter; vielleicht sind die 55 cm zu schmal. Die Matte ist 6 cm dick; damit liege ich in Schlafposition mit der Schulter direkt auf dem Boden. Bei 10 cm Kopfkissen.

    Ich vermute mal, dass ich kein einfacher Fall bin...

    Ich denke, dass eine mögliche Lösung ein ausreichend dimensionierter Schlafsack ohne Kopfteil sein könnte, den ich auf Halshöhe zuziehe und der sich bei jeder Bewegung mitdreht.
    Die andere Überlegung geht in Richtung eines Quilt. Damit habe ich überhaupt keine Erfahrung, scheint mir aber sinnvoll zu sein.

    Da sicher die Überlegung Daune vs. Kunstfaser kommt: Ich habe bisher keine Präferenz, da ich noch nie in Daune geschlafen habe. Nass wird der Schlafsack nicht. Bei KuFa ich Zweifel, wie schweißig es wird, wenn die Nacht dann doch eher tropisch wird und wie es sich mit dem Packmaß ausgeht.

    Ich danke schonmal für jeden Rat!
    Der Reddi

  2. AW: Schlafsystem fürs Bikepacking im Sommerhalbjahr

    #2
    Die Matte ist 6 cm dick; damit liege ich in Schlafposition mit der Schulter direkt auf dem Boden
    Du meinst, die Schulter drueckt sich bis zum Boden durch?
    6 cm Schlafmatte ist an sich kein Problem, es geht auch duenner. Es kommt natuerlich ein bisschen auf die Matte an...

    Ich wuerde schon einen Schlafsack mit Kopfteil nehmen, ist im Bedarfsfall einfach wärmer. Bei halbwegs guten Schlafsäcken sollte das auch kein Problem sein. Was das Kissen angeht: wenn es nicht kalt wird klemme ich das Kissen (aufblasbar) in das Kopfteil, so fliegt es nicht weg. In deinem Fall koennte es helfen, wenn du dir aus Kleidungsstuecken und einem Packsack eine recht breite Kopfkissenrolle baust, die du ans Kopfende deiner Matte legst (oder gar oberhalb der Matte auf den Boden - wenn sie dick genug ist - so kann sie gar nicht erst runterfallen).



    Wie viel Platz hast du auf deinem Fahrrad? Mehrere Seitentaschen, oder alles an Sattel und Lenker befestigt?

    Was Schlafsäcke angeht, so gibt es von Sea to Summit die Spark Serie, die man wohl sehr klein zusammenpacken kann. Hab aber selbst nie einen in der Hand gehabt..

    An Schlafmatten gibts vieles, Exped Synmat zum Beispiel.

  3. AW: Schlafsystem fürs Bikepacking im Sommerhalbjahr

    #3
    Isomatte je nachdem, wie komfortabel gewünscht ist, geht eine 5-9 mm Evazote oder eine Z-Rest-Sol von Therm-a-Rest ganz gut (günstig, leicht und robust aber sperrig und rustikal), muß halt irgendwo außen ans Rad, könnte aber auch prima als Spritzschutzblech am Hinterrad zusatzverwendet werden (popelige Halterung basteln und die Matte in nen großen Müllbeutel stecken).
    Ggf. zusätzlich eine ProLite-4-S (Torsolänge) von TAR, die ist klein, leicht und bequem dort wo man es braucht.
    Kleiner, bequemer, auch recht leicht aber etwas teurer wäre eine NeoAir-Variante (bspw. Camper oder Trekker, ggf. auch weitere) von TAR oder eine Synmat 7 UL von Exped.
    Die Synmat 7 UL wäre auch verdammt klein und leicht, zusätzlich könnte man eine 5er-Eva vielleicht noch ums Oberrohr rollen?
    Mit den Dingern (und weiteren) habe ich selber prima Erfahrungen gemacht. Mittlerweile gibt es bestimmt noch mehr tolles Zeugs am Markt. Meine Beispiele taugen auf jeden Fall mal als Anhaltspunkt, wenn Du Dich an Zahlen orientieren willst.

    Beim Schlafsack dürftest Du mit ~400+ g gescheiter Daune schon glücklich werden. Meinetwegen 500 oder 550, wie Du magst. Kannst auch fragen, ob Dir jemand einen Sack mit mehr Daune im Fußbereich schneidert, geht alles.
    Aber so 400+ g Daune (650+ cuin) für 250-300 EUR dürften gut reichen und auch für ein wenig Bergtrekking im Spätsommer/Herbst reichen, falls mal was anderes geplant ist (zukunftsweisend).
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  4. Erfahren

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    AW: Schlafsystem fürs Bikepacking im Sommerhalbjahr

    #4
    Hi,

    Würde Pauschal zu etwas (m.M.n.) gescheitem raten, was vermutlich gleich etwas gemütlicher, robuster und vielseitiger ist, als wenn du probierst sehr “billig“ oder extrem leicht zu sein (aber das hast du ja auch nicht vor).

    Meine persönliche Empfehlung anhand der bisherigen Kriterien:

    Isomatte: Thermarest NeoAir X-Lite in Large (Leicht, klein packbar, super warm, angenehm zu schlafen für mich als Aktiv-Schläfer und die m.E. beste Garantie)

    Penntüte: Cumulus Panyam 600 (ordentlich geschnitten und bewegt sich gut mit bei mir, mit entsprechender Temperatur-Reserve für kalte Nächte und Frostbeulen)

    Ps. Ich penne einfach lieber in Daune und nutze KuFa eher bei längeren “nassen“ Touren, daher wird es von mir zu diesem Einsatzzweck keine KuFa Empfehlung geben.

    Viel Erfolg und Spaß bei deinen Touren, berichte mal was es geworden ist und ob du zufrieden bist ✌

    Beste Grüße,
    Robert

  5. Anfänger im Forum
    Avatar von Harakiri
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    AW: Schlafsystem fürs Bikepacking im Sommerhalbjahr

    #5
    Abend!
    So kompliziert ist das gar nicht. Du wirst definitiv fündig werden. Bei den ersten Radreisen muss man sich nicht viele Gedanken um die Ausrüstung machen. Auch mit einem schweren Rad kann man ohne Ende Kilometer machen. Bei Fernwanderungen ist das schon ein ganz anderes Thema, da ist jedes gesparte Gramm Gold wert, sogar als Einsteiger. Ich würde dir trotzdem auch bei Radreisen zu der leichtesten Ausrüstung raten, die verlässlich ist.


    Dazu habe ich eine günstige aufblasbare "Iso"matte (R-Wert 1,3). Das ist natürlich zu wenig.
    Eigentlich dürfte das für den Sommer reichen. Bis +7°C reicht ein R-Wert von 1, falls du mit Temperaturen bis +2°C rechnest, ist ein Wert von 2 sinnvoll. Eine wirklich warme, teure Matte ist für den Sommer nicht nötig. Wobei du da eine Menge Gewicht und vor allem Stauraum sparen kannst.

    Falls du direkt ein Topmodell kaufen willst, kannst du im Sommer mit einer Therm-A-Rest NeoAir Uberlite nichts falsch machen. Sie hat ein geringes Packmaß und wiegt bei einem R-Value von über 2 nur etwas über 300g in Größe L. Mit ihr kann man auch gut im Frühjahr und Herbst unterwegs sein.
    Eine NeoAir XLite ist schon deutlich schwerer, aber hält auch besser warm. Für den Sommer in Deutschland braucht man sie nicht, aber dafür kann man damit auch gut in den Alpen oder Skandinavien unterwegs sein.
    Wenn du die Uberlite oder ein ähnliches Modell kaufst, kannst du sogar den Hals einer Plastikflasche abschneiden, die Matte dort drinnen verstauen und die Flasche in einen Halter am Fahrrad packen.


    Da du auf dem Rad unterwegs bist, würde ich dir definitiv zu einem Daunenschlafsack raten! Mal davon abgesehen, dass sie angeblich das angenehmste Schlafklima haben, ist bei ihnen das Packmaß am geringsten und bei gleichem Gewicht sind gute Daunenschlafsäcke deutlich wärmer als Modelle, die mit nicht-tierischen Materialien gefüttert sind.
    Es gibt jedoch auch Nachteile. Bei weniger teuren Schlafsäcken kommen die Daunen oft aus fragwürdigen Quellen. Außerdem reagieren Daunensäcke empfindlicher auf Feuchtigkeit als Schlafsäcke aus Synthetik.

    Und ja: Falls du experimentierfreudig bist, kannst du auch mal ein Quilt ausprobieren. Gerade bei den Problemen, die du beschrieben hast, klingt das nach einer guten Lösung. Darin hat man mehr Bewegungsfreiheit und spart etwas Gewicht.

    Sowohl bei Daunenschlafsäcken, als auch bei Quilts mit Daunenfüllung ist Cumulus ein toller Anbieter. Die Preise sind ziemlich fair für die Leistung, die man bekommt. Du kannst dir dort so ziemlich alles bestellen, was du willst.
    Wenn du dazu bereit bist, mehr auszugeben, kannst du dich auch bei Western Mountaineering umschauen. Dort findest du die wahrscheinlich besten Schlafsäcke der Welt. Du könntest erst einmal deine Matte behalten und dort das leichteste Modell kaufen, das müsste gerade so ins Budget passen. Damit kommst du gut durch den Sommer. Solltest du damit unzufrieden sein, kannst du das Ding ohne große Verluste weiterverkaufen. Wahrscheinlich ist das aber nicht der billigste Weg und spart auch nicht das meiste Gewicht.
    Falls dich ein kleines bisschen mehr Gewicht nicht stört, bekommst du von chinesischen Anbietern auch tolle Produkte. Ich habe mehrere Sachen von Aegismax und bin ziemlich zufrieden damit. Die dünneren Schlafsäcke haben keine Kapuze, was das Schlafen für dich angenehmer machen würde. Guck dir vielleicht mal Amazon die Produkte an. Es gibt dort sowohl Schlafsäcke mit Kapuze und Wärmekragen, als auch welche, die am Hals enden.


    Für was du dich entscheidest, ist letztendlich deine Sache. Die anderen Leute hier haben schon gute Ratschläge gegeben. Nur der Aussage, dass "billig" und "extrem leicht" nicht gescheit wären, kann ich nicht zustimmen! Es gibt heutzutage wahnsinnig gute Produkte von Decathlon oder von Aliexpress, Amazon usw. Und das Profis ultraleicht unterwegs sind, ist auch kein Geheimnis mehr.

  6. Alter Hase
    Avatar von anja13
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    AW: Schlafsystem fürs Bikepacking im Sommerhalbjahr

    #6
    Vieles wurde schon gesagt.
    Schlafsack:
    Sommer, geringes Gewicht u. Packmaß spricht für gute Daune. Die mögliche Temperaturspanne zwischen Frieren und Schwitzen ist m.E. höher.
    Evtl. wäre bei der beschriebenen Bewegungsfreude tatsächlich ein Quilt eine Option, man kann aber auch einen Schlafsack als Decke benutzen, dann sollte man darauf achten, dass das Fußteil komplett zu öffnen ist.
    Ich würde auch über eine Daunenjacke oder -weste nachdenken. Das ist was für abends zum Überziehen und würde ein Backup für kältere Nächte sein.
    Vielleicht wäre der WM Summerlite was für Dich. Oder ein Schlafsack mit ähnlicher Füllung.

    Zur Isomatte habe ich keine Tipps. Ich würde aber auch sagen, dass der o.g. R-Wert reichen sollte. Die aufblasbaren Matten sind super bezüglich Gewicht und Packmaß, ich persönlich schlafe mittlerweile besser auf einer TAR-Z-Lite. Deren Packmaß ist aber leider unterirdisch.

  7. Neu im Forum

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    AW: Schlafsystem fürs Bikepacking im Sommerhalbjahr

    #7
    Hui, da kam ja schon richtig was zusammen! Super!
    Zitat Zitat von toppturzelter Beitrag anzeigen
    Du meinst, die Schulter drueckt sich bis zum Boden durch?
    Ja, genau so meine ich das.
    Zitat Zitat von toppturzelter Beitrag anzeigen
    Ich wuerde schon einen Schlafsack mit Kopfteil nehmen, ist im Bedarfsfall einfach wärmer.
    Bisher war es eben so, dass sich beim Umdrehen der Schlafsack immer halb mitgedreht hat. Dann hatte ich das Kopfteil mal unter mir, mal hinter mir, mal am Gesicht... Ich bin da sehr skeptisch und denke, dass es für den Sommer auch eine Mütze tut, wenn es kalt wird am Kopf.
    Zitat Zitat von toppturzelter Beitrag anzeigen
    Wie viel Platz hast du auf deinem Fahrrad? Mehrere Seitentaschen, oder alles an Sattel und Lenker befestigt?
    Lenkerrolle, große Tasche hinterm Sattel und ein Tagesrucksack. Bisher denke ich, dass Verpflegung und Zelt in den Rucksack kommen (evtl. Gestänge in eine Rahmentasche?) und Klamotten sowie Kochutensilien hinter den Sattel wandern.
    Zitat Zitat von Moltebaer Beitrag anzeigen
    Isomatte je nachdem, wie komfortabel gewünscht ist, geht eine 5-9 mm Evazote oder eine Z-Rest-Sol von Therm-a-Rest ganz gut
    [...]
    Die Synmat 7 UL wäre auch verdammt klein und leicht, zusätzlich könnte man eine 5er-Eva vielleicht noch ums Oberrohr rollen?
    Eine große Schaumstoffrolle wollte ich eigentlich nicht mitschleifen. Der Platz hinterm Sattel ist anderweitig belegt. Außerdem brauche ich schon etwas, wo die Schultern und die Hüftknochen ordentlich einsinken können.
    Aber die Idee mit der separaten Isomatte und dann einer (vielleicht etwas einfacheren?) Luftmatte hat auch etwas für sich. Wie viel bringen diese zusammenfaltbaren Matten mit Alu-Außenhaut?
    Zitat Zitat von Moltebaer Beitrag anzeigen
    Beim Schlafsack dürftest Du mit ~400+ g gescheiter Daune schon glücklich werden. Meinetwegen 500 oder 550, wie Du magst. Kannst auch fragen, ob Dir jemand einen Sack mit mehr Daune im Fußbereich schneidert, geht alles.
    An Marken, bei denen man Änderungswünsche äußern kann, kenne ich bisher nur Cumulus. Da käme ich mit einem Lite Line 400 in L, 500g Daune mit Overfill im Fußteil und mit 10 cm Extrabreite wohl ins Budget. Macht das so in etwa Sinn?
    Zitat Zitat von Robatson Beitrag anzeigen
    Meine persönliche Empfehlung anhand der bisherigen Kriterien:
    Isomatte: Thermarest NeoAir X-Lite in Large (Leicht, klein packbar, super warm, angenehm zu schlafen für mich als Aktiv-Schläfer und die m.E. beste Garantie)
    Penntüte: Cumulus Panyam 600 (ordentlich geschnitten und bewegt sich gut mit bei mir, mit entsprechender Temperatur-Reserve für kalte Nächte und Frostbeulen)
    Hm, das geht dann doch ordentlich übers Budget, gerade wenn ich den Schlafsack wohl definitiv etwas breiter brauche und dann evtl. auch wieder etwas mehr Daune...
    Zitat Zitat von Harakiri Beitrag anzeigen
    Auch mit einem schweren Rad kann man ohne Ende Kilometer machen.
    Richtig, deswegen ist das Gewicht nicht das erste Kriterium.
    Zitat Zitat von Harakiri Beitrag anzeigen
    Bis +7°C reicht ein R-Wert von 1, falls du mit Temperaturen bis +2°C rechnest, ist ein Wert von 2 sinnvoll. Eine wirklich warme, teure Matte ist für den Sommer nicht nötig.
    Ich weiß bisher nur, dass ich bei +5°C auf meiner Matte mit R=1,3 wahnsinnig gefroren habe... *Zweifel*
    Zitat Zitat von Harakiri Beitrag anzeigen
    Da du auf dem Rad unterwegs bist, würde ich dir definitiv zu einem Daunenschlafsack raten!
    Gut, bin überzeugt
    Zitat Zitat von Harakiri Beitrag anzeigen
    Und ja: Falls du experimentierfreudig bist, kannst du auch mal ein Quilt ausprobieren. Gerade bei den Problemen, die du beschrieben hast, klingt das nach einer guten Lösung. Darin hat man mehr Bewegungsfreiheit und spart etwas Gewicht.
    Ich probiere immer gerne was aus, erst recht jetzt, wo ich quasi bei null anfange. Gibt es einen Weg, das Schlafen mit nem Quilt mal grundsätzlich auszuprobieren?
    Zitat Zitat von Harakiri Beitrag anzeigen
    Ich habe mehrere Sachen von Aegismax und bin ziemlich zufrieden damit. Die dünneren Schlafsäcke haben keine Kapuze, was das Schlafen für dich angenehmer machen würde. Guck dir vielleicht mal Amazon die Produkte an.
    Gut, da schaue ich mal rein

  8. Erfahren

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    AW: Schlafsystem fürs Bikepacking im Sommerhalbjahr

    #8
    Hallo.
    Am Lenker sollte das Gewicht möglichst gering sein, auch ist dein Einsatz eher in der wärmeren Jahreszeit gedacht.
    Ich verwende für diesen Zweck eine Matte von Naturhike (bestellt bei AliExpress). Als Schlafsack hatte ich bis jetzt immer einen WM Ultralite dabei, da er mir aber eindeutig zu warm war, hab ich mir heuer einen Aegismax gegönnt. Top was Gewicht, Preis und Packmaß angeht.
    Einfach Fahren, das ist das Wichtigste...

  9. AW: Schlafsystem fürs Bikepacking im Sommerhalbjahr

    #9
    Du solltest in der Luftmatratze nicht weit einsinken. Wenn du das tust, schafft die Matte natuerlich nicht mehr ihre Isolationsleistung.
    Was hast du im Moment fuer eine Matte? Ich koennte mir vorstellen, dass diese vom Aufbau her nicht wirklich geeignet ist (keine stabilisierende Kammerstruktur?), oder dass du zu wenig Luft drin hast.

    Ich sinke, auch wenn ich auf der Schulter liege, nicht weit ein (bei groesserem Koerpergewicht). Dann braucht es wohl etwas mehr Kopfkissen (oder in meinem Fall, zusätzlich einen Arm unterm Kopf).

  10. AW: Schlafsystem fürs Bikepacking im Sommerhalbjahr

    #10
    Zitat Zitat von Reddi Beitrag anzeigen
    Aber die Idee mit der separaten Isomatte und dann einer (vielleicht etwas einfacheren?) Luftmatte hat auch etwas für sich. Wie viel bringen diese zusammenfaltbaren Matten mit Alu-Außenhaut?
    Geht es Dir rein um die Isolation für moderate Temperaturen (3-Jahreszeiten), dann genügt eine vernünftige aufblasbare mit R~3 super.
    Wenn ich mir das Volumen leisten kann und spitze Steine, dornige Pflanzen etc. auf Tour erwarte oder einfach gerne etwas Schutz für die Matte und notfalls unzerstörbares Backup möchte, nehme ich so eine 5er-EVA mit. Ob noch mit ner weiteren Aluschicht/-haut oder nicht... würde ich eher daran entscheiden, welche der Matten sich besser ans Rad packen läßt (Formfaktor, vorgegebene Falzen, einfach nur rollen, ...).

    Zitat Zitat von Reddi Beitrag anzeigen
    An Marken, bei denen man Änderungswünsche äußern kann, kenne ich bisher nur Cumulus. Da käme ich mit einem Lite Line 400 in L, 500g Daune mit Overfill im Fußteil und mit 10 cm Extrabreite wohl ins Budget. Macht das so in etwa Sinn?
    Kannst mal bei Robert's reinschauen, die haben ihr Sortiment hübsch modular aufgebaut.
    Meine erste Empfehlung wäre der Voyager light und davon ausgehend, je nachdem an welcher Ecke Gewicht gespart oder Funktion erweitert werden soll, der Superlight, Ultralight, Alpinist, Biker, Camper.
    Irgendwo hier im Forum gibt es auch einen Thread mit weiteren Details zu deren Säcken

    Zitat Zitat von Reddi Beitrag anzeigen
    Ich weiß bisher nur, dass ich bei +5°C auf meiner Matte mit R=1,3 wahnsinnig gefroren habe... *Zweifel*
    Ab R>2 dürfte es zu Deiner Reisezeit angenehm sein, die NeoAir Trekker hat bswp. schon R=3, die Synmat 7 UL hat R=3,1. Besser isolierend ist bei 3-JZ nicht notwendig, aber mit 6-7 cm Dicke sind die echt bequem und auch wirklich schnuckelig klein (Trinkflaschenformat).
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  11. Alter Hase

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    AW: Schlafsystem fürs Bikepacking im Sommerhalbjahr

    #11
    Eine 14l Packrolle vorne ist natürlich schon eng, für Matte und Schlafsack. Die Daune unnötig zu komprimieren tut ihr auch nicht unbedingt gut.

    Was Du Dir fürs Sommerbikepacking evtl. überlegen kannst. Quilt statt Schlafsack. Baut Cumulus auch. Da würde ich als Allrounder auf den 350er setzen. Zelt hast Du ja dabei. Quilt ist recht vielseitig und Mütze hast Du bestimmt eh dabei, wenn es mal zieht.

    Viel Spaß beim Tüfteln.

    Edit. Bin auch großer Pajak Fan. Finde ich qualitativ Cumulus überlegen, die haben aber keinen so ausgefeilten Quilt (wobei Cumulus die auch nur von EE kopiert hat )
    Geändert von mitreisender (08.04.2020 um 14:30 Uhr)

  12. AW: Schlafsystem fürs Bikepacking im Sommerhalbjahr

    #12
    Eine 2,5 cm dünne ProLite Large wiegt 690 g.

    Die mit 3,8 cm bequemere ProLite Plus Large wiegt 880 g.

    Schweinisch leicht mit nur 340 g aber 6,4 cm Dicke bei R=2 gäbe es die NeoAir UberLite L - kostet allerdings selbst stark reduziert noch fast doppelt so viel, wie die anderen. Allerdings eben wirklich sehr leicht und winzig im Packmaß.
    In Kombination mit einer 5er-EVA für 20 EUR mit 250 g hätte ich da keinerlei Bedenken wegen dünnen Materials, Löchern, Dornen und der Isolation. Zusammen R=2,6 und Gewicht von 590 g. Die EVA ist halt sperrig, aber man könnte sie ums Oberrohr wickeln oder unters Oberrohr klemmen oder seitlich an die linke Sattelstrebe klemmen oder aufgerollt als zweite Hülle in eine große Tasche/Rucksack stecken.
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  13. Neu im Forum

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    AW: Schlafsystem fürs Bikepacking im Sommerhalbjahr

    #13
    Moin! Mal wieder ein langer, zusammengefasster Antwortpost

    Zitat Zitat von RobertoS Beitrag anzeigen
    Hallo.
    Am Lenker sollte das Gewicht möglichst gering sein, auch ist dein Einsatz eher in der wärmeren Jahreszeit gedacht.
    Du hast mit dem Gewicht durchaus recht, wobei es sich ja aufs ganze Fahrrad verteilt und ich damit nicht so ernst ins Gelände möchte. Aber wie im Eingangspost geschrieben, ich bin sehr kälteempfindlich. Und was nützt mir ein leichtgewichtiges Setup, wenn ich friere und am nächsten Tag nicht ausgeschlafen bin?
    Zitat Zitat von toppturzelter Beitrag anzeigen
    Du solltest in der Luftmatratze nicht weit einsinken. Wenn du das tust, schafft die Matte natuerlich nicht mehr ihre Isolationsleistung.
    Was die Isolation angeht, absolut verständlich. Auf der anderen Seite gebietet die Physiologie, dass ich dort, wo ich breiter bin, entsprechend weiter einsinke als z.B. an der schmalen Taille Mein heimisches Bett hat eine 20 cm dicke und sehr weiche Matratze, mit einer extra Aussparung im Schulterbereich des Lattenrosts für noch mehr "Einsinktiefe".
    Zitat Zitat von toppturzelter Beitrag anzeigen
    Was hast du im Moment fuer eine Matte? Ich koennte mir vorstellen, dass diese vom Aufbau her nicht wirklich geeignet ist (keine stabilisierende Kammerstruktur?), oder dass du zu wenig Luft drin hast.
    Meine aktuelle Matte ist diese. Die puste ich so weit auf, wie ich es mit dem Mund eben schaffe.
    Zitat Zitat von toppturzelter Beitrag anzeigen
    Ich sinke, auch wenn ich auf der Schulter liege, nicht weit ein (bei groesserem Koerpergewicht). Dann braucht es wohl etwas mehr Kopfkissen (oder in meinem Fall, zusätzlich einen Arm unterm Kopf).
    Hm, ein Kopfkissen ändert nicht viel daran, dass ich relativ breite, knochige Schultern habe, mit denen ein guter Teil meines Körpergewichts punktuell auf die Matte drückt... und für die Wirbelsäule wäre es natürlich besser, wenn die Schulter so weit einsinkt, dass der Torso auch satt aufliegt.

    Oder habe ich bezüglich der Schlafmatte einen Denkfehler? Ich war davon ausgegangen, dass ich am Ende einfach nach der dicksten auffindbaren Matte mit R >2 und akteptablen Packmaß suche. Quasi sowas mit weniger Materialstärke (Zwecks Gewicht und Packmaß).

    Zitat Zitat von Moltebaer Beitrag anzeigen
    Geht es Dir rein um die Isolation für moderate Temperaturen (3-Jahreszeiten), dann genügt eine vernünftige aufblasbare mit R~3 super.
    Ich meine eher, die schlechte Isolationsleistung meiner Billigmatte durch ein Faltbares Alu-Dingens zu kompensieren, das idealerweise im A4-Format in den Rucksack passt. (macht es eigentlich einen Unterschied, wenn man eine Rettungsdecke unterlegt? Da säße ich sozusagen an der Quelle)
    Zitat Zitat von Moltebaer Beitrag anzeigen
    Kannst mal bei Robert's reinschauen, die haben ihr Sortiment hübsch modular aufgebaut.
    Hm, so wie ich es sehe, geht sich das preislich für mich nicht aus.
    Zitat Zitat von Moltebaer Beitrag anzeigen
    Ab R>2 dürfte es zu Deiner Reisezeit angenehm sein, die NeoAir Trekker hat bswp. schon R=3, die Synmat 7 UL hat R=3,1. Besser isolierend ist bei 3-JZ nicht notwendig, aber mit 6-7 cm Dicke sind die echt bequem und auch wirklich schnuckelig klein (Trinkflaschenformat).
    Ja, die NeoAir Trekker sieht gut aus! Hätte gar nicht gedacht, dass die "selbstaufblasenden" (darunter verstehe ich eigentlich was anderes, als nachpusten zu müssen...) so klein zu verpacken sind. Ich grüble schon, ob man wohl die Fahrradpumpe anstelle eines Pumpsacks verwenden kann. Klar, kleines Pumpvolumen, aber ein Teil weniger zu kaufen...

    Zitat Zitat von mitreisender Beitrag anzeigen
    Eine 14l Packrolle vorne ist natürlich schon eng, für Matte und Schlafsack. Die Daune unnötig zu komprimieren tut ihr auch nicht unbedingt gut.
    Mir kam die Packrolle riesig vor. Naja, bis ich den Kompressionssack meines billigen Schlafsacks daneben legte. Wenn ich mir die Packmaße von Daumen-Schlafsäcken so ansehe, sollte das aber passen. Ist ja immer nur für einen Tag.
    Zitat Zitat von mitreisender Beitrag anzeigen
    Was Du Dir fürs Sommerbikepacking evtl. überlegen kannst. Quilt statt Schlafsack. Baut Cumulus auch. Da würde ich als Allrounder auf den 350er setzen. Zelt hast Du ja dabei. Quilt ist recht vielseitig und Mütze hast Du bestimmt eh dabei, wenn es mal zieht.
    Ja, Mütze werde ich auf jeden Fall mitnehmen. Ich trage seit zwei Monaten Glatze (das kleinere Übel bei Haarausfall) und habe mich noch nicht so recht an den kühlen Kopf gewöhnt.
    Ich hatte ja auch schon an einen Quilt gedacht, allerdings ist es mir ein Bisschen heiß, einen zu bestellen, wenn ich noch nie in einem Quilt geschlafen habe. Da ginge im Fall eines Fehlkaufs doch recht viel Geld kaputt.
    Zitat Zitat von mitreisender Beitrag anzeigen
    Viel Spaß beim Tüfteln.
    Habe ich, gibt hier ja auch viele gute Denkanstöße!

    Zitat Zitat von Moltebaer Beitrag anzeigen
    Eine 2,5 cm dünne ProLite Large wiegt 690 g.
    Die mit 3,8 cm bequemere ProLite Plus Large wiegt 880 g.
    Schweinisch leicht mit nur 340 g aber 6,4 cm Dicke bei R=2 gäbe es die NeoAir UberLite L - kostet allerdings selbst stark reduziert noch fast doppelt so viel, wie die anderen. Allerdings eben wirklich sehr leicht und winzig im Packmaß.
    Grammfuchsen ist ja nun nicht meine Priorität. Klar, die UberLite wäre im Hinblick auf Packmaß und Dicke ein Träumchen. Aber dann müsste der Schlafsack schon signifikant unter 300€ rauskommen, was ich bisher nicht machbar finde.
    Zitat Zitat von Moltebaer Beitrag anzeigen
    In Kombination mit einer 5er-EVA für 20 EUR mit 250 g hätte ich da keinerlei Bedenken wegen dünnen Materials, Löchern, Dornen und der Isolation. Zusammen R=2,6 und Gewicht von 590 g. Die EVA ist halt sperrig, aber man könnte sie ums Oberrohr wickeln oder unters Oberrohr klemmen oder seitlich an die linke Sattelstrebe klemmen oder aufgerollt als zweite Hülle in eine große Tasche/Rucksack stecken.
    Das EVA ist ja eine nette Idee. Aber eine 60 cm lange Schaumstoffrolle ist keine Option.

    Zwei blöde Fragen an alle, nachdem ich mir ein Review zum Cumulus LiteLine angesehen habe:
    - Auf welcher Seite sollte der Reißverschluss sein? Ich lese bisher von "gegenüber der Schreibhand", was bei mir dann links wäre. Mein bisheriger Schlafsack hat den Reißverschluss rechts, was sich nicht verkehrt anfühlt. Ich bin verwirrt.
    - Dreht man sich als Seitenschläfer mit dem Schlafsack (Kopfkissen liegt zwischen Matte und Kopfteil), oder kommt das Kopfkissen in den Kopfteil und man dreht sich im Schlafsack? Stört im ersteren Fall das Kopfteil an der Wange? Aber in letzterem Fall braucht man ja doch mehr Platz, oder?

    Bisher denke ich, dass es der Cumulus LiteLine 400 (mal schauen, ob ich einfach mal einen zur Ansicht bestelle und ggf. wieder zurückschicke) und die TAR NeoAir Trekker werden.

  14. AW: Schlafsystem fürs Bikepacking im Sommerhalbjahr

    #14
    Zitat Zitat von Reddi Beitrag anzeigen
    Ich meine eher, die schlechte Isolationsleistung meiner Billigmatte durch ein Faltbares Alu-Dingens zu kompensieren, das idealerweise im A4-Format in den Rucksack passt. (macht es eigentlich einen Unterschied, wenn man eine Rettungsdecke unterlegt? Da säße ich sozusagen an der Quelle)
    Ein wenig mehr wird es schon isolieren, wird ja auch bei manchen Matten verwendet. Probier einfach mal aus, wie viel es bewirkt, schaden wird es nicht.

    Zitat Zitat von Reddi Beitrag anzeigen
    Ja, die NeoAir Trekker sieht gut aus! Hätte gar nicht gedacht, dass die "selbstaufblasenden" (darunter verstehe ich eigentlich was anderes, als nachpusten zu müssen...) so klein zu verpacken sind. Ich grüble schon, ob man wohl die Fahrradpumpe anstelle eines Pumpsacks verwenden kann. Klar, kleines Pumpvolumen, aber ein Teil weniger zu kaufen...
    Selbstausblasend wäre die ProLite mit Schaum, da muß man aber auch noch ein wenig reinpusten. Die NeoAir ist eine nicht selbstaufblasende. Mit der Fahrradpumpe wärst Du eine Weile beschäftigt, rechne einfach mal mit dem Volumen von Matte und Pumpzylinder herum. Es gibt von TAR auch eine nette, kleine Elektropumpe.

    Zitat Zitat von Reddi Beitrag anzeigen
    Auf welcher Seite sollte der Reißverschluss sein? Ich lese bisher von "gegenüber der Schreibhand", was bei mir dann links wäre. Mein bisheriger Schlafsack hat den Reißverschluss rechts, was sich nicht verkehrt anfühlt. Ich bin verwirrt.
    Bei den meisten Schlafsäcken ist der RV entweder rechts oder links. Viele Menschen bevorzugen den RV außerdem auch links oder rechts. Gelegentlich auch mal mittig auf der Brust, aber eigentlich gar niemals hinten auf dem Rücken
    Mach's davon abhängig auf welcher Seite Dein Zelteingang liegt oder mit welchem Ellbogen Du Dich abstützt, wenn Du spätrömisch dinierst

    Zitat Zitat von Reddi Beitrag anzeigen
    Dreht man sich als Seitenschläfer mit dem Schlafsack (Kopfkissen liegt zwischen Matte und Kopfteil), oder kommt das Kopfkissen in den Kopfteil und man dreht sich im Schlafsack? Stört im ersteren Fall das Kopfteil an der Wange? Aber in letzterem Fall braucht man ja doch mehr Platz, oder?
    Geht alles, probier's aus. Was mit meinem Kissen in meinem Schlafsack für mich selbst klasse ist, kann bei Deiner Kombi für Dich grauenhaft sein.
    Wandern in Ísland?
    ICE-SAR: Ekki týnast!

  15. AW: Schlafsystem fürs Bikepacking im Sommerhalbjahr

    #15
    Zitat Zitat von Moltebaer Beitrag anzeigen
    Bei den meisten Schlafsäcken ist der RV entweder rechts oder links. [...] Mach's davon abhängig auf welcher Seite Dein Zelteingang liegt oder mit welchem Ellbogen Du Dich abstützt, wenn Du spätrömisch dinierst
    Oder wo der RV am Schlafsack eventueller Zeltpartner ist, und wie man denen begegnen möchte ;)


    Zitat Zitat von Reddi Beitrag anzeigen
    Was die Isolation angeht, absolut verständlich. Auf der anderen Seite gebietet die Physiologie, dass ich dort, wo ich breiter bin, entsprechend weiter einsinke als z.B. an der schmalen Taille Mein heimisches Bett hat eine 20 cm dicke und sehr weiche Matratze, mit einer extra Aussparung im Schulterbereich des Lattenrosts für noch mehr "Einsinktiefe".
    Eine leichte/kompakte Luftmatratze ist natuerlich keine Heimmatratze. Ich bevorzuge Luftmatratzen relativ hart und stabil, ...

    Hm, ein Kopfkissen ändert nicht viel daran, dass ich relativ breite, knochige Schultern habe, mit denen ein guter Teil meines Körpergewichts punktuell auf die Matte drückt... und für die Wirbelsäule wäre es natürlich besser, wenn die Schulter so weit einsinkt, dass der Torso auch satt aufliegt.
    .. und das Kopfkissen sorgt dann dafuer, dass der Kopf nicht runterhängt, sondern höher abgelegt werden kann als die Schultern.

    Funktioniert zumindest fuer mich.


    (macht es eigentlich einen Unterschied, wenn man eine Rettungsdecke unterlegt? Da säße ich sozusagen an der Quelle)
    Ich denke nicht, da die Wärme nicht zurueckgestrahlt werden kann, wenn Material auf Material auf Grund liegt. Bin mir aber nicht sicher.. Andererseits hilft natuerlich jeder millimeter extra Material, aber vermutlich nicht im spuerbaren Bereich.


    ob man wohl die Fahrradpumpe anstelle eines Pumpsacks verwenden kann. Klar, kleines Pumpvolumen, aber ein Teil weniger zu kaufen...
    Mit dem richtigen Adapter bestimmt (vorsicht beim Aufpumpen, Fahrradpumpe schafft mehr Druck als so ein Pumpsack). Andererseits lässt sich der Pumpsack auch anders verwenden, zB als Trocksack oder gestopft mit Kleidung als Kopfkissen.

  16. AW: Schlafsystem fürs Bikepacking im Sommerhalbjahr

    #16
    Zitat Zitat von toppturzelter Beitrag anzeigen
    Oder wo der RV am Schlafsack eventueller Zeltpartner ist, und wie man denen begegnen möchte ;)
    Brilliant erkannt!

    Zitat Zitat von toppturzelter Beitrag anzeigen
    Ich denke nicht, da die Wärme nicht zurueckgestrahlt werden kann, wenn Material auf Material auf Grund liegt.
    Hö!? Wieso sollte es das nicht?
    Habe ich dafür etwa ein paar Semester zu wenig Physik studiert?
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  17. Neu im Forum

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    AW: Schlafsystem fürs Bikepacking im Sommerhalbjahr

    #17
    Zitat Zitat von Moltebaer Beitrag anzeigen
    Die NeoAir ist eine nicht selbstaufblasende. Mit der Fahrradpumpe wärst Du eine Weile beschäftigt, rechne einfach mal mit dem Volumen von Matte und Pumpzylinder herum. Es gibt von TAR auch eine nette, kleine Elektropumpe.
    Hm, da hatte ich mich dann wohl verguckt.
    Ansonsten: 20*5*0,6 Dezimeter ergibt ein Volumen von 60 Litern, für 1 bar Innendruck brauche ich 120 Liter Pumpvolumen. Eine Handpumpe bringt durchschnittlich 0,1 Liter, also wären es 1200 Pumphübe. Bei 120 Pumphüben pro Minute also 10 Minuten pumpen. Hast recht, da habe ich keine Lust drauf. War aber eigentlich auch eher an das "Restvolumen" einer selbstaufblasenden gerichtet.
    Lustig, die Elektropumpe. Aber ich glaube, da ist der Pumpsack dann doch sinnvoller, weil kostet weniger und hat nie eine leere Batterie.
    Zitat Zitat von Moltebaer Beitrag anzeigen
    Bei den meisten Schlafsäcken ist der RV entweder rechts oder links. Viele Menschen bevorzugen den RV außerdem auch links oder rechts. Gelegentlich auch mal mittig auf der Brust, aber eigentlich gar niemals hinten auf dem Rücken
    Mach's davon abhängig auf welcher Seite Dein Zelteingang liegt oder mit welchem Ellbogen Du Dich abstützt, wenn Du spätrömisch dinierst
    Das Dinieren ist tatsächlich ein Argument! Ich würde mich mit dem linken Arm aufstützen und entsprechend mit dem rechten Arm zur Schale mit den Trauben greifen. Also RV links.
    Als Seitenschläfer wird ein seitlicher Reißverschluss ohnehin in 50% der Zeit unter einem sein...
    Zitat Zitat von toppturzelter Beitrag anzeigen
    Oder wo der RV am Schlafsack eventueller Zeltpartner ist, und wie man denen begegnen möchte ;)
    Ich habe leider keine Zeltpartner Was auch heißt, dass ich davon unabhängig bin.

    Falls hier eine partnersuchende Dame mitliest (was ich nicht erwarte): Sollten sich dahingehend Probleme ergeben, wäre das selbstverständlich ein Anlass, einen neuen Schlafsack zu ordern.

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    AW: Schlafsystem fürs Bikepacking im Sommerhalbjahr

    #18
    Ach, die E-Pumpe hat auch ihren Reiz: Zelt aufbauen, Matte auslegen, Pumpe ran, Tee kochen, Tee ist fertig, Matte aufgeblasen. Macht aber Lärm, was ich manchmal als störend empfunden habe. Bin jetzt bei der Exped Synmat 9 L mit Pumpsack gelandet. Da rödelt man aber auch etwas rum.

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    AW: Schlafsystem fürs Bikepacking im Sommerhalbjahr

    #19
    Zitat Zitat von Reddi Beitrag anzeigen
    Moin!




    1. Bei welchen Temperaturen soll der Sack eingesetzt werden?
    Was die Nächte im mitteleuropäischen Sommerhalbjahr so zu bieten haben: etwa 5 bis 20 °C.

    i
    Am Anfang und Ende des Sommerhalbjahres solltest du schon mit gelegentlichen Nachtfrost rechnen. Nur so als Tip am Rande.

  20. Dauerbesucher

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    AW: Schlafsystem fürs Bikepacking im Sommerhalbjahr

    #20
    Du suchst ja ein Schlafsystem für den Sommer, da ist meines Erachtens weder ein Luftpumpe noch ein Pumpsack oder eine elektronische Pumpe für ein passende Isomatte nötig. Beides brauchst Du wenn Du keine Luftfeuchtigkeit in die Matte bringen willst. Das macht bei einer Daunenfüllung oder bei deutlichen Minusgraden sicher Sinn, ist aber doch beides im Sommerhalbjahr für das Du suchst nicht wirklich relevant.

    Einfach selbst aufpusten. Je nach Lungenvolumen bist Du z.B. bei einer TAR NeoAir XLite mit 15-20 kräftigen Pustern dabei. Nach der Tour kannst Du die Matte zu Hause lange genug auslüften lassen wenn ja Restfeuchte drin sein sollte. Wenn überhaupt dann würde ich nur zu einem Pumpsack greifen den man im Sinne von Multiuse noch sinnvoll als Packsack o.ä. nutzen kann.

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