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    AW: Ostseewasser trinken

    #41
    Zitat Zitat von Kajakte Beitrag anzeigen
    Und zweitens durch Abwasseranlagen welche veraltet oder überlastet* sind oder aus anderen Gründen nicht die aktuellen Anforderungen an die Reinigung des Abwassers errfüllen. Derartige Abwasseranlagen gab es wahrscheinlich unter sowjetischer Planwirtschaft und gibt es heute immer noch beim Klassenfeind.
    (* Bei der Besichtigung eines kommunalen Abwasserreinigungswerkes berichtete mir dessen Betriebsleiter höchstpersönlich und zu meinem Entsetzen dass die Anlage auf "Durchzug" gestellt wird wenn die anfallenden Abwassermengen die maximale Reinigungskapazität überschreiten und demzufolge von der Anlage nicht bewältigt werden können. D.h. dass in dem Fall die Abwässer ungeklärt ins angeschlossene Gewässer gelangen.)
    In Gemeinden mit Mischkanalisation (Abwasser und Niederschlagswasser in einem gemeinsamen Kanal) ist dieses Vorgehen allgemein üblich und akzeptiert. Auch in Deutschland...
    Bei Regen sorgt das Regenwasser für eine ausreichende Verdünnung des Abwassers, weshalb eine mechanische Abwasserbehandlung (=Rechen für Klopapier&Co) ausreichend ist.

    Die Kläranlage wird übrigens nicht ganz auf "durchzug" geschaltet, es wird immer noch ein Teil des Wassers geklärt. Die Biologie in einer Kläranlage erfordert, dass die Wassermenge immer zwischen dem Mindestwert und dem Maximalwert liegt.

  2. AW: Ostseewasser trinken

    #42
    Zitat Zitat von hrrh Beitrag anzeigen
    In Gemeinden mit Mischkanalisation (Abwasser und Niederschlagswasser in einem gemeinsamen Kanal) ist dieses Vorgehen allgemein üblich und akzeptiert.
    Naja, zum Glück ändert sich diese Akzeptanz mit der Zeit. Berlin baut zB Stauraumkanäle: "Zum Berliner System der Mischkanalisation gehören Stauraumkanäle und Regenüberlaufbecken, bislang mit einem Volumen von rund 240.000 m³. Sie dienen in erster Linie dem Gewässerschutz und sollen Anzahl und Menge der Mischwasserüberläufe in die Gewässer bei Starkregen reduzieren. Mit dem Stauraumprogramm erweitern wir das Volumen der „Abwasserparkplätze“ auf rund 400.000 m³ bis zum Jahr 2024. Die Zahl der jährlichen Überlauftage soll so von 30 bis 40 auf zehn bis 20 halbiert werden." (Schwammstadt Berlin)

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