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  1. Erfahren
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    [DE] Soonwaldsteig mit dem Zelt in 5 Etappen

    #1
    Mitreisende: jiba
    Soonwaldsteig mit dem Zelt
    16.04. - 20.04.2019

    Obwohl Taunuswanderer (in einem mir völlig unvorstellbaren Gewaltmarsch) große Teile des Soonwaldsteiges schon beschrieben hat, habe ich die Hoffnung, dass eine Beschreibung der „gemütlichen“ Variante so manchem doch noch ein wenig Mehrwert bringt. ;)


    Vorgeschichte/Planung

    Im April galt es, noch Resturlaub zu verbrauchen – aber Ostern stand vor der Tür und das ostersonntägliche Familienmahl durfte auf keinen Fall verpasst werden. Der Zeitrahmen war daher ziemlich eng gesteckt mit genau 5 Tagen inkl. An- und Abreise. Damit war schnell klar, dass nur Deutschland oder die Niederlande in Frage kommen würden. Und mit dem Zelt….. hm…. schwierig….
    Oder auch nicht! Völlig zufällig bin ich über die Seite vom Soonwaldsteig gestolpert; keine Ahnung wieso mir der noch nicht untergekommen ist (ich hatte Taunuswanderers Beschreibung sogar schon gelesen, hab ich aber erst hinterher gemerkt…) Die Seite vom Steig hat mir dann sogar konkrete Tourenvorschläge mit Trekkingcamps gemacht. Perfekt!
    Ich habe dann nicht mehr lange überlegt, und mich für die vorgeschlagene 5-Tages-Tour von Kirn nach Bingen mit zwei Übernachtungen in Camps entschieden. Da das meine erste Tour seit einiger Zeit war, waren mir die Distanzen von 15 - 20 km pro Tag ziemlich Recht (damit das aufgeht darf man allerdings nicht den ersten Übernachtungspunkt verschieben … dazu später mehr). Die 4-Tages-Tour hätte eine Etappe mit 29 km gehabt und das habe ich mir nicht zugetraut.
    Bei der Recherche zur Frage „Vorabendanreise oder nicht?“ bin ich über ein sehr süßes kleines Hotel gestolpert, bei dem sich herausstellte, dass es sich gar nicht am Startpunkt sondern eher am Ende der ersten Etappe befand. Ich fand es so toll, dass ich es als ersten Übernachtungspunkt gebucht habe. Die nächsten zwei Nächte waren Trekkingcamps und die letzte Nacht sollte es in ein Baumhaus gehen!
    Die Buchung der Trekkingcamps ist ein bisschen sperrig, aber es lief alles reibungslos und die Bestätigung kam auch am nächsten Tag ins Postfach geflattert.


    Das Wasserproblem
    Ein Punkt der mir ein bisschen Sorgen gemacht hat, war die Wasserversorgung entlang der Strecke. Am Soonwaldsteig selbst gibt es keine offizielle Möglichkeit Trinkwasser zu beziehen. Die Webseite nennt eine Handvoll Bäche aus denen man Wasser entnehmen kann, allerdings heißt es, das Wasser sollte gefiltert und abgekocht werden, da gebräuchliche Filter nicht gründlich genug wären. Echt jetzt??? Was sind das denn für Bäche? Kann ja heiter werden….
    Der Soonwaldsteig hat daher Anwohner entlang der Strecke angeschrieben und gefragt, ob diese an einem „Netz offener Wasserhähne“ teilnehmen und Wanderern Wasser zur Verfügung stellen wollen. Eigentlich eine super Idee, nur gibt es entlang weiter Strecken des Routenverlaufes gar keine Anwohner in annehmbarer Entfernung zum Steig…
    Ich bin ja sonst ein echter Schisser, aber an dem Punkt dachte ich dann „Augen zu und durch!“. Der Filter kommt mit und muss reichen. Und wenn alle Stricke reißen, dann muss ich halt per Anhalter ins nächste Dorf. Vorher habe ich mich trotzdem über die Lage der Bäche informiert und geplant wo ich Wasser auffüllen werde.

    Fazit (für die, die nicht bis zum Ende lesen wollen ;) ): Der Soonwald hat eine Menge Quellen, die meisten reichen allerdings gerade dafür, den Weg unglaublich matschig werden zu lassen, aber nicht für ein brauchbares Rinnsal. Für einen absoluten Newbie in Sachen „auf Wasser achten“ würde ich sagen, wenn man nicht völlig verplant unterwegs ist, dann kann man sich – zumindest im April – zuverlässig versorgen. In den trockenen Monaten wird es aber wahrscheinlich auf einigen Abschnitten schwierig.

    Ausrüstung
    Ich hab meine Schottlandausrüstungs-Liste genommen und alles gestrichen, was ich nicht absolut gebraucht habe. Damals hatte ich viieeel zu viel Essen dabei, deshalb wurde das jetzt auch auf‘s Minimum reduziert (dabei hab ich es ein bisschen übertrieben…). Bei der ersten und letzten Übernachtung gibt es angeschlossene Gastronomie, daher werden nur zwei Abendessen und drei Frühstücke, sowie Snacks für fünf Tage mitgenommen. (-> Snacks für 3 Tage hätten gereicht, am Tag 4 erreicht man mittags eine Tankstelle).
    Insgesamt (ohne Wasser): 11kg.

  2. Erfahren
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    AW: [DE] Soonwaldsteig mit dem Zelt in 5 Etappen

    #2
    Tag 1: Kirn – Bundenbach, Forellenhof – 13,5 km

    Die Anreise mit dem Zug verläuft total problemlos, den Anfang finden allerdings nicht. Ich muss bereits in Kirn auf dem Bahnhofsvorplatz meine GPS App rauskramen um den Startpunkt zu finden. Das fängt ja gut an! Auf dem Weg zum Marktplatz noch einmal schnell in die lokale Konditorei – wer weiß wann es wieder sowas Gutes gibt? – und dann geht’s los.

    Aus dem winzigen Ort geht es direkt über einen recht steilen Anstieg durch Wohngebiete immer hinauf. Insgesamt bleibt der erste Tag geprägt von Straßen und Häusern, man befindet sich definitiv in bewohntem Gebiet. Ein erster Ausblick über das Tal bringt aber auch das ersehnte Gefühl von „draußen“ und „Natur“, vor allem der Rotmilan der über mir kreist macht klar, dass ich nicht mehr im Ruhrpott bin.





    Immer wieder wechselt sich Wohngebiet mit Wald ab und der Soonwaldsteig macht unmissverständlich klar, dass der „Steig“ nicht von ungefähr kommt. Bei Schloss Wartenstein folge ich einem kleinen Schild zu einer Vogelbrut-Beobachtungsstation und schleiche mich in das achteckige Häuschen. Tatsächlich guckt mich ein Kleiber aus seinem Nest an, als ich die erste Teppich-Klappe hochhebe!



    Auf dem weiteren Weg holt mich eine Wanderin ein und wir kommen ins Gespräch. Sie erzählt, dass sie den ganzen Soonwaldsteig in 3 ½ Tagen wandern will. Wie jetzt? Und das nicht etwa mit einem kleinen bescheidenen Pack, sondern mit geschmeidigen 18kg auf dem Rücken. Heilig’s Blechle!

    Pünktlich vor dem Regen komme ich am Forellenhof an. Ab in die Sauna, Abendessen, kleiner Spaziergang und nicht zu vergessen, ein Glas Whiskey aus der unglaublich großen Sammlung des Hotelbesitzers. Damit ist die nötige Bettschwere mehr als erreicht!


    Der Forellenhof macht seinem Namen alle Ehre!


    Aber auch diese lustigen Gesellen gab es da

  3. AW: [DE] Soonwaldsteig mit dem Zelt in 5 Etappen

    #3
    Interessant - ich hoffe, es geht weiter hier. Soonwald steht schon länger bei mir auf der bucket list ...

    11kg ohne Wasser, würde mich mal interessieren, was du mit dir herumschleppst. Oder ist da das Essen mit dabei?
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    You better watch out what you eat
    Better take care of your life
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  4. Dauerbesucher
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    AW: [DE] Soonwaldsteig mit dem Zelt in 5 Etappen

    #4
    Man darf sich durch die verschiedenen Tempos und die Strecken die ein jeder zurück legt nicht täuschen lassen, aber auch nicht beirren.
    Jeder muss sein Tempo finden, einer mags eben gern schnell, der andere gemütlicher
    Und der gröste Unterschied sind wohl die Wege, sofern vorhanden.
    Steigungen ectr, jeder wie er mag, Hauptsache man hat Spass daran, oder?
    Richtig wohl fühle ich mich nur draußen !

  5. Gerne im Forum
    Avatar von TARunner
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    AW: [DE] Soonwaldsteig mit dem Zelt in 5 Etappen

    #5
    Ah, schick, Soonwaldsteig!

    War ich auch erst (21.6. - 24.6., 3 Nächte, aber mit Zelt). Bin gespannt auf deinen Bericht als "Vergleich"

  6. Erfahren
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    AW: [DE] Soonwaldsteig mit dem Zelt in 5 Etappen

    #6
    Zitat Zitat von hungerast Beitrag anzeigen
    Interessant - ich hoffe, es geht weiter hier. Soonwald steht schon länger bei mir auf der bucket list ...

    11kg ohne Wasser, würde mich mal interessieren, was du mit dir herumschleppst. Oder ist da das Essen mit dabei?

    Da ist das Essen schon mit drin gewesen! Ansonsten war ich echt brav und hab alles Unnötige weggelassen. Wobei ich zugeben muss, dass mein Kocher samt Zubehör und Topf noch extrem schwer sind. Da wird vor der nächsten längeren Tour noch was passieren. Mein einziges "luxury item" war diesmal mein Kindle und mein Faltbecher.
    Wenn Du's genau wissen willst, dann muss ich mal gucken wie ich hier ne Packliste hochladen kann.

  7. Erfahren
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    AW: [DE] Soonwaldsteig mit dem Zelt in 5 Etappen

    #7
    Zitat Zitat von Dogmann Beitrag anzeigen
    Man darf sich durch die verschiedenen Tempos und die Strecken die ein jeder zurück legt nicht täuschen lassen, aber auch nicht beirren.
    Jeder muss sein Tempo finden, einer mags eben gern schnell, der andere gemütlicher
    Und der gröste Unterschied sind wohl die Wege, sofern vorhanden.
    Steigungen ectr, jeder wie er mag, Hauptsache man hat Spass daran, oder?
    Ja, absolut! Das muss jeder so machen, wie es für ihn passt und wie es Spaß macht!
    Wobei die Fähigkeit schneller zu sein, bzw. mehr Strecke in kürzerer Zeit zurücklegen zu können, natürlich auch neue Möglichkeiten eröffnet. Es darf dann nur nicht in "Ich muss das in so-und-so schnell machen, weil alle das so machen/echte Kerle das schaffen/ich es allen beweisen muss/ich sonst ne Lusche bin". Sich davon zu befreien ist manchmal nicht so ganz einfach.

  8. Erfahren
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    AW: [DE] Soonwaldsteig mit dem Zelt in 5 Etappen

    #8
    Zitat Zitat von TARunner Beitrag anzeigen
    Ah, schick, Soonwaldsteig!

    War ich auch erst (21.6. - 24.6., 3 Nächte, aber mit Zelt). Bin gespannt auf deinen Bericht als "Vergleich"
    Ah cool! Gibt es dann auch einen Bericht???

    Würde mich nämlich im Vergleich auch interessieren. War das nicht unglaublich heiß zu der Zeit? Wie hat das mit dem Wasser geklappt? Wo habt ihr denn gecampt? Hach, so viele Fragen.

  9. Erfahren
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    AW: [DE] Soonwaldsteig mit dem Zelt in 5 Etappen

    #9
    Tag 2: Bundenbach, Forellenhof – Trekkingcamp Alteburg – 23,2 km + 2 km für Wasser

    Über Nacht hat es ordentlich geregnet und als ich aufbreche ist es kalt und feucht und der Nebel hängt in den bewaldeten Hängen fest. Es klart recht bald auf und der Blick auf die Schmidtburg wird frei. Das wäre der typische Endpunkt der ersten Zelt-Etappe gewesen und wäre zum Zelten sicher echt cool. Als ich vorbeikomme begrüßt mich eine ganze Horde Jugendlicher, die dort mit ihren Betreuern gerade ein Feriencamp aufgeschlagen haben. Eine ruhige Nacht wäre das wohl eher nicht geworden. :-D


    Alter Bergbaustollen


    Erster Blick auf die Schmidtburg - so nah und doch so fern


    Endlich geschafft!

    Bis zur Schmidtburg sind es nur 3,2 km gewesen, aber da einen der Weg gefühlt in der größtmöglichen Anzahl Schleifen dorthin führt, kam es mir ewig vor. Es ist jetzt auch schon fast Mittag. Verflixt, wie ist das denn passiert?
    Ich lege einen Zahn zu, immer den Schildern nach. Die sind eigentlich die meiste Zeit super zu finden, nur zweimal laufe ich völlig dran vorbei und muss umkehren. Der nächste Punkt auf den Schildern ist als Teufelskopfhütte angegeben, welche als Ziel für meine Mittagspause auserkoren wird. Besonders eindrucksvoll ist sie nicht und liegt auch noch im Schatten, aber es gibt eine Bank. Gut genug denke ich und packe meine Müsliriegel aus.
    Blöd nur, dass ca. 200m weiter auf dem Hügel mehrere Bänke in der wunderschönsten Sonne an einem großen Aussichtsturm vom Teufelskopf stehen – was ich natürlich erst sehe, als ich schon mit meiner Pause fertig bin. Grr! Zeit für ein Schwätzchen mit den beiden älteren Herren ist trotzdem drin. Es sind Einheimische und für eine Tagestour unterwegs. Touristen in dem Sinne habe ich bis jetzt fast gar nicht getroffen.

    Der weitere Weg ist meiner Meinung nach eines der zwei Highlights vom Soonwaldsteig. Es geht in recht dichten, alten Wald mit bemoosten Steinen. Der Weg führt über Steinfelder und ist zwischen den Bäumen teilweise kaum zu erkennen. Das Ganze hat fast etwas Magisches, vor allem, als ich durch ein Meer von Steinmännchen wandere.







    Als ich an die Simmerbachbrücke komme, mache ich einen Abstecher an der Straße entlang um mir bei ein paar netten Leuten Wasser zu besorgen. Was die Webseite vom Soonwaldsteig nicht sagt ist, dass die Wasserquelle nicht außen am Haus ist, sondern dass man klingeln muss. Natürlich ist gerade niemand zu Hause….Und nu? Auf der gegenüberliegenden Straßenseite gibt es zum Glück einen kleinen Wassergraben der das Wasser auffängt, das aus den unzähligen kleinen Quellen aus dem Hügel kommt und hier genug Masse erreicht, dass man es abschöpfen kann. Als ich mit meinem Filter da so am Rand der Bundesstraße stehe und mühsam Tütchen für Tütchen filtere kommen dann doch noch die Anwohner vorbei. Die sind total erstaunt, wie viele Leute tatsächlich bei ihnen klingeln und nach Wasser fragen. Ich glaube die dachten ein bisschen, ich sei nicht mehr ganz knusper. :-D


    Simmerbachbrücke

    Nach der ganzen Aktion ist es mittlerweile schon fast 17 Uhr und ich schon ein bisschen müde. Leider geht es nun den ganzen Weg den ich gerade erst abgestiegen bin direkt – und ich meine direkt! – wieder rauf, und das mit dem ganzen Wasser auf dem Rücken! Die wunderschöne Landschaft entschädigt ein bisschen für die Strapaze aber es wird so langsam klar, dass ich mich mit der Wegstrecke ziemlich verschätzt habe. Der frühere Schluss gestern und die Extrakilometer für’s Wasser wären nicht so schlimm, wäre nicht heute ausgerechnet auch noch die Etappe mit den meisten Höhenmetern.





    Es werden noch sehr mühsame und frustrierend schlammige weitere 3 Stunden bis ich am Trekkingcamp Alteburg ankomme. Seit mittags habe ich keine weiteren Wanderer oder sonstigen Menschen getroffen (die Wasserspender nehme ich mal raus) und ich bin seltsam froh als ich an einem leeren Camp ankomme. Ich bin die erste und soll die einzige Wanderin dort in dieser Nacht bleiben.
    Ich suche mir den ebensten Platz den ich finden kann und muss mit Steinen auf den V-Heringen nachhelfen, weil der Boden hier sehr weich ist. Überall liegt Laub auf dem Boden, was eine super Stimmung macht als ich beim Sonnenuntergang meine Farfalle mampfe, aber nicht mehr so cool ist als mich das Rascheln die ganze Nacht immer wieder wach macht. :-/ Schisser halt.
    Das Camp an sich hat mich positiv überrascht. Eine völlig geruchsneutrale Komposttoilette, ausgewiesene Zeltplätze mit ausreichend Abstand und ein kleiner Bereich mit Feuerstelle und Bänken. Wenn man Glück hat scheint der hiesige Förster oder Betreuer auch Wasser in einer Kiste zu lagern das man gegen 1 EUR/Flasche nehmen kann. Da sollte man sich allerdings nicht drauf verlassen, denn bei mir war alles leer und die leeren Flaschen lagen neben (!) der Kiste. Die wurden erstmal ordentlich eingepackt.


    Gute Nacht!

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    AW: [DE] Soonwaldsteig mit dem Zelt in 5 Etappen

    #10
    Danke für deinen Bericht. Bin vor einigen Jahren im Studium den Soonwaldsteig mit einem Kumpel gewandert und habe ihn (den Steig) in bester Erinnerung. Die Wasserproblematik kenne ich auch. Wir hatten damals keinen Filter dabei und uns ist sauber das Wasser ausgegangen. Rettung kam in Form einiger Waldarbeiter, die uns ein paar Wasserflaschen geschenkt haben.

    Die Trekkingplätze gab es damals in meiner Erinnerung noch nicht und es war teilweise gar nicht einfach, einen geeigneten Zeltplatz zu finden. An das steile Stück nach der Simmerbachbrücke erinnere ich mich auch. Wollten dahinter zelten aber da war nix zu machen, keine ebenes Plätzchen.
    Einmal haben wir in der Grillhütte irgendeiner Jugendherberge oder so gepennt. Gab dann morgens sogar eine ganze Kanne Kaffee für uns für lau.
    Ein Abenteuer ist es nur, wenn es schief geht.

  11. Erfahren
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    AW: [DE] Soonwaldsteig mit dem Zelt in 5 Etappen

    #11
    Zitat Zitat von Petetheneed Beitrag anzeigen
    Die Trekkingplätze gab es damals in meiner Erinnerung noch nicht und es war teilweise gar nicht einfach, einen geeigneten Zeltplatz zu finden. An das steile Stück nach der Simmerbachbrücke erinnere ich mich auch. Wollten dahinter zelten aber da war nix zu machen, keine ebenes Plätzchen.
    Einmal haben wir in der Grillhütte irgendeiner Jugendherberge oder so gepennt. Gab dann morgens sogar eine ganze Kanne Kaffee für uns für lau.
    Ich bin mir beim Soonwaldsteig nicht sicher, aber das generelle Konzept der Naturlagerplätze oder Trekkingcamps ist, glaube ich, eher neueren Datums.
    Aus meiner Erinnerung raus würde ich zustimmen, dass es mit guten Zeltplätzen streckenweise echt mau aussah. Ich hab am zweiten Tag auch kurz überlegt einfach vor dem Trekkingcamp Schluss zu machen, aber der Mangel an vernünftigen Plätzen (und meine Sturheit) haben das dann verhindert.

    Oh mann, morgens ein frischer Kaffee... das sind die Dinge über die man sich bei einer Wanderung tausendmal mehr freut als sonst, oder?

  12. Erfahren
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    AW: [DE] Soonwaldsteig mit dem Zelt in 5 Etappen

    #12
    Tag 3: Trekkingcamp Alteburg – Trekkingcamp Ochsenbaumer Höhe - 14,2 km

    Abends den Sonnenuntergang durch die offene Zeltklappe genießen heißt: Jupp! Morgens ist es ziemlich schattig und frisch, bis die Sonne über den Hügel im Rücken geklettert ist. Ich mache mich nach einem warmen Kaffee und Müsli schnell wieder auf den Weg. Direkt auf dem ersten Kilometer begegne ich einem Paar Wanderer. Das sollen heute die einzigen Menschen bleiben, die ich zu Gesicht bekomme. Dass ich mich immer noch in einem relativ dicht besiedelten Gebiet befinde merkt man überhaupt nicht.


    Die Alteburg



    Der Weg ist heute definitiv anders als gestern. Weniger Höhenmeter, mehr Nadelwald, teilweise aber auch unnötig verschlungen um die Forstwege zu meiden. Die kommen dann aber irgendwann doch mit geballter Härte durch. Am frühen Nachmittag erreiche ich den Gräfenbach und mache mich – kritisch beäugt von einer Kröte – daran, meine Wasservorräte aufzufüllen. Alleine und ohne einen geeigneten Ast um meine Wasserblase aufzuhängen dauert es ewig. Aber ich hab ja Zeit heute!



    Der weitere Weg ist dann wenig spektakulär und immer wieder sieht man Spuren von Forstarbeiten. Nur irgendwie da nicht, wo Bäume über den Weg gestürzt sind oder noch halb in den Kronen anderer Bäume festhängen. Einiges davon sieht echt gefährlich aus und ist sicher nicht Teil des geplanten ursprünglichen Naturerlebnisses!


    Bäume lagen öfter quer über dem Weg

    Irgendwann gehen mir die Forstwege heute ziemlich auf den Senkel. Vielleicht habe ich auch einfach eine blöde Zeit erwischt, weil offensichtlich gerade auch Forstarbeiten durchgeführt werden. Immer wieder sind Spuren von riesigen Treckern auf den Wegen, die tiefe Furchen hinterlassen haben. Am Wegesrand liegen abgesägte Bäume und Äste.
    Die Glashütter Wiesen sind im Spätsommer sicher ein ziemliches Schauspiel an Blumen und Insekten, im April sind sie allerdings ziemlich langweilig.



    Dafür begeistert das Kleine. Ich bin fasziniert von der unglaublichen Größe der Waldameisen und den filigranen, blumenähnlichen Mustern in denen die Pilze wachsen. Und wer hätte gedacht, dass ausgerechnet im Wald so viele Schmetterlinge unterwegs sind?


    Ich habe noch nie solche Pilze gesehen!


    Tut mir Leid Herr Frosch, da muss mein Zelt hin

    Ich bin super früh am Camp und die Kilometer kamen mir im Vergleich zu gestern extrem kurz vor. Dafür sitze ich im Camp noch stundenlang in der Sonne und lese. Ich bin wieder allein und das passt mir ganz gut. Die Sehnsucht nach Gesellschaft hat sich noch nicht eingestellt. Auch mein Handy bleibt die meiste Zeit im Flugmodus; nur für das tägliche Lebenszeichen wird es aktiviert.


    Abendsonne auf dem Zelt - wieder ganz alleine

  13. Erfahren

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    AW: [DE] Soonwaldsteig mit dem Zelt in 5 Etappen

    #13
    Moin,


    schöner Bericht, der Spaß zu lesen macht!

    Geht's denn auch noch weiter? Würde mich sehr interessieren!



    Beste Grüße,
    Markus

  14. Erfahren
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    AW: [DE] Soonwaldsteig mit dem Zelt in 5 Etappen

    #14
    Zitat Zitat von neumania Beitrag anzeigen
    Moin,


    schöner Bericht, der Spaß zu lesen macht!

    Geht's denn auch noch weiter? Würde mich sehr interessieren!



    Beste Grüße,
    Markus

    Hey Markus, danke schön.
    Ja, sorry, es geht noch weiter! Mir ist der nächste Urlaub (und die Arbeit) dazwischengekommen. Update kommt, sobald ich die Bilder vom nächsten Tag hochgeladen habe!

  15. Erfahren
    Avatar von jiba
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    AW: [DE] Soonwaldsteig mit dem Zelt in 5 Etappen

    #15
    Tag 4: Trekkingcamp Ochsenbaumer Höhe – Lauschhütte – 15,6 km

    Ich bin wieder recht früh wach und aufgebrochen, bevor die zwei anderen Wanderer, die gestern im Dunkeln noch angekommen, sind überhaupt Lebenszeichen von sich geben.

    Ab jetzt wird es merklich belebter. Mir kommen Jogger und Fahrradfahrer entgegen. Der Übergang kommt so plötzlich, dass mich zwei Mountainbiker beinahe beim Austreten erwischen. Huuuch… nach den letzten zwei Tagen muss ich nun anscheinend deutlich kreativer im Verstecken werden – gar nicht so einfach, wenn die Bäume und Büsche noch kein Laub haben.

    Wie fast jeden Tag auf dieser Tour geht es den Vormittag erstmal bergauf. Relativ schnell geht es in einen Windpark. Und ich meine, direkt rein. So nah war ich so riesigen Windrädern noch nie und fand es ziemlich beeindruckend. Der Windpark muss schon länger existiert haben und die Natur hat sich die Baustellen zurückgeholt, keine nackte Erde mehr zu sehen und die Windräder wachsen wie übergroße Bäume aus dem Wald. Wenn man direkt in der Nähe vorbei geht, dann ist da schon eine Geräuschkulisse mit der ich nicht gerechnet hätte, aber ein paar hundert Meter weiter habe ich schon nichts mehr gehört. Einer der großen Stängel wirft seinen Schatten genau auf die Schutzhütte bei der ich eigentlich meine Pause machen wollte. Mit dem Wind der hier pfeift ist es mir im wahrsten Sinne des Wortes zu schattig und ich ziehe weiter.



    Was andere auch schon beschrieben haben zeigt sich hier auch. Der Soonwaldsteig läuft genau parallel (und auch wirklich nur ein paar Meter daneben) zu einem Forstweg, An einigen Stellen ist es fast absurd, denn die Bäume zwischen dem Wander- und dem Forstweg wurden gerodet.



    Irgendwie komme ich hier mit der Beschilderung nicht klar und verpasse eine kleine „Sehenswürdigkeit“. Ich muss quasi fast mit der Nase dagegen gestoßen sein, aber ich hab den Aussichtspunkt Hochsteinchen partout nicht gefunden. Man merkt an der Anzahl der Menschen und auch an der Bebauung ganz deutlich, dass der Weg sich wieder näher an „die Zivilisation“ schlängelt. Spätestens als ich den Abstieg nach Rheinböllen antrete, ist es mit der Ruhe vorbei.
    Ich mache den Umweg zur Aral Tankstelle in Rheinböllen um meine Wasservorräte aufzufüllen (und vielleicht hat sich auch ein Snickers und ein Käsebrötchen in meinen Rucksack verirrt… . Mein Rucksack wird von der Horde Biker beäugt, die gleichzeitig dort eingefallen ist. In der Hoffnung auf schöneres Ambiente für meine Mittagspause ziehe ich erstmal weiter, allerdings geht es jetzt zwischen einem Klärwerk und einer Autobahn durch… nach einem ziemlich steilen Anstieg kommt man zur Emmerichshütte, die ich gar nicht auf dem Schirm hatte.
    Als Fußgänger kommt man aus dem stillen Wald und tritt unverhofft in ein riesiges Gewusel, da die Hütte auf der anderen Seite über eine Straße angebunden ist. Im Biergarten ist, wohl auch dem super sonnigen Wetter geschuldet, die Hölle los. Glück für mich, denn die schattige Picknick-Ecke außerhalb des Biergartens hat von den Tagesbesuchern keiner gesehen. Ich kann meine nackten Füße hochlegen und eine ausgiebige Mittagspause in relativer Ruhe genießen, bevor es wieder weiter geht.

    Der weitere Weg ist leider ziemlich unspektakulär… viele Forstwege in die die Maschinen Furchen wie Burggräben gegraben haben. Die vielen Wanderer die hier unterwegs sind weichen in den Wald neben den Wegen aus. Kurz vor meinem Tagesziel öffnet sich der Wald nochmal und bietet schöne und weite Aussichten auf die Täler rundherum. Kleine blaue Schilder teilen mir nun mit, dass ich mich hier auf einem Teilstück des Jakobsweges befinde. Interessant! Solche Schilder habe ich doch vor meiner Haustür auch schon gesehen…. Könnte man die wandertechnisch mal verbinden? Hm… so viele Möglichkeiten!



    An der Lauschhütte angekommen gibt es erstmal Kaffee und Kuchen, dann wird „eingecheckt“. Mein Domizil für die Nacht hängt ein Dutzend Meter hoch in einem Baum direkt neben einem Klettergarten. Ich richte mich häuslich ein und schwinge mich noch eine Runde durch den Hochseil-Klettergarten.



    Da die Lauschhütte nicht wirklich Zimmer anbietet, sondern nur die Baumhäuser, einen Bauwagen und eine Zeltwiese, wird es gegen 19 Uhr ziemlich einsam. Als die Tagesgäste weg sind, gibt es erstmal eine lange Session am Waschbecken und ich kann endlich mal wieder meine Haare waschen. Ein Highlight für diesen Tag, der mich übermäßig mit Sonne verwöhnt hat. Ich bin immer wieder überrascht, wie die „kleinen“ Dinge glücklich machen, wenn sie nicht mehr selbstverständlich sind.
    Ich krieche in der Dämmerung in meinen Schlafsack und schlumm…. Halt! Was ist das? Kommt da einer durch das Laub zu meinem Baumhaus geschlichen? Ich versuche, in der Dunkelheit irgendetwas am Waldboden auszumachen. Was sich wirklich täuschend echt nach menschlichen Schritten angehört hat, stellt sich aber nach ein paar Minuten als ein Reh heraus. Neben mir ruft der Kauz und ich krieche nun endgültig in den Schlafsack. Gute Nacht Fuchs und Hase!


    Wer findet da die buschigen Eichhörnchenohren?

  16. Erfahren
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    AW: [DE] Soonwaldsteig mit dem Zelt in 5 Etappen

    #16
    Tag 5: Lauschhütte – Bingen (Rhein) – 18,4 km

    Mit der Morgendämmerung werden die Vögel um mich herum zum besten Wecker. Mein Frühstück bereite ich auf meiner kleinen Baumhausplattform zu und bin gegen 8 schon wieder unterwegs. Ich muss heute um 18 Uhr meinen Zug in Bingen erreichen und will mich nicht stressen müssen.

    Heute strahlt wieder die Sonne und ich bin dankbar, dass der Weg mich durch einen wunderschönen Laubwald im Schatten führt. Der Weg ist heute wirklich malerisch, durch lichten Laubwald, an einem kleinen Fluss entlang, wenige Menschen. Ich würde sagen, die heutige Etappe ist eine der schönsten auf dem Soonwaldsteig und der perfekte Abschluss für diese Tour.



    Ziemlich früh bin ich an der Steckeschlääferklamm angekommen. Der Name alleine lockt mich in den engen Abzweig von meinem Weg und bald schauen mich von überall Tiergesichter und Fratzen an! Wenn es nicht so schön und sonnig wäre, dann wäre es fast ein bisschen gruselig! Es macht Spaß, die Schnitzereien zu suchen, die sich teilweise gut versteckt haben. Echt ein Highlight!



    Kurz nach der Klamm komme ich an einen Bauzaun und ein Umleitungsschild. Ein netter Mitarbeiter an der Lauschhütte hatte mich schon vorgewarnt, dass das Morgenbachtal gesperrt sei, mir aber versichert, dass man den Weg trotzdem gehen kann. Ich solle den Teil des Weges auf keinen Fall verpassen, sagte er. Und er hatte Recht. Ich schleiche mich am Bauzaun vorbei und befinde mich in einem wunderschönen, bewaldeten Tal, durch das ein Fluss fließt. [Mittlerweile ist das Morgenbachtal wieder geöffnet!] Der Weg durch das Tal ist wie verzaubert und ich genieße den Schatten hier, denn es ist für April echt verflixt warm heute.
    Irgendwann muss eine sehr regenreiche Periode diesem Tal richtig zugesetzt haben. Der Weg ist an einigen Stellen ordentlich ausgewaschen, Mauerteile wurden weggespült und Bäume liegen quer über dem Weg. Alles aber noch völlig im Rahmen! Nur wahrscheinlich für jede Versicherung und Rechtsabteilung ein absoluter Graus, falls sich Wanderer, die nicht so gut zu Fuß sind, hier was tun oder so ein Baum mal abrutscht wenn gerade jemand drunter steht….





    Und dann geht es nur noch ein paar Stufen hoch und da ist er: Vater Rhein zeigt sich zum ersten Mal!
    Der Weg schlängelt sich hier an den Hängen entlang, ist relativ eng und macht richtig Spaß! Es tut mir wirklich Leid, dass das hier heute meine letzte Etappe ist. Der Soonwaldsteig hat hier den gleichen Wegverlauf wie der Rheinburgensteig und da ist der Name Programm. Sehen tut man einige Burgen und kommt auch an einigen vorbei. Unglaublich, wie sich diese Bauwerke seit so langer Zeit schon an den Fels klammern!



    Unglaublich sind allerdings auch die Preise die hier aufgerufen werden um die Burgen zu besuchen… und teilweise kann man an die Gastronomie auch nur rankommen, wenn man den Eintrittspreis bezahlt. Also nix mit einem kühlen Getränk, weiter geht’s! Entsprechend der gebotenen Attraktionen ist hier auch deutlich mehr los, aber es gibt immer wieder ein paar Abschnitte wo ich ganz alleine bin.



    Gegen frühen Nachmittag finde ich doch noch einen schattigen Biergarten und ein kühles Getränk. Von hier aus kann ich mein Ziel schon sehen, auch wenn es bis nach Bingen noch einige Kilometer zu gehen sind.



    Der heutige Wandertag ist wirklich der perfekte Abschluss für diese Tour, weil er landschaftlich nochmal richtig beeindruckt. Der Weg geht größtenteils durch den Wald, aber auf schönen Trampelpfaden und teilweise auch schon nicht ganz ohne. So an einigen Stellen will ich nicht danebentreten, sonst geht es erstmal gut den Hang runter.



    Bei so viel Aussicht bin ich heute ziemlich langsam unterwegs. Ich komme doch um Einiges später in Bingen an, als geplant. Bingen an sich hat einige schöne Gässchen und eine alte Burg, aber so richtig haut es mich nicht vom Hocker. Hat aber vielleicht auch wieder was damit zu tun, dass man sich erstmal langsam wieder an die Menschenmassen gewöhnen muss, wenn man mal ein Weilchen raus war.
    Ich schaffe es gerade noch, mir im Ortskern eine Pizza einzuverleiben, dann geht es schnurstracks zum Bahnhof und mit dem Zug zurück in die Heimat.

  17. Erfahren
    Avatar von jiba
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    AW: [DE] Soonwaldsteig mit dem Zelt in 5 Etappen

    #17
    Fazit

    Ich war überrascht, wie einsam es noch in Deutschland sein kann. Gefühlt ist jedes Bisschen Natur von mindestens einer Straße durchzogen und überall trifft man Menschen. Umso unwirklicher kommt es einem vor, wenn man mitten in Deutschland mal zwei Tage lang niemanden trifft.

    Teile des Steigs waren wirklich wunderschön und es waren ein paar magische Momente dabei. Geholfen hat, dass ich nicht ein einziges Mal Regen abbekommen habe.
    Auf der anderen Seite waren aber auch so viele Abschnitte dabei, die kahl, trostlos und von Menschen zerpflückt aussahen, dass es kaum Spaß gemacht hat.

    Am Ende würde ich sagen, dass es sich trotzdem gelohnt hat und ich froh bin, den Soonwaldsteig gegangen zu sein. Nochmal machen? Vielleicht mal irgendwann, aber sicher nicht in naher Zukunft.

    Ich würde sagen, für Einsteiger ist er recht gut geeignet, weil (1) super ausgeschildert, (2) Ausstiegsmöglichkeiten, (3) flexible und einfache Etappenplanung. Nur mit dem Wasser muss man halt ein bisschen aufpassen.
    Für meinen ersten deutschen „Fern“wanderweg: Daumen hoch!

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    Avatar von lina
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    AW: [DE] Soonwaldsteig mit dem Zelt in 5 Etappen

    #18

    Vielen Dank für’s Mitnehmen!

  19. Erfahren
    Avatar von Crosswind
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    AW: [DE] Soonwaldsteig mit dem Zelt in 5 Etappen

    #19
    Zitat Zitat von jiba Beitrag anzeigen
    Tag 5: Lauschhütte – Bingen (Rhein) – 18,4 km

    Ich würde sagen, die heutige Etappe ist eine der schönsten auf dem Soonwaldsteig und der perfekte Abschluss für diese Tour.


    Starke Tour, jiba. Und ich bin fast ein bisschen gerührt, dass Dir meine Heimat so gefällt . Der Binger Wald ist nur einen Katzensprung von mir weg und ich bin da ständig unterwegs, ob beim Trailrunning oder mit dem Mountainbike. Ebenfalls sehr schön finde ich persönlich auch die Strecke zwischen Kirn und Bad Sobernheim, auf der jedes Jahr der SoNuT stattfindet. Ein super familiärer Traillauf für alle, die gerne sportlich unterwegs sind.

    Danke für Deinen Bericht!
    Crosswind
    Ich leide nicht an Realitätsverlust - ich genieße ihn

  20. Erfahren
    Avatar von Taunuswanderer
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    AW: [DE] Soonwaldsteig mit dem Zelt in 5 Etappen

    #20
    Erst mal herzlichen Dank für den Bericht

    Zitat Zitat von jiba Beitrag anzeigen
    Soonwaldsteig mit dem Zelt
    16.04. - 20.04.2019

    Obwohl Taunuswanderer (in einem mir völlig unvorstellbaren Gewaltmarsch) große Teile des Soonwaldsteiges schon beschrieben hat,
    Danke für die lobenden Worte

    habe ich die Hoffnung, dass eine Beschreibung der „gemütlichen“ Variante so manchem doch noch ein wenig Mehrwert bringt. ;)
    ...jede weitere Beschreibung bringt einen Mehrwert. Jede*r hat andere Sichten auf ein und den selben Weg und ich freue mich auf jede weitere Schilderung und Bebilderung. Zum einen, weil es meine eigenen Erinnerungen zurückruft bei Wegen, die ich selbst schon gewandert bin. Aber auch bei mir (noch) fremden Wegen finde ich unterschiedliche Perspektiven und Bewertungen immer hilfreich. Dazu kommen unterschiedliche Jahreszeiten, Witterungsverhältnisse, bauliche/Wegeveränderungen über die Zeit, usw. und in diesem Fall kommt ja noch dazu, dass ich gar nicht den ganzen Steig gegangen bin, du aber schon...
    ...daher: keep on writing

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