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  1. Fuchs
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    AW: [PER,BOL] Zwischen Dschungel, Eis und Wüste - Abenteuer in Südamerika

    #81
    Mitreisende: Intihuitana
    Wahnsinn, Tropen und Schnee dicht beieinander, Besonders beeindruckt hat mich die Etappe mit dem langbeinigen Hundefreund. Ist dir bestimmt nicht leichtgefallen, dass du ihn am Ende mit Steinen davon abhalten musstest, Dir zu folgen
    Das Leben ist schön. Von einfach war nie die Rede.

  2. AW: [PER,BOL] Zwischen Dschungel, Eis und Wüste - Abenteuer in Südamerika

    #82
    Zitat Zitat von Intihuitana Beitrag anzeigen
    Ein Reiher ?

    Ein Kappenreiher?

  3. AW: [PER,BOL] Zwischen Dschungel, Eis und Wüste - Abenteuer in Südamerika

    #83
    Zitat Zitat von Intihuitana Beitrag anzeigen

    Dieser interessante Adler unterhielt sich lautstark mit einem Artgenossen im Gestrüpp
    Die Schnabelform zeigt schon, dass es kein Adler ist.

    Es ist ein Geierfalke, der Rotkehlkarakara (Ibycter americanus).

    Tja, leider keine bisher unentdeckte Art. Davon ging ich aus, als ich das tolle blau gefiederte Tier hier sah. Das Blau im Bild hat sich nun als optische Täuschung herausgestellt. Rotkehlkarakaras sind in Südamerika weit verbreitet.

  4. Alter Hase
    Avatar von Der Foerster
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    AW: [PER,BOL] Zwischen Dschungel, Eis und Wüste - Abenteuer in Südamerika

    #84
    Eine wirklich sehr spannende Gegend

    Gefällt mir sehr gut, der Bericht!
    Ich mag verdammen, was Du sagst, aber ich werde mein Leben dafür einsetzen, dass Du es sagen darfst. Voltaire.

  5. Dauerbesucher
    Avatar von Intihuitana
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    AW: [PER,BOL] Zwischen Dschungel, Eis und Wüste - Abenteuer in Südamerika

    #85
    Ja die ganzen Feiertage und Feste haben mir einen Stricht durch die Rechnung gemacht, weiter zu schreiben.
    Neues Jahr neue Vorsätze und so weiter. Jedenfalls kann ich mal wieder ein paar Zeilen schreiben.

    Im Reich des Jaguars

    Sehr früh, noch vor der Dämmerung machten wir uns mit Lampen auf den Weg, den Pfad zu finden, welcher den Berg überquert und in den Quellbereich des Rio Chilive führt, einer wenig erkundeten Wildnis wo sich nur selten einige Fischer aus Atalaya oder Salvacion in den Oberlauf verirren.

    Wir liefen noch eine Weile durch das immer enger werdende Flussbett der Rio Salvacion.
    Dort wo das Flussbett nur noch ein Rinnsal ist, geht am rechten Berghang ein kaum erkennbarer Pfad hinauf. Es waren beim letzten Sturm einige Bäume umgefallen und man musste sich durch einen Wust an Ästen und darin noch hängenden Schlingpflanzen kämpfen.
    Sabino ging mit leichtem Gepäck und der Machete vor um einen Pfad freizuschlagen. Ich kam mit dem großen Rucksack hinterher.
    Es war, trotz dass mir der Weg freigeschlagen wurde ein Höllenkampf und dauernd blieb mein Rucksack in irgendetwas stecken und wurde zurückgehalten. Mal musste ich mich auf allen vieren bewegen, mal über allerlei Äste balancieren.


    Auf dem Weg auf den Kamm

    Es war beinahe nichts mehr vom Pfad zu erkennen und es muss wohl eine ganze Weile niemand mehr hier gewesen sein. Ich liess für diesen Abschnitt mein GPS Gerät dauerhaft den Weg aufzeichnen, für den eventuellen Rückweg.

    Tatsächlich war der Aufsteig nicht wirklich lang und wir konnten schon nach ca. einer Stunden auf dme Kamm ankommen wo wir eine Pause einlegten.
    Wir waren genau zum richtigen Zeitpunkt gekommen um den Sonnenaufgang zu erleben. Etwas was im dichten Regenwald ansonsten gar nicht so leicht zu erleben ist.


    Sonnenaufgang über dem Amazonastiefland

    Der ohnehin stets geschäftige Regenwald, erwachte jetzt zum vollen Leben.
    Innerhalb von Minuten konnte man hören wie es spürbar lauter wurde. Die Tiere des Tages erwachten und machten den Wald nahezu ohrenbetäubend laut. Auch Pflanzen öffneten ihre Blüten und von irgendwo her drang stets ein ner exotischer und betörender Duft.
    Ich kletterte noch auf einen kleinen Baum um noch einen besseren Blick in das Tal zu bekommen.


    Eine verwunschene Welt tut sich vor mir auf

    Sabino wollte mich noch bis runter ins Tal begleiten.
    War der Aufstieg schon ein Kampf, war der Abstief eine echte Schlacht. Vemutlich durch die stärkere Hangneigung und somit mehr Sonneneinstrahlung auf den Waldboden, war es hier fast undurchdringlich voll mit Gestrüpp und Lianen.
    An vielen Stellen war der Pfad wie ein kleiner Tunnel durch den man kriechen musste.
    Natürlich war Sabino ohne Gepäck viel schneller als ich.
    Ich blieb, trotz bereits zu recht gestutzten Pfades immer wieder hängen, musste mir dann in sehr unangenehmen Haltungen, auf allen Vieren kriechend mit der Machete wieder irgend eine Schlingpflanze lösen, die sich im Rucksack verfangen hatte.

    Verglichen mit der Cordillera Azul war der Regenwald hier bereits etwas anders. Zwar gab es hier nicht die brutal steilen Hänge, jedoch war die Vegetation am Boden, vor allem auf der zweiten Seite des Hanges gefühlt noch dichter.
    Wildwechsel ließen sich im Wald immer wieder erkennen. Mit großen Tieren schien es hier voll zu sein.


    Zum Glück mal ein einfacher Abschnitt


    Und immer wieder kleine Wunder am Wegesrand

    Ich brauchte für den Weg nach unten beinahe anderthalb Stunden, auch wenn es von der Strecke her, nicht einmal ein Kilometer war.

    Wir waren nun im Quellbereich der Rio Chilive.
    Ein winziges Rinnsall floss in dem Bachbett. Von hier aus sollte ich weiter im Flussbett laufen.
    Sabino verabschiedete sich hier von mir und ließ mich alleine.
    Er gab mir noch ein paar Tipps mit auf den Weg. Vor allem solle ich auf Jaguare, Pumas und eventuell illegale Goldgräber achten, Nachts immer große Feuer entfachen und auf die Schlangen aufpassen.


    Sabino macht sich auf den Rückweg


    Allein im Rio Chilive

    Ich war jetzt völlig alleine. Zum ersten mal war ich jetzt im Tieflandregenwald komplett alleine und auf mich gestellt.
    In der Cordillera Azul, war ich ja stets mit T. zusammen gewesen. Ich hatte auch keinen hündischen Begleiter mehr.
    Ich mag zwar nur ein paar dutzend Kilometer von der letzten Siedlung entfernt gewesen sein, doch das Gefühl der Abgeschiedenheit wirkt in so einem dichten Regenwald dann noch mal viel intensiver, wie in einer weiten Berglandschaft oder Wüste, wo man die nächste Siedlung schon einen Tag vorher sehen kann. Dazu kam, dass ich keinen GPS-Spot mehr hatte. Das verstärkte dieses Gefühl noch mal.
    Ich war nun also wirklich zu 100% auf mich gestellt. Ich konnte mir nicht erlauben mich hier zu verletzen oder etwas zu viel zu riskieren.
    Ich machte mich nun also auf den Weg, diese geheimnissvolle Welt zu erkunden.

    Durch das Flussbett stapfte ich weiter Flussabwärts.
    Klar ist dass man eine Wanderung wie diese nur in der Trockenzeit machen kann. In der Regenzeit würde wohl das ganze Flussbett Wasser führen. Ein durchkommen wäre, wenn überhaupt nur noch mit Boot möglich.

    Noch war das Flussbett eng und die Ufer zum größten Teil sehr steil. Das Wasser hatte große Steilwände in den weichen Fels gespült.


    Die grüne Wand

    Wirklich in jeder kleinen Ritze siedelte sich das Leben an. Alles um micht herum war grün, am atmen und Teil dieses riesigen Organismus.



    Das Wasser war ausgesprochen klar und sauber.




    Durch einen kleinen Canyon



    Bald kam ich an die erste Einmündung eines Nebenarmes. An jeder dieser Mündungen speicherte ich mir auf dem GPS-Gerät die richtige Richtung für die Rückkehr, denn es war teilweise schwierig sich die richtige Einmündung zu merken und auf meiner schlechten Karte konnte man die kleinen Abzweigungen beim besten Willen nicht erkennen.


    Hallo Schönheit



    Es floss immer mehr Wasser zusammen und in den kleinen Becken des Rio Chilive, konnte man nun schon kleine Fische und Frösche entdecken.
    Auch ein Fischotter erschrak und rannte ins Dickicht, als ich ihn um eine Kurve kommend, überraschte.



    Die Ufer waren zum größten Teil immer noch zu steil um in den Wald zu gelangen. Dazu kam ein weiteres Hinderniss, nämlich der undurchdringliche Unterwuchs an den Ufern, vor allem dominiert durch Bambus, vermutlich Guaduabambus.
    Es gab hier zumindest keinen echten Grund in den Wald vorzudringen, da man viel einfacher im Flussbett vorankam. Ich wollte aber, wo immer es möglich war auch immer mal einen Abstecher unter das Blätterdach unternehmen, ganz einfach weil ich es konnte, weil ich Zeit hattem weil ich die Atmosphäre erleben wollte und weil ich neue Dinge entdecken wollte.

    Ich war ja bewusst hier um nicht nur reine Strecke zu machen, sondern um den Regenwald so urtümlich wie möglich zu erleben.







    Nicht ohne eine gewisse Anspannung ging ich um jede Kurve des Flusslaufes. Nie konnte man wissen, was einem um die Ecke erwarten würde.
    Schon im obersten Teil des Flusslaufes fad ich Spuren von Tapiren und vermutlich Pumas.
    Natürlich ist der Flusslauf auch für die großen Tiere des Waldes, die einfachste und schnellste Möglichkeit um Strecke zu machen.


    Tapirspuren überall


    Die Blüte erinnert an eine Schwertlilie. Der Duft war unglaublich


    Diese Pilze ähneln unserem Schwefelporling

    Pilze gab es in allen möglichen Farben und Formen. Leider ist man hier im Amazonasregenwald pilztechnisch wieder absoluter Anfänger. Zu gern hätte ich dort Pilze gesammelt um mein Essen etwas aufzupäppeln, wenn ich nur wüsste was.


    Orchidee an einem Steilhang



    Immer weiter wurde das Flussbett und immer größer die Steilhänge. In der Regenzeit wird es hier vermutlich regelmäßig große Erdrutsche geben, welche die Landschaft immer aufs neue verändern.
    Dies mag auch der Grund sein, dass zumindest in diesem Abschnitt bisher wenige Baumriesen zu sehen waren. Vermutlich ist die Topografie zu unsicher, als das Bäume wirklich alt werden könnten.


    Geier am Fluss


    Abstecher in den Wald


    Wo ich diese Blüte fand


    Den Blick nach oben nie vergessen


    Langsam konnte man schon von einem Fluss sprechen

    Sabino hatte mir von einem Canyon erzählt, welcher weiter Flussabwärts, das Tal verengen würde und etwas gefährlich wäre. Bisher schien dieser aber noch nicht in Sicht zu sein.

    Für mich war dieser Tag ziemlich heftig gewesen, vor allem der erste Teil, als ich den Hügel überquert habe, war sehr kräftezehrend und fühlte sich eher an wie ein Ganzkörperworkout als Wanderei an.
    Ich beschloss also an einem sehr breiten Abschnitt des Flussbettes mein Lager zu errichten.
    Ich war dieses mal mit Zelt statt Hängematte unterwegs. Die Entscheidung begründete ich mit der schlechten Erfahrung mit dem Tarp und der Hängematte an den Sandbänken des Rio Huallaga, wo man immer nur sehr improvisiert unter kommt.
    Mit dem Zelt hingegen kann man ohne Probleme an den Flussufern übernachten, aber ebenfalls im Regenwald unter dem Blätterdach schlafen, wenn man den Schlafplatz etwas präpariert, was wenn man mit der Machete unterwegs ist, leicht machbar ist.

    Feuerholz gab es am Flusslauf reichlich und dank der langen Trockenperiode, auch relativ gut durchgetrocknet. (So gut wie es für einen Ort mit über 90% Luftfeuchtigkeit sein kann)
    Das extrem dichte rote Tropenholz brennt zwar schwer an, aber wenn es mal brennt, hat es einen gewaltigen Brennwert.
    Neben Laubhölzern habe ich auch ein extrem dichtes und hartes Palmenholz gefunden.
    Es hatte eine wunderschöne MAserung und ich beschloss vorerst mir einen neuen Löffel daraus zu schnitzen, gab aber mein Vorhaben schnell auf, da das Holz derartig hart war, dass man nur winzige Späne mit dem Messer abschaben konnte und mir das vorankommen zu lang dauerte.


    Kleidung trocknen am Lager

    Ich erkundete den nahen Wald, ging im mitlerweile hüfttiefen Wasser baden und machte mir mein Abendessen am Feuer.


    Fladenbrot am Feuer

    Dann blieb mir nur noch der Geräuschkulisse zu lauschen.
    Kurz vor dem schlafengehen legte ich noch mal richtig auf, so dass das Feuer mindestens die hälfte der Nacht brennen würde.

  6. Fuchs
    Avatar von Rainer Duesmann
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    AW: [PER,BOL] Zwischen Dschungel, Eis und Wüste - Abenteuer in Südamerika

    #86
    Meine Herren!

  7. Gerne im Forum

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    AW: [PER,BOL] Zwischen Dschungel, Eis und Wüste - Abenteuer in Südamerika

    #87
    Ein weiterer höchst spannender Reisebericht in einer ungewöhnlichen Gegend von Dir - vielen Dank dafür!
    Ich freu mich schon auf die Fortsetzung.

  8. AW: [PER,BOL] Zwischen Dschungel, Eis und Wüste - Abenteuer in Südamerika

    #88
    Sehr interessante und spannende Gegend dort!

    Zitat Zitat von Intihuitana Beitrag anzeigen
    Nicht ohne eine gewisse Anspannung ging ich um jede Kurve des Flusslaufes. Nie konnte man wissen, was einem um die Ecke erwarten würde.
    Schon im obersten Teil des Flusslaufes fad ich Spuren von Tapiren und vermutlich Pumas.
    Wie kommst du auf Puma? Kannst du seine irgendwie von Jaguarspuren unterscheiden? Es gibt ja wahrscheinlich beides dort: https://youtu.be/TEEzFp_XEOY

  9. Dauerbesucher
    Avatar von Intihuitana
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    AW: [PER,BOL] Zwischen Dschungel, Eis und Wüste - Abenteuer in Südamerika

    #89
    Zitat Zitat von Spartaner Beitrag anzeigen
    Sehr interessante und spannende Gegend dort!



    Wie kommst du auf Puma? Kannst du seine irgendwie von Jaguarspuren unterscheiden? Es gibt ja wahrscheinlich beides dort: https://youtu.be/TEEzFp_XEOY
    Es gibt auch beides. Das hat mir auch Sabino gesagt. Ich hielt die Spuren für einen Puma, da ich sie als zu klein für einen Jaguar empfand. Diese haben wirklich große Abdrücke, nicht weit entfernt vom Löwen.
    Aber gut es kann auch ein kleiner Jaguar gewesen sein.
    Die fährte allein, sieht fast gleich aus. Weiter unten fand ich auch Jaguarspuren.

  10. Dauerbesucher
    Avatar von Intihuitana
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    AW: [PER,BOL] Zwischen Dschungel, Eis und Wüste - Abenteuer in Südamerika

    #90
    Herr des Waldes

    In der Nacht war mindestens ein großes Tier in der Nähe des Zeltes unterwegs. Ich hörte auch immer wieder rascheln und reges Treiben im Walde. Allgemein war mein Schlaf nicht sonderlich tief. Stets lauschte ich sehr aufmerksam auf jedes Geräusch des Waldes. Von der allgemeinen Geräuschkulisse ganz zu schweigen.
    Es Angst zu nennen wäre übertrieben, verglichen mit anderen Orten war ich schon sehr aufmerksam, ganz ähnlich wie im afrikanischen Busch. Immerhin ist es schön zu wissen, dass die Instinkte noch funktionieren.

    Schon vor der Dämmerung war ich wach und machte mich mit dem allerersten Morgenlicht auf zum Packen.

    Das Feuer hatte tatsächlich die ganze Nacht durchgeglimmt. Die großen schweren Rotholzbrocken, die ich am Ende drauf gelegt hatte, konnten die ganze Nacht durchbrennen. Ich würde diese Taktik von nun an weiter fahren, zur Sicherheit.

    Trotz der langen Trockenheit war noch genug Feuchtigkeit im ganzen Wald, das Morgens immer ein paar Nebelschwaden durch die Täler wabern und den ohnehin schon geheimnissvollen Wald noch mystischer wirken lassen.


    Morgennebel

    Ich sollte mich nun bald dem Canyon nähern. Da das Wasser so niedrig stand, machte ich mir keine Sorgen, dass ich eventuell nicht durchkommen werden würde und natürlich hatte ich ja noch das Packraft, dass man trotz nur noch eines Paddelblattes immer noch manövrieren konnte und so eventuell zu tiefe Stellen überbrücken konnte.

    Ich arbeitete mich also weiter das Flussbett entlang als ich um eine Kurve kommend Ihn sah. Etwa 200 m vor mir stand nah am linken Waldrand ein großes Tier. Ich konnte meinen Augen nicht recht trauen. War es wirklich ER ?
    Ja das konnte nur einer sein. Vor mir sah ich den Herren des Waldes, den Jaguar, die Unze, den Otorongo.
    Und so wie ich ihn sah, sah er mich auch.
    Es waren gefühlte Ewigkeiten, wie wir uns so ansahen, auch wenn es wohl nur wenige Sekunden waren.
    Ganz langsam langte ich zu meiner Rechten um die Kamera herauszuholen, doch diese wenigen Momente waren für den Jaguar genug um schnell im Unterholz zu verschwinden.
    Ich konnte es nicht glauben. Mein erster Jaguar und ich habe es nicht geschafft ihn zu fotografieren. Ja zuerst ärgerte ich mich, doch dann sagte ich mir, es war gut so. Dies war nur mein Moment, der gehörte nur mir und den muss ich mit niemandem teilen.


    Hier verschwand die Unze im Walde

    Ich stand also noch da herum und konnte es immer noch nicht glauben, als mich handfeste Probleme in die Realität zurückholten. Die Katze war dort irgendwo im Wald verschwunden und ich konnte sie nicht mehr sehen. Aber mein Weg ging genau durch dieses Tal weiter und ich würde die Stelle an der der Jaguar in den Wald verschwand kreuzen müssen.
    Allerdings konnte ich überhaupt nicht wissen wo er sich aufhielt. War er abgehauen und schon über alle Berge, oder saß er im Unterholz und beobachtete mich?
    Ich hatte nur mittlere Lust dass mir die größte Katze Amerikas in den Rücken fällt, überlegene Machetenskills hin und her.

    Sollte ich vielleicht mir einen Weg durch den rechten, deutlich steileren Hang bahnen und in weitem Bogen durch den Wald gehen oder vielleicht abwarten und dann weiter gehen?
    Ich beschloss zweiteres. Ich wollte dem Jaguar seine Zeit geben und verharrte ca. eine halbe Stunde an der Stelle und machte eine kleine Zwangspause.
    Danach wagte ich es. Ich ging langsam mit lautem Reden voran. Ich behielt die Stelle die ganze Zeit im Auge, Machete und Wanderstab waren gezückt.
    Sicher fühlte ich mich auch nach dem passieren der Stelle nicht wirklich.
    Erst als ich in den Canyon kam und die Felswände links und rechts anwuchsen konnte ich mir sicher sein, dass keine Katze mir aus dem Wald entgegenspringen würde, was nicht heißt, dass er mir nicht hätte durch den Flusslauf folgen können.
    Ich versuchte mir einzureden, dass es sehr unwahrscheinlich sei, dass so ein Szenario noch eintritt.
    Womit ich logisch gesehen wohl auch Recht hatte, aber in uns allen steckt immer noch der zweibeinige Menschenaffe aus der Savanne, dessen größte Feinde, die längste Zeit seiner Geschichte riesige Katzen waren.
    Absurderweise machte aber auch diese konstante Unsicherheit und das Adrenalin Spaß. Die Unsicherheit nicht zu wissen was hinter der nächsten Ecke lauert, gehört zum Dschungelerlebniss wie die schwüle Hitze, das Kämpfen durchs Unterholz und die Stechviecher.
    Ohne all das wäre es nur ein besserer Besuch im Tropenhaus.

    Ich war nun also in der Engstelle angekommen und tatsächlich stieg der Wasserspiegel an einigen Stellen so an, dass ich bis zur Hüfte im Wasser war, aber nie so viel, dass ich das Packraft hätte herausholen müssen.




    Das Tal verengt sich noch einmal


    Ein Baumfrosch, vermutlich Osteocephalus mimeticus



    Schön war der Gang durch den Canyon, ich machte mir nur Gedanken ob ich hier noch durchkommen werden würde, nach einem heftigen Regenschauer.
    Noch ein paar Flusskurven weiter hatte ich noch viel mehr Grund zum Bedenken.


    Erdrutsch

    Dieser alte Erdrutsch blockierte das Tal. Durch den Bach konnte man nicht waten, ein großer Stein und Baumstämme blockierten den Weg.
    Es blieb mir also nix anderes übrig, als über den Erdrutsch selbst zu gehen, die umgefallenen Bambusstangen abzuschlagen, oder dort wo es ging drüber zu klettern.
    Das ging auch relativ gut. Die Erde war durch die lange Trockenheit recht fest. Dennoch war es mit dem großen Rucksack eine Plackerei.
    Erst auf der anderen Seite betrachtete ich die Lage noch einmal genauer. Der Hang sah fürs erste stabil aus, das würde sich spätestens mit Eintreten der Regenzeit ändern. Ich fragte mich ob ein heftiger Regenschauer hier weitere Erde nachrutschen lassen könnte und das Tal komplett abriegeln könnte.
    Ich hoffte nicht.

    Kurz nach dem Erdrutschabschnitt öffnete sich das Tal wieder, diesesmal entgültig.


    Der letzte Abschnitt des Canyons


    Eisvogel

    Bei meiner Jaguarbegegnung hatte ich besseres zu tun, als nach Tierspuren zu suchen.
    Hier fand ich jetzt mal schöne Fußabdrücke eines Jaguars wie ich meine. Der Abruck war etwas so groß wie meine Hand.



    War es die selbe Katze, die ich heute Morgen sah? Es ist davon auszugehen, da die Reviere der Jaguare doch recht groß sind.


    Ein interessantes Gespinst


    Kleiner Waran am anderen Ufer


    Endlich im Tiefland?

    Ich kam an eine schöne Flussgabelung wo ich eine Weile bleiben wollte.
    Hier gab es in den Becken mitlerweile auch schöne große Fische und vielleicht hätte man ja hier was nettes fangen können.


    Netter Platz für ein paar Tage

    Ich kam schon recht spät an und es blieb nicht mehr viel Zeit noch großartig etwas zu unternehmen. Es musste Feuerholz herangeschafft werden. Ein kleines Bad war aber dringend nötig und ich hatte gar nicht bemerkt wie heiß es geworden war und wie dehydriert ich mitlerweile war. (Alter Wüstenwanderertrick, einfach das Durstgefühl ausblenden )


    Feuerstelle

    Im Gegensatz zum gestrigen Tag fiel ich in einen tiefen Schlaf. Der Adrenalinrausch bei der Jaguarbegegnung und die Dehydrierung zeigten sich jetzt.

    Ich wachte am nächsten Tag etwas später auf als mir die Sonne ins Zelt schien und es unerträglich warm wurde.
    Als erstes wollte ich mich dem angeln widmen. Ich hatte keine Rute mehr dabei und probierte das Handangeln über mehrere Stunden bis zum Mittag aus.
    Allerdings nix. Ein paar uninteressierte Bisse, und das schlimmste war, dass die ganz kleinen Fische wie wild auf die Köder gingen und sie in Windeseile auseinandernahmen, bis dass ein großer Fisch sich auch nur dafür zu interessieren zu begann.

    Sollte ich noch eine Weile hier bleiben würde ich versuchen mit meiner Zwille und Pfeilen zu angeln, oder einen Bogen bauen, das wollte ich schon immer mal probieren.
    Gut mittags, war ohnehin tote Hose was Fische fangen anging und es wurde auch zu heiß. Also ging ich mich in den Schatten setzen und stromerte etwas durch den nahen Wald.


    Ein kleines Nebental






    Im Wald




    Zurück am Fluss


    Schmetterlinge auf der Suche nach Mineralien

    Im Wald fand ich ein schön geformtes Stück Holz, das auch nicht zu hart war, was mich auf eine Idee brachte.

    Es hatte schon die annähernde Form für ein Paddel, also nahm ich es zurück zum Camp um mir ein Ersatzpaddelblatt daraus zu machen.
    Der Fluss war nun schon ordendtlich breit und es würde wohl nicht mehr lange dauern, bis er mit dem Boot befahrbar sein würde.
    Ich verbrachte also den Rest des Nachmittags damit das Paddel zu schnitzen.


    Nimmt langsam Form an

    Gegen Dämmerung zogen dicke Wolken auf und man konnte es in der Ferne schon donnern hören. Sah also nach Regen heute Nacht aus. Daher ließ ich erstmal vom Paddel ab und kümmerte mich ums Feuer und Abendessen.

    Ich hatte noch etwas Zeit draussen herumzuseitzen und die kühlenden Winde von den Anden zu genießen als es so richtig losging.
    Ich habe in meinem ganzen Leben noch nie so ein Gewitter erlebt. Der Himmel bestand nur noch aus Blitzen. Über Stunden blitzte es deartig viel, dass ich im Zelt keine Lampe brauchte. Es war durchgehend hell.
    Der Regen war derartig heftig dass die Luft aus Wasser zu bestehen schien. Ich machte mir echt Sorgen, dass das Zelt diese Wassermassen nicht überstehen kann, aber siehe da, es hielt dicht.
    Bis fast 1 Uhr Nachts regnete es gewaltig.
    Mein Zelt stand ganz auf dem äussersten Plateau des Flussbettes. Ich war mir anfangs sicher, dass in der Trockenzeit das Wasser niemals so hoch steigen würde, jetzt war ich mir nicht mehr so sicher.
    Immer wieder schaute ich nach dem Wasserstand im Fluss, doch es sah gut aus. Der Fluss stieg zwar an aber nicht so schlimm wie ich befürchtete.
    Erst gegen zwei Uhr kam ich zu etwas Schlaf.

    In letzter Minute

    Am nächsten Morgen stieg ich wieder sehr früh aus dem Zelt. Man konnte gut sehen, dass der Fluss ordentlich angestiegen war.


    Am nächsten Morgen

    Kurz darauf beobachtete ich ein Tier am Wasser. Dieses mal sollte ich Glück haben und konnte den Hirsch gerade noch so ablichten.


    Ich machte mir jetzt nach diesem unglaublichen Schauer Sorgen um einen Punkt. Was wäre wenn der Erdrutsch den ich vor zwei Tagen passierte nun wieder in Gang kommen würde? Was wäre wenn er das Tal völlig abriegeln würde? Mir würde dann nur noch der ungewisse Weg über Steilhänge und quer durch den Regenwald auf die andere Seite bleiben, oder der ganz lange Weg mit dem Packraft über den kompletten Rio Chilive und Rio Azul bis zum Rio Madre de Dios, was fast 100 km. sein würden.
    Das ganze über einen unbekannten Mittellauf wo offenbar Jahrzehnte keiner gewesen ist, ohne funktionierenden GPS-Spot und ohne dass jemand weiß wo ich bin. Klang nicht gerade nach der schlauesten Idee.
    Ich musste also wohl oder übel zurück um nachzusehen ob der Erdrutsch noch passierbar war, packte schnell ein und lief den Weg zurück.
    Und es war wie ich befürchtet hatte. Der Erdrutsch war wieder in Bewegung gekommen. Es war einiges nachgerutscht und man konnte sehen dass der Hang oben instabil war. Es könnte jederzeit mehr nachrutschen.
    Irgendwie musste ich hier jetzt durch, bevor der ganze Hang einbrechen würde und ich auf dieser Seite abgeschlossen wäre.
    Dann hätte ich nur noch zwei höchst riskante Optionen.
    Ich musste es versuchen und zwar möglichst schnell. Die Erde war nun deutlich weicher und man sank tief ein. Jeder Schritt war ein Kampf.
    Über einen umgestürzten Baumriesen musste ich robben und kam auf der anderen Seite des Stammes mit meinem Fuß in den Schlamm. Dieser war extrem wässrig. Ich sank bis ins Knie in den weichen Schlamm ein.
    Es war wie Treibsand, ich konnte mich kaum noch bewegen und rutschte nun auch mit dem anderen Fuß vom Baum in den Schlamm.
    Ich steckte fest und über mir konnte die Wand jederzeit einstürzen. War das jetzt mein Ende? Kein rühmliches Grab sowas. Ich war voller Adrenalin. Denken war angesagt. Irgendwie musste Luft an die Beine kommen, damit sie sich aus dem Vakuum befreien konnten. Ich grub, zuerst mit den bloßen Händen, dann nahm ich die Machete zur Hilfe, mit der ich viel schneller vorankam.
    Ja ich konnte schon fühlen dass ich mich bewegen konnte, zog den rechten Fuß aus dem Stiefel. Plötzlich waren Kräfte da, die ich gar nicht kannte Der Stiefel steckte noch im Schlamm. Ich konnte ihn auch rausziehen. Mit dem rechten Bein konnte ich einen umgefallenen Bambus umklammern. Ich war jetzt fast im Spagat, aber konnte durch die Verankerung und die viel größere Beinkraft das andere Bein direkt herausziehen.
    Ich robbte über den Bambus. Zum Glück hatte ich ihn nicht auf dem Hinweg abgeschnitten.
    Ich kam über eine querliegende Gruppe Bambusstangen, zog mich darüber und sprang auf der anderen Seite ins Wasser.
    Das Wasser reichte hier schon bis zur Brust. Ich schwamm auf die andere Seite ans sichere Ufer.
    Ich war in Sicherheit.
    Mir steckte noch der Schreck in den Knochen. Ich war von Kopf bis Fuß mit Schlamm bedeckt. Also wusch ich mich zuerst einmal im Fluss um wieder runter zu kommen.
    Keine 5 Minuten nachdem ich am Ufer ankam passierte es dann. Der Hang brach ein und eine riesige Menge Erde stürzte in die Tiefe.
    5 Minuten. Dann wäre es mit mir vorbei gewesen. Noch nie bin ich dem Tod bisher so knapp entkommen.

    Natürlich musste ich mich erstmal sammeln und machte eine längere Pause.
    Ich würde nun also wieder den Rückweg antreten. Es begann wieder zu regnen. Und ich wartete in einer kleinen Grotte am Fluss.
    Als der Regen vorbei war, ging ich weiter den selben Weg hinauf den ich gekommen war.
    Ich hatte überhaupt keine Fotos mehr gemacht. Hatte zwischendurch wichtigeres zu tun.

    Nun ich war jetzt wieder runter gekommen und konnte mich den schöneren Dingen widmen.


    Z.b. solche Tierchen


    Das imposante Tal


    Oder man kann sich auch mal selbst inszenieren

    Heute kam ich nicht weit. Die Anstrengung vom Erdrutsch war riesig und ich habe Kräfte mobilisiert, die ich sonst gar nicht kannte. Ich war froh dass keine Bänder oder ähnliches beschädigt wurden.
    Gut, jetzt gab es auch keine brisanten Passagen mehr und ich konnte es ruhig angehen lassen.


    Kleines Bächlein nahe an meinem Camp



    Das Feuer anzubekommen war bei dem klitschnassen Holz jetzt schon ein Kunststück, aber zum Glück hat man ja das batonen und Feathersticks schnitzen gelernt. Damit kriegt man auch noch das nasseste Holz zum brennen.

    In der Dunkelheit beschloss ich dem nahen Wald einen kleinen Besuch abzustatten und zu sehen, was es denn Nachts so alles gibt. Dabei wollte ich aber nicht all zu weit vom Lager weg. Jaguar und so...


    Wieder ein Baumfrosch

    Die Baumfrösche findet man ganz leicht indem man nur dem quaken folgt.


    Raupe der Kategorie "Fass mich nicht an"






    Und Spinnen in allen Formen und Farben


    Die mit Abstand größte

    Für einen Schmetterlingsforscher wäre mein Zelt übrigens das perfekte Studiengebiet. Jede Nacht haben sich hunderte zwischen Innen und Aussenzelt verirrt. Hier nur ein kleiner Auszug von dem was sich da tummelte.







    Ich glaube ich habe keine Art zwei mal gesehen. Da ist bestimmt noch die eine oder andere unbekannte dabei.

    Es blieb mir also am nächsten Tag noch, wieder über den Kamm zu steigen und wieder am Rio Salvacion anzukommen.

    Als hätte ich nicht schon genug Abenteuer erlebt beschloss ich einen anderen Weg zumindest bis zum Kamm zu nehmen. Soll ja nicht langweilig werden ne?
    Da ich ja die GPS Koordinaten vom Weg über den Kamm gespeichert hatte, musste ich bloß auf den Kamm kommen und dann zum Abstiegspunkt vordringen.


    Aufstieg in den Nebel




    Orchidee im Gestrüpp






    Endlich auf dem Kamm


    Das sind keine Früchte, sondern jeder einzelne Ameisennester

    Es war wieder mal ein Gang auf dem Zahnfleisch, aber mitlerweile war ichs gewöhnt. Freihacken, Rucksack aufnehmen, weitermarschieren, irgendwo drunter krabbeln und so weiter und so fort.


    Und so sieht ein Rucksack nach so einer Aktion aus

    Ich kam also wieder bei der Hütte von Sabino heraus. Dieser kam kurz darauf auch von seinen Feldern.
    Ich verbrachte noch eine Nacht dort und erzählte von meinen Abenteuern.
    Am nächsten Tag verabschiedete sich der "Gringo Loco", der verrückte Weiße, von Sabino und ich marschierte noch bis Salvacion zurück.

    Gut das war es nun das Dschungelabenteuer. Ich habe überelgt eventuell noch am Rio Madre de Dios zu zelten und die Zeit ausklingen zu lassen, aber es wartete jemand in Cusco auf mich und ich hatte ihr versprochen, wenn es möglich sei, an meinem Geburtstag wieder in Cusco zu sein.

    Die nächste Tour sollte auf jeden Fall wieder in trockenere Gefilde gehen.

    Fazit
    Mann was für ein Trip. Mit dem Boot gekentert,Von Bienen, Sandwespen und Mücken zerstochen, durch das Gestrüpp gekämpft und fast vom Schlamm begraben. Es ist ja einiges nicht so gelaufen wie es geplant gewesen ist, aber genau das machte die knappe Woche im Regenwald zu einem der intensivsten Erlebnisse, die ich jemals hatte.
    Der Regenwald an sich ist schon die totale Reizüberflutung und nix mit Stille der Natur. Die ganzen Ereignisse dazu, lassen mich auf den Regenwaldtrip eher wie einen Actionfilm als wie einen gemächlichen Wandertrip zurück blicken.
    Aber es ist unvergleichlich. Diese Vielfalt, diese Üppigkeit auf kleinstem Raum. Hier könnte man Jahrzehnte herumstreifen und immer wieder etwas neues entdecken.
    Mich haben schon einige gefragt. Wie geht das? Das man gleichzeitig die Wüste und den Regenwald so toll findet. Die wohl gegensätzlichsten Orte der Welt. Aber ich glaube man soll einfach zu seiner kleinen Schizophrenie stehen, wir sind alle nicht so eindimensional und in Schubladen einzuordnen.
    Was das praktische angeht sehe ich bei der Ausrüstung noch etwas Verbesserungsbedarf und werde noch mehr Zeit ins Ganzkörpertraining investieren. Gerade das Manövrieren in den unterschiedlichsten Positionen mit dem schweren Rucksack, macht es erforderlich, dass man schwere Gewichte in den verschiedensten Positionen leicht heben kann. Also pumpen, pumpen pumpen.
    Russian Roulette is not the same without a gun. - Lady Gaga

  11. AW: [PER,BOL] Zwischen Dschungel, Eis und Wüste - Abenteuer in Südamerika

    #91
    Phantastisch, deine Dschungeltour!

  12. AW: [PER,BOL] Zwischen Dschungel, Eis und Wüste - Abenteuer in Südamerika

    #92
    Kennst du eigentlich diesen Reisebericht vom Rio Chilive? Der Autor wurde auch mal vom Wasser überrascht, aber hat es überlebt.

  13. Vorstand
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    Avatar von lina
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    AW: [PER,BOL] Zwischen Dschungel, Eis und Wüste - Abenteuer in Südamerika

    #93
    Hammer!
    Danke für’s Mitnehmen bzw. dafür, dass man entspannt lesen kann, ohne möglicherweise hungrige Großkatze um die nächste Ecke

    Warum dachtest Du, dass der Jaguar den selben Weg retour nehmen könnte, auf dem er auch verschwunden ist? Sein Revier erstreckt sich ja auch über alle weiteren möglichen Abzweige, um z.B. ans Wasser zu kommen?

  14. AW: [PER,BOL] Zwischen Dschungel, Eis und Wüste - Abenteuer in Südamerika

    #94
    Wow, ein unglaublicher Bericht. Vielen Dank dafür. Ich habe jeden Beitragstag genossen.
    So möchtig ist die krankhafte Neigung des Menschen, unbekümmert um das widersprechende Zeugnis wohlbegründeter Thatsachen oder allgemein anerkannter Naturgesetze, ungesehene Räume mit Wundergestalten zu füllen.
    A. v. Humboldt.

  15. Fuchs
    Avatar von berniehh
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    AW: [PER,BOL] Zwischen Dschungel, Eis und Wüste - Abenteuer in Südamerika

    #95
    Hammer Tour und super Fotos
    Die Geschichte mit dem Jaguar war krass.

    Ich habe jetzt nicht so ganz verstanden warum du wieder umgekehrt und nicht einfach weiter flussabwärts gewandert und später gepaddelt bist. Hätte dein Proviant dafür nicht gereicht?

  16. Dauerbesucher
    Avatar von Intihuitana
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    AW: [PER,BOL] Zwischen Dschungel, Eis und Wüste - Abenteuer in Südamerika

    #96
    Zitat Zitat von Spartaner Beitrag anzeigen
    Kennst du eigentlich diesen Reisebericht vom Rio Chilive? Der Autor wurde auch mal vom Wasser überrascht, aber hat es überlebt.
    Aha nein, ist mir neu aber sehr interessant der Bericht. Ich versuche gerade die Reiseroute von den Anden zu rekonstruiren, denn einige Orte, die er nennt kommen auf heutigen Karten nicht mehr vor oder wurden umbenannt.
    Es scheint mir aber sie sind da in der Regenzeit unterwegs gewesen, denn so ein strömendes Monstrum ist der Rio Chilive nicht gewesen als ich dort war.

    Zitat Zitat von berniehh Beitrag anzeigen
    Hammer Tour und super Fotos
    Die Geschichte mit dem Jaguar war krass.

    Ich habe jetzt nicht so ganz verstanden warum du wieder umgekehrt und nicht einfach weiter flussabwärts gewandert und später gepaddelt bist. Hätte dein Proviant dafür nicht gereicht?
    Nun ganz ehrlich, es war mir zu unsicher. Ich hätte es vermutlich getan, wenn das Wetter gleich geblieben wäre, aber dieses gewaltige Gewitter ließ mich umdenken.
    Was wenn es noch einige dieser Gewitter geben würde und der Fluss zu einer reißenden Bestie anschwellen würde? Die Regenzeit stand vor der Haustür, ich hatte nur eine pixelige Satellitenkarte, keinen GPS-Spot mehr und niemand meiner Angehörigen wusste wo ich genau war und vom Mittellauf gab es kaum Infos im Dorf.
    Gut, hab ich wenigstens noch was für nächste mal.
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  17. Alter Hase
    Avatar von Der Foerster
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    AW: [PER,BOL] Zwischen Dschungel, Eis und Wüste - Abenteuer in Südamerika

    #97
    Sehr schöner Bericht, krasse Tour und tolle Gegend

    Vielen Dank!!
    Ich mag verdammen, was Du sagst, aber ich werde mein Leben dafür einsetzen, dass Du es sagen darfst. Voltaire.

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