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  1. Dauerbesucher
    Avatar von andrea2
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    AW: [SE] Der Winter naht - Südlicher Sarek im Spätherbst 2019

    #21
    Mitreisende: andrea2
    Zitat Zitat von Linnaeus Beitrag anzeigen
    Ist richtig: Wenn's insgesamt schön war, bleibt ein viel zur schönes Bild in der Erinnerung, das sich vor allem aus den Fotos speist. Aber: Deshalb mache ich ja Fotos ;)
    So ist es ja immer. Im Urlaub haben wir uns immer wieder geschworen, keine so lange Tour mehr und vor allem nicht zu dieser Jahreszeit, dazu sind wir langsam zu alt. Aber kaum zurück verblassen alle negativen Erinnerungen. Jetzt sprechen wir von einem tollen Urlaub und einer faszinierenden Jahreszeit.

    Zitat Zitat von evernorth Beitrag anzeigen
    Da ich in diesem Jahr auch in der ersten September - Hälfte im Sarek unterwegs war, bin ich schon sehr gespannt,...
    Dito, ich freu mich auch schon auf deinen Bericht.

    Zitat Zitat von Sausemann Beitrag anzeigen
    Sehr spannende Einleitung, die Lust auf mehr macht.
    Ich bin gespannt, wie es sich wettertechnisch bei Euch entwickelt hat.
    Auf jeden Fall kalt, soviel kann ich schon mal verraten.

    Zitat Zitat von Ljungdalen Beitrag anzeigen
    Naja, habe ich 2009 auch gemacht, allerdings über Boarek (Pårek), aber inkl. Besteigung des Bårddetjåhkkå (Pårtetjåkkå): 1. Tag bis zu den Tjievrajávrátja-Seen, 2. Tag Bårddetjåhkkå und über den Pass 1425 ins Njoatsosvágge unterhalb des Lulep Njoatsosjávrre, 3. Tag bis Alkavare. Das Njoatsosvágge sieht zwar auf der Karte potenziell problematisch aus, ist es aber nicht. Schwierigkeit insgesamt wohl mit der Präststigen-Route vergleichbar. Mit wenig(er) Gepäck und auf der "normalen" Route südlich um den Tjievrra herum, wo es eine Art Pfad gibt, sollte es sogar in 2 Tagen (je 30-35 km) gehen.

    Aber warum sollte man sich so beeilen (ok, 3 Tage war ja auch relativ fix, hatte leider nur insgesamt 7)...
    Früher als wir jung waren.... da sind wir auch ganz andere Strecken gelaufen. Aber heute müssen wir uns nichts mehr beweisen und freuen uns einfach darüber draußen zu sein. Ich plane unsere Touren immer mit ca. 12 km/Tag. Das passt dann ganz gut, mal sind die Etappen kürzer, mal länger und ab und zu ist auch mal ein Tag zum Abwettern möglich.
    Mit der Besteigung von Pårek ist die Strecke übers Njoatsosvágge bis Alkavare aber schon ein gutes Pensum.

    Zitat Zitat von Mortias Beitrag anzeigen
    Wirklich schade nur das mit Benny zu lesen. War er doch stets ein treuer Begleiter auf Euren Touren und ein wesentlicher Wiedererkennunswert bei Euren Berichten. Aber ich bin mir sicher, dass auch dieser Bericht von Euch unterhaltsam und informativ sein wird.
    Ich hoffe es. Geht auch heute noch weiter, wenn ich endlich geklärt hab, wie und ob ich Karten einfügen darf/kann.

  2. Dauerbesucher
    Avatar von Pielinen
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    AW: [SE] Der Winter naht - Südlicher Sarek im Spätherbst 2019

    #22
    Bitte weiterschreiben
    Wer nichts weiß muss alles glauben...

  3. Dauerbesucher
    Avatar von andrea2
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    AW: [SE] Der Winter naht - Südlicher Sarek im Spätherbst 2019

    #23
    Anreise 07. – 10.09.2019

    Die Anreise verläuft nahezu identisch wie in den letzten Jahren. Nachdem wir bis zuletzt nicht genau wissen, ob alles mit dem Urlaub klappt wie geplant, haben wir uns nicht getraut von Auto und Fähre auf Bahn oder Flug umzubuchen. Im Flexitarif für die Stenaline hätten wir auch noch sehr kurzfristig die Fahrt verschieben können. Das einzige, was ich wenige Tage vor dem Urlaub noch umbuche, ist die Kabine. Eine Hundekabine brauchen wir ja nun nicht mehr und ein Hundehalter freut sich vielleicht über eine freie Kabine. Zudem bekomme ich auch noch ein paar Euros zurück.

    Eine weitere Möglichkeit wäre bis zu unseren Freunden nach Tallhed zu fahren. Hier ist ein Bahnhof der Inlandsbanan. Sehr lustig, wenn man mitfahren möchte, klappt man einfach ein Schild um, dann hält der Zug. Von hier könnten wir bis Jokkmokk durchfahren. Aber eben nur fast. Wer mit der Inlandsbahn fährt, muss in Östersund übernachten, und dadurch hätten wir schon wieder zwei Tage verloren. Irgendwann machen wir das mal.

    So geht es dann am Samstag von der Eifel nach Kiel. Trotz reichlich Verkehr und einigen Staus sind wir zeitig am Fähranleger, müssen sogar noch auf das Boarding warten. Es fühlt sich komisch an ohne Benny, etwas fehlt. Im Alltag haben wir uns mit der neuen Situation schon arrangiert, aber Urlaub ohne Benny haben wir nun schon lange nicht mehr gemacht.

    Auf dem Schiff gibt es wie immer abends Buffet, während wir am großen Panoramafenster sitzen und auf die Kieler Förde blicken.

    Nach dem Essen machen wir noch einen kleinen Gang über das Schiff und schauen in den Shop. Hier läuft uns ein kleiner Wanderkamerad zu, der uns den Urlaub über begleiten wird. Natürlich kein Ersatz für Benny.


    Darf ich vorstellen: Balto

    Morgens begnügen wir uns mit einem Müsli und Kaffe aus der Thermoskanne. Wirklich Hunger haben wir noch nicht wieder.
    Das Ausschiffen geht ruck-zuck, aber bis wir den Göteborger Hafen verlassen können, vergeht viel Zeit. Wir sind fast der letzte Wagen und der Zoll hat, wie es aussieht, gerade Frühstückspause. Jedes Auto wird kontrolliert, jeder muss seinen Ausweis vorzeigen.

    Um 10 Uhr rollen wir los. „Same procedure than every year” , auf der E20 bis Mariestad, hier kaufen wir ein und holen etwas Geld. Weiter am Vänern entlang, auf dem Inlandsvägen über Mora und Orsa nach Tallhed, wo wir wie jedes Jahr bei unseren Freunden eine Hütte gemietet haben. Es ist Sonntag und relativ wenig Verkehr. Wir kommen gut voran und sind schon gegen 17.00 Uhr dort, beziehen unsere Hütte und richten uns ein. Abends verbringen wir einen gemütlichen Abend zusammen.

    Der Montag ist reserviert fürs Beeren sammeln, immer ein wichtiger Aspekt des Urlaubs. Das ganze Jahr über freuen wir uns morgens über die leckere selbstgemachte Marmelade aus Schweden. Obwohl es vormittags noch ordentlich regnet, können wir über Mittag eine ordentliche Menge Preiselbeeren sammeln. Die Zeit der Blaubeeren ist leider schon vorbei, und die wenigen, die wir noch finden, schmecken nur noch nach Wasser. Schade, aber lässt sich nicht ändern. Der Nachmittag und Abend vergeht mit Einkochen.

    Dienstag klingelt der Wecker um 6 Uhr. Wir haben dieses Jahr nur drei Wochen Urlaub und möchten doch zumindest 14 Tage für die Wanderung haben. Deshalb ist unser Ziel heute bis nach Jokkmokk zu kommen. Das sind knapp 900 km, für Schweden eine ambitionierte Strecke. Als wir um 7.30 Uhr starten herrscht dichtester Nebel. Dieser begleitet uns durch die ganze Orsa Finnmark bis Sveg. Ab hier wird das Wetter geringfügig besser. Es bleibt zwar grau und regnet immer wieder, aber zumindest hängen die Wolken nicht mehr bis auf den Boden.

    Es geht den Inlandsvägen weiter, Östersund, Dorothea, Vilhelmina, Storuman, Sorsele, Arvidsjaure und schließlich Jokkmokk, unterbrochen von Mittags- und Kaffeepause. Am Nachmittag rufen wir bei Skabram Camping Jokkmokk an und buchen schon mal die Hütte für eine Nacht. Als wir den Campingplatz abends erreichen, sind wir erstaunt, wie gut wir durchgekommen sind. Das wäre während der Hauptsaison sicher nicht möglich gewesen. Zum einen gab es in diesem Jahr keine kilometerlangen Baustellen zum andern war auch kaum noch Verkehr.

    Wir räumen unseren Kram in die Hütte, kochen Abendessen und müssen dann noch einmal ganz konzentriert die Packlisten durchgehen. Einiges haben wir noch gebraucht, das jetzt in den Rucksack muss. Alle Akkus noch mal aufladen, ein letztes Mal den Wetterbericht checken, morgen ganz ok, ab Donnerstagabend soll es schlechter werden und regnen, und dann um 22 Uhr ab ins Bett.


    Mittwoch 11.09.2019, (Jokkmokk) Kvikkjokk – Vállevárre


    Quelle: BaseCamp / Fjällkartan von http://bengt.nolang.se/kartor/fjallkartan/
    Ich hoffe, dass passt jetzt so mit der Quellenangabe


    Wieder geht der Wecker um 6 Uhr. Zum Frühstück gibt’s die letzten Reste von Polarbröd, Butter, Käse und Räkost. Jetzt kommt noch die Butter für unterwegs in den Rucksack, dann ist der Kühlschrank leer. Wir packen das Auto, putzen die Hütte und gehen dann zur Rezeption den Schlüssel abgeben. Als wir erwähnen, dass wir jetzt nach Kvikkjokk fahren, meint Patricia von Skabram Camping, es soll schneien in den Bergen, aber wohl nur, bzw. hauptsächlich im Sarek. Ups, auf unserer Wetterapp war nur Regen angesagt, aber ich hab auch nur Kvikkjokk abgefragt. Lassen wir uns überraschen, was die nächsten Tage bringen werden.

    Um 8.00 Uhr starten wir. Zuerst noch schnell nach Jokkmokk Geld abgeheben, um genug Bares für den Bootstransfer zu haben. Wir haben uns immer noch nicht entschieden, welche Route wir gehen und die Fahrt nach Bäcken zum Padjelantaleden ist deutlich teuer als zum Prinskullen. Mit Hüttenübernachtungen rechnen wir weniger. Erstens sind im Sarek keine Hütten und zweitens haben alle Hütten schon zu, bzw. schließen bald.

    Ein kleines Stück geht es noch die E45 entlang, dann biegt die Straße nach Kvikkjokk ab. Es ist kaum Verkehr, wir begegnen nur einer Handvoll Autos. Das Wetter ist sehr grau und diesig mit tiefhängenden Wolken, aber es ist trocken. Die Birken sind schon alle gelb gefärbt, es sieht sehr herbstlich aus. Dafür ist es aber mit etwa 15 °C ungewöhnlich warm.

    Bereits um 9.30 Uhr erreichen wir Kvikkjokk. Im Vorfeld hatten wir Björn und Helena von Kvikkjokk Båttrafik angemailt und gefragt, wann wir die Überfahrt bestellen sollen. Sie schrieben, wir sollen anrufen, wenn wir da sind, nach dem 08.09. gibt es keine festen Fahrzeiten mehr. Wir parken erst mal an der Kirche, um uns zu orientieren. War hier früher nicht noch ein kleiner Laden? Und auch der Heliport war doch nicht so weit weg vom Ort? Der Bootsanleger ist schnell gefunden und nun müssen wir vor dem Anruf entscheiden, wo es langgehen soll. Aber eigentlich haben wir das schon entschieden, das Wetter ist nicht so schlecht und deshalb wollen wir auf jeden Fall den Präststigen gehen. Ein bisschen Zeit brauchen wir noch, das Auto hinter der Fjällstation parken, Schuhe umziehen, Rucksack fertig machen und wieder zum Anleger laufen. 10.15 Uhr wäre für uns perfekt. Wir rufen Björn Sarstad an, und vereinbaren die Fahrt. Er wäre wohl gerne schon 10 Minuten früher gefahren, aber 10.15 Uhr ist auch ok.

    Also auf zum Parkplatz. Hier ist nicht mehr viel los. Insgesamt stehen hier vielleicht noch 10 Autos. Die allerletzten Sachen kommen in den Rucksack. Ich muss nur noch das Handy einpacken, das wir ja noch für den Anruf brauchten, das InReach kommt außen an den Rucksack und die Kamera, die hänge ich sowieso um. War es das? Was sind wir gerade dabei zu vergessen? Irgendwie geht es nun doch wieder zu schnell. Ich vergesse sogar das Startfoto.

    Und schon sind wir auf dem Weg zum Bootsanleger. Hier warten schon drei Wanderer. Eine junge Frau mit relativ kleinem Tourenrucksack und ein Paar mit Tagesgepäck. Wie wir im Gespräch erfahren, ist sie aus Dresden und er Schwede. Die beiden haben ihre Kinder in die Obhut von Oma und Opa gegeben und sind für ein langes Wochenende zum Wandern hier.

    Jetzt gibt es noch schnell ein Startfoto, zumindest von den Rucksäcken.



    Es ist kurz nach 10 Uhr und als ein Boot kommt, ist es nicht Björn, sondern Helena. Wir fragen, ob wir gleich mitfahren sollen. Ja, kein Problem, das deutsch/schwedische Paar möchte sowieso auch zum Prinskullen. Helena ruft Björn an, damit er weiß, dass er nicht extra fahren muss. Und schon legen wir ab.





    Es geht über den Garmájåhkå, und schon nach fünf Minuten sind wir auf der anderen Seite. Helena erwähnt, dass das Wetter die nächsten Tage deutlich kälter werden soll, aber sie glaubt nicht, dass es viel Schnee geben wird. Außerdem erklärt sie uns, wie wohl jedem, dass wir über drei Bäche kommen werden, der letzte parallel zum Weg, dann gibt es kein Wasser mehr bis zu den kleinen Seen. Wir klären noch mit ihr, dass sie uns auch nach dem 22.09., dem Ende des offiziellen Bootverkehrs, vom Padjelantaleden abholen können, solange der Fluss nicht zufriert. Allerdings kann es sein, dass sie mal einen Tag nicht in Kvikkjokk sind, sodass wir möglichst rechtzeitig Bescheid geben sollen. Da diese Option für uns ja nur ein Plan B ist und wir eigentlich über Boarek zurückkommen wollen, bittet sie uns, ihnen auch Bescheid zu geben, falls wir ganz sicher keinen Bootstransfer brauchen. Wir zahlen und dann fährt Helena mit der jungen Frau weiter. Wir unterhalten uns noch ein Weilchen mit dem deutsch/schwedischen Paar. Die beiden sind sehr interessiert, wo wir hin wollen und wie schwer wohl der Rucksack ist für 14 Tage. Ob sie mal anheben dürfen? Klar dürfen sie. Ihr Tagesrucksack ist ihnen aber wohl lieber. Dann verabschieden wir uns, die zwei sind natürlich deutlich schneller als wir.

    So, nun geht es richtig los. Die Startzeit ist mit 10.20 Uhr eigentlich wie an einem ganz normalen Wandertag. Der Weg führt erst mäßig ansteigend durch den Fichtenwald. Aber dann geht es zur Sache, es ist steil, richtig steil und ganz schnell sind wir bis auf die Unterhose nassgeschwitzt, obwohl wir nur im T-Shirt laufen. Es ist aber auch ungewöhnlich warm und hier im Wald zudem komplett windstill. Sicht hat man fast keine, da die Wolken immer noch sehr tief hängen. Ab und zu kann man mal über den See blicken, aber Berge scheint es hier nicht zu geben.

    Als wir gegen 12 Uhr den dritten Bach erreichen, ist es allerhöchste Zeit für eine kleine Pause und ein Stück Schokolade. Durchgeschwitzt wie wir sind, wird es schnell kalt. Sind wir eben noch im T-Shirt unterwegs gewesen, so sitzen wir hier nun mit Jacke und Mütze. Zwei Schwedinnen überholen uns, auch sie sind auf einem Tagesausflug.

    Nach der Pause geht es noch ein kurzes Stück steil bergauf. Den Fichtenwald haben wir hinter uns gelassen und laufen jetzt durch die wunderschön gelb gefärbten Birken.



    Kurz nachdem wir den Wald ganz verlassen haben stehen wir auf dem Prinskullen.


    Kvikkjokkdelta mit Sakkat


    Prinskullen mit dem breiten Rücken des Vállevárre


    Änok – Tjuoldavágge


    "Blick" ins Tarradalen

    Die Sicht auf den See Sakkat und das Kvikkjokkdelta ist sehr schön, aber von den Bergen ringsherum kann man nur einen kleinen Teil erahnen. Die Sträucher sind teilweise noch sehr schön rot gefärbt, vor allem die Beerentraube. Die Zwergbirken sind zum großen Teil aber auch schon mehr braun als gelb.

    Wir folgen weiter dem Weg zum Rengärde. Immer wieder ziehen Nebelschwaden durch und dann fängt es auch schon an zu regnen. Nur leicht, aber wir ziehen vorsichthalber den Regenschutz über die Rucksäcke und ziehen auch gleich selber Regenjacke und –hose an. Damit ist es nun leider gleich viel wärmer, dafür ist die Steigung aber deutlich moderater geworden und wir kommen gut voran.

    Wir treffen noch einmal das deuscht/schwedische Paar, die beiden sind schon auf dem Rückweg. Sie hätten bei dem steilen Anstieg so oft an uns denken müssen, wie wir wohl mit dem schweren Gepäck da hoch gekommen sind. Obwohl wir hier im Regen stehen, unterhalten wir uns noch einmal eine Weile. Die beiden sind früher auch viel gewandert, aber mit den kleinen Kindern ist es im Moment schwierig. Als es langsam frisch wird, verabschieden wir uns und machen uns wieder auf den Weg.

    Das Wetter will es uns nun richtig zeigen. Innerhalb kurzer Zeit sind wir komplett im Nebel. Zum Glück hat mein Mann den Kompasskurs schon eingestellt und den ersten See angepeilt.



    Anfangs können wir noch dem Pfad folgen, aber nach dem Rengärde müssen wir uns auf den Kompass verlassen. Es ist schon ein bisschen seltsam sich so durch die Nebelsuppe zu tasten. Der Rentierzaun taucht aus dem Nebel auf und verschwindet hinter uns schnell wieder. Wir gehen nun nach Kompasskurs weiter leicht abwärts. Nach einiger Zeit taucht wenigstens ab und zu ein bisschen Landschaft auf und ganz langsam wird die Sicht wieder etwas besser.


    Blick ins Vállevágge

    Wir können die Renvaktarstuga schon erkenne, aber noch keinen See. Plötzlich sehen wir recht von uns auf einem Hügel zwei Wanderer und kurz darauf taucht hinter diesem Hügel auch der erste See auf. Ein paar Schritte weiter, sehen wir auch mehrere Zelt am See stehen. Doof, eigentlich wären wir gerne hier geblieben. So machen wir aber zumindest eine kleine Pause und essen etwas.


    Erster See, viel Wasser hat es nicht


    Vállevágge, deutlich ist nun die Schulter zu sehen, links unterhalb des Schneefeldes.


    Rentiere, im Hintergrund sogar etwas Sonne. Eigentlich sollte dort der Pårte liegen.

    Schauen wir mal, wie es an den anderen kleinen Seen aussieht. Den Anstieg auf die Schulter im Tal wollen wir heute nicht mehr machen. Ein Stück weiter finden wir einen sehr kleinen See und dahinter einen Bach. Das ist ja sogar noch besser. Hier bleiben wir. Eine schöne Stelle fürs Zelt ist auch schnell gefunden. War es im Wald noch windstill und viel zu warm, ist es nun kalt und windig. Richtigen Windschutz finden wir hier nirgends, also suchen wir uns eine schöne ebene Stelle aus. Dafür ist es jetzt wenigstens trocken.

    Bald steht das Zelt und ist eingeräumt. Wir sind ganz schön kaputt. Für den ersten Tag war das eine ganz ordentliche Steigung. Nur erst mal kurz erholen und dann raus aus den nassen Klamotten. Wie immer am Anfang der Tour, muss erst noch alles seinen Platz finden und die ganze Organisation dauert ein bisschen länger. Bald faucht der neue Gaskocher in der Apsis. Keiner hat mehr Lust "vor die Tür" zu gehen zum Kochen. Wir machen erst mal einen Liter Wasser warm, trinken Kaffee und essen die Müsliriegel, die noch aus dem Tagesproviant übrig sind. Wie im letzten Jahr wollen wir übrigen Tagesproviant nicht aufsparen, sondern abends essen um nicht zu sehr ins Kaloriendefizit zu rutschen.



    Immer wieder kommen Rentiere vorbei.



    Um 17.00 Uhr machen wir uns ans Kochen des Abendessens. Es gibt Nudeln mit Pomarosasoße. Der neue Kocher funktioniert super. Sehr angenehm, dass wir nicht mehr den Spiritus umfüllen müssen, außerdem ist er deutlich besser zu regulieren. Allerdings ist das Essen ein bisschen angebrannt im Topf, durch den doch etwas kleinen Brennerkopf. Das hatten wir so beim Trangia nie. Aber nun wissen wir ja, worauf wir beim Kochen achten müssen.

    Nach dem Essen gibt es noch den obligatorischen Tee, schon alleine deshalb, da mit dem Teebeutel auch immer gleich der Topf abgewaschen wird. Nun sind wir fast fertig, gleich noch die Zähne putzen und prophylaktisch Pipi machen, jetzt beginnt der gemütliche Teil des Abends. Doch dann entscheiden wir uns noch einen kleinen Gang zu machen um zu schauen, ob wir nicht doch den Pårte sehen können. Wir kommen an einen weiteren See, der gar nicht so klein ist, aber auch ziemlich ausgetrocknet. Der Pårte ist und bleibt in den Wolken verschwunden, und da es auch gerade wieder sehr grau wird, kehren wir um.

    Im Zelt kontrolliere ich auf dem Handy über die Earthmate App unseren aufgezeichneten Track vom Tag. Es hat, oh Wunder, alles geklappt.

    Ich schreibe nun meinen Tagebucheintrag, mein Mann liest im Grundsten. Als ich fertig bin, ist es erst 19.40 Uhr und schon ganz schön dämmrig. Aber es ist immer noch mehr oder weniger trocken, nur ab und zu nieselt es ein kleines bisschen.
    Geändert von andrea2 (25.10.2019 um 20:25 Uhr)

  4. Fuchs
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    AW: [SE] Der Winter naht - Südlicher Sarek im Spätherbst 2019

    #24
    Prima, es geht los!
    Euer Aufstieg war mein Abstieg.
    Die Herbstfarben sind wunderschön!
    Ich wünsche euch in den kommenden Tagen noch ein paar Sonnenstrahlen darin!

    Bin gespannt ...!
    Kalender *Papageitaucher 2019*
    Das Wetter, das man jeden Morgen in sich selber macht, ist viel wichtiger als das Wetter draußen. Fynn

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    AW: [SE] Der Winter naht - Südlicher Sarek im Spätherbst 2019

    #25
    Irgendwie glaube ich grad das ihr noch richtige Schneemänner/innen werdet. Ich bin mir nicht mehr ganz sicher, aber der September war glaube Kalt da oben
    "Freiheit bedeutet, dass man nicht alles so machen muss wie andere"

  6. AW: [SE] Der Winter naht - Südlicher Sarek im Spätherbst 2019

    #26
    Das fängt ja schon wieder super an. Ich freue mich uf die Fortsetzung.
    So möchtig ist die krankhafte Neigung des Menschen, unbekümmert um das widersprechende Zeugnis wohlbegründeter Thatsachen oder allgemein anerkannter Naturgesetze, ungesehene Räume mit Wundergestalten zu füllen.
    A. v. Humboldt.

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    AW: [SE] Der Winter naht - Südlicher Sarek im Spätherbst 2019

    #27
    Hallo Andrea,
    nachdem ich ja schon in Deine Route reinspicken durfte, bin ich jetzt erst recht gespannt, zu lesen, wie es Euch genau ergangen ist. Der Bericht fängt schon mal superschön an und tolle Bilder! Grüße auch von Krümel an Balto! Anne

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    AW: [SE] Der Winter naht - Südlicher Sarek im Spätherbst 2019

    #28
    Vielen Dank für die netten Kommentare.


    Donnerstag 12.09.2019, Vállevárre - Vállevágge


    Quelle: BaseCamp / Fjällkartan von http://bengt.nolang.se/kartor/fjallkartan/

    In der Nacht fängt es an zu regnen. Zum Glück waren wir kurz vorher noch mal draußen gewesen um den Tee wegzuschütten. So können wir uns morgens entspannt noch mal umdrehen und weiterschlafen.

    Um 9.00 Uhr stehen wir dann doch mal auf, kochen Wasser und frühstücken. Während wir mit dem Packen beginnen hört auch der Regen langsam auf. Wir immer brauchen wir am ersten Tag etwas länger, es dauert ein paar Tage bis alles seinen Platz hat im Rucksack.

    Die Sicht ist besser als gestern es ist nicht mehr so extrem diesig, wir können zumindest den unteren Teil von Pårte sehen und es bleibt trocken. So bekommt nur der Rucksack seinen Regenschutz und wir können den Anstieg ohne Regenkleidung angehen. Das ist doch deutlich angenehmer.


    Hier geht es gleich den Hang hoch


    Vallespiken

    Bis wir endlich aufbrechen ist es 11.20 Uhr. Steil geht es nun den Hang hoch. Etwa 300 Höhenmeter liegen vor uns, um auf die flache Schulter am Hang des Vallespiken zu kommen, der wir weiter ins Tal hinein folgen wollen. Der Anstieg ist zwar anstrengend, aber es geht doch deutlich besser als gedacht. Der Hang ist nicht so steil wie es aus der Ferne aussah. Von der Steigung einmal abgesehen läuft man über recht einfaches Gelände. Die Aussicht wird immer schöner.


    Blick nach Norden mit Pårte (für mich bleibt das der Pårte, auch wenn heute meist Bårdde auf den Karten steht), Boarektjåkkå und Boarekplateau, Stuor und Unna Jierttá und dem Gállakvárre, dort wollen wir auf dem Rückweg entlang kommen.


    Pårte und Boarektjåkkå, zum größten Teil in den Wolken


    Ganz link der Pass zwischen Boarektjåkkå und Stuor Jierrtá in der Mitte der Unna Jierrtá und rechts der Gállakvárre, davor das Boarekplateau.


    Blick nach NO auf den Kungsleden mit Stuor Dáhtá und ganz hinten dem großen aufgestauten Tjaktjajavrre. Im Vordergrund die kleinen Seen auf dem Vállevárre.


    Blick zurück auf den breiten Rücken des Vállevárre

    Eine halbe Stunde später und noch ein bisschen höher wird die Aussicht noch besser, leider werden auch die Wolken immer grauer.


    Noch einmal der Blick nach NO auf den Kungsleden (Bildmitte), hinter dem Stuor Dáhtá kann man jetzt auch den Sjábttjakjávrre erkennen, an dessen Nordende die Pårtestugan liegt. Ganz hinten der Tjaktjajavrre.


    Vállevárre mit der tief eingeschnittenen Schlucht Vállegårsså


    Blick nach Süden über die Schlucht


    Bald wird es flacher

    Wir sind nun auf knapp 1100 m und können fast ohne Steigung weiter taleinwärts wandern. Es fängt wieder an zu regnen. Wir ziehen die Regenjacken und –hosen an, verzichten aber noch auf den Poncho. So schlecht schaut das Wetter doch gar nicht aus. Immer wieder kommt auch die Sonne durch.

    Wegspuren kann man keine mehr erkennen, aber immer wieder treffen wir auf Steinmännchen.


    Vallevágge


    Ein letzter Blick zurück auf Vállevárre und Sakkat

    Die Bäche sind harmlos und in Stiefeln zu queren. Als wir den zweiten Bach erreichen sind wir bereits zwei Stunden unterwegs, Zeit für eine kleine Pause. Der Regen hat gerade wieder nachgelassen und die Sonne scheint. Ich will Wasser holen, bleibe aber mit dem Fuß in der Schnurr des Regenschutzes meines Rucksacks hängen. Den ersten Schritt kann ich noch ausbalancieren, komme aber mit dem Fuß nicht aus der Schnurr raus. Und so passiert, was passieren muss, ich falle der Länge lang in die Steine am Flussufer. Instinktiv nehme ich noch den Arm vors Gesicht um wenigstens dieses und die Brille zu schützen. Ich brauche einen Moment um festzustellen, dass noch alles ganz ist. Mein Mann fragt entsetzt wie es mir geht, aber das kann ich im ersten Moment gar nicht sagen. Eine Hand ist aufgeschürft, das rechte Knie wird mit Sicherheit richtig blau werden, ist aber sonst ok und in der Regenhose ist ein großes Loch. Noch mal Glück gehabt.

    Eigentlich knote ich die Schnurr des Rucksackschutzes immer zusammen, damit ich nicht hängen bleibe, aber heute muss sie sich wieder gelöst haben. Und da sie schwarz ist, hab ich sie auf dem steinigen Untergrund nicht gesehen.

    Jetzt gibt’s erst mal eine Schokolade und dann klebe ich das Loch in der Regenhose mit Leukoplast, ans Panzerband komme ich gerade nicht ran, das muss ich dann heute Abend im Zelt machen.

    Inzwischen fängt es wieder an zu regnen, diesmal sieht es nicht so aus, als wäre es gleich wieder vorbei. Wir ziehen die Ponchos über und machen uns wieder auf den Weg. Der Boden und vor allem die Steine werden schnell sehr rutschig. Noch ist das nicht so schlimm, da wir meist über grasigen Boden laufen. Die flache Schulter fällt nun etwas ab, immer noch geht es sich ausgesprochen entspannt.

    Kurz kommt die Sonne noch einmal hervor, das nutzten wir für eine weite Pause. Auf der Höhe des 1442m Gipfels wird der Hang zunehmend steiler, allerdings sind hier oben immer noch Steinmännchen. Also bleiben wir erst noch am Hang. Das war aber wohl ein Fehler. Nach einer Weile geht es nicht weder richtig voran, da immer mehr Blockfelder kommen. Aber wir kommen auch nicht mehr richtig runter an den Bach, da uns auch dort die Blockfelder den Weg versperren. Unten am Bach können wir Wegspuren erkenne, und viel grüner scheint es dort auch zu sein. Wir müssen da runter, dass wissen wir und hätten es wohl besser auch schon früher getan. Wieder einmal haben wir uns von Steinmännchen und Spuren verleiten lassen und sind nicht unserem eigenen Gefühl gefolgt.

    Wir müssen nun über dieses steile Blockfeld abwärts. Die Steine sind so rutschig, dass man kaum aufrecht darüber gehen kann. Mein Mann nimmt mir dankenswerter Weise den Rucksack ab und geht die Strecke somit drei Mal, sonst wäre ich da gar nicht hinunter gekommen. Ich klettere nun mit Händen und Füssen über die Steine, rutsche oft auf dem Hintern statt zu gehen, die Regenhose hat ja eh schon ein Loch. Mein lädiertes Knie beschwert sich und zu allem Überfluss fängt es nun auch wieder an zu regnen. Und so was nennt sich Urlaub. Endlich sind wir unten.

    Die Rucksäcke haben wir eh schon abgesetzt, da bietet es sich an, trotz des Regens noch eine kleine Pause zu machen und etwas zu essen, aber es ist sehr ungemütlich und so gehen wir bald weiter. Wir folgen nun wieder deutlichen Pfadspuren. Das Gelände ist nur kurzzeitig einfacher, dann müssen wir auch hier unten immer wieder über Blockfelder. Anfangs kann man sie noch umgehen, aber irgendwann geht auch das nicht mehr. Ich weiß nicht warum, aber heute sind die Felsen extrem rutschig und so dauert es nicht lange und ich liege schon wieder auf dem rechten Knie. Super, und mein Mann bekommt es erst gar nicht mit, da er ein paar Schritte vor mir ist und mich durch das Rauschen von Wassers und Windes nicht hören kann. Erst nach mehrmaligem Brüllen dreht er sich um.

    Zum Glück habe ich die Stöcke, sonst wäre ich wohl mit dem schweren Rucksack gar nicht mehr hoch gekommen. Ich hab keine Lust mehr für heute, unsicher bin ich nach dem zweiten Sturz jetzt sowieso und so beschließen wir nach kurzem Kriegsrat für heute hier zu bleiben, obwohl es erst 16.30 Uhr ist. Der weitere Weg geht nun durchwegs über Geröll und dies ist vielleicht die einzige Möglichkeit vor dem Pass noch zu zelten. Auf dem kleinen Hügel, auf dem wir gerade stehen ist eine schöne ebene Wiese und ein kleiner Bach fließt gleich in der Nähe. Viele Wanderer werden hier heute nicht mehr vorbei kommen, da ist es dann auch egal, dass wir das Zelt fast auf dem "Weg" aufstellen müssen. Es ist gerade trocken, also schnell das Zelt aufbauen, einräumen und Wasser holen. Während wir uns einrichten und trockne Sachen anziehen fängt es draußen wieder an zu regnen. Jetzt merke ich aber auch, dass mein Knie ganz gut was abbekommen hat. Hinknien geht gar nicht, und das ist im Zelt schon etwas blöd. Aber man muss alles positiv sehen, ein Glück dass nicht mehr passiert ist.

    Wir kochen gemütlich in der Apsis Wasser, trinken Kaffee und essen den restlichen Tagesproviant. Nebenbei studieren wir die Karte, morgen müssen wir entscheiden, ob wir den Präststigen weiter gehen oder zwischen Hábres und Rounas ins Tjuoldavagge absteigen. Zu einer endgültigen Entscheidung kommen wir nicht, wir wollen es vom Wetter abhängig machen. Bei so einem Sauwetter wie heute Nachmittag, haben wir keine Lust uns durch das Dickicht des Tjuoldavagges zu kämpfen. Aber es gäbe ja immer noch die Möglichkeit bis zum Buojdes zu gehen, dort ins obere Tjoldavagge abzubiegen und gleich am Hang entlang Richtung Låptåvágge zu gehen. Diese Variante ist mir eigentlich von Anfang an am sympathischen gewesen, muss man doch deutlich weniger absteigen und man vermeidet das Dickicht im Tal. Allerdings habe ich noch nirgends etwas gelesen, wie der Weg dort ist.

    Während mein Mann sich nun ums Abendessen kümmert schreibe ich Tagebuch. Das Essen ist sehr lecker. Auch wenn auf Tour meist alles schmeckt, gibt es immer Gerichte, die sehr lecker sind und andere, die zwar ok sind, aber die wir nicht unbedingt wieder kaufen müssen. Heute essen wir Chicken Tikka Masala von Trek´n Eat. Nach dem Essen gibt es noch den warmen Tee. Wir putzen nun auch gleich wieder Zähne, da es gerade trocken ist. Wer weiß wie lange noch.

    Um 21.00 Uhr ist Schlafenszeit. Nach meinem ersten Sturz hab ich heute gar keine Fotos mehr gemacht. Ich hab es wohl schlicht vergessen. Das Wetter hat auch nicht dazu eingeladen, trotzdem versuche ich sonst immer auch bei schlechtem Wetter zu fotografieren.
    Geändert von andrea2 (28.10.2019 um 14:09 Uhr)

  9. Fuchs
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    AW: [SE] Der Winter naht - Südlicher Sarek im Spätherbst 2019

    #29
    Oh man, gleich zwei mal , da würde ich auch nciht mehr an Fotos denken und dann noch mitten im Blockfeld wo man doch das Knie nach Stürtzen eher entlasten will.
    "Freiheit bedeutet, dass man nicht alles so machen muss wie andere"

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    AW: [SE] Der Winter naht - Südlicher Sarek im Spätherbst 2019

    #30
    Hallo Andrea,
    ich lese gerne mit, auch wenn etwas schmerzlich fehlt bei euch... Bin gespannt, wie es euch ergangen ist.

    Ich war zu der Zeit weiter südlich auf meiner Skandinavien-Premiere frei nach eurer Tour ab Grövelsjön. Dank deiner Unterstützung. Da wars auch kalt und nass. Und mit Hundedrama. Bericht folgt später im Jahr, wenn ihr alle mit euren großen Tourberichten fertig seid...
    Nur so viel: Das war nicht das letzte Mal.
    LG ulrike

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    AW: [SE] Der Winter naht - Südlicher Sarek im Spätherbst 2019

    #31
    Zitat Zitat von Pfiffie Beitrag anzeigen
    Oh man, gleich zwei mal , da würde ich auch nciht mehr an Fotos denken und dann noch mitten im Blockfeld wo man doch das Knie nach Stürtzen eher entlasten will.
    Wenn dann gleich richtig aber zum Glück ist ja alles gut gegangen. Der erste Sturz wäre auch nicht passiert, hätten wir nicht eh gerade Pause gemacht. Sonst hätte ich mich mit den Stöcken abfangen können.

    Zitat Zitat von agricolina Beitrag anzeigen

    ...Ich war zu der Zeit weiter südlich auf meiner Skandinavien-Premiere frei nach eurer Tour ab Grövelsjön. Dank deiner Unterstützung. Da wars auch kalt und nass. Und mit Hundedrama. Bericht folgt später im Jahr....
    Nur so viel: Das war nicht das letzte Mal.
    LG ulrike
    Oh, dass hört sich prima an, bin schon sehr gespannt wie es dir/euch ergangen ist.

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    Avatar von andrea2
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    AW: [SE] Der Winter naht - Südlicher Sarek im Spätherbst 2019

    #32
    Freitag 13.09.2019, Vállevágge – Slihtavagge


    Quelle: BaseCamp / Fjällkartan von http://bengt.nolang.se/kartor/fjallkartan/

    Nachts ist es sehr hell, es hat aufgeklart und der Mond scheint. Demensprechend ist es auch ganz schön kalt. Gegen Morgen fängt es aber schon wieder an zu regnen. Wir drehen uns in der Früh also noch einmal um und stehen erst um 7.30 Uhr auf, als der Regen etwas nachlässt. Die Wolken hängen tief, viel Sicht hat man nicht.

    Also erst mal gemütlich frühstücken. Während mein Mann sich um den Kocher kümmert, rufe ich den Wetterbericht ab. Es dauert vielleicht eine Minute bis das InReach klingelt und das Eintreffen der Vorhersage ankündigt. Da ich das Handy via Earthmate mit dem InReach gekoppelt hab, kann ich dort sehr komfortabel den Wetterbericht ablesen. Den ganzen Tag 10% Wahrscheinlichkeit für Regen/Schneeschauer. 10 % ist schon mal gut, denn im Laufe der Tour haben wir festgestellt, dass dies meist trockenes Wetter bedeutet. 30 % heißt fast immer schon durchgehend Regen. Das allerdings schon Schnee vorhergesagt wird, dass gefällt uns nun so gar nicht.

    Aber jetzt erst mal Frühstück. Danach sieht das Wetter gar nicht mehr so schlecht aus, es zeigen sich erste blaue Lücken in den Wolken und später kommt sogar die Sonne raus. Nun sehen wir aber auch, dass es schon ganz schön weit runter geschneit hat. Unangenehm ist der starke Wind. Zusammen mit den niedrigen Temperaturen ist da auch die Sonne relativ machtlos. Aber Hauptsache es ist erst mal trocken und wir kommen gut über den Pass.



    Wir packen soweit wie möglich im Zelt. Dieses ist durch den Wind fast trocken, zumindest von außen. Als wir es abgebaut haben, sind die Hände eiskalt und wir freuen uns auf etwas Anstrengung um wieder warm zu werden. Wir laufen heute mit voller Montur los, dazu gehört die lange Unterhose genauso wie Jacke, Fleece, Regenhose, Mütze und Handschuhe.





    Der Wind hat den großen Vorteil, dass die Steine relativ schnell abtrocknen und nun wieder guten Halt bieten. Um 10.30 Uhr geht es los. Nach kurzer Zeit sehen wir rechts am Hang zwei Zelte stehen. Es geht relativ nah am Bach entlang. Hier sind die Steine meist kleiner und man kann einigermaßen gehen.




    Blick zurück

    Später queren wir den Bach und steigen über das letzte Blockfeld direkt zum Pass hoch. Das geht viel einfacher als gedacht und eine Stunde nach dem Start sind wir oben auf ca. 1100 m Höhe. Der Blick ist fantastisch, schon bei diesem Wetter, wie muss es erst bei schönem Wetter sein.


    Am Pass

    Wir gehen noch ein Stück weiter, bis wir einen besseren Überblick haben. Eigentlich wollen wir hier eine Pause machen, aber es ist zu kalt im Wind. So machen wir nur ein paar Fotos und suchen uns für die Pause eine geschütztere Stelle etwas tiefer. Die Berge hinter uns sind bis weit runter eingeschneit. In Richtung Sarek sieht das besser aus, soweit man sehen kann. Vor uns liegt der Rounas, daneben Hábes mit dem kleinen See davor. Zwischen den beiden führt der Weg hinab ins Tjouldavágge


    Rounas


    Blick ins Tjouldavágge, mit Rounas und Hábres


    Der Präststigen führt nun links vom Rounas über den nächsten Pass (rechts oberhalb des Schneefeldes)


    Blick zurück zum Pass

    Wir essen eine Kleinigkeit und dann fängt es auch schon an zu regnen. Dabei hat gerade noch die Sonne geschienen. Also wieder einmal Poncho raus und auch gleich noch die wasserdichten Überhandschuhe. Den Weg direkt hinunter ins Tjoultavágge haben wir schon abgeschrieben, dazu ist uns das Wetter zu schlecht. Heute geht es erst einmal den Präststigen weiter. Wir halten nun auf den oberen See zu. Das ist allerdings nicht ganz so einfach, da immer wieder Blockfelder zu umgehen sind. Am Ende sind wir doch fast beim unteren See. Immer wieder bieten sich schöne Blicke ins Tjouldavágge und Richtung Låptåvágge.


    Blick auf den nächsten Pass

    Nachdem der Regen noch mal eine kurze Pause eingelegt hat, geht es so richtig los. Erst schüttet es, dann schneit und graupelt es, das Ganze bei ordentlichem Wind, der uns die Schneekristalle schön ins Gesicht peitscht. So ist alles etwas mühsam. Wie war das mit 10 % Niederschlagswahrscheinlichkeit? Zum Glück haben wir die größten Blockfelde bereits hinter uns.

    Wir halten jetzt immer auf die Y-Kreuzung der Flüsse aus dem Rounasvágge und dem Bach von unserem nächsten Pass zu. Mehrmals müssen kleine Schluchten gequert werden, bevor wir oberhalb des Rounasjåhkå stehen. Am Ufer finden sich einige wunderschöne Zeltplätze, die uns schon fast zum Bleiben verleiten, aber dann sind wir doch tapfer und entscheiden uns dafür weiter zu gehen. Dass der Regen wieder aufhört erleichter die Entscheidung natürlich. Irgendwann müssen wir ja mal ein bisschen voran kommen. Auch hier müssen wir tief hinunter zum Fluss. Lange müssen wir nicht suchen um eine Stelle zu finden, wo wir den Fluss in Stiefeln queren können.

    150 Meter geht es nun hinauf bis zum nächsten Pass. Das Gelände ist einfach zu gehen, wir folgen dem Fluss. Vom Pass aus dem Vállevágge sehen wir zwei Wanderer herunter kommen, eine Weile können wir sie beoabachten, sehen sie dann aber nicht wieder. Da hier so unglaublich viele Blaubeeren wachsen, machen wir eine kleine Pause zum Beeren sammeln. Lecker, hier finden wir nun die Blaubeeren, die es in Mittelschweden nicht mehr gab. Lange kann man es leider im kalten Wind nicht aushalten, sodass wir uns bald wieder auf den Weiterweg machen.


    Blick zurück, im Hintergrund unser Pass, davor unter der kleinen Felsnase liegt der obere See, in der Senke der Rounasjåhkå.



    Rounasvágge, talaufwärts

    Oben kommen wir genau richtig bei den beiden kleinen Seen raus. Hier können wir das erste Mal auf den nächsen Pass sehen, zwischen Slihtavárre und dem Punkt 989. Dieser Pass heißt bei uns nur noch der "Horrorpass", da wir dort die schlimmste Sturmnacht unserer Trekkinglaufbahn verbrachten.

    Ende Juli 1989 kamen wir von Darreluopal, es war sehr warm, schwül und windstill, die Mücken fraßen uns förmlich auf. In dem kleinen Sattel gab es zumindest einen Hauch von Wind. So stellten wir das Zelt dort an dem kleinen See auf. Abends gingen dann Sturm und Regen los. Die Mücken waren nun zwar weg, dafür hatten wir Angst ums Zelt. An Schlaf war kaum zu denken und morgens brachen wir ohne Frühstück auf, um nur schnell hier runter zu kommen. Seitdem sind wir sehr vorsichtig geworden mit solchen Zeltstellen und der Pass hat für alle Ewigkeit seinen Namen weg.

    Leider hab ich auch an diesem Nachmittag nur sehr wenig Fotos gemacht und den Pass überhaupt nicht fotografiert. Wir sind nun aber noch am Pass davor, es geht an den zwei kleinen Seen vorbei, am ersten links, am zweiten rechts.


    Blick zurück über den ersten kleinen See

    Nach den Seen geht es ein kleines Stück abwärts, durch den Bach und auf der anderen Seite einen kleinen Hang hinauf zu einem großen Steinmännchen. Nun können wir fast auf gleicher Höhe weiter laufen. Wir halten auf den kleinen See unterhalb des Horrorpasses zu. Von links kommt das Slihtavágge hoch, hier könnte man ins Tarradalen absteigen.

    Es ist kurz vor 17 Uhr und es sieht schon wieder sehr nach Regen aus. Als wir eine schöne Stelle fürs Zelt sehen, haben wir schnell beschlossen für heute hier zu bleiben. Es ist kalt und da es immer noch sehr windig ist, ist der Zeltaufbau mühsam. Einer muss immer festhalten, bis die Heringe ordentlich im Boden sind. Dann alles gut abspanne und die Heringe mit Steinen beschweren. Nicht dass wir hier fast am Horrorpass wieder eine Horrornacht erleben. Das Zelt schaut ein bisschen krank aus, so im starken Wind. Mit den ersten Regentropfen haben wir alles im Zelt, nur Wasser fehlt noch.

    Aber zuerst gibt es für jeden einen Müsliriegel. Ich bin jetzt total durchgefroren und muss unbedingt trockene Sachen anziehen und ab in den Schlafsack. Mein Mann ist tapfer und holt noch Wasser bevor er sich auch umzieht. Wir haben jeder für tagsüber eine 500 ml Wasserflasche und für abends/morgens zwei 2L Wassersäcke. Damit kommen wir knapp aus, füllen aber, wenn es das Wetter erlaubt, meist vor dem Schlafen gehen noch mal auf. Jetzt haben wir aber erst mal genug Wasser und können entspannen.

    Bald läuft der Kocher und wir können uns mit einem warmen Tee von innen wärmen, das Abendessen tut ein Übriges. Heute gibt es Stew mit Potatos von Sammit to Eat, Sehr!! lecker mit großen Fleischstücken. Danach noch einen Tee und dann ist auch mir endlich warm genug, dass ich Tagebuch schreiben kann. Mein Mann liest derweil wieder etwas im Grundsten. Wahrscheinlich kann er ihn am Ende der Tour auswendig. Gegen 20 Uhr wird es langsam dunkel und für uns ist bald Schlafenszeit.

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    AW: [SE] Der Winter naht - Südlicher Sarek im Spätherbst 2019

    #33
    Zitat Zitat von andrea2 Beitrag anzeigen
    Also wieder einmal Poncho raus und auch gleich noch die wasserdichten Überhandschuhe.
    Wie läuft sichs denn im starken Wind mit Poncho? Wird der nicht verblasen und flattert wie verrückt?

    Und welches HB habt ihr denn da, Nammatji? Wie wars mit Kondens bei der Kälte?

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    AW: [SE] Der Winter naht - Südlicher Sarek im Spätherbst 2019

    #34
    Oh je, das sind ja wirklich üble Bedingungen! Ich fand die Blockfelder im Vallevagge schon bei trockenem Wetter übel. Auf nassen Steinen würde ich da nicht lang wollen. Ein Glück, dass Dir bei den Stürzen nicht mehr passiert ist. Aber für die Moral ist das ja auch nicht förderlich, und dann noch Schnee und Graupel ins Gesicht! Kein Wunder, dass Ihr auf dieser Tour manchmal gezweifelt habt. Umso mehr freue ich mich, dass Ihr doch wieder Pläne schmiedet.

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    AW: [SE] Der Winter naht - Südlicher Sarek im Spätherbst 2019

    #35
    Zitat Zitat von agricolina Beitrag anzeigen
    Wie läuft sichs denn im starken Wind mit Poncho? Wird der nicht verblasen und flattert wie verrückt?
    Und welches HB habt ihr denn da, Nammatji? Wie wars mit Kondens bei der Kälte?
    Poncho ist so eine Haßliebe. Ich zieh ihn nicht gerne an, aber mir ist immer wichtig, dass das Tragesysthem des Rucksacks nicht komplett nass wird. Wir haben die Rucksäcke immer mit im Zelt und das wird sonst zu einem Problem.

    Glanz klar ist der Poncho bei starkem Wind nervig. Aber wir hatten bisher wenig Situationen in denen es gar nicht ging.

    Das Zelt ist ein HB Nammtj 3. Kondens ist immer ein gewisses Problem, wir haben in diesem Jahr tatsächlich oft das Innenzelt ausgehängt beim Abbauen, um dieses zumindest einigermaßen trocken einzupacken, und dann das Außenzelt ausschütteln zu können. Bei Frost hatten wir das Kondenswasser dann auch innen am Innenzelt, da es an der Außenseite überfroren war. Nett wenn du dann morgens erst mal Eiskratzen darfst. Aber immer in einem Rahmen der noch händelbar war, selbst mit Daunenschlafsack.

    Ich bin nicht mit der ganzen Konstruktion des Zeltes glücklich, z.b. stößt man mit dem Schlafsack immer ans Innenzelt, auch wenn man nicht besonders groß ist, wenn dann noch Wind aufs Fußende steht, drückt man das Innenzelt gegen das Außenzelt und bekommt so die Nässe rein.

    Trotzdem ist es für uns das beste Zelt im Hinblick auf Gewicht, Platz und Stabilität.

    Zitat Zitat von Blahake Beitrag anzeigen
    Oh je, das sind ja wirklich üble Bedingungen! Ich fand die Blockfelder im Vallevagge schon bei trockenem Wetter übel. Auf nassen Steinen würde ich da nicht lang wollen. Ein Glück, dass Dir bei den Stürzen nicht mehr passiert ist. Aber für die Moral ist das ja auch nicht förderlich, und dann noch Schnee und Graupel ins Gesicht! Kein Wunder, dass Ihr auf dieser Tour manchmal gezweifelt habt. Umso mehr freue ich mich, dass Ihr doch wieder Pläne schmiedet.
    Ach, zweifeln tun wir wohl auf jeder Tour. Das ist immer schnell wieder vorbei.
    Geändert von andrea2 (29.10.2019 um 13:11 Uhr)

  16. Fuchs
    Avatar von Vintervik
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    AW: [SE] Der Winter naht - Südlicher Sarek im Spätherbst 2019

    #36
    Schön zu lesen, da werden Erinnerungen wach an meine Tour vor drei Jahren. :-)

    Zitat Zitat von andrea2 Beitrag anzeigen
    Nach den Seen geht es ein kleines Stück abwärts, durch den Bach und auf der anderen Seite einen kleinen Hang hinauf zu einem großen Steinmännchen. Nun können wir fast auf gleicher Höhe weiter laufen.
    Dieses Steinmännchen hätte ich auf Entfernung fast übersehen, da ja kurz vorher ein sehr grosses Steinmännchen recht nah am Bach steht. Bis mir dieser schwarze Punkt auffiel und ich durchs Tele schaute. Ansonsten wäre ich weiter am Bach entlang, und dadurch in die falsche Richtung gegangen.
    Geändert von Vintervik (29.10.2019 um 13:30 Uhr)

  17. Dauerbesucher
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    AW: [SE] Der Winter naht - Südlicher Sarek im Spätherbst 2019

    #37
    Zitat Zitat von Vintervik Beitrag anzeigen
    Dieses Steinmännchen hätte ich auf Entfernung fast übersehen, da ja kurz vorher ein sehr grosses Steinmännchen recht nah am Bach steht. Bis mir dieser schwarze Punkt auffiel und ich durchs Tele schaute. Ansonsten wäre ich weiter am Bach entlang, und dadurch in die falsche Richtung gegangen.
    Genau daran hab ich mich erinnert, als wir das große Steinmännchen sahen.

  18. Erfahren
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    AW: [SE] Der Winter naht - Südlicher Sarek im Spätherbst 2019

    #38
    Hallo Andrea,
    puh, was für ein Glück, dass Dir nicht mehr passiert ist, als Du zweimal gestürzt bist, der Gedanke an so was macht mir immer ein bisschen Sorge. Das verspricht ja wieder ein sehr schöner Bericht zu werden, ich mag auch die Bilder vom herbstlichen Fjäll vor grauen Wolken. Die Ahnung vom Winter, die letzten Wochen, bevor die Landschaft für viele Monate unter Schnee begraben sein wird. Und irgendwie passt die Jahreszeit ja auch zu der Tour ohne Euren treuen Begleiter Benny…

    Viele Grüße,
    Bernd

  19. Dauerbesucher
    Avatar von Linnaeus
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    AW: [SE] Der Winter naht - Südlicher Sarek im Spätherbst 2019

    #39
    Zitat Zitat von andrea2 Beitrag anzeigen
    Außerdem erklärt sie uns, wie wohl jedem, dass wir über drei Bäche kommen werden, der letzte parallel zum Weg, dann gibt es kein Wasser mehr bis zu den kleinen Seen.
    Gut, dass du es auch nochmal wiederholst. (Nützliche Infos kann man nicht oft genug wiederholen!)

    Und vielen Dank für die detaillierten topographischen Erläuterungen zu den Landschaftsfotos!

    OT: Sorry, ich bin noch gar nicht so weit, dass ich von deinen Stürzen gelesen habe.

  20. AW: [SE] Der Winter naht - Südlicher Sarek im Spätherbst 2019

    #40
    Ein schöner Start. Ihr seid auf jeden Fall weiter gekommen als ich, so viel ist klar
    Ich freu mich auf die Fortsetzung.


    Zum Wasser/dass zwischen den drei Bächen und den Seen nichts kommt (wurde mir auf der Bootsfahrt auch erzaehlt): ich hab kurz hinter Prinskullen gezeltet, dort waren auf der linken/suedwestlichen Seite noch ein paar kleinere Bäche. Knapp ueber der Baumgrenze. Oder war's nur Schnee, der in der Sonne geschmolzen ist?

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