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  1. Liebt das Forum
    Avatar von Becks
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    Der B1, vom Alpstein nach Airolo

    #1
    Es ist vollbracht.


    Nach vier Jahren Planung, Kartenstudium und zig Bergtouren ist er nun im Kasten:
    Der B1 - vom Alpstein nach Airolo in 11 Etappen. 180 km lang, 11 Höhenkilometer im Auf- sowie 10 Höhenkilometer im Abstieg, bis T3 auf der Hauptroute und T5 auf den Alpinvarianten.



    Und weil der Entwicklungsfaden so schön durcheinander ist, zig Berichte zu Einzelstrecken existieren, und man das Ganze eh nicht sinnvoll ausdrucken und mitnehmen kann, kommt hier endlich die erste Ausgabe als PDF.



    Dropbox Link:
    Klick mich für B1

    Tipp: einfach das Popup mit dem Account erstellen weg klicken und dann rechts oben den Knopf "herunterladen" drücken. Inhalt ist eine Zip Datei mit dem pdf sowie zwei GPX Tracks, einmal für 8a (Val Frisal und Punteglias Abstieg) und 8b (Val Gliems).


    Tippp- und vor allem Inhaltsfehler an mich. Sobald ich etwas Zeit und Luft habe, ergänze ich das letzte Schmökerkapitel um weitere Bilder vom B1.
    Geändert von Becks (22.08.2019 um 15:26 Uhr)
    After much research, consideration, and experimentation, I have decided that adulthood is nothing for me. Thank you for the opportunity.

  2. Liebt das Forum
    Avatar von Becks
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    AW: Der B1, vom Alpstein nach Airolo

    #2
    Linkliste:

    Der Entwicklungsfaden - da ging es ziemlich drunter und drüber. Interessanterweise stand schon am 19.8.2015 die Route ziemlich so fest, wie sie heute auch verläuft.


    Wanderbericht Brülisau - Wildhaus (Etappe 1 und 2)

    Wanderbericht Elm - Breil/Brigels (Etappe 6 und 7)

    Wanderbericht Trun - Airolo (Etappe 10 und 11)

    Wanderbericht von Schoguen: Von Brülisau bis Breil/Brigels (Etappe 1 bis 8)

    Wanderbericht bzw. etwas feedback von BlackForestFr: B1 komplett. Leider sein letzter beitrag hier, Schade.

    Das hier ist der Auftakt zum B2: klick. Den bin ich eigentlich auch schon durch, muss ihn nur noch in Elektronen pressen.
    Geändert von Becks (15.08.2019 um 21:21 Uhr)
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  3. Erfahren

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    AW: Der B1, vom Alpstein nach Airolo

    #3
    Super Becks, danke. Ich habe den B1 schon lange auf der Liste, zumal es ja nicht so weit von uns ist. Aber irgendwie sind meine Urlaubstage immer schon ausgebucht. Schade, schade, schade, aber irgendwann werde ich ihn wandern, versprochen.
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  4. Erfahren

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    AW: Der B1, vom Alpstein nach Airolo

    #4
    Super, Vielen Dank auch von meiner Seite.
    Da hast Du Dir ja richtig Mühe gegeben und schöne Bilder gemacht! Von mir zuhause wäre alles nicht weit weg ... (Jetzt gehts aber zuerst mal auf den Mostpfeiler am WE (Palü))

  5. Erfahren
    Avatar von schoguen
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    AW: Der B1, vom Alpstein nach Airolo

    #5
    Vielen Dank für die tolle Arbeit.

    Bei mir steht ja noch das Ende des B1 aus. Dann kann ich ja gleich bis zum Anfang des GTA über den B2 gehen.
    Und dann ist man ja fast schon am Mittelmeer.
    Am Kreuzweg fragte er die Sphinx:
    Geh ich nach rechts, geh ich nach links?
    Sie lächelte: ...
    <Mascha Kaléko>

  6. AW: Der B1, vom Alpstein nach Airolo

    #6
    Top Job =). Bin ja selber mehr oder weniger den Teil ab Brülisau bis Breil gelaufen, Airolo bis Gondo habe ich auch gemacht. Absolute Empfehlung, ich war gerade wieder im Cristallina-Gebiet oberhalb von Bedretto...trotz der Anbindung nach Robiei per Seilbahn, war die Besucherzahl überschaubar und erträglich.

    Vllt mach ich im Herbst mal die Greina-Ebene, mir fehlt aktuell einfach die Zeit ...

  7. AW: Der B1, vom Alpstein nach Airolo

    #7
    Sehr, sehr cool! Vielen herzlichen Dank!

  8. Erfahren

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    AW: Der B1, vom Alpstein nach Airolo

    #8
    Geniale Sache, vielen Dank!!

  9. Neu im Forum

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    AW: Der B1, vom Alpstein nach Airolo

    #9
    Hi Becks und Co.,

    dickes Dankeschön auch von mir, ich bin den B1 von Brülisau bis Airolo die letzten Tage abgewandert, es war super!!!!

    Gestartet am Mittwoch, 2.9. in München mit DB Bus über Zürich und Bahn und Postbus zur Talstation Hoher Kasten und dann Nachmittags um 15h mit der Seilbahn hoch auf den Hohen Kasten. Vorher in Zürich noch kurz bei der Post ein Re Supply Paket an eine Seilbahnstation unterwegs (Tütenfutter, Müsli, Gaskartusche) und eine Aldi Suisse SIM für mein Phone gekauft. Dann oben losgelaufen bei "geht so" Wetter und bis hinter die Roslenalp oben auf dem Gipfel biwakiert. Superschön, aber bei 3 Grad Celsius war mein Setup mit Uberlight und Cummulus 350 Quilt schon grenzwertig, da hab ich mich verschätzt. Dann nächster Tag 20 Steinböcke hinter der Zwinglipasshütte (nach Jäger dann noch 19), weiter 10 noch unterhalb des Nädlinger Grat. Die Gratbegehung fand ich super!!! Hab mich kurz verklettert, da ich nach Tütensuppe einfach weiter geradeaus gelaufen bin, kurze Überlegung dass T4 in der Schweiz aber hart ist, dann drauf gekommen, ich bin vom Weg ab :-) Fand die Tour technisch nicht schwierig, wer Höhenangst hatte sollte das eher nicht machen. Den Abstieg hab ich als anstrengend in Erinnerung, bin durch Wildhus durch und noch 30min bis zum Biwakplatz an dem Teich bei Oberengi, sehr empfehlenswert!

    Dann am dritten Tag lange Tour, zu Fuss den Chäserrugg hoch und da schnell wieder weg (Massentourismus da oben), Abstieg war anstrengend und der Weg nach Quinten wie vorgewarnt lang, aber sehr schön. Ich hab noch eine Zwischentour über eine weiss-blaue Route zum Paxmahl reingepackt, fand ich auch super, war aber auch nix für Spaziergänger sondern mit Seilsicherungen leichte Kletterei. Um 8h mit der Fähre rüber nach Murg und dort mein Tarp auf dem Campingplatz aufgestellt und erst morgends an der Rezeption gezahlt.

    Dann am 4. Tag die Strasse hoch und weiter zum Murgsee, dort gegessen und weiter bis Engi, dann Bus nach Elm (die einzige Wegstrecke, die ich mit Unterstützung gemacht habe. Da auf dem Campingplatz im Regen weggeschwommen und dank freundlicher Unterstützung eines Bauern in der Nähe auf dem Rohbau eines Kuhstalls gepennt. Nächster Tag war Regen und kalt, daher Zero Day im Gasthaus in Elm, ziemlich ödes Kaff am Sonntag bei Regen, mein Tolino hat mich gerettet.

    Dann Wetterbericht, Schneefallgrenze bei 2.500m, Nebel. Daher hab ich dann die AlpinVariante leider nicht gemacht sondern bin nur bis zur Panixer Hütte gelaufen, als Belohnung hatte ich die aber die ganze Nacht für mich alleine (abgesehen von den vielen Mäusen, daher Essen und Rucksack hochgehängt, die haben mir meine Nüsse aus der Tüte geklaut, als ich an der Quelle Wasser geholt habe. Am nächsten Tag zum ersten Mal gedacht, "gut, dass ich eine Karte habe", als ich über die Mondlandschaft bis zur Bifertenhütte gelaufen bin, da sind die Markierungen manchmal weiter auseinander. Aber Wegfindung war trotzdem nicht schwierig.

    Das sah dann am nächsten Tag ganz anders aus, ich wollte die Alpin Variante bei Top Wetter durch das Val Frisul gehen. Den Einstieg hab ich gefunden (Schafpfad war da nicht mehr, aber man geht wie beschrieben von der Bifertenhütte los, und wenn der Anstieg zum ersten Sattel beginnt muss man links abzweigen. Dann durch die Geröllscharte runter war mühsam aber noch gut auffindbar, aber ich habe nicht den richtigen Absprung nach rechts aufs Gras gefunden. Ich bin zwar unten rechts raus und dann einmal 100m "um die Kurve gegangen", hatte dann aber immer ca. 5m Steinwand unter mir und hab auf dem ganzen nächsten km nicht eine Möglichkeit gefunden, gefahrlos abzusteigen. Wäre bei Nässe (wie auch beschrieben) gefährlich, war auch so nicht ohne. Dann entschieden als Solowanderer jetzt keinen Scheiss zu bauen und alles wieder zurück, war nach 3,5h wieder an der Bifertenhütte und bin im nachhinein ganz stolz, so entschieden zu haben. Bin dann runter bis fast ins Tal gelaufen und war nach 5,5h pünktlich zum Abendessen in der Puntegliashütte. Der Schlussanstieg die letzten 1000m zur Hütte waren dann aber hart, dafür waren die Hüttenwirt unfassbar gastfreundlich, Note 1.0.

    Dann morgends nach Trun abgestiegen und direkt bis zum kleineren Campingplatz nach Sumvigt weitergelaufen, easy Tour. Dann am nächsten Tag zur Terrihütte, auch Traumweg! Die Hütte selber war dank Corona und vielen Leuten eher ungastlich, da kann das Team aber nix für, aber ich sass halt zwischen Stellwänden hinter der Plexiglasscheibe. Team selber war auch hier toll.

    Dann zur Capanna Bovarina, die Route scheint ab dem Parkplatz neu "gemalt" worden zu sein, die weiss-blau-weissen Markierungen sind alle 10m vorhanden. Ich fands eine der schönsten Touren, auch nix mit Höhenangst aber aus meiner Sicht gefahrlos.

    Der letzte Tag mit 30km zog sich, aber auch die Route hat mir gefallen.

    Daher dickes Dank an die Dokumentation an Becks, alles korrekt und super hilfreich. Wenn mal einer die AlpinVariante ab Bifertenhütte macht, bitte mal eine Foto von unterhalb der Schuttrinne raus zum "richtigen" Ausstieg machen, das wäre für andere bestimmt hilfreich. Ich hatte dank der Beschreibung von Berre und Fabi deren GPX bei mir in Komood gepackt, habe das aber nie gebraucht.

    Mir sind pro Tag in den meisten Routen maximal 6-8 Personen entgegen gekommen. Man braucht schon gut Kondition für die Routen, aber die Touren sind super beschildert. Ich hab das ganze in Salomon XA PRO 3D Trailrunning Schuhen gelaufen, würde ich wieder so machen, aber da ist auch gut alpines Gelände dabei, daher keine Empfehlung von mir, soll jeder selber wissen.

    Ich traue es mich kaum zu sagen, weil ich gerne die Abgeschiedenheit der Berge der Umgebung erhalten möchte, aber:
    Die Tour war ein Traum!

    LG, Michael

  10. Liebt das Forum
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    AW: Der B1, vom Alpstein nach Airolo

    #10
    Super, und thx für die Rückmeldung. Muss ich noch einmal sehen, wo es beim Abstieg Val Frisal hakt in der Beschreibung.

    War besser als der E5 nehme ich an, weil abwechslungsreicher und ruhiger.
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  11. Liebt das Forum
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    AW: Der B1, vom Alpstein nach Airolo

    #11
    Ich kann mir schon denken, wo es von der Biferten ins Val Frisal schief gelaufen ist:

    Das hier ist diese Rinne, gesehen von oben, kurz nachdem man von der Hütte kommend horizontal / Höhe haltend in den Kessel gequert hat:



    Hier läuft man die Rinne bis zum unteren Ende aus, bis sie in einer steilen Flanke endet (daher auch gefährlich, weil man im nassen Gras über die Kante schlittern kann). Am unteren Ende sieht man auf der rechten Seite, dass dort der bereich in mehreren Terassenstufen geschichtet ist. Auf der untersten Stufe quert man rechts aus der Rinne heraus und landet auf einem breiten Gratrücken, und das sieht so aus, wenn man dort steht:

    Blick zurück in die Rinne. Hier hat man sich quasi heraus gemogelt.


    Blick in Richtung Falllinie, den breiten Gratrücken entlang bzw. nach rechts etwas abdriftend runter.


    Das ist der Kessel unterhalb des Abbruchs der Rinne, die man gerade verlassen hat - zu steil, um da direkt runter zu gehen.


    Ab dem Punkt folgt man dem breiten Gratrücken nach unten, und weicht dabei nach rechts aus, sobald man auf Fels trifft. So landet man an einem kleinen, flachen Felsband, das man runter geht:

    Auf dem Felsband. Im Hintergrund sieht man eine Felsstufe, die sich in der Falllinie des Gratrückens befindet, und die man nach rechts ausweichend (oder wie oben geschrieben "nach rechts abdriftend") umgeht, indem man über den flacheren Teil hier im Bild absteigt. Weiter unten in einem anderen Bild ist die Felsstufe erneut sichtbar.


    ...und ein paar Meter weiter unten


    Sobald man hier durch ist, hat man es geschafft, denn wenn man sich dann aus der Fallrichtung nach links dreht, sieht man das hier:

    Drüben bei den grasigen Buckeln findet man den Pfad wieder und kommt darüber auf den Talboden.

    Hier sieht man noch die eine Felsinsel, die sich im zweiten Abschnitt befindet, also dort, wo man den breiten Rücken herunter steigt, Indem man hier (im Bild gesehen nach links) rausquert, kommt man in das oben gezeigte flache Felsband.

    Ist aber trotzdem eine T4, weil durchaus etwas Technik gefragt ist.
    Geändert von Becks (16.09.2020 um 10:24 Uhr)
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  12. Liebt das Forum
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    AW: Der B1, vom Alpstein nach Airolo

    #12
    Und hier noch das Ganze in der Angstmacherübersicht.....

    Hier etwas kleiner, ohne Route und ohne Zoom:


    Achtung Grossformat - der relevante Bereich.


    Der grüne Kreis markiert den Ausstiegsbereich aus der Rinne, und im orangen Bereich befindet sich das Felsband sowie der generell felsdurchsetzte Bereich.

    Sieht übel steil aus.
    Geändert von Becks (15.09.2020 um 21:39 Uhr)
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  13. Neu im Forum

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    AW: Der B1, vom Alpstein nach Airolo

    #13
    Ich glaube, ich bin ein Band zu früh rechts raus und war dann direkt über dem grünen Kreis... Danke für das Bild, damit klappt es hoffentlich beim nächsten Mal!

  14. Liebt das Forum
    Avatar von Becks
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    AW: Der B1, vom Alpstein nach Airolo

    #14
    Es gibt auch noch einen "offiziellen" Weg, der etwa 300m nordöstlich der Hütte vom Weg abzweigt, der als unschwieriger Normalzustieg genutzt wird.

    Auf der Swisstopo sieht man nur den tieferliegenden Teil, der hinüber zu dem Bereich führt, zu dem auch meine Route geht.


    Auf der Openstreetmap-Karte dagegen ist er komplett eingezeichnet, und auf der Hüttenzustiegskarte der Bifertenhütte ist er auch drin. Anscheinend soll er auch markiert sein, aber da ich diesen noch nicht benutzt habe. Hier ist sie wohl erstmals auf Hikr dokumentiert.
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