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  1. Neu im Forum

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    Wer von euch wandert mit Gleitsichtbrille und wie geht es euch damit?

    #1
    Hallo zusammen,

    vorab: ich weiß nicht ob, dieses Thema in dieses Unterforum passt, aber da Sehschwäche ja sozusagen auch ein Gesundheitsthema ist, habe ich es mal hier reingestellt.

    Wer von euch wandert mit Gleitsichtbrille und wie geht es euch damit?

    Ich nutze seit einiger Zeit eine Gleitsichtbrille, bin mittelmäßig kurzsichtig und nun schlägt die Altersweitsichtigkeit zusätzlich zu ;)
    Nachdem ich zunächst so eine Billig-Gleitsichtbrille hatte, die entsprechend schlecht war, habe ich diese zurückgegeben und mir eine gescheitere machen lassen. Die ist deutlich besser, dennoch habe ich Probleme:

    bei steilen bergab-Pfaden, zudem mit Laubschicht, vielen Wurzeln und Geröll, muss ich ja zwangsläufig zu den Füßen gucken, um zu sehen, wo der Tritt hingeht. Naturgemäß ist das wohl bei der G-Brille unscharf, weil man mit gesenkten Augen durch den Lesebrillenbereich schaut, der auf einen viel kürzeren Abstand eingestellt ist.

    Und nicht nur unscharf, sondern auch verzerrt / verflacht, das ist wohl die Charakteristik der G-Brille.

    Entsprechend bin ich hinab ins Tal nun teils mehr gestolpert als gegangen. Naja, vielleicht bissl übertrieben, aber es war auf jeden Fall unangenehm. Eigentlich müsste ich fast das Kinn auf die Brust legen, um durch den mittleren Bereich des Glases gucken zu können, bei dem ich den Boden gut sehe. Aber wer will schon mit hängendem Kopf durch den Wald gehen? Dazu geh ich nicht wandern ;) und für den Nacken fühlt sich das gar nicht gut an.

    Beim Autofahren auf dem Waldweg ähnliche Probleme, man kann nicht gleichzeitig den Weg direkt vor dem Auto und etliche Meter im Voraus scharf sehen. Entsprechend bin ich schon ein paar mal durch Rinnen und Schlaglöcher gebrettert, die ich nicht richtig gesehen oder als viel flacher eingeschätzt hatte, als sie tatsächlich waren (Anfeindungen vom Beifahrer, wie ich denn mit dem Auto umgehen würde, inklusive ...)

    Mir stellt sich nun die Frage:
    Sind Gleitsichtbrillen nur was für Stadt- und Büromenschen? Oder stimmt einfach was mit der Brille nicht?

    Wie kommt ihr outdoor mit so einer Gleitsicht zurecht?

    Lieber Gruß,
    wakka

  2. Fuchs
    Avatar von blauloke
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    AW: Wer von euch wandert mit Gleitsichtbrille und wie geht es euch damit?

    #2
    Ich habe schon seit längerem eine Gleitsichtbrille und damit keine Probleme, weder beim Wandern noch beim Autofahren.
    Vielleicht musst du dich noch daran gewöhnen wenn du die Brille noch nicht lange hast oder du hast stärkere Gläser, so dass sich bei dir die verschiedenen Sichtfelder stärker auswirken.
    Du kannst reisen so weit du willst, dich selber nimmst du immer mit.

  3. Alter Hase
    Avatar von peter-hoehle
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    AW: Wer von euch wandert mit Gleitsichtbrille und wie geht es euch damit?

    #3
    Bei mir hat die Gewöhnungsphase sechs Monate gedauert.
    Ich laufe jeden Tag zwischen 2000 und 4000 Stufen.
    Also austesten und sich angewöhnen den Kopf zu senken,
    wenn es bergab geht.

    Gruß Peter
    Wir reisen um die Welt, und verleben unser Geld.
    Wer sich auf Patagonien einlässt, muss mit Allem rechnen, auch mit dem Schönsten.


  4. Userbeauftragte
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    Fuchs
    Avatar von Mus
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    AW: Wer von euch wandert mit Gleitsichtbrille und wie geht es euch damit?

    #4
    Ich kenne das von dir geschilderte Problem bislang zum Glück (noch) nicht aus eigener Anschauung, aber genau wie dir ging es meiner Mutter mit ihrer ersten Brille. Bei ihr war das sogar im Alltag (Treppen, Stufen, Schwellen,...) so schlimm, dass sie richtiggehend Kopfschmerzen davon bekommen hat und die Brille erstmal gar nicht mehr getragen hat. Dann hat sie es sich vom Optiker bzw. vom Augenarzt noch mal ganz genau erklären lassen worauf sie in welchen Situationen achten und ihre Sehgewohnheiten ändern muss und und danach ging es, hat aber noch etwas Training erfordert.

    Mein Papa hat kapituliert und von daher zwei Brillen. Eine Gleitsicht fürs Lesen bzw. Tätigkeiten wo er häufig die Nahsicht braucht und eine nur für die Ferne (er ist relativ stark kurzsichtig), die er beim Wandern, Autofahren, .... trägt. Ist aber halt doof, weil man gefühlt immer gerade die falsche auf der Nase hat und die andere nicht greifbar ist um z.B. mal schnell in die Karte zu schauen oder so. Aber vielleicht könnte man für diesen Moment ja auch noch eine billige Lesebrille in der Wanderjacke/Rucksack deponieren.
    Geändert von Mus (20.04.2019 um 16:50 Uhr)

  5. Alter Hase

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    AW: Wer von euch wandert mit Gleitsichtbrille und wie geht es euch damit?

    #5
    Tatsächlich ist es wesentlich angenehmer, wenn man weder kurz- noch weitsichtig ist. Tatsächlich ereilt das aber doch irgendwann die meisten Menschen. Ich bin immer schon mäßig kurzsichtig. Die einsetzende Weitsichtigkeit bewirkte zunächst mal, dass ich zum Lesen die Brille absetzen musste. War ziemlicher Mist. Eine Gleitsichtbrille erschien mir aber verschwendet, da der Lesebereich dann Fensterglas hätte sein müssen.

    Immerhin brauchte ich keine zwei Brillen, sondern setzte nur die eine immerzu auf und ab. Wobei ich sie häufig irgendwo hinlegte, wo ich sie nicht wiederfand. Oder wo sich dann wer draufsetzte. u.v.Schöne.m.

    Heute brauche ich auch eine Brille zum Lesen. Das Hantieren mit zwei Brillen habe ich aber gar nicht erst in Erwägung gezogen, sondern mir eine Gleitsichtbrille machen lassen.

    Und ja. Man muss sich gewöhnen. Das dauert verschieden lange. Ich bin mit der neuen Gleitsichtbrille auf der Nase gleich auf mein Fahrrad gestiegen. Das Lesen war am Anfang schwierig. Man muss den Kopf halt so neigen, dass man richtig auf das Buch guckt. Und will man in die Ferne sehen auch. Irgendwann läuft das wie von selbst.

    Eine gewisse Unsicherheit ist bei mir auch geblieben. Treppen steigen. Da tanzen manchmal die Vorderkanten. Und beim Wandern kann das auch stören. Klar. Wäre besser gewesen, jung zu bleiben.

  6. Dauerbesucher
    Avatar von Lodjur
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    AW: Wer von euch wandert mit Gleitsichtbrille und wie geht es euch damit?

    #6
    Also im Wald damit rumlaufen bzw. Wandern tue ich damit auch. Aber ich bin aktiver 3-D Bogenschütze und bin mehrmals die Woche im Wald im Parcours unterwegs und brauche da eine Brille die sowohl weit als auch in der Nähe funktioniert. Anfangs ging das nur mit zwei Brillen, eine zum Schiessen und eine zum im Wald rumlaufen wobei es da auch schon gewöhnungsbedürftig war. Oft genug bin ich mal hängen geblieben weil ich die Füsse nicht hoch genug genommen habe und Abstufungen im Boden nicht richtig wahrgenommen habe. Bin dann zu meinem Optiker und habe Ihm das Problem mal erklärt. Der hat sich viel Zeit genommen und ich bin mit dem Bogen dahin und wir haben viel rumprobiert. Ich habe jetzt (leider sündhaft teure) Zeiss Gläser drin die keinen sichtbaren Übergang haben. Ich kann die Brille tragen und völlig normal weit sehen wie auch lesen und nach unten schauen ohne meine Augen irgendwie zu „verrenken“. Wenn ich die Brille nicht auf der Nase hätte könnte ich meinen ich trüge keine.
    CU Bernd
    Nicht nur drüber reden,.... mach es!

  7. Erfahren

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    AW: Wer von euch wandert mit Gleitsichtbrille und wie geht es euch damit?

    #7
    Ich denke auch, das das eine Gewöhnungssache ist. ich habe ebenfalls ca. 1/2 Jahr benötigt bis ich mich an die GB gewöhnt hatte (die allerdings vom Augenarzt ziemlich falsch angepasst war..., später beim Optiker kanen dann andere deutlich Werte raus). Bei meiner neuesten Brille hatte ich mich nach 1h umgestellt.

    Aber das Problem mit dem fahren auf Waldwegen kann ich schwerlich nachvollziehen. Hier bist du ja durchgängig im Fernbereich - oder ist dein Nahbereich soweit hochgezogen?

    Ich habe inzwischen die 3. Gleitsichtbrille und auch meine Bildschirmarbeitsbrille ist "Gleitsicht". Auch ich mußte mich nach einem Fehlversuch zu den sauteuren Zeiss-Gläsern durchringen, aber damit geht es wirklich gut. Nahtloses Sehfeld und auf meine Sehgewohnheiten angepasste Stärken. Nur für den Bildschirm ist der Nahzusatz zu gering (bzw. ein stärkerer Nahzusatz würde den Tragekompfort doch sehr einschränken).
    Vor 1 1/2 Jahren habe ich es mal mit Mehrstärken-Kontaktlinsen versucht, allerdings ist da der mögliche Nahzusatz (bei Tageslinsen) für mich zu gering, ich bräuchte da ca. +2,5 gegenüber dem Fernbereich, um den ganzen Alltag abzudecken. Allerdings ist das Sehgefühl sehr angenehm - nochmals besser als mit Brille - solange es hell ist. Für die Dämmerung und Wald sind sie für mich nicht geeignet.

    Aber draußen trage ich am liebsten Einstärken-Kontaktlinsen, nur für den Fernbereich korrigiert und eine Lesebrille wenns mal was zu lesen gibt.

    PS. bin ebenfalls 3D Bogenschütze und da am liebsten mit 'ner Einstärkenbrille oder Kontaktlinse (und damit bin ich meist vom Schreiben befreit ), GB geht aber auch.

  8. Neu im Forum

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    AW: Wer von euch wandert mit Gleitsichtbrille und wie geht es euch damit?

    #8
    Habe ähnliche Augen (moderat kurzsichtig), ähnliches Alter :-((zunehmende Weitsichtigkeit) und trage Gleitsichtbrille im Büro, beim Sport und insbesondere beim Wandern auf unebenem Gelände in den Bergen Kretas, wo ein Beinbruch schon mal ins Auge gehen könnte, weil halt außer Schafen und Ziegen tagelang keiner vorbeikäme (ich weiß, man soll nie allein...). Bisher alles problemlos. Zugegeben, die Sportbrille verzerrt etwas mehr, weil sie mehr um das Auge herum gebogen ist als die Bürobrille, aber daran habe ich mich gewöhnt und die Umstellung dauert jetzt nur noch ein paar Sekunden.

    Gleitsichtbrille braucht Gewöhnung (mehr Kopfbewegungen, insbesondere nach unten, grade beim Treppensteigen) - aber daß der Nacken schmerzt?

    Das "nicht nur unscharf, sondern auch verzerrt / verflacht" beim Sehen geradeaus (Autofahrt) paßt auch irgendwie nicht. Die Fehleinschätzung von Rinnen und Schlaglöchern gibt zu denken.

    Stimmt die Untersuchung der Augen? (ich gehe mal davon aus)
    Ist der Pupillenabstand richtig in die Brille übertragen worden? (gehe ich auch von aus)
    Ist die Brille groß genug, um den unteren Teil des Sehfelds abzudecken? (s. Kommentar von Bambus!)
    Wie breit ist die Gleitsichtzone der Gläser? Da gibt es wohl drei Varianten, von sehr schmal bis dreimal so breit. Aber genaueres weiß ich leider nicht.
    Wie "gut" sind die Gläser? Habe grade sündhaft teure von Nikon verbaut (vorher Zeiss; gleichwertig), die klarer/kontrastreicher als alles andere sind, was ich jemals vor Augen hatte.

    Ja, die Vorderkanten können schon mal tanzen (s. Kommentar Enja) aber damit komme ich wegen Schuhgröße und gesetztem Tempo (kein Trailrunning!) schon zurecht.

    Ich schließe mich Bambus (wieviel Gesichtsfeld nach unten deckt die Brille ab?) und Lodjur an: die Sachlage mit einem Optiker in Ruhe und im Detail angehen.

  9. Neu im Forum

    Dabei seit
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    AW: Wer von euch wandert mit Gleitsichtbrille und wie geht es euch damit?

    #9
    Ich konnte mich nicht daran gewöhnen. Mir wird permanent schlecht mit der Gleitsichtbrille. Ich hab also lieber zwei

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