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  1. Trans Alp mit dem Hardtail MTB - Fragen über Fragen

    #1
    Moin zusammen,
    da mich momentan ein Riss des Meniskusses von meiner eigentlichen Hauptaktivität, dem Weitwandern, abhält, und ich keine Lust auf eine OP vor dem Sommer habe (horizontaler Riss, daher wahrscheinlich nur Nahrt möglich), überlege ich aufs Rad auszuweichen und aus dem Rheinland im Sommer RIchtung Alpen zu fahren. Ich bin absolut outdoor bewandert , aber habe noch keine Langstrecken Radtouren gemacht. Zur Verfügung steht zur Zeit ein Hardtail, welches ich wohl ein wenig mit Packmöglichkeiten pimpen müsste, um Zelt, Kocher etc. mitnehmen zu können.
    Daher jetzt hier meine Frage: welche Route könntet ihr empfehlen. Am liebsten wäre mir eine einsame Route, die auch im Somme rnicht überlaufen ist, und die ich mit einem Hardtail befahren könnte. Mein Wunsch wäre im Zelt zu übernachten (teilweise wild , teilweise CCamping ) und hin und wieder auf eine Pension umzusteigen.
    Des Weiteren wäre die Frage , nach gleichen Erfahrungen mit dem Pimpen eines Hardtails, welches nicht über einen Gepäckträger verfügt.
    Besten Dank f+r sämtliche Anregungen.
    Grüße
    Mario

  2. Vorstand
    Fuchs
    Avatar von HaegarHH
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    AW: Trans Alp mit dem Hardtail MTB - Fragen über Fragen

    #2
    Moin,

    was genau hast Du denn vor?

    Wenn ich vor meinem MTB-Hintergrund Trans Alp und MTB lese, dann denke ich an einen klassischen MTB-Transalp, z. B. Bayern-Gardasee (Albrechtroute etc.) also wirklich auf Feldwegen, alten Militärstrassen, Trails wo immer möglich.

    Oder ist es eher so, dass Du eine "Alpentour" machen willst und dazu dann Dein Hardtail hernimmst / hernehmen musst?

    Beides kann super schön werden, bedingt aber durchaus deutlich unterschiedliche Ausrüstung usw.



    Zitat Zitat von mariodejaneiro Beitrag anzeigen
    da mich momentan ein Riss des Meniskusses von meiner eigentlichen Hauptaktivität, dem Weitwandern,
    hmmm …ich kenne mich da nun nicht wirklich aus, aber ich bin mir nicht sicher, ob dann eine Alpen-X mit MTB die richtige Alternative ist?

    Da ist durchaus täglich Schieben und tlw. auch Tragen angesagt, von ggf. mal einen Abschnitt im Antieg hochdrücken, weil sonst Schieben oder Tragen.


    Zitat Zitat von mariodejaneiro Beitrag anzeigen
    überlege ich aufs Rad auszuweichen und aus dem Rheinland im Sommer RIchtung Alpen zu fahren.
    Als "Tour" …einfach den Rhein hoch? Oder im Sinne des Knies ggf. Anreise per Zug z. B. bis Disentis und dann den Rhein runter, so lange Du Zeit hast?

    Das wäre dann aber kein Alpen-X denn der meint ja i. d. R. einmal ÜBER die Alpen.


    Zitat Zitat von mariodejaneiro Beitrag anzeigen
    Zur Verfügung steht zur Zeit ein Hardtail, welches ich wohl ein wenig mit Packmöglichkeiten pimpen müsste
    Es gibt div. Träger z. B. von Thule, die sich an sehr viele Rädern befestigen lassen, daran dann ggf. ein paar kleine Ortliebs? Für Tour würde ich immer in diese Richtung denken.

    Alternative heutzutage ist ja BikePacking, sprich riesen Satteltasche, Lenkerrolle, kleine Taschen an die Gabel, Rahmentasche und gefühlt je nach Fahrer 100 weitere Beutelchen. Je nach Region und Reise mag das sinnvoll sein, z. B. für die Trails in USA, weil man so leichter durch die Vegetation kommt, mir wäre es für eine klassische Strassentour zu chaotisch, auch für jeden Tag und immer wieder und wieder alles ein- und auspacken.


    Hast Du vorne eine Federgabel oder Starrgabel?


    Zitat Zitat von mariodejaneiro Beitrag anzeigen
    um Zelt, Kocher etc. mitnehmen zu können.
    Wie schwer ist denn das alles?


    Zitat Zitat von mariodejaneiro Beitrag anzeigen
    Daher jetzt hier meine Frage: welche Route könntet ihr empfehlen.
    S. o. …also WAS willst Du WIE fahren?

    MTB: …Reisen, Routen und Reviere im MTB-News.de

    Tour: …Reiseberichte im Radreise-Forum

    Wieviel km pro Tag und vor allen Dingen, wie viel Hm pro Tag würdest Du Dir zu trauen?


    Zitat Zitat von mariodejaneiro Beitrag anzeigen
    Am liebsten wäre mir eine einsame Route, die auch im Somme rnicht überlaufen ist,
    Das wird sich z. T. nicht vermeiden lassen, weil es halt einfach nur beschränkte Strecken über die Alpen gibt, je nach weiteren Anforderungen, z. B. grobe Reiserichtung, Reiseart, …werden es immer weniger. Da müssen dann alle zusammen lang und der Zeitraum für so eine Reise ist schmal und die Reisenden werden immer mehr, ach ja, willkommen im Boot

    Auf der Tour de Mont Blanc drängt man sich dann mit div. asiatischen (chin.) Wandergruppen a 10-30 Personen, zahlreichen Einzelwanderern, … während man am Col de l'Iseran sich halt mit hunderten Motorrädern vergnügen darf bis man vom deutschen Womo in den Abgrund gedrängt wird.

    Aber klar, gibt es für alle Tour-Arten und Jahreszeiten mehr oder minder volle Wege.


    Zitat Zitat von mariodejaneiro Beitrag anzeigen
    die ich mit einem Hardtail befahren könnte.
    Je nach Hardtail, also CC-Carbon-Racepfeile und 1998er Cannondale mit Cantis mal ausgenommen, sollte das keine Einschränkung darstellen.

    Ggf. schiebt man da mal häufiger, weil das Geröll bergauf im sitzend fahren, so heftig in den Rücken prückelt, dass man nicht mehr will, aber ob Hardtail oder Fully dürfte bei der Art von Reise und dem Gepäck nicht limitierend sein.


    Zitat Zitat von mariodejaneiro Beitrag anzeigen
    Mein Wunsch wäre im Zelt zu übernachten (teilweise wild , teilweise CCamping ) und hin und wieder auf eine Pension umzusteigen.
    Sollte bei beiden Varianten möglich sein



    Zitat Zitat von mariodejaneiro Beitrag anzeigen
    Des Weiteren wäre die Frage , nach gleichen Erfahrungen mit dem Pimpen eines Hardtails, welches nicht über einen Gepäckträger verfügt.
    Gepäckträger s. o. …für den Rest wäre es sehr hilfreich zu wissen, was für ein Rad Du hast, ggf. mit Foto.



    Nach vielen Jahren Ideen im Kopf bin ich 2017 Genf - Nizza mit dem MTB gefahren, inkl. MYOG-BikePacking Ausstattung, leichter Camping-Ausrüstung und so ca. 12-15kg im Rucksack, es waren dann gut 1000km und vor allen Dingen 25.000 Hm

    Nach vielen Jahren MTB-Pause habe ich ab April angefangen, mich fahrtechnisch vorzubereiten, div. Kurse bei Trailtech besucht usw. …in der Planung hatte ich mich an Achim Zahn Westalpen und den z. T. darauf aufbauenden Reisebericht von lutz (müsste den Link raussuchen) gehalten.

    Recht schnell musste ich jedoch erkennen, dass ich mit meinen Fähigkeiten und zu gleichen Teilen das Rad mit dem ganzen Geraffel, div. MTB-Trails nicht bewältigen konnten. Alleine mit der Lenkerrolle mit Matte, Schlafsack und Zelt sieht man kaum noch vor das Vorderrad und Ausbalancieren wird ungleich schwerer.

    Die "Gravelroads" z. B. LGKS, Maira Stura, und weitere strada del Canoni waren ein Traum und Höhepunkt der Tour, z. B. den Grand Col de Ferret von Fouly aus liess sich noch fahren, die "Abfahrt" war bei mir dank Wetter und s. o. für mich eher Wanderung, aber das Erlebnis war jeden Schweisstropfen wert, das Zelten am Fusse des Mont Thabor unbezahlbar.

    Auf der ganzen Tour habe ich nur 1x in einem Hotel übernachtet, das Gewitter liess mir keine andere Alternative.


    Würde ich heute diese Tour noch mal so fahren? …Ja klar … aber im Ernst, mit der Erfahrung könnte ich mir zwei Alternativen vorstellen, die deutlich mehr Genuss, Fahrspass, usw. bringen würden

    a) Vermutlich eine eher kürzere Strecke mit einem Fully und dann max. 10kg in einem Rucksack und sonst nix. Also klassischer Alpen-X mit Übernachtung in Pensionen, Hotels, auf Berghütten usw. …ach ja und bis dahin viel, viel Fahrtechnik Training und Praxis

    b) Eher ein modernes Gravelbike wählen, gerne z. B. vorne mit Lenkerrolle, aber dann ggf. hinten zwei kleine Ortliebs und dann ausschliesschlich auf Fahrwegen, dies schliesst deutlich die ganzen Schotterstraßen, Militärwege usw. mit ein. Das dann auch sicherlich wieder mit Zelt usw. aber dann ggf. auch ein wenig mehr Camping-"Luxus" dabei.




    Edit:

    Da ich hier (bisher) keinen Reisebericht geschrieben habe, ein paar Bilder gibt es auf Instgram …
    Start auf Instagram
    Ende auf Instagram
    Aktuelle Bilder von unterwegs … kommindiepuschen auf Instagram

  3. AW: Trans Alp mit dem Hardtail MTB - Fragen über Fragen

    #3
    Hey,
    ich bin überwältigt von deiner ausführlichen Antwort. vielen Dank schon einmal dafür. Du hast tatsächlich direkt einen wunden Punkt getroffen. Ich weiß noch gar nicht, was ich so ganz genau vor habe. Habe letztlich 4 Wochen Zeit und finds ganz sympathisch vor der eigenen Haustür direkt am Rhein anzufangen. Ich bin im Besitz eines Centurion Backfires Pro 900. Tendiere dann doch eher nicht auf Trails zu geraten. Dem Meniskus zuliebe.
    Würde dann einfach losfahren ,mich am Rhein einradeln , um dann in anstrengendere Gefilde zu geraten. Meine Campingausrüstung ist vom Weitwandern schon sehr leicht gehalten. Frage ist eher, wie ich s transportiere. Zum Anziehen selbst komme ich mit dem geringsten aus.
    KM in der Ebene würde ich schon so 100 km am Tag Schätzen. Höhenmeter vielleicht um die 500 - 1000 ?!
    Wenn ich hier sonst mit dem MTB unterwegs bin , mag ich schon sehr gerne HM bolzen, auch klar, dass man dann nur ca. 3-5 Stunden unterwegs ist und leichter ausgestattet ist.
    Ansonsten würde ich einfach schauen, was der Körper so hergibt. Ausdauer ist auf jeden Fall vorhanden und mag auch gerne ausgereizt werden, um abends gut schlafen zu können ;)
    Besten Dank. Mario

  4. AW: Trans Alp mit dem Hardtail MTB - Fragen über Fragen

    #4
    Übrigens cool, dass wir uns bei Insta schon gegenseitig gefolgt sind. mariodejaneiro79

  5. Dauerbesucher
    Avatar von kawajan
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    AW: Trans Alp mit dem Hardtail MTB - Fragen über Fragen

    #5
    Zum Transport falls hinten möglich bzw. Löcher vorhanden sind einfach ein normalen Gepäckträger anschrauben oder sowas hier https://m.lightinthebox.com/de/p/fah...MaAlGXEALw_wcB

    Der Thule is sehr variabel Einsetzbar und sehr robust, habe ihn seit etlichen Jahren schon im Gebrauch.

    https://m.bikester.ch/thule-packn-pe...0aAkgNEALw_wcB
    Plus
    https://m.bikester.ch/thule-pack-n-p...UaAtSWEALw_wcB

    Den Thule hab ich an meinem Fully hinten oder wahlweise am Tourenrad vorne montiert.

    Grüsselis Jan
    Behalte den Point of No Return immer im Auge

  6. AW: Trans Alp mit dem Hardtail MTB - Fragen über Fragen

    #6
    Bin noch auf dieses Teil aufmerksam geworden.
    https://www.bike-discount.de/de/kauf...sche-8l-718081

  7. Dauerbesucher
    Avatar von kawajan
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    AW: Trans Alp mit dem Hardtail MTB - Fragen über Fragen

    #7
    8Liter Volumen, da geht nicht viel rein für ne Mehrtagstour !!! Aber als Ergänzung sicher brauchbar, wenn auch nicht günstig.

    Grüsselis Jan
    Behalte den Point of No Return immer im Auge

  8. AW: Trans Alp mit dem Hardtail MTB - Fragen über Fragen

    #8
    Was wären denn so günstige Alternativen?? Und gibt es einen Radwanderführer , den ihr empfehlen könnt?
    Danke.

  9. AW: Trans Alp mit dem Hardtail MTB - Fragen über Fragen

    #9
    Meniskuss?, der schreit nach Rentnertransalp. Routenvorschlag ab dem Rheinland über den Brenner. Lässt sich auch naturnaher ausbauen.

    https://www.outdoorseiten.net/forum/...er-zur%C3%BCck

    Rad und Gepäck: Gepäcktträger dran, leichten, wasserdichten Ortlieb Packsack quer drauf und beidseitig runterhängen lassen. Expandergummi drum, Zelt drunter, passt. Mit allem Sommer-Radgerödel komme ich so ohne Kocher auf 7 Kilo.

    Damit gewinnt man keinen Schönheitspreis, ist aber praktisch, billig und nicht breiter als mein schmaler Hintern.

    Geändert von Werner Hohn (03.06.2019 um 11:46 Uhr)
    .

  10. AW: Trans Alp mit dem Hardtail MTB - Fragen über Fragen

    #10
    Es bleibt bei den Alpen. Auch sowas wie eine Pflichtaufgabe, aber immerhin: Einmal über die Alpen mit dem Fahrrad! Wenn das nichts ist: Rentnertransalp. Erst wenn sich in einigen Tagen die Berge abzeichnen, muss ein Ziel her. Bis dahin Richtung Süden. Der Anfang steht fest, den Rhein hoch bis zum Main. Alles andere wird sich aus den herausgerissenen Seiten des ADAC-Autoatlas ergeben. Wenige Seiten decken den ganzen Südosten der Republik ab. Alpenrand inklusive. Freudige Erwartung? Keine. Ersatzbefriedigung.



    Du sprichst mir so aus der Seele.....
    Eine naturnahe Variante mit weniger Rentnern würde meine vorfreude vielleicht doch heben. Morgen zweite ärztliche Meinung, dann mal schauen, was möglich ist. Im Alltag, beim Schwimmen und sogar beim am Wochenende ausprobierten Klettern so gut wie keine Einschränkung bzw. Schmerzen.
    Die Gepäckträger Variante gefällt mir..
    Schon mal vielen Dank.
    Gruss Mario

  11. Fuchs

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    AW: Trans Alp mit dem Hardtail MTB - Fragen über Fragen

    #11
    Zitat Zitat von mariodejaneiro Beitrag anzeigen
    Und gibt es einen Radwanderführer , den ihr empfehlen könnt?
    Danke.
    Evtl. den

    Wenn Interesse besteht , kann ich den gegen Porto verleihen .

    Gruss , windriver

  12. AW: Trans Alp mit dem Hardtail MTB - Fragen über Fragen

    #12
    bin auh noch auf den hier gestossen:
    https://www.amazon.de/Transalp-mit-R...gateway&sr=8-1

  13. AW: Trans Alp mit dem Hardtail MTB - Fragen über Fragen

    #13
    Das läuft dann aber aufs Straßenfahren hinaus. Sogar die kleinen asphaltierten Sträßchen und Pässe sind im Sommer in der Hand der Motorradfahrer.

    Mit einem MTB, auch wenn's ein Hardtail gewesen wäre, hätte ich mir vermutlich für die Alpen etwas weniger Teerlastiges gesucht. Ein ungefedertes Reiserad mit einer maximal möglichen Reifenbreite von 37 mm zwingt halt auf die Straße. Ich fahre sehr gerne Straße, aber speziell für die Alpenüberquerung wäre ein nenneswerter Anteil von "Feldwegen" (es hätten keine Trails sein müssen) gut fürs Ego gewesen. OT: Alter Narr halt.
    .

  14. AW: Trans Alp mit dem Hardtail MTB - Fragen über Fragen

    #14
    ok. macht Sinn der Einwand mit den MOtorradfahrern. Da hab ich tatsächlich mehr Lust auf Feld- und Wiesenwege. Werde mal schauen, was die einschlägigen Buchhändler so vor Ort haben und mich mal ein wenig durchblättern...

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