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  1. Klettern nach der Geburt

    #1
    Mich würden aus aktuellem Anlass eure Erfahrungen interessieren
    Wie lange seid ihr vor der Geburt noch geklettert? Wann konntet ihr danach wieder anfangen und wie ging es euch damit?
    Wie lang hat es gedauert, bis ihr wieder auf dem Niveau von vorher klettern konntet?
    Und wie macht sich das Mitnehmen vom Baby oder Kleinkind am Fels?

  2. Alter Hase

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    AW: Klettern nach der Geburt

    #2
    Zitat Zitat von surferin Beitrag anzeigen
    Und wie macht sich das Mitnehmen vom Baby oder Kleinkind am Fels?
    puuh, schon länger her, und für die ersten fragen bin ich eh nicht der geeignete ansprechpartner... also generell bin ich zu der zeit schon noch öfter zum klettern gekommen, als später, wenn sie eigene termine haben oder sich schon beschweren können, dass sie nicht schon wieder zum klettern wollen, weil sie ja letztes jahr schon mal waren.

    ein paar sachen sollten gegeben sein, aber das wird eh klar sein: ungefährlicher einsteigsbereich (steinschlag, absturz...). sobald sie krabbeln können, allespätestens bei laufanfängern ist ein zusamnenschluss mehrerer familien, wo immer einer ein auge auf die kleinen hat, keine ganz schlechte idee. bei den ganz kleinen kann es auch wunder wirken, den maxi cosi mit einer schlinge an einen ast zu hängen und ein bisschen zus schaukeln, schon hast du ruhe für ein paar touren.
    anosnten ist in vielen kletterführern ja mittlerweile ein hinweis enthalten, iei kinderfreunlich die gebiete sind. keine ahnung wo du wohnst, aber einige gebietsempfehlungen für längere aufenthalte:

    ötztal, oberried und engelwand: ebene wiese bis zum wandfuss
    arco ist nach meiner erinnerung oft ein bisschen kritisch, irgend ein mäuerchen, von dem man runterfallen kann, findet sich immer.
    san vito lo capo: super zum "schichtklettern" mit mehreren familien
    cala gonone gibt es auch sehr kinderfreundliche felsen
    fränkische natürlich auch

    viel spass

  3. AW: Klettern nach der Geburt

    #3
    Meine Erfahrung (zwei Kinder):
    In der Schwangerschaft bin ich nicht lange geklettert. Ich fand es einfach unangenehm mit dem Gurt. Auch schwimmen fand ich unangenehm, aber beim skifahren und velofahren hatte ich keine Probleme.

    Nach der Geburt weiss ich nicht mehr genau. Aber da kann ich ganz sicher sagen: Wenn man sich auf sein Gefühl verlässt, dann passt es schon.

    Meine Meinung: Man merkt gut, was geht und was noch unsinnig ist. Allerdings sollte man wirklich auf seinen Körper achten und nicht sich selbst und seiner Umgebung beweisen wollen, dass "alles noch geht wie vorher" (solche Mütter gab es in meinem Umfeld und das fand ich äusserst nervig... ).
    Es ist super wichtig, dem Körper nach der Geburt Zeit zu geben, sich zu erholen. Deshalb kann das locker monatelang dauern mit "es geht so gut wie vorher". Zuviel Ehrzeig diesbezüglich ist mittelfristig schlecht, dh gewisse Dinge erholen sich eventuell nie ganz!
    Man kann vom ersten Tag an Rückbildungsgymnastik machen, aber anfangs sehr gemässigt und nur ganz genau das, was sinnvoll ist. Hier lohnt es sich, sich gut zu belesen und sich selber um ein gutes, passendes, schonendes Trainingsprogramm zu kümmern. 1x/Woche Rückbildungsgymnastik ist aus meiner Sicht viel zu wenig! Das heisst nicht "viel hilft viel" und auch nicht "so schnell wie möglich mehr", aber "immer etwas machen" halte ich für sehr sinnvoll.

    Nützlich fand ich, nach der Geburt Sport, die ich sonst nicht mache. Da bin ich ganz automatisch nicht davon ausgegangen, dass es ist "wie vorher". So bin ich nach der Phase Rückbildungsgymastik z.B. ins Fitnessstudio (mit Kinderbetreuung!) gegangen und habe meine Dysbalancen ausgeglichen.

    Klettern mit Baby:
    Ich würde unbedingt empfehlen, sich mit einer anderen Familie/Elternteil zusammenzutun. Aus meiner Sicht sollte immer eine erwachsene Person komplett für die Kinder da sein. Die anderen können klettern (abwechseln). Klettert man zu zweit, konzentriert man sich teils dann doch teils auf das Baby. Richtig klettern kann man nur, wenn das Kind schläft, finde ich. Zusammen mit anderer Familie ist es problemlos.
    Direkt unter der Felswand haben Babies aus meiner Sicht nichts verloren, das ist viel zu gefährlich. Kinder sollten sich mindestens einige Meter abseits aufhalten.

    Ansonsten finde ich Kletterferien (Klettergarten) eine ideale Ferienform mit Babies/Kleinkindern, aber eben halt zusammen mit einer anderen Familie.

  4. Freak Moderator
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    AW: Klettern nach der Geburt

    #4
    Zitat Zitat von opa Beitrag anzeigen
    ötztal, oberried und engelwand: ebene wiese bis zum wandfuss
    Weil dies Gemäuer in diesem Zusammenhang ja so oft genannt wird: IMHO ist die Engelswand ja sagenhaft hoch (500...1000m Steilgelände) und man klettert zwar nur auf den untersten paar zehn Metern aber als steinschlagsicher empfinde ich das nicht. Ok da liegt nicht wiel herum auf der Wiese, aber ein ungutes Gefühl bleibt, weil ein Stein aus großer Abwurfhöhe eben auch weit entfernt vom Wandfuss einschlagen kann.
    Oberried ist auch sau-gefährlich, allerdings mehr wegen der Murmel Rindviecher

    Bekannte waren jetzt 2x mit in der Südeifel dabei, mit Kleinstkind. Vom Beaufsichtigen war das sicherlich die entspannteste Zeit, weil die Kleine ja noch nicht abhauen kann
    An einem anderen, offenbar bei Familien beliebteren Sektor irrten eine ganze Reihe von kleinen und kleinsten Waldarbeitern durchs Gebüsch, sammelten Harzflecken, Splitter und Zecken... also ein Erwachsener sollte schon immer sich die Zeit nehmen IMHO.

    --

    Was die eigene Performance angeht, würde ich mich von dem Leistungsgedanken einfach mal für ein Jahr oder so verabschieden. Nicht, weil da nichts mehr ginge, sondern a) weil's gerade wirklich Wichtigeres gibt als die Tickliste und b) weil Klettern ja auch ohne Rotpunkt-9c Spaß machen kann! (Ansonsten war die Mutter bereits wieder ganz gut im Geschäft...)[Wenn das unser deralpinkletterer liest...]
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  5. Moderator
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    AW: Klettern nach der Geburt

    #5
    Zitat Zitat von rumpelstil Beitrag anzeigen
    Man kann vom ersten Tag an Rückbildungsgymnastik machen, aber anfangs sehr gemässigt und nur ganz genau das, was sinnvoll ist.
    Ich glaube die übliche Empfehlung ist, Sport frühestens 4 Wochen nach Entbindung und nur nach der Absprache mit Arzt (Stichwort Rektusdiastase).
    In der Kletterhalle kannst Du vielleicht schon 3,4 Monate nach Geburt was machen, wenn Zeit und Energie vorhanden (ohne Baby, versteht sich).
    "Niemand hört den Ruf des Meeres oder der Berge, nur derjenige, der dem Meer oder den Bergen wesensverwandt ist" (O. Chambers)

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    AW: Klettern nach der Geburt

    #6
    Die erste Frage kann ich leider nicht selbst beantworten, meine Frau ist beim 1.Kind noch etwas länger geklettert, beim 3. eigentlich ab Beginn Schwangerschaft nicht mehr, andererseits kenne ich aus unserem Bekanntenkreis auch werdende Mütter die Hochschwanger auch noch im 8. Grad unterwegs waren (da komme ich auch ohne Kind im Bauch nicht rauf). So allgemeiner Tenor der Damen, nichts stark Überhängendes und nur Toprope, sobald der Gurt über die Hüfte rutscht ist Schluss. Aber wie rumpelstil schon schreibt, du musst dich wohl fühlen.
    Zweite Frage auch nur durch meine Frau, sie ist nach 9 Jahren seit der ersten Schwangerschaft (3 Kinder) inzwischen auf einem höheren Niveau wie vor den Kindern (letzte Geburt vor 3,5 Jahren, das gleiche Niveau hatte sie nach 2,5 Jahren), gibt aber auch ein paar Freundinnen die nach einem Jahr wieder gut dabei sind.
    Dritte Frage: besser mit einer weiteren Seilschaft oder zumindest einer einzelnen Person (3er Rad beim Klettern), jetzt wo der Jüngste 3 Jahre ist geht es wieder ganz gut auch als Familie alleine (die älteren Geschwister passen auch ein wenig auf), beim ersten Kind war für uns das Mindestalter eher 4-5Jahre.
    Gruaß
    Simon

  7. AW: Klettern nach der Geburt

    #7
    Zitat Zitat von Vegareve Beitrag anzeigen
    Ich glaube die übliche Empfehlung ist, Sport frühestens 4 Wochen nach Entbindung und nur nach der Absprache mit Arzt (Stichwort Rektusdiastase).
    Achtung: Allererste Rückbildungsgymastik ist nicht, was du unter "Sport" verstehst. Das sind ganz Bewegungsübungen die den Körper bei der Erholung und eben -Rückbildung - unterstützen. Damit kann man schon im Wochenbett anfangen!
    (Das ist völlig unumstritten und man kann es auf jeder banalen Schwangerschaftsinfoseite lesen)

    Wenn man sonst Sport treibt, kommt es einem erst etwas bescheuert vor, aber man merkt schnell
    1. dass es einem gut tut
    2. dass es ausreichend anstregend ist

    Wenn man Sport mag, ist es meiner Meinung nach nützlich, sich vor der Geburt eine Hebamme zu suchen, die Sport auch mag und einem gut begleiten kann.

  8. AW: Klettern nach der Geburt

    #8
    Danke für die Infos!

    Opa, Flachland, ich wohne und klettere in der Schweiz. In den Kletterführern ist die Kindertauglichkeit extra beschrieben, gilt aber eher für grössere Kinder im Sinne von "Spielen möglich", "Kinder können was vorsteigen" und so.
    Mit anderen Eltern zusammentun ist wohl echt das einzige, was beim Klettern Sinn macht. Beim Bouldern mag es ja zu zweit noch gehen.
    Ich hab letztes Jahr ein Pärchen mit 2 Kindern im Klettergarten angetroffen, die haben allen Ernstes vom älteren Kind (ich glaub der war vielleicht knapp Schulalter?) erwartet, dass er aufs Baby aufpasst. Das hatten sie angegurtet und auf eine Decke gesetzt, aber da ist es halt auch immer rumgepurzelt und es war einfach für alle super stressig. Ich glaub, keiner von den Vieren hatte einen erholsamen Tag
    Baby aufhängen werde ich aber probieren. Ich hab sowieso so ne Federwiege für daheim, es wäre das dann also gewöhnt

    rumpelstil und vega - ich hab gelesen, dass sportliche Frauen manchmal zu früh wieder anfangen, vielleicht teils aus Ungeduld, vielleicht aber auch, weil sich das Körpergefühl eben doch nicht so genau eingestellt hat. Ich möchte mir da nichts kaputt machen... Ich hab das auch so im Kopf: nach 4-6 Wochen fängt die Rückbildungsgymnastik an, die sollte man mindestens (?) so 6-10 Wochen machen und dann kann man wieder seinen normalen Sport probieren. Vorausgesetzt natürlich, dass alles gut verlaufen ist bei der Geburt. Sonst halt länger. Manche schreiben aber online, dass sie nach 4 Wochen oder sogar noch schneller wieder in der Wand waren

    Nicht dass das unbedingt mein Ziel ist! Vor allem mit dem Gedanken im Hinterkopf, dass man sich echt auch was damit kaputtmachen kann (Beckenboden, Rektusdiastase...)

  9. Alter Hase

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    AW: Klettern nach der Geburt

    #9
    Kommt drauf an. Wie Schwangerschaft und Geburt verlaufen sind. Ich habe drei Kinder. Bei der ersten Schwangerschaft gab es sofort ein umfassendes Sportverbot von der Gynäkologin. Klar, will man das Beste für das Kind. Also habe ich mich streng dran gehalten. Bei der zweiten Schwangerschaft stellte ich fest, dass alles verboten wurde, was mit Sport und Freizeit zu tun hat. Alles, was unter Arbeit fällt, war erlaubt. Ich sollte also keinesfalls mein Pferd reiten. Aber ihm zweimal am Tag eine Kanne mit 20 Litern Wasser bringen, war in Ordnung. Stall ausmisten auch. Generell galt für die Arbeit "Schwangerschaft ist keine Krankheit". Da wir einen Familienbetrieb haben, hieß das, Arbeiten bis die Wehen einsetzten. Ein paar Tage im Krankenhaus chillen und dann sofort wieder an die Arbeit.

    Bei der dritten Schwangerschaft habe ich also alles gemacht, was sich gut anfühlte. Und das Gegenteil vermieden. Komplikationslos waren alle drei Schwangerschaften.

    Rückbildungsgymnastik hatte ich nur im Krankenhaus. Danach war keine Zeit mehr. Je mehr Kinder zu Hause schon warten (neben der Arbeit), desto weniger Spielraum.

    Die Schwangerschaft verändert den Schwerpunkt. Bei mir auch jeweils das Gleichgewicht. Und die Schwindelfreiheit verringerte sich. Ist aber wahrscheinlich bei jedem anders.

  10. Moderator
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    AW: Klettern nach der Geburt

    #10
    Zitat Zitat von surferin Beitrag anzeigen

    Nicht dass das unbedingt mein Ziel ist! Vor allem mit dem Gedanken im Hinterkopf, dass man sich echt auch was damit kaputtmachen kann (Beckenboden, Rektusdiastase...)
    Du wirst, vor allem, am Anfang keine Körperspannung mehr haben (ich spreche aber nicht aus eigenen Erfahrung). Das muss man langsam wieder aufbauen, dann kann man die gewohnte Sportarten treiben.

    Alles Gute für die Geburt!
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  11. AW: Klettern nach der Geburt

    #11
    Enja, meine Frauenärztin ist auch so übervorsichtig. Die hätte mir ab Tag 1 schon das Klettern verboten. Aber eh klar, wenn zuhause zu tun ist oder auch andere Kinder betreut werden müssen, kann man sich halt auch nicht immer so schonen, wie man es vielleicht gern hätte.
    Arbeiten bis die Wehen kommen ist hier in der Schweiz eh Gesetz (ausser natürlich man lässt sich kranschreiben, was viele machen müssen). Aber ich arbeite zum Glück nicht körperlich.
    Schwerpunktverlagerung merke ich soweit nur an Rückenschmerzen, beim Klettern stört es mich nicht. Obwohl mein Mann letztens meinte, früher hätte ich beim Klettern ja mal elegant ausgesehen
    Das mit dem Gleichgewicht ändert sich glaub ich so langsam, dass ich mich bisher drauf einstellen kann.

    Vegareve, danke! Das mit der Körperspannung stimmt definitiv, das merke ich jetzt schon

  12. Moderator
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    AW: Klettern nach der Geburt

    #12
    Zitat Zitat von surferin Beitrag anzeigen
    Enja, meine Frauenärztin ist auch so übervorsichtig. Die hätte mir ab Tag 1 schon das Klettern verboten.
    Das ist Quatsch, Skifahren ist verboten, aber klettern in Toprope soll noch lange gut gehen, wie einige Threads hier auch zeigen. Aber je nach Alter der Frau, verbieten sie einem am liebsten alles .
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  13. Fuchs
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    AW: Klettern nach der Geburt

    #13
    Es werden auch die Gelenke "weicher" d.h. es steigt die Gefahr mit dem Fuß bös umzuknicken, das sollte man auch im Hinterkopf behalten fürs Klettern.
    .\\.()()
    ..O(///)-....................................
    ....^^^

  14. AW: Klettern nach der Geburt

    #14
    "wie, du kletterst in der Schwangerschaft?!!!" hab ich nur von Leuten gehört, die selber nicht klettern. Ich glaub, die denken, wir machen da so Reinhold Messner oder Alex Honnold oder sowas... *was, wenn du von 10 m runterfällst?!!" ja, das würde ich auch unschwanger zu vermeiden versuchen!

  15. AW: Klettern nach der Geburt

    #15
    Zitat Zitat von Mus Beitrag anzeigen
    Es werden auch die Gelenke "weicher" d.h. es steigt die Gefahr mit dem Fuß bös umzuknicken, das sollte man auch im Hinterkopf behalten fürs Klettern.
    Ich wüsste jetzt nicht, wie ich beim (toprope) Klettern umknicken sollte, ausser auf dem Zustieg vielleicht? Joggen wär ja auch erlaubt, Schwimmen wird sogar empfohlen, trotz der Ausrutschgefahr im Schwimmbad (ist jetzt nicht ganz ernst gemeint, gell)

    Eher noch würde ich in dem Zusammenhang mehr aufs Schultergelenk achten.

  16. Alter Hase

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    AW: Klettern nach der Geburt

    #16
    Zitat Zitat von Flachlandtiroler Beitrag anzeigen
    Weil dies Gemäuer in diesem Zusammenhang ja so oft genannt wird: IMHO ist die Engelswand ja sagenhaft hoch (500...1000m Steilgelände) und man klettert zwar nur auf den untersten paar zehn Metern aber als steinschlagsicher empfinde ich das nicht. Ok da liegt nicht wiel herum auf der Wiese, aber ein ungutes Gefühl bleibt, weil ein Stein aus großer Abwurfhöhe eben auch weit entfernt vom Wandfuss einschlagen kann.
    Oberried ist auch sau-gefährlich, allerdings mehr wegen der Murmel Rindviecher
    jup, da gebe ich dir recht. wie schon von FLT geschildert, wird die engelwand gern von familien frequentiert - sit ja auch toll da. wir waren auch schon öfter dort. die äußeren anzeichen sprechen aus meiner sicht auch nicht für eine gesteigerte steinschlagaktivität. nichtsdestotrotz lässt sich die reine wandhöhe als gefährdungspotential nicht wegdiskutieren. Deshalb bitte hinter diesen tipp ein fragezeichen machen .hochgradig gefährlich ist es aus meiner sicht eher nicht, muss aber letzendlich jeder mit sich selbst ausmachen.

    die murmel leben j azum glück eine etage höher, sonst könnte man ja sämliche inneralpinen klettergärten streichen. die rindviecher gibt es übrigens an der engelwand auch, wir haben die bei unseren letzten besuchen eher als bereicherung auch für die kinder wahrgenommen. ich weiß - dank diesem forum natürlich - auch erst seit kurzem, was für gefährliche, blutrünstige tiere das sind. damals war mir das noch nicht bewusst. würde mich von denen aber nicht abschrecken lassen, die haben alle ganze umgänglich gewirkt. aber auch das muss jeder selber wissen.
    drei erwachsene (oder mehr) mit ständiger aufsicht ist natürlich die luxusvariante. wir waren relativ früh auch schon wieder nur mit der familie im kletterurlaub und am klettern, ging auch, hängt aber sicher auch von den kindern ab.

  17. Alter Hase

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    AW: Klettern nach der Geburt

    #17
    Warum ist Skifahren verboten?

    Heftige Erschütterungen sind nicht das Wahre. Stürze nicht erwünscht. Bei manchem stört irgendwann der Bauch. Bei massiveren Anstrengungen bekam ich Kreislaufprobleme. Was sich durch Wasser in Reichweite lösen ließ.

    Ich ließ also damals die Reiterei, weil meine Gynäkologin meinte, da könne man vom Pferd fallen. Wobei damals der letzte Sturz sieben Jahre her war. Und ich auch nicht vorhatte, an der Olympiade oder einer Parforce-Jagd teilzunehmen. Stattdessen feuerte mich dann mein Pferd beim Hufeauskratzen einmal quer über den Hof, weil es wegen der Nicht-Reiterei viel zu wenig Bewegung hatte. Und es gab einen Auffahrunfall als wir an einer roten Ampel standen. Ziemlich heftig.

    Meine Meinung: Alles in Maßen. Und was man vorher schon lange betrieben hat, geht entsprechend auch während. Das kann man dann doch eigentlich auch einschätzen.

  18. AW: Klettern nach der Geburt

    #18
    Opa, das mit der hohen Wand/ Steine, die weiter fallen, hatte ich so nicht auf dem Schirm, guter Tipp. Aber ihr macht mir grad Angst vor Murmeltieren Naja, wozu hat man einen Hund.

    Enja, vom Skifahren wird immer abgeraten, nicht zuletzt deswegen, weil dir ja auch jemand anders reinfahren könnte. Ich kann's nicht gut einschätzen, ob ich es machen würde, weil ich selber Snowboard fahre. Das habe ich gelassen, weil es deutlich mehr Gleichgewicht braucht und ich doch öfter mal falle, als das damals auf Ski der Fall war. Ich hab mich mit dem Gedanken einfach nicht wohl gefühlt. Und nur blaue Pisten zu fahren ist mir zu langweilig, ich fahre lieber steil und schnell.

    Ich finde aber die Empfehlungen auch sehr fragwürdig. Wie du sagst - beim Autofahren sieht keiner ein Problem, auch beim Langlauf nicht, und ich hab mich dabei auch schon recht heftig hingesetzt bei Abfahrten. Letztendlich muss es jede selber wissen. Ich habe aber auch schon Fälle mitbekommen (im Bekanntenkreis und online), wo Schwangere von Stürzen Knochenbrüche oder Gehirnerschütterungen davongetragen haben. Den Kindern ging es in den allermeisten Fällen gut. Eine Fehlgeburt hatten wirklich nur die allerwenigsten.
    Das mit den Erschütterungen versteh ich auch nicht ganz, was ist denn dann beim Joggen? Das ist ja allgemein anerkannt als ok und da wird doch alles ganz schön durchgeschüttelt?

  19. Moderator
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    Avatar von Vegareve
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    AW: Klettern nach der Geburt

    #19
    OT: Sturzgefährdete Sportarten sind eben riskant. Es gibt zwar Frauen, die noch monatelang auf Tour gehen, aber man muss echt wissen, was man tut (und ob man schwanger eine Lawinenrettung durchführen kann und mag). Die Piste kommt klar nicht in Frage, weil die Unfallgefahr da deutlich grösser ist. Reiten ab dem zweiten Trimester ist auch weniger gut, Plazentariss etc. Inwiefern man sich an allem hält, ist eine individuelle Entscheidung. Mit den Konsequenzen muss man auch selber leben.
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  20. Dauerbesucher
    Avatar von Simon
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    AW: Klettern nach der Geburt

    #20
    Zitat Zitat von surferin Beitrag anzeigen
    Opa, Flachland, ich wohne und klettere in der Schweiz. In den Kletterführern ist die Kindertauglichkeit extra beschrieben, gilt aber eher für grössere Kinder im Sinne von "Spielen möglich", "Kinder können was vorsteigen" und so.
    Wir geben auf die in den Führern erwähnte Kindertauglichkeit nicht mehr viel, dies bedeutet meistens fade Routen und viele Menschen. Ich versuche herauszufinden ob das Gelände halbwegs absturzsicher ist. Wenn eine 6a Route da ist können die Kids ein wenig probieren, wenn sie nur halb hinauf kommen ist auch okay. Unsere Jungs lieben Waldgelände, Engelswand und Oberried taugt ihnen nicht so (fade Wiese) Rammelstein finden sie toll (Wald zum erforschen, Baumhütten bauen,...), jetzt im Frühjahr war Nassereith okay, Steinschlag ist dort aber wirklich ein Thema (Helm) und die Kinder müssen auch in steileren Schuttreisen sicher unterwegs sein.

    Von Frauenärzten erzählen meine Bekannten auch unterschiedliche Geschichten, die einen verbieten am liebsten alles, andere meinen Schwangerschaft ist keine Krankheit und solange die werdende Mutter sich gut fühlt alles im Grünen Bereich, sogar kleinere Stürze (zumindest im mittleren Drittel).
    Gruaß
    Simon

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