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    [NO] Ins wilde Herz von Lomsdal-Visten

    #1
    Mitreisende: ChuckNorris
    Ins wilde Herz von Lomsdal-Visten

    Tosbotnet | Bøna



    ROUTENPLANUNG
    Der erste Teil meiner Route ist der klassische Einstieg in das Gebiet. Von Tosbotnet geht es an den Breivatnet vorbei ins Lomsdalen. Dann weiter nach Norden, dem Henriksdalen folgend.

    Ab hier bin ich dann von den üblichen Routen abgewichen. Statt über den Pass am Vistmanen ins Eiteradalen zu wechseln laufe ich weiter nach Norden und quere das Tal der Saeterelva. Über das Stigfjellet geht es dann wieder aufwärts um schließlich noch das Nordre Austerfjorddalen zu queren. Am Krongelvatnet dann spärlich markiert ziemlich wild in Richtung Bona, wo die Tour endet.

    Dem ursprünglichen Plan nach, wäre ich noch über den Finnknefjellan weiter nach Nordwesten gewandert um letztlich beim Kvannlivatnet nach Visthus abzusteigen. Wegen dem grausigen Wetterbericht habe ich das dann aber gelassen.

    01 - AUFWÄRMEN



    Wie gesagt, der klassische Einstieg. Ich bin ein bisschen anders gelaufen als die eingezeichneten „Wege“ vorschlagen. Die erste Etappe endet an der Brücke über die Nedre Grunnvasselva (die auf keiner der typischen online Karten eingezeichnet ist).

    Wegführung: zuerst auf einem ordentlichen Pfad, der aber immer schlechter wird und dem ich dann irgendwann auch nicht mehr folge. Bis ins Lomsdalen treffe ich immer mal wieder auf Steinmännchen, die meiste Zeit bin ich aber abseits der Maskierungen unterwegs.

    Falls die ganze Strecke markiert sein sollte, dann ist es auf jeden Fall sehr leicht den vorgegebenen Weg zu verlieren. Im Lomsdalen ist die erste Hälfte des Weges eine Rennstrecke, die zweite Hälfte dann aber deutlich weniger begangen. Hier kann ich zwar den Pfad immer sehen, er liegt aber meistens 30 cm tief unter Wasser.

    Gelände: am Anfang, bis auf ca. 340 Hm war alles sumpfig und matschig wie die Sau, es hatte aber die Tage zuvor auch echt viel geregnet. Der Pass ist auf der richtigen Spur nicht schwierig, aber es geht steil in plattigem Gelände abwärts. Die beiden Täler am Anfang und Ende haben beide ihren ganz eigenen Charakter und der höhere Mittelteil ist eine schöne Einstimmung auf das was später noch kommen wird.

    02- INS UNBEKANNTE



    Ich folge noch dem Henriksdalen nach Norden und dann geht es auf meiner selbst entworfenen Route weiter. Ich laufe am Geehpjaevrie nach Norden. Während der Planung hatte ich überlegt, ob sich in der Schlucht der Vistvasselva ein spektakulärer Weg nach Norden finden lassen würde. Ich hatte auch fest geplant das zu erkunden, wusste aber, dass das, wenn überhaupt, dann nur bei sehr niedrigen Wasserständen möglich sein würde. Dafür hat es leider zu viel geregnet, daher habe ich das direkt fallen lassen.

    Der Abstieg ins Saeterelvasdalen (ich nenn das jetzt mal so nach seinem Fluss) gelingt nur durch eine ordentliche Portion Glück. Es soll hier eine alte Route geben, von der nur noch ein paar wenige Steinnmänchen stehen. Zumindest das erste davon habe ich gefunden, dann aber kein einziges mehr.

    Wegführung: komplett unmarkiert und weglos, meistens unübersichtlich und Fortschritt „by trial and error“.

    Gelände: im Henriksdalen steil am Hang entlang. Ziemlich beschissener Untergrund, blockig mit Gestrüpp, keine Übersicht über den weiteren Verlauf. Später viele Seen und der typische Wechsel aus Gras/Moos und abgeschliffenen Felsen. Das Gelände ist ziemlich zerklüftet, vor allem ab dem Sore Vistvatnet gibt es etliche „kleinere“ Schluchten, die auf den Karten überhaupt nicht erkennbar sind. Alles in Allem sollte man wissen was man tut und ruhig bleiben, dann kommt man auch durch.

    03 - ENTSPANNT DEM ENDE ZU



    Das Saeterelvasdalen wird ein bisschen ausführlicher erkundet als eigentlich geplant und dann geht es über das Stigfjellet weiter nach Norden. Landschaftlich ist die Etappe sehr vielseitig und wunderschön. Das Saeterelvasdalen ist fast schon lieblich, das Nordre Austerfjorddalen dagegen ist wild und unerschlossen. Weil ich keine Lust auf einen Umweg habe, nehme ich hier die „P470 - Direttissima“ und bouldere mich die Schlucht nach oben. Den Spaß kann man aber vermutlich weiter östlich umgehen und leichter nach oben kommen.

    Wegführung: alles unmarkiert, im Saeterelvasdalen auf Wildpfaden bzw. sehr selten begangenen Wegen. Ab dem Aufstieg zum Stigfjellet komplett weglos.

    Gelände: das Saeterelvasdalen ist von großen Sumpfflächen geprägt, dazwischen liegen unterschiedlich dichte Wälder. Eigentlich leicht zu gehen, mit teils sehr steilen Passagen im Wald. Der Aufstieg auf’s Stigfjellet ist auch ziemlich steil und unübersichtlich. Oben dann deutlich leichter. Das Nordre Austerfjorddalen ist nicht ganz einfach zu überqueren, zumindest der Aufstieg hat einige Überraschungen parat.

    04 – FIN



    Am Krongelvatnet geht es zwar mit gelegentlichen Markierungen, aber eigentlich weglos nach unten. Man sollte sich nicht davon täuschen lassen, dass oben eine Hütte steht und auf den Karten ein Weg eingezeichnet ist. Dieser sogenannte Weg ist echt beschissen. Große, steile Blockfelder, die von dichtem Moos überwachsen ist, wechseln sich mit weglosen Abschnitten durch den Wald ab. Mehr als eine Handvoll Leute werden hier im Jahr nicht vorbeikommen.

    Wegführung: die paar Markierungen, die es gibt, kann man fast komplett ignorieren, nur die ersten paar hundert Meter ab dem Wasserfall sind relevant. Am besten man geht es danach so an, als wäre es einfach weglos und hält sich im Abstieg links vom Fluss.

    Gelände: fieser als gedacht.
    Geändert von ChuckNorris (24.10.2019 um 20:12 Uhr)

  2. Gerne im Forum
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    AW: [NO] Ins wilde Herz von Lomsdal-Visten

    #2
    01 – AUFWÄRMEN

    TAG 0 | SAMSTAG 24.8.2019

    Dieses Jahr läuft alles glatt. Mein Rucksack kommt als einer der ersten auf das Band in Bodø. Ich bin inzwischen dekadent genug, dass ich mir für 17€ ein Taxi zum Zeltplatz gönne. So steht mein Zelt bereits 30 Minuten nach der Landung, in Bodøsjoen auf dem Zeltplatz.

    Noch schnell zum Supermarkt, kaum 10 Minuten zu Fuß vom Zeltplatz in der City Nord Mall. Ich muss noch meine Essensvorräte auffüllen, Gas kaufen und ein paar Kleinigkeiten besorgen. Ich habe dieses Jahr einen neuen Kocher dabei, mit dem ich deutlich weniger Gas brauchen werde als bei den letzten Touren. Leider gibt es nirgends die kleinen 100er Kartuschen nur die 230er. Also zwei davon. Eine Kartusche hätte sogar beinahe gereicht, am letzten Tag habe ich die zweite angefangen. Milchpulver ist leider nicht aufzutreiben. Weder im Supermarkt, noch in einem der beiden Outdoorläden. Soweit habe ich trotzdem alles zusammen, was ich brauche. Das Müsli am Morgen wird halt jetzt mit grünem Tee matschig gemacht.

    Inklusive der Kamera, die vorne am Rucksack hängt, komme ich wohl wieder auf ca. 29kg Startgewicht. Dieses Jahr habe ich mit maximal 13 Tagen auf Tour geplant, im Vergleich zum letzten Jahr deutlich kürzer. Trotzdem ist der Rucksack fast gleich schwer. Das neue Zelt ist ein bisschen schwerer. Weil ich diesmal solo gehe muss ich meinen eigenen Kocher mitnehmen und ich hab‘ mir noch den Luxus des Exped Seat Kits für meine Isomatte gegönnt. Dann noch der GPS Messenger für den Notfall und eine größere Powerbank – da kam doch noch einiges zusammen.

    Aus Tradition will ich mich abends noch beim Zeltplatz ans Meer setzen, da merke ich dann aber schon das erste Mal, dass sich die Tour im September anders anfühlen wird, als die vorherigen im Hochsommer. Erstens gibt es jetzt eine Nacht, zweitens wird es schon mit Einbruch der Dämmerung relativ kalt. Also verziehe ich mich bald ins Zelt.



    TAG 1 | SONNTAG 25.8.2019

    Als ich am nächsten Morgen aufwache, schüttet es aus Kübeln. Ich warte eine Weile ab. Kurze Augenblicke, in denen der Regen weniger wird wechseln sich mit lautem Prasseln auf dem Zelt ab. Unter dem knappen Vordach einer der kleinen Hütten auf dem Zeltplatz packe ich meine sieben Sachen und nehme dann ein Taxi zum Bahnhof, wo ich wenigstens im Trockenen warten kann. Dann folgen 5 h Zugfahrt.





    Teile der Strecke bin ich schon vor ein paar Jahren gefahren, ab Mo i Rana ist aber alles neu für mich. Ab Mosjøen führt die Strecke dann ziemlich beeindruckend an der Vefsna entlang. Der Fluss fliest hier durch ein spektakuläres Tal, das zwar nicht unbesiedelt, aber landschaftlich ein wahrer Traum ist. In den Flussschleifen sieht man viele Angler und ruhige Abschnitte wechseln sich mit verblockten Passagen ab.

    In Trofors steige ich dann aus dem Zug in den Bus nach Tosbotnet um. Als ich das Ortsschild von Tosbotnet sehe, drücke ich den Stopp Knopf und der Busfahrer lässt mich raus. Hm – Mist. Das war wohl keine richtige Haltestelle und der Gute wollte mir nur einen Gefallen tun. Ich habe mir Tosbotnet aber auch eher wie ein kleines Dorf vorgestellt, wo es halt im Ort eine Haltestelle gibt. Tatsächlich ist hier nicht viel. Die paar Bauernhäuser sind recht weit verteilt und einen Ortskern gibt es gar nicht.

    So habe ich mir gerade noch 2 km Landstraße zusätzlicheingehandelt. Ist zwar nicht so toll, liegt aber trotzdem bald hinter mir. Ich laufe nicht über das Tal der Leiråa, sondern direkt im Süden die Bekkelia hoch. Der Weg beginnt an einem ausgeschilderten Wanderparkplatz. Hier gibt’s noch das letzte Dosenbier und dann beginnt der Aufstieg.

    Der Weg ist relativ steil, aber es gibt einen deutlichen Pfad. Das hohe Gras und das Gestrüpp neben dem Pfad sind klatschnass. Es hat heute und auch die vergangenen Tage lang und viel geregnet. Schon bald wird der Weg dann auch ziemlich sumpfig. Gottseidank sind überhaupt keine Mücken unterwegs. Auf ca. 280 Hm komme ich aus dem Wald und bin oben auf einem Plateau. Es ist sehr schön hier oben, mit vielen kleinen Tümpeln und dem Blick über den Tosenfjord mit seinen Inseln. Die Wolken sorgen für ein bisschen Dramatik auf den Bildern. Das soll mir recht sein, solange es trocken bleibt bis mein Zelt steht. Ich weiß jetzt schon, dass es später noch anfangen wird zu regnen und bis nächsten Mittag nicht mehr aufhören wird.







    Dummerweise ist hier oben wirklich alles sumpfig. Ich kann keine gute Stelle für das Zelt finden. Kurz darauf kommt dann ein massiver Wasserfall in Sicht. In der Nähe finde ich eine windgeschützte Stelle, wo der Boden zwar äußerst „saftig“ ist, man aber immerhin nicht direkt einsinkt. Gegen 21:00 baue ich hier das Zelt auf. Es ist ungefähr Sonnenuntergang, eine Stunde Dämmerung bleibt noch bis es richtig dunkel wird. Das ist eine völlig neue Erfahrung für mich auf Norwegentour. Bisher war ich immer zur Zeit der Mitternachtssonne unterwegs.

    Geändert von ChuckNorris (24.10.2019 um 00:53 Uhr)

  3. Erfahren
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    AW: [NO] Ins wilde Herz von Lomsdal-Visten

    #3
    Sehr cool, das klingt ja nach einer spannenden Mischung aus bekannten und unbekannten Strecken . Ist der Wasserfall Bjørnstokkelva? Von der direkten Route ab Tosbotn hatte ich irgendwo schon mal gelesen, weiß aber nicht mehr, wo genau.

    Und Milchpulver nehme ich immer für den ganzen Urlaub von zu Hause mit, habe irgendwann den Versuch aufgegeben, das in Norwegen zu bekommen.

  4. Erfahren
    Avatar von Fjellfex
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    AW: [NO] Ins wilde Herz von Lomsdal-Visten

    #4
    Klasse, ein Lomsdal-Visten-Bericht... bin dabei!

    Die Gegend ist wirklich extrem anspruchsvoll: Sümpfe, glatte Felsplatten, Vegetation, Klüfte (welche man nicht anhand der Karte erkennen kann - eher schon anhand der Luftaufnahmen). Und Tourenende in Bønå ist ja auch schön: da gibt es dann zum Abschluß eine hübsche Bootsfahrt durch den Vistenfjord.

  5. Gerne im Forum
    Avatar von ChuckNorris
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    AW: [NO] Ins wilde Herz von Lomsdal-Visten

    #5
    Ist der Wasserfall Bjørnstokkelva?
    Ja, genau das ist er.

    Ich hatte eigentlich auch vor das Milchpulver mitzunehmen. Hab's im Internet bestellt und es ist dann nach meinem Urlaub auch geliefert worden :-)

    Klüfte (welche man nicht anhand der Karte erkennen kann - eher schon anhand der Luftaufnahmen)
    Ich habe auch gedacht, dass man die in den Luftaufnahmen entdecken sollte, war aber nicht wirklich so. Vielleicht hab ich auch die falschen Websites verwendet. Ich war doch öfter überascht wie zerklüftet manche Abschnitte waren, von denen ich es eigentlich nicht erwartet hätte.

  6. Erfahren
    Avatar von Fjellfex
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    AW: [NO] Ins wilde Herz von Lomsdal-Visten

    #6
    Zitat Zitat von ChuckNorris Beitrag anzeigen
    Ich habe auch gedacht, dass man die in den Luftaufnahmen entdecken sollte, war aber nicht wirklich so. Vielleicht hab ich auch die falschen Websites verwendet. Ich war doch öfter überascht wie zerklüftet manche Abschnitte waren, von denen ich es eigentlich nicht erwartet hätte.
    Bei den Planungen für meine Lomsdal-Visten-Tour habe ich mich an die turkart Helgeland gehalten:
    http://tema.webatlas.no/turkarthelgeland
    und hier dann nicht nur an "Kart", sondern auch an "Foto". Alle Klüfte entdeckt man wohl eh nicht, aber zumindest mehr, als anhand der topographischen Karte.

  7. Gerne im Forum
    Avatar von ChuckNorris
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    AW: [NO] Ins wilde Herz von Lomsdal-Visten

    #7
    Jetzt habe ich mir auf deinen Post hin tatsächlich nochmal die Luftbilder angeschaut und du hast völlig recht. Nachdem ich da war kann ich jetzt auch auf den Luftbildern die ganzen Stellen ausmachen die mich vor Ort ein bisschen überrascht haben.

    Ich glaube, mein Fehler war, dass ich bei der Planung die 3D-Ansicht mit Luftbildern auf https://www.norgeibilder.no/ verwendet habe. Eigentlich habe ich bei der Planung auch nur auf die ungefähre Neigung der Hänge geachtet um heraus zu finden ob man da generell sicher hoch oder runter kommen kann. Die "Details" im Gelände habe ich wahrscheinlich durch die 3D Darstellung der gröberen Strukturen dann einfach ignoriert.

    Trotzdem hat am Schluss alles geklappt. Manchmal war es halt einfach ein bisschen anstrengender vorwärts zu kommen :-)

  8. Gerne im Forum
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    AW: [NO] Ins wilde Herz von Lomsdal-Visten

    #8
    TAG 2 | MONTAG 26.8.2019

    Um 6:00 Uhr morgens fängt es wieder an zu regnen. Ich will eigentlich nicht schon am Anfang im Regen rumrennen, darum werde ich mich jetzt erstmal noch eine Weile meinem Wallander widmen. Laut Wetterbericht soll es ja gegen 11:00 aufklaren.

    Nicht ganz. Ich lese noch ein paar Kapitel und mache Brotzeit. Irgendwann fällt mir aber dann die Zeltdecke auf den Kopf und ich packe zusammen als der Regen zumindest ein bisschen schwächer wird. Um 13:00 Aufbruch bei Nieselregen.

    Ich muss direkt 20-30 m absteigen und dann nach wenigen Meter gleich wieder dasselbe nach oben. Sowohl der Ab- als auch der Aufstieg sind ziemlich „seifig“ in rutschigem Matsch. Als ich oben neben dem Wasserfall stehe bin ich schon durchgeschwitzt. Ich folge weiter dem Fluss talaufwärts.

    Weil es auch vorher tagelang geregnet hat, ist der unmarkierte Weg am unteren Bjørnstokkvatnan eher ein großes Schlammloch als ein irgendwie brauchbarer Pfad. Die Stellen, an denen irgendwas Grünes am Boden wächst, sind wenigstens mehr oder weniger stabil, so dass man da nicht bis über die Knöchel einsinkt. Der Rest ist nicht so spaßig, da sinkt man auch gerne mal deutlich tiefer ein. Abgesehen davon ist es schon echt schön hier:











    Am oberen Bjørnstokkvatnan geht es dann über nasse, moosige Blockfelder am Ufer entlang. Echt jetzt, muss das gleich so anfangen? Ein paar Tage später wär’s mir wahrscheinlich schon wurscht gewesen, aber heute geht’s doch erst los.

    Ich finde es ja eh immer geil, wie man sich am Anfang einer Tour immer wie der erste Mensch anstellt – also mir geht’s zumindest öfter mal so. Wir standen schon zu fünft vor einem recht angeschwollenen Bach und sind eine geschlagene Stunde daran auf und ab gegangen, bis wir eine Stelle gefunden haben wo man, ohne die Stiefel aus zu ziehen, rüber kann. War halt der erste Bach über den wir rüber wollten. Am nächsten Tag sind wir dann ohne mit der Wimper zu zucken 50 m durch einen Fluss gewatet.

    Auf jeden Fall wird am Ende des Sees das Wetter dann endlich besser. Es kommt sogar hin und wieder die Sonne raus. Ich überrasche ein Ren, das mich vom anderen Ufer anglotzt, aber bis ich die Kamera gezückt habe ist es schon fast wieder weg. Endlich hört der Regen auf, die Gelegenheit nutze ich gleich mal für eine richtige Pause. Vorher bin ich nur ein paar Minuten im Regen gestanden und habe Studentenfutter gemampft.

    Neben einer Stromschnelle, ein paar Meter weiter, koche mir erstmal einen Kaffee und tausche mein verschwitztes Oberteil gegen die trockene Daunenjacke. Ich liebe den neuen Kocher jetzt schon. Raus das Ding, alles was man braucht liegt drinnen. Die Kartusche noch aus dem Rucksack ziehen und keine 2 Minuten später sitze ich mit einem warmen Kaffee genau da, wo ich jetzt sein will.



    Laut Karte müsste ich an dieser Stelle furten und am anderen Ufer weiter zum Pass. Es wäre auch problemlos möglich hier zu furten, ich habe aber keine Lust auf Stiefel ausziehen und den ganzen Rest der Prozedur. Ich bleibe also westlich des Flusses und folge einem Netz aus Rentierpfaden, die mich ganz gut vorwärtsbringen. Immer wieder stoße ich auf eine kleine Gruppe von 5 Tieren, die erstaunlich zutraulich sind und erst weglaufen, wenn ich näher als 10-15 Meter komme.

    Das Tal gefällt mir hier ausgesprochen gut. Am Talboden, wo ich gehe, ist zwar häufig hohes Gestrüpp aber durch die Wildpfade ist das kein Hindernis. Die Landschaft, vor allem nach Westen gefällt mir sehr gut.









    Als ich dann am Pass ankomme bin ich trotzdem ziemlich erledigt. So ein Energiegel und noch ein Kaffee helfen um mich doch nochmal zusammen zu reißen. Ich bin unsicher, welcher Aufstieg über den Pass der richtige ist. Direkt neben mir sind noch zwei Steinmännchen. An einer relativ offensichtlichen Stelle finde ich aber weder einen Pfad, noch weitere Markierungen. Ich denke mir „Na, dann ist das hier wohl falsch.“ Der Pass muss weiter nordöstlich sein, wo das Gelände auch am leichtesten aussieht.

    Das war falsch.

    Die oben erwähnte, offensichtliche Stelle ohne Markierungen, wäre es gewesen. Mein kleiner Umweg beschert mir aber einen fantastischen Blick auf die beiden Breivatnet. Ich gehe oben zurück nach Westen und treffe auch bald wieder auf einzelne Markierungen. Hier steige ich steil vom Pass ab. Obwohl es sehr plattig ist, finden sich immer wieder einzelne Streifen von Gras. Wenn man diesen folgt, ist der Abstieg problemlos, auch wenn es von Oben eher abenteuerlich aussieht.













    Die Verbindung zwischen den beiden Breivatnet, furte ich ganz im Osten und komme rüber ohne die Schuhe ausziehen zu müssen. Nach dem Doping von vorher könnte ich sogar noch ein gutes Stück weiterlaufen. Wieder gibt es aber kaum brauchbare Plätze um ein Zelt aufzustellen und es sieht auch nicht so aus, als würde sich das auf den nächsten 5 km ändern. Ich halte also schonmal die Augen offen und nehme mir vor den ersten guten Platz auch zu nehmen.

    Ungefähr 30 min nach der Furt werde ich dann, ein wenig abseits vom mit Steinmännchen markierten Weg, eine Stelle. Jemand hat mit Steinen schon eine „Zufahrt“ markiert und einen Steinkreis auf einer großen Platte ausgelegt. Das wäre ein super Platz, weil nebenan kein ebenes Stück trockener Boden zu finden ist. Ich habe aber keine Lust ein Tunnelzelt nur mit Steinen aufzustellen. Deswegen baue ich trotzdem auf der Buckelpiste nebenan auf. Das Ufer ist recht steil hier, aber 150 m weiter komme ich leicht runter ans Wasser.



    10 km waren es heute. Dafür, dass ich erst nach dem Mittag los bin ist das eigentlich ganz ok für den Anfang. Laut Wetterbericht werden die nächsten 2 Tage richtig gut. Danach ist ziemlich viel Regen angesagt. Mal sehen was aus meinem Plan so werden wird.

    Landschaftlich war der Tag wirklich ein Traum. Vor allem der Anstieg zum Pass, der Pass selbst und der Blick auf die beiden Seen. Vor dem Schlafengehen gibt es dann auch noch einen herrlich kitschigen Sonnenuntergang:


  9. Gerne im Forum

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    AW: [NO] Ins wilde Herz von Lomsdal-Visten

    #9
    Tolle erste Eindrücke aus einer großartigen Ecke. Lese sehr gerne mit und freue mich auf die Fortsetzung. Vielen Dank.
    .
    .. was für Bilder...

  10. Gerne im Forum
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    AW: [NO] Ins wilde Herz von Lomsdal-Visten

    #10
    Lese sehr gerne mit und freue mich auf die Fortsetzung.
    Na dann wollen wir mal für die Fortsetzung sorgen!

  11. Gerne im Forum
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    AW: [NO] Ins wilde Herz von Lomsdal-Visten

    #11
    TAG 3 | DIENSTAG 27.8.2019

    Die Nacht war windig, aber trocken und relativ warm. Der Wecker klingelt um 7:00. Ich habe es nicht eilig, will aber versuchen heute die fehlende Strecke von Gestern aufzuholen. Beim Kaffee sitze ich an den Aufzeichnungen und warte darauf, dass meine nassen Klamotten in der Sonne noch ein bisschen trocknen.



    Als ich aufbreche, folge ich dem Midre Breivatnet nach NW und freue mich, als ich an meiner geplanten Route tatsächlich wieder ein paar Steinmännchen entdecke. Das ist also meine Richtung.





    Als ich dann den Nedre Breivatnet unter mir sehe, muss ich mich entscheiden. Es gibt zwei Routen. Bei wenig Wasser kann der Abfluss des Sees im Westen gefurtet werden. Bei hohen Wasserständen wird empfohlen den See östlich zu umrunden.



    Ich entscheide mich sofort den direkten Weg zu nehmen. Der See ist riesig, das hätte sicher 2 h gedauert. Ich weiß nicht wie hier ein „normaler“ Wasserstand ausschaut, daher habe ich auch keine Ahnung was man als „hoch“ einschätzen würde. Immerhin hat es aber seit 24 h nicht mehr geregnet – wird schon passen.

    Der See hat nebeneinander zwei Abflüsse, die sich dann sofort wieder zusammenfliesen. Zumindest einen der beiden Abflüsse kann ich aus der Ferne schon gut sehen. Da müsste man eigentlich rüberkommen. Der Abstieg ist dann recht anstrengend, weil steile Platten und viel Gestrüpp. Als ich unten ankomme, sehe ich, dass der erste Fluss nicht trockenen Fußes zu queren ist und suche weiter nach einer besseren Stelle.







    Hier wird es nicht wirklich besser. Ich mache erstmal lang Mittagspause und habe ein Motivationstief. Nicht so sehr wegen der Furt, die ist nicht tragisch. Ich bin einfach faul und müde und muss mich zwingen weiter zu gehen. Ich mache noch einen Kaffee und sage mir, „Mach’s damit du morgen froh darüber sein kannst es durchgezogen zu haben.“

    Beide Abflüsse des Sees sind dann auch problemlos zu furten, das geht sicher auch bei mehr Wasser. Ab jetzt komme ich zügig voran. Ich bin zwar lange Zeit weglos unterwegs, treffe aber beim Abstieg ins Lomsdalen wieder auf Steinwarten. Die Lomtjønnan liegen unten im Tal vor mir. Der Blick nach unten lässt eine schöne Route vermuten. Im Tal gibt es sogar einen richtigen Weg - ach was, das ist eine Rennstrecke! Meist geht es über ebenen Steinplatten zwischen den vielen Seen und Tümpeln hindurch.







    Irgendwann höre ich laut Wasser rauschen und gehe rüber zum Fluss, den man von hier noch nicht sehen kann. Der Medheiforsen stürzt in eine Schlucht. Leider kann man den Wasserfall selbst kaum sehen. Weiter geht’s, bis ich nach insgesamt 12 km nochmal länger Pause mache und mich zur Feier des leichten Weges mit dem Irish Whiskey beschäftige.



    Klar, kurz darauf wird die Rennstrecke zu einem überfluteten Schlammpfad. Immer wieder sieht man die morschen Überreste alter Brücken in den kleinen aber tiefen Bächen liegen. Der Weg selbst ist stellenweise mit Wasser vollgelaufen, oft gibt es schon eine zweite Wegspur nebenan. Schon bald geht es dann hauptsächlich durch Wald. Ich komme an einer Hütte vorbei, an der wohl eine größere Jugendgruppe campiert.



    Ich mache den Fehler einfach dem Pfad hinterher zu stiefeln, anstatt mich an die Route auf meiner Karte zu halten. So komme ich aber noch an einem beeindruckenden Wasserfall vorbei, an dem auch noch ein paar Kids gerade mit Baden fertig werden. Schon ein paar Minuten später bin ich wieder allein.





    Nach einer kurzen, aber abenteuerlichen Kletterei über schlammige Felsen habe ich den Wasserfall umgangen und stehe vor der Brücke. Jetzt geht nicht mehr viel. Ich laufe noch auf die andere Seite und suche einen Platz für mein Zelt. Die Auswahl ist ziemlich bescheiden. Es ist zwar wahnsinnig idyllisch hier, aber der Boden ist mal wieder uneben oder matschig. An der einzigen Stelle die ich finde ist die Erde über dem Felsen nur wenige cm tief. Tja, das muss halt jetzt irgendwie reichen. Es soll ja in der Nacht nicht regnen.



    Es hat gehalten, aber ich glaube ich habe noch nie ein Zelt so dermaßen beschissen aufgestellt. Irgendwie ist hier auch ein Mückenparadies. Bis jetzt habe ich kaum auch nur eine Mücke gesehen, geschweige denn bin von einer gestochen worden. Hier sind sie aber in Scharen unterwegs. Lange nicht so schlimm wie letztes Jahr im Hochsommer, aber nervig. Trotzdem ist heute Badetag.

  12. Gerne im Forum

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    AW: [NO] Ins wilde Herz von Lomsdal-Visten

    #12
    Schade, dass du so wenig Feedback bekommst - ich find's super. Tolle Bilder. Danke.

  13. Dauerbesucher
    Avatar von Blahake
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    AW: [NO] Ins wilde Herz von Lomsdal-Visten

    #13
    Zitat Zitat von agricolina Beitrag anzeigen
    ... ich find's super...
    Ich auch!

  14. Gerne im Forum
    Avatar von ChuckNorris
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    AW: [NO] Ins wilde Herz von Lomsdal-Visten

    #14
    Freut mich, dass es euch gefällt. Wahrscheinlich werde ich am Freitag den nächsten Teil einstellen.

  15. AW: [NO] Ins wilde Herz von Lomsdal-Visten

    #15
    Zitat Zitat von agricolina Beitrag anzeigen
    Schade, dass du so wenig Feedback bekommst - ich find's super. Tolle Bilder. Danke.
    Naja, man muss halt auch die Zeit finden alles in Ruhe zu lesen, nicht so husch, husch.


    Aber zum Bericht: Tolle Bilder, die Ecke kannte ich noch gar nicht, sieht so aus, als wenn ich das auch auf meine lange Liste setzen muss
    So möchtig ist die krankhafte Neigung des Menschen, unbekümmert um das widersprechende Zeugnis wohlbegründeter Thatsachen oder allgemein anerkannter Naturgesetze, ungesehene Räume mit Wundergestalten zu füllen.
    A. v. Humboldt.

  16. Gerne im Forum
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    AW: [NO] Ins wilde Herz von Lomsdal-Visten

    #16
    TAG 4 | MITTWOCH 28.8.2019

    Als ich aufstehe haben sich die Mücken zum Glück verzogen. Das Zelt liegt noch im Schatten und ich lasse mir Zeit. Ich frühstücke in Ruhe und wasche meine Sachen. Als alles getrocknet ist breche ich auf.



    Das Grunnvassdalen habe ich wegen dem angesagten Schlechtwetter gestrichen. Ich will lieber mehr Reservetage haben und verzichte auf meinen Tagesausflug. Ich denke noch kurz darüber nach zumindest einen Blick in das Tal zu werfen, lasse es dann aber bleiben. Wenn ich die drei Kilometer gelaufen wäre, dann hätte ich mich vermutlich nur geärgert, dass ich mich gegen die Route entschieden habe. Lieber habe ich für später nochmal einen Grund das Gebiet auf einer weiteren Tour nochmal zu besuchen.

    Der Plan für heute ist also ins Henriksdalen zu laufen, das sind nur knappe 4 km. Dort will ich dann mit leichtem Gepäck das Tal erkunden.

    Jaja, Pläne.

    Es fängt schonmal so an: ich kann bei der Hängebrücke keine einzige Steinwarte entdecken. Also mal schauen. Ideal wäre gewesen am See 240 entlang zu gehen. Das sehe ich aber erst nachdem ich den nicht so idealen Weg gegangen bin und zurückschaue. Ich bleibe viel zu weit oben bei P278, dann westlich an P455 vorbei. Immer noch keine Steinwarten. Entweder gibt es einfach keine, oder ich bin ewig weit abseits vom „richtigen Weg“. Die 4km haben es richtig in sich und ich brauche über 2 h dafür. Immer wieder muss ich im Gestrüpp nassen Platten ausweichen oder metertiefe Stufen umgehen.

    Ob man wohl besser unten am Fluss geblieben wäre? Ich kann es mir kaum vorstellen. Das einzige was ich von hier aus sagen kann ist, dass die westliche Seite des Tals unpassierbar ist. Vom ersten Teil des Henriksdalen habe ich keine Fotos gemacht. Immer ein Anzeichen dafür, dass es mich ganz schön angekotzt hat.







    Zumindest habe ich gegen Ende einen tollen Blick auf die Henriksdalselva, die sich mit dem ein oder anderen Wasserfall Mühe gibt zu gefallen. Das miese Gelände hört aber erstmal nicht auf. Nie habe ich einen anständigen Überblick. Das Vorankommen ist komplett Versuch und Irrtum. Trotzdem, landschaftlich ist es schon sehr geil hier:













    Nach laaangsamen 6,9 km in 3:20 h komme ich endlich an See 388 an. Da finde ich tatsächlich einen (relativ) trockenen Platz der sogar eben ist. Was für ein Luxus. Als das Zelt steht wird nochmal im See gebadet und dann faulenze ich auf der Luxusliege. Nur hin und wieder schieben sich kleine Wolken vor die Sonne, ansonsten ist es richtig warm.







    Nachdem ich meine geplanten 4 km geschafft hatte stand ich immer noch irgendwo in der Pampa, darum bin dann noch ein Stück weitergelaufen. Wie eigentlich ständig auf dieser Tour habe ich ziemlich lange nach guten Zeltmöglichkeiten suchen müssen. Meistens war der Boden überall matschig oder, falls er trocken war, dann war es eher eine Buckelpiste. Die Art von „Problem“ habe ich auf meinen vorherigen Norwegen Touren nie gehabt. Zum Glück war die Isomatte mit 7 cm mehr als ausreichend dick um auch die übelsten Buckel halbwegs auszugleichen.

    Der aktuelle Wetterbericht ist deutlich besser als noch am Vortag. Freitagabend eventuell ein bisschen Regen, Samstag ähnlich und Sonntag wird dann ein richtiger Regentag. Endlich bin ich in der Hinsicht wieder zuversichtlich. Das Wetter war bisher der einzige Punkt, der mich an der Machbarkeit der Tour zweifeln lies.

  17. Erfahren
    Avatar von Borgman
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    AW: [NO] Ins wilde Herz von Lomsdal-Visten

    #17
    Zitat Zitat von ChuckNorris Beitrag anzeigen
    Nie habe ich einen anständigen Überblick. Das Vorankommen ist komplett Versuch und Irrtum
    Willkommen in Lomsdal-Visten! Ja, in weiten Teilen dieser wunderschönen Gegend sollte man wohl über Freude an geländebedingten Knobelaufgaben und unerschöpflichen Humor verfügen. Wenn ich das richtig sehe, gehst Du im Henriksdal vorerst noch die gleiche Route wie ich damals, da bin ich gespannt, wie Du den nächsten Tag erlebt hast.

    Hätte es denn nach Deinen Informationen auf der Strecke eine alte "varderuta" geben sollen, also Steinwarten? Ich kann mich auch an keine erinnern.

  18. Gerne im Forum
    Avatar von ChuckNorris
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    AW: [NO] Ins wilde Herz von Lomsdal-Visten

    #18
    Ich habe nicht wirklich mit Steinwarten gerechnet. Aber ich hatte auch vorher immer mal wieder Abschnitte an denen ich nicht mit Markierungen gerechnet hatte, wo ich dann aber doch welche gefunden habe.

    Wenn ich das richtig sehe, gehst Du im Henriksdal vorerst noch die gleiche Route wie ich damals, da bin ich gespannt, wie Du den nächsten Tag erlebt hast.
    D.h. ich gehe mal davon aus, du hast dich auch irgendwo über den Hang gekämpft und es gibt keinen leichteren Weg unten am Fluss entlang?

  19. Fuchs
    Avatar von Meer Berge
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    AW: [NO] Ins wilde Herz von Lomsdal-Visten

    #19
    Wow, sieht nach einer herrlichen Tour mit herrlichem Wetter in herrlicher Landschaft aus!
    Kalender *Papageitaucher 2019*
    Das Wetter, das man jeden Morgen in sich selber macht, ist viel wichtiger als das Wetter draußen. Fynn

  20. Erfahren
    Avatar von Borgman
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    AW: [NO] Ins wilde Herz von Lomsdal-Visten

    #20
    Zitat Zitat von ChuckNorris Beitrag anzeigen
    Ich habe nicht wirklich mit Steinwarten gerechnet. Aber ich hatte auch vorher immer mal wieder Abschnitte an denen ich nicht mit Markierungen gerechnet hatte, wo ich dann aber doch welche gefunden habe.
    Das stimmt, es gab einige historische Routen über die Berge, die nicht mehr benutzt werden, in deren Verlauf immer noch alte Steinwarten zu finden sind. Eine Arbeitsgruppe der Nationalparkverwaltung hat sich vor ein paar Jahren die Mühe gemacht, einige dieser alten Routen zusammenzutragen und in diesem Bericht zugänglich gemacht:
    http://www.nasjonalparkstyre.no/Docu...%20vedlegg.pdf

    Darüber hinaus gib es in den Randgebieten natürlich auch neuere Markierungen, nicht jeder aufgestellte Stein ist historisch.

    D.h. ich gehe mal davon aus, du hast dich auch irgendwo über den Hang gekämpft und es gibt keinen leichteren Weg unten am Fluss entlang?
    Ja, ich bin genau so gegangen wie Du, westlich der Höhe 455m hoch über dem Fluss. Hier nachzulesen, bei Tag 4. Ich glaube nicht, dass es einen leichteren Weg gibt. Am See 388m hab ich Mittagspause gemacht und wollte den netten Platz überhaupt nicht verlassen...

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