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  1. Jaerven
    Gast

    AW: Sicherheit auf dem Wasser / Unfallberichte und -verhütung

    #41
    Das war 2007. Und ziemlich tragisch. Der verstorbene Paddler war ein Profi.
    http://www.thomassondesign.com/item.aspx?id=1168453551&culture=en

  2. AW: Sicherheit auf dem Wasser / Unfallberichte und -verhütung

    #42
    Öööhm, der Unfall auf der Saar war gestern Abend und die Temperaturen zwischen 10 - 12°C.
    Gruß Sawyer

    As a rebel I came and I´ll die just the same. On the cold winds of night you will find me.

  3. Jaerven
    Gast

    AW: Sicherheit auf dem Wasser / Unfallberichte und -verhütung

    #43
    Der Mann wurde getötet. Sein 65-jähriger Begleiter kam mit starken Unterkühlungen in ein Krankenhaus.
    10-12 Grad reicht auch.

  4. AW: Sicherheit auf dem Wasser / Unfallberichte und -verhütung

    #44
    Das weiß ich, aber du kennst die Saar auch.
    Da kommt man schnell ans Ufer und von dort ins warme Trockene, sprich: Hilfe steht schnell zur Verfügung. Durch Bewegung lässt sich eine Unterkühlung zudem hinauszögern, wenn nicht sogar gänzlich bis zum Eintreffen von Hilfe vermeiden. Ich glaube nicht, dass die Todesursache in erster Linie Unterkühlung war. Der zweite Mann dürfte deshalb eine Unterkühlung erlitten haben, weil er seinem Kameraden Hilfe geleistet hat.
    Gruß Sawyer

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  5. Jaerven
    Gast

    AW: Sicherheit auf dem Wasser / Unfallberichte und -verhütung

    #45
    Bist Du mal in 10 Grad warmem Wasser gekentert?
    Das bedeutet erst Schock, das kann einige Zeit dauern.
    Bis man dann wieder atmen kann bzw. klar im Kopf ist kann man auch schon tot sein.
    Ich hab mal den Selbstversuch bei 8 Grad geprobt, einmal ohne Trockenanzug, einmal mit. Am Ufer natürlich. Aber es ist sehr erhellend.
    Die meisten Todesfälle hier sind im übrigen durch Herzstillstand und Schock verursacht. Dann kommt Unterkühlung.

  6. AW: Sicherheit auf dem Wasser / Unfallberichte und -verhütung

    #46
    Jau, beim Waschen in einem See im Harz kurz vor Weihnachten und einmal mit Neo an Ostern wo es tagsüber nur knapp über 0°C waren. Dann noch diverse Male mit einem Trockenjacke/-hose.
    Mit Sicherheit spielt auch das Alter und etliche andere Faktoren eine Rolle.
    Gruß Sawyer

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  7. Jaerven
    Gast

    AW: Sicherheit auf dem Wasser / Unfallberichte und -verhütung

    #47
    Mit Sicherheit spielt auch das Alter und etliche andere Faktoren eine Rolle.
    Sicher- wenn der eine da vorbelastet war geht es ganz fix.
    Was ich erschreckend fand beim plötzlichen Eintauchen in kaltes Wasser war dass man total die Orientierung verloren hat.
    Und ein richtig scheusslicher Schmerz am Kopf.

  8. Dauerbesucher
    Avatar von atlinblau
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    AW: Sicherheit auf dem Wasser / Unfallberichte und -verhütung

    #48
    Da schmerzt beim Mann nicht nur der Kopf...
    Der Schmerz "aus der Mitte" verschlägt einem auch den Atem.
    Ich bewundere daher die Eisbader.

    Thomas

  9. Dauerbesucher
    Avatar von Lodjur
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    AW: Sicherheit auf dem Wasser / Unfallberichte und -verhütung

    #49
    Jow, das kann ich bestätigen. Vor ein paar Jahren bin ich mit einem Freund, wir waren beide kurz vor dem 50zigsten Geb. mit nem OC auf einem Fluss in der Schweiz Anfang April gekentert. Wasser hatte so 4-6 Grad. Wir waren eigentlich nicht WW mässsig unterwegs aber es gab eine Schnelle die schon Todesopfer gekostet hatte. Sollte gut umfahren werden können. Flussströmung hatte sich aber durch vorheriges HW genau umgekehrt. Vorher rechte Seite gefahrlos nun war es aber die Linke. Das stand nat. nicht im Flussführer. Wir trugen beide Neoschuhe, Fleece Unterkleidung und wassserdichte Hose und Jacke mit Neo Bündchen und nat. Schwimmweste. Wir kamen von der falschen Seite und wurden ohne Chance auf Gegenwehr in eine 1.5 Meter stehende Walze gezogen. Ich flog in hohem Bogen aus dem Boot, mein Freund der vorne kniete blieb hängen und rotierte mit dem Boot vor der Walze. Ich fand mich am Grund im Druck unter der Walze wieder über mir mein Freund der nicht loskam. Ich hatte das Gefühl einen mit der Schüppe abbekommen zu haben. Zum Glück waren es nur die Hände und Kopf/Hals die den Kälteschock ab bekamen. Der Rest blieb erstmal warm/trocken. Obwohl es mir wie Minuten vorkam waren es wohl nur Sekunden in denen ich zu Fuss am Grund seitlich aus dem Walzendruck rauslief bis die Schwimmweste endlich mitzog. sobald ich oben war meinen Freund gepackt und an Land gezogen. Er hatte die Jacke offen gehabt und voll das kalte Wasser auch im Brustbereich abbekommen und machte nun erst als er halb an Land war seinen ersten Japser. Er sagte mir später das er einfach nicht mehr hätte atmen können. Ich hatte da anscheinen ein Riesen Glück gehabt und er auch, denn wenn ich nicht rausgekommen wäre hätte es Ihn auch erwischt. Das hat mich/uns sehr nachhaltig geprägt was unseren Umgang mit kaltem Wasser und unbekanntem Terrain angeht. Danach konnten wir beide unseren Geburtstag mit ganz anderen Gefühlen feiern. Und ich gebe zu, ich bin seitdem nicht mehr so begeistert wenn es etwas wilder wird. Tendiere nun mehr zum Binsenbummler .
    CU Bernd
    Nicht nur drüber reden,.... mach es!

  10. Fuchs
    Avatar von entropie
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    AW: Sicherheit auf dem Wasser / Unfallberichte und -verhütung

    #50
    Hmm, Ich war mit 12,13 jahren mal bei den Tschechen im "Erlebnis-Ferienlager". Gabs jeder tag was anderes aufn programm; MTB touren, Kanu und auch Schlauchbote. Wir waren so insgesammt um die 30 mann + Betreuer.

    Bei den Kanu/Rafting touren weiss ich das wir keine schwimmwesten hatten, und ich kann mich noch gut dran erinnern das die stromschnellen mir damals schon ein mulmiges gefühl verursacht haben. Aber ich glaub man konnte immer im wasser stehen... Aber ist lange her.

    Hier in leipzig sind vor nicht allzulange zeit 5 kinder verunglückt, 1 davon tödlich. Sie haben wohl die wehr warn fahnen ignoriert und sind ins wehr gezogen worden. (Oh, doch nicht tödlich.. das ist mir jetzt aber neu)

    Einen Tag nach dem Bootsunfall von fünf Kindern auf dem Leipziger Elsterkanal hat die Polizei ihre großangelegte Suche nach dem vermissten Zwölfjährigen fortgesetzt. Auch Taucher sollen an der Unfallstelle eingesetzt werden, die wegen der starken Strömung am Wehr mit einem Arbeitskorb gesichert werden. Die Staatsanwaltschaft hat gegen den Ruderverein Triton als Veranstalter der Ruderregatta ein Ermittlungsverfahren eingeleitet.

    Bei dem Unfall ist entgegen ersten Polizeiangaben ein elfjähriger Junge nicht ums Leben gekommen. "Das Kind lebt", sagte eine Polizeisprecherin. Der Junge befinde sich aber in einem kritischen Zustand und werde künstlich beatmet. "Die Polizei entschuldigt sich in aller Form bei den Angehörigen für die unzutreffende Information in der gestrigen Pressemitteilung", heißt es in der Erklärung. Die Polizeisprecherin sagte, es gebe nur noch wenig Hoffnung bei der Suche nach dem vermissten Jungen. Zur Suche wurde eine Hundertschaft eingesetzt, unterstützt von einem Polizeihubschrauber. Abgesucht werden die Uferbereiche des Elsterflutbetts vom Palmengarten-Wehr in Richtung Kläranlage Rosenthal. Parallel dazu suchen Helfer mit Booten nach dem Jungen.

    Kinder wurden flussabwärts getrieben
    Der Unfall geschah am Sonntagnachmittag bei einer Ruderregatta. Die Vierermannschaft mit Steuermann kam von einem Ruderclub aus Dessau. Die Ruderer trugen nach Polizeiangaben keine Schwimmwesten. Die fünf Kinder wollten sich gegen 14.20 Uhr für ihren Start vorbereiten. Doch statt wie geplant flussaufwärts zu rudern, wurden sie flussabwärts getrieben. Im Elsterflutbecken stürzte das Ruderboot drei bis vier Meter tief ein Wehr hinab, kenterte und zerbrach. Der Zwölfjährige wurde von der Strömung mitgerissen. Der Elfjährige konnte unterhalb des Wehres von Helfern geborgen werden und wurde nach der Reanimation in eine Leipziger Klinik eingeliefert.

    Die drei weiteren Kinder wurden ebenfalls gerettet. Ein 18-jähriger Freiwilliger ruderte mit seinem Einerboot zu Hilfe und konnte ein Mädchen aus dem Wasser ziehen und festhalten, bis die professionellen Retter kamen. Der Sprecher der Staatsanwaltschaft, Ricardo Schulz, sagte der AP, es bestehe ein Anfangsverdacht für den Strafbestand der fahrlässigen Körperverletzung. Es werde geprüft, ob der Veranstalter der Regatta seine Sorgfaltspflicht ausreichend erfüllt habe. Denn der Fluss führe deutlich mehr Wasser als normal, und es herrsche eine relativ hohe Strömungsgeschwindigkeit. Darin schwimme zudem "eine nicht unerhebliche Menge Treibgut", das Boote gefährden könne. Laut Staatsanwaltschaft stellt sich die Frage der Sicherheitsvorkehrungen auch, weil viele Regatta-Teilnehmer die Verhältnisse auf dem Fluss nicht kannten und Kinder auch relativ unerfahrene Ruderer seien.
    Hier sind recht viele (auch wochenend/freizeit)kanufahrer unterwegs. Was ich so vom ufer beobachten kann ist das die wenigstens erwachsenen schwimmwesten tragen, die kinder meist schon. Obwohl ich erst vor paar tagen eine familie in nem kanu mit nem kleinkind auf dem arm der mutter ohne schwimmweste gesehen habe.

    Ich kann allerdings nicht einschätzen wie gefährlich unsere flüsschen hier sind.
    Whenever people agree with me, I always feel I must be wrong.
    -- Oscar Wilde

  11. Lebt im Forum
    Avatar von Ditschi
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    AW: Sicherheit auf dem Wasser / Unfallberichte und -verhütung

    #51
    Hallo,
    am 05.10.10 verunglückten 4 deutsche Angler aus Süddeutschland, als ihr Boot im großen Belt zwischen Langeland und Fünen kenterte.
    Zwei Männer kamen ums Leben, die anderen Beiden konnten sich nach 2 Stunden schwimmend ans Ufer retten.
    Nach Berichten der dänischen Medien im Internet soll es sich um ein 16- Fuß- Angelboot gehandelt haben ( ca. 5 m ). Alle Männer hätten Schwimmwesten getragen. Die Opfer seien im 12° kalten Wasser an Unterkühlung gestorben.
    Wetterverhältnisse: Windstärke 5-6 Bft aus Südost, in Böen 7!
    Ich habe selbst ein 16- Fuß- Angelboot, bin seit 25 Jahren an der Küste unterwegs.
    Also: ein 16-Fuß-Boot, besetzt mit 4 Personen, bei 5-6 Bft auf dem großen Belt?
    Dazu muß man nichts sagen.
    Im Booteforum äußert sich die Tochter eines der Opfer. Tragisch!
    Ich treffe oft Kanuten in Seekajaks in dänischen Gewässern. Bin immer wieder begeistert, wie seetüchtig die sind. Aber in der Regel packen die ein, wenn ich auch aufgebe, und das ist auf offenem Gewässer bei spätestens 4 Bft der Fall.
    Bringe den Beitrag nur als Mahnung, die eigenen Fähigkeiten und die der Ausrüstung stets neu zu überdenken.
    Gruß Ditschi

  12. Lebt im Forum
    Avatar von Ditschi
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    AW: Sicherheit auf dem Wasser / Unfallberichte und -verhütung

    #52
    http://www.stimme.de/hohenlohe/hz/art31503,1955146

    Hallo,
    wen es interessiert: der Unfallbericht eines Überlebenden findet sich oben.
    Man darf nicht erwarten. daß ein Beteiligter Leichtsinn einräumt. Hätten die Männer ihr eigenes Verhalten als leichtsinnig empfunden, hätten sie die Tour wohl kaum unternommen.
    Ein Boot von 4,35 m ist kein 16- Fuß- Boot, sondern liegt zwischen 14 und 15 Fuß.
    Nach den Berichten der dänischen Medien soll es sich um eine offene Jolle mit Außenborder gehandelt haben.
    Was ich sagen kann: eine offene Jolle mit 4,35 m ist mit 4 erwachsenen Männern ausgelastet. Man müßte das Boot sehen, um sich vorzustellen, was dann an Freibord verbleibt.
    Unter Seglern, die zur gleichen Zeit im Seegebiet unterwegs waren, ist im Booteforum vorsichtige Kritik geäußert worden. Aber alle im Booteforum als auch im Anglerforum halten aus mit Rücksicht auf die Trauer der Angehörigen mit Kritik zurück und vermeiden bewußt eine vorschnelle Beurteilung.
    Gruß Ditschi

  13. Dauerbesucher
    Avatar von atlinblau
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    AW: Sicherheit auf dem Wasser / Unfallberichte und -verhütung

    #53
    das Hochwasser auf der Spree ist und bleibt gefählich.
    Derzeitiger Durchfluss ist 10x mehr als sonst. Die Feuerwehr
    Leipsch hatte gestern ihren dritten Rettungseinsatz
    http://www.lr-online.de/regionen/luebben/Dramatische-Rettungsaktion-im-Spreewald;art1058,3065996
    Im Normalfall sind an der Stelle "Ententeichbedingungen" aber
    derzeit ist der Abschnitt für Ortsunkundige/Unerfahrene nicht zu empfehlen.

    Thomas

  14. Dauerbesucher
    Avatar von Nordlandfreak
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    AW: Sicherheit auf dem Wasser / Unfallberichte und -verhütung

    #54
    Zitat Zitat von Sawyer Beitrag anzeigen
    Durch Bewegung lässt sich eine Unterkühlung zudem hinauszögern, wenn nicht sogar gänzlich bis zum Eintreffen von Hilfe vermeiden.
    Da sollte man auch sehr auspassen. Viele meinen, das sie sich einfach (warmlaufen) müssen, dann passt das schon. Aber da der Körper als erstes die wärme aus den Armen und Beinen zieht, um sie für die Lebenswichtigen Organe zu nutzen, ist das nicht ganz ungefählich.

    Wenn man sich dann bewegt oder vielleicht sogar noch unter die warme Dusche stellt, dann fließt das warme Blut aus dem Zenturm des Körpers wieder durch die kalten Arme und Beine, und dann ist vorbei mit wärme.

    Dabei haben sich schon viele ''selbst umgebracht''

    Also bei Unterkühlung - langsam aufwärmen und Hilfe holen.
    Horizontsucht.de
    -------------------------------------------------------
    In Planung : Erste kleine Tour im Winter dieses Jahr
    Schutzhüttenverzeichnis im Harz aufbauen!

  15. AW: Sicherheit auf dem Wasser / Unfallberichte und -verhütung

    #55
    Solange es keine Anzeichen für eine Unterkühlung gibt, ist Bewegung ein probates Mittel um diese hinaus zu zögern bzw. zu vermeiden. Zu beachten ist der Rahmen für die ich diese Aussage getätigt habe. Nicht allzu breiter Fluss, Häuser und Menschen in der Nähe, etc.
    Abseits der Zivilisation sieht das anders aus. Da sollte man erst den weiteren Wärmeverlust unterbinden/eindämmen.

    Ansonsten: Unter einer warmen Dusche kann man sich prima langsam erwärmen. Wenn die Extremitäten warm werden, wird es der Körperkern auch. Wer es schafft, sich unter die Dusche zu stellen, wird das überleben.
    Gruß Sawyer

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  16. Erfahren
    Avatar von Waldfex
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    AW: Sicherheit auf dem Wasser / Unfallberichte und -verhütung

    #56
    Zitat Zitat von atlinblau Beitrag anzeigen
    das Hochwasser auf der Spree ist und bleibt gefählich.
    Derzeitiger Durchfluss ist 10x mehr als sonst. Die Feuerwehr
    Leipsch hatte gestern ihren dritten Rettungseinsatz
    http://www.lr-online.de/regionen/luebben/Dramatische-Rettungsaktion-im-Spreewald;art1058,3065996
    Im Normalfall sind an der Stelle "Ententeichbedingungen" aber
    derzeit ist der Abschnitt für Ortsunkundige/Unerfahrene nicht zu empfehlen.

    Thomas
    Weis nicht, was da für Anfänger unterwegs waren, aber für einen halbwegs erfahrenen Paddler ist es auch unter den derzeitigen Bedingungen kein Problem vor dem Wehr an der Schleusentreppe anzulanden und das Boot um zutragen. Haben so das Wehr bzw. die Schleuse am Wochenende mit einem Kanadier jeweils in Richtung Neuendorfer See und Köthener See passiert. Wobei wir in diesem Teil des Spreewaldes auch das erste Mal unterwegs waren. Man muss halt etwas vorausschauender fahren.
    Damit der Beitrag nicht falsch verstanden wird, ich möchte nur sagen, dass es letztendlich entscheidend ist, seine Fähigkeiten und Möglichkeiten richtig einzuschätzen. Auch unter besten Bedingungen ist schon manch einer an seine Grenzen gelangt.

    Viele Grüße
    Gert
    Geändert von Waldfex (13.10.2010 um 20:28 Uhr)

  17. Dauerbesucher
    Avatar von Nordlandfreak
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    AW: Sicherheit auf dem Wasser / Unfallberichte und -verhütung

    #57
    Zitat Zitat von Sawyer Beitrag anzeigen
    Wer es schafft, sich unter die Dusche zu stellen, wird das überleben.
    Das habe ich leider schon anders erlebt, weswegen ich auch ein wenig empfindlich bin was Kälte angeht.
    Horizontsucht.de
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  18. Dauerbesucher
    Avatar von atlinblau
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    AW: Sicherheit auf dem Wasser / Unfallberichte und -verhütung

    #58
    Noch eine Bemerkung zum Thema Unfall am Wehr im Unterspreewald.
    Ich habe mich mal über GE (Leibsch eingeben) das Wehr angesehen. Mit der Massstabsleiste, kann man gut die
    Ortsgegebenheiten nachmessen.
    Mein Ergebnis;
    Wenn man 40 m vor dem Wehr noch spreemittig ohne Eigengeschwindigkeit ist
    und auf den mittleren Pfeiler zu fährt fehlen
    nach rechts oder links jeweils 20 m um in die Schleusengasse zu kommen.
    Bei angenommener Spreegeschwindigkeit von 1 m/s (3,6 km/h)
    bleiben 10 sek für 20 m nach rechts oder links
    Da eine 90°-Abweichung mit einem Boot nicht sofort direkt umsetzbar
    ist und einen Radius beschreibt, ergibt sich beim Anlandeversuch noch
    eine Vortreibskraft Richtung Wehr.
    Ohne sofortigen Versuch, das Boot über Grund zum stehen zu bringen,
    zu halten und an den Rand zu fahren ist dieses Problem nicht lösbar....

    Wenn die Eigengeschwindigkeit des Boote ebenfalls 3,6 km/h war,
    reichen dann sogar 75 m vor dem Wehr nicht mehr.
    Zum Vergleich..vor einer Boje oder anderem Hindernis vor mir im Wasser
    brauch man lediglich eine Kurskorrektur von 1m.

    Thomas

  19. Erfahren
    Avatar von Waldfex
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    AW: Sicherheit auf dem Wasser / Unfallberichte und -verhütung

    #59
    Da ich hier schon einmal angefangen habe, möchte ich für mich abschließend noch ein paar Erfahrungswerte zum Wehr Leibsch darstellen: Das Wehr ist ein Doppel-Wehr, hinter dem Wehr verzweigt die Spree nach rechts zum Neuendorfer See und nach links in den Dahme-Umflutkanal. An jeder Seite befindet sich eine Schleusenkammer. Selbst wenn man spree-mittig fährt, ist egal in welche Richtung man will eine Kurskorrektur von ca. 30° erforderlich, um in den einen oder anderen Schleusenvorraum zu gelangen, wo das Wasser relativ ruhig ist. Das ist m.E. für jeden Paddler mit etwas Erfahrung kein Problem.
    Bei den Verunfallten scheint es sich wohl eher um blutige Anfänger zu handeln, die sich das Boot vor Ort ausgeliehen haben. Und da stellt sich mir die Frage der Verantwortung der Verleiher, die unter den gegenwärtigen schwierigen Bedingungen anscheinend bedenkenlos an Unbedarfte ihre Boote verleihen (dürfen).

    Viele Grüße
    Gert

  20. Dauerbesucher
    Avatar von atlinblau
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    AW: Sicherheit auf dem Wasser / Unfallberichte und -verhütung

    #60
    Wie willst du die Unbedarften von den Bedarften trennen. Beim Autoverleih habe ich einen gültigen Führeschein vorzulegen. Da der Bootsausleih nicht an Bedingungen geknüpft ist, liegt die Verantwortung daher allein in den Händen des Nutzers. Ein Hinweis des Verleiher bezüglich der Wasserverhältnisse ist angebracht. Wer jetzt im Spreewald paddelt, bekommt vom HW nichts mit, da dieses über die Umfluter vorbei geleitet wird. Von daher ist es mit dem Verleihverbot nicht so einfach. Nur weil die Spree derzeit keinen Wassermangel hat wie sonst, sind die dort gegenwärtigen Wasserbedingungen als für fließende Gewässer normal zu bezeichnen.
    Zu deiner Rechnung mit den 30° Abweichung, das heißt du bist schon 35 m vor dem Wehr...ich würde es nicht auf einen Versuch ankommen lassen.
    Waldfex
    "..Selbst wenn man spree-mittig fährt, ist egal in welche Richtung man will eine Kurskorrektur von ca. 30° erforderlich, um in den einen oder anderen Schleusenvorraum zu gelangen, wo das Wasser relativ ruhig ist..."
    Die 30° sind richtig, nach 10 sek bist du bereits bei mehr als 45° und wenn du über 90° bist, ist es zu spät. Wenn du über einen Fluss mit Strömung direkt an das andere Ufer willst, ist die optische Achse 0°. Bei Strömung kommst du aber an einer ganz anderen Stelle am Ufer an. Gleiches am Wehr, vor dem Wehr erhöht sich die Strömungsgeschwindigkeit rasant, weil der Flussquerschnitt von unten und von der Seite eingeengt ist. Dazu kommt ein nicht zu vernachlässigender Respekt vor einem evetuell geschlossenen Schleusentor. Ich habe heute mal auf der Neiße einige Tests gemacht. Resultat: Es hilft nur massives direktes ansteuern des Randes. Wenn das bei einem Canadier der Vordermann nicht macht, nimmt das Unheil seinen Lauf...

    Thomas

    PS:
    Bei meiner obigen Rechnung hat sich ein Fehler eingeschlichen...
    bei 40 m vor dem Wehr und 2 m/s habe ich 20 sek.

    Thomas
    Geändert von atlinblau (17.10.2010 um 18:21 Uhr)

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