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  1. Alter Hase

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    AW: Skiurlaub mit geringerem Öko-Impact

    #21
    Zitat Zitat von Flachlandtiroler Beitrag anzeigen
    Wo sind dann also Deine guten Vorsätze?
    tsja, äh, also: immerhin fahre ich im alltag zum ausgleich das meiste elektrisch ( tötö: freu mich schon auf die diskussion mit den seltenen erden...) zum tourengehen wird es mit der reichweite leider ein bisschen knapp....

    OT: ]Pistenfahren erzeigt immanent gravierende Umweltzerstörung und da es massentauglich ausgelegt ist, kommen eben auch noch die Masseneffekte hinzu.


    müssen kompetentere leute durchrechnen, aber ich vermute halt, dass eben die massen das problem sind. wenn wriklich alle skifahrer auf tourengehen umsteigen würden, hättest du den masseneffekt genauso, von daher hat qwertzui schon ein stsück weit recht. dann brauchtest du keine lifte, auf der anderen seite verteilt es sich dann halt auf alle tourentauglichen berge, nicht nur auf die skigebiete...

    nichtsdestotrotz is skitourengehen natürlich einfach das allerbeste (vielleicht von klettern abgesehen)!!!

  2. Freak Moderator
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    AW: Skiurlaub mit geringerem Öko-Impact

    #22
    Zitat Zitat von opa Beitrag anzeigen
    wenn wriklich alle skifahrer auf tourengehen umsteigen würden
    Das verhindern ja hoffentlich die Mühen des Aufstiegs
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  3. Moderator
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    AW: Skiurlaub mit geringerem Öko-Impact

    #23
    Ihr bleibt gefälligst alle auf der Piste. Keine Diskussion, es ist voll genug auf Tour. Mittlerweile darf man keinen einzigen Geheimtipp mehr im Netz verbreiten, sonst findet man danach keine schöne Abfahrt im Pulver mehr vor, sondern nur eine weitere, von Horden überrannte Buckelpiste.
    After much research, consideration, and experimentation, I have decided that adulthood is nothing for me. Thank you for the opportunity.

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    AW: Skiurlaub mit geringerem Öko-Impact

    #24
    Also Skitouren gehen ( in max 4 er Gruppen ) mit Massentourismus zu vergleichen ist schon scharf. Fahrt doch mit einem Fernreisebus nach Nordschweden. Dort ist Schnee. Lauft durch die Landschaft. Das ist sicher umweltbewusster als Saufskitourismus in Ischgl.

    Und wenn man über Weihnachten zu seinen Lieben fährt ist das ja Glück das man in ein Skigebiet kommt. Was machen die Menschen deren Verwandtschaft in Hamburg wohnt ?

    Abfahrtsski ist niemals Klimafreundlich.

  5. Anfänger im Forum

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    AW: Skiurlaub mit geringerem Öko-Impact

    #25
    Nachtrag. Wenn ich meinen Kumpel besuch und wir von ihm zu Hause loslaufen und nach 15 min Fußmarsch die Tourenski anschnallen. Zählt dann meine Fahrt zu ihm auch in die CO 2 Bilanz ?

  6. AW: Skiurlaub mit geringerem Öko-Impact

    #26
    Zitat Zitat von opa Beitrag anzeigen
    müssen kompetentere leute durchrechnen, aber ich vermute halt, dass eben die massen das problem sind. wenn wriklich alle skifahrer auf tourengehen umsteigen würden, hättest du den masseneffekt genauso, von daher hat qwertzui schon ein stsück weit recht.
    Das haben kompetente Leute durchgerechnet, würden alle Pistenfahrer auf Touren umsteigen, wäre der "Impact" wesentlich grösser als bei der jetzigen Situation. Leider weiss ich nicht mehr, wo das durchgerechnet wurde, es war in irgendeinem "Heftl" (Skiverband? SAC? irgendein Bergsteigerheftl?). Ich weiss auch nicht mehr, was das alles reingerechnet wurde. Somit ist auch nicht ganz klar, was genau mit "Impact" gemeint ist.

    Wildruhegebiete sind halt so eine Sache. Das Wild hält sich nicht zwingend dort auf, sondern im ganzen Berggebiet. Kommt irgendwo einmal pro Woche ein Tourengeher vorbei, hält sich der Stress für die Tiere in engen Grenzen. Wenn da aber täglich dutzendweise Leute hochdackeln und runterfahren, dann hat das einen erheblichen Einfluss, auch wenn es keine Wildruhezone ist.

    (Wenn ich manchmal am Morgen die Wildspuren unter dem Sessellift anschaue, dann denke ich mir schon auch mal, welche Party haben die denn hier gefeiert heute Nacht? Das Wild hat sich offenbar ein Stück weit auch mit Pistengebieten arrangiert)

  7. Alter Hase

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    AW: Skiurlaub mit geringerem Öko-Impact

    #27
    Zitat Zitat von rumpelstil Beitrag anzeigen
    Das haben kompetente Leute durchgerechnet, würden alle Pistenfahrer auf Touren umsteigen, wäre der "Impact" wesentlich grösser als bei der jetzigen Situation. Leider weiss ich nicht mehr, wo das durchgerechnet wurde, es war in irgendeinem "Heftl" (Skiverband? SAC? irgendein Bergsteigerheftl?).
    wahrscheinlich war es der skiverband, gesponsort von verband der liftbetreiber. nö, also ich kann es nicht abschätzen, und du wrist halt wahrscheinlich äpfel mit birnen vergleichen müssen. vermutlich ist es da möglich, studien mit sehr unterschiedlichen ergebnissen zu verfassen.

  8. Alter Hase
    Avatar von LihofDirk
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    AW: Skiurlaub mit geringerem Öko-Impact

    #28
    OT: Und wahrscheinlich ist beim Skitourengeher nach einer Hubschrauberbergung der Ökoöogische Fussabdruck so versaut, dass er besser im Skigebiet geblieben wäre. Oder noch besser in der Skihalle um die Ecke.

  9. AW: Skiurlaub mit geringerem Öko-Impact

    #29
    Da habt ihr wohl beide recht...

  10. Moderator
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    AW: Skiurlaub mit geringerem Öko-Impact

    #30
    Zitat Zitat von LihofDirk Beitrag anzeigen
    OT: Und wahrscheinlich ist beim Skitourengeher nach einer Hubschrauberbergung der Ökoöogische Fussabdruck so versaut, dass er besser im Skigebiet geblieben wäre.
    Dort finden auch Bergungen statt.

    Das haben kompetente Leute durchgerechnet, würden alle Pistenfahrer auf Touren umsteigen, wäre der "Impact" wesentlich grösser als bei der jetzigen Situation.
    Es gab mal einen Artikel, wonach all-inclusive Urlaub in Tourismusenklaven weniger Impakt hat als Individuallreisen (die hier bei ODS bevorzugt werden). Wenn man alles nur nach diesen Kriterien bewertet, kommt man mit der ganzen Lebensplanung in eine Sackgasse.
    "Niemand hört den Ruf des Meeres oder der Berge, nur derjenige, der dem Meer oder den Bergen wesensverwandt ist" (O. Chambers)

  11. Alter Hase

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    AW: Skiurlaub mit geringerem Öko-Impact

    #31
    Zitat Zitat von LihofDirk Beitrag anzeigen
    OT: Und wahrscheinlich ist beim Skitourengeher nach einer Hubschrauberbergung der Ökoöogische Fussabdruck so versaut, dass er besser im Skigebiet geblieben wäre. Oder noch besser in der Skihalle um die Ecke.
    na, der heli fliegt auch ins skigebiet, da müsste man dann schon die unfallzahlen beim tourengehen / skifahren vergleichen. und es stellt sich auch gleich die frage, ob lifte abbauen und nur noch helisskiing erlauben, nicht ökologischer wäre. der fußabdruck pro skifahrer wäre wahrscheinlich exorbitant höher, dafür gäbe es auch viel weniger skifahrer... und die rettung wäre in der betrachtung ja auch schon eigentlich mit drinnen.
    da aber aktuell sehr unwahrscheinlich ist, dass wirklich alle skifahrer ins tourengeher-lager wechseln, sind es ja eigentlich alles eher müßige gedankenspiele. das beste für die bergnatur wäre wahrscheinlich, sie in ruhe zu lassen und daheim zu bleiben, aber das wäre aus meiner sicht doch zuviel verlangt.... aber vielleicht erledigt es ja der klimawandel - hoffentlich nicht. aber aktuell arbeit er ja schon dran, meine tourentage sind deutlichst unter plan...

  12. Fuchs
    Avatar von nunatak
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    AW: Skiurlaub mit geringerem Öko-Impact

    #32
    Zitat Zitat von rumpelstil Beitrag anzeigen
    Das haben kompetente Leute durchgerechnet, würden alle Pistenfahrer auf Touren umsteigen, wäre der "Impact" wesentlich grösser als bei der jetzigen Situation. Leider weiss ich nicht mehr, wo das durchgerechnet wurde, es war in irgendeinem "Heftl" (Skiverband? SAC? irgendein Bergsteigerheftl?). Ich weiss auch nicht mehr, was das alles reingerechnet wurde. Somit ist auch nicht ganz klar, was genau mit "Impact" gemeint ist.

    Wildruhegebiete sind halt so eine Sache. Das Wild hält sich nicht zwingend dort auf, sondern im ganzen Berggebiet. Kommt irgendwo einmal pro Woche ein Tourengeher vorbei, hält sich der Stress für die Tiere in engen Grenzen. Wenn da aber täglich dutzendweise Leute hochdackeln und runterfahren, dann hat das einen erheblichen Einfluss, auch wenn es keine Wildruhezone ist.

    (Wenn ich manchmal am Morgen die Wildspuren unter dem Sessellift anschaue, dann denke ich mir schon auch mal, welche Party haben die denn hier gefeiert heute Nacht? Das Wild hat sich offenbar ein Stück weit auch mit Pistengebieten arrangiert)
    Eigentlich eine weitgehend unrealistische Untersuchung. Ungefähr so als ob man untersucht, ob es ökologischer ist, wenn alle Touristen zu Fuß nach Spanien wandern anstatt dorthin zu fliegen. Es werden nicht viele umsteigen. Skitouren überfordern viele technisch, von der Kondition, Motivation und dem nötigen Wissen.

    Lobens- und unterstützenswert fände ich es, wenn einzelne Gemeinden ihre Liftanlagen abbauen (oder nur noch einen Lift behalten) und die zerschandelte Landschaft im ehemaligen Skigebiet renaturieren würden, damit sie wieder für die Natur und extensive touristische Nutzung attraktiver wird. Das wäre sicherlich ein Anreiz für viele, alternativ dort ihren Winterurlaub zu verbringen. Wären dann zwar auch mehr Tourengänger, von der Masse wohl aber eher mehr Schneeschuhgänger und Winterwanderer.

    Beim Wild muss man differenzieren. Während der Trubel Rehen und Gämsen vielleicht etwas weniger ausmacht, und die evtl. auf der Piste sogar Kraft sparen, weil die dort nicht durch tiefen Schnee müssen bei der Futtersuche, gibt es auch extrem störungssensible Arten, v.a. Rauhfußhühner wie Birkhuhn und Auerhuhn. Die ziehen sich weit zurück vom Skitrubel und sind darauf angewiesen, dass in den sensiblen Zonen (v.a. lichter Wald) niemand reinfährt oder sonstwie stört. Grundsätzlich ist aber auch heute schon viel los in vielen Wildschutzgebieten. So lange die Leute dort auf den definierten Routen bleiben, ist das einigermaßen OK. Nicht aber, wenn man abweicht vom Weg und in die Rückzugszonen der Rauhfußhühner etc. reinfährt.

  13. Moderator
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    AW: Skiurlaub mit geringerem Öko-Impact

    #33
    Zitat Zitat von nunatak Beitrag anzeigen
    Lobens- und unterstützenswert fände ich es, wenn einzelne Gemeinden ihre Liftanlagen abbauen (oder nur noch einen Lift behalten) und die zerschandelte Landschaft im ehemaligen Skigebiet renaturieren würden, damit sie wieder für die Natur und extensive touristische Nutzung attraktiver wird. Das wäre sicherlich ein Anreiz für viele, alternativ dort ihren Winterurlaub zu verbringen. Wären dann zwar auch mehr Tourengänger, von der Masse wohl aber eher mehr Schneeschuhgänger und Winterwanderer.
    Darauf wird es hinaus laufen, denn irgendwann stimmt die Rechnung nicht mehr, und bei allem Aufwand fehlt der Schnee, die Gäste und somit die Einnahmen. Ich wette, in ein paar Jahren verschwinden eine Vielzahl an niederiger gelegenen Anlagen, und die Pisten werden renaturiert.

    Beim Wild muss man differenzieren. Während der Trubel Rehen und Gämsen vielleicht etwas weniger ausmacht, und die evtl. auf der Piste sogar Kraft sparen, weil die dort nicht durch tiefen Schnee müssen bei der Futtersuche, gibt es auch extrem störungssensible Arten, v.a. Rauhfußhühner wie Birkhuhn und Auerhuhn. Die ziehen sich weit zurück vom Skitrubel und sind darauf angewiesen, dass in den sensiblen Zonen (v.a. lichter Wald) niemand reinfährt oder sonstwie stört. Grundsätzlich ist aber auch heute schon viel los in vielen Wildschutzgebieten. So lange die Leute dort auf den definierten Routen bleiben, ist das einigermaßen OK. Nicht aber, wenn man abweicht vom Weg und in die Rückzugszonen der Rauhfußhühner etc. reinfährt.
    Da helfen halt leider nur empfindliche Strafen:


    (INFO: Bitte kein Bildmaterial einfügen, das die Rechte Dritter verletzt. d.h. i.d.R. keine Musikvideos, TV-Serien etc. )
    After much research, consideration, and experimentation, I have decided that adulthood is nothing for me. Thank you for the opportunity.

  14. AW: Skiurlaub mit geringerem Öko-Impact

    #34
    Zitat Zitat von Vegareve Beitrag anzeigen
    Es gab mal einen Artikel, wonach all-inclusive Urlaub in Tourismusenklaven weniger Impakt hat als Individuallreisen (die hier bei ODS bevorzugt werden). Wenn man alles nur nach diesen Kriterien bewertet, kommt man mit der ganzen Lebensplanung in eine Sackgasse.
    Das ist so.
    Allerdings gibt es aus meiner Sicht zu viele Individualreisende, die sich selber als die "besseren" Reisenden sehen und darstellen als Pauschalreisende, die sich überwiegend in Resorts aufhalten. Es wär vielleicht sinnvoll, diese Sichtweise zu überdenken bzw. zumindest zu differenzieren (inwiefern "besser", für wen und was).
    Damit meine ich nicht dich, Vegareve (nur um Missverständnisse zu vermeiden)!

    Zitat Zitat von nunatak Beitrag anzeigen
    Lobens- und unterstützenswert fände ich es, wenn einzelne Gemeinden ihre Liftanlagen abbauen (...) und die zerschandelte Landschaft im ehemaligen Skigebiet renaturieren würden, damit sie wieder für die Natur und extensive touristische Nutzung attraktiver wird. Das wäre sicherlich ein Anreiz für viele, alternativ dort ihren Winterurlaub zu verbringen. Wären dann zwar auch mehr Tourengänger, von der Masse wohl aber eher mehr Schneeschuhgänger und Winterwanderer.
    Die Frage ist halt: Was ist denn "die Natur" in den Bergen? Viele von den heute touristisch genutzten Landschaften sind schon jahrhundertelang Kulturlandschaft. Eine Alpweide ist genauso wenig ursprüngliche Natur wie eine Skipiste, z.B. Kuhtritte "zerschandeln" den Boden enorm.
    Das Konzept könnte aber insofern erfolgreich sein, als dass die vermutlich viel kleinere Menge an Schneeschuhgängern und Winterwanderern (die möglicherweise sogar ihre gefriergetrocknete Nahrung mitbringen...) einer Gemeinde kaum mehr finanzielle Einkünfte beschert. Daraus wird folgen, dass sich die Orte entvölkern - dann hat "die Natur" wieder die Möglichkeit, sich zu entfalten.

    OT: (Mein teilweise sarkastischer Tonfall rührt daher, dass ich aus dem Berggebiet komme und im Tourismus arbeite. Trotz einiger guter und vieler wohlmeinender Gedankenansätze ist es halt trotzdem so, das viele Schreibende etwas -ich nenne es mal "idealistische" - Vorstellungen haben...)

  15. Freak Moderator
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    AW: Skiurlaub mit geringerem Öko-Impact

    #35
    Zitat Zitat von rumpelstil Beitrag anzeigen
    OT: (Mein teilweise sarkastischer Tonfall rührt daher, dass ich aus dem Berggebiet komme und im Tourismus arbeite. Trotz einiger guter und vieler wohlmeinender Gedankenansätze ist es halt trotzdem so, das viele Schreibende etwas -ich nenne es mal "idealistische" - Vorstellungen haben...)
    Jo
    Keine Beschneiung, aber Auswahl an Pisten... für die Branche kein Problem "klimaneutrales Skigebiet" sag' ich nur (#13)
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  16. Moderator
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    AW: Skiurlaub mit geringerem Öko-Impact

    #36
    Zitat Zitat von rumpelstil Beitrag anzeigen
    Eine Alpweide ist genauso wenig ursprüngliche Natur wie eine Skipiste, z.B. Kuhtritte "zerschandeln" den Boden enorm.
    Da werden wir aber nicht drum herum kommen, denn wenn die Weiden verganden, weil die Viecher fehlen, dann ist nicht nur der Winter- sondern auch der Sommertourismus gefährdet oder stark eingeschränkt.

    Ausserdem empfinde ich zumindest, dass eine (von Kühen beweidete) Almfläche mit ihrer Artenvielfalt sich bereits sehr positiv von mit Masten durchsetzte Wiesen (bzw. Monokulturen) abhebt, und es dazu nicht unbedingt Urwald benötigt, um die Landschaft als schöner als vorher empfinden zu können.

    Und auch wenn auf dem Bild auch ohne Ski nix wächst (war das erste Bild mit Liftanlage, welches ich so spontan gefunden habe), fände ich als Schuttgourmet die Landschaft ohne die Anlagen attraktiver.

    Geändert von Becks (16.01.2020 um 16:40 Uhr)
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  17. Fuchs
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    AW: Skiurlaub mit geringerem Öko-Impact

    #37
    Zitat Zitat von rumpelstil Beitrag anzeigen
    Die Frage ist halt: Was ist denn "die Natur" in den Bergen? Viele von den heute touristisch genutzten Landschaften sind schon jahrhundertelang Kulturlandschaft. Eine Alpweide ist genauso wenig ursprüngliche Natur wie eine Skipiste, z.B. Kuhtritte "zerschandeln" den Boden enorm.
    Das Konzept könnte aber insofern erfolgreich sein, als dass die vermutlich viel kleinere Menge an Schneeschuhgängern und Winterwanderern (die möglicherweise sogar ihre gefriergetrocknete Nahrung mitbringen...) einer Gemeinde kaum mehr finanzielle Einkünfte beschert. Daraus wird folgen, dass sich die Orte entvölkern - dann hat "die Natur" wieder die Möglichkeit, sich zu entfalten.

    OT: (Mein teilweise sarkastischer Tonfall rührt daher, dass ich aus dem Berggebiet komme und im Tourismus arbeite. Trotz einiger guter und vieler wohlmeinender Gedankenansätze ist es halt trotzdem so, das viele Schreibende etwas -ich nenne es mal "idealistische" - Vorstellungen haben...)
    Vieles in den Bergen ist Kulturlandschaft, aber eben eine oft extensiv genutzte , über lange Zeiträume entstanden. Kühe, deren Trittspuren und Kot bieten wie Becks schon schrieb vielen Arten einen Lebensraum und erhöhen meistens die Strukturvielfalt, zumindest wenn es genügend extensive, nicht überweidete Flächen gibt und die eingesetzten Kuhrassen bergtauglich und nicht zu schwer sind.

    In Pistenlandschaften ist dagegen oft neben den Liften auch die Landschaft als solche stark überformt und zerstört durch breit eingegrabene Pisten, Erosion, geschotterte Flächen, Lawinenschutz- und sonstige Absperrungen, gedüngte oder sonstwie bearbeitete Flächen etc.. Das ist zusammen auch mit den großen Ferienanlagen eine Tourismus-Industrielandschaft. Man muss nur mal z.B. von Obergurgl aus Richtung Berge laufen und im Vergleich dazu im Nachbartal vom Bergsteigertal in Vent aus. Da erkennt man schnell, wo es für einen naturliebenden Menschen mehr Spaß macht unterwegs zu sein.

    Klar muss aber regelmäßiges Einkommen da sein für die Gemeinden dort. Vom Trend, Urlaub nicht zu weit weg von daheim zu machen und den wärmer und trockener werdenden Sommer bzw. schneeärmeren Wintern können Orte profitieren, wenn sie sich ein ganzjährig attraktives Angebot auszudenken. Dann bleiben die Leute auch ein paar Tage. Wenn nicht alle in die Hotspots der Berge fahren, weil es dort die größten Skigebiete gibt/gab, verteilt sich zudem der Tourismus evtl. auf einen größeren Teil der Alpen.

  18. Erfahren
    Avatar von Sydoni
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    AW: Skiurlaub mit geringerem Öko-Impact

    #38
    Zitat Zitat von Venyo Beitrag anzeigen
    Unsere Kriterien sind:
    * meine Frau möchte nur auf blauen Pisten fahren, ggf. nochmal einen kurzen Skikurs machen - deswegen sollte es möglichst möglich sein, trotzdem abwechslungsreich und vom Gifpel bis ins Tal blau fahren zu können
    * ich hätte gerne Abwechslung, also wäre es schön, wenn das Gebiet nicht zu winzig ist.
    * nah an Deutschland wäre schön, um keine extrem lange Reisezeit zu haben

    Die Alpine Pearls hatte ich mir schon angeschaut:
    [...]
    Ratschings - fast alles rot
    Passeiertal - das interressante / längere ist rot
    Sind beide zu 100% beschneibar.

    Hat jemand evtl. einen Geheimtipp, auf den ich noch nicht gestoßen bin? Ein hochgelegenes, nicht winziges Skigebiet mit Abfahrt am besten zum Hotel ohne Schneekanonen und Bahnanbindung?
    Wenn man mal deinen utopischen Wunsch nach Kunstschneefreiheit (die einzigen Gebiete, die mir spontan einfallen, wären Hinterzarten im Schwarzwald und die Aflenzer Bürgeralm in der Steiermark; beide Gebiete derzeit wegen Schneemangels geschlossen (EDIT: Ich seh grad, das trifft nur auf Hinterzarten zu) außer acht lässt, Gebiete die passen könnten:

    Vorarlberg:
    -Gargellen (vergleichsweise geringer Anteil an künstlicher Beschneiung)

    Schweiz:
    -Scuol (ganzes Gebiet nutzbar, auch bei Beschränkung auf blaue Pisten; vergleichsweise geringer Anteil an künstlicher Beschneiung)

    Tirol:
    -Fendels
    -Kaunertaler Gletscher
    -Reschenpass (Nauders, Schöneben)

    Südtirol:
    -Sulden (mit Zug wahrscheinlich etwas umständliche Anreise über Bozen und Meran)

    -Gitschberg/Jochtal (gerade am Gitschberg viel Blaues)
    -Plose (ebenfalls viel Blaues)
    ==> Skipass relativ günstig

    -Seiser Alm (sehr viel Blaues)
    -Alta Badia (sehr viel Blaues, insbesondere zwischen Campolongo und Gran Risa, sowie im Edelweißtal)
    ==>Skipass (und wahrscheinlich auch Unterkunft) im Vergleich zu oben deutlich teurer und mehr los
    Geändert von Sydoni (16.01.2020 um 19:53 Uhr)
    "Was nützen mir tausend erstiegene Gipfel, wenn ich innerlich nichts von ihnen habe!." (Theodor Wundt)

  19. Erfahren

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    AW: Skiurlaub mit geringerem Öko-Impact

    #39
    Zitat Zitat von Sydoni Beitrag anzeigen
    ....
    Schweiz:
    -Scuol (ganzes Gebiet nutzbar, auch bei Beschränkung auf blaue Pisten; vergleichsweise geringer Anteil an künstlicher Beschneiung)
    ...
    Betreffend "vergleichsweise geringer Anteil an künstlicher Beschneiung" (in Scuol):
    Na ja, das mag vor 20 Jahren noch so gewesen sein, mittlerweile auch nicht mehr (kenne mich in der Umgebung von Scuol relativ gut aus) und habe auch ein paar Aktien der Bergbahnen. Wenn man dann im Geschäftsbericht der Bergbahnen liest, wieviel Liter Diesel pro Saison für die Pistenmaschinen benötigt werden, schluckt man mal leer ... (das Skigebiet ist ja eigentlich nicht allzu gross).
    Persönlich mache ich aber auch zuwenig für die Umwelt und reise meistens mit dem Auto an obwohl ja in der Schweiz mit dem ÖV viele Gebiete sehr gut erreichbar sind.

  20. Erfahren
    Avatar von Sydoni
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    AW: Skiurlaub mit geringerem Öko-Impact

    #40
    Zitat Zitat von Linard Beitrag anzeigen
    Betreffend "vergleichsweise geringer Anteil an künstlicher Beschneiung" (in Scuol):
    Na ja, das mag vor 20 Jahren noch so gewesen sein, mittlerweile auch nicht mehr (kenne mich in der Umgebung von Scuol relativ gut aus) und habe auch ein paar Aktien der Bergbahnen. Wenn man dann im Geschäftsbericht der Bergbahnen liest, wieviel Liter Diesel pro Saison für die Pistenmaschinen benötigt werden, schluckt man mal leer ... (das Skigebiet ist ja eigentlich nicht allzu gross).
    Persönlich mache ich aber auch zuwenig für die Umwelt und reise meistens mit dem Auto an obwohl ja in der Schweiz mit dem ÖV viele Gebiete sehr gut erreichbar sind.
    Das letzte Mal bin ich 2016 in Scuol gefahren, damals waren definitiv auffällig viele Pisten nicht beschneit. Laut dem Artikel müssten es zu der Zeit in etwa 43% beschneite Pisten gewesen sein; das könnte gefühlt hinkommen.

    "vergleichsweise gering" immer unter dem Gesichtspunkt, dass Vollbeschneiung heute der Standard ist.

    Anbindung an die RhB ist im Übrigen perfekt.
    "Was nützen mir tausend erstiegene Gipfel, wenn ich innerlich nichts von ihnen habe!." (Theodor Wundt)

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