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  1. Dauerbesucher

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    AW: Wildcampen an Nord- oder Ostseeküste ?

    #21
    Zitat Zitat von Torres Beitrag anzeigen
    Aber bei dem Regen derzeit tatsächlich nicht so ganz komfortabel. .
    Naja, wenn das Wetter auch noch eine Rolle spielt, fällt der Norden ja eh fast raus. Es sei denn, man erwischt die eine Woche in der es hier mal nicht regnet

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    AW: Wildcampen an Nord- oder Ostseeküste ?

    #22
    Zitat Zitat von morit.z Beitrag anzeigen
    eine Woche in der es hier mal nicht regnet
    Aber die ist so schön, dass es einem das Herz zerreist.

  3. Anfänger im Forum

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    AW: Wildcampen an Nord- oder Ostseeküste ?

    #23
    Zum Wildzelten :

    Da hier bzgl. meines Wunsches vom Wildzelten Fragen auftauchten gebe ich euch einfach das Beispiel wie ich in Süd- und Südwestfrankreich (Atlantik) in dieser Hinsicht immer agiere.
    Ein ähnliche Vorstellung suche ich in Dtld.


    Mittelmeer :
    In Südfrankreich entlang der Cote d'Azur und Provence ist das Wildzelten durchaus eine Herausforderung da viele Küstenabschnitte stark bebaut sind.
    Dort habe ich meistens irgendwo an den Stadträndern mein Zelt aufgeschlagen. Gerade nach den Ortsschildern folgen oftmals ein paar verwilderte kleine Wiesen entlang der Küstenstrasse auf denen eigentlich höchstens mal ein Schäfer mit seinen Schafen auftaucht.
    An anderen Stellen erstrecken sich die Ortschaften sehr schmal an der Küste entlang weil es dahinter sofort landschaftlich bergauf geht.
    Da habe ich dann selten mal an diesen besagten Hängen ein Eck gefunden. Die meisten sind nämlich bebaut.
    Zwischen Frejus und Saint Tropez als auch zwischen Marseille und Toulon gibt es jeweils einen grossen Nationalpark der sich direkt bis zum Meer hinzieht. Da habe ich oft im Randbereich ein Plätzchen gefunden. Dennoch kamen da ab und zu die Ranger an u. verscheuchten mich meistens - die waren aber eigentlich immer sehr nett und haben nie das Bußgeld verlangt.
    Zwischen Saint Tropez und Toulon habe ich sogar manchmal direkt am Strand übernachten können : Der Vorteil ist 1. dass diese Gegend kaum bebaut ist und 2. gewisse Abschnutte bei Surfern beliebt sind. Überall stehen junge Leute oder jung gebliebene mit ihren selbstgebastelten Campingbusen rum... so viele dass die Polizei dort scheinbar alle Hühneraugen zudrückt weil sie sonst mit dem Ausstellen von Strafzetteln nicht hinterher käme.


    Atlantikküste im Südwesten (südlich Arcachon/Bordeaux)

    Das Wildcampen in dieser Region ist ultra einfach da quasi entlang des gesamten Küstenstreifen bis Biaritz auf den Sandstrand die Dünenlandschaft und dann ein Wald folgt in dem widerum immer wieder Süsswasserseen liegen.
    Ich habe mich dort entweder im Dünenbereich niedergelassen oder bin wenn zu viele Hubschrauber die Küste überwachten in den Waldrand gezogen der direkt an den Dünen lag. Probleme mit Behörden hatte ich dort nie. Nur einmal hat es knapp 200m von meinem Lagerplatz im Wald das Brennen angefangen. Die Feuerwehr war aber schnell mit einem Grossaufgebot da.



    In beiden Regionen war mein Lager eigentlich nie mehr als 500m vom Meer weg. Das würde ich auch gerne in Dtld so handhaben.


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    Avatar von Mus
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    AW: Wildcampen an Nord- oder Ostseeküste ?

    #24
    Zitat Zitat von Forest481 Beitrag anzeigen
    Atlantikküste im Südwesten (südlich Arcachon/Bordeaux)

    Das Wildcampen in dieser Region ist ultra einfach da quasi entlang des gesamten Küstenstreifen bis Biaritz auf den Sandstrand die Dünenlandschaft und dann ein Wald folgt in dem widerum immer wieder Süsswasserseen liegen.
    Ich habe mich dort entweder im Dünenbereich niedergelassen oder bin wenn zu viele Hubschrauber die Küste überwachten in den Waldrand gezogen der direkt an den Dünen lag. Probleme mit Behörden hatte ich dort nie. Nur einmal hat es knapp 200m von meinem Lagerplatz im Wald das Brennen angefangen. Die Feuerwehr war aber schnell mit einem Grossaufgebot da.
    Was du da zum Zelten am Atlantik schreibst ist schlicht und ergreifend verboten und ggf. gefährlich. Dort wo bivakieren erlaubt ist, ist ein Mindestabstand von 500m zum Wald gefordert. Im Sommer ist aus Brandschutzgründen das Betreten des Waldes häufig ab 14 Uhr gar nicht mehr erlaubt. Das es bisher immer gut gegangen ist, rechtfertigt überhaupt nichts.

    Die Dünengebiete dürfen gar nicht betreten werden, außer auf offiziel eingerichteten Wegen. Es handelt sich dabei um ein Gebiet mit einem einmaligen Ökosystem, das sehr empfindlich reagiert und durch das Betretungsverbot soll gleichermaßen die Natur ansich geschützt werden als auch die hinter den Dünen liegenden Orte vor Sand und dem Meer.

    Da alle Nase lang Schilder stehen (ja, auch Deutsch und Englisch und mit Piktogrammen), die das klar machen, bin ich über die hier gezeigte Ignoranz echt entsetzt.
    Geändert von Mus (11.03.2020 um 13:08 Uhr)

  5. Anfänger im Forum

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    AW: Wildcampen an Nord- oder Ostseeküste ?

    #25
    1.
    Die Verbote was die Dünen betrifft findet man nur in der Umgebung von Ansiedlungen, Park- oder Campingplätzen.
    Also da wo Massentourismus herrscht und alles ohne Rücksicht auf Verluste niedergetrampelt wird.
    Wenn du in der Pampa abgelegen dein Zelt stehen hast interessiert es niemanden.
    2.
    Grosse Teile der Region sind militärische Manöver und Sperrgebiete da sich dort die grösste französische Luftwaffenbasis und eine der wichtigsten Artilerieregimenter befindet - Gerüchte besagen in der Region sei ein Grossteil der französischen Atomwaffen stationiert.
    Dementsprechend fliegen überall im Dünenbereich Patronenhülsen und andere militärische Überreste herum. Auch trifft man gelegentlich Fallschirmjäger während ihrer Übungen die mit ihren Jeeps durch die Dünen und Wälder brettern.
    Im Verhältnus dazu finde ich das Aufstellen eines kleines Zeltes wirklich ein riesiges Verbrechen.
    3.
    In der Gegend gibt es überall Wanderwege und zu meiner negativen Überraschung sogar Motocrosstrails.
    Es gibt also genug Bereiche in der dortigen Natur die keineswegs Sperrgebiete sind.
    4.
    Die Einheimischen haben gar kein Problem mit Backpackern oder Surfern die sich mal 'gesittet' auf einer Düne oder am Strand niederlassen.
    Es gibt sogar Strände die dafür bekannt sind dass sich dort die Dorfjugend, Surfer oder Individualisten treffen, Lagerfeuer am Strand oder in den Dünen machen, Kiffen und anderen gemeinsamen körperlichen Betätigungen in den Dünen nachgehen.
    Ausserdem sind in der Jagdsaison viele Jäger entlang des Waldrandes auf den Dünen unterwegs weil sich dort schlichtweg die Tiere leichter abknallen lassen als im Dickicht des Waldes. Alles laut französischen Gesetz dort absolut legal !

    Das Problem für die Einheimischen sind 0815 Massentouristen die mit ihren xxl Campingvans tonnenweise Plastikmüll anschleppen, riesige betonierte Parkplätze benötigen weil ihre Karren sonst im Sand stecken bleiben und zu Hunderten die Dünen stürmen nur um mal ein gutes Foto schießen zu können.
    5.
    Die Brandgefahr in den Wäldern ist hoch und deshalb Feuer selbstverständlich zu unterlassen.
    Solange du aber dein Feuer in großzügigem Abstand zum Waldrand in den Dünen oder auf verlassenen Stränden machst gibt es keine Probleme.
    Ehrlich gesagt war ich von der Grösse manch Lagerfeuer sogar überrascht. In Biscarosse am Plage les Viviers war es z.B. in der Hochsaison keine Seltenheit dass am Strand oder in den Dünen Nachts zehn Lagerfeuer gleichzeitig brannten... interessiert hat es niemanden.
    Geändert von Forest481 (13.03.2020 um 11:43 Uhr)

  6. Dauerbesucher

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    AW: Wildcampen an Nord- oder Ostseeküste ?

    #26
    Zum einen, ich denke du solltest den Gedanken an Frankreich = Deutschland einfach vergessen.

    Zum Anderen, nach meinem, sicherlich beschränkten Wissen, ist Camping im Dünengürtel ausser den ausgewiesenen Stellen verboten. In der Regel ist sogar das Betreten des Dünenbereiches außerhalb der vorgesehenen Wege eingeschränkt.

    Am besten, man kläre das mit den offiziellen Stellen und halte sich daran.

    Oder wenn man sich nicht daran halten will ("aber anderswo kann ich, auch wenn verboten, doch auch") schwätze man nicht darüber in der Öffentlichkeit und mache was man meint machen zu müssen.

    justmy2ct!

    PS. einen Kommentar zum Thema Lagerfeuer verkneife ich mir jetzt mal , die Wortwahl würde vermutlich eine Sperrung meines Accounts auslösen...
    Geändert von Bambus (13.03.2020 um 11:35 Uhr)

  7. Lebt im Forum
    Avatar von Ditschi
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    AW: Wildcampen an Nord- oder Ostseeküste ?

    #27
    Mit dem Finger auf andere zeigen, die angeblich oder tatsächlich noch schlimmer sind. Typischer Rechtfertigungsversuch von jemandem, der bewußt Regeln verletzt.
    Ditschi

  8. Dauerbesucher

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    AW: Wildcampen an Nord- oder Ostseeküste ?

    #28
    @Ditschi, volle Zustimmung, aber warum als OT gekennzeichnet?

    Ich halte die Punkte in diesem Forum für generell Ontopic. Es berifft nämlich die Bereiche <Verhalten in der Natur> und <Verantwortung>, beides für ein Outdoor-Forum relevante Punkte.

  9. Anfänger im Forum

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    AW: Wildcampen an Nord- oder Ostseeküste ?

    #29
    Kiffen ist auch verboten aber wird in vielen Ländern dennoch toleriert solange du dich korrekt in einem gewissem Rahmen verhältst - ok, Deutschland zählt glaube ich nicht dazu.

    In Frankreich wurden die Dünenregeln wegen dem Massentourismus eingeführt. Die Surfer und Backpacker die es jahrzehntelang vorher gab waren für die Einheimischen nicht das Problem - und sind es wie gesagt heute auch nicht.
    Das haben die mir persönlich in einem Tourismusbüro erzählt - ich glaube es war in Arcachon oder Mimisan.


    Eigentlich ist Diskussion aber sowieso obsolet weil Wildcampen allgemein ausser in Nordeuropa überall verboten ist - egal ob Wald, Düne, Strand...
    Wahrscheinloch die Hälfte dieses Forums müsste also genau genommen Selbstanzeige stellen oder, von den Behörden erwischt, 1000e EUR Strafe bezahlt haben.
    Geändert von Forest481 (13.03.2020 um 12:03 Uhr)

  10. Liebt das Forum
    Avatar von Torres
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    AW: Wildcampen an Nord- oder Ostseeküste ?

    #30
    Na klar, Einheimische haben selten ein Problem mit Dingen, die "man immer schon so gemacht hat". Dazu gehört nicht nur Dünenzelten, sondern auch Fischen mit Sprengstoff oder Singvögel töten und viele andere nette Dinge, die Menschen gerne so machen, ohne Rücksicht auf die ökologisch Folgen.
    Wenn das Militär in einem Dünengebiet tätig ist, dann, sich auf den Ernstfall vorzubereiten. Es kann keine Rechtfertigung für Dich sein, sensible Gebiete zu gefährden. Wenn Du die Natur wirklich liebst, geh auf Campingplätze, da gibt es auch welche in den Dünen, die legal sind und in der Nebensaison sind die in Frankreich so gut wie leer. Das gilt genauso für die Küsten Deutschlands, z.B. Amrum hat tolle Dünenplätze und dies ganz legal.
    "Oft habe ich die Welt durchwandert, und habe immer gesehen, wie das Grosse am Kleinlichen scheitert, und das Edle von dem ätzenden Gift des Alltäglichen zerfressen wird."... Hg. B. Tauchnitz: E. v. Arnim, The Princess Priscilla´s Fortnight, 1906, archive.org.

  11. Vorstand
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    AW: Wildcampen an Nord- oder Ostseeküste ?

    #31
    Oder such Dir Shelter am Strand von Dänemark, da ist oft auch eine Feuerstelle dabei:



    Foto von der selben Stelle aus, um 180 Grad gedreht in die andere Richtung:



    Warum illegal, wenn es ganz einfach auch legal geht?
    Von "von Mitte März bis Anfang April" ist da auch noch keine Jugendgruppe, etc. zu erwarten.
    Und es gibt ganz viele von diesen wunderschönen Plätzen, an der Nord- wie auch an der Ostsee, mal mit mehreren Sheltern, mal mit einem, und mal ist es einfach nur ein Stück Wiese, auch oft mit Feuerstelle. Oft bist Du auch noch näher am Wasser.
    Geändert von lina (13.03.2020 um 12:39 Uhr)

  12. Fuchs
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    AW: Wildcampen an Nord- oder Ostseeküste ?

    #32
    Zitat Zitat von Forest481 Beitrag anzeigen
    Eigentlich ist Diskussion aber sowieso obsolet weil Wildcampen allgemein ausser in Nordeuropa überall verboten ist - egal ob Wald, Düne, Strand...
    Wahrscheinloch die Hälfte dieses Forums müsste also genau genommen Selbstanzeige stellen oder, von den Behörden erwischt, 1000e EUR Strafe bezahlt haben.
    Erstens könntest du dich ja mal informieren, wie es wirklich ist. Gerade wenn von Ostseeküste, also MVP die Rede ist.

    Und zweitens stimmt es, dass es aus verschiedenen Gründen erfahrungsgemäß nur begrenzt sinnvoll ist, das Thema bei ODS zu diskutieren.
    Lebe Deine Albträume und irre umher


  13. Userbeauftragte
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    Avatar von Mus
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    AW: Wildcampen an Nord- oder Ostseeküste ?

    #33
    Zitat Zitat von Forest481 Beitrag anzeigen
    1.
    Die Verbote was die Dünen betrifft findet man nur in der Umgebung von Ansiedlungen, Park- oder Campingplätzen.
    Also da wo Massentourismus herrscht und alles ohne Rücksicht auf Verluste niedergetrampelt wird.
    Wenn du in der Pampa abgelegen dein Zelt stehen hast interessiert es niemanden.
    2.
    Grosse Teile der Region sind militärische Manöver und Sperrgebiete da sich dort die grösste französische Luftwaffenbasis und eine der wichtigsten Artilerieregimenter befindet - Gerüchte besagen in der Region sei ein Grossteil der französischen Atomwaffen stationiert.
    Dementsprechend fliegen überall im Dünenbereich Patronenhülsen und andere militärische Überreste herum. Auch trifft man gelegentlich Fallschirmjäger während ihrer Übungen die mit ihren Jeeps durch die Dünen und Wälder brettern.
    Im Verhältnus dazu finde ich das Aufstellen eines kleines Zeltes wirklich ein riesiges Verbrechen.
    3.
    In der Gegend gibt es überall Wanderwege und zu meiner negativen Überraschung sogar Motocrosstrails.
    Es gibt also genug Bereiche in der dortigen Natur die keineswegs Sperrgebiete sind.
    4.
    Die Einheimischen haben gar kein Problem mit Backpackern oder Surfern die sich mal 'gesittet' auf einer Düne oder am Strand niederlassen.
    Es gibt sogar Strände die dafür bekannt sind dass sich dort die Dorfjugend, Surfer oder Individualisten treffen, Lagerfeuer am Strand oder in den Dünen machen, Kiffen und anderen gemeinsamen körperlichen Betätigungen in den Dünen nachgehen.

    Das Problem für die Einheimischen sind 0815 Massentouristen die mit ihren xxl Campingvans tonnenweise Plastikmüll anschleppen, riesige betonierte Parkplätze benötigen weil ihre Karren sonst im Sand stecken bleiben und zu Hunderten die Dünen stürmen nur um mal ein gutes Foto schießen zu können.
    5.
    Die Brandgefahr in den Wäldern ist hoch und deshalb selbstverständlich zu unterlassen.
    Solange du aber dein Feuer in großzügigem Abstand zum Waldrand in den Dünen oder auf verlassenen Stränden machst gibt es keine Probleme.
    Ehrlich gesagt war ich von der Grösse manch Lagerfeuer sogar überrascht. In Biscarosse am Plage les Viviers war es z.B. in der Hochsaison keine Seltenheit dass am Strand oder in den Dünen Nachts zehn Lagerfeuer gleichzeitig brannten... interessiert hat es niemanden.
    Hier ist der entsprechende Aushang/das entsprechende Schild, das mittlerweile so weit verbreitet zu finden ist, dass man es kaum übersehen kann.
    Es gilt für den kompletten Bereich von Girondemündung fast bis Biarriz inklusive Hinterland.
    Zelten, Feuer, Rauchen und Müll wegwerfen sind im Wald u.a. das ganze Jahr über verboten.
    Je nach Gefahrenstufe, kommen weitere Verbote dazu. Ab Rot darf man nicht ein mal mehr den Wald auf den Wegen zu Fuß oder mit dem Fahrrad betreten.
    Aus gutem Grund, denn 86% der Waldbrände dort sind von Menschen verursacht.

    Zum Thema Dünen gibt es einen kurzen, gut lesebaren Artikel (auf Französisch).
    Fazit zusammengefasst: Nicht die Dünen betreten, weil die Pflanzen, die den Sand halten, sehr empfindlich sind. Es stehen überall Schilder, die das erklären und die meisten halten sich daran. Sie stecken ihre begrenzten personellen Ressourcen am liebsten in die Aufklärung und nicht ins Bestrafen.
    Oder halt gleich die offizielle Seite des Office National des Forets.
    Daraus:
    empruntez les cheminements qui vous sont proposés et aménagés. Le piétinement entraîne l’écrasement des plantes servant à stabiliser les dunes et accélère l’érosion du cordon dunaire.
    Pas de feux sur la plage ou en forêt
    Ne laissez pas vos animaux en liberté.
    Also: Düne nur auf den Wegen betreten und kein Feuer machen. Hunde an der Leine führen.


    Entschuldigung aber Argumente in der Art
    -das machen die alle
    -da hat noch keiner was gesagt
    -da und da ist es noch viel schlimmer
    -solange der Staat noch..... tut, braucht der uns gar nix verbieten
    -da stand kein Schild direkt an der Stelle, nur woanders
    ...
    kenne ich typischerweise von manchen Personen unter 16 Jahren und sind in dem Fall (Umweltschutz bzw. Schutz von Personen und Orten) völlig unangebracht.

    Eine erwachsene, verantwortungsvolle Person erkundigt sich normalerweise, ob das erlaubt ist, was sie da tut. Nicht zuletzt, weil Unwissenheit nicht vor Strafe schützt (und erst recht nicht die Tatsache, dass es auch andere tun).
    Ich kenne die Gegend seit über 40 Jahren und war zuletzt im vergangenen Sommer wieder dort.
    Vieles was vor 40 Jahren noch ganz normal war (durch die Dünen stromern, wild campen, irgendwo die "Wohnmobilburg" aufbauen, Feuer machen,....) ist mittlerweile längst verboten. Es gibt genügend Stellen, wo das erklärt wird und haufenweise Schilder, so dass es jeder, der dort unterwegs ist auch Bescheid wissen kann.
    Der Zusatz "sur tout le terrain communal" auf Schildern bedeutet übrigens "auf dem gesamten Gemeindegebiet (bis zur Grenze des nächsten) und nicht nur in den bebauten Gebieten.

    Entweder du bist an der Stelle besonders ignorant oder du warst vielleicht schon lang nicht mehr dort.

    Übrigens zum Thema Biscarrosse und Feuer findest du Infos hier.

  14. Dauerbesucher

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    AW: Wildcampen an Nord- oder Ostseeküste ?

    #34
    Entsprechend zu den von Mus äußerst richtig und zutreffend gemachten Einlassungen: Ähnliches gilt auch für Weiss- und Graudünen an den deutschen Küsten und besonders auf den Inseln. Braundünen dürfen teilweise betreten werden, Zelten u d biwakierendem ist tabu.
    Nicht nur in der Saison werden die deutschen Küsten durch Überfliegen kontrolliert.

  15. Anfänger im Forum

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    AW: Wildcampen an Nord- oder Ostseeküste ?

    #35
    Dänemark ist zur Zeit "geschlossen". s. Link: https://www.auswaertiges-amt.de/de/a...herheit/211724
    Gruß
    Stef

  16. Dauerbesucher
    Avatar von Ljungdalen
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    AW: Wildcampen an Nord- oder Ostseeküste ?

    #36
    Zitat Zitat von Igelstroem Beitrag anzeigen
    Erstens könntest du dich ja mal informieren, wie es wirklich ist. Gerade wenn von Ostseeküste, also MVP die Rede ist.
    Gesetz des Landes Mecklenburg-Vorpommern zur Ausführung des Bundesnaturschutzgesetzes (Naturschutzausführungsgesetz - NatSchAG M-V), § 28(2): Nichtmotorisierte Wanderer dürfen außer in Nationalparken, Nationalen Naturmonumenten und Naturschutzgebieten abseits von Zelt- und Campingplätzen in der freien Landschaft für eine Nacht zelten, wenn sie privatrechtlich dazu befugt sind und keine anderen Rechtsvorschriften entgegenstehen. Auf Grundstücken, die zum engeren Wohnbereich gehören, dürfen Zelte und sonstige bewegliche Unterkünfte für den persönlichen Gebrauch aufgestellt werden, wenn die Belange der öffentlichen Sicherheit und Ordnung gewährleistet sind.

    Sprich: kommt drauf an. Muss ja nicht gleich in den Dünen oder bei gewissen Waldbrandgefahrstufen im Wald sein (von wegen "andere Rechtsvorschriften"). Interessant auch der Punkt mit dem "engeren Wohnbereich". Habe mit "Eigentümer fragen" - außerhalb von Touri-Hotspots natürlich, aber durchaus in Gebieten, in denen es Touristen gibt - auch in D gute Erfahrungen gemacht; und NSG/Nationalparks machen ja oft einen gewissen Bogen um Ortschaften. Dass es generell nicht geht, wie gelegentlich (oft?) behauptet, ist jedenfalls Quatsch.

    Auch entlang der Küste findet man überall im Tages-Wanderabstand Stellen, wo es legal geht. Die "härtesten Nüsse" sind diesbezüglich Jasmund und Teile von Darß/Zingst. Beim Wasserwandern hat man an vielen Flüssen ganz gute Karten (eigene Erfahrung: Warnow, Trebel, Elde - NSG-Abschnitte muss man dann halt durchfahren oder dort offizielle Rastplätze nutzen).

    Spitzfindigkeiten wie "ist ein Schlaf- und/oder Biwaksack eine "bewegliche Unterkunft"" oder "was heißt egtl. "eine Nacht zelten" - was ist mit mehreren Stunden zu irgendeiner Tageszeit?" mal außen vor.

    Abgesehen von Rechtsfragen: der Impakt einer (Solo-)Übernachtung bei adäquatem Verhalten (kein Feuer, kein Müll, kein sinnloses Rumtrampeln usw.) auf Ökosysteme ist jedenfalls nahe, ach was, gleich Null.

    Zitat Zitat von Igelstroem Beitrag anzeigen
    Und zweitens stimmt es, dass es aus verschiedenen Gründen erfahrungsgemäß nur begrenzt sinnvoll ist, das Thema bei ODS zu diskutieren.
    OT: Hehe... Rote Fußgängerampeln, Bahnstrecken abseits von Übergängen, ... uijuijui ...
    Geändert von Ljungdalen (14.03.2020 um 09:30 Uhr)


  17. Userbeauftragte
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    Avatar von Mus
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    AW: Wildcampen an Nord- oder Ostseeküste ?

    #37
    Zitat Zitat von Ljungdalen Beitrag anzeigen
    Abgesehen von Rechtsfragen: der Impakt einer (Solo-)Übernachtung bei adäquatem Verhalten (kein Feuer, kein Müll, kein sinnloses Rumtrampeln usw.) auf Ökosysteme ist jedenfalls nahe, ach was, gleich Null.
    Das hängt davon ab, auf welche Art Ökosystem man trifft. Vielleicht einfach nebenan bei den "kleinen Spuren" etwas einlesen?

  18. Liebt das Forum
    Avatar von Torres
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    AW: Wildcampen an Nord- oder Ostseeküste ?

    #38
    Abgesehen von Rechtsfragen: der Impakt einer (Solo-)Übernachtung bei adäquatem Verhalten (kein Feuer, kein Müll, kein sinnloses Rumtrampeln usw.) auf Ökosysteme ist jedenfalls nahe, ach was, gleich Null.
    An den Küsten leider nicht. Dort erholt sich Vegetation nur extrem langsam, teils gar nicht, z.B. bei Dünengräsern. Zudem werden Brutvögel gestört und Tiere zur Flucht getrieben. Das merkt der Laie nur nicht.
    Waldränder ist ebenfalls Zonen, wo Tiere massiv gestört werden, auch von Solozeltern. Vor allem in der Dämmerung. Man denkt immer, die Tiere stört man im Wald, aber das ist nicht richtig, da stört man auch, aber am meisten Bedrohung ist am Waldrand.

    Wer an den Küsten unterwegs ist, weiß auch, wie wichtig Dämmerung für Seevögel ist. Also genau die Zeit, wo Wildzelter ihr Zelt aufbauen. Wenn Wildcampen, dann mit Biwaksack auf den Teerdeich (Nordsee, aber nicht an Rampen, da kommen Autos) und ansonsten gibt es gute Möglichkeiten bei Kanuvereinen (Anmeldung), auf Kanurastplätzen oder im Binnenland, wo in S-H und MV Wildzelten unter bestimmten Voraussetzungen erlaubt ist.
    "Oft habe ich die Welt durchwandert, und habe immer gesehen, wie das Grosse am Kleinlichen scheitert, und das Edle von dem ätzenden Gift des Alltäglichen zerfressen wird."... Hg. B. Tauchnitz: E. v. Arnim, The Princess Priscilla´s Fortnight, 1906, archive.org.

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    AW: Wildcampen an Nord- oder Ostseeküste ?

    #39
    Zitat Zitat von Mus Beitrag anzeigen
    Das hängt davon ab, auf welche Art Ökosystem man trifft. Vielleicht einfach nebenan bei den "kleinen Spuren" etwas einlesen?
    Ja, die Wahl der richtigen "Art Ökosystem" fällt unter "adäquates Verhalten". Schrieb ich ja.

    (Einlesen? Danke für den Tipp, ich lese sonst nie etwas )


  20. Userbeauftragte
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    AW: Wildcampen an Nord- oder Ostseeküste ?

    #40
    Wie du siehst, war es sehr missverständlich. Unter "adäquaten Verhalten" verstehen die meisten nur "wenn ich erst mal dort stehe" und nicht "wo stelle ich mich erst gar nicht hin".

    Das bei der geeigneten Platzwahl und entsprechendem Verhalten vor Ort ein Nachtbiwak einer einzelnen Person/Kleingruppe vermutlich die ökologischste Form der Übernachtung ist, würde ich zustimmen.

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