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  1. Alter Hase

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    AW: Leichte Schuhe für Trekking

    #21
    Zitat Zitat von bourne Beitrag anzeigen
    Noch ein paar Gedanken zu Sohlenbauform und Hoch/Mid/Halbschuh: ich hab mir das Seitenband (abseits von Hallensport) bisher zweimal eingerissen: einmal mit hohen Lowa Tibet und einmal mit Scarpa Mescalito, nie mit Trailrunnern oder Barfußschuhen (wenn letztere für die angesprochene Tour natürlich nicht in Frage kommen, aber je flacher der Sohlenaufbau, desto weniger riskant werden die Winkel und Kippmomente und desto eher geht es noch gut aus).
    ja, das wäre auch mein verdacht. habe auch schon die durchaus einleuchtende theorie gelesen, dass ja die kraft, die eigentlich die außenbänder durch eine fehlbelastung zerreißen "will", wenn es blöde läuft, nicht "verlorengeht", wenn der knöchel im stiefel fest ist, sondern dann halt wo anders wirkt, z.b. eins höher im knie. und da kann ich aus eigener erfahrung beisteuern: besser mehrfach die außenbänder im sprunggelenk geschrottet als einmal kreuzbänder / meniskus.

    ich finde tatsächlich einen flachen sohlenaufbau wriksameren schutz gegen umknicken, als hohen schaft. mache ja nichts alpine, aber bin selbst jetzt seit über 30 jahren zu sicher über 90% mit halbschuhen im zu-und abstieg unterwegs - früher joggingschuhe, jetzt halt approach oder trailrunner. kann mich an kein einziges mal erinnern, ernsthaft umgeknickt zu sein. die bänder , sowohl knöchel als auch knie, hat es immer nur beim hallensport zerlegt, meist sogar mit stiefel.

    davon abgesehen sind stiefel spätestens bei eis und schnee das mittel zu wahl, und bieten auch mechanischen schutz gegen außen. auch im schotter und steilgras haben sie sie sicher vorteile. das mit dem schutz gegen umknicken wird IMHO allerdigns deulich überbewertet.

  2. AW: Leichte Schuhe für Trekking

    #22
    Hallo pippo,

    ich war diesen Sommer in Kirgistan und wenn du schreibst, ihr werdet auf bis zu 4500m Höhe steigen, abseits der Wege, würde ich dir auf jeden Fall einen stabilen, hohen, wärmeren Schuh empfehlen.

    So sah es nach einem Kälteeinbruch mit viel Neuschnee auf 4000m aus.
    Zugegeben, es ist auf einem Gletscher, was du klar ausschließt, aber der Schnee ist nun mal da....




    Und das zweite und dritte Bild sind auf ca. 4500m Höhe entstanden. Auch da lag Schnee, zudem sieht man das Blockgelände, durch das man teilweise läuft. Eine Bekannte die dabei war hatte dort auch nur Trailrunnerschuhe an und darüber schwer geflucht.




  3. Alter Hase

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    AW: Leichte Schuhe für Trekking

    #23
    Zitat Zitat von transient73 Beitrag anzeigen
    Hallo pippo,

    ich war diesen Sommer in Kirgistan und wenn du schreibst, ihr werdet auf bis zu 4500m Höhe steigen, abseits der Wege, würde ich dir auf jeden Fall einen stabilen, hohen, wärmeren Schuh empfehlen.

    So sah es nach einem Kälteeinbruch mit viel Neuschnee auf 4000m aus.
    Zugegeben, es ist auf einem Gletscher, was du klar ausschließt, aber der Schnee ist nun mal da....
    ja, das ist imho gelände für stiefel.

    noch eins zum gelände: im leichten felsgelände (unterhalb dessen, wo kletterschuhe vorteilhalft sind) finde ich tatsächlich trailrunner als angenehmer als bergschuhe. liegt aber vermutlich daran, ob man mehr vom bergsteigen oder mehr vom klettern kommt, als kletterer ist man da eher weiche schuhe gewöhnt.

  4. #24
    Zitat Zitat von opa Beitrag anzeigen
    ja, das ist imho gelände für Stiefel..
    4500m was erwarte ich da sandstrand - man kann da sicher auch mit turnschuhe gehen aber sinnvoll ist das nicht - und wenn man sich doch verletzen sollte kommt da auch nicht gleich die bergrettung angeflogen (dazu brauch man auch zumindest ein sattelefon)

    ich habe inzwischen überhaupt kein verständnis oder mitleid mehr mit leuten die meinen sie könnten mit null eigenschutz sich in die berge begeben

    da kann es immer mal ein wetterumsturz geben oder gestein gerät in bewegung oder doch nur ein scharfe kannte die einem das bein zerschneidet

    ich vermute mal das es sich nicht um einen wettkampf-berglauf auf zeit handelt - was wird einnen ein deutlich stabilerer schuh an zeit kosten 1-2h so what

    mr
    Geändert von marcoruhland (09.12.2019 um 19:03 Uhr)

  5. Alter Hase

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    AW: Leichte Schuhe für Trekking

    #25
    Zitat Zitat von marcoruhland Beitrag anzeigen
    4500m was erwarte ich da sandstrand
    da das mir galt - keine ahnung. habe leider keine ahnung von der höhe, schon gar nicht außeralpin. in den alpen erwarte ich da gletscher, irgendwo anders eventuell auch seen, vielleicht sogar mit ein bisschen sandstrand?

  6. AW: Leichte Schuhe für Trekking

    #26
    @ opa
    auch außerhalb der Alpen wird das eher nichts mit dem Sandstrand...
    Zumindest die Wassertemperatur lädt eher zum Eislochtauchen ein, trotz Äquatornähe.

    So sah es auf ca.4400 m, bei 0° 23`aus:




  7. AW: Leichte Schuhe für Trekking

    #27
    Zitat Zitat von opa Beitrag anzeigen
    ...da das mir galt ...
    nein - allgemein - man triff immer wieder auf leute die völlig naiv sind mit "badelatschen" auf den gipfel

    meine erfahrung ist auf 4500m höhe wo es meist etwas kälter ist und meist auch steinig zumindest teilweise schadet ein stabiler schuh nicht sondern ist von vorteil und wenn das auch noch abseits der zivilisation ist schade es nicht sich vorher gedanken für realistische szenarien zu machen z.b. ersatzdschnürsenkel sind auch nicht das dümmste was man dabeihaben kann und wer schon mal einen sohlenabriss hatte ist auch froh wenn er zumindest eine rolle panzertape im rucksack hat - daher die überlegung nach zwie- bzw. trigenähten schuhen ggf. flaches paar (approach)zweitschuhe und auch ein paar gamaschen gehören eigentlich dazu für die einen vielleicht schon luxus aber ich habe auch bei tagesausflügen ein zweites paar socken dabei

    selbst für eine wanderung nur t2/3 schadet ein schuh der kategorie b/c nicht es sind ja viele beisp. angegeben wo das paar (auch bei gr.47 deutlich unter 2 kg wiegt)

    mr

  8. Alter Hase

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    AW: Leichte Schuhe für Trekking

    #28
    Zitat Zitat von marcoruhland Beitrag anzeigen
    selbst für eine wanderung nur t2/3 schadet ein schuh der kategorie b/c nicht es sind ja viele beisp. angegeben wo das paar (auch bei gr.47 deutlich unter 2 kg wiegt)

    mr
    schaden nicht, aber mancher fühlt sich da halt mit trailrunnern wohler. zu außeralpinen höhenlagen über 4.000habe ich mich übrigens eh nicht geäußert, da kennen sich andere besser aus, nur zu frage, ob stiefel ein schutz gegen umknicken sind.

    letztendlich ist es erstaunlich, bei der frage bergstiefel versus trailrunner hat man immer den eindruck, es dreht sich hier um glaubensfragen von fast schon sakraler bedeutung letzendlich ist es IMHO eine reine abwägungsfrage, was einem halt für eine tour besser taugt.

  9. AW: Leichte Schuhe für Trekking

    #29
    Zitat Zitat von opa Beitrag anzeigen
    ...aber mancher fühlt sich da halt mit trailrunnern wohler...
    sicher ist genau wie mit einem helm (fahrrad, alpin etc.) niemand ist gezwungen einen zu tragen (ok bau etc.) und ohne ist es sicher bequemer aber er schützt eben

    es gibt ja auch leute die barfuss auf die zugspitze gehen s. video

    mr

  10. Alter Hase

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    AW: Leichte Schuhe für Trekking

    #30
    Zitat Zitat von marcoruhland Beitrag anzeigen
    selbst für eine wanderung nur t2/3 schadet ein schuh der kategorie b/c nicht es sind ja viele beisp. angegeben wo das paar (auch bei gr.47 deutlich unter 2 kg wiegt)

    mr
    Zitat Zitat von marcoruhland Beitrag anzeigen
    sicher ist genau wie mit einem helm (fahrrad, alpin etc.) niemand ist gezwungen einen zu tragen (ok bau etc.) und ohne ist es sicher bequemer aber er schützt eben
    jup. aber, um im bild zu bleiben, stellt sich halt schon die frage, ob es unbdingt notwendig ist, beim schaufensterbummel einen bauhelm zu tragen, weil einem da ja auch ein blumentopf auf den kopf fallen könnte.

    witziges filmchen übrigens, nur kurz reingeschaut. wenn ich mir dann aber anschaue , wie sich da manche - auch mit schuhen - in dem offensichtlich technisch recht einfachen gelände bewegen, gibt es da sicherheitstechnisch andere baustellen als die richtigen schuhe. wobei ich da auch kein problem mit habe, aber ein bisschen mehr vorbereitung ist da manchmal wichtiger

    einfach ein bisschen lockerer sehen, die meisten, die in den bergen mit leichten schuhen unterwegs sind, wissen schon, was sie tun, die mit schweren unterwegs sind, auch. und die, die es nicht wissen, da sind die schuhe eh nur ein teil des problems.

  11. AW: Leichte Schuhe für Trekking

    #31
    Zitat Zitat von opa Beitrag anzeigen
    ...einfach ein bisschen lockerer sehen...
    bin da völlig entspannt ist halt immer die abwägung "freiheit"/ sicherheit - nur habe ich für mich die entscheidung getroffen nur noch leuten zu helfen die "unverschuldet" in not geraten sind - das fängt bei kleinigkeiten wie schuhen oder schürsenkeln an etc. und endet bei extremen wie free solo im höchsten schwierigkeitsgrad oder klettern in todeszonen

    mr

  12. Alter Hase

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    AW: Leichte Schuhe für Trekking

    #32
    Zitat Zitat von marcoruhland Beitrag anzeigen
    nur habe ich für mich die entscheidung getroffen nur noch leuten zu helfen die "unverschuldet" in not geraten sind
    OT: eigenartige philosophie. finde es ja sinniger, dann zu helfen, wenn hilfe gebraucht wird, und über die schuldfrage - wenn überhaupt - erst später nachzudenken. ohne schuld ist eh keiner, der in den bergen unterwegs ist, hätte ja auch zuhause bleiben können und hier im forum rumdaddeln, ist ungefährlicher.
    aber jeder,wie er mag. drücke dir daumen, dass du nicht mal selbst hilfe brauchst und jemand zu dem ergebnis kommt, dass du selbst schuld bist...

  13. AW: Leichte Schuhe für Trekking

    #33
    Zitat Zitat von opa Beitrag anzeigen
    [OT]...eigenartige philosophie...
    um mal ein schuhbeispiel zu geben wir treffen auf halben wege zur hütte auf eine gruppe wo jemand eine abgelöste sohle hat - klassiker hydrolyse - völlig abgewetzter schuh nach kurzem gespräch : schuhe vom vater 20 jahre alt zum ersten mal an reicht ja für eine ausflug auf 1600m bin ich ja schon angefressen aber gut ich repariere den schuh notdürftig mit panzertape mit dem dringenden hinweis zum auto zurückzugehen ja wollen sie machen zwei stunden nach dem wir an der hütte angekommen waren wer trifft auch ein mit einem getapten schuh genau - ob ich den schuh nochmal tapen könnte sie wollen doch noch zum gipfel - ohne worte - ich weiss nicht was aus denen wurde ist mir auch völlig egal kein mitleid

    und da kann ich alleine aus dem letzten jahr hundert beispiele gleicher art aufzählen die ich alle grob fahrlässig und/ oder absolut asozial bezeichnen würde

    mr

  14. Moderator
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    AW: Leichte Schuhe für Trekking

    #34
    Für mich sind Stiefel auf jedem Fall ein Umknickschutz. Spätestens im Geröll oder auch Blockgelände fühle ich mich darin viel, viel besser. Dazu Abriebfestigkeit und Isolation. Ich weiss echt nicht, warum ständig Trailrunnern in Threads empfohlen werden, wo Leute explizit nach Bergstiefeln fragen. Dazu noch für so abgeschiedene Gebiete. Hat man da ein Loch im dünnen Runner, steht man ziemlich blöd da.
    "Niemand hört den Ruf des Meeres oder der Berge, nur derjenige, der dem Meer oder den Bergen wesensverwandt ist" (O. Chambers)

  15. Alter Hase

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    AW: Leichte Schuhe für Trekking

    #35
    Zitat Zitat von marcoruhland Beitrag anzeigen
    um mal ein schuhbeispiel zu geben wir treffen auf halben wege zur hütte auf eine gruppe wo jemand eine abgelöste sohle hat - klassiker hydrolyse - völlig abgewetzter schuh nach kurzem gespräch : schuhe vom vater 20 jahre alt zum ersten mal an reicht ja für eine ausflug auf 1600m bin ich ja schon angefressen aber gut ich repariere den schuh notdürftig mit panzertape mit dem dringenden hinweis zum auto zurückzugehen ja wollen sie machen zwei stunden nach dem wir an der hütte angekommen waren wer trifft auch ein mit einem getapten schuh genau - ob ich den schuh nochmal tapen könnte sie wollen doch noch zum gipfel - ohne worte - ich weiss nicht was aus denen wurde ist mir auch völlig egal kein mitleid

    und da kann ich alleine aus dem letzten jahr hundert beispiele gleicher art aufzählen die ich alle grob fahrlässig und/ oder absolut asozial bezeichnen würde

    mr
    allahopp, jetzt habe ich eine geschichte erwartet, dass du einen schwer verletzten, abgestürzten trailrunner-träger für die murmel zum fraß hast liegen lassen, und jetzt geht es hier um eine paar streifen tape. man kann sich natürlich auch über alles aufregen. ich hätte den jungs ja gegen ein oder zwei hopfenkaltschalen einfach die rolle tape überlassen und gut iss. aber wie heißt es so schön bei den preußen: jeder jeck ist anders.

    und hunderte solcher fälle pro jahr? du musst ganz schön viel unterwegs sein... neid!

  16. AW: Leichte Schuhe für Trekking

    #36
    Zitat Zitat von opa Beitrag anzeigen
    ... du musst ganz schön viel unterwegs sein...
    ja ich verlasse noch jeden tag mein zuhause

    was noch auf der tour vorgefallen ist (und das immer öfter ist) diebstahl und das nimmt zu - auch sehr lustig komplett durchgeschnittene schnürsenkel oder wanderschuhe voller urin etc. s. u.a. einen älteren artikel von alpin

    aber gerade in unseren breitengraden mit immer mehr unterschiedlichen intressengruppen am berg hat die aggressivität zugenommen einer der gründe warum ich inzwischen nicht mehr in gruppenräumen mit unbekannten nächtige und wenn mögliche die weite suche

    mr

  17. Gerne im Forum

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    AW: Leichte Schuhe für Trekking

    #37
    Mittlerweile ist die Info für diesen Artikel wohl fast OT

    Aber schlussendlich habe ich den La Sportiva Trango Tech genommen.
    Wiegt bei Gr. 48 knapp über 700g - ist somit 400g leichter als mein Lowa Lederstiefel.
    Ich habe sie auch bereits eingetragen (auf La Gomera) und mir sind die Füße trotz 20°C und wenig anspruchsvollen Wegen nicht abgefallen. :-)

    Daher danke für eure Tipps und unterschiedlichen Meinungen. Ich habe mir darauf meine eigene Meinung bilden können (bzw. hatte diese eh schon zum Teil) und einen super Schuh gefunden.

    Alles Liebe

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