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  1. Dauerbesucher
    Avatar von Hunter9000
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    AW: [SCO] Weglos durch die Highlands

    #21
    Mitreisende: Hunter9000
    Ich musste darüber schmunzeln, dass 1 Std. zwischen Wecker klingeln und losmachen für Dich "viel trödeln" ist. Wenn ich das Gefühl habe, zügig gemacht zu haben, sind am Ende dennoch 2 Std. rum. Ich muss wohl dringend an meinem Zeitmanagement arbeiten
    Normalerweise packe ich morgens zusammen und habe erst unterwegs einen Müsliriegel. Das spart viel Zeit. Wenn man aber kocht und noch abwaschen muss (was ich diesesmal zum ersten Mal gemacht habe), dann braucht man plötzlich "viel" länger

    Wenn mich dieses knietiefe Einsinken, über das man in Schottland-Berichten regelmäßig liest, nicht so abschrecken würde, wäre ich schon längst für eine Tour dort gewesen. Landschaftlich ist es ein Traum!
    Es war das erste Mal, dass ich ein Boghole so dermaßen übersehen habe. Wenn man gut aufpasst, sind sie eigentlich kein ernstes Problem - aber lästig.

    Außer Mancunians und meinen Berichten sind mir keine Munro Bagging Berichte hier auf ODS bekannt, habe ich da welche versäumt?
    Sind 2 Schreiber mehr als noch vor einigen Jahren. Gleichzeitig hat die Flut von Skye, West Highland Way und Cape Wrath Berichten der letzten Jahre deutlich abgenommen.

  2. Erfahren
    Avatar von Heather
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    AW: [SCO] Weglos durch die Highlands

    #22
    Zitat Zitat von codenascher Beitrag anzeigen


    Außer Mancunians und meinen Berichten sind mir keine Munro Bagging Berichte hier auf ODS bekannt, habe ich da welche versäumt?

    Auch ich danke fuer den Bericht!!!

    Und ja, ihr habt da was verpasst, was Munro-Bagging angeht. Es ist nicht grossartig und aufregend ist was anderes, aber es waren Munroes. https://www.outdoorseiten.net/forum/...ch-August-2013

    Nichts fuer ungut, jemand muss ja dagegen halten, sonst waere es langweilig.

  3. Dauerbesucher
    Avatar von Hunter9000
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    AW: [SCO] Weglos durch die Highlands

    #23


    Loch Mullardoch – Loch Monar – Loch Na Caoidhe

    Wie zu erwarten ist die Nacht stürmisch. Dazu regnet es aus Eimern. Gegen 1:30 verlasse ich auch das Zelt um die Abspannleinen nachzuspannen; zu dieser Zeit hat es schon wieder aufgehört zu regnen, auch wenn der Himmel zugezogen ist. Kurz nachdem ich wieder im Zelt bin fängt der Regen wieder an. Der Tag verspricht interessant zu werden.

    Als um 06:30 der Wecker klingelt kann ich immer noch keinen Regen hören, nur einen leichten Wind, der über das Zelt weht. Ich öffne den Eingang und betaste das Außenzelt: Alles trocken. Ich kann mein Glück kaum fassen! Da macht das Aufstehen gleich viel mehr Spaß!



    Doch natürlich fängt es an zu regnen, kaum, dass ich mit dem Abwasch vom Vortag fertig bin und das Zelt einpacken will. Es wandert also nass in den Packsack und in den Rucksack. Als ich dann meinen Lagerplatz verlasse ist aus dem Regen eine schöne kleine Sturmflut geworden. Zusätzlich bläst der Wind über das Loch – mir direkt ins Gesicht. So macht wandern natürlich keinen Spaß.

    Zumal ich durch den Wind und den Regen auf meiner Brille faktisch nichts sehe. Ich schleiche demotiviert bis zu der Stelle, an welcher der Allt Mullardoch in den See mündet und mache im Windschatten einer Hütte am Ufer Pause. Hier kann ich mein Frühstück in Form eines Müsliriegels essen und die Dichtigkeit meiner Regenjacke überprüfen – hält (noch). Außerdem erlaubt es dieses windgeschützte Fleckchen einen Blick auf die Karte zu werfen.



    Es gibt einen ersten Lichtblick an diesem Tag: Anstatt des eingezeichneten Wanderweges nach Norden, entlang des Allt Mullardoch, zeigt sich in der Realität eine breite Straße für ein neues Wasserkraftwerk. Auch wenn ich absolut kein Fan dieser Straßen bin, welche die Highlands immer mehr zerschneiden, so bin ich in diesem Moment ganz froh darüber – auf der Straße komme ich doch deutlich schneller voran als auf einem überschwemmten Pfad.

    Zügig, aber immer noch nicht sehr motiviert, wandere ich die Straße hinauf nach Norden. Zwei ereignislose Kilometer später hört der Regen fast auf und ich erreiche das winzige Kraftwerk, für das man die Straße angelegt hat. Hier muss ich auch kurz suchen um den Übergang von der Straße auf den weiterführenden Pfad zu finden, da hier Baumaschinen die Umgebung ordentlich aufgewühlt haben. Ich folge dem schmalen Weg noch einige hundert Meter, bis er sich am Hang des Glun Coire na Buidheig verliert – viel weiter unten als auf der Karte verzeichnet. Ich suche nur kurz nach einem weiteren Verlauf, beschließe aber rasch es bleiben zu lassen und weglos auf den Pass aufzusteigen. Ich bin’s ja mittlerweile gewöhnt.

    Aus den Erfahrungen von Gestern habe ich außerdem auch gelernt und gehe die ganze Aktion deutlich langsamer an. Eine Einstellung, die durch meine schweren Beine heute erleichtert wird – wie immer am dritten Tag einer Tour.

    Sowohl der Ausblick während des Aufstiegs und auf dem eigentlichen Pass ist traumhaft – obwohl es unterwegs immer wieder zu regnen anfängt und der Wind bläst. Nach einem kurzen Überblick auf dem Pass stelle ich fest, dass ich während des Aufstiegs zu weit nach Osten gelangt bin. Aber auf diesen Umweg kommt es ja nicht wirklich an.



    Nach der Orientierungspause mache ich mich an den weglosen Abstieg. Wie auch gestern ist der Abstieg lang und mühselig – zusätzlich erschwert durch zahlreiche Hochwasser führende Bäche und die üblichen Torfabbruchkanten. Als ich den 4x4-Fahrweg erreiche, der irgendwo zwischen dem Allt na Feithe Baine und dem Allt na Creige Duibhe auftaucht, denke ich, dass es von nun an schneller gehen würde. Aber da habe ich mich geirrt. Der Weg ist so verschlammt, dass er keine große Hilfe darstellt.



    Als ich den Wald beim Strathfarrar Forest erreiche, beschließe ich hier meine 10 Uhr Pause zu machen. Ich sehe direkt am Flussufer eine schöne alte Eiche unter der sich ein großer rechteckiger Felsblock befindet. Ideal für einen Pausenplatz. Kaum habe ich das gedacht rutsche ich im Schlamm aus und Stürze Kopf voran hangabwärts in den Dreck. Einen Teil des Sturzes kann ich mit der Hand abfedern – ein schmerzhaftes Unterfangen. Nach einer Schrecksekunde ist aber klar: Außer meinem Stolz ist alles halbwegs heil geblieben; die Hand ist geprellt und ich bin voller Dreck.

    Ich verwende den Pausenplatz nicht nur für einen Snack, sondern auch um mich zu säubern und meine Hand zu inspizieren. Lange bleibe ich aber nicht, da es wieder zu regnen anfängt. Danach geht es hinab zum River Farrar. Diesen muss ich durch die Furt queren: Das Wasser reicht nicht einmal bis zu den Knien. Die Kälte ist zudem herrlich erfrischende (zumindest rede ich mir das ein).

    Weiter geht es auf der Asphaltstraße hinauf zum Damm des Loch Monar. Obwohl ich das Tal nicht explizit als „besuchenswert“ auf dem Schirm hatte, muss ich sagen, dass es eines der schöneren auf der Tour war.

    Auf der Straße werde ich von einem Arbeiter in seinem Pickup überholt, der unterwegs hinauf zum Damm ist. Er bietet mir an mich mitzunehmen, was ich dankend ablehne. Unmittelbar danach setzt Gegenwind und starker Regen ein. Tja, hätte ich mal…
    Bis ich den Staudamm erreiche hat der Regen zum Glück wieder aufgehört. Ich wandere am unattraktiven Seeufer entlang zur Monar Lodge und mache im Windschatten – es weht wieder ordentlich – der Garage für den Fahrzeugfuhrpark Mittagspause.
    Als es nach einer halben Stunde wieder zu nieseln beginnt wandere ich weiter. Über die Pferdekoppel der Lodge führt mich ein Pfad in nordwestlicher Richtung am See entlang. Eine überaus nette Teiletappe – begünstigt durch das Vorhandensein eines echten Pfades, der nicht überschwemmt ist.

    Schon bald lasse ich das Loch hinter mir und wende mich nach Norden, hinein in das traumhafte Coire Domhain. Ein Aufstieg in ein klassisches schottisches Glen bei bestem Wetter liegt vor mir. Der einzige Nachteil, man sieht bereits fast am Einstieg wo man nach mehr als vier Kilometern das Tal wieder verlassen wird. Das heißt, es bietet sich für eine Stunde kein wirklich neuer Anblick. Und auch im schönsten Tal hat man irgendwann jeden einzelnen Aspekt gesehen.



    Gleichzeitig merke ich meine Erschöpfung vom Vortag – erwähnte ich schon das fehlende Training? – und ich habe Probleme mein Tempo zu halten. An der Steigung am Ende des Tals zum Sgairdean na Caoidghe habe ich ordentlich zu kämpfen. Ich bin müde.

    Wie üblich verliere ich am Pass den bisher vorhandenen Pfad. Diesmal im Schlamm und Torf, der den Pass bedecken. So bin ich mal wieder weglos unterwegs. Über den steilen Nordhang gehe ich hinab zum River Orrin. Rasch finde ich auch eine Stelle, an der ich ihn furten kann, ohne die Schuhe auszuziehen.



    Auf der Nordseite des Flusses geht es weiter nach Osten, in Richtung des Loch na Caoidhe. Mittlerweile ist es spät geworden und ich habe ernsthafte Zweifel daran, ob ich mein angestrebtes Tagesziel – den River Meig – noch erreiche. Ich studiere meine Karte und komem zu dem Schluss, dass der Weg nördlich des Loch na Caoidhe zu beiden Seiten von relativ steilen Hängen eingekeilt ist. Es ist unwahrscheinlich, dass ich dort einen Stellplatz für Jack finden werde.



    Also verwerfe ich den ursprünglichen Plan und suche mir hier, nahe des Lochs ein Lager. Neben einem kleinen Bach finde ich auch eine flache Stelle. Jack wird aufgebaut, Wasser wird geholt. Ich trinke gerade aus der Wasserflasche als mir das halb verweste Reh auffällt, welches direkt vor meinem Zelt im Bach liegt. Der Bach, aus dem ich gerade Wasser geholt habe. Na toll…

    Kurz überlege ich den Lagerplatz noch einmal zu ändern. Aber letztendlich bin zu faul dafür. Auch wenn es seltsam bleibt vom Zelt aus auf einen Kadaver im Fluss hinab zu blicken.

    Distanz: 24.2 km
    Anstieg: 1400 m
    Abstieg: 1300 m

  4. AW: [SCO] Weglos durch die Highlands

    #24
    Hi Hunter,

    Ah, das Loch na Caoidhe ... ein wirklich schönes Fleckchen, welches wir vor 2 Jahren als Lager für 2 Nächte genutzt haben. Damals war es sehr trocken, sonnig und warm. Es ist schon krass zu sehen, wie anders sich die Landschaft darstellt, je nach Wetter. An das Coire Domhain kann ich mich ebenfalls erinnern, allerdings sind wir es talabwärts gelaufen um uns dann nach Westen in Richtung des Munros Maoile Lunndaidh zu wenden. Ein schönes Tal, das sich allerdings zieht, da geb ich Dir recht.
    Ich bin gespannt wie es weiter geht denn bisher gefaellt mir der Bericht echt gut (auch wenn die Munros fehlen)

    Manc
    ---
    I'd rather be out on the hills...
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  5. Erfahren
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    AW: [SCO] Weglos durch die Highlands

    #25
    Also wenn es dich beruhigt dann hätte ich auch schwere Beine nach der Tagesleistung die du angegeben hast! Gerade bei Gegenwind und dem schweren Gelände.
    Wie hast du eigendlich deine Sachen trocken gehalten bei dem Regen? Mit klitsch nassen Sachen ins Jack einsteigen, da sich umziehen, oder vorher die Sachen ausziehen und riskieren das die unteren Schichten auch nass werden.
    Ist jedenfalls echt spannend mit dir zu gehen.

  6. Dauerbesucher
    Avatar von Hunter9000
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    AW: [SCO] Weglos durch die Highlands

    #26
    Ah, das Loch na Caoidhe ... ein wirklich schönes Fleckchen, welches wir vor 2 Jahren als Lager für 2 Nächte genutzt haben.
    ,
    Ich habe deinen Reisebericht zur Planung benutzt Sehr praktisch so ein Forum.

    Also wenn es dich beruhigt dann hätte ich auch schwere Beine nach der Tagesleistung die du angegeben hast! Gerade bei Gegenwind und dem schweren Gelände.
    Danke! Tatsächlich hatte ich bei meinen angestrebten Tagesleistungen das Gelände sträflich unterschätzt. Aber man lernt ja aus seinen Fehlern und Schottland ist nicht Alaska - da kann man sich solche Fehler auch erlauben.

    Wie hast du eigendlich deine Sachen trocken gehalten bei dem Regen? Mit klitsch nassen Sachen ins Jack einsteigen, da sich umziehen, oder vorher die Sachen ausziehen und riskieren das die unteren Schichten auch nass werden.
    Tatsächlich war es Abends beim Zeltaufbau immer trocken! Auf dem Cape Wrath Trail bin ich aber teilweise mit nassen Sachen ins Zelt, habe mich dort ausgezogen, das Zelt im Liegen ausgewischt und dann Matte und Schlafsack ausgerollt. Geht, aber groß darf man nicht sein

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    AW: [SCO] Weglos durch die Highlands

    #27


    Loch Na Caoidhe – River Meig – Glenuaig Lodge – Bothy Bearneas

    Ich kann mich nicht erinnern, wann ich je auf einer Tour durgehend jede Nacht so gut geschlafen habe. Weder wache ich nachts auf, noch ist mir kalt. Ich frage mich, ob es im Herbst nachts so warm ist – gegenüber meinem bevorzugten Wandermonat Mai – oder ob ich besser ernährt bin, oder … Ich weiß es nicht.

    Wie die letzten Tage auch klingelt um 06:30 der Wecker. Ein bewölkter Himmel und ein verwesendes Reh erwarten mich. Die übliche Morgenrutine beginnt: Wasser kochen, Porridge essen, Abwaschen, einpacken. Pünktlich zum Aufbruch gegen 07:30 fängt es wieder an zu regnen. Im Nieselregen geht es den breiten Weg zum Torran Ceann Liath hinauf. Es sind nur etwas mehr als 100 Höhenmeter auf einem gut ausgebauten Pfad. Aber es ist steil und die Beine schwer – jetzt schon. Irgendwo höre ich in der ferne einen Hund bellen; weder das Tier noch der Besitzer sind zu sehen.



    Oben angekommen wende ich mich wieder nach Norden in das Coire Mhadaidh. Auch hier gibt es einen gut erkennbaren Weg – auch wenn es in jüngster Vergangenheit hier viel geregnet haben dürfte. An mehreren Stellen ist der Weg unterspült und weggebrochen. Auch zeigt sich, dass meine Entscheidung von gestern richtig war. Neben dem Weg hätte ich nicht einmal für Jack einen Stellplatz gefunden. Über zwei Kilometer geht es leicht bergauf; der Regen hört unterwegs wieder auf; auf der anderen Seite beginnt der sanfte Abstieg durch das Coire Mhoraigein hinab zum River Meig. Bis ich den Fluss erreiche ist es fast zehn Uhr; gestern hätte ich es sicherlich nicht mehr so weit geschafft.

    Kurz vor dem Fluss biegt der Weg nach Osten ab und folgt dem Berghang entlang. Ich hatte eigentlich geplant von hier aus weglos zum Fluss abzusteigen und mir einen Übergang zu suchen. Es zeigt sich jedoch wieder einmal, dass Karte und Realität nicht unbedingt miteinander übereinstimmen müssen. Ein schlammiger 4x4 Weg führt vom Pfad hinab zum Fluss. Diesem folge ich.

    Bei der Planung hatte ich etwas Sorge ob der breite River Meig furtbar wäre – und hatte mir vorsorglich die Furt bei Corriefeol als alternative ausgesucht. Es zeigt sich, dass der Fluss zwar tief ist, aber nicht so tief, dass man nicht hindurch käme. Crocks angezogen und hinein in die kalten Fluten. An der von mir ausgesuchten Stelle, der Fluss teilt sich in zwei Arme rund um eine Insel, reicht mir das Wasser bis zum Oberschenkel. Mehrere beherzte Schritte und ich bin durch den tiefen Abschnitt. Der zweite Arm ist deutlich flacher und macht nicht die geringsten Probleme.

    Am Nordufer angekommen will ich eigentlich die Füße trocknen lassen. Da ich Pause machen will, fängt es natürlich wieder an zu regnen. Also rein in die Schuhe und weitermarschieren. Nun geht es westwärts, dem nördlichen Flussufer des River Meig entlang. Auf der Karte ist ein Weg eingezeichnet, der sich hier durchschlängeln und bis zur Glenuaig Lodge führen soll. Der Pfad existiert aber in dieser Form nur auf dem Papier. Zwar finde ich immer wieder kurze Abschnitte eines Weges, diese verschwinden aber so rasch wieder, wie sie aufgetaucht sind. Etappenweise gibt es dazwischen auch sogar einen 4x4-Track. Sowohl Fußweg als auch der Track sind – sofern überhaupt vorhanden – aber verschlammt und überschwemmt. Dadurch wird das Vorankommen mehr behindert als beschleunigt. Dadurch bin ich deutlich langsamer als ich mir das hier gedacht hätte.

    Während ich durch das Tal stapfe wechseln sich Wolken mit blauem Himmel, Regen mit Sonnenschein ab. Dadurch ergeben sich die schönen Farbspiele, für die ich Schottland so liebe. Aber das Tal bleibt allgemein hinter meinen Erwartungen zurück. Aus unerklärlichen Gründen hielt ich es bei der Planung für das Highlight der Tour, aber irgendwie ist es das an diesem Tag nicht.



    Ich erreiche eine Ruine am Ufer. Auf der Karte ist nur eine Ruine verzeichnet und diese befindet sich unweit der Glenuaig Lodge. Ich kann gar nicht fassen, dass ich schon so weit bin. Ich bin auch erstaunt darüber, wie groß die Ruine ist. Nachdem ich ein gutes Stück weitergewandert bin und mehrmals die Karte konsultiert habe, stelle ich fest, dass es wohl eine andere – nicht verzeichnete – Ruine sein muss.

    Während diese Erkenntnis etwas aufs Gemüt schlägt, gibt es etwas Besserung in Form eines durchgängigen 4x4-Tracks. Aber die Besserung ist nur gering. Der Weg ist eine einzige Schlammschlacht oder steht komplett unter Wasser. Mehr als zur Orientierung dient er nicht. Gegen 11:30 kommt mir dann auch eines der monströsen achtreifigen Gefährte entgegen. Ich nickte den drei Insassen freundlich zu, werde aber ignoriert, obwohl sie direkt an mir vorbeifahren. Ungewöhnliches Verhalten in den Highlands.

    An der echten Ruine, kurz vor der Lodge, mache ich eine späte Mittagspause. Wie gestern, habe ich auch heute Sorge, ob ich das angestrebte Tagesziel erreichen werde. Trotz des guten Wetters habe ich mich von den potenziellen Munros am Wegesrand verabschiedet. Stattdessen möchte ich bis zur Bearneas Bothy kommen, die ich vom Cape Wrath Trail noch in sehr guter Erinnerung habe. Bis dahin ist es aber noch ein gutes Stück.

    Also, keine Zeit verschwenden. An der Glenuaig Lodge bleibe ich noch einmal kurz stehen und begutachte die kleine Schutzhütte daneben. Sie bietet Platz für zwei nasse Wanderer und hat einen Sitzplatz vor der Tür. Nichts Spektakuläres, aber ich finde es nett, dass der Besitzer der Lodge diese Hütte eingerichtet hat.

    Westlich der Lodge finde ich statt des 4x4-Tracks eine gut ausgebaute Forststraße vor. Darauf komme ich endlich gut voran und ich konzentriere mich darauf Tempo zu machen. Und das trotz des einsetzenden Gegenwindes, der auch Regen mit sich bringt – sowohl Wind als auch Regen halten aber nicht lange an.

    Als der Weg nach Norden abbiegt, verlasse ich die Straße über einen kleinen Trampelpfad. Dieser führt hinab zum Allt a Chonais und der „Brücke“ die man über den Fluss gebaut hat. Bei dieser handelt es sich um zwei Seile. Eines, um darauf zu stehen; eines, um sich daran festzuhalten.





    Bevor sich die Brücke besteige, während ich über dem Fluss schwinge und während ich danach meine Wanderstöcke wieder aus dem Rucksack denke ich mir, dass es eine dumme Idee war sie zu benutzen. Der Fluss ist an dieser Stelle seicht und ein Furten wäre wahrscheinlich sicherer gewesen als über das schwankende Seil zu balancieren. Es war aber ein kleines Erlebnis.

    Nun beginnt der Aufstieg auf den Bealach Bhearnais. Er beginnt mit einer frisch angelegten, sehr steilen, Forststraße. Bald wird diese jedoch zu einem schmalen, aber gut erkennbaren Pfad. Dieser hat jedoch eine Persönlichkeitsstörung und hält sich für ein Bachbett. Eine Tatsache, die das Wasser der Umgebung reichlich ausnutzt. So wate ich durch gurgelndes Wasser den Berg hinauf. Während des Aufstiegs suche ich stets nach dem besten Weg über den Pass. Laut Karte sollte der Weg nämlich bald aufhören. Ich habe aber Glück. Der Weg führt mich bis zum Bealach hinauf, biegt dort dann aber nach Süden ab. Nun bin ich wirklich wieder weglos unterwegs.



    Bereits vom Pass kann ich nach Bearneas hinabblicken. Der Abstieg hinab ist deutlich steiler als ich mir das vorgestellt hatte. Auch als ich den Fluss erreiche, wird es nicht einfacher. Dieser hat sich tief eingegraben und die Hänge zu beiden Seiten sind steil und abschüssig. Ich seufze erleichtert auf, als es nach zwei Kilometern endlich flacher wird. Damit kommt aber auch der Sumpf.

    Dumpf kommen die Erinnerungen an das Tal von meinem Cape Wraht Trail wieder. Ja, es war damals auch schon sumpfig. Und schön. Zuallererst aber sumpfig. Die zwei Kilometer den Fluss entlang durch Sumpfgras, Schlamm, steile Hänge und Torf ziehen sich so spät am Nachmittag scheinbar unendlich in die Länge. Dafür werde ich mit herrlichen Blicken auf den Loch an Laoigh und ein in Herbstfarben getauchtes Tal belohnt. Beide sind genauso traumhaft, wie ich sie in Erinnerung hatte.

    Genauso wie die kleine Bothy, die neben dem einzigen Baum im Tal steht. Ich richte mich häuslich in der Bothy ein und bin froh aus den Schuhen zu kommen. Nicht nur steht bereits das Wasser darin, auch sind meine Füße aufgequollen und haben mehrere Blasen bekommen. Beim Abendessen wechselt mein Blick zwischen dem Ausblick aus dem Fenster und der Tür, und den Einträgen im Bothy-Buch. Erstaunlicherweise scheinen Besuche in dieser wunderbaren kleinen Hütte selten zu sein. Darum gehe ich auch davon aus, dass ich nachts allein sein werde. Soll mir recht sein; gerade ist mir nicht nach Gesellschaft.



    Distanz: 28 km
    Anstieg: 990 m
    Abstieg: 1000 m
    Geändert von Hunter9000 (13.10.2019 um 22:23 Uhr)

  8. Erfahren

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    AW: [SCO] Weglos durch die Highlands

    #28
    Auch habe schöne Erinnerungen an die Bearnais Bothy. Leider hat es auf dem CWT nur für eine kurze Mittagspause gereicht. Bin schon gespannt, wie es weitergeht.

  9. Gerne im Forum

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    AW: [SCO] Weglos durch die Highlands

    #29
    Zitat Zitat von Hunter9000 Beitrag anzeigen
    Beim Eingang in den Glenaffric Forest werde ich mit etwas konfrontiert, dass auf keiner Karte verzeichnet ist: Ein Hirschzaun zieht sich kilometerlang durch das Gelände. Es wird aufgeforstet! Über eine hohe Trittleiter komme ich weiter und sehe auch schon bald den River Affric. Der Zaun zieht sich am Flussufer entlang und ich muss etwas suchen bis ich eine weitere Trittleiter finde, über die ich wieder aus dem Gelände komme.
    Ein kurzer Blick auf die kostenlose OSM-Karte zeigt, dass genau dieses Waldstück plus Zaun durchaus eingezeichnet ist
    Zudem scheinst du etwas zu östlich vom ursprünglichen Weg abgekommen zu sein, ansonsten hättest du gar nicht Zaunkletterei betreiben müssen.


    Ansonsten: klasse Reisebericht und ich liebe es, die Mühsalen anderer zu lesen, während ich selbst bequem im Trockenen sitze

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    Avatar von Hunter9000
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    AW: [SCO] Weglos durch die Highlands

    #30
    Ein kurzer Blick auf die kostenlose OSM-Karte zeigt, dass genau dieses Waldstück plus Zaun durchaus eingezeichnet ist
    Zudem scheinst du etwas zu östlich vom ursprünglichen Weg abgekommen zu sein, ansonsten hättest du gar nicht Zaunkletterei betreiben müssen.
    Ich muss dich leider enttäuschen - auch die OSM Karte ist nicht mehr auf dem neuesten Stand. Der Zaun zieht sich am westlichen Ende bis hinab zum River Affric.


    Ansonsten: klasse Reisebericht und ich liebe es, die Mühsalen anderer zu lesen, während ich selbst bequem im Trockenen sitze
    Das ist fast etwas gemein

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    Avatar von Hunter9000
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    AW: [SCO] Weglos durch die Highlands

    #31


    Bothy Bearneas – Strath Carron – Inverness

    Ich träume nachts von einer Dusche und wache davon auf. Anscheinend stinke ich wirklich so sehr, dass mir mein Unterbewusstsein etwas sagen will. Während ich wach da liege, dem prasselnden Regen auf dem Dach lausche und darauf warte wieder einzuschlafen überlege ich mir, wie ich dieses Problem lösen soll. Ich werde heute zurück nach Inverness kommen. Aber der Plan war, mit dem letzten Bus zum Flughafen zu fahren und dort zu schlafen, da mein Flieger bereits am Samstag um 06:30 geht – viel früher als der erste Bus fährt. Ich beschließe die Entscheidung auf nach dem Aufwachen zu verschieben und schlafe wieder ein. Ich träume wieder von einer Dusche…

    Morgens komme ich kaum aus dem Schlafsack. Laut meiner Uhr war ich fast zwei Stunden wach in der Nacht. Wahrscheinlich bin ich deswegen etwas gerädert. Der Anblick meiner vor Wasser triefenden Stiefel führt auch nicht gerade zu Begeisterungsstürmen. Ich habe so gar keine Lust noch einmal da hinein zu schlüpfen. So trödle ich mehr herum als ich müsste; aber ich habe es heute auch nicht eilig. Die Wanderstrecke ist kurz.



    Um 07:40 schließe ich schließlich die Tür der Bothy hinter mir. Wieder einmal finde ich den Weg westwärts nicht – um beim Thema der Reise zu bleiben – und ich schlage mich erstmal weglos durch die nasse Heide. Zum Glück dauert es nicht lange, bis ich den Pfad doch noch entdecke und ich mache mich daran die letzte Steigung der Tour zu meistern. Und das bei unglaublichem Licht!





    Das Wetter ist wie auch die letzten Tage schon wechselhaft – Regenschauer, Wolken und Sonne wechseln sich in rascher Folge ab – aber wenn die Sonne einmal herauskommt, zeigt sich Schottland in hundert roten Herbsttönen.



    Es geht über einen namenlosen Pass und einen schmalen Pfad / kleinen Bach hinein in den Attadale Forst. Nachdem ich einen ebenso namenlosen kleinen Lochan passiert habe kann ich auch schon auf die Bucht des Loch Carron hinabblicken – dem Tagesziel und Endpunkt meiner Trekkingtour.



    Auch der Weg hinab steht teilweise unter Wasser. Aber da meine Schuhe eine körperwarme Fußwanne sind, ist das vollkommen egal. Langsam und entspannt geht es bergab. Da sehe ich etwas am Himmel fliegen. Ich bleibe stehe und stelle staunend fest, dass ich meinen ersten schottischen Adler vor mir habe. Ich versuche erste gar nicht ihn mit meiner kleinen Digitalkamera einzufangen sondern genieße den Anblick des Tieres, das sich im Wind treiben lässt.

    Nachdem der Adler über den Hügeln verschwunden ist gehe ich weiter. Es dauert nicht lange, bis abermals ein Objekt am Himmel meine Aufmerksamkeit erregt. Dieses Mal ist es ein Kampfjet der Royal Air Force im Tiefflug. Nicht weniger beeindruckend als der Adler zuvor.

    Zu guter Letzt treffe ich die ersten Schafe auf meiner Tour. Etwa an der Stelle muss ich irgendwo falsch abgebogen sein. Anstatt in Achintee an der Straße zu landen stehe ich plötzlich vor dem River Toadail – direkt gegenüber dem Bahnhof. Auf der anderen Seite des Flusses ist ein Schafsgatter zu sehen. Der Fluss ist außerdem nicht tief und das Wetter gerade trocken. Als ziehe ich ein letztes Mal Schuhe und Socken aus und wate durch den seichten Fluss.

    Immer noch in Crocks checke ich am Bahnhof den Fahrplan. Der nächste Zug nach Inverness geht in etwas mehr als zwei Stunden. Ich mache mich daher auf die Suche nach einem Geschäft um mir irgendetwas leckeres als Belohnung zu kaufen. Hinter dem Bahnhof finde ich aber nur ein Post Office – geschlossen. Ich beschließe im nahegelegenen Hotel nachzufragen. Dort ist die Rezeption verwaist und es gibt nur ein Schild „No Vacancies“. Da sehe ich, dass mir jemand zuwinkt. Ich gehe also an der Rezeption vorbei und lande im angeschlossenen Pub.



    Ich möge meinen Rucksack doch bitte hier im Nebenzimmer abstellen und was ich trinken möchte. Es gibt keine Diskussion, ob ich etwas konsumieren möchte, oder nicht. Egal. Ich setze mich zum Besitzer und dem einzigen Gast an die Bar und gönne mir ein Cider. Und dann ein zweites und noch einen Burger. Als ich zwei Stunden später die Bar wieder verlasse habe ich einen guten Damenspitz und jede Menge Informationen über den Stammgast und die Lokalpolitik.

    Im vollen Zug geht es zurück nach Inverness. Ich blicke aus dem Fenster und döse vor mich hin. In Inverness angekommen frage ich den ersten Taxifahrer, was denn eine Fahrt zum Flughafen kosten würde: 25 Pfund. Ich beschließe, dass das im Urlaubsbudget ist und nehme mir abermals im Black Isle Hostel für eine Nacht ein Zimmer. Lange stehe ich unter der Dusche, bis ich mich wieder halbwegs sauber fühle. Den restlichen Abend verbringe ich im Zimmer. Lesend und mit den anderen Gästen plaudernd. Bald aber schlafe ich ein, was gut ist. Um 04:50 geht mein Wecker.

    Distanz: 10 km
    Anstieg: 240 m
    Abstieg: 500 m

  12. Dauerbesucher
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    AW: [SCO] Weglos durch die Highlands

    #32
    Inverness - Amsterdam - Frankfurt

    Ich schlafe schlecht - wie immer, wenn ich früh losreisen muss. Daher bin ich auch vor dem Wecker wach. Rasch schnappe ich meinen bereits gepackten Rucksack und schlüpfe in meine Stiefel - dank Heizung sind die wieder ganz trocken. Vor dem Bahnhof springe ich in ein Taxi, welches mich für 22 Pfund zum Flughafen bringt. Die Tatsache, dass der erste Bus lange nach den ersten Flügen fährt ist dem Taxifahrer bekannt. Er versteht es auch nicht, wird sich aber nicht beschweren. Sind doch diese Fahrgäste ein gutes Einkommen für ihn.

    Am Flughafen geht dann alles ganz schnell. Inverness ist halt auch nicht groß. Während ich mir etwas süßes zum Frühstück kaufe, sind andere Mitreisende da weniger zurückhaltend: Es geht doch nichts über ein großes Bier um 6 Uhr früh!

    Unser boarding ist weit vor der Zeit abgeschlossen. Nur erhalten wir aus Amsterdam keine Starterlaubnis. Erst mit ordentlicher Verspätung starten wir, dann legt sich der Pilot aber ins Zeug und fliegt was die Maschine her gibt; nur um abermals durch Amsterdam ausgebremst zu werden. So landen wir mit einer halben Stunde verspätung in Amsterdam - am gefühlt äußersten Stellplatz. Mittlerweile hat mein Boarding für Frankfurt bereits begonnen. Ich werde etwas nervös.

    Ich hetze mit den schweren Schuhen durch den Flughafen und muss natürlich noch in den Schengenraum einreisen. Ich sehe meinen Flieger ohne mich starten. Zum Glück hat mein Anschlussflug verspätung - so schaffe ich es schlussendlich noch an Bord. In Frankfurt überrascht mich KLM damit, dass es mein Rucksack in der kurzen Zeit ebenfalls von der einen in die andere Maschine geschafft hat.

    Noch schnell das versprochene Buch für meinen Sohn kaufen und dann warte ich auf die ganze Familie, die mich abholt.

  13. Erfahren
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    AW: [SCO] Weglos durch die Highlands

    #33
    Toller Reisebericht, so wie er mir gefällt. Gute Mischung aus Emotionen, Wegbeschreibung mit Bildern und humorigen Schreibstil.
    Bei dem Hinweis mit deinen Schuhen habe ich meine gleich nochmal eingewachst. Rannoch Moor in eine Woche wird sicher nicht trockener sein als deine Pfade.

    Danke fürs Mitnehmen.

  14. AW: [SCO] Weglos durch die Highlands

    #34
    @Glenfiddich: Rannoch Moor in einer Woche? Wo und wann? Wir sind ab Samstag in der Gegend, für eine Woche.

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    Avatar von Hunter9000
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    AW: [SCO] Weglos durch die Highlands

    #35
    Toller Reisebericht, so wie er mir gefällt. Gute Mischung aus Emotionen, Wegbeschreibung mit Bildern und humorigen Schreibstil.
    Danke

  16. AW: [SCO] Weglos durch die Highlands

    #36
    Den Pfad entlang des River Meig hab ich auch nicht in allzu guter Erinnerung. Allerdings war es damals echt trocken. Bei Regen und Schlamm stell ich mir die Strecke nicht sonderlich nett vor.
    Ein schöner Bericht. Ich bin beeindruckt von der Strecke, wenn ich mir die einzelnen Etappen auf der Karte anschaue. Das hat vllt was damit zu tun, dass wir bei unseren Munro-Bagging Touren recht oft Rundtouren und auch Tagesetappen vom Zelt aus machen, was zur Folge hat, dass Start und Ziel recht nah beieinander sind. Insofern Respekt für Deine Tour und deine Leistung. Es hat mir gut gefallen Dir zu folgen. Vllt ein paar Fragen noch am Ende:
    • Gab es Midges?
    • Wie waren die Temperaturen so im Schnitt?
    • Ohne zu viele Details: Wie lange dauert der Transport von Haustür zu Highlands?

    Die Frage zielt darauf, dass bei einer kurzen Reisezeit von 6 Tagen die An- und Abreise mehr ins Gewicht fällt, als bei längeren Touren.

    Viele Grüße,
    Crookstone
    ---
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    AW: [SCO] Weglos durch die Highlands

    #37
    Gab es Midges?
    Keine. Was mich sehr positiv überrascht hat, da der Midges-Forecast in der Region noch auf Stufe 3 war.

    Wie waren die Temperaturen so im Schnitt?
    Echt schwer zu sagen. Ich trug immer ein langarm Shirt und Regenjacke. Abends beim Essen und einmal morgens noch eine Daunenjacke. Also tagsüber fand ich es echt angenehm. Ich nehm an es waren so um die 15 Grad.


    Ohne zu viele Details: Wie lange dauert der Transport von Haustür zu Highlands?
    Haustür-Frankfurt: 1h
    Flughafen Zeug: 1h
    Frankfurt-Amsterdam-Inverness: 3h
    Inverness Airport - Inverness Stadt: 30 min
    Inverness - Cluanie Inn: 1h30

    Zieht sich also durchaus. War ok, vor allem weil ich wegen der Kinder und Mrs Hunter nicht länger wegbleiben wollte als unbedingt nötig.

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