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  1. Lebt im Forum
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    AW: Skiurlaub mit geringerem Öko-Impact

    #61
    Also, als Norddeutscher, der kein Ski fährt ( früher einmal Langlauf gemacht) und der in den Bergen im Winter auch keinen Urlaub macht, würde mich der ökologische Aspekt der Schneekanonen mehr interessieren als die Ökologie der Anfahrt mit dem Auto. Was wird da an Energie investiert, um eine künstliche Natur zu schaffen ? Und was ist an der attraktiv? Wenn es nicht schneit, dann schneit es nicht. Das ist Natur.

    Ein ähnliches Problem haben wir hier aber auch. Wenn ein Sturm am Meeresstrand den Sand wegspült, wird mit schweren Gerät und Millionen von Euro Sand aufgespült und herangekarrt, um eine künstliche Landschaft zu schaffen, wie sie die Urlauber erwarten. Das mag ökonomisch sein. Ökologie geht anders. Und Natur auch. Von den künstlichen Stränden halte ich mich auch hier fern. Es ist weniger der ökologische Aspekt, sondern ich mag halt kein Naturimitat.

    Wann wird es Almen mit Kunstrasen geben ?

    Ditschi
    Geändert von Ditschi (20.01.2020 um 16:49 Uhr) Grund: Man findet immer mal wieder Tippfehler

  2. Freak Moderator
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    AW: Skiurlaub mit geringerem Öko-Impact

    #62
    Zitat Zitat von Ditschi Beitrag anzeigen
    Es ist weniger der ökologische Aspekt, sondern Naturimitat mag ich halt nicht.
    So ähnlich sehe ich das für die Pisten auch: Der Energie- und Wasseraufwand ist das eine, die Pisten und die zerpflügte Landschaft empfinde ich als den ungleich größeren Schaden.

    Beispiel gefällig?

    "Nationalpark" Stilfser Joch -- wurde angeblich sogar von der ("alleruntersten"...) Parkbehörde abgesegnet

    Wann wird es Almen mit Kunstrasen geben ?
    Eine Alm ist eigentlich selber schon eine künstliche (Rodungs-) Fläche. Wird aber zumindest in den Alpen als erwünschte Kulturlandschaft mit gebietstypischer Flora angesehen.
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  3. Lebt im Forum
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    AW: Skiurlaub mit geringerem Öko-Impact

    #63
    Ja, solche Bilder meine ich. Da könnte man doch im Sommer Kunstrasen auflegen, damit es besser aussieht ? Im Winter Kunstschnee, im Sommer Schäden abdecken mit Kunstrasen. Eine künstliche Welt. Ist jetzt sarkastisch gemeint.
    Ditschi
    Geändert von Ditschi (20.01.2020 um 16:50 Uhr) Grund: Ergänzung

  4. Freak Moderator
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    Avatar von Flachlandtiroler
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    AW: Skiurlaub mit geringerem Öko-Impact

    #64
    Kunstrasen... die haben z.T. Jahrhunderte alte Arven abgeholzt, nur damit da noch zehn oder zwanzig Jahre lang ein paar mehr dekadente Skitouristen eine weitere, höchste bescheidene Skipiste zur Auswahl haben. Und das in der Kernzone eine Nationalparks!
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  5. Fuchs

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    AW: Skiurlaub mit geringerem Öko-Impact

    #65
    @ Ditschi
    da hast du als nicht Skifahrer und Deichbewohner den Nagel auf den Kopf getroffen.

    Kunstschneepisten machen mir keinen Spaß,
    - weil es sich nicht wie Schnee anfühlt
    - weil ein Tag auf einer überfüllten Piste, mit beheizten Komfortmehrfachsesselliften mit Plexiglasdach und plattgebügelten Kunstschneepisten sich für mich nicht nach draußen sein anfühlt

    Insofern stellt die Entscheidung nur dann und nur dort, wo es Naturschnee gibt Ski zu fahren, für mich keinen Verzicht dar, weil man ohne Schnee im Winter traumhaft auf Natureis Schlittschuhfahren kann, weil man ohne Schnee endlich mal Wanderbergtouren machen kann, bei denen man nicht in Kolonne wandert, bei denen es keine Gewitterneigung und dafür fantastische Fernsicht gibt ..
    und weil man sich dann noch richtig auf die Schneemassen im März freut, wenn die Kunstschneefahrer dann immer sagen "jetzt will ich keinen Winter mehr"

    Bergdörfer, die die Zeichen der Zeit erkannt haben und auf naturverträglichen Wintertourismus setzen, haben nach meiner Beobachtung seit Jahren soviel Zulauf, dass es sich mit dem Konzept "sanfter Tourismus" schon beißt.

    Bei der Auswahl des Skigebietes darauf achten, dass keine neuen, großen Investionen frisch getätigt wurden, oder in Planung sind.

    Ein altersschwacher Schlepplift mit einer 3 Meter breiten Liftschneise hat selbst dann einen besseren Impact, als eine neue Riesenliftsuperschaukel, wenn er für die Förderkapazität einen höheren Energieverbrauch hat. Wichtig ist, dass man die Ausweitung der Skigebiete, die Errichtung von Speicherseen und die damit verbundene Zerstörung der Bergwelt nicht mit finanziert.

    Was dort jetzt schon völlig gegen jede wirtschaftliche Vernunft in die Zukunft eines verschwindenen Wirtschaftszweiges investiert wurde ist schlimm genug. Wenn sich die Gebiete mangels Kälte nicht mehr beschneien lassen, sind die Investoren pleite und können weder den Rückbau noch die Renaturierung bezahlen, sofern der Schaden überhaupt noch behebbar wäre.

  6. Erfahren

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    AW: Skiurlaub mit geringerem Öko-Impact

    #66
    Zitat Zitat von Ditschi Beitrag anzeigen
    Ein ähnliches Problem haben wir hier aber auch. Wenn ein Sturm am Meeresstrand den Sand wegspült, wird mit schweren Gerät und Millionen von Euro Sand aufgespült und herangekarrt, um eine künstliche Landschaft zu schaffen, wie sie die Urlauber erwarten.
    OT: Die Sandvorspülungen macht man aber nicht, um die Landschaftserwartungen der Touristen zu erfüllen, sondern um die Inseln und Sände zu erhalten, die ihrerseits wieder die Küste des Festlandes schützen: Küstenschutz! Wir müssen Sylt nicht wegen der Touristen erhalten, aber nicht nur meine Heimatgemeinde auf dem Festland „gegenüber“ von Sylt hat gut davon, auch Amrum und Eiderstedt freuen sich über den Sand, der von Sylt kommt. So hat am Ende auch Dithmarschen was davon.

  7. Dauerbesucher

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    AW: Skiurlaub mit geringerem Öko-Impact

    #67
    Was dort jetzt schon völlig gegen jede wirtschaftliche Vernunft in die Zukunft eines verschwindenen Wirtschaftszweiges investiert wurde ist schlimm genug. Wenn sich die Gebiete mangels Kälte nicht mehr beschneien lassen, sind die Investoren pleite und können weder den Rückbau noch die Renaturierung bezahlen, sofern der Schaden überhaupt noch behebbar wäre.
    Im Sommer war ich ein paar Tage in einem (in Sommerruhe befindlichen) Skigebiet und von dem dortigen Preisniveau tatsächlich überrascht. Also dass es dort teuer sein würde, war mir schon bewusst. Aber nicht, dass es gleich so teuer sein würde. Im Sommer. Freilich müssen dort auch gewisse Prestigebauten finanziert werden.

    Und mein Eindruck ist:
    Wenn der Kunstschnee nicht mehr reicht, wenn es zu warm für Schneekanonen wird - dann wird die Sache einfach überdacht und klimatisiert.

    Klingt irrsinnig? Also ich glaube nicht. Da steckt eine ganz eigene (auch wirtschaftliche) Dynamik dahinter.

    An anderer Stelle sah ich letzthin im Vorbeifahren dies Winteridyll:


    Hübsch kann man das wahrscheinlich nicht finden. Der Schritt zur Überdachung scheint nicht mehr weit. Hätte ich andererseits die Skiausrüstung für +1000 Euro im Keller, wäre ich womöglich auch froh über jede Gelegenheit, sie nutzen zu können. Und auch das ergibt eine seltsame Dynamik.

  8. Lebt im Forum
    Avatar von Ditschi
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    AW: Skiurlaub mit geringerem Öko-Impact

    #68
    @ Sinje, ich weiß, daß Sylt ein Sonderfall ist. Da dienen die Sandvorspülungen dem Erhalt der Insel. Auf Dauer bei steigendem Meeresspiegel ein vergebliche Mühe. Sylt und auch die Halligen werden nicht zu halten sein.
    Ich hatte mehr die Ostsee im Kopf, wo letztes Jahr zwei Stürme mühsam herangefahrenen Sand wegspülten, der jetzt mit immensem Aufwand wieder herangefahren wird. Von Natur aus ist der Strand dort eher steinig. Das war er schon immer, und das wird er dort immer sein. Die Natur selbst mit ihren Stürmen stört die Illusion von der Schöpfung eines Strandimitates.
    Ditschi


    P.S. Grade eben gesehen im Nordschaumagazin, was der erste Sturm letzte Woche auf Sylt alles weggerissen hat. Und das war nicht einmal ein schwerer Sturm. Der Kampf um Sylt wird immer aufwendiger und ist letztlich aussichtslos.
    Geändert von Ditschi (20.01.2020 um 19:42 Uhr)

  9. Vorstand
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    AW: Skiurlaub mit geringerem Öko-Impact

    #69
    Zitat Zitat von Ditschi Beitrag anzeigen
    Ja, solche Bilder meine ich. Da könnte man doch im Sommer Kunstrasen auflegen, damit es besser aussieht ? Im Winter Kunstschnee, im Sommer Schäden abdecken mit Kunstrasen. Eine künstliche Welt. Ist jetzt sarkastisch gemeint.
    Ditschi
    Die Piefke-Saga (Teil 4) lässt grüßen: https://a2.tvspielfilm.de/imedia/4040/1934040,FEwsu6L6z+_85RPTmzI+qv43q1IfTHK6SsPzOVzd4gh1Em+3vDb9zfon3uv_jNxJfz3ogxTr3jHE26akqhRXcA==.jpg

  10. Dauerbesucher
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    AW: Skiurlaub mit geringerem Öko-Impact

    #70
    Ich sag mal entweder geht man Skifahrern oder man lässt es .Ökologisch Sinnvoll ist es sicherlich nicht aber was ist das heutzutage noch? Denke mal das man am ehesten bei der Anreise etwas an CO2 sparen kann . Allerdings gerade mit Family und dann noch Skiferien ist es natürlich recht umständlich das dann mit der Bahn zu machen. Wir als 4 köpfige Familie machen in der Regel in der Schweiz Skiferien und haben so zwischen 200-300km Anreise und übernachten dann im Wohnmobil . Skigebiete suchen wir nach dem Wetter aus . Gehen spontan da hin wo das Wetter gut ist und genügend Schnee liegt . Wir kommen so auf ca. 20-30 Pistentage . Bezüglich Schneekanonen und deren Verbrauch, ein grosses Skigebiet mit etwa 200 Pistenkilometer benötig 550000 kwh Strom und für 1 Hektar Pisten 30cm zu beschneien werden 1000000 Liter Wasser benötigt. Gut noch gibt’s genügend Wasser in den Schweizer Bergen aber wie lange noch ? Pistenbullys sind natürlich auch noch richtig toll ,die lassen mal locker 200-300 Liter pro Schicht durch , Ischgl hat 36 Stück davon . Da kann man auch getrost mit dem Auto anreisen.

    Grüsselis Jan

    Ps. Hasliberg/ Meiringen hat auch noch einiges an blauen Pisten und ist gut mit Bus und Bahn erreichbar
    Pas. Bei der SBB gibt’s auch immer Rail and Snow Angebote wo es auch 6 Tage Skipässe verbilligt gibt . Zusätzlich bieten sie auch noch einen Gepäck Transport an . In wie weit das für Reisende aus dem Ausland gilt weiss ich allerdings nicht.
    Geändert von kawajan (21.01.2020 um 21:41 Uhr)
    Behalte den Point of No Return immer im Auge

  11. Anfänger im Forum

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    AW: Skiurlaub mit geringerem Öko-Impact

    #71
    Selbst kein Skifahrer aber wohne in Garmisch-Partenkirchen und erlebe den alltäglichen Touriwahnsinn hautnah und kann mich einigen hier nur anschließen, vielleicht auch aus einer leicht genervten Sichtweise. Versuchen irgendwie bewusst ökologisch Ski zu fahren funktioniert imho nicht.
    Selbst wenn du mit der Bahn anreist unterstützt du mit deinem Liftticket den ganzen restlichen Wahnsinn, das fängt mit allmorgendlichen Lawinensprenungen, die auch noch das letzte Schneehuhn vor Schreck umbringen, an und hört mit dem das ganze Tal beschallenden nächtlichen Summen der Schneekanonen auf. Und 90% der restlichen Menschen (ich glaube zu Spitzenzeiten rollen täglich > 40000 Autos durch den Ort) kommen trotzdem mit dem Auto und für diese wird die gesamte Infrastruktur dafür seeeehr bereitwillig zur Verfügung gestellt.

    Naja, und Tourenskigeher...stellen sich immer als die Ökos und Coolen dar, meckern über die Touris mit dem SUV und fahren dann natürlich trotzdem jedes Wochenende erstmal etliche Kilometer mit ihrem nagelneuen VW-Bus irgendwo hin weil da der Schnee geiler ist oder was auch immer...und das boomt mittlerweile auch so heftig, dass ich von Kollegen wöchentlich Stories erzählt bekomme wie voll die Parkplätze selbst in den hintersten Winkeln zugeparkt sind.

    Von daher, entweder machen und beide Augen zu drücken oder sein lassen. Sorry, Rant Ende.

  12. Fuchs
    Avatar von TeilzeitAbenteurer
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    AW: Skiurlaub mit geringerem Öko-Impact

    #72
    Laut diverser Berechnungen geht der größte Teil der CO2-Emissionen eines Skiurlaubs für die Anreise drauf (laut diesem etwas älteren Artikel beispielsweise 70-80%). Demnach hat der Pistenkifahrer, der mit öffentlichen Verkehrsmitteln anreist, gegenüber dem Tourengeher, der mit dem Auto unterwegs ist, einen deutlich kleineren Fußabdruck.
    Noch besser ist natürlich zuhause bleiben, aber irgendwas stellt der Mensch mit seinem Geld und seiner Zeit immer an und das verursacht im Zweifelsfall auch CO2. Wer nicht Auto fährt (und natürlich nicht stattdessen fliegt ), hat so oder so aber schon einiges an CO2 eingespart.

  13. Alter Hase

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    AW: Skiurlaub mit geringerem Öko-Impact

    #73
    Das auswärtige Amt meint zu Reisen nach Österreich und in die Schweiz gleichermaßen:

    COVID-19
    Stand: 27.02.2020

    Aufgrund der Ausbreitung der Atemwegserkrankung COVID-19, die durch das neuartige Coronavirus SARS-CoV-2 ausgelöst wird, muss mit verstärkten Einreisekontrollen zur Identifizierung erkrankter Reisender und Auftreten von Krankheitsfällen im Land bis hin zu Quarantänemaßnahmen und Einreisesperren gerechnet werden.

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