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  1. Dauerbesucher
    Avatar von blende8
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    Stau am Everest

    #1
    Irgendwas ist immer ...

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    AW: Aktuelle Pressemeldung Klettern

    #2
    Zitat Zitat von blende8 Beitrag anzeigen
    Was Du genau mit dem "" ausdrücken magst, bei wieder mal Toten...musst Du mir erklären...oder auch nicht

  3. Dauerbesucher
    Avatar von blende8
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    AW: Aktuelle Pressemeldung Klettern

    #3
    Weil ich diesen Everest Tourismus einfach völlig beknackt finde.
    Da in einer langen Warteschlange am Gipfel zu stehen ist doch wirklich das letzte.
    Nur meine Meinung.
    Irgendwas ist immer ...

  4. AW: Stau in den Alpen

    #4
    https://www.spiegel.de/reise/aktuell...a-1269274.html
    2 weitere Tote.

    Verzeiht mir die dumme Frage, aber kann mir jemand erklären woran die genau sterben? Sauerstoffmangel? Kälte? Hätte sich das vermeiden lassen wenn die Sauerstoff / mehr Sauerstoff dabei gehabt hätten? Bzw. wie lange kommt man mit wie viel Gewicht Sauerstoff hin?

    Heftig, dass da oben Leichen rumliegen.
    https://www.sueddeutsche.de/panorama...elze-1.4409561

  5. Moderator
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    AW: Stau in den Alpen

    #5
    Man darf sich auf dieser Höhe einfach nicht zu lange aufhalten. Trotz Sauerstoff aus der Flasche ist es für den Körper eine von der Natur nicht vorgesehene Belastung. Zusammen mit Erschöpfung...Stau in solchen Lagen darf einfach nicht sein, aber wenn das Wetter nur wenige Tage gut ist und die Regierung weiterhin an die 400 Permits verteilt..
    "Niemand hört den Ruf des Meeres oder der Berge, nur derjenige, der dem Meer oder den Bergen wesensverwandt ist" (O. Chambers)

  6. Erfahren
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    AW: Aktuelle Pressemeldung Klettern

    #6
    Das schon einige Jahre alte Bild von Ralf Dujmovits von der Lhotse-Flanke (also weit vor der Gipfeletappe am Everest) dürften viele von Euch kennen.

    https://www.welt.de/img/bildergalerien/mobile106488033/0561625657-ci23x11-w1600/title.jpg

    Da war ja 1896 auf der Chilkoot Pass Route während des Goldrausches im Yukon weniger Andrang.

    https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/c/ce/ChilkootPass_Slope.jpg
    Schaffe Dir Erinnerungen bevor Du nur noch diese hast!

    Nur heute wärmt uns das Feuer, gestern war es Holz und morgen wird es Asche sein.
    (Autor unbekannt)

  7. AW: Aktuelle Pressemeldung Klettern

    #7
    Man kann es sich ja aussuchen, wann man da raufgeht - jedenfalls als mündiger, eigenverantwortlicher Bergsteiger. Wenn man sich im Rahmen eines Bergreiseprodukts hochscheuchen läßt, sieht das vielleicht anders aus.
    Eine kleine, sympathische Peruanerin aus unserer Sektion (Flor Cuenca Blas) meint, sie bliebe bei Kaiserwetter lieber im Lager und versucht es eher an Tagen mit leichter Bewölkung. Zwar keine ultraperfekten Meteo-Bedingungen aber dafür massiv geringerer Andrang, die oft zu besseren Gesamtbedingungen führen.
    Wandern in Ísland?
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  8. Moderator
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    AW: Aktuelle Pressemeldung Klettern

    #8
    Zitat Zitat von Moltebaer Beitrag anzeigen
    Man kann es sich ja aussuchen, wann man da raufgeht -
    Nicht immer. Zwar offtopic hier, aber Kaiserwetter und leichte Bewölkung auf 8848 M laufen auf das gleiche hinaus, nämlich perfekte Bedingungen. Solche sind an wenigen Tagen im Jahr zu treffen, alles andere kann ebenfalls den Tod bedeuten, oder halt das nicht erreichen des Gipfels (der schon erwähnte Dujmovits ist letztes Jahr zum achten Mal gescheitert, den Everest ohne Sauerstoff zu besteigen, weil es während seiner Gipfeletappe einfach anfing zu schneien. Was hier in den Alpen nicht unbedingt zum Abbruch führt, bedeutet dort meistens Erfrierungen oder schlimmeres, so dass er umgedreht ist). Auch kann man nicht unendlich lange im letzten Camp verweilen, weil das ebenfalls den Tod bedeutet.

    Das Beste wäre immer noch, wenn weniger Menschen dort zugelassen wären (weniger Permits).
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  9. AW: Aktuelle Pressemeldung Klettern

    #9
    Ich rede nicht von Dreckswetter oder angespannter Lage, die sich im späteren Tagesverlauf verschlechtert.
    Aber offenbar sind viele Entscheidungsträger dort oben ziemlich wählerisch, vermutlich weil sie einem größeren Haufen ihnen nicht vollständig bekannten Leuten eine recht hohe Gipfelchance bieten wollen. Die brauchen eben ein größeres Sicherheitsfenster als eine selbständige Einzelperson, die ihre Verfassung bestens kennt und sich nur selbst eingestehen muß. Der professionelle Gipfelglückbeschaffer weiß wohl, daß auch viele Leute mit 90% und einige mit nur 80% guter Tagesverfassung lieber schweigend der Masse folgen als sich die (einzige?) Chance entgehen zu lassen.
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  10. Erfahren

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    AW: Aktuelle Pressemeldung Klettern

    #10
    Zitat Zitat von Moltebaer Beitrag anzeigen
    ... vermutlich weil sie einem größeren Haufen ihnen nicht vollständig bekannten Leuten eine recht hohe Gipfelchance bieten wollen....

    Ich meine mich sogar zu erinnern mal gelesen zu haben, dass einige Anbieter mit Gipfelgarantie werben.

  11. Moderator
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    AW: Aktuelle Pressemeldung Klettern

    #11
    Zitat Zitat von Moltebaer Beitrag anzeigen
    Ich rede nicht von Dreckswetter oder angespannter Lage, die sich im späteren Tagesverlauf verschlechtert.
    .
    Wir reden hier aber immer noch vom Wetter auf über 8000 Meter. Das dürfte sich vom Wetter in den Alpen so ziemlich unterscheiden. Will sagen, jeder Normalbergsteiger braucht dort ein viel grösseres Sicherheitsfenster als nur die organisierte Tourengeher. Diese haben aber tatsächlich Überhand genommen, entsprechend bevölkert ist es da, gehört der Everest mittlerweile auf der Bucket List vieler Reichen, Abenteurern, oder Möchtegernreichen.
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  12. AW: Aktuelle Pressemeldung Klettern

    #12
    In dem aktuellen Bild gehen alle in eine Richtung. Ist die Gipfelflaeche des Everest so riesig? Wo bleiben all diese Menschen, und wo ist der Gegenverkehr? Erinnert mich ein wenig an Lemminge.

  13. Lebt im Forum
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    AW: Aktuelle Pressemeldung Klettern

    #13
    Zitat Zitat von bluesaturn Beitrag anzeigen
    In dem aktuellen Bild gehen alle in eine Richtung.
    Wow Du erkennst an dem Bild wer Auf- und wer Absteigt ...beneidenswert!

  14. Erfahren

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    AW: Aktuelle Pressemeldung Klettern

    #14
    Wenn das auf dem Bild sowohl Auf- als auch Abstiegszone ist, heißt das also dass man in diesem Stau nicht feststeckt, sondern auch umkehren kann?

    Dann als nicht-Kletterer gefragt: diese Leute dürften alle ein nicht unerhebliches Training absolviert haben. Die wissen, was die Todeszone ist und daß Zeit eine Rolle spielt. Ist hier also die Rede von Leuten, die wissen daß sie dem Tode nah sind, die wissen daß sie ihr Zeitfenster überschreiten, und die trotzdem nicht absteigen? Bzw. als absolutes Minimum wissen das die Führer und auch diese leiten nicht den Abstieg ein?

  15. Moderator
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    AW: Aktuelle Pressemeldung Klettern

    #15
    So einfach ist das alles nicht. Auch der Abstieg ist nicht frei ( Gipfelgrat!), man kann nicht einfach so eine neue Spur legen (die meisten Kunden da sind unfähig, ohne Fixseile auf- und abzusteigen). Ausserdem unterschätzt man die Symptome einer Höhenkrankheit, bzw. nimmt sie zu spät wahr (auch eine Folge von zu wenig Sauerstoff). Und wenn der Gipfel so nah ist...

    Neuer Artikel zum Thema. Der Zusammenbruch kann binnen Minuten passieren, so was können wir uns, Alpenbesteiger, gar nicht so genau vorstellen.

    Und noch ein Artikel
    Geändert von Vegareve (27.05.2019 um 11:58 Uhr)
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  16. Freak Moderator
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    AW: Aktuelle Pressemeldung Klettern

    #16
    Zitat Zitat von Boreas Beitrag anzeigen
    Dann als nicht-Kletterer gefragt: diese Leute dürften alle ein nicht unerhebliches Training absolviert haben. Die wissen, was die Todeszone ist und daß Zeit eine Rolle spielt. Ist hier also die Rede von Leuten, die wissen daß sie dem Tode nah sind, die wissen daß sie ihr Zeitfenster überschreiten, und die trotzdem nicht absteigen? Bzw. als absolutes Minimum wissen das die Führer und auch diese leiten nicht den Abstieg ein?
    Zitat aus den AGBs eines der teuerstenseriösesten Anbieter:
    Der Expeditionsleiter steht während der Expedition nur für die Gesamtleitung der Gruppe, nicht aber als Bergführer des einzelnen Teilnehmers zur Verfügung.
    Kein Bergführer kann in dieser Höhe noch einen höhenkranken Kunden herunterschleppen. Der zahlende Gast muss IMHO eine gewisse Eigenveranwortung akzeptieren beim Höhenbergsteigen. Das ist denke ich auch gegeben, äußert sich aber gelegentlich darin, dass der Kunde ein (zu) großes Risiko eingeht.

    Logistisch ist diese organisierte Besteigung mit Flaschensauerstoff schon eine Herausforderung. Den persönlichen Bedarf kalkulieren, ausreichend großen Fluß regulieren und trotzdem noch eine Reserve haben für Stau, technische oder gesundheitliche Probleme ist halt schwierig.
    Und wenn der künstliche Sauerstoff mal unerwartet alle ist, wird's finster...
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  17. Moderator
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    AW: Aktuelle Pressemeldung Klettern

    #17
    Vielleicht auch ein Problem der Besteigung mit Sauerstoff? Diese Menschen würden binnen Minuten sterben, würde man sie von ihrer Flasche abkoppeln. Ein richtiger Bergsteiger, hingegen, der ordentlich trainiert und sich akklimatisiert, merk vielleicht früher wenn seine Höhenanpassungskräfte schwinden? So oder so, die Todeszone hat nicht umsonst diesen Namen, schnell rein und raus war immer die Devise.
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  18. Dauerbesucher
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    AW: Aktuelle Pressemeldung Klettern

    #18
    Ein Stau von diesem Ausmaß dürfte jede realistisch umsetzbare Kalkulation für den Sauerstoffbedarf über den Haufen werfen.

  19. Freak Moderator
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    AW: Aktuelle Pressemeldung Klettern

    #19
    Zitat Zitat von Vegareve Beitrag anzeigen
    Ein richtiger Bergsteiger, hingegen, der ordentlich trainiert und sich akklimatisiert, merk vielleicht früher wenn seine Höhenanpassungskräfte schwinden?
    Das dürfte bereits bei den ersten Schritten aus dem Basislager heraus der Fall sein... die BCs markieren normalerweise die Höhe, auf der man sich maximal noch irgendwie regenerieren kann. In den Highcamps geht's gesundheitlich vom Grundtrend her nur noch abwärts.
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  20. Fuchs
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    #20
    Zitat Zitat von Boreas Beitrag anzeigen
    Dann als nicht-Kletterer gefragt: diese Leute dürften alle ein nicht unerhebliches Training absolviert haben. Die wissen, was die Todeszone ist und daß Zeit eine Rolle spielt.
    Berge wie der Mount Everest sind ein beliebtes Ziel reicher Touristen, die ein exklusives, teures Reiseziel mit Vollbetreuung suchen. Viele Besteiger haben vorher keine große Ahnung vom Bergsteigen, manche hatten zuvor nie im Leben Steigeisen an. Man darf die Erfahrung der Leute also nicht überbewerten. Durch die Flaschensauerstoff-Versorgung und top Ausrüstung plus Support durch Sherpas ist eine Besteigung mit etwas Glück auch für körperlich fitte Laien bei hohem Risiko trotzdem machbar. In so einer Höhe ist es ein schmaler Grat zwischen Anstrengung und lebensbedrohlicher Situation. Wenn irgend etwas schiefläuft oder Verzögerungen kommen, ist es leider auch für Profis schnell vorbei.

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