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  1. Fuchs
    Avatar von Pielinen
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    AW: [CA] Northern Rockies Traverse 2019

    Mitreisende: berniehh
    Na da hast du die doch sicher ein Kilo mehr Zelt gewünscht an so einer ungeschützten Stelle?
    Wer nichts weiß muss alles glauben...

  2. Fuchs
    Avatar von berniehh
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    AW: [CA] Northern Rockies Traverse 2019

    Zitat Zitat von Pielinen Beitrag anzeigen
    Na da hast du die doch sicher ein Kilo mehr Zelt gewünscht an so einer ungeschützten Stelle?
    Ja stimmt schon, mit nem besseren Zelt könnte man sicher auch paar mehr Nächte unbeschwerter oberhalb der Baumgrenze zelten.
    Es ist aber alles gutgegangen. Bei den wenigen windigen Nächten dieser Reise und der Tatsache daß man fast jeden Tag auch geschützte Campstellen finden kann, würde ich beim nächsten Mal wieder das Big Agnes mitnehmen.

  3. Fuchs
    Avatar von Pielinen
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    AW: [CA] Northern Rockies Traverse 2019

    Das hätte ich mir jetzt auch so gedacht!
    Es sah nur sehr ungemütlich aus und du hast dir dort an der ausgesetzten Stelle sicher dein HB Soulo gewünscht.
    In Anbetracht des gesamten Rucksackgewichts wäre das ja nur ein wenig Mehrgewicht.
    Geändert von Pielinen (05.12.2019 um 09:42 Uhr)
    Wer nichts weiß muss alles glauben...

  4. Fuchs
    Avatar von Pielinen
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    AW: [CA] Northern Rockies Traverse 2019

    Die Landschaft ist wirklich spektakulär und ich freue mich immer wenn’s weitergeht.
    Geändert von Pielinen (05.12.2019 um 09:42 Uhr)
    Wer nichts weiß muss alles glauben...

  5. Dauerbesucher
    Avatar von Mortias
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    AW: [CA] Northern Rockies Traverse 2019

    Ok, jetzt hast Du also wirklich mal richtig schlechtes Wetter gehabt. Danke auch nochmal zu Deinen ausführlichen Erklärungen. Das war sehr informativ. Und Deine letze Etappe hat ja nochmal richtig schön untermauert, wie schwer das Querfeldeinwandern in der Buschzone ist.

  6. Alter Hase
    Avatar von Der Foerster
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    AW: [CA] Northern Rockies Traverse 2019

    Vielen Dank für den ausführlichen Bericht

    Was hindert den hohen Nadelbaumwald im Hintergrund daran, sich in diesen Bereich auszubreiten? Sind das Spätfolgen früherer Waldbrände? Oder hat hier doch in historischer Zeit schonmal der Mensch eingegriffen, sprich war dieses Gebiet schon immer so menschenleer, oder war da schonmal etwas mehr los als heute?
    Ich würde davon ausgehen, dass in den Talbereichen wo es nicht zu sumpfig ist, die Nadelbäume die Dauerwald-Baumart ist. Nach einem Waldbrand entwickelt sich natürlich jedoch zuerst ein Vorwald aus so genannten Pionierbaumarten. Also Baumarten, die schneller wachsen und deren Samen durch Wind große Strecken überwinden können ("leichtsamige Baumarten"). Klassische Baumarten wären Birken oder auch Weiden und Pappeln. D.h. die abgebrannten Stellen werden zuerst durch solche Baumarten wiederbesiedelt. Dann irgendwann, wachsen da die ersten Nadelbäume, irgendwann sind die größer als die Pionierbaumarten und dunkeln diese aus, da die Pionierbaumarten relativ viel Licht benötigen und deswegen ja auch so gut auf den Freiflächen klarkommen. Die Pionierbaumarten verschwinden aus dem Bereich und ein geschlossener Nadelwald hat sich gebildet. Der wird dann irgendwann wieder gestört (z.B. durch Waldbrand) und das ganze beginnt von vorne. Waldbrände entstehen in solchen Gegenden meistens durch Blitzschlag.
    Kleiner Försterexkurs in Waldbau
    Ich mag verdammen, was Du sagst, aber ich werde mein Leben dafür einsetzen, dass Du es sagen darfst. Voltaire.

  7. Fuchs
    Avatar von berniehh
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    AW: [CA] Northern Rockies Traverse 2019

    47.Tag (35):


    Blick von meinem Camp - trotz kühle 4 Grad am Morgen scheint das Wetter heute endlich mal wieder gut zu werden


    ich verbringe einen entspannten Vormittag am Camp, bis meine Sachen einigermaßen trocken sind und wander gegen 11 Uhr los.

    Vom Camp führt ein sehr verwachsener Pfad durch die dichte Buschzone, den ich nach kurzer Zeit wieder verliere. Weglos geht es weiter, zunächst dichter Busch, dann durch ein Sumpfgebiet zum Fluss. Im mehr oder weniger offenem Flussbett wander ich abwärts zu einer größeren Talgabelung.


    im sumpfigem Gelände suche ich mir meinen Weg zum Fluss


    Trojan Peak (2899 m)




    der Trojan Peak an der Talgabelung

    Ich wander weiter talabwärts auf Mischung zwischen verwachsenen Pfad und weglos durchs weite offene Stein- und Gestrüppflussbett.


    kurz darauf muss ich mich auf sehr verwachsenem Pfad durch diese undurchdrngliche Buschzone zwängen.
    Hier blickt man talabwärts



    dann wieder leichtes Wandern übers offene Flussbett


    der Prophet River muss einige Male gefurtet werden.



    Im Flussbett stoße ich auf frische Fußspuren von heute und denke noch, da muss doch gerade eben noch jemand vorbeigekommen sein. Vermutlich ein Angestellter der Outfitter, die das Head Camp für die Saison einrichten.

    Kurz darauf treffe ich ihn, den ersten Menschen seit meinen Start am Muncho Lake vor 35 Tagen:


    Mike, 69 Jahre alt, ein Jäger aus Fort Nelson.

    Mike hat sich zusammen mit seinem Bruder vor fünf Tagen von Peter Villers zum Head Camp einfliegen lassen. Sein Bruder ist heute morgen alleine aufgebrochen über einen Pass zum Akie River, um dort nach Wild Ausschau zu halten. In drei Tagen will er zurücksein, dann werden beide am Head Camp von Peter Villers wieder abgeholt.

    Mike war vor 20 Jahren schonmal hier und sagt damals war das gesamte Tal noch voll mit gut bewanderbaren Pfaden, aber heute ist alles zugewachsen.

    Mike ist jetzt auf dem Weg zurück zum Head Camp und wir entscheiden uns zunächst zusammen dorthin zu wandern.
    Nach einer Weile hat er es sich aber anders überlegt und will nun doch hierbleiben.

    Bald stoße ich wieder auf den Pfad und folge ihn flach weiter talabwärts. Der Weg verliert sich zwar immer mal wieder, aber findet sich später wieder. Zweieinhalb Stunden später erreiche ich die Landebahn beim Head Camp.


    Prophet River Valley


    auf dem Weg zum Head Camp


    der Fluss muss noch einige Male gefurtet werden


    gut folgbarer Pfad


    dann erreiche ich die Landebahn beim Head Camp, nach fünf Stunden vom letzten Camp.


    die Landebahn


    das Camp ist verlassen, kein Mensch da. Im Hintergrund sieht man ein altes Waldbrandgebiet.
    Als erstes steige ich hoch zu meinem Essenskarton, der sich rechts in dem "above the ground cache" befindet



    Alles ist noch da. Obwohl das Cache überdacht ist, hat der Karton ein klein wenig Regen abbekommen. Da die Lebensmittel aber dick in Plastik gewickelt waren, war alles noch unversehrt. Sogar die anderthalb Kilo Butter waren nach 37 Tagen noch in einem Top-Zustand.


    hier findet man super Campstellen.
    Camp 47 & 48 (1333 m) - der ideale Spot für einen Ruhetag


    Ich mache mir einen gemütlichen Restnachmittag.
    Seitdem wir meinen Karton eingeflogen hatten, waren definitiv schon Leute hier im Camp. Die Hütten sind alle schön hergerichtet mit Feuerholz etc... und auch die Verwüstung durch den Bär wurde beseitigt. Die Pferde wurden von ihrem paar Tage entfernten Wintercamp hierhergetrieben und grasen auf und neben der Landebahn. Die Jagdsaison kann also beginnen. Es ist der 4. August.

    48.Tag (36):
    Heute wird ein entspannter Ruhetag im Camp, ich relaxe, mache mir eine heisse Dusche und sortiere meinen Proviant.
    Nun habe ich wieder Essen für über 15 Tage und der letzte Abschnitt des Treks kann beginnen. Vom Wiedereinstieg am Muncho Lake habe ich nun schon 440 Kilometer.


    entspannter Ruhetag im Camp


    mehrere Hütten stehen hier


    und meine idyllische Campstelle

    49.Tag (37):

    Als ich heute vormittag gegen elf Uhr starte ist Mike noch nicht aufgetaucht. Vermutlich campt er irgendwo am Fluss und wartet auf die Rückkehr seines Bruders. Irgendwann heute sollten sie aber das Head Camp erreichen, denn morgen werden sie von Peter abgeholt.

    Ursprünglich wollte ich die zehn Kilometer zurück talaufwärts wandern, bis zur Talgabelung am Trojan Peak und dann links hoch über einen sanften Pass zum Akie River. Da ich aber nicht den gleichen Weg wieder zurück will, entscheide ich mich stattdessen ein bis zwei Kilometer talabwärts zu wandern, dann nach rechts in ein Nebental rein und über einen unbekannten Pass ins Keily Creek Valley. Die Kartenblätter fehlen mir teilweise für diese Route und ich kann auch nicht sicher sagen ob der Pass überhaupt machbar ist, aber mal schauen was mich dort erwartet.


    zunächst folge ich einen guten Pfad zum Prophet River und furte.


    orographisch rechts führt dieser gut folgbare Pfad durch Wald talabwärts. Der Hauptpfad, auf dem die Pferde hierhergetrieben wurden, verläuft einen Kilometer entfernt auf der anderen Talseite.


    nach einem Kilometer endet der Wald und ich komme in diese riesige Buschzone eines alten Waldbrandgebietes (1294 m).

    Der Pfad ist ab hier sehr verwachsen und schwer zu folgen. Er wurde vor Jahrzehnten mal von den Stämmen freigesägt, aber jetzt sieht der Pfad nicht mehr benutzt aus.
    Anderthalb bis zwei Kilometer weiter mündet von rechts das Nebental ein, in das ich rein will. Der verwachsene Pfad führt das Prophet Valley weiter abwärts und ich finde keinen Pfad ins Nebental rein, auch keine Wildpfade und niemand würde sich freiwillig durch diesen undurchdringlichen Mörderbusch dort reinplackern

    Also entscheide ich kurzerhand das Prophet Valley weiter abwärts zu wandern um das nächste von rechts einmündene Nebental hochzusteigen.
    Paarhundert Meter weiter löst sich der verwachsene Pfad komplett auf. Nun geht es auch im Haupttal nicht mehr weiter und ich sehe daß es bestimmt noch zwei Kilometer bis zum Ende der Buschzone sind, wo der normale Wald wieder beginnt.

    Kurzerhand entscheide ich hier direkt nach oben zu steigen bis zur Buschgrenze. Zunächst finde ich einen Wildpfad, der sich entlang einer Bachrinne gut aufwärts folgen lässt. Irgendwann wird auch das zu schwierig und ich finde einen anderen Wildpfad, der durch den dichten Busch den sanften Hang entlang führt wieder zurück talaufwärts, dann nach links rumtraversierend direkt in das Nebental rein, in das ich ursprünglich wollte.


    schwieriges Buschgelände eines alten Waldbrandgebietes.
    Hier blickt man zurück Richtung Head Camp, das man von hier aus nicht mehr sehen kann und dahinten am Fuße des Bergrückens liegt.



    nun bin ich in meinem Nebental und steige hier runter zum Fluss. Nach 4 Stunden vom Head Camp endet die Buschzone dort vorne endlich mal.


    als der normale Nadelwald beginnt, wird das Vorwärtskommen gleich wieder deutlich einfacher, teils weglos und teils schmale Wildpfade.


    Blick talaufwärts - morgen geht´s dahinten irgendwo über den Pass.
    Es ist ein attraktives Tal.



    zeitweise wird es dann etwas schluchtig


    Bald finde ich eine Top-Campstelle, wo ich mein Zelt aufschlage.
    Camp 49 (1480 m)



    Blick vom Camp


    ich kundschafte meinen morgigen Weiterweg Richtung talaufwärts schonmal aus.


    diese Wasserfallstufe geht es hoch.


    Blick zurück von oberhalb der Wasserfallstufe.


    oberhalb des Wasserfalles wird das Tal offener.


    noch schnell paar Fotos machen und dann wieder zurück zum Camp......

    Geändert von berniehh (16.01.2020 um 23:48 Uhr)

  8. Fuchs
    Avatar von Pielinen
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    AW: [CA] Northern Rockies Traverse 2019

    Wieder mal genial! Toller Platzbfür einen Ruhetag mit viel Auslauf.
    Wer nichts weiß muss alles glauben...

  9. Fuchs
    Avatar von berniehh
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    AW: [CA] Northern Rockies Traverse 2019

    50.Tag (38):
    Mit 9 Grad ist es recht mild, dafür aber bedeckt mit zeitweise Regen. Später klart es auf und die Sonne kommt raus.
    Um 10:30 wander ich los......


    weglos folge ich das Flussbett talaufwärts


    das Tal steigt an und die Bäume werden weniger und niedriger


    die Landschaft wird alpiner


    Blick zurück talabwärts


    gleich kurvt sich das Tal scharf nach links


    nochmal Blick zurück talabwärts


    hinter der Linkstalkurve verschwindet die Vegetation und es wird grau-geröllig




    es geht sanft hoch zum Pass. Das Gelände ist einfach und ich finde diese Gegend echt faszinierend


    Blick zurück talabwärts




    nach 4h20 erreiche ich die Passhöhe.
    Pass Nr. 23 (2140 m)
    Es scheint auf der anderen Seite sehr steil abzufallen



    Hammer Aussicht - hier blickt man zurück vonwo ich gekommen bin.


    und hier runter zur anderen Seite




    auf der anderen Seite geht es einen 200 m hohen Steilhang runter, Geröll mit Felsstufen.
    Ich lasse meinen Rucksack auf dem Pass liegen und kundschafte erstmal eine Abstiegsroute aus, wofür ich eine Stunde benötige. Zum Glück ist der Abstieg machbar, es geht dann sehr vorsichtig und langsam dort runter.


    Laut Karte müsste ich ab hier im Redfern-Keily Provincial Park sein. Dieser Park soll das Endziel meines Treks sein.


    Blick vom Pass.
    Dieses Nebental wander ich weglos abwärts. Es mündet dort vorne ins breitere Keily Creek Valley ein.









    als der Steilhang geschafft ist wird das Gelände wieder einfacher.
    Hier blickt man zurück auf meine Abstiegsroute.



    im Schnelltempo braut sich dahinten was zusammen
    Blick zurück auf meinen Pass, der sich in eine fette Gewitterfront gehüllt hat. Aber zum Glück bin ich ja inzwischen unten.



    nach drei bis vier Kilometern beginnt das Tal ins Keily Creek Valley abzufallen und ein heftiges Regenschauer beginnt.


    nach dem Gewitter kommt die Sonne schnell wieder raus. Hier geht es runter ins breite Haupttal des Keily Creeks.




    Keily Creek Valley (1340 m)
    Ich stoße auf einen sehr verwachsenen Pfad


    Eine super Gegend ist dies hier.
    Eigentlich hatte ich hier mit einen deutlich besseren Pfad gerechnet, denn das Keily Creek Valley ist eines der Haupttäler dieses recht gut zugänglichen Provincial Parks. Der Keily Creek mündet nämlich irgendwann ins Besa River Valley ein, wo man auf den Quadweg zum Redfern Lake stoßen würde. Bis dorthin wären es aber noch mindestens zwei Tagesmärsche. Ich wander in die entgegengesetzte Richtung, also talaufwärts......


    auf Mischung zwischen verwachsenem Pfad und weglos über weite offene Talsenken wander ich heute noch zwei Kilometer talaufwärts.






    als ich eine gute Stelle finde, schlage ich mein Zelt auf.
    Camp 50 (1344 m)


    51.Tag (39):

    Das Wetter ist mal wieder frustrierend, 10 Grad, Anfangs noch Regen, dann grau und nieselig. Man sieht nichts von den Bergen. Ich bleibe erstmal im Zelt und wander erst gegen 12:20 los, als es nicht mehr regnet und die Wolkendecke etwas höher gestiegen ist.

    Ich wander weiter talaufwärts, meist im offenen weiten Flussbett. Manchmal geht es kurz auf verwachsenen Pfad durch Wald und klatschnassen Busch, aber meistens weglos.


    Keily Creek Valley



    Nach einer halben Stunde fängt es wieder an zu regnen. Da es nach einem Dauerregen aussieht schlage ich schnell mein Zelt auf. Glücklicherweise hört der Regen überraschend schnell wieder auf, aber da mein Zelt eh schon steht, nutze ich die Gelegenheit für eine längere Mittagspause und wander gegen 14:15 weiter.


    Mittagspausencamp


    und weiter geht´s
    Blick talaufwärts - vor dem Berg dahinten gabelt sich das Tal und ich muss den linken Zweig hoch zum nächsten Pass.





    Blick zurück talabwärts


    kurze Sonnendurchbrüche hellen die Landschaft ein wenig auf. Aber den Pass werde ich heute nicht mehr schaffen, dafür ist es schon zu spät. Bin froh wenn ich es noch bis kurz hinter der Talgabelung schaffe.


    wie gehabt geht´s weglos weiter im Flussbett und der Fluss muss einige Male gefurtet werden.


    dieses Tal ist echt beeindruckend



    Nach dreieinhalb Kilometern erreiche ich die Talgabelung und das Tal steigt in einer Stufe an. Im herrlichen dichten Wald finde ich sogar mögliche Campstellen, direkt vor einem Wasserfall. Aber es ist mir noch zu früh zum campen und ich folge einen alten verwachsenen Pfad durch Wald die Talstufe hoch.


    der Wasserfall stürzt die Talstufe runter


    Blick zurück von oberhalb der Talstufe



    Oberhalb der Stufe lichtet sich der Wald zu einer großen Busch- und Gestrüppsenke. Der Pfad löst sich hier auf. Weglos oder auf verwachsene Wildpfade plackere ich mich durch den Busch, mit der bösen Vorahnung ab hier möglicherweise keine guten Campstellen mehr zu finden

    Am anderen Ende der Buschsenke finde ich in einen kleinen alpinen Waldabschnitt, am Fuße des Hanges, doch noch eine ganz gute Campstelle, leider ohne Bach. Zum Wasser holen muss ich wieder ganz zurück durch den Busch bis zur Abbruchkante, wo ein kleines Rinnsal fließt. Das Wasser im Hauptfluss ist mir zu schlammig. Das würde zur Not zwar gehen, aber um den Fluss zu erreichen müsste ich mich auch erstmal eine Weile durch den Busch plackern.
    Mit viereinhalb Kilometern habe ich heute nicht viel geschafft, aber das Wetter war mir über den Großteil des Tages auch zu schlecht.


    Busch- und Gestrüppsenke oberhalb der Talstufe


    Blick in den linken Talzweig. Die Wasserfallstufe dahinten sieht übel aus, hoffentlich komme ich da morgen hoch
    Dieser Pass führt rüber ins Akie River Valley....



    super Gegend hier beim Camp


    Camp 51 (1440 m)


    zum Wasserholen gehe ich zurück zur Talstufe


    nun ist endgültig Feierabend und das gemütliche kochen im Zelt beginnt
    Geändert von berniehh (11.12.2019 um 23:29 Uhr)

  10. Fuchs
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    AW: [CA] Northern Rockies Traverse 2019

    Vor unerwarteten nächtlichen Besuch scheinst du ja auch keine Angst zu haben?
    Wer nichts weiß muss alles glauben...

  11. Dauerbesucher

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    AW: [CA] Northern Rockies Traverse 2019

    tolle Ecke, gute Fotos!
    Danke und Grüße von Tilmann

  12. Anfänger im Forum

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    AW: [CA] Northern Rockies Traverse 2019

    Hallo berniehh,

    eine tolle Wanderung und schöner Bericht!!
    Könntest du evtl. das Bild mit dem "gemütliches kochen im Zelt" rausnehmen?

    Ich persönlich halte es,nicht für richtig im Bärengebiet im Zelt zu kochen,
    daher fände ich es gut das Bild aus dem Bericht rauszunehmen.

    Hauptsächlich geht es ja auch um die armen Bären, die aus versehen einen Wanderer fressen weil der sich nicht an die Regeln hält. Hinterher wird dann der böse Bär erschossen.

    Siehe auch bitte:
    https://www.worldinsteps.com/verhalten-im-baerengebiet/

    Soll nicht böse gemeint sein jeder kann ja machen was er will, aber man muss es ja nicht unbedingt veröffentlichen.

  13. Dauerbesucher

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    AW: [CA] Northern Rockies Traverse 2019

    Hallo berniehh,

    eine tolle Wanderung und schöner Bericht!!
    Könntest du bitte das Bild mit dem "gemütliches kochen im Zelt" im Netz lassen? Wer nicht in der Lage ist, selber zu beurteilen, ob er im oder vorm Zelt kochen kann, hat in dieser Wildnis sowieso nix verloren.

    Danke!
    Wer anderen eine Bratwurst brät, der hat ein Bratwurstbratgerät.

  14. Anfänger im Forum

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    AW: [CA] Northern Rockies Traverse 2019

    Zitat Zitat von BigKahuna Beitrag anzeigen
    Hallo berniehh,

    eine tolle Wanderung und schöner Bericht!!
    Könntest du bitte das Bild mit dem "gemütliches kochen im Zelt" im Netz lassen? Wer nicht in der Lage ist, selber zu beurteilen, ob er im oder vorm Zelt kochen kann, hat in dieser Wildnis sowieso nix verloren.

    Danke!
    Ich möchte hier keine große Diskussion starten, bitte macht was Ihr wollt. Lasst es drin oder auch nicht.
    Allerdings gibt es allgemein anerkannte Regeln wie man sich im Bärengebiet verhalten sollte,zum Schutz der Bären, das kann man überall nachlesen.
    Wenn jemand meint er muss sich nicht daran halten dann eben nicht , aber das zu veröffentlichen finde ich nicht gut.

    Gerade wenn man für sich in Anspruch nimmt "etwas in der Wildnis verloren zu haben" hat man dann nicht auch sowas wie eine Vorbildfunktion? Besonders auch um die Wildnis zu erhalten.

  15. Dauerbesucher

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    AW: [CA] Northern Rockies Traverse 2019

    Hi Kodiak,
    deine Gedanken kann ich ja verstehen. Aber die allgemein anerkannten Regeln werden außerhalb von touristisch intensiv besuchten Parks/Reservaten/Schutzgebieten regelmäßig relativiert. Würden sie eine durchgesetzte Gültigkeit haben, gebe es keine Siedlungen/Hütten/Straßen.
    Vergiss bitte nicht, wo sich Bernie bewegt. Es ist weit ab von jeglicher menschlichen Frequentierung.
    Mit strikter Einhaltung div Bären-Regeln (die sich durchaus regional unterscheiden), wäre diese Tour nicht durchführbar. Schon die notwendigen Food-Container kann kein Mensch tragen. Und wenn Bernd hier von einem Bär gefressen wird, wird sich niemand die Mühe machen, das Tier zu töten. Es wäre schlicht nicht möglich, den Problembär überhaupt aufzuspüren.

  16. Anfänger im Forum

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    AW: [CA] Northern Rockies Traverse 2019

    Hier ein Absatz aus dem verlinktem Artikel:

    Bären haben eine sehr gute Nase und können Düfte meist kilometerweit ausmachen. Was du definitiv vermeiden möchtest, ist nachts von einer schnuppernden Nase geweckt zu werden. Hierzu solltest du Schlaf-, Koch- und Lagerplatz in einer Dreiecksform anlegen – das sogenannte „Bär“-Muda-Dreieck:-) – und auf alle Fälle verhindern, dass du etwas Duftendes (aus Versehen) mit ins Zelt nimmst. Unter „Duftendes“ fallen Lebensmittel, Abfälle aber auch Kosmetikartikel wie z.B. Zahnpaste. Diese duftenden Gegenstände solltest du bärensicher aufbewahren. Auch sämtliche Utensilien, die du für die Essenszubereitung gebraucht hast, Fischereiartikel und Kleider, die du zum Kochen bzw. Fischen anhattest zählen als duftende Gegenstände! Die Fische nimmst du am besten gleich beim Wasser aus und entsorgst dort die Innereien (Schwimmblase aufstechen).

    Ehrlich gesagt glaube ich nicht das sich diese Regel außerhalb von touristisch intensiv besuchten Parks/Reservaten/Schutzgebieten regelmäßig relativiert. Riechen Bären außerhalb von Parks schlechter? Die schreiben "dass du etwas Duftendes (aus Versehen) mit ins Zelt nimmst." also ich weiß nicht warum man das dann absichtlich machen sollte? geschweige denn im Zelt kochen.

  17. Gerne im Forum
    Avatar von ChuckNorris
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    AW: [CA] Northern Rockies Traverse 2019

    Einer der relevantesten Faktoren bei Konflikten zwischen Bär und Mensch ist die Anzahl der Menschen in einem Gebiet. In Jasper im Stadtmuseum hängen z.B. Geschichten und Fotos darüber, wie Kinder noch Mitte des letzten Jahrhunderts, zum Spaß die Bären mit Stöcken aus der Stadt Richtung Fluss geprügelt haben. Zu nennenswerten Konflikten kam es dort erst, als die Stadt gewachsen ist, immer mehr Touristen kamen und als Folge die Menge an zugänglichem Müll als Nahrung für die Bären gewachsen ist.

    Analog verhält es sich mit den Regeln in hochfrequentierten Nationalparks in Canada. Wegen der hohen Anzahl von Gästen muss man restriktivere Regeln vorsehen.

    Im Übrigen wird außerhalb von Nordamerika mit dem Thema sowieso komplett anders umgegangen. Bspw. ist mir innerhalb Europas kein einziges Gebiet bekannt wo es überhaupt solche Verhaltensregeln gäbe, auch wenn es in Italien, Slowenien, Norwegen, Schweden, etc. durchaus noch Bärenpopulationen gibt.

    Zum Schluss noch ein kleiner Tipp zur Quellenkunde: ich würde nicht unbedingt den Travel-Blog von Bibbi und Tina als absolute Referenz in Sachen Outdoorverhalten heranziehen. Bei deinem Link geht's darum per Affiliate Marketing Kohle zu machen und um nichts weiter.

  18. AW: [CA] Northern Rockies Traverse 2019

    Leichtes offtopic aber ich muss das grade loswerden : Das ist das erste mal dass ich so einen Blog anklicke, ich war bisher nur hier im Forum unterwegs. Wenn man geht über "zu Fuss" und dann auf "über 7 Tage" wird man da als "trekking Profi" bezeichnet, dann kommt ein hinweis wenn einem das eine Nummer zu groß ist solle man kürzere Tracks ausprobieren und am Ende steht was von großer Herausforderung, weil man Campingplätze von verschiedenen Anbietern buchen muss.

    Da fragt man sich schon in was für einer Parallelwelt wir hier leben mit den typischen Zelttouren. bzw wie man den Begriff Trekking definieren sollte.

    @chuck norris good post!

  19. AW: [CA] Northern Rockies Traverse 2019

    OT: Kinners, das kann echt nicht angehen. Diese ganze Diskussion ist absolut unnötig.
    Grund 1: Wir sind in einer sehr entlegenen Gegend, die Bärenpopulation dort kennen wir nicht, scheint aber niedrig zu sein so selten wie Bernie Bären sieht. Die chancen dafür wären noch rel. hoch, da er viel an den Flüssen entlang läuft.
    Grund 2: Die Bären kennen den Geruch von Bernies Lebensmitteln höchstens von den Jägern in den Camps, wenn überhaupt
    Grund 3: Es ist hochsommer, die Bären haben andere Nahrungswuellen
    Grund 4: Niemand der den Bericht liest wird wegen des Fotos anfangen im Zelt zu kochen, wenn er es vorher aus welchen Gründen auch immer, nicht gemacht hätte.
    So möchtig ist die krankhafte Neigung des Menschen, unbekümmert um das widersprechende Zeugnis wohlbegründeter Thatsachen oder allgemein anerkannter Naturgesetze, ungesehene Räume mit Wundergestalten zu füllen.
    A. v. Humboldt.

  20. Fuchs
    Avatar von Pielinen
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    AW: [CA] Northern Rockies Traverse 2019

    Wie man ja sieht, ist das ein Jagdgebiet, jeder zutrauliche Bär wird sofort erschossen.
    Die wissen das und gehen den Menschen aus dem Weg, so wie die Elchbullen.

    Ich, eher ängstlich, würde doch schlecht schlafen.

    Sehr sehr schön:
    Geändert von Pielinen (13.12.2019 um 10:08 Uhr)
    Wer nichts weiß muss alles glauben...

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