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  1. Dauerbesucher
    Avatar von atlinblau
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    Insektenhotel - wie?

    #1
    Liebe Outdoor- und Naturfreunde,

    beim suchen hier im Forum bin ich nicht fündig geworden, daher mache ich mal ein neues Thema hier auf.

    Insektenhotel selbst gebaut – Erfahrungen und Hinweise

    Hier mal mein derzeitiges Projekt – alte Paletten habe ich halbiert (Abmasse 0,60m x 1,20m) und werden ringsrum mit diversen Steinen sowie Bambus- und Schilfröhren, Kiefernzapfen, Stroh etc. befüllt.



    So weit so klar…Innen ist viel Platz!!! Was kommt innen hinein???
    Ich habe die Paletten nach oben offen gedreht, so dass ich die Palette noch von oben befüllen kann.In die untere Etage habe ich Totholz reingelegt – was kann man noch für insektenfreundliche Materialien im Hotel verbauen …soll mal mindestens insgesamt mindestens fünf bis sechs Etagen haben und vier Sterne für Insektenfreundlichkeit bekommen.

    Wer hat dazu Erfahrungen???

    Grüße

    Thomas

  2. Lebt im Forum
    Avatar von Ditschi
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    AW: Insektenhotel - wie?

    #2
    Schaut gut aus und ist riesig. Toll, so etwas anzufangen.

    Ich habe mir bei ebay einmal den äußeren Rahmen für ein Insektenhotel preiswert gekauft und alles rausgeworfen, was drinne war. Das war lieblos und größtenteils falsch gemacht. Dann habe ich es unter Berücksichtigung dieser Tipps selbst ausgebaut.

    https://www.swr.de/insekten/insekten...469/index.html

    Die Bündel mit guten Röhren verschiedener Art kann man auch im net einzeln bestellen.

    Mein Insektenhotel habe ich dann unter einen Unterschlupf aus Plexiglas gestellt, so daß von oben und seitlich kein Regen dran kommen kann. Selbst gebaut. Zur Durchlüftung ist er nur vorne und hinten offen.

    Ditschi
    Geändert von Ditschi (12.08.2019 um 17:57 Uhr) Grund: Ergänzung

  3. Dauerbesucher
    Avatar von ApoC
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    AW: Insektenhotel - wie?

    #3
    Ich habe selber keins gebaut und möchte euch auch nicht den Spaß verderben denn die Idee finde ich super. Offenbar gibt es aber einige Fallstricke. Der Nabu hat dort vor einiger Zeit etwas zu geschrieben. Mit ein bißchen suchen findet man bestimmt auch Anleitungen wie man es machen soll...

    https://www.nabu.de/tiere-und-pflanz...nen/13704.html

    Edit: Eventuell war ich da etwas schnell. Damals wurde vor dem Bohren ins Stirnholz gewarnt. Das macht der Typ in dem Video aber doch, oder? Und auch im Text wird vor Markstengeln gewarnt... Komisch! Da muss man mal genauer Googlen. Ich glaube der Anlass war damals ein Lidl Insektenhotel. Vielleicht findet man dazu etwas. Der Nabu hat dazu übrigens auch erst vor relativ kurzer zeit seine Meinung geändert und vorher die jetzt nicht mehr empfohlenen Dinge beworben.
    Geändert von ApoC (12.08.2019 um 17:58 Uhr)

  4. Dauerbesucher
    Avatar von atlinblau
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    AW: Insektenhotel - wie?

    #4
    Ich bin am überlegen, ob ich innen z.B. massive Steine etc. reinlege ...als Temparaturspeicher,
    oder wird es auf Dauer zu warm.

    Thomas

  5. Fuchs
    Avatar von Martin206
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    AW: Insektenhotel - wie?

    #5
    Noch ein Link:

    https://www.lbv.de/ratgeber/lebensraum-garten/insekten-im-garten/insektenhotel-selbst-bauen/

    ...nicht daß Du die gleichen Fehler machst wie ich damals :-)
    “Wenn du denkst, wir können diese Welt nicht verändern, bedeutet das nur, daß du nicht einer derjenigen bist, die es tun werden.” — Jacques Fresco

  6. Lebt im Forum
    Avatar von Sarekmaniac
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    AW: Insektenhotel - wie?

    #6
    Ditschis Meinung kann ich mich leider überhaupt nicht anschließen.

    Falls Du bei Insekten Ohrenkneifer sowie (zwar keine Insekten) Spinnen im Kopf hast, werden sich dort sicher von beiden welche einstellen. Die Stellen sich aber ein, weil sie sich überall einstellen, wo ein haufen Zeugs im freien rumliegt, nicht wegen deines Objekts.

    Fall es um Wildbienen geht (und diverse Schlupfwespen- und Solitärwespenarten, die alles, was für Wildbienen geeignet ist, auch gern annehmen): geschätzt 90% dessen, was ich auf dem Bild erkennen kann, ist leider völlig untauglich. Tauglich für Solitärbienen- und -Wespen sind die gebündelten Halme, die an verschiedenen Stellen waagerecht hineingeschoben sind..

    Ob diese Halme hinten geschlossen sind, ob sie ausreichend tief sind (100-200 mm?), ob sie sauber geschnittene, grat- und splitterfreie Eingänge haben, ob sie hinten eingeklebt oder sontwie gegen herausziehen gesichert sind (Vogelschutz) kann ich auf dem Bild nicht erkennen. Falls einer oder mehrere dieser Anforderungen nicht zutreffen, sind die Halme auch nicht tauglich.

    Ich hoffe ich komme nicht undiplomatisch rüber, ich habe letztes Jahr und im Winter selbst auch einige Basteleien gemacht, nur um sie in die Tonne zu kloppen, nachdem ich mich in die Materie eingearbeitet hatte.

    Auf die Frage: Welchen Insekten möchtest Du helfen? Folgt die Frage: Welche Ansprüche an einen Nistplatz- und -material haben denn diese Insekten?

    Und da man ja das Rad nicht neu erfinden und alle Fehler selbst machen muss, empfehle ich, den Fachmann zu befragen.

    IMO ein Muss für jeden, der ein Insektenhotel bauen möchte:

    1) Werner David:
    Fertig zum Einzug: Nisthilfen für Wildbienen: Leitfaden für Bau und Praxis.

    Ein Praxisbuch, das weniger auf die Biologie der Arten eingeht, aber kurz und knapp Bauanleitungen und praktische Tipps gibt.

    Von Werner David gibt es auch viele, etwas freakige, aber sehr lehrreiche Youtube-Videos. Das zum Beispiel: Insektenhotel des Schreckens:


    (INFO: Bitte kein Bildmaterial einfügen, das die Rechte Dritter verletzt. d.h. i.d.R. keine Musikvideos, TV-Serien etc. )


    2) Paul Westrich: Wildbienen. Die anderen Bienen.
    Eine wirklich toll geschriebene und allgemeinverständliche Einführung in die Artengruppe der Wildbienen von einem der führenden Wildbienenforscher Deutschlands (und weltweit). Den Nisthilfen ist nur ein Kapitel gewidmet, aber da steht alles drin, was man über taugliche Nisthilfen wissen muss.

    Das Nisthilfenkapitel ist auch auf Paul Westrichs Seite online gestellt. schau mal die drei Seiten mit "Negativbeispielen an, ob Du was wiedererkennst:

    https://www.wildbienen.info/artensch...sthilfen_A.php

    https://www.wildbienen.info/artensch...sthilfen_B.php

    Ebendort: Wissenschaftlich dokumentierter Feldversuch mit einer Baumarkt-Nisthilfe:

    https://www.wildbienen.info/forschun...lfentest_A.php

    Und dann lies dir einfach mal die Seiten dort unter "Artenschutz" komplett durch:
    https://www.wildbienen.info/artenschutz/index.php

    Und zum Thema toll, weil riesig: Es muss nicht riesig sein. In einem ziegelsteingroßen, rissfreien Hartholzklotz kriegst Du 150-200 Bohrungen (=potentielle Niströhren) unter.

    Lieber klein anlegen aber, aber richtig, so dass auch eine Besiedelung stattfindet.

    Westrich empfiehlt einfach ein mit Plexiglas nach Süd- bis Südost ausgerichtetes überdachtes Holzregal, das man mit neuen Halmbündeln oder Holzkkötzen bei Bedarf erweitern kann. Und wo man Halmbündel nach 2-3 Sommern auch wieder entnimmt, weil sie dann zu gammeln anfangen, mit Parasiten bsetzt sind etc.
    Geändert von Sarekmaniac (12.08.2019 um 22:01 Uhr)
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  7. Lebt im Forum
    Avatar von Ditschi
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    AW: Insektenhotel - wie?

    #7
    Zitat Sarekmaniac:
    Ditschis Meinung kann ich mich leider überhaupt nicht anschließen.
    Mein Lob bezog sich auf Initiative und Enthusiasmus. Ansonsten habe ich ja zum möglichst richtigen Innenausbau einen link gesetzt und auch weiter dazu geschrieben.
    Deine Tipps, Sarekmaniac, sind zweifellos noch besser, weil Du noch intensiver daimit befaßt hast. Immerhin kann ich feststellen, daß mein Insektenhotel von einigen Wildbienen angenommen wurde. Ich muß den Vogelschutz verbessern, weil ein Specht gewütet und viele Halme herausgezogen hat. Da Auswechseln der Halme nach 2-3 Jahren steht auch wieder an.
    Ditschi

  8. Lebt im Forum
    Avatar von Sarekmaniac
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    AW: Insektenhotel - wie?

    #8
    Zitat Zitat von atlinblau Beitrag anzeigen
    Ich bin am überlegen, ob ich innen z.B. massive Steine etc. reinlege ...als Temparaturspeicher,
    oder wird es auf Dauer zu warm.

    Thomas
    Die bei uns vorkommenden Insekten sind an die mitteleuropäischen Verhältnisse angepasst. Folglich brauchen sie weder Heizung noch Kühlung.
    Wir sind alle ein wenig beim Leben zu Gast
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    (Anna Achmatowa)

  9. Dauerbesucher
    Avatar von atlinblau
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    AW: Insektenhotel - wie?

    #9
    Zitat Zitat von Sarekmaniac Beitrag anzeigen
    Die bei uns vorkommenden Insekten sind an die mitteleuropäischen Verhältnisse angepasst. Folglich brauchen sie weder Heizung noch Kühlung.
    Danke für deine umfangreichen Informationen und LINKs etc..
    Bis jetzt noch nicht viel verkehrt gemacht...die Bohrungen und Marklöcher werde ich noch verbessern.
    Wie schneidet man Stroh faserfrei???

    Bei den Paletten handelt es sich um US-Ware, teilweise aus Tropenholz.
    Will sie nicht einfach verbrennen, deshalb die Größe...

    Thomas

  10. Lebt im Forum
    Avatar von Sarekmaniac
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    AW: Insektenhotel - wie?

    #10
    Um mal konkret beispiele zu geben.

    Die Nisthilfen sind bei uns kleinteilig und auf den Grundstücken (Hausgrundstück und Streuobstwiese) verteilt.

    Typ 1, für Hohlraumbesiedler:
    gestapelte Drainagerohre aus Ton, mit einfachem Dach als Bewitterungsschutz, zur Aufnahme von Schilf und Bambusröhrchen:



    Mittlerweile ist da noch ein dreieckiger Holzrahmen mit Kaninchendraht vorgehängt, sonst richten Spechte und andere Vögel ein Massaker an.

    An anderer Stelle sind die Drainagerohre in kleinen Gruppen ind die Totholzzaune integriert (muss mal schauen ob ich davon Bilder finde), ebenfalls mit vorgehängtem Schutzrahmen.

    Typ 2, für Holhlraumbesiedler
    Holzklötze in ca Ziegelgröße mit Lochbohrungen in unterschiedlichen Durchmessern und Tiefen. (die Bohrungen imitieren Käferfraßgänge). Einzeln an verschiedenen Stellen an der Südwand unterm Dachüberstand von Haus bzw. Geräteschuppen aufgehängt. Den zuerst aufgehängten Klotz hat ein Specht verfrühstückt, deshalb muss auch vor die Holzklötze ein Vogelschutz (auf Stadtbalkonen dürfte das etwas weniger kritisch sein.)

    Typ 3
    Stabile Blumenkästen mit einer Mischung aus fünf Teilen Sand und einem Teil gemahlenem Lehm ohne Zuschläge (aus Naturbaustoffhandel). Nach dem Trocknen gekippt, sodass sich eine "Steilwand" bildet, und absolut witterungsgeschützt, aber sonnig, ander Südwand unter Dachüberstand aufgestellt.

    Besiedelt wurde alles, noch nicht vollständig, aber das ist ja die erste Saison. In den künstlichen Steilwänden nisten bislang keine Bienen, "nur" Schornsteinwespen in erklecklicher Anzahl.

    Für Arten, die selbst Gänge in morsches Holz nagen (bspw. blaue Holzbiene, verschiedene Blattschneiderbienen) habe ich kein Holz speziell hingestellt oder gehängt. Da findet sich so genug Totholz, stehend oder in den Zäunen (hoffe ich mal).

    Hummelkästen braucht es auch nicht, es gibt Totholzzäune, Steinmauern, ungemähte Wiesenecken, Komposthaufen, alte Mauselöcher, da finden sich genug natürliche Nistmöglichkeiten.

    Allerdings sind nur ca. 30 Wildbienenarten regelmäßig an solchen Nisthilfen zu finden (von ca. 600 Arten in Deutschland). Bei beiden genannten Autoren findet sich eine entsprechende Artenliste. Die allermeisten Arten interessieren sich nicht für Halme und Klötze, sondern legen Röhren im Erdboden an.

    Bis uns gab es nach der Trockenheit im letzten Jahr eh reichlich offene Stellen. Oder man hilft nach, und schält auf ein paar qm an einer sonnigen Stelle die Grassoden ab.

    (Die Bienenbilder, die ich im Insektenfaden gepostet habe, zeigen fast alle erdnistende Arten).


    Zitat Zitat von atlinblau Beitrag anzeigen
    Danke für deine umfangreichen Informationen und LINKs etc..
    Bis jetzt noch nicht viel verkehrt gemacht...die Bohrungen und Marklöcher werde ich noch verbessern.
    Wie schneidet man Stroh faserfrei???
    Stroh - keine Ahnung.

    Ich habe eine Schilfmatte aus dem Baumarkt auseinandergenommen (Draht entfernt) und die Halme einzeln auf der Bandsäge geschnitten, immer hinterm Knoten, zum Teil dann noch mit Nagelschere und kleiner Düsenbürste nachgearbeitet. Eine Beschäftigung für lange Winterabende.

    Bambus habe ich genauso aufgesägt (der ist hart, habe zwei Sägeblätter gekillt), dann Mark raussgebohrt. und die Schnittkante über ein paar Mal über Schleifpapier gezogen.

    Die Halme dann mit der Öffnung bündig (nach hinten unterschiedlich lang) nebeneinander auf Ducktape geklebt und gerollt, beim Rollen immer mal wieder ein bißchen Heißkleber draufgegeben. Dann gibt es ein festes paket, wo Vögel nicht so schnell die Halme ziehen können. das paket kann man dann noch, sofern nötig, mit einem Stöckchen im Drainagerohr festkeilen.
    Geändert von Sarekmaniac (12.08.2019 um 21:53 Uhr)
    Wir sind alle ein wenig beim Leben zu Gast
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    (Anna Achmatowa)

  11. Alter Hase
    Avatar von Abt
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    AW: Insektenhotel - wie?

    #11
    Intressanter Artikel

    Zwei Fragen hab ich

    1.Was geschieht mit der "Hoteleinrichtung " über den Winter/auf lange Zeit?
    (im Hinblick auf Schädlinge wie Milben und Pilzkrankheiten)

    2.Wie vertragen sich die vielen verschiedenen Arten, die auch auch räuberisch von anderen Insektenarten leben auf so engem Raum?

  12. Lebt im Forum
    Avatar von Sarekmaniac
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    AW: Insektenhotel - wie?

    #12
    Zitat Zitat von Abt Beitrag anzeigen
    Intressanter Artikel

    Zwei Fragen hab ich

    1.Was geschieht mit der "Hoteleinrichtung " über den Winter/auf lange Zeit?
    (im Hinblick auf Schädlinge wie Milben und Pilzkrankheiten)
    Im Winter passiert erstmal gar nichts, vorausgesetzt Dach ist vorhanden und ggf. Vogelschutz (Gitter).

    Stroh, Schilf, Bambus fängt natürlich trotzdem an zu rotten, und Bestände von Milbenarten, die Insekten befallen, nehmen zu. Deshalb, und weil es auch Arten gibt, die nur unbenutze Halme nutzen, sollte man jedes Jahr neue Bündel ergänzen und sehr marode aussehende Bündel entsorgen (idealerweise mit Zwischenschritt in einer "Schlupfkiste", damit nicht Bienenlarven auf dem Kompost oder Müll landen). Deshalb auch beim Anlegen der Nisthilfe Platz lassen für Ergänzungen.


    2.Wie vertragen sich die vielen verschiedenen Arten, die auch auch räuberisch von anderen Insektenarten leben auf so engem Raum?
    Insekten, die an Wildbienen parasitieren, stellen sich natürlich auch ein, Goldwespen zum Beispiel. Und die Milben hast du ja schon erwähnt. Die Wildbienen stören sich nicht groß an Artgenossen oder Bienen anderer Arten. Arten, die auch gebrauchte Halme wieder besiedeln, und vorher "Hausputz" machen, räumen aber durchaus auch angefangene oder verschlossene Nester, der eigenen Art oder anderer Arten, wieder aus, wenn ihnen ein Halm besonders gut gefällt.

    Edit: Hier noch ein Bild von im Zaun "eingebauten" Drainagerohren (Böschung mit Südausrichtung):

    Geändert von Sarekmaniac (13.08.2019 um 13:24 Uhr)
    Wir sind alle ein wenig beim Leben zu Gast
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  13. Lebt im Forum
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    AW: Insektenhotel - wie?

    #13
    Am letzten Wochenende habe ich mal Bilder von den beschriebenen Nisthilfen gemacht:

    Tonröhren gestapelt, mit Schilf und Bambus, mit Überdachung und Spechtschutz:




    Tonröhren im Totholzzaun, mit Spechtschutz:



    Künstliche Lösswand:



    Holzklotz mit (improvisiertem) Spechtschutz:




    Holzklotz ohne Spechtschutz:





    Am Sonntag lungerten zwei Grünspechte (vermutlich Pärchen?) und ein Eichelhäher gleichzeitig an der Nisthilfe rum...

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    (Anna Achmatowa)

  14. Gerne im Forum

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    AW: Insektenhotel - wie?

    #14
    Sehr schöne Nisthilfen @sarekmaniac! Ich kann die Notwendigkeit eines Specht- oder Vogelschutzes (Kaninchendraht o.ä.) nur betonen, uns werden immer wieder Röhren "ausgeräumt", wenn wir den Schutz vergessen haben

  15. Lebt im Forum
    Avatar von Ditschi
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    AW: Insektenhotel - wie?

    #15
    Ich muß auch sagen: was sarekmaniac da zusammengestellt hat, kann als Vorbild dienen. An meinem Spechtschutz muß ich noch arbeiten. Bin noch nicht dazu gekommen. Spechte sind kräftige Vögel, die so ein Insektenhotel ganz schön demolieren können. Wie ich leidvoll selbst erfahren mußte.
    Ditschi

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