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  1. Anfänger im Forum

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    Tsampa als Unterwegsverpflegung?

    #1
    Kürzlich habe ich einen Bericht über Nepal gesehen. Darin erklärte ein Sherpa, dass ein Frühstück aus dem traditionellen Lebensmittel Tsampa (Art Mehl aus gerösteter Gerste) den ganzen Tag satt mache. Demnach wäre es ja auch eine geeignete Nahrung für eine Wintertour, und so ganz falsch machen werden es Sherpas ja sicher auch nicht.

    Vor einiger Zeit hatte ich im Biosupermarkt allerdings auch schon einmal Tsampa gekauft (auf der Packung wurde es u. a. auch als Nahrung beim Wandern angepriesen) und mit Milch verzehrt. Ich fand es damals nicht besonders aufregend. Aber vielleicht hätte ich es auch einfach etwas anders zubereiten oder mit weiteren Dingen ergänzen sollen (in Nepal kommt wohl zumindest noch Butter hinzu).

    Wer hat evtl. schon mal Erfahrung mit Tsampa als Unterwegsverpflegung gemacht und kann evtl. einen Tipp für die Zubereitung geben?

  2. Dauerbesucher

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    AW: Tsampa als Unterwegsverpflegung?

    #2
    Ich kenn Tsampa eher mit Wasser oder Tee zubereitet, Butter und Gemüse, Obst kann rein.
    Als sonderlich aufregend hab ich Tsampa auch nie empfunden und klar es ist gut zu transportieren, unkompliziert zuzubereiten, aber es gab eigentlich immer Alternativen die verlockender für mich waren.

  3. Vorstand
    Alter Hase
    Avatar von derray
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    AW: Tsampa als Unterwegsverpflegung?

    #3
    Hallo lemmus!

    Tsampa hab ich in Nordindien probiert, vermutlich zubereitet mit Yak- oder Ziegenbuttertee.
    Haaaat mich jetzt nich soooo überzeugt...
    Daher übernehme ich walnuts Aussage: "... es gab eigentlich immer Alternativen die verlockender für mich waren."

    mfg
    der Ray
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    Robert Swan

  4. Dauerbesucher

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    AW: Tsampa als Unterwegsverpflegung?

    #4
    Es ist halt nur Mehl (aus gerösteter Gerste). Durch die Röstung kann man es auch ohne weitere Verarbeitung verdauen und es hat ein kleines bisschen Geschmack. Du kannst es letzlich als vielseitiges Grundnahrungsmittel betrachten, andere damit strecken und sonst ziemlich beliebig verwenden. Ins Müsli, in Suppen, mit Pemikan, oder eben Butter.
    Auch wir haben es für lange Trekks im Norden Indiens verwendet. Im Sommer (also vor der Ernte) war es schwierig zu bekommen, es wurde nicht gehandelt. Aber privat hatten viele noch Reste zu Hause.
    Mit Tsampa pur, nur mit Schnee vermischt, haben Flüchtlingskarawanen aus Tibet, die im Winter den Himalaya überquerten, versucht zu überleben. Viele Menschen kamen dabei ums Leben. Ich sehe keinen Grund, das zu idealisieren.

    Grüße von Tilmann

  5. Dauerbesucher

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    AW: Tsampa als Unterwegsverpflegung?

    #5
    Zitat Zitat von lemmus Beitrag anzeigen
    Kürzlich habe ich einen Bericht über Nepal gesehen. Darin erklärte ein Sherpa, dass ein Frühstück aus dem traditionellen Lebensmittel Tsampa (Art Mehl aus gerösteter Gerste) den ganzen Tag satt mache. Demnach wäre es ja auch eine geeignete Nahrung für eine Wintertour, und so ganz falsch machen werden es Sherpas ja sicher auch nicht.

    Vor einiger Zeit hatte ich im Biosupermarkt allerdings auch schon einmal Tsampa gekauft (auf der Packung wurde es u. a. auch als Nahrung beim Wandern angepriesen) und mit Milch verzehrt. Ich fand es damals nicht besonders aufregend. Aber vielleicht hätte ich es auch einfach etwas anders zubereiten oder mit weiteren Dingen ergänzen sollen (in Nepal kommt wohl zumindest noch Butter hinzu).
    ...
    In den beiden Absätzen steckt die Antwort schon drin - es ist ein Grundnahrungsmittel, das satt machen soll. Von "aufregend" wird in dem Bericht nicht gesprochen worden sein...
    Zum Anderen, du schreibst selber, dort kommt noch Butter rein (also verm. Yak-Butter) - Energieträger par excellence!

    Zum Ganzen kommt noch hinzu, das Nepal ein im Grunde armes Land ist, also isst man was man hat und bereitet es so auf, das es gut haltbar ist. Und das führt nur sehr selten zu kulinarischen Highlights - allerdings kann man damit gut überleben.

  6. Anfänger im Forum

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    AW: Tsampa als Unterwegsverpflegung?

    #6
    Zitat Zitat von Bambus Beitrag anzeigen
    Zum Ganzen kommt noch hinzu, das Nepal ein im Grunde armes Land ist, also isst man was man hat und bereitet es so auf, das es gut haltbar ist. Und das führt nur sehr selten zu kulinarischen Highlights - allerdings kann man damit gut überleben.
    Genau, die haben oft nichts anderes und es hat daher Tradition. Vermutlich sind ärmere Menschen in den genannten Ländern auch nicht Frühstück - Mittag - Abendessen gewöhnt und kommen daher mit dem Frühstück über den ganzen Tag.
    Ich habe das mal als Frühstück ausprobiert, so im normalen Alltag, mit heißem Wasser aufgegossen und etwas Obst und Jogurt. Mir hat dieser etwas herzhafte, geröstete Geschmack gut gefallen, aber so toll, dass ich jetzt auf Dauer essen würde, ist es eben auch nicht.
    Ich würde es als Pendant zum puren Porridge ansehen, der ja - ohne Obst, Milch etc. - einen ähnlichen, warmen und nahrhaften Brei abgibt.

  7. Alter Hase
    Avatar von LihofDirk
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    AW: Tsampa als Unterwegsverpflegung?

    #7
    Zitat Zitat von Schwefelfell Beitrag anzeigen
    Ich würde es als Pendant zum puren Porridge ansehen, der ja - ohne Obst, Milch etc. - einen ähnlichen, warmen und nahrhaften Brei abgibt.
    Wobei Hafer sogar noch mehr Proteine enthält als Gerste.

  8. AW: Tsampa als Unterwegsverpflegung?

    #8
    Hab Tsampa auch viel in Nepal gegessen, aber eher als Porridge. Find das schon ganz lecker, aber jeden Tag würde ich das jetzt nicht haben wollen.

    In tibetisch geprägten Gegenden wird es mit dem gesalzenem Buttertee, der ja viel mehr Suppe als Tee ist, zu Bällchen geformt und gegessen und dient so als Reisenahrung. Könnte mir vorstellen, dass da schon mehr Nährwert bei rumkommt, der Tee macht ja schon was her. Das Verhältnis Gerste/Wasser ist aber bei diesen Bällchen auch höher als bei Porridge, wo ja vielleicht 2 EL Tsampa drin sind.

    Als Porridge hat es mich grad so bis zum Mittag gebracht, also nix mit "macht den ganzen Tag satt".

  9. Freak Moderator
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    Avatar von Flachlandtiroler
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    AW: Tsampa als Unterwegsverpflegung?

    #9
    Zitat Zitat von kunibald Beitrag anzeigen
    Hab Tsampa auch viel in Nepal gegessen, aber eher als Porridge. Find das schon ganz lecker, aber jeden Tag würde ich das jetzt nicht haben wollen.
    +1

    Nur, als der Tag kam wo wir keine Marmelade mehr dazu hatten...

    In tibetisch geprägten Gegenden wird es mit dem gesalzenem Buttertee, der ja viel mehr Suppe als Tee ist, zu Bällchen geformt und gegessen und dient so als Reisenahrung. Könnte mir vorstellen, dass da schon mehr Nährwert bei rumkommt, der Tee macht ja schon was her. Das Verhältnis Gerste/Wasser ist aber bei diesen Bällchen auch höher als bei Porridge, wo ja vielleicht 2 EL Tsampa drin sind.
    Und dann noch Salz, Knoblauch, ... da ist das Tsampa dann sowas wie "Einlage für Gemüsesuppe".
    Meine Reisen (Karte)

  10. Fuchs
    Avatar von Meer Berge
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    AW: Tsampa als Unterwegsverpflegung?

    #10
    So ein Sherpa ist ja nur halb so groß und 1/4 so schwer wie die meisten von uns , da reicht eine Portion den ganzen Tag, die uns nur bis mittags sättigt.

    Damit es richtig original und damit auch ein bisschen "aufregender" ist, muss der Napf seit Tagen ungespült sein und ein paar Yakhaare enthalten. Die Tasse für den salzigen Buttertee könnte z.B. aus Blech und ohne Griff sein und nebenbei noch diversen anderen Tätigkeiten als Behälter dienen.
    So habe ich es zumindest in Nepal erlebt.
    Zu Hause haben wir versucht das nachzukochen, aber es schmeckte nie so gut.
    Es fehlte einfach die "Würze".

    Dort würde ich das sofort wieder machen, hier fallen mir andere, schmackhaftere Möglichkeiten ein.
    Kalender *Papageitaucher 2021* Familienplaner
    Das Wetter, das man jeden Morgen in sich selber macht, ist viel wichtiger als das Wetter draußen. Fynn

  11. Lebt im Forum
    Avatar von Sarekmaniac
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    AW: Tsampa als Unterwegsverpflegung?

    #11
    Tsampa salzig/würzig, mit warmem oder kaltem Wasser ist wirklich nicht die Brause.

    Den nussigen Grundgeschmack der gerösteten Gerste mag ich allerdings gern in der süßen Variante.

    Wintertour-Frühstücksrezept, anstelle von Müesli oder Porridge:

    2 Teile Tsampa, zwei Teile geschmolzene Butter, ein Teil Zucker, eine Prise Salz. Schon zuhause mischen und portioniert mitnehmen.

    Schmeckt sehr lecker (Richtung Streuselkuchen-Streusel oder Kekskrümel), kann man direkt trocken löffeln (ohne heißes Wasser drin) und z.B. Tee dazu trinken. Kleine Mengen taugen super als Anreicherung von Trinkschokolade oder Milchpulver , das gibt eine schöne sämige, süße Trinksuppe.
    Wir sind alle ein wenig beim Leben zu Gast
    Das Leben ist reine Gewohnheit
    (Anna Achmatowa)

  12. AW: Tsampa als Unterwegsverpflegung?

    #12
    Auf den Kanaren nennt man es Gofio (und das Gofio del Trigo, also mit Weizenanteil, ist am besten).
    Etwas Salz, Zucker, Olivenöl und Wasser dazugeben und zu Bällchen kneten. Oder eben ins Müsli mischen oder sonstwas mit anstellen, die Kanarios sind da sehr kreativ

    Aber ganz allgemein gibt es keinerlei Superfood/Lembasbrot/..., sondern einfach bloß die drei Hauptnährstoffe Fette, Kohlenhydrate und Proteine, dann noch Vitamine und Spurenelemente sowie Ballaststoffe. Mehr als 38,9 kJ/g (wie bei purem Fett) kann nicht enthalten sein, mit ausschließlich einer Handvoll Superduperflocken mehrere Monate zu überleben funktioniert nur im Roman.
    Geändert von Moltebaer (06.02.2020 um 19:55 Uhr)
    Wandern auf Ísland?
    ICE-SAR: Ekki týnast!

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