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  1. AW: [NO/SE] Gränsleden – Nordkalottleden – Narvikfjell (Ritsem – Riksgränsen)

    #61
    Mitreisende: bourne
    Ich bin bisher immer die östliche Route gelaufen und finde die gar nicht (mehr) so schlimm, bei euch lag es sicher auch mit daran dass ihr schon die Kilometer von Skoaddejaure in den Beinen hattet, ich bin immer von Gautelis aus aufgebrochen.
    Zitat Zitat von bourne Beitrag anzeigen
    Auf Karten habe ich die westliche Route noch nie gesehen, vielleicht auch deshalb, weil auf den alten Karten noch ein Gletscherrest drauf ist, außerdem liegt darüber ein sehr steiles Gelände mit potentiell höherer Steinschlaggefahr.
    Also auf dieser Karte ist der Weg westlich des Sees eingezeichnet.
    Zitat Zitat von bourne Beitrag anzeigen
    Die besagte Hängebrücke ist nicht auf (meiner) Karte, das muss einer der beiden Flüsse des kleinen Sees westlich des Weges sein, denke der nördliche.
    Nein es ist der südliche "Fluss", am nördlichen geht man wieder über einen Damm
    https://www.norgeskart.no/#!?project...&lon=615824.62
    Zitat Zitat von Horst24 Beitrag anzeigen
    Das ist übrigens noch ein Vorteil bei einer Wintertour........es gibt keine Blockfelder
    Wenn denn genug Schnee liegt. Im März 2018 war die Abfahrt dort nicht unbedingt der Hit - Schnee suchen zwischen Felsbrocken - ich habe mich dann für eine ziemlich direkte Linie nach unten entschieden, die Franzosen die parallel zu mir unterwegs waren haben den Sommerweg gewählt da sie mit Pulken unterwegs waren, sie mussten recht suchen aber es ging...

    Gruss
    Henning
    Es gibt kein schlechtes Wetter,
    nur unpassende Kleidung.

  2. Erfahren

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    AW: [NO/SE] Gränsleden – Nordkalottleden – Narvikfjell (Ritsem – Riksgränsen)

    #62
    Diese alte Karte, die Du oben gepostet hast, ist genial


    Zitat Zitat von Fjaellraev Beitrag anzeigen

    Zitat Zitat von bourne
    Später auf der Tour hat uns jemand erzählt, dass die Bootspassage auch durch eine Brücke ersetzt werden soll, ich habe aber online bisher keine Bestätigung dafür gefunden.
    Das wage ich stark zu bezweifeln, denn es gab dort mal eine Brücke, die aber immer wieder durch Sturm und Eisschollen beschädigt wurde, so dass man sich irgendwann entschieden hat sie nicht wieder aufzubauen und stattdessen die Boote zu deponieren.

    Gruss
    Henning
    Andrea hat es grad gepostet, NOT baut tatsächlich eine Brücke:
    https://www.outdoorseiten.net/forum/showthread.php/107102-NO-Br%C3%BCcken-bei-Cunojaure-in-schlechtem-Zustand-neue-Br%C3%BCcke-bei-Pauro


    OT: Bei dieser Gelegenheit: Stillstand beim Reisebericht, unsere NAS ist defekt (das Gerät selbst, nicht die Platten) und damit kein Zugriff auf die Fotos möglich, Reparatur dauert schon 3 Wochen und die off-site Backups kann ich nirgendwohin zurückspielen...
    www.lustwandler.at
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    Letzte Tour: Gränsleden – Nordkalottleden – Narvikfjell (Ritsem – Riksgränsen)

  3. AW: [NO/SE] Gränsleden – Nordkalottleden – Narvikfjell (Ritsem – Riksgränsen)

    #63
    Zitat Zitat von bourne Beitrag anzeigen
    Diese alte Karte, die Du oben gepostet hast, ist genial
    Die stammt von hier.
    Achtung Suchtgefahr.
    Das Preisschild ist schon heftig
    Da kann man nur hoffen dass sie den Wetterbedingungen auch wirklich langfristig gewachsen ist.
    Zitat Zitat von bourne Beitrag anzeigen
    OT: Bei dieser Gelegenheit: Stillstand beim Reisebericht, unsere NAS ist defekt (das Gerät selbst, nicht die Platten) und damit kein Zugriff auf die Fotos möglich, Reparatur dauert schon 3 Wochen und die off-site Backups kann ich nirgendwohin zurückspielen...
    Dann hoffe wir mal dass es nicht mehr zu lange dauert - nicht nur wegen dem Reisebericht, ihr werdet ja auch andere Daten darauf haben auf die ihr gerne wieder den gewohnten Zugriff hättet. Ich drücke die Daumen.

    Gruss
    Henning
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  4. Erfahren
    Avatar von Kuoika
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    AW: [NO/SE] Gränsleden – Nordkalottleden – Narvikfjell (Ritsem – Riksgränsen)

    #64
    Ah, dachte ich komme von meiner Tour zurück und kann weiterlesen, aber das letzte Stück war ja quasi mein Start.
    Hab von der Caihnavaggehytta kommend den westlichen Weg für den Aufstieg zum Pass gewählt. Die östliche Route fand ich von unten nicht wirklich einladend, außerdem wurde so noch ein Furt gespart, die 5 Furten am Tag vorher haben gereicht...

  5. Erfahren
    Avatar von Ljungdalen
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    AW: [NO/SE] Gränsleden – Nordkalottleden – Narvikfjell (Ritsem – Riksgränsen)

    #65
    Zitat Zitat von Kuoika Beitrag anzeigen
    Hab von der Caihnavaggehytta kommend den westlichen Weg für den Aufstieg zum Pass gewählt. Die östliche Route fand ich von unten nicht wirklich einladend...
    +1. Wir sind da am vorigen Donnerstag langgekommen (Gegenrichtung, von Gautelis), und sind auch westlich um den See (1094) gegangen. Sieht schon von oben viel besser aus. Vom Pass runter konnte man sich so auch ein gutes Stück Geröll sparen, indem man das noch vorhandene Schneefeld in diese Richtung nutzte. Fest genug, aber auch nicht zu glatt, da oberflächlich angetaut.

    Am See selbst ging der Schnee nicht mehr bis zum Ufer, da konnte man zwischen den (unproblematischen) Blöcken am Ufer oder halt abschnittsweise doch Schnee ein paar Meter oberhalb wählen. Ich präferiere, wo immer möglich, Letzteres.

    Apropos, Pass bei Caihnavagge. Es "jammern" ja "immer" "alle" über die Blockfelder dort. Ich habe *sonstwas* erwartet. Okay, angenehm ist es nicht gerade, aber so schlimm nun auch wieder nicht. V.a. hält sich ja der Höhenunterschied in Grenzen, und insbesondere von Süden steigt das Gelände ja recht gemächlich an. Bedeutend anstrengender war zwei Tage später der Pass auf dem Weg zwischen Lossi und Hunddalen, sowohl, was den Höhenunterschied, als auch, was die Ausdehnung der Blockfelder betrifft.

    Zugegeben, wir hatten auf beiden Abschnitten perfektes Wetter. Bzw. fast perfekt: es hätte ruhig etwas kühler und/oder windiger sein können. Luxusprobleme


    Westseite des Sees (08.08.2019): topp!


    Ostseite des Sees: bäh!
    Geändert von Ljungdalen (17.08.2019 um 16:58 Uhr) Grund: + 2 pics

  6. Erfahren

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    AW: [NO/SE] Gränsleden – Nordkalottleden – Narvikfjell (Ritsem – Riksgränsen)

    #66
    @Ljungdalen: Dann sind wir uns also in der Caihnavaggehytta begegnet.

    Wir haben den markierten Weg auf der Ostseite genommen und ich hatte noch zwei Tage später Schmerzen am Sprunggelenk davon. Wie man auf deinem Foto sieht, ging der Schnee aber an der Westseite durchaus bis an den See.

  7. Erfahren
    Avatar von Ljungdalen
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    AW: [NO/SE] Gränsleden – Nordkalottleden – Narvikfjell (Ritsem – Riksgränsen)

    #67
    Zitat Zitat von E1HikingTours Beitrag anzeigen
    @Ljungdalen: Dann sind wir uns also in der Caihnavaggehytta begegnet.
    Ah ok. Hatte *fast* so einen "Verdacht" Danach zu urteilen, wie viele Leute hier sich schon zu dieser Gegend geäußert haben, und wie wenige man dort trifft (August ist ja irgendwie noch Saison, aber trotzdem!), ist die Wahrscheinlichkeit ziemlich hoch, dass man sich "kennt"...

    Apropos, "wenige": von den jeweils null (Hukejaure) bis sechs (Hunddalen) Leuten in oder bei den Hütten (mit Zelt) abgesehen, haben wir unterwegs getroffen: auf den 3 Tagesabschnitten von Singi bis Caihnavagge niemanden, zwischen Caihnavagge und Lossi ein Pärchen (Schweizer, lt. Hüttenbuch Lossi), und Lossi-Hunddalen sowie Hunddalen-Katterat jeweils einen Einzelwanderer. Hätte mit doch *etwas* mehr gerechnet. Ganz anders sah es am Kungsleden & Umgebung aus: Tarfala war fast voll, Singi in der ersten Nacht total voll; wir haben dann den Trockenraum (außer Betrieb, hat eh nicht geregnet; das ist offenbar im Winter der Notraum) bekommen, auch gut

    Zitat Zitat von E1HikingTours Beitrag anzeigen
    Wie man auf deinem Foto sieht, ging der Schnee aber an der Westseite durchaus bis an den See.
    Nicht ganz. Aus der Nähe sah das so aus:


  8. Erfahren
    Avatar von Kuoika
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    AW: [NO/SE] Gränsleden – Nordkalottleden – Narvikfjell (Ritsem – Riksgränsen)

    #68
    Am 28.7. ging der Schnee noch bis ans Ufer und auf dem See schwamm noch Eis.




  9. Alter Hase
    Avatar von Rhodan76
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    AW: [NO/SE] Gränsleden – Nordkalottleden – Narvikfjell (Ritsem – Riksgränsen)

    #69
    Letztes Jahr am 27.07 war Schnee dort kein Thema mehr. Auch wir sind westlich um den See:


  10. Erfahren

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    AW: [NO/SE] Gränsleden – Nordkalottleden – Narvikfjell (Ritsem – Riksgränsen)

    #70
    Finally: wir haben unsere NAS zurück und wieder in Betrieb, die Platten intakt und alle Daten vollständig, kein Rückholen der Backups notwendig. Außerdem sind wir von einer ganz besonderen Reise zurück, aber bevor wir darüber schreiben, machen wir endlich diesen Reisebericht fertig…

    ---



    TAG 11 – 13: ČÁIHNAVAGGE – ČUNOJÁVRI UND ZWEI RUHETAGE
    GEMÜTLICHE WANDERUNG ZUR NOCH GEMÜTLICHEREN HÜTTE IN ČUNOJÁVRI
    BY ELISABETH
    Original mit hochauflösenden Bildern auf Lustwandler.at

    In der Früh sind wir noch immer super müde vom gestrigen Blockfeldtag. Eigentlich wollten wir über den Smáilerienpas nach Lossi und von dort weiter durch das Rienatvággi (Storsteinsfjellet) nach Hunddalen, aber dafür ist uns das Wetter zu instabil. Statt dessen gehen wir nun hinunter nach Čunojávri. Im Vergleich zu anderen Hütten ist die Hütte in Čáihnavagge nicht so komfortabel und wenn nun stürmische und regnerische Tage bevorstehen, die uns zu einer Pause zwingen, dann wollen wir diese in einer gemütlichen Hütte verbringen.
    Es ist windig, trüb und es regnet leicht, also ziehen wir uns und unseren Rucksäcken das Regengewand an. Um 9 Uhr geht es los.


    Elisabeth beim See unterhalb der Čáihnavaggehytta


    Blick zurück auf die Čáihnavaggehytta und den Dulbbot

    Der Weg ist einfach, es geht über einen ausgelatschten Pfad durch eine wunderschöne Landschaft. Obwohl das Wetter trüb ist, leuchtet das Rot der Herbstfärbung kräftig, aber seht selbst:


    Elisabeth beim See unterhalb der Čáihnavaggehytta


    Entlang des Čáihnajohka hinunter in das Čunovuopmi

    Das Wetter bessert sich, nach und nach wechseln wir auf immer leichteres Gewand. Mit uns in Čáihnavagge ist ein Pärchen gestartet, das uns nach einiger Zeit überholt. Wir plaudern kurz – ihr Ziel sind heute ebenfalls die Hütten in Čunojávri, wir werden uns also bald wieder sehen. Der Weg geht entlang des Čáihnajohka hinunter in das Čunovuopmi. Immer wieder blitzt die Sonne durch die Wolkendecke und sorgt für spannendes Streiflicht und wunderschöne Regenbögen.


    Čunovuopmi und Čunojávri


    Čunovuopmi und links kurz sichtbar das Storsteinsfjellet bzw. der Sealggajiekna

    Der Weg bleibt einfach, was eine Wohltat ist nach dem gestrigen Halbmarathon über Stock und Stein. Der heutige Untergrund ist weich und es gibt nur wenige Herausforderungen, darunter wieder eine Brücke von der Sorte die ich so liebe. 😰
    Belohnt werden wir dafür mit einem Doppelregenbogen vor dem Storsteinsfjellet.


    Norwegische Brückenbaukunst, hier über den Čáihnajohka


    Doppelregenbogen, das Storsteinsfjellet liegt leider in den Wolken

    "Die norwegischen Brücken gehören echt verboten…"
    …raunze ich vor mich hin und Norwegen schenkt mir kurz darauf eine (seichte und leichte) Furtstelle. 🙈


    Nicht immer gibt es eine Brücke…

    Obwohl es heute echt gut und leicht vorangeht, macht sich bisschen Müdigkeit breit. Schließlich haben wir schon einige Kilometer in den Beinen und aufgrund des guten Wetters noch keinen einzigen Ruhetag eingelegt. Wieder einmal sind es die Rentiere, die mich perfekt von der Müdigkeit ablenken…


    Äsende Rentiere im Čunovuopmi


    Lange bleiben wir nicht unbemerkt…


    Čunojávri, Čunojávrihytta und ein Rentier


    Blick zurück in Richtung Čáihnavagge

    … und von der nächsten Challenge: Hurra, eine Brücke! Zum Zustand dieser Brücke sage ich nichts, schaut euch einfach die Bilder an!
    Dann sehen wir schon bald das Ziel des heutigen Tages.


    Die nächste stabile Hängebrücke norwegischer Bauart


    Markus auf der vertrauenserweckenden Hängebrücke (mit meinem Rucksack)


    Čunojávri und Čunojávrihytta

    Um 16 Uhr ziehen wir nach einer gemütlichen 13-Kilometer-Wanderung mit einigen Pausen in die große Hütte ein. Die kleine, neu renovierte Hütte ist leider schon besetzt: Von Markus aus Tübingen, den wir schon aus Pauro kennen und von Mirjam und Joris, die uns heute am Weg überholt haben. Ein schweigsamer deutscher Wanderer kommt nach einiger Zeit patschnass in unserer Hütte an. Er grummelt vor sich hin, meist hat er Kopfhörer im Ohr; wir reden ein paar Worte und Markus erinnert sich später, dass wir ihn schon vom letzten Jahr kennen, wo wir ihn ähnlich kommunikativ in Unna Allakas getroffen haben.

    Nach Körperpflege, Essen und Tagebucheintragung gehen wir um 18 Uhr mit einer Tafel Schokolade in die kleine Hütte und tratschen dort den ganzen Abend mit Mirjam, Joris und Markus. Wir unterhalten uns sehr gut, tauschen Wandererfahrungen aus und reden über die geplanten nächsten Etappen.

    Die kleine Hütte ist toll – innen weiß gestrichen, hell mit Panoramafenstern, einem gemütlichen Sofa und bequemen Sesseln.



    Čunojávrrehytta


    Čunojávrrehytta


    Čunojávrrehytta

    Morgen geht Markus weiter und wir werden in die kleine Hütte umziehen und den nächsten Tag hier chillen. Nach 11 Tagen haben wir uns eine Pause verdient.

    Wir beobachten wieder Rentiere, die ganz knapp am Panoramafenster vorbeigehen und alle sind begeistert. Nicht nur wir sind Rentier-Fans. Markus geht zwischendurch noch runter zum See, um in der Dämmerung zu fotografieren.


    Abendstimmung am Čunojávri

    Um 20 Uhr gehen wir zurück in die große Hütte, wo unser Mitbewohner die Hütte auf ca. 40°C aufgeheizt hat und schnarchend am Sofa liegt. Wir lesen noch kurz, gehen schlafen und freuen uns auf den morgigen Ruhetag.

    ---

    ... und es wurden dann doch zwei Ruhetage. Den ersten verbringen wir gemeinsam mit Mirjam und Joris. Gleich in der Früh packen wir, putzen die große Hütte und ziehen um in die kleine. Mirjam und Joris gehen über Mittag nach Unna Allakas und bringen Bier und Schokolade mit – perfekt für einen gemütlichen Nachmittag und Abend. In der Zwischenzeit waschen wir unsere Merino-Wäsche und tratschen mit zwei Jägern, die mit einer aufgeweckten schwarzen Hündin auf Schneehuhnjagd gehen. Am Abend hängen dann bei der anderen Hütte schon Schneehühner und in der Nacht werden wir mit Nordlichtern verwöhnt!


    Aurora borealis in Čunojávrre


    Aurora borealis in Čunojávrre


    Aurora borealis in Čunojávrre


    Aurora borealis in Čunojávrre

    Am zweiten Tag sind wir ganz allein in der Hütte. Wir tratschen, lesen und genießen den Luxus dieser Hütte.


    Čunojávrrehytta

    Am Nachmittag bekommen wir Besuch von Gunnar aus Norwegen, der in die große Hütte gezogen ist. Er erzählt uns von seiner Tour "Norge på langs" (d. h. einmal Norwegen der Länge nach durchqueren) mit seiner Frau und seinen beiden Töchtern. Sie gehen immer wieder ein Stück, machmal alle zusammen, manchmal auch er allein. Sie bestreiten den Weg, der eigentlich immer wieder kurz auf schwedischer Seite verläuft, rein in Norwegen – das geht auf seine (damals junge) Tochter zurück, die partout nicht in Schweden gehen wollte. Damit wird die Strecke natürlich viel schwieriger, er muss über Berge und Gletscher, die man sonst umgeht, schwierige Flüsse queren oder gar Seen durchschwimmen, statt sie zu umrunden. Seine Methode zum Durchqueren der Seen: Rucksack mit wasserdichtem Sack drinnen, mit zusätzlicher Luft, dann den Rucksack am Bauch, er legt sich drauf und "schwimmt" so durch den See. Ein sehr sympathischer, aber auch irrer Typ. ;)

    Aber auch für uns enden die gemütlichen Tage, morgen geht es weiter in Richtung Katterat.
    Geändert von bourne (20.10.2019 um 20:01 Uhr)
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    Letzte Tour: Gränsleden – Nordkalottleden – Narvikfjell (Ritsem – Riksgränsen)

  11. Erfahren

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    AW: [NO/SE] Gränsleden – Nordkalottleden – Narvikfjell (Ritsem – Riksgränsen)

    #71


    TAG 14 – 16: ČUNOJÁVRI – KVILEBU & OALLAVÁGGI – HUNDDALEN
    FRISCH UND MUNTER GEHTS NACH DEN RUHETAGEN WEITER
    BY ELISABETH
    Original mit hochauflösenden Bildern auf Lustwandler.at

    Schluss mit lustig! Nach zwei faulen Tagen in der perfekten Hütte zum Chillen ist es an der Zeit, wieder weiterzugehen. Draußen nieselt es und der Himmel ist grau. Unsere Überlegung, über Lossi doch noch über das Rienatvággi nach Hunddalen zu gehen, geben wir nun endgültig auf. Allerdings haben wir noch eine letzte Chance, doch noch die Gletscher zu sehen – auf diese Idee hat uns Joris gebracht: von Hunddalen können wir in die Gegenrichtung aufsteigen, dort zelten und einen Tagesauflug hinauf machen, falls das Wetter passt.

    Wir frühstücken, trödeln noch ein bisschen rum, packen und putzen. Mit den ersten Sonnenstrahlen gehen wir um 10:15 los. Der Weg führt gemütlich durchs Fjäll und bald sehen wir auch schon die erste Brücke des Tages, sie führt über den Sealggajohka. Ausgeruht und fit ist die auch für mich kein Problem. 


    Brücke über den Sealggajohka


    Elisabeth auf der Brücke über den Sealggajohka

    Wir halten uns am rechten Flussufer und wandern auf weiterhin schönem Weg durch das Fjäll. Natürlich dürfen da auch ein paar Rentiere nicht fehlen.


    Rentiere


    Rentier


    Rentier

    Wie so oft, braucht es nicht unbedingt einen strahlend blauen Himmel, um die Landschaft zu genießen. Die tiefen Wolken bringen eine tolle Stimmung.


    Storsteinsfjellet in den Wolken


    Entlang des Sealggajohka

    Unsere Art zu wandern ist, wie unser Blog-Name schon sagt, ein Lustwandeln. Uns geht es nicht darum, so schnell wie möglich von einem Ort zum anderen zu gelangen (außer wir laufen gerade einem Sturm davon ...), sondern die Natur, die Stille, die Landschaft zu genießen und auf uns wirken zu lassen. Wir wollen Zeit haben, um Tiere zu beobachten, Pflanzen zu betrachten und Ausblicke zu bewundern. Und natürlich auch fotografisch festzuhalten. Diese Bilder wecken später in uns so viele Erinnerungen an kleine Details, die sonst wohl in Vergessenheit geraten würden, etwa an die trinkenden Rentiere oder an die wunderbaren Farben des Wasserfalls aus dem Stuoravággi.


    Trinkendes Rentier


    Wasserfall aus dem Stuoravággi

    Die Sonne blinzelt immer wieder hervor und bringt die Landschaft zum glänzen.


    Blick zurück entlang des Sealggajohka, dahinter erhebt sich das Storsteinsfjellet


    Blick aus dem Oallavággi zurück auf das Storsteinsfjellet mit dem Sealggajiekna


    Blick aus dem Oallavággi zurück auf den Sealggajávri und dahinter das Storsteinsfjellet mit dem Sealggajiekna

    Über einen kleinen Hügel gelangen wir ins nächste Tal, das Oallavággi. Ab da wird der Weg und auch die Landschaft deutlich steiniger. Am Plateau legen wir eine Pause ein, dann geht es steinig leicht bergab. Steinig bedeutet aber noch lange nicht trocken – der Weg ist sehr matschig und immer wieder sind Flussarme zu durchqueren, später auch kleine Blockfelder.


    Oallavággi


    Markus im Oallavággi

    Um 15:00 erreichen wir die Nothütte "Kvilebu Oallavaggi". Sie ist nicht abgeschlossen und wir werfen einen Blick hinein. Die Hütte ist sehr einfach, aber ok. Es beginnt zu regnen und wir beschließen zu bleiben und hier zu übernachten.


    Kvilebu Oallavággi


    Kvilebu Oallavággi


    Kvilebu Oallavággi

    Wir machen es uns "gemütlich", es ist sehr kühl und wir verkriechen uns schnell in die Schlafsäcke. Markus schafft es, die Paraffin Lampe in Gang zu bringen und wir lassen sie in der Nacht auf ganz kleiner Flamme brennen. Irgendwie ist es hier, in dieser Mini-Hütte irgendwo im Nirgendwo, doch ein bisschen gruselig. Eigentlich witzig, im Zelt hatten wir dieses Gefühl nie! 

    Über Nacht ist es ganz schön kühl geworden in der Hütte. Wir frühstücken unser Müsli, packen und kurz nach 10 Uhr wandern wir los. Auch draußen ist es heute kühler, nur noch 6°C – Zeit, Handschuhe und die HAUBogEN Mütze aus dem Rucksack zu holen (danke, Heidi!) und dabei einen Blick zurück zur Hütte zu werfen!


    Kvilebu Oallavággi


    Elisabeth mit Haubogen


    Im nördlichen Teil des Oallavággi
    Unsere Panoramen haben eine Auflösung von 20.000-30.000 Pixel und können nur am Blog ganz gesehen werden: https://lustwandler.at/2019/11/16/tag-14-16-cunojavri-kvilebu-oallavaggi-hunddalen/

    Heute ist der Weg anfangs sehr steinig, viele kleine Blockfelder sind zu überqueren. Nach und nach wird die Landschaft aber wieder lieblicher. Wir erhaschen den einen oder anderen beeindruckenden Blick auf die umliegende Bergwelt, diese verschwindet aber bald im Nebel bzw. in den tiefen Wolken.


    Blick in das Tal, in der die Hunddalshytta liegt mit den markanten Gipfeln Gahperčohkka, Storfjellet und Vomtinden im Hintergrund


    Blick in das Tal, in der die Hunddalshytta liegt mit den markanten Gipfeln Gahperčohkka, Storfjellet und Vomtinden im Hintergrund

    An der Abzweigung zur Hunddalshytta gehen wir vorbei, schließlich wollen wir ja noch hinauf in Richtung Pass und weiter oben zelten, um dann am nächsten Tag mit leichtem Gepäck weiter aufzusteigen. Wir gehen ein Stück, es beginnt zu regnen und die Berge verschwinden in den Wolken. Es soll wohl heuer nicht sein. Wir drehen um und gehen zur Hütte.


    Hunddalshytta, dahinter ragt der Gahperčohkka (1.447 m) auf.


    Hunddalshytta


    Hunddalshytta

    Die 4er Hütte ist noch frei. Wir packen aus, heizen ein und legen wieder mal eine Waschrunde ein. Bei der Eintragung ins Hüttenbuch sehen wir, dass Mirjam und Joris die letzten beiden Nächte hier waren und Joris hat seine Anzündwüfel "für uns" hier gelassen :-). Schade, dass wir uns hier verpasst haben! Wir essen Spaghetti Bolognese und in der Hütte wird es langsam aber doch angenehm warm. Wir schreiben Tagebuch, trinken Tee und heiße Schokolade und lesen. Beim Blick aus dem Fenster erkennen wir, dass wir mit der Hütte die richtige Entscheidung getroffen haben. Die dunklen Wolken hängen tief und es regnet die ganze Nacht durch.

    Am Morgen sind die hohen Berge ringsum angezuckert. Am Bild etwa der schneebedeckte Gipfel des Gahperčohkka (1.447 m). Es hat nur mehr knapp über 0° C und Markus schlittert bei den ersten unvorsichtigen Schritten über die äußerst glatte Holzterrasse.


    Der schneebedeckte Gipfel des Gahperčohkka (1.447 m)

    Wir beschließen, heute erneut einen Ruhetag einzulegen. Wir hängen den ganzen Tag in der kleinen Hütte rum, draußen ist es windig, kalt und regnerisch.
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  12. Fuchs
    Avatar von Pfiffie
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    AW: [NO/SE] Gränsleden – Nordkalottleden – Narvikfjell (Ritsem – Riksgränsen)

    #72
    In den Doppelstockbetten kann man ja Füßeln


    Klasse das es weiter geht und vorallem das ihr Daten nicht verloren habt
    "Freiheit bedeutet, dass man nicht alles so machen muss wie andere"

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