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  1. Dauerbesucher
    Avatar von Pielinen
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    AW: [CA] Northern Rockies Traverse 2019

    Mitreisende: berniehh
    Na da hast du die doch sicher ein Kilo mehr Zelt gewünscht an so einer ungeschützten Stelle?
    Wer nichts weiß muss alles glauben...

  2. Fuchs
    Avatar von berniehh
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    AW: [CA] Northern Rockies Traverse 2019

    Zitat Zitat von Pielinen Beitrag anzeigen
    Na da hast du die doch sicher ein Kilo mehr Zelt gewünscht an so einer ungeschützten Stelle?
    Ja stimmt schon, mit nem besseren Zelt könnte man sicher auch paar mehr Nächte unbeschwerter oberhalb der Baumgrenze zelten.
    Es ist aber alles gutgegangen. Bei den wenigen windigen Nächten dieser Reise und der Tatsache daß man fast jeden Tag auch geschützte Campstellen finden kann, würde ich beim nächsten Mal wieder das Big Agnes mitnehmen.

  3. Dauerbesucher
    Avatar von Pielinen
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    AW: [CA] Northern Rockies Traverse 2019

    Das hätte ich mir jetzt auch so gedacht!
    Es sah nur sehr ungemütlich aus und du hast dir dort an der ausgesetzten Stelle sicher dein HB Soulo gewünscht.
    In Anbetracht des gesamten Rucksackgewichts wäre das ja nur ein wenig Mehrgewicht.
    Geändert von Pielinen (05.12.2019 um 09:42 Uhr)
    Wer nichts weiß muss alles glauben...

  4. Dauerbesucher
    Avatar von Pielinen
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    AW: [CA] Northern Rockies Traverse 2019

    Die Landschaft ist wirklich spektakulär und ich freue mich immer wenn’s weitergeht.
    Geändert von Pielinen (05.12.2019 um 09:42 Uhr)
    Wer nichts weiß muss alles glauben...

  5. Dauerbesucher
    Avatar von Mortias
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    AW: [CA] Northern Rockies Traverse 2019

    Ok, jetzt hast Du also wirklich mal richtig schlechtes Wetter gehabt. Danke auch nochmal zu Deinen ausführlichen Erklärungen. Das war sehr informativ. Und Deine letze Etappe hat ja nochmal richtig schön untermauert, wie schwer das Querfeldeinwandern in der Buschzone ist.

  6. Alter Hase
    Avatar von Der Foerster
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    AW: [CA] Northern Rockies Traverse 2019

    Vielen Dank für den ausführlichen Bericht

    Was hindert den hohen Nadelbaumwald im Hintergrund daran, sich in diesen Bereich auszubreiten? Sind das Spätfolgen früherer Waldbrände? Oder hat hier doch in historischer Zeit schonmal der Mensch eingegriffen, sprich war dieses Gebiet schon immer so menschenleer, oder war da schonmal etwas mehr los als heute?
    Ich würde davon ausgehen, dass in den Talbereichen wo es nicht zu sumpfig ist, die Nadelbäume die Dauerwald-Baumart ist. Nach einem Waldbrand entwickelt sich natürlich jedoch zuerst ein Vorwald aus so genannten Pionierbaumarten. Also Baumarten, die schneller wachsen und deren Samen durch Wind große Strecken überwinden können ("leichtsamige Baumarten"). Klassische Baumarten wären Birken oder auch Weiden und Pappeln. D.h. die abgebrannten Stellen werden zuerst durch solche Baumarten wiederbesiedelt. Dann irgendwann, wachsen da die ersten Nadelbäume, irgendwann sind die größer als die Pionierbaumarten und dunkeln diese aus, da die Pionierbaumarten relativ viel Licht benötigen und deswegen ja auch so gut auf den Freiflächen klarkommen. Die Pionierbaumarten verschwinden aus dem Bereich und ein geschlossener Nadelwald hat sich gebildet. Der wird dann irgendwann wieder gestört (z.B. durch Waldbrand) und das ganze beginnt von vorne. Waldbrände entstehen in solchen Gegenden meistens durch Blitzschlag.
    Kleiner Försterexkurs in Waldbau
    Ich mag verdammen, was Du sagst, aber ich werde mein Leben dafür einsetzen, dass Du es sagen darfst. Voltaire.

  7. Fuchs
    Avatar von berniehh
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    AW: [CA] Northern Rockies Traverse 2019

    47.Tag (35):


    Blick von meinem Camp - trotz kühle 4 Grad am Morgen scheint das Wetter heute endlich mal wieder gut zu werden


    ich verbringe einen entspannten Vormittag am Camp, bis meine Sachen einigermaßen trocken sind und wander gegen 11 Uhr los.

    Vom Camp führt ein sehr verwachsener Pfad durch die dichte Buschzone, den ich nach kurzer Zeit wieder verliere. Weglos geht es weiter, zunächst dichter Busch, dann durch ein Sumpfgebiet zum Fluss. Im mehr oder weniger offenem Flussbett wander ich abwärts zu einer größeren Talgabelung.


    im sumpfigem Gelände suche ich mir meinen Weg zum Fluss


    Trojan Peak (2899 m)




    der Trojan Peak an der Talgabelung

    Ich wander weiter talabwärts auf Mischung zwischen verwachsenen Pfad und weglos durchs weite offene Stein- und Gestrüppflussbett.


    kurz darauf muss ich mich auf sehr verwachsenem Pfad durch diese undurchdrngliche Buschzone zwängen.
    Hier blickt man talabwärts



    dann wieder leichtes Wandern übers offene Flussbett


    der Prophet River muss einige Male gefurtet werden.



    Im Flussbett stoße ich auf frische Fußspuren von heute und denke noch, da muss doch gerade eben noch jemand vorbeigekommen sein. Vermutlich ein Angestellter der Outfitter, die das Head Camp für die Saison einrichten.

    Kurz darauf treffe ich ihn, den ersten Menschen seit meinen Start am Muncho Lake vor 35 Tagen:


    Mike, 69 Jahre alt, ein Jäger aus Fort Nelson.

    Mike hat sich zusammen mit seinem Bruder vor fünf Tagen von Peter Villers zum Head Camp einfliegen lassen. Sein Bruder ist heute morgen alleine aufgebrochen über einen Pass zum Akie River, um dort nach Wild Ausschau zu halten. In drei Tagen will er zurücksein, dann werden beide am Head Camp von Peter Villers wieder abgeholt.

    Mike war vor 20 Jahren schonmal hier und sagt damals war das gesamte Tal noch voll mit gut bewanderbaren Pfaden, aber heute ist alles zugewachsen.

    Mike ist jetzt auf dem Weg zurück zum Head Camp und wir entscheiden uns zusammen dorthin zu wandern.
    Da Mike ziemlich orientierungslos wirkt und angibt keine Ahnung zu haben welche Richtung wir jetzt einschlagen müssen, übernehme ich die Führung.

    Als das offene Flussbett zuende ist, marschiere ich weglos in den Wald rein und nach einer halben Stunde traut Mike meiner Führung nicht mehr. Er meint wir geraten zu weit talabwärts, die Landebahn muss irgendwo hier auf dieser Höhe liegen. Ich sage ihm sie liegt noch sechseinhalb Kilometer Luftlinie entfernt, und bei unserer Zickzackroute weglos durch den Wald vielleicht noch 8 bis 10 Kilometer Wanderung.
    Mike glaubt mir nicht und sagt er hatte auf seiner Karte nachgemessen daß es von seinem letzten Camp aus nur vier Kilometer sein sollen.
    Ich zeige ihm auf meinen Kartenausdrucken wo wir ungefähr sind und wo die Landebahn sein muss.
    Auch das überzeugt ihn nicht. Er ist vor fünf Tagen zusammen mit seinem Bruder von der Landebahn aus dieses Tal hochgewandert und kann sich nicht mehr entsinnen daß es noch so weit gewesen sein soll. Ausserdem redet er von einem Pfad, der direkt zur Landbahn hinführt.
    Mehrmals frage ich nach ob wir überhaupt über die gleiche Landebahn reden. Mike sagt ja, es gibt in diesem Tal nur die eine. Es gab zwar mal weitere, die sind aber zugewachsen, auf denen kann Peter heute nicht mehr landen.

    Ich zeige mit dem Finger auf einen Bergrücken, den man in der Ferne talabwärts sehen kann und sage, dort wo dieser Bergrücken den Talboden erreicht muss ungefähr die Landebahn liegen.
    Mike zeigt daraufhin auf einen anderen Bergrücken in der entgegengesetzten Richtung, etwa halben Kilometer zurück talaufwärts und ist sich sicher daß die Landebahn dort liegen muss. Er liefert auch noch eine so überzeugende Erklärung, daß ich kurz davor war ihm zu glauben und sage, "ja, du könntest Recht haben".

    Ich überprüfe das aber nochmal doppelt auf meinen Kartenausdrucken und schaue auch auf dem GPS wieviele Kilometer Luftlinie ich schon von meinem letzten Camp gewandert bin. Das Ergebnis ist eindeutig, ich halte es für ausgeschlossen daß Mike´s Vorstellung richtig ist. Das sage ich ihm auch und mache klar daß ich weiter talabwärts wandern werde.
    Daraufhin beschließt Mike daß er zurück zum Fluss geht und von dort aus auf eigene Faust weiter in die Richtung wo seiner Meinung nach die Landebahn sein muss.

    Ich wander also nun wieder alleine weiter und stoße fünf Minuten später auf einen gut folgbaren Pfad. Ich renne schnell zurück um Mike Bescheid zu sagen, finde ihn aber nicht mehr. Zum Glück hatte er mir erzählt daß er ein Satelliten-Messenger dabei hat, mit dem er Textnachrichten an seinem Bruder verschicken kann.

    Ich folge den Pfad flach weiter talabwärts, der Weg verliert sich zwar immer mal wieder, aber findet sich später wieder. Zweieinhalb Stunden später erreiche ich die Landebahn beim Head Camp.


    Prophet River Valley


    auf dem Weg zum Head Camp


    der Fluss muss noch einige Male gefurtet werden


    gut folgbarer Pfad


    dann erreiche ich die Landebahn beim Head Camp, nach fünf Stunden vom letzten Camp.


    die Landebahn


    das Camp ist verlassen, kein Mensch da. Im Hintergrund sieht man ein altes Waldbrandgebiet.
    Als erstes steige ich hoch zu meinem Essenskarton, der sich rechts in dem "above the ground cache" befindet



    Alles ist noch da. Obwohl das Cache überdacht ist, hat der Karton ein klein wenig Regen abbekommen. Da die Lebensmittel aber dick in Plastik gewickelt waren, war alles noch unversehrt. Sogar die anderthalb Kilo Butter waren nach 37 Tagen noch in einem Top-Zustand.


    hier findet man super Campstellen.
    Camp 47 & 48 (1333 m) - der ideale Spot für einen Ruhetag


    Ich mache mir einen gemütlichen Restnachmittag.
    Seitdem wir meinen Karton eingeflogen hatten, waren definitiv schon Leute hier im Camp. Die Hütten sind alle schön hergerichtet mit Feuerholz etc... und auch die Verwüstung durch den Bär wurde beseitigt. Die Pferde wurden von ihrem paar Tage entfernten Wintercamp hierhergetrieben und grasen auf und neben der Landebahn. Die Jagdsaison kann also beginnen. Es ist der 4. August.

    48.Tag (36):
    Heute wird ein entspannter Ruhetag im Camp, ich relaxe, mache mir eine heisse Dusche und sortiere meinen Proviant.
    Nun habe ich wieder Essen für über 15 Tage und der letzte Abschnitt des Treks kann beginnen. Vom Wiedereinstieg am Muncho Lake habe ich nun schon 440 Kilometer.


    entspannter Ruhetag im Camp


    mehrere Hütten stehen hier


    und meine idyllische Campstelle

    49.Tag (37):

    Als ich heute vormittag gegen elf Uhr starte ist Mike noch nicht aufgetaucht. Vermutlich campt er irgendwo am Fluss und wartet auf die Rückkehr seines Bruders. Irgendwann heute sollten sie aber das Head Camp erreichen, denn morgen werden sie von Peter abgeholt.

    Ursprünglich wollte ich die zehn Kilometer zurück talaufwärts wandern, bis zur Talgabelung am Trojan Peak und dann links hoch über einen sanften Pass zum Akie River. Da ich aber nicht den gleichen Weg wieder zurück will, entscheide ich mich stattdessen ein bis zwei Kilometer talabwärts zu wandern, dann nach rechts in ein Nebental rein und über einen unbekannten Pass ins Keily Creek Valley. Die Kartenblätter fehlen mir teilweise für diese Route und ich kann auch nicht sicher sagen ob der Pass überhaupt machbar ist, aber mal schauen was mich dort erwartet.


    zunächst folge ich einen guten Pfad zum Prophet River und furte.


    orographisch rechts führt dieser gut folgbare Pfad durch Wald talabwärts. Der Hauptpfad, auf dem die Pferde hierhergetrieben wurden, verläuft einen Kilometer entfernt auf der anderen Talseite.


    nach einem Kilometer endet der Wald und ich komme in diese riesige Buschzone eines alten Waldbrandgebietes (1294 m).

    Der Pfad ist ab hier sehr verwachsen und schwer zu folgen. Er wurde vor Jahrzehnten mal von den Stämmen freigesägt, aber jetzt sieht der Pfad nicht mehr benutzt aus.
    Anderthalb bis zwei Kilometer weiter mündet von rechts das Nebental ein, in das ich rein will. Der verwachsene Pfad führt das Prophet Valley weiter abwärts und ich finde keinen Pfad ins Nebental rein, auch keine Wildpfade und niemand würde sich freiwillig durch diesen undurchdringlichen Mörderbusch dort reinplackern

    Also entscheide ich kurzerhand das Prophet Valley weiter abwärts zu wandern um das nächste von rechts einmündene Nebental hochzusteigen.
    Paarhundert Meter weiter löst sich der verwachsene Pfad komplett auf. Nun geht es auch im Haupttal nicht mehr weiter und ich sehe daß es bestimmt noch zwei Kilometer bis zum Ende der Buschzone sind, wo der normale Wald wieder beginnt.

    Kurzerhand entscheide ich hier direkt nach oben zu steigen bis zur Buschgrenze. Zunächst finde ich einen Wildpfad, der sich entlang einer Bachrinne gut aufwärts folgen lässt. Irgendwann wird auch das zu schwierig und ich finde einen anderen Wildpfad, der durch den dichten Busch den sanften Hang entlang führt wieder zurück talaufwärts, dann nach links rumtraversierend direkt in das Nebental rein, in das ich ursprünglich wollte.


    schwieriges Buschgelände eines alten Waldbrandgebietes.
    Hier blickt man zurück Richtung Head Camp, das man von hier aus nicht mehr sehen kann und dahinten am Fuße des Bergrückens liegt.



    nun bin ich in meinem Nebental und steige hier runter zum Fluss. Nach 4 Stunden vom Head Camp endet die Buschzone dort vorne endlich mal.


    als der normale Nadelwald beginnt, wird das Vorwärtskommen gleich wieder deutlich einfacher, teils weglos und teils schmale Wildpfade.


    Blick talaufwärts - morgen geht´s dahinten irgendwo über den Pass.
    Es ist ein attraktives Tal.



    zeitweise wird es dann etwas schluchtig


    Bald finde ich eine Top-Campstelle, wo ich mein Zelt aufschlage.
    Camp 49 (1480 m)



    Blick vom Camp


    ich kundschafte meinen morgigen Weiterweg Richtung talaufwärts schonmal aus.


    diese Wasserfallstufe geht es hoch.


    Blick zurück von oberhalb der Wasserfallstufe.


    oberhalb des Wasserfalles wird das Tal offener.


    noch schnell paar Fotos machen und dann wieder zurück zum Camp......

    Geändert von berniehh (08.12.2019 um 12:34 Uhr)

  8. Dauerbesucher
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    AW: [CA] Northern Rockies Traverse 2019

    Wieder mal genial! Toller Platzbfür einen Ruhetag mit viel Auslauf.
    Wer nichts weiß muss alles glauben...

  9. Fuchs
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    AW: [CA] Northern Rockies Traverse 2019

    50.Tag (38):
    Mit 9 Grad ist es recht mild, dafür aber bedeckt mit zeitweise Regen. Später klart es auf und die Sonne kommt raus.
    Um 10:30 wander ich los......


    weglos folge ich das Flussbett talaufwärts


    das Tal steigt an und die Bäume werden weniger und niedriger


    die Landschaft wird alpiner


    Blick zurück talabwärts


    gleich kurvt sich das Tal scharf nach links


    nochmal Blick zurück talabwärts


    hinter der Linkstalkurve verschwindet die Vegetation und es wird grau-geröllig




    es geht sanft hoch zum Pass. Das Gelände ist einfach und ich finde diese Gegend echt faszinierend


    Blick zurück talabwärts




    nach 4h20 erreiche ich die Passhöhe.
    Pass Nr. 23 (2140 m)
    Es scheint auf der anderen Seite sehr steil abzufallen



    Hammer Aussicht - hier blickt man zurück vonwo ich gekommen bin.


    und hier runter zur anderen Seite




    auf der anderen Seite geht es einen 200 m hohen Steilhang runter, Geröll mit Felsstufen.
    Ich lasse meinen Rucksack auf dem Pass liegen und kundschafte erstmal eine Abstiegsroute aus, wofür ich eine Stunde benötige. Zum Glück ist der Abstieg machbar, es geht dann sehr vorsichtig und langsam dort runter.


    Laut Karte müsste ich ab hier im Redfern-Keily Provincial Park sein. Dieser Park soll das Endziel meines Treks sein.


    Blick vom Pass.
    Dieses Nebental wander ich weglos abwärts. Es mündet dort vorne ins breitere Keily Creek Valley ein.









    als der Steilhang geschafft ist wird das Gelände wieder einfacher.
    Hier blickt man zurück auf meine Abstiegsroute.



    im Schnelltempo braut sich dahinten was zusammen
    Blick zurück auf meinen Pass, der sich in eine fette Gewitterfront gehüllt hat. Aber zum Glück bin ich ja inzwischen unten.



    nach drei bis vier Kilometern beginnt das Tal ins Keily Creek Valley abzufallen und ein heftiges Regenschauer beginnt.


    nach dem Gewitter kommt die Sonne schnell wieder raus. Hier geht es runter ins breite Haupttal des Keily Creeks.




    Keily Creek Valley (1340 m)
    Ich stoße auf einen sehr verwachsenen Pfad


    Eine super Gegend ist dies hier.
    Eigentlich hatte ich hier mit einen deutlich besseren Pfad gerechnet, denn das Keily Creek Valley ist eines der Haupttäler dieses recht gut zugänglichen Provincial Parks. Der Keily Creek mündet nämlich irgendwann ins Besa River Valley ein, wo man auf den Quadweg zum Redfern Lake stoßen würde. Bis dorthin wären es aber noch mindestens zwei Tagesmärsche. Ich wander in die entgegengesetzte Richtung, also talaufwärts......


    auf Mischung zwischen verwachsenem Pfad und weglos über weite offene Talsenken wander ich heute noch zwei Kilometer talaufwärts.






    als ich eine gute Stelle finde, schlage ich mein Zelt auf.
    Camp 50 (1344 m)


    51.Tag (39):

    Das Wetter ist mal wieder frustrierend, 10 Grad, Anfangs noch Regen, dann grau und nieselig. Man sieht nichts von den Bergen. Ich bleibe erstmal im Zelt und wander erst gegen 12:20 los, als es nicht mehr regnet und die Wolkendecke etwas höher gestiegen ist.

    Ich wander weiter talaufwärts, meist im offenen weiten Flussbett. Manchmal geht es kurz auf verwachsenen Pfad durch Wald und klatschnassen Busch, aber meistens weglos.


    Keily Creek Valley



    Nach einer halben Stunde fängt es wieder an zu regnen. Da es nach einem Dauerregen aussieht schlage ich schnell mein Zelt auf. Glücklicherweise hört der Regen überraschend schnell wieder auf, aber da mein Zelt eh schon steht, nutze ich die Gelegenheit für eine längere Mittagspause und wander gegen 14:15 weiter.


    Mittagspausencamp


    und weiter geht´s
    Blick talaufwärts - vor dem Berg dahinten gabelt sich das Tal und ich muss den linken Zweig hoch zum nächsten Pass.





    Blick zurück talabwärts


    kurze Sonnendurchbrüche hellen die Landschaft ein wenig auf. Aber den Pass werde ich heute nicht mehr schaffen, dafür ist es schon zu spät. Bin froh wenn ich es noch bis kurz hinter der Talgabelung schaffe.


    wie gehabt geht´s weglos weiter im Flussbett und der Fluss muss einige Male gefurtet werden.


    dieses Tal ist echt beeindruckend



    Nach dreieinhalb Kilometern erreiche ich die Talgabelung und das Tal steigt in einer Stufe an. Im herrlichen dichten Wald finde ich sogar mögliche Campstellen, direkt vor einem Wasserfall. Aber es ist mir noch zu früh zum campen und ich folge einen alten verwachsenen Pfad durch Wald die Talstufe hoch.


    der Wasserfall stürzt die Talstufe runter


    Blick zurück von oberhalb der Talstufe



    Oberhalb der Stufe lichtet sich der Wald zu einer großen Busch- und Gestrüppsenke. Der Pfad löst sich hier auf. Weglos oder auf verwachsene Wildpfade plackere ich mich durch den Busch, mit der bösen Vorahnung ab hier möglicherweise keine guten Campstellen mehr zu finden

    Am anderen Ende der Buschsenke finde ich in einen kleinen alpinen Waldabschnitt, am Fuße des Hanges, doch noch eine ganz gute Campstelle, leider ohne Bach. Zum Wasser holen muss ich wieder ganz zurück durch den Busch bis zur Abbruchkante, wo ein kleines Rinnsal fließt. Das Wasser im Hauptfluss ist mir zu schlammig. Das würde zur Not zwar gehen, aber um den Fluss zu erreichen müsste ich mich auch erstmal eine Weile durch den Busch plackern.
    Mit viereinhalb Kilometern habe ich heute nicht viel geschafft, aber das Wetter war mir über den Großteil des Tages auch zu schlecht.


    Busch- und Gestrüppsenke oberhalb der Talstufe


    Blick in den linken Talzweig. Die Wasserfallstufe dahinten sieht übel aus, hoffentlich komme ich da morgen hoch
    Dieser Pass führt rüber ins Akie River Valley....



    super Gegend hier beim Camp


    Camp 51 (1440 m)


    zum Wasserholen gehe ich zurück zur Talstufe


    nun ist endgültig Feierabend und das gemütliche kochen im Zelt beginnt
    Geändert von berniehh (Gestern um 23:29 Uhr)

  10. Dauerbesucher
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    AW: [CA] Northern Rockies Traverse 2019

    Vor unerwarteten nächtlichen Besuch scheinst du ja auch keine Angst zu haben?
    Wer nichts weiß muss alles glauben...

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