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  1. Erfahren

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    AW: [NO][SE] Grensefjellet im sonnigen Sommer 2019

    #41
    Mitreisende: vobo
    Spannend zu lesen, denn die Furt und der "Geisterhund" waren Themen, über die man sich auch ein paar Tage später noch auf der Hütte unterhalten hat.
    Zitat Zitat von vobo Beitrag anzeigen

    ... und von unten.
    Das war auf jeden Fall nicht die Stelle, an der wir den Sårgåjåhkka überquert hatten. Laut einem Hüttenbucheintrag in Røysvatn wurde wohl kurz darauf die Furtstelle weiter flussaufwärts neu markiert. An der von uns vorgefundenen, markierten Furtstelle ging das Wasser bestenfalls bis zum Knie.

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    AW: [NO][SE] Grensefjellet im sonnigen Sommer 2019

    #42
    Zitat Zitat von vobo Beitrag anzeigen
    Blick vom Kamm runter zum Čoadnejávri, in der Bildmitte liegt der kleine See 755 an dem das Zelt auch einen guten Platz hatte. ...
    ...knappe zwei Wochen später stand dort wieder ein Zelt. Haben keine Spuren von Vorgängern gesichtet, auch dein unbekannter Begleiter war wohl stubenrein.


    An der Aussicht hast ja schon geschnuppert, morgen wirst noch mehr begeistert sein! Ich erfreu mich weiter an deinem Bericht, und hoffe, dass ich bald nachlegen kann.

    Viele Grüße von Tilmann

  3. Erfahren
    Avatar von Borgman
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    AW: [NO][SE] Grensefjellet im sonnigen Sommer 2019

    #43
    Zitat Zitat von vobo Beitrag anzeigen
    Als ich diese Stelle erreicht, fiel mir spontan ein "Gott sei Dank" ein, dass ich noch einmal diesen Fluss furten durfte. Ich greife jetzt etwas vorweg, hier gleich die beiden Bilder vom Canyon von der anderen Seite aus. Welche Schutzengel haben mir da bloß "fast unverletzt" durchgeholfen?
    Für alle, die sich vielleicht nicht mehr daran erinnern, oder seinen großartigen Bericht von 2017 aus unerfindlichen Gründen noch nicht kennen, Volker spielt hier auf diese denkwürdige Begebenheit an:
    https://www.outdoorseiten.net/forum/...=1#post1619044

    Hast Du also das traumatische Erlebnis mit diesem Fluss überwunden und bist noch mal rein, ohne vorher die Brille sicher zu verstauen? Auf dem Foto hältst Du sie ja in der Hand, wenn ich das richtig sehe . Ich bin übrigens vor X Jahren in der ersten Julihälfte nach den ersten zwei Schritten in den Sårgåjåhkka angesichts des enormen Strömungsdrucks schnellstmöglichst umgekehrt und habe mir eine sichere Furt weit flussaufwärts gesucht, nämlich am Zufluss vom ersten See auf norwegischer Seite.

    Soso, Dich mögen die Hunde also auch so gerne, dass sie sich Dir uneingeladen anschließen? Kommt mir irgendwie bekannt vor, hab so was auch schon erlebt. Und was hat er an dem Abend gemacht? Ist er Dir bis zum Nachtlager gefolgt? Geht er mit auf die Panoramaroute? Ich bin ja so gespannt auf den nächsten Tag...

  4. Erfahren
    Avatar von vobo
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    AW: [NO][SE] Grensefjellet im sonnigen Sommer 2019

    #44
    Zitat Zitat von E1HikingTours Beitrag anzeigen
    Spannend zu lesen, denn die Furt und der "Geisterhund" waren Themen, über die man sich auch ein paar Tage später noch auf der Hütte unterhalten hat.

    Das war auf jeden Fall nicht die Stelle, an der wir den Sårgåjåhkka überquert hatten. Laut einem Hüttenbucheintrag in Røysvatn wurde wohl kurz darauf die Furtstelle weiter flussaufwärts neu markiert. An der von uns vorgefundenen, markierten Furtstelle ging das Wasser bestenfalls bis zum Knie.
    Der Hund hat mich am nächsten Tag wieder verlassen, wie und wo erzähle ich noch. Gibt es denn weitere Informationen über ihn?
    Noch ist auf den Online-Karten keine veränderte Furtstelle zu erkennen.

    Zitat Zitat von TilmannG Beitrag anzeigen
    ...knappe zwei Wochen später stand dort wieder ein Zelt. Haben keine Spuren von Vorgängern gesichtet, auch dein unbekannter Begleiter war wohl stubenrein.
    An der Aussicht hast ja schon geschnuppert, morgen wirst noch mehr begeistert sein! Ich erfreu mich weiter an deinem Bericht, und hoffe, dass ich bald nachlegen kann.
    Nach dem Bild in Borgmanns Bericht vom Linnajávrre werden wir gegenseitig noch viel mehr in unseren Berichten wiedererkennen. Bin sehr gespannt.

    Zitat Zitat von Borgman Beitrag anzeigen
    Hast Du also das traumatische Erlebnis mit diesem Fluss überwunden und bist noch mal rein, ohne vorher die Brille sicher zu verstauen? Auf dem Foto hältst Du sie ja in der Hand, wenn ich das richtig sehe . Ich bin übrigens vor X Jahren in der ersten Julihälfte nach den ersten zwei Schritten in den Sårgåjåhkka angesichts des enormen Strömungsdrucks schnellstmöglichst umgekehrt und habe mir eine sichere Furt weit flussaufwärts gesucht, nämlich am Zufluss vom ersten See auf norwegischer Seite.
    Ja, es war gut, dort nochmal hinzugehen. Mir war ja auch bisher nicht klar, ob man den Sårggåjåhkka weiter oben in Norwegen leichter überqueren konnte, aber das würde ich nach diesem Tag auch bestätigen.
    Nach Deiner Frage ist mir auch wieder eingefallen, dass ich den Hut diesmal bewusst eingepackt hatte, und die Brille war nur die "billige" Sonnenbrille . Der Hund wird noch seinen gebührenden Anteil am Bericht erhalten.

  5. Erfahren
    Avatar von Fjellfex
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    AW: [NO][SE] Grensefjellet im sonnigen Sommer 2019

    #45
    Zitat Zitat von vobo Beitrag anzeigen
    Noch ist auf den Online-Karten keine veränderte Furtstelle zu erkennen..
    Falls Du die online-Karte von Lantmäteriet meinst: hier ist es mit der Aktualität so eine Sache ...

    Ich war September 2015 in der Gegend unterwegs. Auf meiner BD7 war die Brücke knapp 4km südlich von Pauro falsch eingezeichnet (nämlich östlich vom See 718 anstatt richtigerweise westlich), ebenso auf der online-Karte.
    Ich habe daraufhin Lantmäteriet auf den Fehler hingewiesen, mit dem zusätzlichen Hinweis, daß die Brücke auf norwegischen Karten schon richtig verzeichnet ist (auch bei norgeskart.no), aber es hat noch rund 1 Jahr gedauert, bis Lantmäteriet die online-Karte korrigierte.

    (Na ja; die Stelle war ja noch auf norwegischem Gebiet, und deshalb vielleicht für die schwedische Lantmäteriet nicht so dringlich...)

  6. Dauerbesucher
    Avatar von andrea2
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    AW: [NO][SE] Grensefjellet im sonnigen Sommer 2019

    #46
    Zitat Zitat von vobo Beitrag anzeigen

    Wir folgten dem Seeufer und stießen danach irgendwann auf die Wegemarkierung. Ist deutlich angenehmer als oben über die Felsen.
    Dieses Steinmännchen hab ich doch schon mal gesehen.



    Nachdem ich gerade noch mal unsere Bilder von 2017 angeschaut hab muss ich sagen, wir hatten damals im August immer noch mehr Schnee als du dieses Jahr im Juli. Einerseits beneide ich dich ja sehr um dieses fantastische Wetter, aber diese vielen Mücken, die muss ich nicht haben.

    Bei der Furt am Sårggåjåhkka hätte ich wohl gekniffen, gut, dass du diesmal problemlos durch gekommen bist.

    Ich bin auch schon gespannt, wie es deinem vierbeinigen Begleiter ergangen ist.

  7. Fuchs
    Avatar von Pfiffie
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    AW: [NO][SE] Grensefjellet im sonnigen Sommer 2019

    #47
    Vielleicht der Wolf im Schafspelz Hat der leckerlies bekommen?
    "Freiheit bedeutet, dass man nicht alles so machen muss wie andere"

  8. Erfahren

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    AW: [NO][SE] Grensefjellet im sonnigen Sommer 2019

    #48
    Zitat Zitat von vobo Beitrag anzeigen
    Der Hund hat mich am nächsten Tag wieder verlassen, wie und wo erzähle ich noch. Gibt es denn weitere Informationen über ihn?
    Noch ist auf den Online-Karten keine veränderte Furtstelle zu erkennen.
    Von den Leuten, die ich getroffen habe, hat niemand den Hund gesehen. Daher war er für uns schon der "Geisterhund".



    Hier haben wir den Fluss überquert. Sieht ähnlich aus, ist aber wohl doch eine etwas andere Stelle. Der GPS-Track und die Karte sehen sehr ähnlich aus, also kann es nicht weit weg von der ursprünglichen Furtstelle sein.

  9. Erfahren
    Avatar von vobo
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    AW: [NO][SE] Grensefjellet im sonnigen Sommer 2019

    #49
    Zitat Zitat von E1HikingTours Beitrag anzeigen
    Von den Leuten, die ich getroffen habe, hat niemand den Hund gesehen. Daher war er für uns schon der "Geisterhund".



    Hier haben wir den Fluss überquert. Sieht ähnlich aus, ist aber wohl doch eine etwas andere Stelle. Der GPS-Track und die Karte sehen sehr ähnlich aus, also kann es nicht weit weg von der ursprünglichen Furtstelle sein.
    Das ist exakt dieselbe Stelle. Dann würde ich mal davon ausgehen, dass der Wasserstand aufgrund der "abgeschlossenen" Schneeschmelze auf der norwegischen Seite deutlich gesunken ist. 2017 mit der späten Schneeschmelze war der Wasserstand 2 Wochen später ähnlich hoch wie jetzt.


  10. Erfahren

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    AW: [NO][SE] Grensefjellet im sonnigen Sommer 2019

    #50
    Zitat Zitat von vobo Beitrag anzeigen
    Das ist exakt dieselbe Stelle. Dann würde ich mal davon ausgehen, dass der Wasserstand aufgrund der "abgeschlossenen" Schneeschmelze auf der norwegischen Seite deutlich gesunken ist.
    In der Tat! Schon krass, wie sehr sich der Wasserstand innerhalb einer Woche verändert hat.

  11. Erfahren
    Avatar von vobo
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    AW: [NO][SE] Grensefjellet im sonnigen Sommer 2019

    #51
    Mittwoch, 31.07.: Fjorde und Panoramen

    Ich war aufgeregt und gespannt: Heute würde ich auf dem Berg 942 stehen und die Panoramen auf die Fjorde genießen. Und vielleicht noch etwas weiter auf den Biertnatjåhkkå, mal sehen.


    Wir sind bereit zum Aufbruch , oben über den Kamm wird es gehen

    Zunächst musste ich aber wieder hoch zum Bergkamm. Oben startete ich dann ein Videotelefonat mit zuhause, beruhigte mit den gefundenen Positionsdaten, und rief mit dem Panorama Begeisterung und mit meinem Begleiter großes Erstaunen hervor. Technik ist manchmal doch richtig toll.


    gleich wieder oben


    Das Panorama im morgendlichen Licht, auf der Halbinsel in der Bildmitte erkennt man den Lossviktinden, von dem ich diesen Platz morgen nachmittag auch noch mal fotografieren werde


    Storvatnet (unten) und Mulltinden

    Nicht nur die Blicke zu den Fjorden, sondern auch zurück über den Čoadnejávri waren spektakulär. Alles lag so ruhig und spiegelglatt mit den Felsrändern da.


    Auch das Hündchen war begeistert.



    Jetzt ging es aber bergauf: Etwa 80 Höhenmeter waren zu überwinden, das ging über die nackten Felsen bei dem trockenen Wetter recht gut.


    Da ging es hoch ...


    ... und hier der Blick zurück.





    Die Blick nach unten waren immer schwindelerregender - und ich musste noch etwa 50 Höhenmeter wieder runter ...


    Bllick zum Berg 942, dazwischen geht es halt noch einmal runter...


    abwärts


    Hurra, Abstieg geschafft!

    Die ersten Meter beim Anstieg zum Berg 942 waren schon recht steil, aber glücklicherweise gab es eine Route über bewachsene Felsen, so dass ich diese Stufe überwinden konnte. Danach erwachte in mir die Euphorie je mehr ich mich der sanften Kuppe des Hügels 942 näherte.


    Blick zurück über den Čoadnejávri


    Mulltinden, rechts die Segltindan auf der Storå-Halbinsel


    Der Gipfel des Stetinden war zu erhaschen


    Gihtsejiegna


    Über den Kamm bin ich gekommen, dahinter die Granitwand des Biehtsegáma.

    Ich hatte davon geträumt, hier oben irgendwo zu zelten und den Sonnenuntergang zu genießen. Dann hätte ich gut einen Abstecher zum Bjiertnatjåhkkå machen können, das wären 100 Höhenmeter runter und dann 200 wieder hinauf gewesen. Wasser hätte es hier oben auch gegeben, also warum nicht? Meine Sprachaufzeichnung enthält ein lapidares "dazu hatte ich keine Lust" ... wie kann man für die Realisierung eines Traums keine Lust haben? Vermutlich habe ich mich von meinem Sicherheitsbedürfnis einlullen lassen, doch vielleicht den Abstieg nicht zu schaffen wie gehofft? Schade, das bedaure ich mittlerweile schon.


    Blick hinüber zum Biertnatjåhkkå (rechts), durch den Pass hindurch sieht man den Stuortjåhkkå


    Spisstinden am Hellemofjorden


    Das Bild ging per Whatsapp nach Hause


    Der Hatten und die Lofoten am Horizont, rechts der Ort Kjøpsvik.



    Dies war der Blick vom Berg 942 auf die Abstiegsroute am Eidryggen, sah doch erstmal gut aus. Während ich so pausierte, fotografierte und chattete (Akku war noch genug vorhanden), hörte ich plötztlich wieder lautes Gebell. Jetzt muss ich einschieben, dass ich irgendwo auf der Kammroute den Hund nicht mehr gesehen hatte. Immer wieder hörte ich aber ein Bellen. Ich rief und pfiff nach ihm, hörte aber immer wieder nur das Bellen aus der Richtung der Kammroute. Was tun? Einfach so zurückgehen kam für mich nicht infrage, dafür war mir die Route zu kritisch steil. Was aber, wenn er sich verletzt hatte? Das Schuldgefühl plagte mich beim Anstieg auf den Berg 942, ich hatte es beim Rundblick da oben aber schon wieder verdrängt....

    Nun drehte ich mich um und freute mich, dass er wieder auftaucht. Aber nix, er rannte einfach an mir vorbei.... Ok, was Besseres hatte ich auch nicht verdient. Bei den Schneefeldern auf dem obigen Bild machte er dann eine Pause und verschwand aus meinem Blick. Als ich dann später dort vorbeikam, sah ich noch einige Spuren im Schnee, aber das war es dann auch. Später auf der Fähre am Tysfjord habe ich den Bootskapitän noch angesprochen, ob er irgendetwas über einen vermissten Hund wissen würde - nein. Also drücke ich mal alle Daumen, dass das Bellen wirklich durch etwas Bekanntes verursacht wurde und er einen Weg gefunden hat.


    Im Nachhinein war er ja schon ganz süß ...


    Grunnfjorden


    Blick zurück über die heutige Strecke (erst der Kammweg, dann der Berg 942)

    Der Abstieg war zunächst recht flach und es gab auch immer wieder kleine Markierungen, teilweise sogar richtige Steinsäulen ähnlich der Grenzmarkierungen. Das stimmt mich optimistisch, dass ich nicht der erste Mensch auf diesem Weg bin. Tatsächlich hörten die Markierungen immer dann auf, wenn sie nützlich gewesen wären, also da wo es steiler wurde...






    Die Steinsäulen sind die idealen Plätze für Selfies


    Grunnfjorden links, Mannfjorden rechts


    Blick auf die weitere Halbinsel, am Hügel gegebenüber (Báisatjåhkka) wird heute abend mein Zelt stehen

    Etwa ab 450 m Höhe wurde es deutlich steiler im Abstieg. Da ganz unten im Tal auf gut 200 m Höhe nur Moor aber kein See in der Karte eingezeichnet war, wollte ich vom letzten See aus Wasser ins Tal mitnehmen. Dieser See war auch auf etwa 450 m Höhe.


    Es wurde steiler ...


    ... und schräger




    Ab etwa 300 m Höhe wurde es wieder sanfter.

    Wie befürchtet zeichnete sich ab, dass es unten kein Wasser geben würde. Und mein Wasserbeutel (die Zelthülle) hatte nach 10 Tagen Wanderung doch einige Löcher, so dass ich letztlich mit gut 1,5 Liter Wasser unten angekommen bin, zu wenig für die Nacht. Also war klar, dass ich am gegenüberliegenden Ufer noch wieder 300 Höhenmeter aufsteigen muss. So machte ich eine Pause mit einem Süppchen und genoss die Aussicht und den Blick über die bisherige Strecke.


    Blick in den hinteren Grunnfjoden


    Da bin ich runter

    Gegen 16 Uhr machte ich mich wieder an den Aufstieg. Östlich des Báisatjåhkka Gipfels waren auf etwa 540 m Höhe drei kleine Seen eingezeichnet, da sollte ich doch einen Platz finden.


    Das Ende des Mannfjorden links, halbrechts der Eidryggen den ich heute runtergekommen bin.


    Moltebeeren gab es nicht nur im Tal viele - und mittlerweile hatte ich einen Riesenhunger.


    Eidryggen mit Pt. 942 links und Biertnatjåhkka rechts


    Mulltinden und Segltindan dahinter


    Biertnatjåhkka und rechts daneben der Talkessel des Biertnajávrre mit dem Skiddtjåhkka ganz rechts

    Gegen 18:30 Uhr kam ich oben an den Seen an und suchte einen Zeltplatz, das ging gut. Der Ausblick wieder nach Westen war fantastisch - einzig die Stromleitung dominierte nun doch das Gelände. Es drängte sich der Eindruck auf, dass die Leitungen frühzeitigst gebaut wurde, damit ja kein Nationalpark aus dieser Region werden kann.




    Beim Rucksack habe ich schließlich das Zelt aufgebaut.




    Blick von meiner Kochstelle über den Eidryggen (Bildmitte). Recht der Biertnatjåhkka, links dahinter der Biertsegáma.

    Anschließend telefonierte ich noch mit zuhause und mit Anne (blahake) um sie auf den Talkessel des Austerskardvatnets, den ich vor 2 Jahren umschritten habe, neidisch zu machen - außerdem wollte ich sie über die aktuelle Brückensituation aufklären. Der Wind hat wohl allerdings einen Großteil unseres Telefonats verschlungen ...


    Mulltinden und daneben das Tal des Austerskardvatnet
    Geändert von vobo (07.11.2019 um 20:15 Uhr)

  12. Erfahren

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    AW: [NO][SE] Grensefjellet im sonnigen Sommer 2019

    #52
    Megatolle Bilder von da oben! Das ist so eine Stelle, wenn man schlechtes Wetter hätte wenn man da ist, würde man sich tierisch ärgern.

  13. Dauerbesucher
    Avatar von Blahake
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    AW: [NO][SE] Grensefjellet im sonnigen Sommer 2019

    #53
    Zitat Zitat von vobo Beitrag anzeigen
    Anschließend telefonierte ich noch mit zuhause und mit Anne (blahake) um sie auf den Talkessel des Austerskardvatnets, den ich vor 2 Jahren umschritten habe, neidisch zu machen - außerdem wollte ich sie über die aktuelle Brückensituation aufklären. Der Wind hat wohl allerdings einen Großteil unseres Telefonats verschlungen ...
    Ja, das hat schon ordentlich gerauscht und gescheppert in Deinem Handymikrofon. Aber das mit dem neidisch machen hat trotzdem funktioniert! Zum Glück hatte ich wenig später, trotz anderslautender Wettervorhersage, strahlenden Sonnenschein am Austerskardvatnet.

  14. Fuchs
    Avatar von Pfiffie
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    AW: [NO][SE] Grensefjellet im sonnigen Sommer 2019

    #54
    Dein Bericht ist Klasse, ich lese gerne mit . Hast du deinem Hund eigentlich einen Namen gegeben? Er müsste ja bald bei dir sein wenn ihn niemand mehr gesehen hat
    "Freiheit bedeutet, dass man nicht alles so machen muss wie andere"

  15. Dauerbesucher

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    AW: [NO][SE] Grensefjellet im sonnigen Sommer 2019

    #55
    Ein wirklich geiles Aussichtswetter hast du da erwischt! (Wir hatten am gleichen Tag tolle Blicke über den Svartisen und bis zu dem Lofoten, wurden auf dem Gletscher aber ziemlich gegrillt). Und Respekt vor der Routenwahl!

    Dein Hund könnte seine Tour über Hellmobotn hinaus fortgesetzt haben:
    https://www.outdoorseiten.net/forum/showthread.php/20653-Welches-Tier-war-das?p=1775658&viewfull=1#post1775658
    Grüße von Tilmann

  16. Gerne im Forum
    Avatar von ChuckNorris
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    AW: [NO][SE] Grensefjellet im sonnigen Sommer 2019

    #56
    Schön zu sehen, dass es diesmal geklappt hat. Herzlichen Glückwunsch!

  17. Dauerbesucher
    Avatar von andrea2
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    AW: [NO][SE] Grensefjellet im sonnigen Sommer 2019

    #57
    Manchmal passt einfach alles. Was für ein perfekter Tag.

    Wahrscheinlich hat der Hund gebellt weil er sich gerade sein Futter gejagt hat.
    Schade, dass du keine weitern Informationen über ihn bekommen hast, irgenwie möchte man ja dann doch wissen, dass es ihm gut geht.

  18. Erfahren
    Avatar von vobo
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    AW: [NO][SE] Grensefjellet im sonnigen Sommer 2019

    #58
    Zitat Zitat von andrea2 Beitrag anzeigen
    Manchmal passt einfach alles. Was für ein perfekter Tag.

    Wahrscheinlich hat der Hund gebellt weil er sich gerade sein Futter gejagt hat.
    Schade, dass du keine weitern Informationen über ihn bekommen hast, irgenwie möchte man ja dann doch wissen, dass es ihm gut geht.
    Wenn es so war, hat er sich die denkbar ungünstigste Stelle zum Futterjagen ausgesucht, an beiden Seiten des Kamms steile Abhänge. Aber zumindest das hat er ja gut überlebt.
    Geändert von vobo (08.11.2019 um 23:31 Uhr)

  19. Erfahren
    Avatar von vobo
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    AW: [NO][SE] Grensefjellet im sonnigen Sommer 2019

    #59
    Donnerstag, 01.08.: Geschafft, juchuu

    Heute ließ ich es langsam angehen, nach dem es gestern ja doch recht spät wurde. Aber es lagen nur etwa 10 km vor mir, da konnte ich mir Zeit lassen und mit zuhause telefonieren, draußen frühstücken und langsam zusammen packen. Leider versaute die Stromleitung das Naturgefühl hier oben.


    Stromleitung ...

    Gegen 10:30 Uhr erreichte ich per Telefon den Kapitän des Hurtigbåts auf dem Tysfjorden und bestellte für morgen vormittag den Halt in Kjerrvika, das sich (für mich wieder mal überrraschend) Tscherrvik ausspricht (mit Betonung auf der ersten Silbe).


    Blick zurück, beim See stand das Zelt, links die drei Hügel sind der Biehtsegáma, der Berg 942 und der Bjiertnatjåhkkå.


    Einzige Elchsichtung auf dieser Tour, nahe der Stromleitung

    Sehr genossen habe ich den Blick über den Mannfjorden hinweg auf die Berge vor Storå, wo ich vor zwei Jahren langgelaufen bin und damals viele Fotos auf diese Halbinsel - auf der ich gerade bin - geschossen habe.




    Über diesen Bergkamm führt der Grensleden nach Storå


    Blick nach vorne auf die Halbinsel, links der Lossviktinden (mein Weg), rechts der Kvassviktinden (oder Svensktinden). Dazwischen der See Mannvatnet.


    Blick über den Grunnfjorden zum Stuortjåhkkå.


    Blick über den Grunnfjorden in Richtung Hállaluovtvarre, in der Vergrößerung erkennt man links die Stromleitung.


    Und weiter im Süden der Blick zu den Tinden nahe Mussken am Hellemofjorden

    Relativ schnell erreichte ich den gut 600 m hohen Lossviktinden mit tollen Ausblicken.


    Die Autofähre auf dem Tysfjord von Drag ...


    ... die um die Insel Hulløya herumfährt ...


    ... um schließlich in Kjøpsvik anzukommen.


    Zwischen Nestinden und Spisstinden drängelt sich sich der Stetinden


    Nochmal ein Blick zum Mølnelvtinden und den Grensleden nach Storå


    Mündung des Grunnfjorden und des Hellemofjorden in den Tysfjorden.


    ... und nochmal das ganze Panorama.

    Nach den kalten Sarekabenden letztes Jahr, hatte ich für dieses Jahr den Fleecepulli durch eine Daunenjacke ersetzt (danke @moltebaer). Damit wurde auch das Kopfkissen überflüssig und schwups waren fast 500 g Gewicht eingespart. Es war ein voller Erfolg, selbst bei starkem Wind und kühlen Temperaturen am Ende der Wanderung war mir deutlich wärmer. Schön!


    Der Hang rechts ist der Eidryggen vom Berg 942, den ich gestern gegangen bin.


    Blick zum Mølnelvtinden


    Da gehts gleich noch runter ...

    Der Abstieg war zunächst einfach und sogar markiert bis auf etwa 500 m Höhe.







    Jetzt begann ein steiler Abstieg für 150 Höhenmeter auf Felsgelände. Links war immer wieder der Ort Kjerrvika zu sehen, aber GPS und mein Gefühl haben mich mehr rechts halten lassen. Das war wichtig, denn bei einzelnen Stufen war ich mir nicht sicher ob ich die wieder hoch gekommen wäre, wenn es danach zu steil wurde. Definitiv nicht zu empfehlen bei Nässe! Nach etwa 150 Höhenmeter wurde es aber wieder übersichtlicher und die Felsen waren bewachsen, da wurde es wieder deutlich einfacher. Hapuuh.


    Blick auf Kjerrvika am Grunnfjorden, wo mich morgen das Boot abholt. Zu weit links an den Felsen wurde es sehr steil

    Schließlich erreichte ich eine moorige Ebene auf etwa 230 m Höhe. Die Seen dort waren ausgetrocknet, aber der in der Karte eingezeichnete Fluß Mannelva war noch ein Rinnsal mit ausreichend Wasser zum Trinken. Das tat gut, denn mittlerweile war es auch wieder deutlich wärmer. Hier stieß ich jetzt überraschend auf einen gut ausgetretenen Pfad, der in der Karte nicht eingezeichnet war. Hmmm, dem konnte ich jetzt langsam bergab - aber in südlicher also falscher Richtung - folgen. Mein Tagesziel aber war der Kjerrvatnet, der lag nördlich, etwa 150 Höhenmeter tiefer. Also folgte ich dem Pfad nördlich ein paar hundert Meter, bevor er deutlich anstieg, offenbar auf den Durmålshaugen, einem Aussichtsberg etwa auf gut 300 m Höhe hinauf.

    Da wollte ich jetzt aber nicht hin (wie blöd konnte ich bloss sein), sondern verließ den Pfad und schlug mich querfeldein und durch immer dichter werdenden Wald. Zunächst nur Birken, später Kiefern und anderes Nadelgestrüpp. Steiler wurde es auch noch, und ich verfluchte meine blöde Idee, dem Pfad nicht nach Süden gefolgt zu sein. Nach etwa 1 mühsamen Stunde dichten Wald am steilen Hang stieß ich erneut auf diesen Pfad, der hier offenbar vom Durmålshaugen wieder hinunter kam. Fotos von dieser Zeit habe ich gar nicht, auch ein Zeichen der Müdigkeit zu diesem Zeitpunkt, was war ich froh keinen Stolperer hingelegt zu haben.

    Mein Blödheit und Müdigkeit wandelte sich schlagartig in Euphorie. Yeah, jetzt konnte ich ja einfach diesem leichten Pfad folgen, der muss mich in die Richtung des Sees Kjerrvatnet bringen. Und keine Viertelstunde später sah ich ihn und war angekommen - juchuuuuuu!!!!! Ich hatte diese unbekannten Abstiege bewältigt, jetzt galt es nur noch einen Zeltplatz zu finden.


    Morrige Landschaft am Kjerrvatnet



    Am Zugangsweg zum See fand ich dann einen mehr schlecht als rechten Platz für das Zelt, Baumwurzeln und ein Ameisenhügel waren nicht weit weg. Unter den Bäumen im Schatten war es aber nicht mehr zu heiß, so war ich zufrieden.





    Viele Beeren wuchsen hier im Moorgebiet, die versprachen einen leckeren Nachtisch. Selbst Kochen und Essen konnte ich draußen, die Viecher gingen halbwegs, nur auf die Ameisen musste ich aufpassen. Ich hatte es geschafft, und am Ende so wie ich gehofft hatte.

  20. Erfahren
    Avatar von vobo
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    AW: [NO][SE] Grensefjellet im sonnigen Sommer 2019

    #60
    Freitag/Samstag, 02./03.08: Resupply in Kjøpsvik

    Den Tag ließ ich gemütlich angehen, etwa 1 km war zum Anleger zu gehen, gegen 10:20 Uhr sollte das Boot ankommen. 200 m von mir entfernt verlief die Piste auf der Halbinsel, gestern nachmittag hatte ich einmal so etwas wie einen Motor gehört, kein sonstiger Zivilisationslärm.


    Kjerrvika


    Auch hier liegt noch die Rampe die früher für die Boote benötigt wurde.

    Der Fuhrpark im Hintergrund sah interessant aus. Der Ort muss am Aussterben sein.






    Blick über den Grunnfjorden zum Tømmerviktinden


    Blick auf den 600m hohen Lossviktinden, von wo ich gestern hier runter geschaut habe.


    und ein Blick in den Grunnfjorden.

    Bis zuletzt war ich unsicher, ob das Boot auch wirklich kommt. Aber als um die Fjordecke bog, jubelte ich innerlich.




    MS Stadda

    Über Storå ging es nach Kjøpsvik, das mit seiner Zementfabrik am Ufer wirklich nicht schön aussieht. Vom Hafen ging ich in den Ort zum einzigen Hotel, das nach dem nahen Stetind benannt ist. Gestern abend hatte ich dem Besitzer schon mein Kommen angekündigt, und ob ich um 11 Uhr schon ein Zimmer beziehen könnte. Ich durfte die Waschmaschine des Hotels nutzen und bestellte den berühmten Kjøpsvik-Burger mit Pommes und Bier - herrlich.


    Bei 95 NOK für das gezapfte Bier weicht man dann aber doch gerne auf den Supermarkt aus ...

    Nach der Dusche war das Dringenste der Brennspiritus: Anders, der Wirt, hatte mir von einem Baumarkt (Byggtorget) unten nahe der Zementfabrik erzählt, die hätten sowas. Und es stimmte, ich war verblüfft. Auch Gas war vorhanden, also ggf. dort anfragen. Anschließend erkundete ich den "verkehrberuhigten" Ort, denn der Durchgangsverkehr dieses 900-Einwohner-Kaffs wurde ja durch einen Tunnel geleitet, typisch Norwegen.



    Passend zum Hauptarbeitgeber des Ortes heißt das große Festival Sementblues, das fand leider oder glücklicherweise letztes Wochenende statt, das nächste Mal dann 2021... Aber die Spuren waren noch überall sichtbar. Zwei Supermärkte hatte der Ort, aber hier erlebte ich eine Überraschung. Dehydrierte Fertiggerichte gab es so gar nicht. So deckte ich mich beim ersten Einkauf mit Bier, Rasierschaum und ersten Müslizutaten ein. Nach dem zweiten Bier traute ich mich Anne nach ihrer Outdoorküche zu fragen - und plötzlich war alles ganz einfach. Vom nächsten Einkauf brachte ich Kartoffelbrei, Snåbbmakkaroni, Couscous und diverse Fertigsoßen mit, und nach dem dritten Gang hatte ich die Müslizutaten zusammen, abends packte ich dann 15 Beutel und dazu Baby-Milchpulver ...

    Samstag ging ich mal wieder ... einkaufen. Die Sonnencreme war alle (warum bloß), die Hautcreme auch und Schokolade und Nüsse als Zwischenmahlzeit mussten ja auch noch besorgt werden. Nachdem die letzte Wäsche trocken war und alles verpackt war, konnte ich mich endlich entspannt auf die Hotelterrasse setzen.


    Blick vom Hotel über den Tysfjord


    Die Autofähre und links das Hurtigbåt


    Abendessen, etwas gesünder, aber auch der Wein kostet 95 NOK

    Beim Abendessen gab es beste Unterhaltung. Dauernd war der Heli am starten und landen, lt. Anders nur wegen des Windparks. Ich habe aber weder Leute drin noch Material dran gesehen und damit nicht verstanden. Aber ich wäre gerne mitgeflogen.


    Der Heli

    Entspannt und gut neu ausgerüstet ging ich ins bequeme Bett. Ich freute mich auf weitere zwei Wochen, in denen ich mit großer Wahrscheinlichkeit keine Menschen treffen würde, so war es auch (fast).

    [Der erste Post und die Karte ist mittlerweile mit der zweiten Tour upgedatet.]

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