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  1. Fuchs
    Avatar von berniehh
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    AW: [CA] Northern Rockies Traverse 2019

    #2
    Hier kommt nun der Bericht über meine Tour durch die nördlichen Rocky Mountains, einer noch kaum besuchten Region………


    Wieso diese Gegend?

    Nach dem ganzen Ärger und Stress mit der Polizei auf meiner Chinareise im letzten Jahr (Bericht siehe hier), wollte ich in diesem Jahr mal wieder irgendwo hinfahren wo es politisch entspannter zugeht.

    Die nördlichen Rocky Mountains hatte ich mir vor etlichen Jahren schonmal auf Google-Earth angeschaut und als interessant eingestuft. Seitdem schlummerten sie bei mir als potenzielles Trekkingreiseziel im Hinterkopf.

    Das scheint eine riesige unerschlossene Wildnis zu sein, ohne Straßen und Fahrwege für hunderte von Kilometern, die außer ein paar Outfitter und Jäger noch kaum Leute auf dem Schirm haben.

    Auf den Topokarten sind keine Pfade eingezeichnet, also vermutete ich daß die ganze Gegend dann wohl weglos sein muss. Brauchbare Infos über mehrtägige Trekkingrouten findet man keine.
    Es gibt bestimmt Leute, die da schonmal durchgewandert sind, Berichte darüber habe ich aber nicht gefunden.

    Da ich für dieses Jahr noch keine bessere Idee hatte, wollte ich mir die nördlichen Rocky Mountains mal für eine ausgiebige Entdeckung vornehmen.

    Mehrere Parks bedecken das Gebirge. Der bei weitem größte ist der Northern Rocky Mountains Provincial Park. Zwei weitere extrem abgelegene Parks sind der Dune Za Keyih Provincial Park und die Kwadacha Wilderness.

    Durch den nördlichen Teil des Gebirges verläuft der Alaska Highway, der ein guter Startpunkt für längere Touren wäre, will man sich nicht einfliegen lassen.
    Stöbert man in Fort Nelson rum, findet man in der öffentlichen Bibliothek sowie im Northern Rockies Visitor Information Center Informationen über kurze Tageswanderungen, ausgehend vom Alaska Highway. Das war´s dann aber auch schon.

    Ich war schon sehr neugierig darauf, wie dieses Gebirge wohl aussehen mag und was mich dort erwarten wird.
    Fotos zum Anklicken findet man auf Google-Earth kaum, ausser vom Redfern Lake und entlang des Alaska Highways.
    Eine 3-D-Ansicht auf Google-Earth lässt aber vermuten daß die Gegend spektakulär sein muss.
    Insbesondere der von motorisierten Fahrzeugen noch völlig unerreichbare zentrale und südliche Teil bietet wirklich dramatische Landschaften. Wenn diese Gegend direkt neben den Nationalparks Banff und Jasper liegen würde, wäre es ein weiterer Weltklasse-Park, der jedes Jahr von Millionen Touristen besucht werden würde. Zum Glück ist es aber nicht so.

    Also dann wollte ich mal schnell mit meiner Routenplanung beginnen, für eine lange durchgehende Wildnisdurchquerung………..
    Geändert von berniehh (28.09.2019 um 01:58 Uhr)

  2. Fuchs
    Avatar von berniehh
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    AW: [CA] Northern Rockies Traverse 2019

    #3
    die Planung

    Auf Google Earth hatte ich mir ziemlich willkürlich eine Linie gezeichnet, einmal von Norden nach Süden quer durch die nördlichen Rocky Mountains, was eine Wanderstrecke von über 700 Kilometern ergibt, durchgehend durch unberührte Wildnis, ohne Querung einer einzigen Straße oder Fahrweges dazwischen.
    Diese Strecke wollte ich jetzt mal ablaufen.
    Start am Liard River und Ende am Redfern Lake, bzw. Sikanni Chief River.

    Ich hatte überhaupt keine Ahnung wie schwierig das Gelände und wie dicht der Busch in dieser Gegend ist, bzw. ob man da ohne Pfade überhaupt durchkommt.

    Da ich davon ausging daß das Gelände anspruchsvoll und das Vorwärtskommen langsam werden könnte, plante ich mal mit einem recht vorsichtigem Schnitt von nicht mehr als 12 Kilometern am Tag. Dann wird es wohl schon irgendwie klappen.

    Wenn dann noch einige Schlechtwetterruhetage hinzukommen, müsste die Gesamtstrecke in 65 bis 70 Tagen zu schaffen sein.
    Natürlich ging ich davon aus auf der gesamten Strecke keine Leute zu treffen, ausser vielleicht ab Spätsommer den ein oder anderen Jäger als Zufallsbegegnung.

    Das ist ja alles schön und gut, aber das größte Problem an der ganzen Sache war doch die Frage: Wie schleppe ich Essen für 65 bis 70 Tage?

    In den ersten 10 bis 15 Tagen führt meine Route noch relativ nah am Alaska Highway, bis zu der Stelle wo der Highway, bei Toad River, einen 45 Grad Knick nach Osten macht und sich komplett von meiner Route entfernt.
    Dort könnte ich nochmal einen Schlenker zur Straße machen und zum Einkaufen nach Fort Nelson trampen. Somit brauche ich am Start nur Essen für 15 Tage mitschleppen.

    Diese ersten 10 bis 15 Tage dienen gleichzeitig als Testtour, um ein Gefühl für das Gelände zu bekommen und um herauszufinden, ob mein geplanter Schnitt von 12 Kilometern am Tag zu schaffen ist oder ob ich für den darauffolgenden großen Hauptteil nochmal alles umplanen muss.

    Der erste Abschnitt ist also abgehakt!

    Aber was ist mit den restlichen 55 Tagen?

    Wenn ich mit voller Ausrüstung gehe, also incl. Steigeisen und Eispickel, die ich auf dieser Tour definitiv mitnehmen werde, kann ich Essen für 20 Tage im Rucksack mitschleppen. Für 25 Tage ginge auch noch, aber das wäre dann schon grenzwertig mit einem Rucksackgewicht von 40 bis 45 Kilogramm.

    Das heisst ich brauche unterwegs noch zweimal Proviantnachschub!!

    Zunächst spiele ich ernsthaft mit dem Gedanken noch zwei weitere Schlenker zum Alaska Highway zu machen. Das wäre aber mega weit und bis ich nach dem Wiedereinstieg mit voller Proviantladung zurück auf meiner Route bin, wird ein Großteil des Proviants schon wieder verbraucht sein so daß ich mir nach kurzer Zeit auf einen erneuten Ausstieg vorbereiten kann

    Schnell merke ich daß es so nicht funktionieren wird!
    Ich wäre die meiste Zeit nur mit Aus- und Wiedereinstiegen beschäftigt und käme auf meiner eigentlichen Route kaum noch vorwärts.

    Ausserdem kommt dann noch hinzu daß weitere Ausstiege, bis auf wenige gut ausgesuchte Routen, ohne Packraft oder Pferd kaum möglich wären. Große unfurtbare Flüsse, wie der Prophet River mit seinen ganzen Seitenarmen oder der Muskwa River, versperren den Weg zurück zum Alaska Highway.

    Weitere Ausstiege sind somit also ausgeschlossen!!

    Als zweite Möglichkeit käme dann noch in Betracht meine Route nochmal komplett umzuplanen, also nur den direktesten Weg wählen, auf leichteste und schnellste Talrouten. Vielleicht schaffe ich es so ja in 25 Tagen von Toad River zum Redfern Lake.
    Der Nachteil dabei: landschaftlich deutlich weniger spektakulär und bestimmt paarhundert Kilometer weniger Strecke.
    Kommt also auch nicht in Frage!
    Mein Ziel ist es nicht die nördlichen Rockies auf der schnellsten und unspektakulärsten Route zu durchqueren,….. es soll schon eine landschaftlich recht geile Tour werden.

    Über die dritte Möglichkeit, von der Natur zu leben, habe ich garnicht erst nachgedacht, sondern sie von vornherein ausgeschlossen.
    Mit Jagen und Fischen habe ich keine Erfahrung und weiss auch nicht welche PfLanzen, ausser Blaubeeren, sonst noch essbar sind.
    Selbst wenn ich die Erfahrung hätte von der Natur zu leben und es auf dieser Tour praktizieren würde, wäre ich jeden Tag etliche Stunden damit beschäftigt mir mein Essen zu suchen, so daß ich kaum noch vorwärts kommen würde.
    Von der Natur zu leben scheint mir eher was für Leute zu sein, die wochen- oder monatelang an einem Ort verbringen wollen.

    Dann kommt als viertes nur noch die teuerste Möglichkeit in Betracht, mir food-drops aus der Luft zu organisieren!

    Per E-mail schreibe ich das Visitor Information Center in Fort Nelson an, mit der Bitte mir die Namen und E-mail Adressen von Buschpiloten aus Fort Nelson oder Umgebung zu schicken.

    Ich bekam zwei Namen:
    Peter Villers aus Fort Nelson, der mehrere Cessnas hat und Urs Schildknecht, der am Muncho Lake stationiert ist und ein Wasserflugzeug besitzt.

    Peter Villers schreibe ich an, schildere ihm mein Vorhaben und frage ob die Möglichkeit besteht entlang meiner Route food-drops zu organisieren.

    Seine Antwort kommt schnell. Über meine geplante Route äußert er sich skeptisch-zurückhaltend und kommt gleich als erstes mal mit der uralten Geschichte von dem Franzosen, der vor sieben oder acht Jahren auf eine ähnliche Tour aufgebrochen war und nie wieder aufgetaucht ist.

    Peter war aber bereit mir mit food-drops auszuhelfen, hat allerdings geschrieben daß seine Landemöglichkeiten entlang meiner Route nur sehr begrenzt seien. Er schickt mir die Koordinaten von nur fünf möglichen Landestellen zu, keine davon liegt direkt an meiner Route, aber alle sind in eintägigem Abstecher von meiner Route erreichbar. Oder ich plane meine Route so um daß ich direkt da durchkomme.

    Es sind alles Outfitter-Camps, die in der Jagdsaison, ab Spätsommer/Herbst, von Jägern mit deren Guides angeflogen werden. Für den Rest des Jahres sind diese Camps in der Regel verlassen. Kann auch sein daß das eine oder andere Camp mal das ganze Jahr über unbesucht bleibt, schreibt Peter.

    Von diesen fünf Camps schliesse ich eines aus. Um dort hinzukommen muss der Gataga River gefurtet werden und da ich nicht weiss ob er furtbar ist, nehme ich von diesem Camp Abstand.
    Die vier anderen kämen für meine food-drops aber in Frage.

    Mit diesen Informationen gebe ich mich erstmal zufrieden.
    Alle weiteren Details und wie es denn genau mit den food-drops ablaufen soll, kann man ja später in Fort Nelson persönlich klären.

    Aus dem Internet mache ich mir Sreenshots von Topokarten und drucke sie aus. 36 Blätter in schwarz-weiss decken meine Route ab. Dazu noch 8 weitere Blätter, die meine Route in einer groberen Übersicht darstellen.

    Fast vier Monate wollte ich für diese Reise veranschlagen. Solange wird meine Northern Rockies Traverse zwar nicht dauern, aber mit dem Rest der Zeit kann ich ja im Anschluss noch ein oder zwei Treks im Banff oder Jasper Nationalpark machen.

    Dann wird der Flug gebucht: Hin am 5.Juni nach Fort St.John und zurück am 25. September aus Calgary für insgesamt 799 Euro.

    Nun kann es also endlich losgehen……..
    Geändert von berniehh (28.09.2019 um 08:16 Uhr)

  3. Alter Hase
    Avatar von codenascher
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    AW: [CA] Northern Rockies Traverse 2019

    #4
    Bernd, das hört sich ja schon wieder alles seeeehr interessant an. Gut das du zum berichten aus der Wildnis zurück gekehrt bist, Ich werde wie immer ein treuer Mitleser sein.

    Bin im Wald, kann sein das ich mich verspäte

    meine Weltkarte

  4. Fuchs
    Avatar von berniehh
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    AW: [CA] Northern Rockies Traverse 2019

    #5
    Hi Sven, dann hoffe ich mal dass dir der Bericht gefallen wird

  5. Fuchs
    Avatar von Meer Berge
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    AW: [CA] Northern Rockies Traverse 2019

    #6
    Normalerweise überspringe ich das ganze Vorgeplänkel von Planung und Anreise - bei dir ist schon das spannend!

    Toll, ich bin seeeehr gespannt, wie es dir ergeht und was du erlebst, ob deine Planung hinhaut und alles klappt!

    Dummerweise bin ich selbst erstmal 2 Wochen weg und verpasse den Einstieg, aber so habe ich auch etwas, auf das ich mich bei meiner Rückkehr schon freue
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    Das Wetter, das man jeden Morgen in sich selber macht, ist viel wichtiger als das Wetter draußen. Fynn

  6. Erfahren

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    AW: [CA] Northern Rockies Traverse 2019

    #7
    Oh, wie schön, das wird spannend!

  7. Dauerbesucher
    Avatar von elbspitze
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    AW: [CA] Northern Rockies Traverse 2019

    #8
    bums, abonniert. Die Gegend klingt sehr interessant. Was hättest Du nach der Testtour geplant, wenn du abgebrochen hättest? Wie teuer ist der Food supply aus der Luft?

  8. Erfahren
    Avatar von Fjellfex
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    AW: [CA] Northern Rockies Traverse 2019

    #9
    Zitat Zitat von berniehh Beitrag anzeigen

    Der Nachteil dabei: bestimmt paarhundert Kilometer weniger Strecke.
    Kommt also auch nicht in Frage!
    .
    Neee, sowas kommt wirklich nicht in Frage!

    Das verspricht wieder ein Abenteuer vom feinsten zu werden - bin dabei!

  9. Fuchs
    Avatar von berniehh
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    AW: [CA] Northern Rockies Traverse 2019

    #10
    Vielen Dank für die Kommentare. Dann hoffe ich daß auch Euch der Bericht gefallen wird

    Zitat Zitat von Meer Berge Beitrag anzeigen
    Dummerweise bin ich selbst erstmal 2 Wochen weg und verpasse den Einstieg, aber so habe ich auch etwas, auf das ich mich bei meiner Rückkehr schon freue
    Also dann wünsche ich dir einen schönen Urlaub
    Wohin geht´s denn?

    Zitat Zitat von elbspitze Beitrag anzeigen
    Die Gegend klingt sehr interessant. Was hättest Du nach der Testtour geplant, wenn du abgebrochen hättest?
    Keine Ahnung, aber irgendwas in der Gegend hätte ich schon gemacht. Was genau das sein würde hätte ich mir überlegt wenn ich wirklich abgebrochen hätte.

    Zitat Zitat von elbspitze Beitrag anzeigen
    Wie teuer ist der Food supply aus der Luft?
    Die Kosten von food-drops können ganz unterschiedlich sein, von fast gratis bis extrem teuer ist alles möglich. Prinzipiell hängen die Kosten ab von der geflogenen Distanz. Je weiter die Entfernung, desto höher der Preis.

    Wie teuer nun genau meine food-drops geworden wären oder geworden sind, wird später im Bericht geschrieben

  10. Erfahren
    Avatar von Voronwe
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    AW: [CA] Northern Rockies Traverse 2019

    #11
    Yeah, bernie ist wohlbehalten zurück und wir können uns auf einen Bericht freuen.

    Und Kanada triggert mich sowieso.

    Also abbonniert und harre gespannt der Dinde die da kommen.

    Ich finde gerade Deine Vorbereitungsberichte sehr spannend und könnte da auch gerne mehr von lesen. Eben weil es so ganz und gar unaltäglich ist.

  11. Fuchs
    Avatar von berniehh
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    AW: [CA] Northern Rockies Traverse 2019

    #12
    die Anreise Teil 1

    Mit British Airways fliege ich von Hamburg über London nach Calgary.




    Blick aus dem Flugzeugfenster über Grönland auf dem Flug von London nach Calgary


    das sieht nach einer megageilen Trekkinggegend aus


    nach zweieinhalb Stunden Wartezeit auf dem Flughafen von Calgary geht´s mit Westjet weiter nach Fort St.John

    Ankunft um 0:30!
    Bis ich ausgestiegen bin, meinen Rucksack vom Band geholt habe und das Flughafengebäude verlassen kann vergeht eine halbe Stunde.

    Und was macht man nun nachts um 1 Uhr bei kaltem Nieselwetter in Fort St.John?
    Richtig, man sucht sich schnellstmöglichst eine Wildcampstelle noch in Flughafennähe!
    Damit ich im Dunkeln nicht solange rumsuchen muss, hatte ich die Gegend um den Flughafen schon zuhause auf Google-Earth abgecheckt und mir die Koordinaten einer möglichen Wildcampstelle in mein GPS-Gerät gespeichert.
    Darauf steuere ich nun zu,....und Bingo, es war ein Volltreffer


    Meine Wildcampstelle in Fort St.John

    Es sind noch 700 Kilometer zu meinem Trekkingstartpunkt, die ich per Anhalter zurücklegen muss. Rein theoretisch könnte ich für die ersten 400 Kilometer bis nach Fort Nelson auch den Bus nehmen. Der fährt allerdings nur einmal die Woche, jeden Dienstag. Blöderweise ist heute Donnerstag
    Ich müsste also 5 Tage hier in Fort St.John auf den nächsten Bus warten.
    Da geht per Anhalter fahren deutlich schneller

    Fort St.John wäre mit seinen 18.000 Einwohnern in Deutschland nur eine unbedeutene Kleinstadt. Hier ist es nach Fairbanks und Whitehorse die drittgrößte Stadt entlang des 2288 Kilometer langen Alaska Highways.
    Der Hauptwirtschaftszweig ist Öl- und Gasförderung.

    Von meinem Camp marschiere ich zunächst die fünf bis sechs Kilometer in die Innenstadt. Als erstes zum Geldautomaten, ich brauche dringend kanadische Dollar.
    Ausser ein paar Läden ist nichts los hier, auch kaum Menschen auf den Bürgersteigen unterwegs.


    Tote Hose in der Innenstadt von Fort St.John

    Das Hauptleben scheint sich einen Kilometer weiter südlich, am Alaska Highway, abzuspielen, wo auch der ganze Durchreiseverkehr durchkommt und sich die üblichen Motel- und Fastfoodketten entlangreihen. Dort liegen auch die größten Supermärkte und besten Einkaufsmöglichkeiten. Ich finde einen Outdoorladen, wo ich 85 Dollar ausgebe für Bärenspray, zwei Gaskartuschen und Mückenmittel.

    Dann marschiere ich einen Kilometer weiter zu Walmart und kaufe den Proviant meiner ersten 15 Trekkingtage ein. Etwa deutsches Preisniveau, vielleicht bisschen mehr.
    Ich könnte den Proviant zwar auch noch in Fort Nelson einkaufen, dort soll es aber nur zwei kleinere Supermärkte geben, die deutlich teurer sind.

    Anschließend noch schnell zu A&W einen Burger verdrücken und fürs Dessert zu McDonalds, bevor ich mich gegen 14 Uhr zum trampen an den Alaska Highway stelle.
    Erstes Ziel Fort Nelson, 400 Kilometer entfernt.
    Ich rechne nicht unbedingt damit heute noch anzukommen.

    Nach anderthalb Stunden hält das erste Auto an, ein älterer Einheimischer, der aber nur 12 Kilometer weit fährt bis zur Abzweigung zu seinem Haus.

    Dann geht´s flott weiter mit zwei verschiedenen Autos, jeweils für 100 Kilometer, ohne lange Wartezeiten. Beide Fahrer waren auf dem Weg zu ihrer Arbeitsstelle auf einer Ölbohrstelle im Wald. Der zweite fährt mich nach Sasquatch Crossing, wo er einen Kollegen abholt und dann wieder zurückfährt.

    Landschaftlich ist die Strecke von Fort St.John nach Fort Nelson wie man sich Nordwestkanada vorstellt: Wälder, Wälder und nichts als Wälder. Einsamkeit pur, gefühlt nur alle 100 Kilometer mal zwei Häuser an der Straße. Man kann sagen 400 Kilometer relativ flach durch Wald.

    Manche Leute würden sagen die Strecke ist langweilig. Aber 400 Kilometer relativ flach durch Wald sind mir deutlich lieber als 400 Kilometer durch relativ flaches Farmland Man spürt quasi die endlose Waldwildnis um einen herum, möchte am liebsten aussteigen und gleich loslaufen, einfach nur immer geradeaus.

    Der Northern Rockies Regional District, der sich von hier aus für 600 Kilometer bis zur Yukongrenze erstreckt, ist mit seiner Fläche von 85.000 Quadratkilometern und Bevölkerungsdichte von nur 0,06 Einwohnern pro Quadratkilometer (davon die meisten in Fort Nelson) sogar noch dünner besiedelt wie das Yukon Territorium und Alaska.


    der Alaska Highway aus dem Autofenster fotografiert


    nichts als Wälder, bis zum Horizont.........

    In Sasquatch Crossing stelle ich mich wieder zum trampen an den Alaska Highway. Es sind noch 220 Kilometer nach Fort Nelson und nur wenig Verkehr. Ich kann kilometerweit die Straße entlangblicken und sehe schon 5 Minuten im Vorraus wenn da ein Auto kommt.

    Zum Glück muss ich auch diesmal nicht lange warten bis zwei polnische Touristen im Mietwagen stoppen. Sie sind auf dem Weg nach Whitehorse, das sie bis morgen vormittag erreicht haben wollen. Keine Ahnung wie sie das machen wollen, aber sie sagen sie wollen die ganze Nacht vollpower durchfahren (und dabei die überaus sehenswerte Landschaft entlang der Strecke verpassen) Wie auch immer, sollen sie machen. Auf jeden Fall sind es zwei nette Typen, mit denen man sich gut unterhalten kann. Jedenfalls mit dem einen, der andere spricht nur polnisch.


    Abendstimmung am Alaska Highway


    ein Schwarzbär am Alaska Highway, aus dem Autofenster fotografiert


    Bärensichtungen sind am Alaska Highway nichts ungwöhnliches



    Abends um 22:00 lasse ich mich bei kaltem Schauerwetter in der Ortsmitte von Fort Nelson absetzen und marschiere die paarhundert Meter an den Ortsrand zu meiner Wildcampstelle im Wald, die ich mir schon zuhause auf Google-Earth ausgesucht hatte.


    meine Wildcampstelle in Fort Nelson
    Geändert von berniehh (29.09.2019 um 03:35 Uhr)

  12. Fuchs
    Avatar von Meer Berge
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    AW: [CA] Northern Rockies Traverse 2019

    #13
    Zitat Zitat von berniehh Beitrag anzeigen
    Und was macht man nun nachts um 1 Uhr bei kaltem Nieselwetter in Fort St.John?
    Richtig, man sucht sich schnellstmöglichst eine Wildcampstelle noch in Flughafennähe!
    Moin Bernie!
    Super, es geht los!

    An dieser Stelle musste ich auch
    Beim Lesen dieser beiden Sätze dachte ich: Ich hätte mir zu Hause auf Google Earth schonmal eine Stelle gesucht.

    Und genau das hast du gemacht!

    Ich dachte, nur ich bin so überorganisiert (sofern ich die Zeit zur Vorbereitung habe).

    Gespannte Grüße,
    Sylvia
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    Das Wetter, das man jeden Morgen in sich selber macht, ist viel wichtiger als das Wetter draußen. Fynn

  13. AW: [CA] Northern Rockies Traverse 2019

    #14
    Juhu, ein neuer Bericht von Bernie, die nächsten Wochen sind lesestoff gesichert.
    So möchtig ist die krankhafte Neigung des Menschen, unbekümmert um das widersprechende Zeugnis wohlbegründeter Thatsachen oder allgemein anerkannter Naturgesetze, ungesehene Räume mit Wundergestalten zu füllen.
    A. v. Humboldt.

  14. Fuchs
    Avatar von berniehh
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    AW: [CA] Northern Rockies Traverse 2019

    #15
    Zitat Zitat von Meer Berge Beitrag anzeigen
    Ich dachte, nur ich bin so überorganisiert
    das ist doch heutzutage ganz normal
    Andere Leute buchen sich schon Wochen vor ihrer Reise auf trivago ihr Hotelzimmer und wir suchen uns halt schon Wochen vorher auf Google-Earth unsere Wildcampstellen

    Hallo Mika, ich hoffe dir wird der Bericht auch gefallen

  15. Fuchs
    Avatar von berniehh
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    AW: [CA] Northern Rockies Traverse 2019

    #16
    die Anreise Teil 2

    Fort Nelson liegt ziemlich einsam und verlassen inmitten der endlosen Wälder Nordwestkanadas und ist mit seinen knapp über 3000 Einwohnern verglichen mit deutschen Verhältnissen nur ein größeres Dorf.
    Der Alaska Highway führt hier durch und die nächstgelegenste Kleinstadt liegt 400 Kilometer entfernt Richtung Süden, Fort St.John.
    Fährt man den Alaska Highway weiter Richtung Norden liegt der nächste Ort sogar noch weiter entfernt, 530 Kilometer, Watson Lake im Yukon, das allerdings nur 800 Einwohner hat.
    Die nächste richtige Kleinstadt Richtung Norden ist Whitehorse im Yukon, über 950 Kilometer von Fort Nelson. Nur um mal eine Vorstellung von den Dimensionen und der Einsamkeit hier zu bekommen.

    Der Ort selber ist unattraktiv und überhaupt nicht sehenswert, keine Frage!
    Da ist Fort Nelson aber keine Ausnahme, das gilt generell für kanadische Städte, hatte ich so den Eindruck. Kanada bietet endlose unberührte Natur und phantastische Landschaften, aber die Städte sind mega hässlich! Ausnahme sind da wohl nur die Grossstädte.
    Aber ich bin ja auch nicht hierhergekommen um mir Fort Nelson anzuschauen

    Bin heute von meiner Wildcampstelle umgezogen ins Father Poullet Hostel, wo man gratis übernachten kann, sogar mit heißer Dusche. Eine gute Alternative zum wild zelten.
    http://redbookonline.bc211.ca/servic...oullet_shelter
    Das hatte ich auch schon zuhause im Internet gefunden, aber die Dame am Touri-Infoschalter hier meinte das sei nur für Aboriginies, als ich ihr nach dem Weg danach fragte. Das ist natürlich Quatsch,….und ich habs dann auch alleine gefunden!
    Normale Unterkünfte sind hier schweineteuer, für unter 79,99 Dollar die Nacht kriegt man keine Besenkammer.


    Ups,....hier habe ich ausversehen auf EFFECTS geschaltet, weshalb das Foto fast wie selbstgezeichnet aussieht


    wieder EFFECTS, ich bekomme ein Zweibettzimmer für mich alleine


    und so sieht es auf normalem Foto aus. Wahrscheinlich nicht schlechter als jedes stinknormale Motelzimmer

    Im Father Poullet Hostel kann ich auch tagsüber meine Sachen lassen, während ich mich im Ort verweile. Beim Wildcampen geht das nicht und wenn dann nur mit ungutem Gefühl. Da muss ich jedesmal wenn ich wo hingehe das Camp abbauen und alles mitnehmen.
    Nicht dass ich Angst hätte jemand klaut mir meine Sachen. Mein Camp lag gut versteckt, das würde so schnell keiner finden, aber Bären könnten das Camp plündern. Die kommen hier bis zum Ort ran.

    Touristen, die nicht selber in die Wildnis reinwandern, aber trotzdem mal einen Bären live zu Gesicht bekommen wollen, sollten den Alaska Highway befahren. Das ist eine fast sichere Garantie Bären zu sehen.
    Von dem was mir Einheimische erzählt haben und was ich beim Trampen auch selber gesehen habe, kann man davon ausgehen auf dem Alaska Highway im groben Schnitt alle 50 Kilometer einen Bär direkt am Highwayrand zu sehen. Auf einer mehrstündigen Autofahrt kann man so also fünf bis sechs Bären sehen, meistens Schwarzbären, aber auch Grizzlies sind dabei.

    Später mache ich mich auf dem Weg zu Villers Air Service um das Gespräch mit Peter zu führen wegen meiner food-drops. Der Flugplatz liegt mitten im Wald 9 Kilometer nördlich von Fort Nelson.

    Für meinen ersten food-drop kommt entweder das Churchill Creek Camp oder das Churchill Peak Camp in Frage und für den zweiten entweder das Mt.Sheffield Camp oder Head Camp am Prophet River.

    Es soll folgendermaßen ablaufen: Wenn ich eines der Camps erreiche schicke ich Peter per Spot eine „Help-message“, dann kommt er vorbeigeflogen und bringt mir das Essen, während ich dort auf ihn warte. Die Kosten dafür werden sich je Flug auf etwa 1800 kanadische Dollar belaufen.

    Peter will aber versuchen es für mich billiger zu machen indem er mein Proviantkarton einfach mitnimmt, falls er sowieso zu eines der Camps fliegen sollte und den dann dort irgendwo deponiert. Das wird sich aber erst kurzfristig entscheiden, momentan hat er noch keine Buchung dorthin. Die Chancen dafür würden im Herbst (=Jagdsaison) deutlich besser stehen als um diese Jahreszeit. Im schlimmsten Fall müsste ich halt für beide Flüge den vollen Preis zahlen.

    Den Rest des Tages verbringe ich in Fort Nelson zum entspannen und die restlichen Einkäufe erledigen.


    A&W, mein Stammrestaurant - hier gibt´s die besten Burger der Stadt


    einer der beiden Supermärkte......


    typische "Innenstadtszene" (wieder EFFECTS) - sieht ja wirklich unattraktiv hier aus und nur für Autos gemacht

    Am nächsten Tag breche ich auf zu meiner Testtour. Der Startpunkt liegt am Liard River, 300 Kilometer nördlich von Fort Nelson am Alaska Highway. Ich versuche mein Glück per Anhalter dorthin, aber lasse mir mal wieder viel Zeit und stelle mich erst um 14 Uhr zum trampen an den Highway.

    Das fängt echt blöd an heute, innerhalb von drei Stunden halten nur zwei Autos an. Beide Fahrer nehmen mich aber nicht mit, sondern wollen nur wissen wo ich hinwill. Sie fahren eh nur paar Kilometer aus dem Ort raus. Einer der beiden meint noch daß Fort Nelson so ziemlich der schwierigste Ort zum Trampen überhaupt ist,….er stand hier schonmal drei Tage an der Straße.

    Ich muss aber zum Glück nur drei Stunden warten. Dann nehmen mich zwei freakige nette Frauen aus Fort Nelson mit, die während der Fahrt kiffen und mal eben die 530 Kilometer zur nächsten Siedlung nach Watson Lake wollen, zu ihren Männern, die da in den Wäldern nach bestimmten Pilzen suchen.

    Beim Trampen wartet man also gegebenfalls lange, aber wenn man hier in dieser Gegend mitgenommen wird, kommt man gleich hunderte Kilometer weit. Ausser den Liard Highway gibt es ja nur noch diese eine Straße und vor Watson Lake kaum potenzielle Ziele, wo ein Fahrer sonst noch stoppen könnte.


    nicht weit hinter Fort Nelson führt der Alaska Highway langsam in die Rocky Mountains rein.
    Die gesamten 300 Kilometer zu meinem Trekkingstartpunkt führen durch ununterbrochene Wildnis pur



    Wälder bis zum Horizont, fotografiert von einer Aussichtsstelle am Highwayrand
    Hier hält fast jeder an, die meisten aber nicht wegen der Aussicht, sondern weil hier die einzigste Stelle mit Smartphoneempfang sein soll



    normale Szene hier - auf der Gesamtstrecke sehen wir mindestens 6 Bären und irgendwann zählt man schon garnicht mehr mit.


    der steile Felsberg dahinten wird Steamboat genannt - es ist das Tor in die nördlichen Rockies


    der Summit Lake auf 1280 m Höhe im Stone Mountain Provincial Park


    auch normale Szene hier - aus dem Autofenster fotografiert


    .....und weiter geht´s


    Blick nach Süden das MacDonald Creek Valley aufwärts


    bis zu meinem Ziel bleibt die Landschaft so.......

    Der Alaska Highway ist eine beliebte Strecke für amerikanische Wohnmobilreisende. Einige Campingplätze und teure Lodgen liegen entlang der Strecke durch die Rockies. Fast alle Touristen hier sind aber nur Durchreisende auf dem Weg ins Yukon Territorium oder nach Alaska und halten sich nicht lange hier auf. Völlig zu unrecht! In Sachen Outdoor, Wildnistouren, Jagen, Fischen, Flussbefahrungen, Wandern, spektakuläre Landschaften, Flightseeing etc… gehört der Northern Rockies Regional District mit zu den lohnensten Zielen British Columbias.


    Nach 300 Kilometern lasse ich mich von den beiden Frauen gegen 20:30 mitten im Nirgendwo absetzen. Sie haben noch über 200 Kilometer Fahrt bis Watson Lake vor sich.


    Abschiedsfoto

    Als die beiden weitergefahren sind fange ich an mich zu wundern wo denn wohl der Liard River ist?. Fliesst er versteckt hinter der dichten Waldwand?

    Ich schaue mir meine Kartenausdrucke mal genauer an, versuche mich zu orientieren und finde dann heraus daß der Liard River noch über 8 Kilometer entfernt liegen muss!
    So ein Mist, ich bin zu früh ausgestiegen, weil ich die GPS-Koordinate meines Trekkingstartpunktes falsch eingegeben habe!!

    Egal! Jetzt noch die acht Kilometer versuchen zu trampen oder zu Fuss entlang des Highways dorthinzuwandern kommt nicht in Frage. Dann starte ich meinen Trek eben hier.

    Für heute ist es schon zu spät zum Starten, aber hier direkt am Highway will ich auch nicht campen. Ich verlasse die Straße und wander weglos durch dichten Wald Richtung Westen in ein Tal rein. Habe zwar keine Kartenausdrucke von diesem Tal, aber egal.


    dieses weglose Waldtal will ich aufwärts wandern

    Weit komme ich nicht, nur dreihundert Meter vom Alaska Highway schlage ich mein Zelt auf. Für dieses kurze Stück brauche ich über 50 Minuten, weil ich mich am steilen Buschhang festlaufe und durch die Schlucht die Flusseite wechseln muss.

    Das fängt ja gut an....

    Aber meine Campstelle ist super und nun bin ich endlich in der Wildnis und meine Tour kann beginnen…….


    Camp im dichten Wald am Trekkingstartpunkt (530 m Höhe)
    Geändert von berniehh (30.09.2019 um 02:13 Uhr)

  16. Alter Hase
    Avatar von codenascher
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    AW: [CA] Northern Rockies Traverse 2019

    #17
    Alleine die Anreise zu deinem verschobenen Trekking Startpunkt ist ein Abenteuer. Echt unglaublich was du immer alles an Strapazen für dich aufnimmst. Jetzt gehts richtig los, das wird ein Spaß!
    Hattest du auf der Reise Kontakt mit Bären oder anderem wilden Getier? Bärenspray hattest du ja dabei, wie hast du die Lebensmittel aufbewahrt, nachts in den Baum gehangen?

    Bin im Wald, kann sein das ich mich verspäte

    meine Weltkarte

  17. Erfahren
    Avatar von Glenfiddich
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    AW: [CA] Northern Rockies Traverse 2019

    #18
    Ja, wie du mit deinen "wohlriechenden" Lebensmittel umgegangen bist würde mich auch interesieren.
    Ich war selbst neulich in Kanada bei einer geführten Wander/- Kanu Tour und dort wurde der Guide nicht müde uns auf die Bärengefahr aufmerksam zu machen.

    Ach ja, werde dich natürlich hier begleiten.

  18. Dauerbesucher
    Avatar von Pielinen
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    AW: [CA] Northern Rockies Traverse 2019

    #19
    Über die Bären kann man einen eigenen Faden aufmachen und sehr kontrovers diskutieren.
    Praktisch funktioniert das Aufhängen von 20kg Proviant an den dünnen Bäumchen schlecht, und die Bären außerhalb der Nationalsparks und weit weg von Ortschaften hatten noch nie Menschenkontakt.
    Ich habe auch schonmal einen Bären von unserem lagernden Proviantsack verscheucht.

    Bin weiterhin sehr neugierig, auch was die Stromfrage betrifft.
    Wer nichts weiß muss alles glauben...

  19. Dauerbesucher
    Avatar von Intihuitana
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    AW: [CA] Northern Rockies Traverse 2019

    #20
    Oha es geht los.
    Da wird dann wohl in den nächsten Wochen einiges zu lesen sein, bis ich aus der Altiplanowüste zurück bin.

    Bin gespannt.

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