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  1. Anfänger im Forum

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    Hängematte + Tarp als Alternative zum Zelt

    #1
    Moin Leute!


    Normalerweise schlafe ich bei Wander-/Radtouren in meinem Eureka Spitfore Solo. Im Frühling/Sommer möchte ich das Zelt aber gerne zuhause lassen und stattdessen in einer Hängematte (+ Tarp) nächtigen.

    Ich bin 190cm groß und wiege 75kg. Da ich nicht sicher weiß, ob das alles was für mich ist, möchte ich eigentlich für Hängematte + Tarp nicht mehr als € 100 - 130 ausgeben.

    Eine dicke Isomatte sowie einen Dreijahrszeitenschlafsack, die ich dann in die Hängematte legen würde, habe ich selbstverständlich schon. Wenn mir die Hängematte gefällt, würde ich für den Sommer gerne ein Moskitonetz nachrüsten können. Prinzipiell bin ich gewichtssparsam unterwegs (mein Rucksack: Gregory Paragon 48l), weswegen das Setup idealerweise möglichst leicht sein sollte.

    Was für ein Modell (samt Zubehör) könntet ihr mir empfehlen? Was für ein Tarp wäre geeignet (3x3m?)?

    DANKE!

  2. AW: Hängematte + Tarp als Alternative zum Zelt

    #2
    Bei Deiner Länge würde ich Dir zu einer 3,30 m langen Hängematte raten. Und da fangen die Probleme schon an. Die niedrigpreisigen Hängematten gibt es gewöhnlich nur in einer Länge von 2,70 m und damit ist es Dir unmöglich, Dich diagonal reinzulegen. Damit fällt dann das flache Liegen aus und Du hängst bananenförmig durch. Also entweder selbernähen oder für mehr Geld bei namhaften Herstellern in den USA kaufen.
    Isomatte und Hängematte passen nicht unbedingt gut zusammen. Zur Isolierung nach unten verwendet man meist einen Underquilt.

    Wenn es unbedingt eine Isomatte sein muss, dann würde ich Dir zu einer Brückenhängematte oder 90°-Hängematte raten. Die sind dann noch etwas teurer. Schau doch mal im www.haengemattenforum.de vorbei! Dort triffst Du auf gebündelte Kompetenz zum Thema Hängematte.
    Bei Tieren reden wir von artgerechter Haltung, aber den Menschen pferchen wir in Städten zusammen.

  3. Anfänger im Forum

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    AW: Hängematte + Tarp als Alternative zum Zelt

    #3
    Danke für die Hinweise und den Link, Mittagsfrost!

    Ich werde dann gleich mal dort im Forum nachfragen

  4. Anfänger im Forum

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    AW: Hängematte + Tarp als Alternative zum Zelt

    #4
    Guten morgen.

    ich bin 1,84 groß und habe eine normale DD Hammocks Frontline - also nix mit Überlänge und so. Ich schlafe eigentlich nie in der vollen Länge, da ich Fötalstellungsschläfer bin Daher reicht mir die Länge locker aus. Underquilt hab ich dazu, wobei mir der von DD zu kurz erscheint, als dass ich ihn nur mir Topquilt nutzen wollte.
    Für die letzte Nacht im November hatte ich daher eine aufblasbare Isomatte UND meinen Underwuilt dabei und es war im Daunenschlafsack mollig warm.

    Aber Du willst ja im Sommer unterwegs sein...

    Das Problem an der Isomatte ist meiner Meinung nach, dass Du - sofern Du kein Einschubfach in der Hängematte hast - immer mit der Isomatte kämpfen musst, das Du auch auf ihr drauf liegst. Mit Einschubfach bleibt die Isomatte zwar wo sie hingehört, Du aber halt auch. Mit Underwuilt ist die gesamte Hängematte isoliert und man kann sich hinlegen, wie es bequem ist.

    Ein Trugschluß ist es zu denken, dass eine Hängematte weich ist! Und noch einer: so ist auch nicht warm!

  5. Anfänger im Forum

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    AW: Hängematte + Tarp als Alternative zum Zelt

    #5
    Also ich habe letztes Jahr in Frankreich an der Atlantikküste den Test gemacht :
    Ich hatte wie immer meine selbststehende Zelt dabei aber diesmal auch zusätzlich eine Hängematte/Tarp Combo von Eped.

    Mein Fazit :
    Hängematte schläft sich besser.
    Nervig empfand ich als ungeübter Nutzer die Fummelei bis meine Hängematte richtig hang.

    Verloren hatte die Combo Hängematte/Tarp sobald es windig wurde.
    Insbesonders bei zusätzlichem Regen bekommt man trotz Tarp ziemlich viel von der Seite ab.
    Ein gutes Zelt hält wesentlich höheren Windgeschwindigkeiten stand.


    Natürlich rede ich hier von höheren Windgeschwindigkeiten.
    Ich hatte an der Atlantikküste meistens immer ca. 30km/h Wind und an etwas schlechteren Tagen sind oft Böen mit 70km/h drin.
    Mein Rekord waren zwei Orkane mit Böen von 110 km/h.
    Den ersten hat mein Pathfinder von Wechsel überraschenderweise mit nur einer gebrochenen Stange gut überlebt... an Schlaf war allerdings nicht zu denken.
    Den zweiten Orkan habe ich glatt verschlafen weil damein Zelt hinter einer hohen Düne lag. Den Campingplatz 500m weiter hatte der Sturm dagegen zu meiner Überraschung - ich hatte ja geschlafen - völlig zerlegt.

  6. Fuchs
    Avatar von entropie
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    AW: Hängematte + Tarp als Alternative zum Zelt

    #6
    Zitat Zitat von Forest481 Beitrag anzeigen
    Verloren hatte die Combo Hängematte/Tarp sobald es windig wurde.
    Insbesonders bei zusätzlichem Regen bekommt man trotz Tarp ziemlich viel von der Seite ab.
    Hast du fotos deines setups? Ich denke das ist aufbausache. Ich hab schon bei (fast) horizontalen regen umterm tarp/hammock geschlafen und bin trocken geblieben. Hab aber durchaus ein bisschen erfahrung sammeln müssen, bevor das lief.


    OT: Die erste tarp tour, mit einem superschweren 4x4m von tatonka an der ostsee, wild am strand gecampt. Mir ist die ersten 4 nächte die ganze konstruktion mehrfach zusammengebrochen eh ich den dreh raushatte. Danach war das teil ein bunker.
    Whenever people agree with me, I always feel I must be wrong.
    -- Oscar Wilde

  7. Anfänger im Forum

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    AW: Hängematte + Tarp als Alternative zum Zelt

    #7
    Zitat Zitat von entropie Beitrag anzeigen
    Hast du fotos deines setups? Ich denke das ist aufbausache. Ich hab schon bei (fast) horizontalen regen umterm tarp/hammock geschlafen und bin trocken geblieben. Hab aber durchaus ein bisschen erfahrung sammeln müssen, bevor das lief.


    OT: Die erste tarp tour, mit einem superschweren 4x4m von tatonka an der ostsee, wild am strand gecampt. Mir ist die ersten 4 nächte die ganze konstruktion mehrfach zusammengebrochen eh ich den dreh raushatte. Danach war das teil ein bunker.

    Mit der fehlenden Erfahrung kannst du natürlich Recht haben. Ich schätze auch dass die Tarpgrösse eine grosse Rolle spielt : Ein grosses Tarp kann man ja wirklich bis zum Boden anspannen.

    Ich dagegen habe nur die Tarp-Hängematte-Combo von Exped gekauft. Das Tarp welches in diesem Pakett enthalten ist gehört so viel ich mitbekommen habe zu den kleineren Modellen. Das kann man nicht bis zum Boden abspannen.

    Mir persönlich ist allerdings ein grosses Tarp zu schwer weil ich fast immer zusätzlich noch ein selbststehendes Zelt mitschleppe um auf Stränden, großen Ebenen oder Campingplätzen campieren zu können.

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