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  1. Anfänger im Forum

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    Anhaltende Trockenheit und Hitze

    #1
    Auch dieses Jahr gibt es in Deutschland wieder viel zu wenig Niederschlag. Zwar herrscht nicht die große Dürre wie im letzen Jahr, aber trotzdem ein erheblicher Mangel an flächendeckenden Regen, um 2018 zu kompensieren. Dazu diese absurden Temperaturen jenseits der 40 Grad in den letzten Tagen. In unseren Wanderregionen bekam ich das letzte und dieses Jahr kaum volle Flüsse zu beobachten und die Bachtäler verlieren dadurch viel von ihrem Reiz und Anmut.

    Letztes Jahr im September hatte das Silberbachtal im Teutoburger-Wald schon erheblich Niedrigwasser:


    https://i.imgur.com/51glBES.jpg

    Wie das in diesem Jahr aussieht, möchte ich garnicht wissen...



    Wie waren eure (traurigen) Erfahrungen und Beobachtungen?

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    Avatar von danobaja
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    AW: Anhaltende Trockenheit und Hitze

    #2
    im östlichen schiefergebirge ist es genauso trocken wie letztes jahr, eher trockener. meine quelle unterm haus ist seit 3 monaten trocken, letztes jahrs wars ein wenig später. nachbars brunnen ist um 1,4m gefallen und hat noch 5 cm wasser überm trocken. beides hat sich im winter nicht wieder regenerieren können.

    die birken färben sich gelb seit 4 wochen, pfützen im wald, die alle hier nur nass kennen sind leer. die himbeeren sind an den ranken vertrocknet, brombeeren kommen so langsam ins wachsen. pilze? wie auch...?

    die fichten werden in 5-10 jahren ganz weg sein, dann hat die der borkenkäfer alle aufm gewissen. neues will nicht recht wachsen, kaum humus, und das bissl das da ist ist übersäuert.

    die wiesen, die halbhoch gemäht wurden kommen so langsam mit grün nach, die anderen sind stehendes stroh seit wochen.

    die temperaturen sind noch erträglich hier auf 650m höhe, wir haben die 40° nicht geknackt, aber es hilft die sattellage und der ständige wind, der halt jetzt heiss ist und trocken anstatt kühl und feucht. eigentlich ganz cool hier, nur der badesee fehlt.
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  3. Freak Moderator
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    AW: Anhaltende Trockenheit und Hitze

    #3
    Zitat Zitat von danobaja Beitrag anzeigen
    die fichten werden in 5-10 jahren ganz weg sein, dann hat die der borkenkäfer alle aufm gewissen.
    Fichten sind halt meist Flachwurzler und kommen nicht mehr ans Grundwasser.
    Sieht man mittlerweile häufig: Paar braune Stangen im grünen Laubwald.

    Brombeeren sind aktuell super! Bäche und Flußpegel sind hier allerdings auch auf Tiefststand.
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  4. Alter Hase

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    AW: Anhaltende Trockenheit und Hitze

    #4
    Bei uns sieht es gut aus. Wobei die über 40 Grad natürlich schon eine Premiere waren. Aber Monate mit 38/39 Grad Dauerhitze gab es schon öfter. Dieses Jahr kühlt es immer wieder ab. Wie zum Beispiel diese Woche. Im Frühjahr hat es relativ viel geregnet. Das merkt man.

    Trotzdem leiden die Straßenbäume. Aber neu ist das eigentlich auch nicht.

  5. Fuchs
    Avatar von nunatak
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    AW: Anhaltende Trockenheit und Hitze

    #5
    Letztes Jahr sind mir in der langen Trockenphase 3 junge Bäume in der Streuobstwiese eingegangen, dazu ein neunjähriger Baum, der dazu noch durch eine Baumkrankheit geschwächt war. Ein kleiner Apfelbaum, der letztes Jahr im Herbst nochmal Blätter bekommen hatte, nachdem er im Sommer am Eingehen war, war so geschwächt, dass er dieses Jahr Anfang Juli endgültig abgestorben ist. Wenn Bäume mal angeschlagen sind, erholen sie sich also unter Umständen nicht wieder, wenn es auch im Folgejahr eine Dürre gibt. Dieses Jahr habe ich mühsam einmal die Woche von einem Regenrückhaltebecken 20 Gießkannen Wasser mit dem Radanhänger zur Wiese gefahren, jeder Baum hat eine Kanne bekommen. Mehr geht nicht, wenn man keinen Wasseranschluss hat. Trotzdem wurde nun am Freitag innerhalb von 2 Tagen, trotz Regen ein 2 Jahre alter Pfirsichbaum mit einigen Pfirsichen dran welk und scheint einzugehen, obwohl er letzte Woche noch ganz fit aussah, als ich ihn gegossen habe.

    Fazit: Die Trockenheit macht keinen Spaß, weder mir noch den Bäumen Ich bin froh, dass ich das nur für den Eigenbedarf mache und nicht davon Leben muss wie die Obstbauern.

  6. Alter Hase
    Avatar von Abt
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    AW: Anhaltende Trockenheit und Hitze

    #6
    Trockenheit ja, -Aber hier gab es in den vergangenen Jahren heißere und trockenere Sommer. Daher ist alles grade so an der Kippgrenze. Die Weißeritz führt noch Wasser, die wieder vorkommenden Fische am Plaunschen Grund sind um ein zufließendes Rinnsal versammelt, von dem kühles Frischwasser zu,-na ja,-strömt ist übertrieben.
    Ich sehe eine kleine Ringelnatter, gerad so 35...40 cm lang, die sich im seichten Uferbewuchs versteckt.
    Die ersten aufsteigenden Algenfelder sind zu sehen...Wasser

  7. Freak Moderator
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    Avatar von Flachlandtiroler
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    AW: Anhaltende Trockenheit und Hitze

    #7
    Zitat Zitat von Abt Beitrag anzeigen
    Trockenheit ja, -Aber hier gab es in den vergangenen Jahren heißere und trockenere Sommer. Daher ist alles grade so an der Kippgrenze.
    Die Summierung ist das Problem, denn der Grundwasserpegel gelangt einfach nicht mehr an den alten Stand.
    Klimawandel ist halt mehr als eine Woche über vierzig Grad.

    Letztlich erfordert das eine Anpassung der Natur, ob nun erwünscht oder nicht. Mit Gießkannen kann man das nur im Einzelfall (=kulturfläche) ausgleichen.
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  8. Alter Hase

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    AW: Anhaltende Trockenheit und Hitze

    #8
    Klimawandel ist halt mehr als eine Woche über vierzig Grad.
    Bei uns war es ein Tag. Anderswo wohl drei Tage. Eigentlich ist dieser Sommer recht erträglich. Den letzten fand ich - speziell wegen der Dürre - sehr gewöhnungsbedürftig.

    Letztes Jahr habe ich mich abgekühlt, in dem ich mir die gleichzeitig in Rumänien sehr niedrigen Temperaturen anguckte und mich freute, bald abreisen zu können.

  9. Fuchs
    Avatar von nunatak
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    AW: Anhaltende Trockenheit und Hitze

    #9
    Zitat Zitat von Flachlandtiroler Beitrag anzeigen
    Die Summierung ist das Problem, denn der Grundwasserpegel gelangt einfach nicht mehr an den alten Stand.

    Letztlich erfordert das eine Anpassung der Natur, ob nun erwünscht oder nicht. Mit Gießkannen kann man das nur im Einzelfall (=kulturfläche) ausgleichen.
    Ist mir klar, dass man mit 10 l je Baum wenig bis nichts ausrichten kann. Ganz untätig zuschauen möchte man aber auch nicht. Hoffe, dass die Gießkanne Wasser auf nüchternen Baum-Magen nicht im Gegenteil dem Pfirsichbaum den Rest gegeben hat

    Der Verkäufer in der Baumschule wollte mir eigentlich auch nur neue Bäume verkaufen, wenn ich ihm versichere, dass ich sie mit je 100l wässere, damit das Wasser zu den tiefer liegenden Wurzel runterkommt. Ist ohne großen Wassertank und einen SUV zum Transport des Tanks (angeblich klimatechnisch ja auch nicht optimal) kaum zu schaffen.
    Wird schwierig künftig so was wie Streuobstwiesen anzulegen oder in bestehenden junge Bäume zu pflanzen, ähnliches gilt im Wald. Pflanzen kann man nur noch in ausgesprochen feuchten Phasen im Herbst oder Winter, wenn der Boden mal nass genug ist. Eine Pflanzung in einem normal trockenen Frühjahr geht kaum noch, bis zum heißen Sommer sind die Wurzel dann noch zu schwach entwickelt.

  10. Alter Hase
    Avatar von Abt
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    AW: Anhaltende Trockenheit und Hitze

    #10
    Meiner Meinung nach fehlt der früher übliche Permafrostboden in Mitteleuropa. (natürlicher Bodenfrost), der Wasser nur nach und nach in tiefere Schichten abgegeben hat. Das Problem kennt man gleicherweise in Spanien, in Rumänier und Bulgarien wie in Deutschland,-in den Talsperren dort kann man das deutlich sehen.
    Gießen mit Trinkwasser ist eine fatale falsche Lösung, aber die Dachrinne an ein unterirdichen Wasserspeicher oder Fass anzuschließen ist schon gut. Habe ich ehrlich auch noch nicht gemacht.
    Hab heut festgestellt, dass meine Wildblütenpflanzen nun langsam abtrocknen und kippen. Zwei Wochen warte ich noch, und dann erkläre ich das Projekt für beendet. Die Hauptflugzeit der meisten Arten ist dann eh zu Ende.
    Vielleicht hilft ein Drainageschlauch an den Wurzeln der Bäumchen mit einzugraben, wie das die Stadtwirtschaft macht. Oben eben normalerweise mit einem Stopfen verschließen.

  11. Alter Hase

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    AW: Anhaltende Trockenheit und Hitze

    #11
    Zitat Zitat von nunatak Beitrag anzeigen

    Fazit: Die Trockenheit macht keinen Spaß, weder mir noch den Bäumen Ich bin froh, dass ich das nur für den Eigenbedarf mache und nicht davon Leben muss wie die Obstbauern.
    ja, aber letztes jahr gabe es bei uns trotz trockenheit (und bei uns ist es einen ticken trockener als in den meisten anderen gegenden deutschlands) obst ohne ende. dieses jahr schaut es da eher mau aus. keine ahnung wieso.

  12. Alter Hase

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    AW: Anhaltende Trockenheit und Hitze

    #12
    Ein Pfirsichbaum braucht im Sommer 40 l Wasser pro Tag. Wo man das also nicht zur Hand hat, braucht man keinen zu pflanzen. Obwohl wir einen ergiebigen Brunnen brauchen, habe ich aber auch noch keinen groß gekriegt. Die brauchen ordentlich Winterkälte. Blühen aber so früh, dass Spätfröste meistens die Ernte verhindern. Meine sind meist an der Kräuselkrankheit eingegangen. Wenn man tatsächlich Pfirsiche haben will, muss man entsprechend spritzen. Und das mache ich nicht.

    Staunässe mag der Baum auch nicht.

    Pfirsiche werden hauptsächlich im Süden Europas kultiviert. Wenn es denen da nicht zu heiß und zu trocken ist, wird da vermutlich entsprechend gewässert.

    Was in meinem Garten im Moment störender ist als ein Wassermangel, sind die ständig auftauchenden neuen Insekten aus dem Süden.

  13. Fuchs
    Avatar von nunatak
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    AW: Anhaltende Trockenheit und Hitze

    #13
    Zitat Zitat von opa Beitrag anzeigen
    ja, aber letztes jahr gabe es bei uns trotz trockenheit (und bei uns ist es einen ticken trockener als in den meisten anderen gegenden deutschlands) obst ohne ende. dieses jahr schaut es da eher mau aus. keine ahnung wieso.
    Liegt wahrscheinlich daran, dass vor 2 Jahren kaum Früchte überlebt haben wegen des damaligen Spätfrosts. Die Bäume konnten/mussten dabei viel Energie einsparen, weil sie keine Früchte versorgen mussten. Die gespeicherte Energie ging dann letztes Jahr in die Produktion vieler Früchte. Dieses Jahr sind sie neben der Hitze noch ein bisschen erschöpft von der letztjährigen Massenproduktion.

    Dieses Jahr kann ich mich in der Oberrheinebene eigentlich nicht beschweren über zu wenig Ernte, mal abgesehen von den Leuten, die meine Aprikosen komplett geräubert haben. Leide gerade eher an akuter Über-Reineclodierung

    Da du ja auch eine Obstwiese hast, kannst du die bei der Nicht-Ernte gesparte Energie in Kletterprojekte fließen lassen

  14. Fuchs

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    AW: Anhaltende Trockenheit und Hitze

    #14
    Zitat Zitat von Abt Beitrag anzeigen
    Vielleicht hilft ein Drainageschlauch an den Wurzeln der Bäumchen mit einzugraben, wie das die Stadtwirtschaft macht. Oben eben normalerweise mit einem Stopfen verschließen.
    Besser als die Drainageschläuche ( die dienen in erster Linie der Bodenbelüftung ) sind Bewässerungssäcke .
    z.B. sowas https://www.google.com/url?sa=t&sour...QRKV6pRdpwmfrj
    Die Kollegen haben damit durchweg sehr gute Erfahrungen , das Wasser ist besser für den Baum verfügbar und der Wasserverbrauch ist deutlich reduziert .

    Gruss, windriver

  15. Moderator
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    AW: Anhaltende Trockenheit und Hitze

    #15

    Post als Moderator
    Einige Laberbeiträge gelöscht, damit das hier ein interessanter Sammel-thread Eurer Beobachtungen im Fachforum bleiben kann.

    Bei Nachfragen bitte eine PN an den Moderator senden.  Dein Team der
    Klar ist überhaupt nichts - aber das dafür umso deutlicher.

  16. Alter Hase
    Avatar von LihofDirk
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    AW: Anhaltende Trockenheit und Hitze

    #16
    Zitat Zitat von windriver Beitrag anzeigen
    Besser als die Drainageschläuche ( die dienen in erster Linie der Bodenbelüftung ) sind Bewässerungssäcke .
    z.B. sowas https://www.google.com/url?sa=t&sour...QRKV6pRdpwmfrj
    Die Kollegen haben damit durchweg sehr gute Erfahrungen , das Wasser ist besser für den Baum verfügbar und der Wasserverbrauch ist deutlich reduziert .

    Gruss, windriver
    Da hatte ich immer sorge, dass es eventuell bei Veredelungen zu Fäulnis an der Veredelungsstelle kommt. Kannst Du da Entwarnung geben, was die Staunässe am Stamm angeht?

  17. Fuchs

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    AW: Anhaltende Trockenheit und Hitze

    #17
    Von Fäulniss habe ich im Zusammenhang mit Bewässerungssäcken noch nichts gehört . Einige Städte ( z.B. Ulm ) haben das System ja schon einige Jahre in Gebrauch und berichten nur Positives . Gut (!) verheilte Veredlungsstellen sind aber auch nicht fäuleanfälliger als normale Stämme .

  18. Alter Hase
    Avatar von Abt
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    AW: Anhaltende Trockenheit und Hitze

    #18
    Windriver, danke für deinen Tip mit dem Treegator. Das will ich doch mal testen.
    Bisher hab ich ein sehr stabiles Wasserfass neben den Bäumchen zur hälfte eingegraben.

  19. Fuchs
    Avatar von entropie
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    AW: Anhaltende Trockenheit und Hitze

    #19
    40 liter wasser für aprikosen am tag? ich melde zweifel an.

    der qm wald mit eichen/buchen brauch etwa 600-700 liter im jahr, weil ich das erst gestern nachgeschlagen habe.
    Whenever people agree with me, I always feel I must be wrong.
    -- Oscar Wilde

  20. AW: Anhaltende Trockenheit und Hitze

    #20
    nun, das kann schon sein.

    Wenn ein Buchenwald 600-700l/qm benötigt (keine Ahnung ob das stimmt) dann rechne doch mal wie viel Fläche so eine Buche im Wald einnimmt. Sagen wir mal 50qm? D.h. eine Buche braucht 600l/qm*50qm=30000l/Jahr --> 82l/Tag

    Wenn man annimmt, das auch andere Pflanzen im Wald noch Wasser brauchen, finde ich die 40l/Tag für einen erwachsenen Obstbaum durchaus realistisch.

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