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  1. Dauerbesucher
    Avatar von Feurio
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    AW: [PER,BOL] Zwischen Dschungel, Eis und Wüste - Abenteuer in Südamerika

    Mitreisende: Intihuitana
    Chapeau! Das ist ja wirklich sehr abenteuerlich, und auch noch sehr schön beschrieben!

  2. Dauerbesucher
    Avatar von Intihuitana
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    AW: [PER,BOL] Zwischen Dschungel, Eis und Wüste - Abenteuer in Südamerika

    Zitat Zitat von berniehh Beitrag anzeigen
    Ja, wahrscheinlich für vier Monate, von Juli bis Oktober.
    Was genau hast du denn dort vor?
    Wollte eigentlich in erster Linie wieder in den Regenwald, aber sicherlich werden auch mal wieder ein paar Andentouren drin sein.
    Russian Roulette is not the same without a gun. - Lady Gaga

  3. Dauerbesucher
    Avatar von Intihuitana
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    AW: [PER,BOL] Zwischen Dschungel, Eis und Wüste - Abenteuer in Südamerika

    Das Salz in der Suppe

    Gut nach langer langer Zeit geht es hier endlich mal weiter. Es ist ja jetzt genug Zeit da um Reiseberichte zu schreiben.

    Nach nun etlichen Touren und Abenteuern sollte es nach Bolivien weiter gehen.
    Ich verbrachte ein paar Tage an der Isla del Sol am Titikaka See auf bolivianischer Seite.
    Von dort reiste ich bis nach La Paz weiter.

    Eine seltsamere Stadt als La Paz habe ich selten gesehen.
    Die Quasi Hauptstadt ist zwischen 3600-4000 auf mehreren Höhenstufen gelegen, umgeben von gewaltigen Eisriesen.
    Die ganze Stadt ist ein unglaubliches Chaos und kommt locker an afrikanische Verhältnisse ran.
    Eigentlich ein übles Drecksloch, aber mit ziemlich rauhem Charme, wenn man mal ne Weile dort verbringt.
    Zur Überbrückung der großen Höhenunterschiede ist die Stadt durchzogen von einem Drahtseilbahnsystem, welches hochmodern und brandneu ist und in krassem Kontrast zum verruchten Stadtbild.


    Im Zentrum.


    Der Illimani in den Wolken, vor der Unterstadt


    Die gesamte Stadt ist ein Markt

    Auf den Märkten bekommt man alles, was man braucht inklusive solcher Kuriositäten wie getrockneter Lama Föten, die als Grundlage für die Aymara Magie und Medizin gelten.
    Hexen und Heiler findet man an jeder Ecke und viele der Frauen sind in den traditionellen Cholitakleidern mit der markanten Melone gekleidet.



    Meine Zeit in La Paz, war eher Sex, Drugs und Rock n' Roll inklusive Besuch bei der berüchtigten "Route 36". und irgendwie vergaß ich die Zeit, aber eigentlich war ich nach Bolivien für ein anderes Ziel gekommen.
    So schaffte ich es den Verlockungen der Großstadt nach über einer Woche, letzlich endlich zu entkommen.

    Ursprünglich habe ich auch nicht großartig für Bolivien auf dieser Reise geplant, aber während meines Aufenthaltes in Peru ist mir eine Idee gekommen, die ich immer weiter gesponnen hatte, bis ich sie letzlich einfach durchgeführt habe.

    Eines der landschaftlichen Highlights und einzigartig in der ganzen Welt ist der Salar de Uyuni.
    Der mit mehr als 10.000 m² größte Salzsee der Erde ist der wohl auch flachste Ort der Erde.

    Mitlerweile gehört eine Tour zum Salar de Uyuni zum Standardprogramm für Bolivienreisen und etliche Touranbieter haben sich darauf spezialisiert.
    Tausende Touristen nehmen Allradtouren über den Salar und das Umgebene Altiplano in Anspruch.

    Wie man sich bestimmt denken kann, hatte ich nicht die Intention, mich dort mit dem Auto herumkutschieren zu lassen.
    Ich wollte den gesamten Salar de Uyuni, zu Fuß durchqueren.

    Grundsätzlich gäbe es zwei Möglichkeiten.
    Die Ost-West Durchquerung ist die mit mehr alsd 150 km längere Variante.
    Joe Vogel hatte diese Durchquerung vor einigen Jahren mit dem Wanderwagen und in zwei Versuchen gemeistert.

    Da ich nur mit Rucksack unterwegs war und keinen Wanderwagen hatte, entschied ich mich aber für die mit ca. 85 km. kürzere Variante von Nord nach Süd.
    Ich wollte also vom Vulkan Tunupa direkt nach Süden, mit Zwischenstopp auf der Insel Incahuasi um dann den See auf dem Südufer zu verlassen.
    Dies sollte locker in 3 Tagen zu schaffen sein.

    Allerdings musste ich erstmal eine Möglichkeit finden um zu meinem Startort zu kommen, denn es gab keinen öffentlichen Transport dahin.
    Daher nahm ich zuerst einmal einen Bus bis in die Stadt Uyuni und sollte dann weiter sehen.
    Hier in dieser kleinen Minenstadt blüht der Salartourismus und es finden sich Hotels, Pizzerien und etliche Touranbieter, die Jeeptouren organisieren.
    Ich nahm mir also Zeit zum herumfragen. Natürlich wurde ich mit meiner exotischen Forderung erstmal komisch angesehen.
    Doch ich fand letzlich eine Agentur, die ohnehin ein paar Touristen bis zum Vulkan Tunupa brachte.
    Ich musste also eine halbe Tour buchen. Gut es gab schlimmeres.
    Ich machte also das Touriprogramm mit. Im Hilux und mit 4 redefreudigen Kolumbianern ging es nun also quer über den See.

    Eigentlich wollte ich aus Gründen der Überraschung vermeiden, schon über den See zu fahren, aber es ließ sich ncht vermeiden. Unser erster Zwischenstopp war allerdings der Zugfriedhof etwas ausserhalb von Uyuni.

    Es tummelten sich etliche Gruppen von Backpackern und Reisenden an, auf und in den Waggons.



    Es war mir etwas zu viel los, als dass diese schön trostlose Wüstenathmosphäre aufkommen konnte, die dieser Ort sonst sicherlich hatte.

    Es ging von hier aus also direkt auf den See.
    Ich habe ja schon einige leere Flächen gesehen, aber das war schon noch weniger und reduzierter. Ich versuchte aber nicht so viel herauszugucken, da ich mir die Atmosphäre für meine Wanderung aufheben wollte.


    Ojo de Agua - Wasserauge

    An manchen Stellen ist die Salzkruste durchbrochen und das darunter liegende Wasser tritt an die Oberfläche.

    Einen weiteren Zwischenstopp gab es am Monument für die Rallye Dakar, die ja in den letzten Jahren in Südamerika statt findet.


    Monument gebaut aus Salz



    Wir fuhren also weiter nach Norden auf den Vulkan Tunupa zu.
    Hier am Fuße des Vulkanes gibt es eine weitere Atraktion. In einer Vulkanhöhle befinden sich einige prä-Inka Gräber mit Mumien. Die Mumien und die Grabkammern sind in der selben Lage und Position in der sie gefunden wurden. Es wurden damals nur Untersuchungen vor Ort durchgeführt.
    Sie gehören der lokalen Kultur an uns sind in die Zeit kurz vor der Inkaokupation zu datieren.




    Mumien in den Grabnischen


    Abendstimmung



    Es wurden dann noch die obligatorischen Fotos mit dem Perspektivenspiel gemacht, wo einer ganz groß ist und die anderen auf der Handfläche hält und so weiter und so fort.
    Und da die anderen diese Fotos gemacht haben und sich nicht mehr gemeldet haben, gibts davon halt keine Fotos. Ist ja auch egal, fand icheh was lächerlich.
    In dem nahegelenen Örtchen Coqueza übernachteten wir in einer Herberge. Meine Mitreisenden und der Fahrer versuchten mich noch zu überzeugen, dass ich nicht zu Fuß gehen soll, das sei viel zu gefährlich.
    Ich hab mich nicht beirren lassen.

    Einer muss ja machen

    Also ging es am nächsten Morgen mit dem allerersten Morgenlicht los auf den See.

    Hier nahe des Ufers gibt es noch einige Wasserflächen, die ein fantastisches Lichtspiel in der Dämmerung schaffen.


    Götterdämmerung



    Und so ging es los. Ich startete meinen Marsch durch eine der leersten Landschaften der Erde.


    Man blickt hier über 100 km. weit. Im Vordergrund die Isla de pescados

    Nun was kann man über den Marsch über den Salar sagen?
    Es ist ähnlich wie andere Wüsten, die ich schon bereist habe, aber noch extremer, da es absolut gar nichts zu sehen gibt.
    Alles was am Salar interessant ist, sind genau die Dinge, die nicht der Salar sind. Die Inseln, die Bergketten, oder ein einsamer Jeep, der durch die Landschaft fährt.
    Der Salar ist eigentlich das Gegenteil einer Landschaft, eine Antilandschaft.

    Hinter mir konnte ich zusehen, wie der Vulkan Tunupa immer kleiner wurde.



    Vor mir lag die gähnende Leere.
    Konnte ich früh am Morgen noch winzig klein die Insel Incahuasi sehen, verschwand sie im verlauf des Tages durch die Lichtbrechung am Horizont. Inseln wurden zu schwebenden Inseln, durch diese optische Täuschung.
    Dennoch war die Navigation kein Kunststück. Es hieß einfach weiter geradeaus zu gehen.


    Mein Tagesziel


    Fast wie ne Wintertour, nur in Salz


    Eine leere, kristalline Welt

    Irgendwann kam ich der Mitte des Sees immer näher und es passierte überhaupt nix. Man konnte weder vor, noch zurück sehen dass sich was änderte. Zwei, Fünf, Zehn Kilometer. Es geschah absolut gar nix.
    Und da ich auf der wenig befahrenen Nordroute unterwegs war, sah ich auch kein Auto.
    Mein Geist schaltete nach einigen Stunden wieder in den Leerlaufmodus. Gedanken zogen vorüber und es blieb irgendwann nur noch die Leere. So wie Außen, so auch innen.


    Mehr Einfachheit geht nicht

    Endlich tauchte nach einer gefühlten Ewigkeit, wieder die Insel am Horizont auf und es sah gut aus, denn sie wurde immer größer.


    Endlich



    Still zieht diese Landschaft, die aus meinen Träumen sein könnte an mir vorbei.

    Welch ein Unterschied zu dieser Reizüberflutung im Regenwald noch ein paar Wochen vorher und dennoch ist es die selbe Welt. Nur ein paar Hundert km. von einander entfernt.

    Es müssen die Berge gewesen sein, derer man stets einige irgendwo am Horizont sehen kann, die mich nicht diese extreme Leere und Einsamkeit haben spüren lassen, wie etwa in der peruanischen Küstenwüste, oder dem Erg Ouarane.
    Denn allein der Anblick der Berge, zeigt einem, dass es irgendwann vorbei ist und da hinten am Horizont wieder etwas anderes kommt.


    Die einzige Abwechslung auf dem Wege


    Und so gut wie geschafft

    Nach gut 40 km. Marsch erreichte ich am frühen Nachmittag die Insel Inkahuasi (Das Haus der Inka)
    Nach dieser völligen Einsamkeit, war ich nun geworfen in den vollen Touristentrubel.
    Alle organisierten Touren kommen natürlich bei der Inkahuasi an und es wimmelte von Leuten.

    Ich musste mich erstmal sammeln, denn der Marsch war härter als gedacht. Mit ungedämpften Bergschuhen und einem schweren Rucksack über betonharten Boden zu laufen hat irgendwann ziemlich weh getan.

    Die Insel ist berühmt für ihre unzähligen Kakteen. Diese Echinopsis Atacamensis genannte Spezies wächst extrem langsam und einige Exemplare hier werden wohl über die 2000 Jahre alt sein.


    Auf der Insel




    Welch eine bizarre Welt. Im Hintergrund der Vulkan Tunupa



    Ein Souvenirshop und selbst Toiletten wurden für die Touristen eingerichtet. Neben den Arbeitern die hier periodisch leben, lebt ein altes Pärchen seit Jahrzehnten als einzige permanente Bewohner der Insel.
    Als sie erfuhren dass ich zu Fuß unterwegs bin, luden sie michzu Kaffee und Suppe ein und lagen mir ihr Gästebuch vor. Hier schreiben sich alle rein die auf ungewöhnliche Art und Weise anreisen. Mit dem Mopped, Fahrad oder zu Fuß.
    Aber zu Fuß kommt so gut wie niemals jemand. Ich war dieses Jahr der erste.

    Ich konnte im Abstellraum übernachten, was besser war als das Zelt bei dem extremen Wind aufzuschlagen.




    Abendstimmung

    Am nächsten Tage ging es dann also genau wie vorher weiter. Mit dem ersten Sonnenlicht marschiert ich hinaus in die Leere.
    Mein Ziel war es den See heute zu verlassen. Das würden nocheinmal 45 km. sein.


    Es ging in Richtung dieser Berge

    Und wie am vorigen Tage, verließ ich meinen Hafen und ging hinaus ins Meer aus Salz.



    Und wie auch gestern geschah wieder nix.



    Und ich lief und ich lief und ich lief.



    Das Einschätzen von Distanzen misslingt meist komplett. Es gibt überhaupt keine Anhaltspunkte und man meint etwas 50 km. entferntes, ist eigentlich zum greifen nah.


    Welch freudige Abwechslung

    Heute sollte ich mehrere Autos sehen, aber die meisten kümmerten sich nicht um mich und fuhren einfach weiter.
    Es war auch besser so. Eine Landschaft wie diese, kann man eigentlich nur alleine erleben und genießen.


    Hier wird Salz abgebaut


    Das Ende des Sees rückt immer näher

    Es waren noch ca. 12 km. zu laufen. Das kleine Dorf Chuvica war schon in Sichtweite, als ein extremer Gegenwind aufkam.
    Ich musste mich richtig dagegen stemmen und kam kaum noch voran.
    Es war ein absoluter Wahnsinn und irgendwann schrie ich selbst den Wind an.
    Dann musste noch eine Ebene mit Salzschlamm durchquer werden.

    Irgendwann kam ich langsam auf festen Boden. Ich hatte den den größten Salzsee der Erde zu Fuß durchquert. Irgendwie war es mir erstaunlich egal. Ich war einfach froh wieder Pflanzen zu sehen.


    Wilde Vicunas und das erste bischen Gras

    Mit wirklich letzter Kraft nach 45 km. kam ich in Chuvica an und zeltete am Dorfrand.
    Im Dorf gab es eine große Herberge für all die Gruppen, die hier weiter ins Altiplano fahren.
    Hier wurde ich noch von einem französischen Pärchen zum Essen eingeladen, denn sie hatten mich zuvor mit dem Rucksack herumlaufen sehen und konnten es kaum fassen, dass jemand sowas zu Fuß macht.


    Chuvica

    Was sollte ich jetzt machen? Den See hatte ich durchquert. Das war mein Ziel. Aber ich beschloss noch etwas weiter zu marschieren, durch die Altiplanosteppe.
    Karten und GPS hatte, also warum nicht einfach weiter.

    Es war eine karge Wüstensteppe, aber verglichen mit den letzten beiden Tagen, die totale Reizüberflutung.
    Es gab wieder Pflanzen, Tiere, Steine, überhaupt etwas anderes als nur flaches Salz.


    Durchs Altiplano




    Kleines Dorf

    Das Altiplano ist nicht mehr die totale Abgeschiedenheit. Es gibt immer wieder kleine Dörfer, Weiler und Felder.
    So marschierte ich von Dorf zu Dorf.






    Chullpas - Begräbnistürme aus der Inkazeit

    Es gab hier in der Steppe wirklich viele Vicunas




    Hallo !


    Und Chinchillas

    Mich umfing eine seltsame Gleichgültigkeit. Ich hatte kein großes Ziel mehr vor Augen und lief einfach so vor mich hin.
    Mal sehen wie lange ich noch weiterlaufen würde.




    Oh je, Fech Fech gibt es auch in Südamerika


    Parade der Staubteufel

    Drei Tage verbrachte ich noch im Altiplano. Lief weiter, pausierte in Dörfern, blieb etwas länger, freundete mich mit den Einheimischen an, starrte auf die Vulkane.



    Ich erblickte in einer kleinen Salzpfanne in der Ferne, einen Zug. Er schien zu schweben statt zu fahren. Durch die Lichtbrechung waren die Räder des Zuges nicht zu sehen und so schwebte dieser Zug völlig lautlos und gleichmäßig durch die vulkanische Einöde.
    Ein surreales Bild, welches zu dieser surrealen Landschaft passte.

    Der schwebende Zug


    Bahnübergang im Nirgendwo


    Wohin mögen diese Schienen wohl führen ?







    Ich hätte theoretisch weiterlaufen können. Eventuell bis nach Chile. Es fehlte mir aber etwas an der Ausrüstung. Schon jetzt hatte ich mit den heftigen Winden und der Kälte zu schaffen und mein Zelt war nicht für die extremen Winde gemacht, die weiter oben auf dem Hochplateau bei nahezu 5000 m. herrschen.
    Es war mir auch irgendwie egal. War ich hier oder dort. Wo war der Unterschied? Der Salar de Uyuni scheint jegliche Bedürfnisse ausgeschaltet zu haben.

    Ich hatte noch genug Wasser also blieb ich noch eine Nacht irgendwo in der Pampa. Danach wollte ich umkehren und sehen was ich so als nächstes machen kann. Oder einfach einige Tage im Dorf bleiben.




    Der letzte Abend

    Was sollte ich jetzt machen? Sollte ich überhaupt irgendetwas machen? Mir würde schon etwas einfallen. Oder auch nicht.


    Rückblickend betrachtet war dies eine seltsame Erfahrung. Anders als alles andere was ich jemals vorher getan hatte.
    Man kann die Wanderung nicht direkt als "schön" bezeichnen. Über große Zeiträume war auf dem See einfach gar nichts. Nix positives, nix negatives, keine Gedanken, einfach gar nichts.
    Direkt nach dem Erlebniss habe ich mir gesagt, dass ich das nie wieder tun werde. Aber mitlerweile denke ich anderes darüber. Ich könnte mir wirklich vorstellen es nocheinmal zu tun. Dann aber die lange Strecke und ohne Zwischenstopp auf einer Insel.
    Geändert von Intihuitana (20.03.2020 um 13:15 Uhr)
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    AW: [PER,BOL] Zwischen Dschungel, Eis und Wüste - Abenteuer in Südamerika

    Respekt vor dem Fußmarsch über den Salar! Warum hast auf der Touri-Insel genächtigt? Es gibt noch andere, Kakteen und Chinchillas habe sie alle, Menschen (und Wasser) nicht.
    Danke für die Fotos aus dem altiplano, da kommen viele Erinnerungen hoch. Auch LaPaz erscheint vertraut, obwohl ich es noch ohne Seilbahn kenne.
    Grüße von Tilmann

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    Avatar von Intihuitana
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    AW: [PER,BOL] Zwischen Dschungel, Eis und Wüste - Abenteuer in Südamerika

    Zitat Zitat von TilmannG Beitrag anzeigen
    Respekt vor dem Fußmarsch über den Salar! Warum hast auf der Touri-Insel genächtigt? Es gibt noch andere, Kakteen und Chinchillas habe sie alle, Menschen (und Wasser) nicht.
    Danke für die Fotos aus dem altiplano, da kommen viele Erinnerungen hoch. Auch LaPaz erscheint vertraut, obwohl ich es noch ohne Seilbahn kenne.
    Grüße von Tilmann
    Ich wusste ja vorher, dass da Touristen hinkommen, hab aber echt nicht den Mengen gerechnet.

    Hätte ich es gewusst, hätt ich wohl auf einer anderen Insel genächtigt.
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  6. Fuchs
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    AW: [PER,BOL] Zwischen Dschungel, Eis und Wüste - Abenteuer in Südamerika

    Klingt nach einer krassen Erfahrung.
    Vor allem Selbsterfahrung.
    Ich habe mir oft vorgestellt wie sich das anfühlt, das grönländische Inlandeis zu überqueren.
    Bis auf die Brüche am Anfang und am Ende nur weiße Weite mit nichts.
    Garnichts. Noch weniger.
    Wochenlang. Puh.
    Oben gewesen bin ich schon, aber nur für Stunden.
    Da war es einfach faszinierend.
    Aber Tag für Tag, Woche für Woche.
    Abwechslung bringt nur das Wetter.
    Kalender *Papageitaucher 2021* Familienplaner
    Das Wetter, das man jeden Morgen in sich selber macht, ist viel wichtiger als das Wetter draußen. Fynn

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    AW: [PER,BOL] Zwischen Dschungel, Eis und Wüste - Abenteuer in Südamerika

    Zitat Zitat von Meer Berge Beitrag anzeigen
    Klingt nach einer krassen Erfahrung.
    Vor allem Selbsterfahrung.
    Ich habe mir oft vorgestellt wie sich das anfühlt, das grönländische Inlandeis zu überqueren.
    Bis auf die Brüche am Anfang und am Ende nur weiße Weite mit nichts.
    Garnichts. Noch weniger.
    Wochenlang. Puh.
    Oben gewesen bin ich schon, aber nur für Stunden.
    Da war es einfach faszinierend.
    Aber Tag für Tag, Woche für Woche.
    Abwechslung bringt nur das Wetter.
    Mich begeistern solche Leeren.

    Orte wie die Tanezrouft, Majabat al Koubra oder die großen Inlandseisschilde.
    Eigentlich ist es fast schon absurd, so lange Wege auf sich zu nehmen nur um an einen Ort zu reisen wo es nichts gibt.
    Aber zumindest in Europa ist es schwerer als man meinen mag, Nichts zu finden.
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  8. Fuchs
    Avatar von Meer Berge
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    AW: [PER,BOL] Zwischen Dschungel, Eis und Wüste - Abenteuer in Südamerika

    Zitat Zitat von Intihuitana Beitrag anzeigen
    Mich begeistern solche Leeren.

    Orte wie die Tanezrouft, Majabat al Koubra oder die großen Inlandseisschilde.
    Eigentlich ist es fast schon absurd, so lange Wege auf sich zu nehmen nur um an einen Ort zu reisen wo es nichts gibt.
    Aber zumindest in Europa ist es schwerer als man meinen mag, Nichts zu finden.
    Ich kann mir das irgendwie schon gut vorstellen.
    Und würde es auch gerne mal ausprobieren.
    Vielleicht erstmal für eine Woche um zu sehen, was in mir passiert.

    Die einzige Leere, die ich über längere Zeit kennen gelernt habe, ist das Meer. Beim Segeln.
    Das fand ich nach einer Weile langweilig. Aber ich glaube, das lag nicht an der Leere, sondern am Nichtstun.
    Man sitzt zu viel rum. Ob das beim Paddeln besser wäre? Glaube nicht.
    Wenn ich mir leere Landschaften vorstelle, will ich die durchwandern.
    Auch nicht per Rad. Zu Fuß! Allenfalls mit einem Kamel oder einem anderen Last-/Reittier.
    Eigentlich schon interessant, nicht so schnell wie möglich, eher so langsam wie möglich, aber auch so intensiv wie möglich, durch die Langsamkeit.
    Geht dir das auch so?
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    AW: [PER,BOL] Zwischen Dschungel, Eis und Wüste - Abenteuer in Südamerika

    Zitat Zitat von Intihuitana Beitrag anzeigen
    Mich begeistern solche Leeren...
    Zitat Zitat von Meer Berge Beitrag anzeigen
    ..
    Wenn ich mir leere Landschaften vorstelle, will ich die durchwandern.
    ...
    Eure Begeisterung teile ich absolut. Der Salar, das Inlandeis, Sandwüsten...

    Aber das Bedürfnis sie zu durchwandern, das bekam ich nie. Auf Grönland hatte ich das Inlandeis immer mit großer Faszination im Blick, bin gern und viel auf Gletschern unterwegs gewesen - habe das aber immer als Etappe gesehen.

    Dann stelle ich mir immer den besonderen organisatorischen Aufwand vor, der vor dem meditativen Erlebnis steht. Wasser in den Wüsten, Transport in Grönland...auch meine Touren erforderten natürlich Logistik, aber im Endeffekt konnte ich halt losziehen, mit dem was auf den Rücken geht.

    Aber die Menschen sind verschieden, lasst euch von mir nicht bremsen...
    Grüße von Tilmann

  10. Erfahren
    Avatar von Pero
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    AW: [PER,BOL] Zwischen Dschungel, Eis und Wüste - Abenteuer in Südamerika

    Vielen Dank für die tollen Berichte. Wie immer spannen und ehrlich und anders!
    Gruß Pero

  11. AW: [PER,BOL] Zwischen Dschungel, Eis und Wüste - Abenteuer in Südamerika

    Vielen Dank für den Bericht, ganz großes Kino!
    So möchtig ist die krankhafte Neigung des Menschen, unbekümmert um das widersprechende Zeugnis wohlbegründeter Thatsachen oder allgemein anerkannter Naturgesetze, ungesehene Räume mit Wundergestalten zu füllen.
    A. v. Humboldt.

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