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  1. Dauerbesucher

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    Ultraleichte Ausrüstung - wie haltet ihr es damit - und wie hält sie?

    #1
    Hallo zusammen,

    ich bin die Tage über ein Video zu einer Outdoormesse gestolpert, in denen z.B. die Firma Camp ihre neu überarbeiteten Eispickel vorstellt...

    Alupickel mit 185g, und sie haben jetzt auch ein Konkurenzprodukt zum Petzl Ride rausgebracht, den Camp Corsa Alpine (ein UL-Pickel mit Stahlkopf, diesmal aber nicht nur in 45cm sondern auch länger)...

    Das brachte mich dazu, mal über das Thema nachzudenken.
    Als jemand, der eher konservativ unterwegs ist, mit Nylonschlingen statt Dyneema, mit nem 9,6er Einfachseil, Exen die 100g das Stück wiegen und nen Helm der doppelt so viel wiegt wie die Leichtgewichte kriegt man da schon große Augen:

    Helme: Petzl Sirocco: 150g
    Gurte: Edelrid Loopo Lite. 80g
    Exen: Edelrid Nineteen G 46g
    Seile: Halbseil Tendon Master in 7mm, Beal Opera mit Dreifachzulassung in 8,5mm
    Steigeisen Camp Tour Nanotech 650g für ein Vollstahl-Steigeisen
    und die oben erwähnten Pickel für unter 200g (Alu) oder 240g (Stahl).

    Das ist beeindruckend, aber sicherlich zu Lasten der Haltbarkeit.
    Auf meiner Gletscherausbildung letztes Jahr hab ich ne abgebrochne Zacke eines Steigeisens gefunden, das perfekt zum Camp Tour Nanotech passt

    Wie sind eure Erfahrungen?
    Ich mein, da liebäugelt man schon mit nem Zweitpickel, wenn man im Sommer nur Schneefelder hoch will, aber sonst?

    Grüße
    Micha
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  2. Liebt das Forum
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    AW: Ultraleichte Ausrüstung - wie haltet ihr es damit - und wie hält sie?

    #2
    Wo möglich und imo sinnvoll nutze ich schon lange möglichst leichte Ausrüstung. Warum soll ich z.B. auf eine Gletschrtour einen saubequemen, aber elendig schweren Hüftgurt nutzen, mit dem ich zwar stundenlang im Seil herumhängen kann, aber der das zigfache von dem wiegt und auch mehr Platz wegnimmt als ein UL-Gurt? Gleiches gilt für die Eisgeräte, auch da haben wir neben den Vollgeräten für steileres Eis passende Leichtteile besorgt, die vor allem auf Skitouren und auf leichten Gletscherrouten mit rein kommen.

    Beim Rest sieht es ähnlich aus (Schlafsäcke, Isomatten, Zelte,...). Lediglich bei Bandschlingen bin ich eher konservativ, da Schlingen mit einer breiteren Auflagefläche weniger Druck abbekommen, was z.B. bei scharfkantigeren Felsen von Vorteil ist.

    Und jup, bei den Schuhen sieht es auch so aus. Da habe ich ein ganzes Sortiment, von Barfussschuhen über Trailrunner bis zu den Plastiktretern, und je nach Tour nutze ich mal den einen, mal den anderen Schuh.
    After much research, consideration, and experimentation, I have decided that adulthood is nothing for me. Thank you for the opportunity.

  3. Fuchs
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    AW: Ultraleichte Ausrüstung - wie haltet ihr es damit - und wie hält sie?

    #3
    Zitat Zitat von Becks Beitrag anzeigen
    Wo möglich und imo sinnvoll nutze ich schon lange möglichst leichte Ausrüstung. Warum soll ich z.B. auf eine Gletschrtour einen saubequemen, aber elendig schweren Hüftgurt nutzen, mit dem ich zwar stundenlang im Seil herumhängen kann, aber der das zigfache von dem wiegt und auch mehr Platz wegnimmt als ein UL-Gurt? Gleiches gilt für die Eisgeräte, auch da haben wir neben den Vollgeräten für steileres Eis passende Leichtteile besorgt, die vor allem auf Skitouren und auf leichten Gletscherrouten mit rein kommen.

    Beim Rest sieht es ähnlich aus (Schlafsäcke, Isomatten, Zelte,...). Lediglich bei Bandschlingen bin ich eher konservativ, da Schlingen mit einer breiteren Auflagefläche weniger Druck abbekommen, was z.B. bei scharfkantigeren Felsen von Vorteil ist.

    Und jup, bei den Schuhen sieht es auch so aus. Da habe ich ein ganzes Sortiment, von Barfussschuhen über Trailrunner bis zu den Plastiktretern, und je nach Tour nutze ich mal den einen, mal den anderen Schuh.
    Geht mir auch so. Wenn ich mit Zelt irgendwo biwakiere beim Klettern o.ä. und dabei einen längeren Zustieg habe, geht das letztlich nur, wenn man an verschiedenen Stellen der Ausrüstung Gewicht einspart, um mit einem vernünftigen Gesamtgewicht unterwegs zu sein. Gilt aber nicht für alles. Es muss immer zu dem passen, was die Tour erfordert. Bei Schuhen würde ich z.B. nie aus Gewichtsgründen einen leichten Approachschuh mitnehmen, wenn ich mir nicht sicher bin, was mich erwartet. Da nehme ich lieber einen immer noch leichten, aber dafür höheren und stabileren Schuh mit. Ich war einmal mit einem normalen Pickel und 10-Zackern an der Jungfrau unterwegs und bin an dem in dem Moment zu großen, senkrechten Bergschrund mit Blankeis gescheitert, wäre mit Eisgerät und 12-Zackern kein Problem gewesen. Hochalpin also besser manchmal bei der Ausrüstung etwas Spielraum nach oben einplanen. Verzichten oder auf eine sehr kurze Lebensdauer einstellen würde auch ich mich bei schmalen Dyneema-Schlingen. Ich habe meine jedenfalls ausgesondert. Der Gewichtsunterschied ist da eh nicht nennenswert.

    Manche Sachen sind in der Leichtversion von der Funktion dagegen zumindest gleichwertig oder sogar besser. Bei Helmen bieten manche leichten Helme mit Hartschaum z.B. eine besseren seitlichen Aufprallschutz als Hartschalenhelme. Der Hartschalenhelm geht zwar meist nicht kaputt und sieht auch nach langer Zeit noch stabil aus, es fällt dann aber auch schwer, ihn nach ein paar Jahren zu entsorgen, wenn der Kunststoff an seine Alterungsgrenze kommt. Oft hält auch die Leichtausrüstung recht lang, wenn man z.B. seinen Leichtpickel nicht für alle Touren benutzt, sondern nur ab und zu bei geeigneten, wenig materialverschleißenden Touren.

  4. Freak Moderator
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    Avatar von Flachlandtiroler
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    AW: Ultraleichte Ausrüstung - wie haltet ihr es damit - und wie hält sie?

    #4

    Editiert vom Moderator
    *räusper* Das Thema hier ist die leichte (haltbare?) Ausrüstung. Es geht *nicht* um ihren Träger oder um UH-Zeugs...

    Bei Nachfragen bitte eine PN an den Moderator senden. Dein Team der
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  5. Freak Moderator
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    AW: Ultraleichte Ausrüstung - wie haltet ihr es damit - und wie hält sie?

    #5
    In der Sache: Eine Option zwecks leichte Ausrüstung ist immer: Ganz weglassen.

    Wenn ich nach dem Felsteil nur noch einen Firngrat zum Gipfel habe und sowieso auf dem gleichen Weg zurück muss (Weißhorn, Piz Roseg, ...), bleibt am Übergang zum Firn halt der ganze Eisenkram liegen; und wenn ich sicher bin, ohne dem auszukommen halt auch Seil & Gurt. Und wenn das Wetter paßt halt auch noch die zusätzliche Jacke... es ist ein Traum, dann wie beflügelt in 4000m++ Höhe den Berg "raufzufliegen"
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  6. Fuchs
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    AW: Ultraleichte Ausrüstung - wie haltet ihr es damit - und wie hält sie?

    #6
    Niedrigeres Gewicht wird halt vielfach durch Einschwänkungen bei der Haltbarkeit und/oder der Funktionalität erkauft. Ich persönlich entscheide mich typischerweise eher für die etwas schwerere Variante (Seildurchmesser Einfachseil 9,6 mm, Doppelseil 8,5 mm, hängetauglich gepolsterter Gurt, Hybridhelm), hab aber auch diverse Ausrüstungsgegenstände, wo ich auch auf's Gewicht geschaut habe und dafür Kompromisse gemacht habe (Exen mit Dyneema-Schlingen und seilseitig Wiregate etwas über 70g, Dyneema-Schlingen, 18l-Rucksack für MSL-Klettereien...).
    Es ist halt immer die Frage, was von der Ausrüstung gefordert wird. Wer Gletschertouren oder Gratklettereien macht, leidet kaum unter den Funktionseinschränkungen so eines UL-Gurtes, wer bei einer MSL-Tour 10 Minuten im Hängestand damit verbringen muss, schleppt beim nächsten mal vielleicht lieber ein paar Gramm mehr zum Einstieg

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    AW: Ultraleichte Ausrüstung - wie haltet ihr es damit - und wie hält sie?

    #7
    Deswegen habe ich mehrere Varianten des gleichen Ausrüstungsstück, zwei Gurte, mehrere Pickel/Eisgeräte, Stiefel etc. Je nach Einsatzgebiet und Schleppdistanz kommt was anderes zum Einsatz. Lediglich Steigeisen sind immer die Gleichen, da habe ich noch keine UL-Variante. Wäre ich öfters auf Skihochtour, würde sich das vielleicht auch lohnen (aber im nächsten Jahrzehnt nicht absehbar.. ).
    "Niemand hört den Ruf des Meeres oder der Berge, nur derjenige, der dem Meer oder den Bergen wesensverwandt ist" (O. Chambers)

  8. Freak Moderator
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    AW: Ultraleichte Ausrüstung - wie haltet ihr es damit - und wie hält sie?

    #8
    Aus meiner Sicht macht UL-Ausrüstung da Sinn, wo man sie sowieso kaum (im Sinne von seltenst, nicht mit Maximalbelastung, ...) braucht. Also der UL-Pickel für leichte Skitouren, der UL-"Sitz"gurt für Gletscherwanderungen, das Einwandzelt in ariden Regionen oder das Tarp in Schwachwindzonen.
    Deswegen war mein (Beitrag (nicht der moderative) ja auch, einfach weglassen -- wenn man es denn einschätzen kann und drauf hat. Für die "vielleicht, aber nicht wirklich" Fälle darf es dann bei vielen Ausrüstungsgegenständen auch UL sein.
    Geändert von Flachlandtiroler (02.03.2020 um 09:35 Uhr) Grund: OT gelöscht
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  9. Liebt das Forum
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    AW: Ultraleichte Ausrüstung - wie haltet ihr es damit - und wie hält sie?

    #9
    Mr: beim Sportklettern ist UL generell wurscht, da spielt es selten eine Rolle, wieviel man bis zur Wand schleppt.
    "Niemand hört den Ruf des Meeres oder der Berge, nur derjenige, der dem Meer oder den Bergen wesensverwandt ist" (O. Chambers)

  10. AW: Ultraleichte Ausrüstung - wie haltet ihr es damit - und wie hält sie?

    #10
    Den Spaltensturz sollte (größten Teils) der Bremsknoten halten:

    https://www.youtube.com/watch?v=IgNR-VZMwHo


    Dann bleibt noch ein weiteres Problem:

    https://de.wikibooks.org/wiki/Erste_...C3%A4ngetrauma


    Ich besitze selbst auch solche Leichtgurte für Gletschertouren.
    Bei Hängeversuchen empfand ich sie jetzt nicht als besonders unangenehm.
    Im Gegensatz zum Felsklettern (und "Lamp" ) laufe ich auch nicht in kurzen, dünnen Hosen über den Gletscher.
    Bei dickerer Kleidungsschicht verteilt sich von daher schon einiges an Gewicht.

    Um zurück zur Eingangsfrage zu kommen:
    Es gibt ja nicht nur schwarz = schwer und weiß = UL, sondern so gut wie alle Nuancen dazwischen.
    Dort fühle ich mich persönlich am besten aufgehoben.
    Leicht genug um Gewicht zu sparen, aber robust genug , um lange zu halten.
    Ich habe selbst auch schon UL-Ausrüstung besessen, die bereits nach 1 Tag!!! hinüber war.
    Ja, ja - durch Erfahrung wird man klug.

    Ich habe das Gefühl, dass für viel UL-Ausrüstung ähnliches gilt, wie bei "Billigware", für die gilt: wer billig kauft, kauft 2 mal.
    Dort dann noch mit dem feinen Unterschied....zweimal... und das auch noch teuer, da UL auch für ultra luxory stehen könnte.

    In Summe stehe ich dennoch voll hinter dem Ansatz Gewicht zu reduzieren, aber eben bitte in Maßen.
    Mal ehrlich: wieviel Penetrationsvermögen hat denn ein 185 g-Pickel, selbst wenn er eine Stahlhaufe besitzt?

    Oder der angeführte Petzl Sirocco: die erste Generation war ausschließlich auf geringstes Gewicht hin getrimmt.
    Er besaß keinerlei "Hartschalenanteil".
    Da gab es mal einen Bericht drüber, in dem eine Frau sich den halben Kopf skalpiert hatte, als sie mit diesem Helm einen Pendelsturz an der Wand hinlegte. Ich finde den Bericht nicht mehr. Das Problem war die komplett fehlende Schnittfestigkeit.
    Aber da hat Petzl jetzt beim aktuellen Modell zum Glück nachgelegt - eben auf Kosten des Gewichts.

    Die Edelrid Nineteen G kenne ich nicht, habe aber Petzl Ange finess s Exen - was für ein Fehlkauf.
    Leicht?
    ja
    Zu gebrauchen?
    nein
    Die sind so fummelig klein, dass ich sie nicht mehr verwende.

    Darum: Augen auf beim UL-Kauf
    Geändert von transient73 (29.02.2020 um 23:29 Uhr)

  11. Fuchs
    Avatar von Benzodiazepin
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    AW: Ultraleichte Ausrüstung - wie haltet ihr es damit - und wie hält sie?

    #11
    Zitat Zitat von transient73 Beitrag anzeigen
    Mal ehrlich: wieviel Penetrationsvermögen hat denn ein 185 g-Pickel, selbst wenn er eine Stahlhaufe besitzt?
    ich habe einen Idol ice rock ul-carbon-pickel mit stahlhaue. der ist im eis, natürlich, unbrauchbar. im harten schnee/firn jedoch völlig genügend.

    ich habe einen arcteryx alpha fl 30 rucksack und auch den 45er. beide schon ne weile im einsatz, beim bergsteigen, auf skitour und auch im alltag. keinerlei prolbeme, keinerlei Beschädigungen, bei geringem rucksackgewicht keinerlei nachteile gegenüber schwereren rucksäcken.

    ich hab das tarptent double rainbow. ein sehr geräumiges zelt (insbesondere für grosse leute, ich bin 189cm). sehr zufrieden damit, wenn auch noch nicht allzu oft benutzt (keine 20 nächte). es ist halt kein bunker, das muss dir bewusst sein, wenn du so ein zelt kaufst.
    als "ul-bunker" hab ich das tarptent scarp 1. darin war ich 4 monate am stück unterwegs, habe beinahe jede nacht darin geschlafen. dazu kam ein monat bergsteigen und diverse wochenendeinsätze. das zelt ist langsam ziemlich durch, hauptproblem war ein hund, der sich durch die zeltwand gebissen hat.

    ich habe den monatauk gnat Gaskocher. der hat immer (ebenfalls 4 monate mehr oder weniger täglicher einsatz) problemlos funktioniert, bis er schliesslich doch dank ul ersetzt werden musste: er ist so klein, ich hab ihn verloren und nicht mehr gefunden.

    es gibt meiner meinung nach also durchaus sinnvolle ul-ausrüstungsgegenstände. aber nicht alles, was ul ist, ist auch gut. das ist wohl klar.
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  12. Fuchs
    Avatar von TeilzeitAbenteurer
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    AW: Ultraleichte Ausrüstung - wie haltet ihr es damit - und wie hält sie?

    #12
    Bezug gelöscht (?)

  13. Dauerbesucher

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    AW: Ultraleichte Ausrüstung - wie haltet ihr es damit - und wie hält sie?

    #13
    Zitat Zitat von Flachlandtiroler Beitrag anzeigen
    Bei Deinen Schwerlast-Rucksäcken ist ja bereits angezweifelt worden bzw. AFAIR hast Du eigentlich sogar direkt geschrieben, dass der Träger bei völlig unsachgerechter Belastung gerissen ist (sieben Mal ).
    Gib' mir einen Trekkingstock, und ich verkeile ihn zwischen zwei Steinen und breche ihn dann beim Drauf-Stützen durch...
    Karabiner zumindest für Alpinsport sind genormt, auch hier kann man dann wohl von unsachgemäßer Belastung ausgehen.

    Jain, ich denke da eher auch an dumme Umstände.
    Die Norm sagt längs/quer/offen mind. 20/7/6 kN, und viele UL Exen halten genau das. Da ist keine Reserve dabei, Pit Schubert hat da auch schon paar Worte drüber verloren. Meine Exen haben offen 8 oder 9kN wenn ich mich recht erinnere, aber solche Karabiner musst suchen.

    Mir gings in diesem Thema vorrangig um Bergsportausrüstung. Ein defekter Rucksack ist ärgerlich, eine versagende PSA tötlich.
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  14. Freak Moderator
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    AW: Ultraleichte Ausrüstung - wie haltet ihr es damit - und wie hält sie?

    #14

    Editiert vom Moderator
    Aufgeräumt... bitte den OT-Exkurs in Sache Ultra-heavy nicht weiter fortsetzen

    Bei Nachfragen bitte eine PN an den Moderator senden. Dein Team der
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  15. Dauerbesucher

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    AW: Ultraleichte Ausrüstung - wie haltet ihr es damit - und wie hält sie?

    #15
    Nachtrag: meine Exen sind zum Teil DMM Spectre mit 9kN offen und Austrialpin Rockit mit 10kN oder Petzl Spirit mit ebenfalls 9kN.

    Find den Unterschied schon nicht so klein.
    Ok, klettere auch eher traditionell, wo weite Stürze möglich sind und weniger im französisch gesicherten Plasiergebieten wo der Hakenabstand = Baguettelänge...
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  16. Alter Hase

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    AW: Ultraleichte Ausrüstung - wie haltet ihr es damit - und wie hält sie?

    #16
    Zitat Zitat von Shuya Beitrag anzeigen
    JMir gings in diesem Thema vorrangig um Bergsportausrüstung. Ein defekter Rucksack ist ärgerlich, eine versagende PSA tötlich.
    ja, aber wie schon geschrieben findet man sehr leichte ausrüsutng im technischen bereich ja oft zum tourengehen. und da bieten sehr leichte steigeisen oder so pickelaufsätze für den schaufestil IMHO schon einen großen sicherheitsgewinn. die hemmschwelle, dass zeug überhaupt mitzunehmen, sinkt nämlich gewaltig
    . und z.b. im bereich ski finde ich es schon eindrucksvoll, was für fahreigenschaften aus leichtem material herauszuholen sind. wobei man da bei den ultraleichten sicher an eine grenze kommt...

  17. Freak Moderator
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    AW: Ultraleichte Ausrüstung - wie haltet ihr es damit - und wie hält sie?

    #17
    Zitat Zitat von Shuya Beitrag anzeigen
    Jain, ich denke da eher auch an dumme Umstände.
    Die Norm sagt längs/quer/offen mind. 20/7/6 kN, und viele UL Exen halten genau das. Da ist keine Reserve dabei, Pit Schubert hat da auch schon paar Worte drüber verloren. Meine Exen haben offen 8 oder 9kN wenn ich mich recht erinnere, aber solche Karabiner musst suchen.

    Mir gings in diesem Thema vorrangig um Bergsportausrüstung. Ein defekter Rucksack ist ärgerlich, eine versagende PSA tötlich.
    Karabiner müssen sachgerecht angebracht werden. Wenn der sich verkantet oder auf einer Kante aufliegt, hilft auch Überdimensionierung ggü. der CE-Norm im Fall des Falles nichts.
    Ich gehe davon aus, wer dort wo der Gewichtsvorteil wirklich relevant ist zu den "Minimal-Exen" greift, weiß diese auch korrekt anzubringen. Und das ist nicht im Mittelgebirge oder im Klettergarten.
    Sicherlich wird man so'nen minimalistischen Schnapper eher mal zum Materialkarabiner umwidmen, wenn sich erste Einriefung zeigt. Für den sportkletternden Alltag sind die also eher ungünstig.
    Daher würde ich bspw. im Sandstein der Mittelgebirge eher keine minimal dimensionierten Karabiner verwenden...

    Zitat Zitat von Shuya Beitrag anzeigen
    Ok, klettere auch eher traditionell, wo weite Stürze möglich sind
    ... die aber besonders weich gesichert werden sollten
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  18. AW: Ultraleichte Ausrüstung - wie haltet ihr es damit - und wie hält sie?

    #18
    Zitat Zitat von opa Beitrag anzeigen
    ja, aber wie schon geschrieben findet man sehr leichte ausrüsutng im technischen bereich ja oft zum tourengehen. und da bieten sehr leichte steigeisen oder so pickelaufsätze für den schaufestil IMHO schon einen großen sicherheitsgewinn. die hemmschwelle, dass zeug überhaupt mitzunehmen, sinkt nämlich gewaltig
    Das kann ich bestätigen. Meine gewöhnlichen Steigeisen wiegen glaub 890 g und für eine Trekkingtour von 110 km brauchte ich nur am siebten Tag mal kurz und achten Tag etwas länger die Eisen. Dank der 360-g-Aludinger hatte ich keinerlei Hemmungen, sie einzupacken und hab noch den ebenso leichten Pickel mitgenommen. Die 700 Gramm für extra Sicherheit haben sich definitiv rentiert, die Aluzacken sind nun leicht angerundet aber das war klar - und ich weiß ja, wie man mit einer Feile umgeht
    Wandern auf Ísland?
    ICE-SAR: Ekki týnast!

  19. Fuchs
    Avatar von TeilzeitAbenteurer
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    AW: Ultraleichte Ausrüstung - wie haltet ihr es damit - und wie hält sie?

    #19
    Zitat Zitat von Flachlandtiroler Beitrag anzeigen
    Karabiner müssen sachgerecht angebracht werden. Wenn der sich verkantet oder auf einer Kante aufliegt, hilft auch Überdimensionierung ggü. der CE-Norm im Fall des Falles nichts.
    Jain. Die Schnapper-offen-Bruchlast ist ja deswegen genormt, weil davon ausgegangen wird, dass dieses Szenario vorkommen kann, obwohl das bei korrekter Handhabung nicht der Fall sein sollte. Mit dem gleichen Argument könnte man also auch Schräg- und Kantenbelastung normen und würde Ausrüstung erhalten, die bei entsprechenden (in der Praxis zu vermeidenden) Situationen eine höhere Sicherheit erhalten.
    Laut Pit Schubert können die 7 kN der Norm bei einer offenen Belastung nicht ausreichend sein, um einen Sportklettersturz unbeschadet zu überstehen, aber Normen spiegeln eben immer nur einen Konsens aus der Zeit der Ausarbeitung nieder. Quer- und Schrägbelastung sind überhaupt nicht genormt und dementsprechend wurden hier schon sehr niedrige Bruchlastwerte festgestellt. Wie bei Belastungen mit offenem Schnapper hat die Vergangenheit aber gezeigt, dass solche Situationen bei "geringfügig fahrlässiger", nicht grob falscher Anwendung auftreten können.

    Ergänzung:
    Ich habe vor allem bei meinen Sportkletterexen versucht darauf zu schauen, dass die Schnapper-offen-Bruchlast mindestens 9 kN beträgt (Pit Schubert sei dank). Die Dinger sind trotzdem noch leichter, als viele andere am Markt.
    Geändert von TeilzeitAbenteurer (03.03.2020 um 13:10 Uhr) Grund: Rechtschreibung & Ergänzung

  20. Neu im Forum

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    AW: Ultraleichte Ausrüstung - wie haltet ihr es damit - und wie hält sie?

    #20
    Zitat Zitat von Shuya Beitrag anzeigen
    Jain, ich denke da eher auch an dumme Umstände.
    Die Norm sagt längs/quer/offen mind. 20/7/6 kN, und viele UL Exen halten genau das. Da ist keine Reserve dabei, Pit Schubert hat da auch schon paar Worte drüber verloren. Meine Exen haben offen 8 oder 9kN wenn ich mich recht erinnere, aber solche Karabiner musst suchen.
    Die Petzl Ange S halten offen auch 9kn und sind mit 28 Gramm sehr leicht.

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