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  1. Trailrunner und Steigeisen?

    #1
    Hallo,
    Vorab: Ich hoffe, keine Grundsatzdiskussion zu Trailrunnern allgemein zu starten

    ich mache seit Jahren alle Touren (bis zu mehrwöchigen weglosen Trekkingtouren mit 30kg Rucksack, tendenziell eher Fjäll Landschaften und etwas steinigere Landschaften) mit Trailrunnern.
    Ich mag das Gefühl in Bergstiefeln nicht und fühle mich wohl mit Trailrunnern.

    Ich denke darüber nach, mir die Fähigkeit, mit Steigeisen zu laufen, anzueignen. Nicht, weil ich Gletschertouren machen will, sondern für diese kurzen Abschnitte mit Schnee, die man auch im Sommer immer wieder hat, und die öfters ganze Touren aufgrund dieser kurzen Stücke sehr riskant werden lassen.

    Ich lese immer, dass man für Steigeisen schwere Bergstiefel benötigt.
    - Ist das für jemanden, der so wie ich unterwegs ist, auch so?
    - Warum (mir geht es nicht um das generelle für und wieder von Trailrunnern im Gebirge, sondern speziell um die Situation mit Steigeisen)?
    - Fall es so ist: Was wären die leichtesten (flexibelsten, flachsten?) Schuhe, mit denen man sinnvoll mit Steigeisen gehe
    Geändert von superflow (19.06.2019 um 18:44 Uhr)

  2. Fuchs
    Avatar von Benzodiazepin
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    AW: Trailrunner und Steigeisen?

    #2
    steigeisen lassen sich nicht an trailrunner befestigen, weil diese dafür zu flexibel sind. steigeisen benötigen eine ziemlich harte sohle.

    wenn ich mit trailrunnern im schnee unterwegs bin, nehm ich oft grödel. sowas wie das hier

    hält bei weitem nicht wie steigeisen. aber bessser als die sohle der trailrunner.
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  3. AW: Trailrunner und Steigeisen?

    #3
    Zitat Zitat von Benzodiazepin Beitrag anzeigen
    steigeisen lassen sich nicht an trailrunner befestigen, weil diese dafür zu flexibel sind. steigeisen benötigen eine ziemlich harte sohle.

    wenn ich mit trailrunnern im schnee unterwegs bin, nehm ich oft grödel. sowas wie das hier

    hält bei weitem nicht wie steigeisen. aber bessser als die sohle der trailrunner.
    Danke für Deine Antwort.
    1.) Gibt es denn flache, leichte Schuhe, mit Steifer Sohle? Ich mag einfach das enge Gefühl in Bergstiefeln nicht.

    2.) Die lebensbedrohliche Gefahr ist ja weniger das Ausrutschen im Flachen - sondern steilere Hänge, bei denen man weit abrutschen würde. Diese Stellen sind aber nicht flach. Sehe ich es richtig, dass Grödel da wenig helfen, da man ja den Fuß schräg ansetzen muss, was aber mit bei echten Steigeisen geht?

    Edit: Ich hab auch noch nicht ganz verstanden, wieso es eine feste Sohle braucht? Lassen sich die Steigeisen sonst nicht gut befestigen, und alles sitzt locker? Oder ist es so, dass man aus dem Schuh rutschen könnte, wenn man die Steigeisen schräg in den Schnee einsetzt?
    Geändert von superflow (19.06.2019 um 17:46 Uhr)

  4. Erfahren
    Avatar von mariusgnoedel
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    AW: Trailrunner und Steigeisen?

    #4
    1) Bei Zustiegsschuhen ist die Sohle oft relativ steif. Diese gibt's auch als Halbschuhe (flach). Dafür sind sie bei bei festem, rutschigem Untergrund (feuchter, nasser Fels) relativ unnütz (im Vergleich zu z.B. meinen Trailrunner/Wanderschuhen).

    (Die Sohle von Kletterschuhen ist auch relativ steif )

    2) Auch ohne Frontalzacken sind Grödel/Spikes bei nicht ganz so steilem Untergrund sinnvoll.

    Steil ist relativ: Ausrutschen auf Eis/Schneee kann auch auf relativ ebenen Wegen im Gebirge gefährlich sein, falls es daneben weit nach unten geht ...

    Zitat Zitat von superflow Beitrag anzeigen
    Edit: Ich hab auch noch nicht ganz verstanden, wieso es eine feste Sohle braucht? Lassen sich die Steigeisen sonst nicht gut befestigen, und alles sitzt locker? Oder ist es so, dass man aus dem Schuh rutschen könnte, wenn man die Steigeisen schräg in den Schnee einsetzt?
    Beides?

    Je nach Schuhform kann man die Steigeisen einfacher/fester befestigen. (nur Körbchen, Körbchen vorne + Kipphebel hinten, Bügel vorne + Kipphebel hinten)

    Je fester die Schuhe sind, desto weniger verbiegen sie sich wenn man auf den Frontalzacken "steht".

    Bei weiche Schuhe und feste Steigeisen vertragen sich teilweise nicht so gut: z.B. die Steigeisen bzw. der Steg wird mehr auf Biegung belastet.

    Ach so: bei weicherem Untergrund (Firn, Altschnee) kann man mit festeren Schuhen auch einfacher Stufen in den Schnee treten.
    Geändert von mariusgnoedel (19.06.2019 um 18:12 Uhr)

  5. Moderator
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    AW: Trailrunner und Steigeisen?

    #5
    Du kannst nicht beides haben. Entweder fallen dir die Steigeisen vom Fuss runter, oder Du fällst runter. Eine steifere Sohle brauchst Du ausserdem auch schon bevor Du Steigeisen brauchst.

    Nach all deinen letzten Fragen, muss ich lagsam ehrlich sagen: vermeide am Besten jeden Schneekontakt und bleib auf befestigten, gut markierten Wanderpfaden.
    "Niemand hört den Ruf des Meeres oder der Berge, nur derjenige, der dem Meer oder den Bergen wesensverwandt ist" (O. Chambers)

  6. Fuchs

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    AW: Trailrunner und Steigeisen?

    #6
    Klar, geht, z.B.:

    https://www.racelite.de/de/schuhe/st...aluminium.html

    Gibt noch ein weiteres Paar im Shop.

    Warum sollten auch normale Riemensteigeisen nicht gehen? Ist vielleicht unbequem, weil die Riemensteigeisen einschneiden können, stundenlanges Tragen schmerzhaft werden kann und für Steileis ist das Ganze ja auch eher nicht gedacht, kann man aber auch ganz gut an den Trailrunnern befestigen ...

    ... mit Trailrunnern und Rfahrung geht weit mehr (und trotzdem genauso sicher, wie mit schweren Bergschuhen), wie so mancher glaubt ...

    Felö

  7. Erfahren

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    AW: Trailrunner und Steigeisen?

    #7
    Hmm... da hätte ich Angst, das nach kurzer Zeit der Steg bricht, da er bei weicher Sohle dauernd hin- und hergebogen wird. Und Alu funktioniert nur auf Schnee und Firn, schon bei Eis ist der Verschleiß enorm. Felsen muss man da konsequent umgehen.

    Mit Trailrunnern bzw. Zustiegsschuhen im Firn ist echt Mist und deutlich gefährlicher als mit Bergschuhen. Passiert mir manchmal beim Zustieg oder Abstieg beim Alpinklettern früh im Jahr.

    Im flachen Gelände würde ich auch Grödel nehmen, da kann kein Steg brechen.

  8. Moderator
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    AW: Trailrunner und Steigeisen?

    #8
    Zuhause im Wohnzimmer kann man alles irgendwie befestigen, aber damit im Gebirge laufen ist was komplett anderes. Die Belastung auf dem Steg ist das Eine, die Belastung auf den Knöcheln, wenn man mit butterweichen Sohle+absolut steife Eisen eine steile Querung unternimmt (der Klassiker bei Altschneefelder), etwas völlig anderes. Man kann es vielleicht im Notfall mal machen, aber als Dauermethode? Und ja, ich kann auch mit Trailrunnern auf Schnee laufen, aber empfehlen würde ich es Anfängern nicht.

    Aber nur zu, jeder Flachlandtiroler weiss es besser, als die erfahrenen Bergsteiger.
    Geändert von Vegareve (19.06.2019 um 21:11 Uhr)
    "Niemand hört den Ruf des Meeres oder der Berge, nur derjenige, der dem Meer oder den Bergen wesensverwandt ist" (O. Chambers)

  9. Dauerbesucher
    Avatar von Simon
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    AW: Trailrunner und Steigeisen?

    #9
    Also ich war des öfteren mit Salomon xa mit hohem Schaft (gilt das als Trailrunner?) und Steigeisen unterwegs. War nicht sonderlich bequem, gehalten hat das aber gut. Steigeisen sind so 80er Jahre 10 Zacker mit festem Steg. Bei modernen Eisen muss eventuell der Steg mit dem Zackenteil verschraubt werden, Stabilität muss auf jeden Fall das Eisen übernehmen, andererseits darf es nirgends zu fest einschneiden, Rahmeneisen sind auch nicht ideal. Nachahmung nur wenn du dir den Risiken bewusst bist! Wie Vegareve schreibt Belastung für den Knöchel ist schon recht hoch und nichts für Anfänger, eher umgekehrt.
    Gruaß
    Simon

  10. AW: Trailrunner und Steigeisen?

    #10
    Zitat Zitat von superflow Beitrag anzeigen
    Danke für Deine Antwort.
    1.) Gibt es denn flache, leichte Schuhe, mit Steifer Sohle? Ich mag einfach das enge Gefühl in Bergstiefeln nicht.

    2.) Die lebensbedrohliche Gefahr ist ja weniger das Ausrutschen im Flachen - sondern steilere Hänge, bei denen man weit abrutschen würde. Diese Stellen sind aber nicht flach. Sehe ich es richtig, dass Grödel da wenig helfen, da man ja den Fuß schräg ansetzen muss, was aber mit bei echten Steigeisen geht?

    Edit: Ich hab auch noch nicht ganz verstanden, wieso es eine feste Sohle braucht? Lassen sich die Steigeisen sonst nicht gut befestigen, und alles sitzt locker? Oder ist es so, dass man aus dem Schuh rutschen könnte, wenn man die Steigeisen schräg in den Schnee einsetzt?
    Zu deiner ersten Frage:
    Ja es gibt Schuhe in Trailrunnerform, die steigeisengeeignet sind.
    Diese hier:
    https://www.salomon.com/de-de/shop-emea/product/s-lab-x-alp-carbon-2-gtxr.html#848=9205
    Sind flach wie Trailrunner, zusätzlich mit integrierten Gamaschen.

    Zu 2:
    Hast du schon selbst beantwortet. Mit Steigeisen kann (und soll) man flächig auftreten, damit möglichst viele Zacken im Eingriff sind.

    Wie schon geschrieben wurde: Wenn die Sohne zu weich ist wird der Steg auf Biegebelastung bansprucht, was zu einem Bruch führt. Ist mir leider auch schon passiert...

  11. Gerne im Forum

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    AW: Trailrunner und Steigeisen?

    #11
    Zitat Zitat von superflow Beitrag anzeigen
    Nicht, weil ich Gletschertouren machen will, sondern für diese kurzen Abschnitte mit Schnee, die man auch im Sommer immer wieder hat, und die öfters ganze Touren aufgrund dieser kurzen Stücke sehr riskant werden lassen.
    Ich war gerade auf einem "Fels und Eis"-Grundlagen-Kurs. Gletscher/Klettern haben mich daran natürlich interessiert, aber das ist ja was für Seilschaften, also Gruppen. Was mich aber am Kurs auch für mich konkret interessiert hat, war das Thema Schneefelder im Frühsommer beim solo-Wandern. Ich habe da normalerweise auch eher so A/B-Schuhe. Von daher ähnliche Ausgangslage wie bei dir.

    Ich war vor dem Kurs davon ausgegangen, daß dafür insbesondere das Thema Steigeisen relevant wäre...

    Zitat Zitat von Vegareve Beitrag anzeigen
    Eine steifere Sohle brauchst Du ausserdem auch schon bevor Du Steigeisen brauchst.
    ...aber im Kurs waren die Prioritäten dann anders:

    Zunächst mal die festen Schuhe mit der steifen Sohle (bzw. scharfen Sohlenkante) um sich stabile Tritte in den Firn zu machen (seitlich mit Sichelschlag, hinten mit der Hacke, vorne mit der Spitze...). Da spuckt Google zB https://akademie.alpinewelten.com/hochtouren/gehtechnik-im-firn aus.

    Dann der Pickel (ein Ausrüstungsgegenstand den ich vorher nicht wirklich auf dem Radar hatte), um sich notfalls Tritte zu hauen. Damit kann man sich auch mal eine Schneekante hochziehen. Und das wichtigste: im Falle eines Falles mit "Pickelrettungsgriff" den Sturz bremsen. Haben wir auch ausgiebig geübt.

    Und dann kommen die Steigeisen, aber eher für richtige Hochtouren. Und Steigeisen bringen auch noch eigene Probleme mit, beim Sturz bremsen müssen zB die Füße in die Luft da man sich überschlägt wenn die Steigeisen dann greifen würden.


    Tatsächlich war ich nach dem Kurs noch Wandern - und es liegt ja gerade noch viel Schnee. Da habe ich dann überlegt was ich wirklich brauche und schleppen will. Die steigeisenfesten Schuhe kamen mit, der Pickel auch, und Gamaschen. Die Steigeisen selbst habe ich den Kollegen wieder mitgegeben...


  12. Alter Hase

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    AW: Trailrunner und Steigeisen?

    #12
    Zitat Zitat von transient73 Beitrag anzeigen
    Zu deiner ersten Frage:
    Ja es gibt Schuhe in Trailrunnerform, die steigeisengeeignet sind.
    auch scarpa hat so etwas im angebot, sogar geiegnet für körbchen:
    https://www.bergfreunde.de/scarpa-ri...od-bergschuhe/

    der preis ist allerdings für einen trailrunner schon etwas gehoben...

  13. Fuchs
    Avatar von berniehh
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    AW: Trailrunner und Steigeisen?

    #13
    Als Hauptwanderschuhe diese hier (quasi Fast-Trailrunner) in Kombination mit diesen Steigeisen hat sich bei mir bestens bewaehrt. Der Steg ist einigermassen biegbar und auch auf laengeren Gletscherquerungen (indischer Himalaya) noch nicht gebrochen.
    Ich sehe nicht warum dieser Steigeisen nicht auch bei richtigen Trailrunnern funktionieren sollte.

    Aber nach dem zu urteilen fuer was du sie brauchst (anscheinend nur kurze steilere Firnhangpassagen) wuerden bei dir auch leichtere Alueisen ausreichen.

    Mit Groedel wuerde ich nicht gehen. Jenachdem wie steil die Firnhaenge sind, fuehlt man sich damit nicht mehr sicher, besonders im Abstieg.
    Geändert von berniehh (25.06.2019 um 20:10 Uhr)

  14. Moderator
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    Avatar von Vegareve
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    AW: Trailrunner und Steigeisen?

    #14
    Zitat Zitat von nahundfern Beitrag anzeigen


    Tatsächlich war ich nach dem Kurs noch Wandern - und es liegt ja gerade noch viel Schnee. Da habe ich dann überlegt was ich wirklich brauche und schleppen will. Die steigeisenfesten Schuhe kamen mit, der Pickel auch, und Gamaschen. Die Steigeisen selbst habe ich den Kollegen wieder mitgegeben...
    Naja, eine feste Regel gibt es nicht, je nach Terrain, Vorlieben und Erfahrung kommt das eine oder das andere eher mit. Wie Du schon gesagt hast, einen festeren Schuh (B-C) plus einen leichten Pickel können einen weit bringen. Manchmal bevorzuge ich aber eher Steigeisen + Stöcke (die sowieso dabei sind), falls vereiste/exponierte Stellen zu erwarten sind. Da wäre mir Stufen schlagen zu blöd (alte, traditionelle Technik, eher beliebt bei Alpenvereinstouren, weil sie den Anfängern das gehen mit Steigeisen ohne zu stolpern nicht trauen). Und mit Pickel bremsen, ja, klar, aber ich würds eher nicht drauf anlegen, wenn der Hang wirklich abschussig ist.

    Bei Steigeisen jedenfalls muss das treten absolut sauber sein.
    "Niemand hört den Ruf des Meeres oder der Berge, nur derjenige, der dem Meer oder den Bergen wesensverwandt ist" (O. Chambers)

  15. Dauerbesucher

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    AW: Trailrunner und Steigeisen?

    #15
    Kommt halt drauf an, was du machen willst.

    Bei den UL-Trekkern sieht man da die wunderlichsten Sachen.
    Gerade die Amerikaner, die den PCT oder dergleichen machen, knoten an ihre Trailrunner für die wenigen Schneepassagen gern Leichtsteigeisen dran, vorzugsweise von Kathoola (Modell K-10 oder KTS).
    Da gibts dann die wüstesten Varianten, manche bauen sich aus leichtem Kunststoff (PET-Flaschen) und Kabelbindern dann noch Antistoll-Platten dran.

    Frage ist halt, wofür du das bauchst. Wenns nur für eisige Passagen geht, hatte ich jahrelang die Edelrid Spiderpick. Sind nix, wenns steil wird und haben keine Anti-Stollplatten. Gehen dafür für alle Schuhe.

    Stand vor ner Weile auch davor, mir Eisen und Pickel zu kaufen.

    Wie andere sagen, vor den Eisen kommen gescheite Schuhe. Da wo Schnee liegt und Absturzgelände herrscht, sind Turnschuhe fehl am platz. Ists flach brauchst auch keine Steigeisen da reichen Grödel (hatte ich jahrelang so gemacht, aber mit festen BC-Schuhen)

    Wenns nur auf Schnee geht, kannst mal bei Petzl schauen, da gibts Alu-Steigeisen mit Schnur*steg*. Dann aber bitte auch mit Pickel.

    Ansonsten wiegt die leichteste gescheite Kombi (aus Stahl) um 1kg:
    Grivel G1 und z.B. Petzl Glacier oder Grivel Ghost Evo.
    EVER TRIED. EVER FAILED. NO MATTER. TRY AGAIN. FAIL AGAIN. FAIL BETTER.

  16. AW: Trailrunner und Steigeisen?

    #16
    Kann ich das gesagte also grob wie folgt Zusammenfassen:
    - die meisten hier schreiben, dass es eigentlich am besten eine feste Sohle für Steigeisen braucht
    - bin ich aus irgendwelchen Gründen (z.B. weil ich kaum mit viel Firn rechne, und das ganze nur für eventuelle eher kurze Strecken mitschleppe) ohne feste Sohle unterwegs, ist (neben der geringeren Gesamtstabilität) das größte Problem, dass der STeg steif normalerweise steif ist, und brechen könnte.
    - daher wären dann Steigeisen mit flexiblen Steg am sinnvollsten

    - konkrete Modelle wären
    -der von Bernd genannte Camp Stalker https://www.amazon.de/Camp-Steigeise...=sports&sr=1-1 (leider mit 948 g recht schwer und für den genannten Zweck eher überdimensioniert)

    - oder die Kahtoola KTS https://rockrun.de/products/kahtoola...nt=46240219849 (wahrscheinlich die beste Lösung, kennt jemand diesen Versand die sitzen in England ich habe nicht das optimalste Gefühl zu einer Bestellung dort)

    - oder evt. wie von Shuya genannt Petzl mit Schnursteg wie hier (Alu) https://www.bergzeit.de/petzl-leopar...QaAvzgEALw_wcB oder hier https://www.bergzeit.de/petzl-irvis-...oaAkC0EALw_wcB (hybrid)
    Wie sind die Petzl Teile für den genannten Zweck einzuschätzen? Lassen die sich überhaupt sinnvoll an Schuhen mit flexibler Sohle montieren, oder sind die Kahtoola in jedem Fall vorzuziehen?

  17. Alter Hase

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    AW: Trailrunner und Steigeisen?

    #17
    Zitat Zitat von superflow Beitrag anzeigen
    Wie sind die Petzl Teile für den genannten Zweck einzuschätzen? Lassen die sich überhaupt sinnvoll an Schuhen mit flexibler Sohle montieren, oder sind die Kahtoola in jedem Fall vorzuziehen?
    habe die Irmis Hybrid. Werden zwar für vorne mit Bügel und mit Körbchen ausgeliefert. Aber zumindest beim Standardpaket brauchst du hinten steigeisenaufnahme.keine Ahnung, Obmann da was anderes dazubestellen oder basteln kann.

  18. Erfahren
    Avatar von Meron
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    AW: Trailrunner und Steigeisen?

    #18
    Hi,

    wir hatten den Vergleich festerer Schuh mit Grödel und leichter Schuh mit Leichtsteigeisen (die verlinkten Camp) gerade letztes Wochenende auf einer Tour in den Hochlagen der Allgäuer Alpen. Ein Freund und ich waren mit B-C Schuhen und Grödeln unterwegs. Meine Frau hatte ihre A-Schuhe mit und die genannten Steigeisen.

    Erstmal, die Kombi weicherer Schuh und Leichtsteigeisen geht problemlos und ist im steileren Gelände Grödeln weit überlegen. Beispielsweise mussten wir an einer Stelle (weglos) sehr steil über rutschiges Geröll aufsteigen. Parallel dazu verlief eine Altschneerinne. Die Nicht-Steigeisenfraktion hat sich über das Geröll hochgekämpft, meine Frau hat die Steigeisen angezogen und ist in der Kombi mit Pickel direkt über die steile Altschneerinne aufgestiegen. Mit Grödel war daran nicht mal zu denken.

    Wo ich die Grödel im Vorteil sehe, ist dass man diese deutlich schneller an- und ausgezogen hat. Wir hatten jetzt bei der Tour um die 10 mal den Fall, dass wir Grödel/Steigeisen montiert haben. Wäre ich solo unterwegs gewesen und hätte Steigeisen und keine Grödel dabei gehabt, hätte ich vermutlich diese nur an den beiden kritischsten Stellen angezogen. Sonst wäre mir das Anhalten, An- und Ausziehen zu nervig gewesen, obwohl es eigentlich sicherer gewesen wäre.

    Das kleinere Packmaß und Gewicht von Grödel ist natürlich auch ein Vorteil. Solange noch mit Altschnee zu rechnen ist, habe ich Grödel einfach standardmäßig im Rucksack. Steigeisen würde ich für Altschnee nur sehr gezielt einpacken. Zum Beispiel bei Touren, die selten begangen, entsprechend ungespurt, und steil sind. Dann aber auch in Kombi mit Pickel. Für so eine Tour ist dann aber zusätzlich auch Wissen und Erfahrung mit Altschnee nötig. Wenn dieser an der Basis (also Kontakt zum Fels/Boden) wegrutscht, oder über einem eine Altschneelawine losgeht, hilft auch keine Ausrüstung mehr.

  19. Erfahren
    Avatar von mariusgnoedel
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    AW: Trailrunner und Steigeisen?

    #19
    Zitat Zitat von superflow Beitrag anzeigen
    ...
    - konkrete Modelle wären ...
    Eine Alternative zu den Camp Stalker wären auch Petzl Irvis (falls Schuh kurz genug) oder Petzl Vasak mit jeweils Flexlockbindung und den Alustegen. Das würde ca. 200g sparen.

  20. AW: Trailrunner und Steigeisen?

    #20
    Zitat Zitat von mariusgnoedel Beitrag anzeigen
    Eine Alternative zu den Camp Stalker wären auch Petzl Irvis (falls Schuh kurz genug) oder Petzl Vasak mit jeweils Flexlockbindung und den Alustegen. Das würde ca. 200g sparen.
    Weisst Du recht sicher, ob die beiden von Dir genannten Steigeisen unter Schuhen mit Flexibler Sohle wie Trailrunner überhaupt relativ okay halten können?
    Die Irvis sind ja die von mir verlinkten mit Schnur statt Steg. Kann das unter flexibler Sohle überhaupt fest halten? Das mit der Länge verstehe ich nicht diese kann man doch sehr lang einstellen. Ich habe aber Schuhgröße 46,5/47 und werde bei dem Thema genau hinschauen müssen
    Bei Vasak sieht auf den ersten Blick (ich kenn mich aber auch echt wenig aus) die Bindung recht starr aus. Geht das überhaupt mit derartigen Schuhen?

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