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  1. Erfahren

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    AW: [MA,MRT,SEN] - Durch die Sahara nach Westafrika

    #41
    Mitreisende: Intihuitana
    Intihuitana,
    herzlichen Dank für diesen außergewöhnlichen Bericht
    "We will either find a way, or make one"
    Meine Fotos

  2. AW: [MA,MRT,SEN] - Durch die Sahara nach Westafrika

    #42
    Wow, unglaublich tolle Tour, die Ihr da gemacht habt. Danke fürs mitnehmen.
    So möchtig ist die krankhafte Neigung des Menschen, unbekümmert um das widersprechende Zeugnis wohlbegründeter Thatsachen oder allgemein anerkannter Naturgesetze, ungesehene Räume mit Wundergestalten zu füllen.
    A. v. Humboldt.

  3. Gerne im Forum

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    AW: [MA,MRT,SEN] - Durch die Sahara nach Westafrika

    #43
    Ein un-glaub-lich wunderbarer Bericht!
    VIELEN DANK!
    Ich habe ihn mit Begeisterung und Bewunderung verfolgt.
    Eine Frage: Womit habt iht fotografiert? Sandfeste Kamera?
    Und: War nicht irgendwann vom Senegal die Rede?
    Geht es weiter?

  4. Dauerbesucher
    Avatar von Intihuitana
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    AW: [MA,MRT,SEN] - Durch die Sahara nach Westafrika

    #44
    Zitat Zitat von MLO Beitrag anzeigen
    Ein un-glaub-lich wunderbarer Bericht!
    VIELEN DANK!
    Ich habe ihn mit Begeisterung und Bewunderung verfolgt.
    Eine Frage: Womit habt iht fotografiert? Sandfeste Kamera?
    Und: War nicht irgendwann vom Senegal die Rede?
    Geht es weiter?
    Danke für das Lob.

    Ich habe mit meiner unkaputtbaren Nikon D3000 fotografiert. Ich hatte sie in einem Gefrierbeutel in der Kameratasche. Die Automatik ist nun nach mehreren Wüstenreisen etwas chrispy, aber insgesamt ist die Kamera erstaunlich robust.

    Fabian hatte irgendeine Edelkompakte von Sony, die die Reise auch ohne Probleme überstanden hat.

    Dazu noch unsere Handys, welche vor allem bei städtischen Situationen oft eingesetzt wurden.

    Und ja der Bericht geht mit dem Senegal weiter, da müsst ihr euch aber etwas gedulden.

  5. Alter Hase
    Avatar von Der Foerster
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    AW: [MA,MRT,SEN] - Durch die Sahara nach Westafrika

    #45
    Ein sehr schöner Bericht- vielen Dank!

    Konntet ihr euch in den Städten immer frei bewegen bzw. ist Kriminalität dort wo ihr wart ein kritisches Thema?
    Ich mag verdammen, was Du sagst, aber ich werde mein Leben dafür einsetzen, dass Du es sagen darfst. Voltaire.

  6. Dauerbesucher
    Avatar von Intihuitana
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    AW: [MA,MRT,SEN] - Durch die Sahara nach Westafrika

    #46
    Zitat Zitat von Der Foerster Beitrag anzeigen
    Ein sehr schöner Bericht- vielen Dank!

    Konntet ihr euch in den Städten immer frei bewegen bzw. ist Kriminalität dort wo ihr wart ein kritisches Thema?
    Ich hab mich selten sicherer in einem Land gefühlt als in Mauretanien. Die Leute waren fast durchweg freundlich und korrekt. Selbst bei kleinsten Summen bestanden die Leute darauf, uns das Rückgeld korrekt auszuzahlen, wenn wir meinten, das passt schon so.
    Durch den strengen Islam ist auch der Diebstahl sehr verpönt und geächtet, und Reisende stehen traditionell immer unter besonderem Schutz.

    Senegal ist ein bischen anders. Mehr Richtung Marokko. Viele sehen weisse Menschen und wollen dein bester Freund sein um irgendwie von dir abzukassieren.
    Aber auch da ist Diebstahl kein Kavalliersdelikt.

    Also in allen Ländern haben wir uns mehr oder weniger frei in den Städten bewegt.
    Das solche Sachen wie Nachts alleine durchs Elendsviertel zu laufen nicht das gescheiteste ist, sollte ja wohl irgendwie klar sein.

  7. Dauerbesucher
    Avatar von Feurio
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    AW: [MA,MRT,SEN] - Durch die Sahara nach Westafrika

    #47
    Herzlichen Dank für diesen großartigen Bericht! Ein schönes Abenteuer, und das auch noch spannend und mit Tiefe nacherzählt. Ich verfolge die Geschichte schon seit dem ersten Teaser und freue mich auf die Fortsetzung!

  8. Gerne im Forum

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    AW: [MA,MRT,SEN] - Durch die Sahara nach Westafrika

    #48
    Zitat Zitat von Intihuitana Beitrag anzeigen

    Und ja der Bericht geht mit dem Senegal weiter, da müsst ihr euch aber etwas gedulden.
    Ok.

    io aspetto.

  9. Dauerbesucher
    Avatar von Intihuitana
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    AW: [MA,MRT,SEN] - Durch die Sahara nach Westafrika

    #49
    Auf dem Weg nach Senegal

    Nun. Nach einer etwas längeren Pause geht es hier nun weiter.

    Wir hatten also die Wüste hinter uns gebracht.
    So richtig wollte ich eigentlich nicht wieder in die Zivilisation eintauchen, war ich doch gerade wieder so richtig an die Wüste gewöhnt.
    Aber der Gedanke an ein gänzlich neues Land, eine völlig andere Landschaft und andere Leute, ließ mich dennoch neugierig bleiben was wohl kommen mag.

    Als erstes mussten wir aber den langen Weg von Tidjikja in die Hauptstadt Nouakchott hinter uns bringen.
    Im Morgengrauen verabschieten wir uns von unserem Freund Hadrami und machten uns zu Fuß auf den Weg zur Busstation.

    Hier musste erstmal die Fracht verladen werden.



    Die Fahrt war lang und unbequem, in einem hoffnungslos vollgestopften Minibus welcher sich immer mehr aufheizte, da man durch den Sandsturm die Fenster nicht aufmachen konnte.

    Etwas Abwechslung brachte dann die Situation als sich unser Bus auf eine Düne festgesetzt hatte, welche die Straße blockierte.
    Es hieß dann also erstmal aussteigen und Buddeln und anschieben.
    Nach uns fuhr sich direkt der nächste Wagen fest und wir halfen auch dort noch mit. Die Düne steht dort nicht erst seit gestern aber vermutlich ist es zu viel verlangt, zu erwarten dass dort mal ein Räumkommando vorbei kommt.



    Spät Abends kamen wir in Nouakchott an. Wo wir unterkommen sollten wussten wir noch nicht aber irgendetwas wird sich ja wohl finden lassen. Und so trafen wir nach einem kleinen Schwätzchen auch jemanden der uns in die Innenstadt mit seinem Auto mitnahm und uns half eine Unterkunft zu finden.
    Wir waren gewissermaßen im Regierungsviertel von Nouakchott, aber nur wenig deutete darauf hin. Staubige Straßen und halb fertig gebaute Gebäude bestimmten das Straßenbild, abgesehen von einigen pompösen Villen der besser gestellten.


    In der Hauptstadt

    In einem kleinen Hostel richteten wir uns ein.
    Hier waren doch einige Backpacker aber auch Afrikaner auf dem Weg nach Norden unterwegs. Mit einem Typen aus Burkina Faso freundeten wir uns an, er selbst war auf Backpackingtour durch Westafrika und optional Europa, was aber eher unwahrscheinlich ist, weil man als Afrikaner legal ja kaum nach Europa kommt.
    Jedenfalls konnte er uns mit vielen Informationen zu unserer weiteren Reiseroute helfen.

    Hier hatten wir auch zum ersten mal seit wir in Chinguetti gestartet sind, wieder Internet und es gab prompt schlechte Nachrichten. Meine Freundin war in der Zeit in der Wüste mit einem anderen durchgebrannt.
    Dieses absolute Stimmungs und Motivationstief musste ich mir irgendwie wegtrinken. Das große Problem, es gab offiziell keinen Alkohol in Mauretanien.
    Zum Glück konnte unser Kontakt uns auch da helfen und vermittelte uns an einen, der einen kannte der uns was besorgen konnte.

    Hätte ich gewusst bei wem wir nachher unser Bier kaufen würden, hätt ichs vermutlich sein gelassen.
    Die Person stellte sich als senegalesischer Mafiaboss heraus, der uns mit seinem SUV in seine pompöse Villa brachte.
    Nur stets langsam schreitend zeigte er in jeder Sekunde seine absolute Autorität und dass wir nur Würmer für ihn waren.
    Für ca. 8 Euro pro Dose Bier verkaufte er es uns zu Wucherpreisen und scheuchte uns dann aus seinem Haus...
    Hätte auch anders ausgehen können.

    Nach zwei Tagen war meine Stimmung deutlich gebessert und wir machten uns frohen Mutes auf nach Senegal.
    Mit einem anderne Mikrobus ging es nach Rosso an die Grenze.
    Vor Rosso wird in den 4x4 Foren immer gewarnt. Horrende Preise uns extreme Abzocke sind zu erwarten.
    Als Backpacker sollte es aber Möglich sein unbehelligt hindurchzukommen.

    Die Ausreiseformalitäten waren chaotisch da irgendwie keiner wusste bei wem wir vorsprechen sollen und etliche Leute versuchten uns ihre Dienste als Schlepper anzubieten.
    Wir blieben stur und liefen stumpf auf den Grenzposten zu. Letzlich wurden wir durchgewunken, ein Beamter schaute sich schnell unsere Pässe an und das war es auch schon. Wir waren auf der anderen Seite und konnten den Senegalfluss vor uns sehen.
    Was für ein Anblick. Die erste richtige Wasserfläche nach einem Monat. Wir wähnten uns schon bald im Paradies.

    Für eine lächerlich kleine Summe setzten wir mit der Pirogge auf die andere Seite über.


    Good bye Mauretanien

    Das wars dann also mit Mauretanien. Es ist aber nur eine Frage der Zeit bis ich wieder kommen werde und die Wüste dort bietet theoretisch für Jahrzehnte Möglichkeiten für Abenteuer.
    Jetzt hieß es aber erstmal nach Senegal einreisen.
    Ein Visum ist für Deutsche nicht mehr erforderlich und so waren wir flugs auf der senegalesischen Seite.

    Es muss schon viel passieren, dass man einen positiven Kulturschock hat wenn man nach Senegal einreist, aber nach dem völlig ruinierten Mauretanien wirkte der Senegal gefühlt schon wie ein Erstweltland.
    Man merkte direkt die Unterschiede. Ausser dass es jetzt nur noch Schwarze da waren, war auch die Stimmung eine andere. Es liefen auch unverhüllte Frauen herum, man hörte Musik und es war allgemein etwas lockerer.
    Ziemlich ermattet mussten wir erstmal eine Bleibe finden. Es drängte sich wieder ein neuer "bester" Freund auf der uns natürlich das beste "Hotel" der Stadt empfahl. Es gab eine Bar und Bier und es war günstig, also überlegten wir nicht lange.

    Erst nach und nach bemerkten wir das etwas nicht stimmte. Wir inspizierten das Zimmer genau. Rote Vorhänge, Räucherstäbchen und Kunstblumen.
    Wir waren hier in einem Puff gelandet.
    Bzw. war das Hotel auch gleichzeitig ein Freudenhaus...
    Mit voranschreitendem Abend wurde die Bar immer mehr von alkoholisierten Senegalesen und leichten Mädchen bevölkert.
    Ich war ja jetzt offiziell Single, aber mich hier zu vergnügen war mir dann doch nicht geheuer und die Auswahl war auch nicht ideal.
    Geheuer war uns die ganze Situation nicht und so zogen wir prompt aufs Dach um und schliefen einfach auf unseren Isomatten um am nächsten Morgen möglichst schnell das weite zu suchen.
    Der erste Tag im Senegal also.

    Einen richtigen fein ausgearbeiteten Plan hatten wir für den Senegal nicht so recht. Naja zumindest ich wusste dass ich ganz in den Südosten des Landes fahren wollte um dort Abenteuer in einem Nationalpark zu erleben und Tiere zu sehen.
    Da Fabian aber früher zurück musste war es klar dass wir uns trennen würden.
    Als nächstes Ziel arbeiteten wir St. Louis aus. Es ist eine der touristischsten Destinationen des Senegal und es gibt einen netten Campingplatz in der Nähe wo sich Afrikareisende aller Art treffen.


    Am Senegalfluss

    Im Senegal ist die schnellste Verbindung zwischen zwei Orten das sogenannte "sept place" (Sieben Plätze). Umgebaute Renaultkombis aus den 80ern damit 7 Leute reinpassen.




    Vertrauenerweckend

    Mit dieser Rostlaube sollten wir also nach St. Louis fahren. Da wir aber schon gehörig afrikanisiert waren störte uns das auch nur wenig. In shaa Allah würden wir in St. Louis ankommen.
    Einequetscht zwischen Big Mamas genossen wir also unsere Fahrt gen Süden.


    Ja das ist mein Knie

    Durch den extrem dichten Harmattanstaub war die Sichtweise teilweise derart beschränkt, dass man Schritttempo fahren musste.
    Die traurige Sahelsteppe wirkte auf uns, die wir aus der Wüste kamen, geradezu üppig.

    In St. Louis sollten wir einige Tage bleiben unter anderem auch um uns nach den extrem chaotischen letzten Tagen etwas zu erholen.
    Die Zebrabar wird von zwei Schweizern geführt und ist zu dem Treffepunkt für Afrikafahrer und dergleichen geworden.
    Sie ist sehr paradiesisch an einem Mündungsarm des Senegal gelegen und so konnten wir unsere Zeit mit schwimmen, angeln ud Kayak fahrne verbringen.

    Unter anderem sahen wir uns auch St. Louis, welches die alte Hauptstadt des Senegal und ehemaliges Verwaltungszentrum des französischen westafrikanischen Kolonialreiches war.


    Das senegalesische Venedig



    Wie man eine Pirogge mietet

    Nach einigen Tagen in St. Louis sollte unsere Reise weiter nach Kaolack gehen. Kaolack liegt direkt am salzigen Saloumfluss und beheimatet den größten Markt Westafrikas.
    Der eigentlich Grund der Reise war aber, dass Fabian eine fixe Idee entwickelt hatte, dass er sich dort eine Pirogge kaufen wollte und damit 10 Tage das Saloum Delta befahren wollte.
    Hier würden wir uns also trennen, denn ich würde weiter nach Südosten reisen.
    Witzigerweise habe ich noch in Mauretanien erfahren, dass ein weiterer Freund, mein Kumpel Mark aus Holland, mit dem ich schon auf Tour gewesen bin auch auf Reise im Senegal war.
    So beschlossen wir uns in Kaolack zu treffen und etwas gemeinsam zu unternehmen und den Südosten gemeinsam zu erkunden.

    Zuerst hieß es aber den Piroggendeal einzufädeln. Da Fabian kein Wort französisch spricht musste ich als Überetzer für ihn fungieren.
    Aber auch in Kaolack hatten wir Zeit uns etwas mit den Gegebenheit vertraut zu machen und den Markt zu erkunden.
    Er ist in der Tat riesig und ein chaotisches Gewirr vom feinsten.




    In den Straßen von Kaolack





    Wie das also so ist wenn man als Weißer durch so eine Stadt läuft, wird man schnell angesprochen. Ein älterer Mann names Sako, wollte uns durch die Stadt führen und zuerst nur ein Restaurant zeigen wo wir essen können.
    Aus dem Gespräch kam dann aber Fabians Plan mit der Pirogge heraus.
    Er war recht überrascht. Es kommen ohnehin nicht viele Weiße hierhin und noch nie hat jemand bisher eine Pirogge kaufen wollen.
    Dennoch konnte er uns helfen und kannte eventuell die richtigen Personen.
    Am nächsten Tag sollten wir uns also mit Fischern treffen um einen möglichen Kauf zu besprechen und in die Wege zu leiten.


    Auf dem Fischmarkt unterwegs zu den Fischern



    Angekommen am Fischerhafen waren bereits einige instruiert über die komische Weißen. Es wurde eine sehr lange Verhandlung und es kamen immer wieder neue Leute dazu. Letzlich ein großer Durcheinander. Ich war am um die Wette übersetzen und mein Kumpel Mark, welcher mitlerweile ebenfalls eingetroffen war, half auch mit einen Deal in die Wege zu leiten.

    Letzlich kristallisierte sich heraus, dass ein Boot kaufen viel zu teuer gewesen wäre. Es wurde also gewissermaßen gemietet und sollte am Ankunftsort dann wieder von einem Fischer abgeholt werden.


    Vertrag aufsetzen auf senegalesisch


    Testfahrt

    Praktisch alle Fischer waren sehr skeptisch und warnten Fabian vor diesem Vorhaben, aber er war der Meinung es zu schaffen.
    Ganz sicher war ich mir bei der Sache auch nicht, aber er war ja schon groß und im Notfall hatte er noch ein Inreach. Würde schon alles gut gehen.

    So hieß es dann also Abschied nehmen und unsere Reisen nahmen nun getrennte Läufe.
    Was Fabian erlebte, war auch recht interessant, vielleicht meldet er sich mal hier an und berichtet von seinen Erlebnissen.

    Für Mark und mich ging es nun weiter über Tambacounda in die weit entfernte Region Kedougou wo wir in die Wildnis des Niokolo Koba Nationalparks vorstoßen wollten.

  10. Erfahren

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    AW: [MA,MRT,SEN] - Durch die Sahara nach Westafrika

    #50
    Hochinteressant und spannend. Eine mir völlig unbekannte Welt.
    Danke fürs zeigen!

  11. Dauerbesucher
    Avatar von Intihuitana
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    AW: [MA,MRT,SEN] - Durch die Sahara nach Westafrika

    #51
    Unter Löwen

    Senegal kann man eigentlich nicht wirklich als Trekkingland bezeichnen. Zumindest nicht das klassische Trekking im westlichen Sinne.
    Das Land ist Flach wie ein Brett und seine höchsten Erhebungen sind gerade mal etwas über 400 m hoch.

    Es gab jedoch eine Region, die mein Interesse auf sich gezogen hatte. Ganz im Südosten des Landes, nahe dne Grenzen zu Mali und Guinea-Conakry, liegt einer der größten Nationaparks Westafrikas.
    Der Niokolo Koba Nationapark gilt als einer der letzten Rückzugsräume für ansonsten vom aussterben bedrohte Tierarten in Westafrika.
    Die Landschaft wird von einem riesigen noch intakten Savannen und Waldgebiet aus guineischem Trockenwald dominiert, an den Flussläufen herrschen immergrüne Galeriewälder vor.

    Da sich jeglicher Safaritourismus im nordwestlichen Teil des Parks abspielt, ist der von mir ins Auge gefasste Südostteil mehr oder weniger Menschenleer.
    Offiziell darf man den Park nicht ohne Führer und Safarifahrzeug betreten, aber ich hoffte so weit ab vom Schuss auf keine Probleme zu treffen.

    Die Idee war es dem Gambia-River nach Westen in die Wildnis zu folgen. Ich wollte mich möglichst am Südufer aufhalten, welches zwar ebenfalls Wildnis ist, aber nicht zum Nationalpark gehört und insofern es möglich ist auch den Fluss zu überqueren und auch dne Park zu Fuß zu erkunden und möglicherweise bis zum Mont Assirik zu kommen, wo es auch Schimpansen geben soll.

    Die Anfahrt sollte uns zwei Tage kosten, da wir einen Zwischenstopp in Tambacounda einlegen mussten.
    Je weiter wir nach Süden kamen, desto heißer wurde es.
    Wir knackten jetzt die 40 Grad Marke und es sollte nur noch heißer werden.


    Gnadenlos Überbeladenes 7 place auf dem Weg nach Süden


    Unser Ziel sollte ein kleines Dorf Namens Mako sein. Es ist direkt am Gambia River gelegen und von hier sollte unser Ausflug in die Wildnis stattfinden.

    Während einer Pause auf dem Wag nach Mako, hielten wir an einem winzigen Weiler. Hier lebten Warzenschweine völlig unbehelligt unter Menschen.


    Unter Warzenschweinen

    In Mako quartierten wir uns in einem kleinen Campingplatz ein. Auch hier gibt es einen bescheidenen Tourismus. Der Nationalpark und das nicht weit entfernte Land der Bassari ziehen immer wieder vor allem französische Touristen an.
    Auch die Weiterreisenden Afrikadurchquerer machen hier oft halt.
    Im großen ganzen machte der Campingplatz aber einen eher tristen Eindruck. Viel war hier nicht los und alles wirkte etwas Verfallen.

    Die Landschaft war jetzt eine richtige afrikanische Waldsavanne und ich freute mich ehrlich wieder Wälder zu sehen.
    Zwei Tage campierten wir in Mako um uns etwas zu aklimatisieren und uns an die neue Landschaft zu gewöhnen.
    An kleinen Tagestouren erkundeten wir die umliegende Landschaft, die schon viel neues zu bieten hatte.


    Im Süden Senegals dominieren Rundhütten


    Buschfeuer auf der anderen Seite des Flusses

    Wir waren hier gerade zum Höhepunkt der Trockenzeit und Buschbrände waren Häufig. Einige werden von Menschen gelegt, doch viele entstehen auch natürlich, wie wir im Nationalpark später sehen konnten.
    Das Problem der Buschbrände mussten wir auf unserem Abenteuer auf jeden Fall einkalkulieren. Die Waldbrände hier sind zwar natürlich und eher schnelle Lauffeuer als die verheerenden Katastrophen am Mittelmeer oder Kalifornien, weil nur die Krautschicht weggeflämmt wird.
    Dennoch will man nicht unbedingt in so eine Feuerwalze geraten


    Abendstimmung am Gambiariver

    Noch nie habe ich mich so geärgert, dass ich keine Kamera mit vernünftigem Zoom dabei hatte. Es schwirrte überall um uns herum. Unzählige tropische Vogelarten waren in den Bäumen beheimatet, aber viel zu weit entfernt um irgendetwas vernünftiges mit dem Standardobjektiv der Kamera da heraus zu holen.
    Auf der anderen Seite war so der Druck genommen unbedingt alles aufs Foto zu bannen und ich konzentrierte mich eher auf die Naturbeobachtung mit dem Fernglas.

    Einige Vertreter der Tierwelt waren allerdings groß genug,oder kamen nah genug heran dass man sie problemlos aufnehmen konnte.


    Das Dorfhippo

    Mein erstes Nilpferd in natura hat mich natürlich schwer beindruckt. Dieser alte Bulle lebt schon seit Jahren in der Nähe des Dorfes als Einzelgänger und jedes Kind kennt ihn es scheint zumindest mit diesem Tier keine Probleme zu geben, solange man ihm nicht zu nahe kommt.
    Die Anwesenheit des Hippos hielt uns auch nicht davon ab im Gambiariver zu schwimmen. Natürlich immer nur dort wo man das Nilpferd nicht störte.

    Ein anderes Problem sind Krokodile, aber hier nahe beim Dorf sollen sie nicht vorkommen, hatte man uns versichert. Erst viel weiter Flussabwärts.


    Grüne Meerkatze

    Diese diebischen kleinen Kerle kommen hier häufig vor und turnen vor allem in den Morgenstunden in den Bäumen herum.
    Man muss sein Essen stets verpackt halten, da sie sehr flinke Diebe sind.

    Nach zwei Tagen auf dem Campingplatz machten wir uns auf den Weg Flussabwärts den Gambiariver entlang.
    Zuerst sollte der Weg entlang einer Piste durch mehrere Dörfer gehen.
    Natürlich wurde man in jedem Dorf von Kindern belagert die einen anschrien mit den Worten: "Toubab, Toubab donne moi un cadeau" (Weißer Mann gib mir ein Geschenk).
    Die Erwachsenen hingegen sind angenehm zurückhaltend. Hier will keiner dein "bester Freund" sein und dir Mist verkaufen.


    Auf dem Weg in die Wildnis

    Die Temperaturen waren nun noch etwas angestiegen. Am letzten Tag in Mako zeigte das Thermometer auf dem Campingplatz 43 Grad an. Im Gegensatz zu der Wüste weht hier aber kein Wind und es ist auch etwas feuchter, was die Temperatur deutlich unanangenehmer macht.
    Es war also wichtig, dass wir in den Morgenstunden marschierten damit wir Strecke machten. Denn zur Mittagszeit musste man ruhen.


    Baumblüten am Wegesrand




    Baobab

    Der Baobab ist der DER Wappenbaum der Senegal. Zu jedem Dorf gehören auch einige riesige Affenbrotbäume.
    Von den Bäumen wir fast alles genutzt. Sowohl die Blätter, die Früchte, die ein sehr saures bauschaumartiges Fruchtfleisch haben, als auch die Samen, Rinde und der Baumsaft.

    Das Antlitz des Baumes vermittelt natürlich auch das Klischeeafrikabild welches wir von Afrika haben.


    Hier mal kein Affenbrotbaum sondern ein Kapok, welche sogar noch größer als Affenbrotbäume werden


    Mein Kumpel Mark an einem großen Kapok

    Nach dem wir zwei Dörfer passierten konnten wir per Anhalter in einem TukTuk noch ein Stück Piste gutmachen. Auf dem Wagen mit uns waren die Frauen zum Wäsche machen, welche an den Fluss gingen.

    An der letzten Kreuzung ließ uns der Tuktukfahrer heraus. Nun ging es in Richtung Fluss entlang in die Wildnis.


    Riesiger Termitenbau


    Seltsamer Pilz


    An den Ufern des Gambiaflusses

    Eigentlich der Plan weiterhin auf dem linken Flussufer zu bleiben, doch nach Studium des Satellitenbildes sollte am heutigen Tag noch eine Furt mit mehreren Inseln kommen, wo man den Fluss recht einfach überqueren könnte.
    Danach würde vermutlich keine so gute Stelle mehr kommen.
    Also entschieden wir uns den Flus hier zu überqueren.

    Allerdings war die Überquerung hier zwar einfacher, aber alles andere als einfach.
    Wir mussten uns auf mehreren Flussinseln durch dichteste Ufervegetation kämpfen. Gerne hätte ich hier eine Machete gehabt.
    Im Unterholz raschelte es plötzlich kräftig und einige Warzenschweine suchten das weite. Keine gute Sache, sind diese Tiere doch als recht Angriffslustig bekannt. Wir beschlossen also die gute alte Bären/Pumataktik anzuwenden und Krach zu machen.
    Nur wenige Minuten später scheuchten wir auch noch eine Buschratte auf




    Durch den dichten Galeriewald

    Es war wirklich sehr Schweißtreibend sich durch diesen Urwald zu kämpfen, mit den schweren Ruckäcken und bei weit über 40 Grad. Denn es war gefühlt noch wärmer geworden als zuletzt in Mako, wo das Thermometer noch 43 angezeigt hatte.
    Also es muss etwas zwischen 44-46 Grad gehabt haben.


    Ein Paradies für Krokos

    An der letzten Stelle kamen wir dann doch an ein recht breites Stück Flussbett, welches wir irgendwie durchqueren mussten.
    Auf der anderen Seite entdeckte ich einen Einbaum und hatte eine Idee.
    Zuerst suchte ich das Ufer gründlich mit dem Fernglas nach Krokos ab. Nachdem ich sicher war das da nix war, schwamm ich rüber und holte den Einbaum, der leider kein Ruder hatte um unser Gepäck einzuladen und es trocken auf die andere Seite zu bringen. Mark schwamm hinterher.


    Gepäcktransport mit dem Einbaum

    Es war nun dringend Zeit für eine Pause. Die Hitze war extrem und bloßes herumliegen trieb einem den Schweiß auf die Stirn. Zum Glück hatten wir den Fluss um uns zu kühlen.

    Der Fluss war auch unsere einzig Wasserquelle.
    Ansonsten benutze ich niemals Wasserfilter oder koche ab selbst in der Wüste und im Regenwald (aus kleinen Bächen) nicht. Ich habe einen überaus robusten Magen. Aber das hier war selbst für mich zu viel. Ein Fluss in dem Hippos, Krokos und allerlei lebendes und totes Getier bei ganzjährig über 25 Grad, schwimmen und oberhalb die die Dorffrauen ihre Wäsche waschen, das steckt man nicht mal eben so weg.
    Darum hatte ich einen Sawyer Mini und Mark einen Lifestraw dabei. Zusätzlich kochten wir das Wasser in Camps regelmäßig ab. Teetrinken war in den glutheißen Mittagspausen sowieso die einzige sinnvolle Beschäftigung.

    Weiter ging es nun durch den Wald immer parrallel zum Fluss, allerdings nicht direkt am Ufer, da die Ufervegetation derart dicht ist, dass ein Durchkommen sehr schwer ist.

    Von unserem Überquerungspunkt habe ich noch einen Hügel am anderen Ufer gesehen. Ich wollte diesen ansteuern um einen Blick auf die Landschaft zu werfen und möglichst bald ein Nachtlager zu finden.
    Das Nachtlager sollte recht nah am Fluss sein darum hatten wir heute noch einiges zu marschieren.
    Wir waren nun entgültig in der Wildnis des Niokolo Koba angekommen.


    Durch dichtes Bambusdickicht




    Aufstieg auf den Hügel. Mein erster Berg seit Wochen


    Blick zurück von wo wir kamen


    Blick vom Hügel nach Westen in die Wildnis

    Der Blick war in zweierlei Hinsicht Auschlussreich. Er zeigte den Verlauf des Flusses, als auch grüne Streifen im Wald an. An diesen Orten haben die Bäume noch Wasser und deuten auf Bachläufe hin. Diese mögen zwar schon längst ausgetrocknet sein, aber in ihnen kann man hervorragend laufen und man kommt deutlich besser voran als durch das Dornen und Bambusgestrüpp.


    Offener Savannenabschnitt


    Durchs Unterholz

    Ich bin zwar hier der "Wüstentyp", aber eigentlich liegen mir Wälder doch sehr viel näher. Ich habe meine ganze Jugend in Wäldern verbracht und meine ersten Touren immer in Waldgebieten durchgeführt.
    Die Landschaft kann ich duetlich besser verstehen als offene Landschaften oder Berge. Das was einen in der Jugend prägt bleibt halt oft erhalten bis ins hohe Alter. Das navigieren durch das dichte Gestrüpp ist für mich recht einfach.
    Mark war etwas besorgt ob wir den Weg wirklich finden würden, vertraute mir aber insoweit dass ich schon wusste was ich tat.
    Da mir Wälder auch so nahe liegen, ist mir eine solche Landschaft auch alles andere als Langweilig, auch wenn sie weit weniger fotogen ist, als die großen offenen Weiten und Berglandschaften.
    Es spielen dort plötzlich auch die anderen Sinne eine sehr viel größere Rolle.


    Endlich am Flusslauf

    Hier errichteten wir unser Camp für die Nacht.
    Wir waren alle beide echt geschafft. Der Marsch durch den Busch bei der Hitze war nicht zu unterschätzen
    Wir bewegten uns hier in einem Gebiet wo auch Löwen, Leoparden und Hyänen unterwegs sind. Also einem potenzell gefährlichen Gebiet. Die Löwen sollten sich jetzt in der Trockenzeit eigentlich im Westen aufhalten ab man kann ja nie wissen.

    Von zwei Dingen erhoffte ich mir Sicherheit. Das Verweilen im Zelt und das Feuer.
    Das Feuer ließen wir nahc Möglichkeit die ganze Nacht brennen.

    Als es schon dämmerte bemerkten wir plötzlich, während wir unser Camp aufbauten, dass da eine Gestalt am Hang stand und uns beobachtete. Eine dunkle schwarze Gestalt auf zwei Beinen. Ehe wir uns versahen fing die Kreatur das Brüllen an und suchte das weite.
    Alle beide haben wir einen Mordsschreck davon getragen. Es war aber letzlich nur ein Pavian, der uns gesehen hatte und nun seine Sippschaft warnte.

    Den nächsten Morgen begingen wir so früh wie möglich. Es war zuerst wichtig zu sehen, ob man sich hier einrichten konnte, oder ob wir das Camp verschieben müssen.

    Wir hatten wir eine schöne Stelle am Flusslauf mit felsigem Ufer. Erstens eine gute Stelle zum angeln, zweitens kein guter Platz für Hippos. Die mögen nämlich lieber schlammige Uferhänge wo sie ihre Körper an Land wuchten können.




    An unserem Ufer

    Wir hatten also eine gute Stelle gefunden. Es waren auch keine Hippospuren zu sehen. Es schien auch dass es hier keine Krokos geben würde, aber das bedurfte noch einiger Beobachtung der Ufer.
    Dies sollte also unser Basecamp sein. Ich hatte die Idee aufgegeben zum Assirik Berg zu kommen, bei diesen Temperaturen mussten wir uns nah am Fluss aufhalten.
    Zum Berg hätten wir ca. 30 km. one way durch den dichten Urwald gemusst.

    Wir legten also unser Bascamp an erkundeten in den nächsten Tagen die Umgebung und beobachteten Tiere.

    Derer gab es theoretisch ganz schön viele, aber leider nicht jetzt. Zumindest die Großfauna war zum größten Teil nach Westen zu den permanenten Wasserstellen gezogen, da nur dort noch Gras und Futter zu finden war.
    Was es in Hülle und Fülle gab waren Vögel am Wasser, Perlhühner, Paviane, Galagos und natrlich Krokos und Hippos

    Wir zogen also durch die Landschaft einfach des Erkunden wegens.


    Ausgetrockneter Bachlauf

    Solche ausgetrockneten Bachläufe sind die Autobahnen des Waldes. In ihnen kommt man deutlich schneller voran.


    Vogelnest


    Ein noch glühender Baum

    Hier stießen wir auf ein besonderes Kuriosum. Überall wo wir gingen sahen wir die Spuren von Buschbränden und einige Bäume waren auch angekokelt. Dieser Baum war aber vermutlich seit Tagen vor sich am hinschwelen. Wenn man mit dem Stock dagegen schlug, kam glühende Kohle zu Boden.




    Und immer mal wieder auch Savannenabschnitte


    Wilde Feigen

    Das Land war aber extrem trocken und ziemlich tot.
    endlich fanden wir aber auch Anzeichen von Tieren.


    Antilopenspuren



    Nur können diese Spuren auch schon Wochen alt sein. Zumindest gab es theoretisch überhaupt Antilopen in der Gegend. Von Löwen oder Leopardenspuren war hingegen nix zu finden.

    Paviane kamen immer wieder in die Nähe unseres Lagersu und veranstalteten einen Riesenlärm wenn sie auf uns trafen.

    Die Mittagspausen mussten wir uns immer mit Nichtstun und schwimmen vertreiben.
    Nachmittags ging es dann wieder bis Abends in den Busch und dann rasch ans sichere Feuer.




    Kleine Maus im Baum

    Eines frühen morgens stießen wir auf einer halb offenen Fläche endlich mal auf Tiere die wir ablichtne konnten. Zwei große Hornraben waren da vor uns. Nah genug dass ich sie fotografieren konnte.


    Nördlicher Hornrabe

    Sekunden später bemerkten sie uns und suchten das Weite.

    Ebenfalls erfolgreich konnte eine Begegnung mit einem Buschbock aufgezeichnet werden.


    Männlicher Buschbock

    Dies war allerdings die einzige Antilope, die wir in unserer Zeit hier in der Wildnis sahen.
    Mark konnte eines Abends als wir getrennt versuchten Paviane zu beobachten, sehr schöne Bilder einer Gruppe schießen. Die sollte er mir mal schicken übrigens.

    Eines Nachts waren recht viele Geräusche von ich denke mehr als einem Tier zu hören, welche das Laub zum rascheln brachten. Entweder waren es bloß Paviane, oder wie ich befürchte Hyänen.


    Auch am Flusslauf gingen wir entlang und erkundeten seine Ufer.


    Borassuspalme

    Diese Palmen sind hier häufig. Ihre großen Früchte können als Nahrung verwendet werden.

    Ich habe, da wir kein vernünftiges Teleobjektiv hatten, mir einen Trick erdacht um zumindest die behäbigeren der weit enfernten Tiere abzulichten. Wenn man das Fernglas direkt vor die Handykamera hält, erhält man eine ordentliche Vergößerung. Der Trick ist es alles so gerade und im richtigen Winkel zu halten, damit man auch etwas sehen kann. Es sind jedoch oft viele Fehlversuche nötig um etwas vernünftig abzulichten.

    Doch siehe da es hat geklappt.
    Weiter Flussabwärts konnten wir dann auch wieder ein einzelnes Nilpferd und zwei Krokodile am anderen Flussufer sehen.





    Ebenfalls fanden wir interessante Galeriewälder. Ein Paradies für Fische und Nilwarane,von denen wir hier mehrere ins Wasser springen sahen.








    Hier kommt ein Nilpferd aus dem Wasser


    Hippospuren


    Pferdeäpfel in XXL

    Das Essen wurde versucht mit Fisch aufzupäppeln doch es wollte partout nix beißen. Es lag auch am fehlenden Köder. Ich versuchte es zunächst mit einigen Bienen, was nicht so recht werden wollte.
    So baute ich mir also aus Müll den ich am Fluss fand und einem gebogenen Ast einen Kescher zum kleine Fische fangen.
    Die funktionierte sogar erstaunlich gut, so dass wir die kleinen Fische einfach direkt in Suppe taten.



    Zum Wasserfilter bleibt zu sagen, dass er ganz gut funktioniert hat. Ich bin jedenfalls nicht krank geworden, aber er ist viel zu klein um jeden bei großer Hitze, Wasser zu filtern, auch setzt er sich zu schnell zu.

    Nächstes mal würde ich jedenfalls den deutlich durchlaufstärkeren Sawyer Squeeze nehmen.
    Auch würde ich eher eine Angelrute mitnehmen.
    Das Handangeln kriege ich tatsächlich in europäischen mir bekannten Gewässern meist recht gut hin, aber bei exotischen Gwässer, deren Fischleben ich nicht gut kenne, klappt es oft nicht wirklich mit improvisierter Pose oder Grundblei.

    Ein Packraft wäre bei der Tour das Non Plus Ultra gewesen. Hätten wir mal welche gehabt.

    Nach fünf wunderbaren Tagen in der Wildnis hieß es jedenfalls wieder zurück kehren, da wir noch in die Casamance wollten...

    Mit dme Epilog geht es dann in ein paar Tagen weiter.

  12. Dauerbesucher
    Avatar von Sternenstaub
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    AW: [MA,MRT,SEN] - Durch die Sahara nach Westafrika

    #52
    freu mich schon darauf, wenn es hier weiter geht. Afrika wird ja recht wenig in Berichten beschrieben, ich mag es, wie du Menschen und Landschaften beschreibst.
    Two roads diverged in a wood, and I—
    I took the one less traveled by,
    And that has made all the difference (Robert Frost)

  13. AW: [MA,MRT,SEN] - Durch die Sahara nach Westafrika

    #53
    So möchtig ist die krankhafte Neigung des Menschen, unbekümmert um das widersprechende Zeugnis wohlbegründeter Thatsachen oder allgemein anerkannter Naturgesetze, ungesehene Räume mit Wundergestalten zu füllen.
    A. v. Humboldt.

  14. Erfahren
    Avatar von Voronwe
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    AW: [MA,MRT,SEN] - Durch die Sahara nach Westafrika

    #54
    Ja, endlich geht es weiter

    Interessanter Bericht aus einer Gegend von der man sonst wenig hört. Für mich wäre Wüste wohl nichts, aber ich erfreue mich an den Berichten anderer.

    Hab mal bei Google Maps nach der Grenzstadt Rosso gesucht und nebenbei herausgefunden, das es im Senegal Street View gibt. Da wollte ich mir also die Grenze anschauen, klicke rein, und was trägt der junge Herr auf dem ersten Bild?

    https://goo.gl/maps/bCFKNiarU41CSnh99

    Freu mich auf das weiterlesen

  15. Alter Hase
    Avatar von Der Foerster
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    AW: [MA,MRT,SEN] - Durch die Sahara nach Westafrika

    #55
    Viele Dank für den tollen Bericht
    Krasse Tour habt ihr da gemacht 👍
    Ich mag verdammen, was Du sagst, aber ich werde mein Leben dafür einsetzen, dass Du es sagen darfst. Voltaire.

  16. Erfahren

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    AW: [MA,MRT,SEN] - Durch die Sahara nach Westafrika

    #56
    Danke für den Bericht!
    Es ist immer zu früh, um aufzugeben.

  17. Gerne im Forum
    Avatar von Jonsonglobetrotter
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    AW: [MA,MRT,SEN] - Durch die Sahara nach Westafrika

    #57
    Toller Bericht. Super geschrieben.... Danke..

  18. Dauerbesucher
    Avatar von Intihuitana
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    AW: [MA,MRT,SEN] - Durch die Sahara nach Westafrika

    #58
    Zitat Zitat von Voronwe Beitrag anzeigen
    Ja, endlich geht es weiter

    Interessanter Bericht aus einer Gegend von der man sonst wenig hört. Für mich wäre Wüste wohl nichts, aber ich erfreue mich an den Berichten anderer.

    Hab mal bei Google Maps nach der Grenzstadt Rosso gesucht und nebenbei herausgefunden, das es im Senegal Street View gibt. Da wollte ich mir also die Grenze anschauen, klicke rein, und was trägt der junge Herr auf dem ersten Bild?

    https://goo.gl/maps/bCFKNiarU41CSnh99

    Freu mich auf das weiterlesen
    Na zum Ende hin wurds ja schon richtig Waldlastig

    Schön wenns gefällt.

  19. Gerne im Forum

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    AW: [MA,MRT,SEN] - Durch die Sahara nach Westafrika

    #59
    Ich lese immer noch begeistert mit und bin gespannt, wo es hingeht.

  20. Erfahren

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    AW: [MA,MRT,SEN] - Durch die Sahara nach Westafrika

    #60
    Phantastisch!!!

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