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  1. Dauerbesucher
    Avatar von Intihuitana
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    AW: [MA,MRT,SEN] - Durch die Sahara nach Westafrika

    #21
    Mitreisende: Intihuitana
    Zitat Zitat von Horst24 Beitrag anzeigen
    Spannendes Abenteuer und echt ne coole Zugfahrt. Dagegen ist der Erzzug, den wir zwischen Kiruna und Narvik gesehen haben ja echt mini. Warum seid ihr nicht im Passagierwaggon mitgefahren?
    Erstens weil es zu voll war und zweitens und viel wichtiger, weil es natürlich viel cooler ist in den Güterwagen zu fahren.

  2. Alter Hase

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    AW: [MA,MRT,SEN] - Durch die Sahara nach Westafrika

    #22
    Wie schön, dass Chinguetti sich in den letzten 40 Jahren zumindest optisch nicht verändert hat.....

    Vor etlicher Zeit habe ich dieses Buch gelesen:

    https://www.amazon.de/zweit-gegen-Sa.../dp/3492233317

    Da kaufen zwei Kamele und durchqueren die komplette Sahara in West-Ost-Richtung. Nouakchott - Chinguetti - und weiter bis an den Nil. Ziemlich abenteuerlich. Ich habe auch Bekannte, die das mit Autos gemacht haben. Das geht schneller. Ist aber auch nicht besonders einfach.

  3. Dauerbesucher
    Avatar von Pfiffie
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    AW: [MA,MRT,SEN] - Durch die Sahara nach Westafrika

    #23
    Der Müll in den Orten ist schon wahnsinn, das sieht hier keiner . Gerade bei dem Strandbild blieb mir der Atem stehen.
    "Freiheit bedeutet, dass man nicht alles so machen muss wie andere"

  4. Dauerbesucher
    Avatar von Intihuitana
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    AW: [MA,MRT,SEN] - Durch die Sahara nach Westafrika

    #24
    Zitat Zitat von Pfiffie Beitrag anzeigen
    Der Müll in den Orten ist schon wahnsinn, das sieht hier keiner . Gerade bei dem Strandbild blieb mir der Atem stehen.
    Ja der Plastikmüll ist vermutlich fast überall anzutreffen in Afrika wo Menschen sind.
    Die Leute haben halt ganz andere Sorgen und scheren sich noch nicht viel um den Müll auf der Straße.

  5. Moderator
    Alter Hase
    Avatar von ronaldo
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    AW: [MA,MRT,SEN] - Durch die Sahara nach Westafrika

    #25
    Stark.
    Mehr Pfeilspitzen bitte.

  6. Vorstand
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    Avatar von Torres
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    AW: [MA,MRT,SEN] - Durch die Sahara nach Westafrika

    #26
    Danke für die Einblicke in die Lebensbedingungen in diesen Ländern. Das ist wirklich sehr aufschlussreich. Und ein gut und spannend geschriebener Bericht, ich freue mich auf die weiteren Schilderungen. Schon allein der Zug ist der Hammer, da wäre ich ja gerne dabei gewesen. Wüste finde ich übrigens überhaupt nicht langweilig.
    "Oft habe ich die Welt durchwandert, und habe immer gesehen, wie das Grosse am Kleinlichen scheitert, und das Edle von dem ätzenden Gift des Alltäglichen zerfressen wird."... Hg. B. Tauchnitz: E. v. Arnim, The Princess Priscilla´s Fortnight, 1906, archive.org.

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    Avatar von Pielinen
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    AW: [MA,MRT,SEN] - Durch die Sahara nach Westafrika

    #27
    Spannende Reise, mal wirklich was ganz anderes. Vielen Dank.
    Wer nichts weiß muss alles glauben...

  8. Fuchs
    Avatar von blauloke
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    AW: [MA,MRT,SEN] - Durch die Sahara nach Westafrika

    #28
    Interessante Tour. Warte gespannt auf die Fortsetzung.
    Du kannst reisen so weit du willst, dich selber nimmst du immer mit.

  9. Dauerbesucher
    Avatar von Intihuitana
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    AW: [MA,MRT,SEN] - Durch die Sahara nach Westafrika

    #29
    Das Land aus Sand und Wind

    Im allerersten Morgengrauen entfachte Hadrami bereits ein Feuer, was auch für uns das Signal war aufzuwachen. Die zweite Nachthälfte war schon sehr kühl geworden und man saß gerne nah am Feuer und wärmte sich.
    Daraufhin gab es die obligatorischen drei Tee für jeden.
    Erst danach kommt man überhaupt erst auf die Idee den Tag zu beginnen. Was soll auch die ganze Hetze? Erst mal Tee trinken.
    Diese Morgenroutine sollten wir von nun an bis ans Ende der Tour ohne Ausnahme aufrechterhalten.
    Nach der Tour kam ich gar nicht mehr auf mein Leben klar ohne erstmal Tee zu trinken, so sehr hat mich das geprägt.

    Nach dem Tee hieß es erstmal packen und Kamele wieder einsammeln, welche Nachts mit zusammengebundenen Vorderbeinen in der Nähe grasten.


    Aufbruch

    Es dauerte einige Tage bis wir die richtigen Knoten raushatten um das Gepäck mit diesen Satteln richtig zu packen.


    Steiniger Boden


    Hier und da ein Pflänzchen

    Nach Südwesten hin wurden die Dünen immer kleiner und isolierter. Statt zusammenhängender Dünenkämme kommen nun einzelne Sicheldünen vor. Zwischen den Dünen kann man schnell und einfach auf dem harten Reg, also dem Kiespflaster laufen.


    Im Land der Sicheldünen






    Ein Levalloiskern

    Ein weiterer Zeuge der Vergangenheit. Noch deutlich älter als die Pfeilspitze. Dies ist ein Levalloiskern aus dem Abschläge gefertigt wurden aus dem Mittelpaläolothikum.

    Man braucht nicht weit zu gehen und man findet vieles.

    Klinge

    Gegen 10 Uhr kam der übliche heftige Ostwind auf. Heut auch mit einer Ladung Sand durch welchen die Fernsicht getrübt wurde. Perfekten klaren Himmel hatten wir praktisch gar nicht auf dieser Tour.

    Langsam näherten wir uns dem Adrar Bergland


    Was man hier halt Berge nennt



    Fabian und ich waren noch recht geschwätzig an den ersten Tagen und schwafelten über Gott und die Welt. Die sollte auf Tour STück für Stück abnehmen. Ich versuchte auch immer mit Hadrami kleine Gespräche zu führen, aber es konnte leider nie zu tief gehen und ich konnte mir auch nicht alle Geländenamen merken, die er mir sagte. Zum Glück kommen viele auf den Michelinkarten vor.

    Nach einer sandigen Mittagspause unter einer Akazie zogen wir durch ein ein relativ unspektakuläres Gebiet am Nachmittag weiter. Erst gegen den Abend tauchten wieder Dünen auf und verdichteten sich.


    Ein namenloser Berg im Hintergrund


    Islamisches Grab

    Nicht weit von diesem Berg errichteten wir das Nachtlager.


    Camp 2



    Es ist nicht unbedingt immer leicht eine Wüstenwanderung interessant scheinen zu lassen. Über viele Abschnitte passiert oft gar nichts. Die Landschaft ändert sich kaum und man läuft wie im Leerlauf.
    So ging es auch uns und wir wurden Stück für Stück schweigsamer. Ich liebe dieses stückweise abstumpfen und angleichen an die Landschaft, wobei ich sagen muss, dass es mir dieses mal schwerer gefallen ist als sonst, da ich nicht alleine war und sogar jemand da war mit dem ich deutsch sprechen konnte.
    Komplett alleine ist wiederum ein völlig anderes Lebensgefühl und ich muss auch dringend wieder mal eine Solotour in der Wüste machen.

    Die Morgendämmerung vollzieht sich soweit südlich schon sehr flott und es gibt keine große Morgen und Abendzeit.
    So zogen wir auch am nächsten Tag unsere Morgenroutine durch und gingen den immer größer werdenden Dünen entgegen.


    Sonnenaufgang






    Wo Sand auf Fels trifft, kommt immer was schönes raus


    Dieser Baum kann essbare Früchte tragen, aber man sollte sich hüten das Holz zu verbrennen, denn es macht einen scharfen Rauch


    Ein weiteres Gewächs mit sukkulentem Stamm, ähnlich dem Baobab aber mit giftiger Milch


    Der Blick nach Nordosten





    Auch hier kann man meist zwischen den Dünen gut herumgehen, aber an einigen Stellen muss man sie überqueren und den jeweils besten Übergang (arab. Gassi) zwischen Dünen suchen.
    Immer wenn wir längere Passagen im Sand gingen, sank unser Tempo verglichen mit Hadrami und den Kamelen.
    Wenn man sein ganzes Leben im Sand verbringt kann mans halt.


    Vermutlich präislamisches Grab




    Weitere Hügel tauchen auf



    "Berge" sind hier eigentlich eher teils riesige Hochplateaus. Erklimmt man sie ist man auf einer Brettebenen Fläche, die bis zum Horizont reichen kann.
    So zogen auch wir nun vom Tal hinauf auf eines dieser Plateaus. Die Landschaft änderte sich hier und wurde sehr viel felsiger.








    Mit teils interessanten Felsformationen


    Blick zurück auf das Tal aus dem wir kamen


    Nur für Ronaldo ;)




    Blick in die nächste Ebene

    Und wieder ging es von einem Hochplateau hinab in eine weitere Ebene.






    Manchmal muss man auch etwas Holz mitnehmen, wenn eine lange Durststrecke folgt


    Zwischenzeitlich sind auch wir mal mit den Kamelen unterwegs

    Und so führte uns unser Weg abermals auf ein Hochplateau, diesesmal mit feinem Kiespflaster bedeckt, wo wir die Nacht verbringen sollten.





    Der nächste Tag führte uns am Vormittag wie gestern durch eine gemischte Landschaft aus Hochplateaus und Tälern. War der vorige Tag Fabians Tiefpunkttag (der berüchtigte Tag 3), hatte es mich einen Tag später erwischt.
    Kraftlos schleppte ich mich durch die Landschaft, fühlte mich als wäre jeder Schritt ein Kampf. Es sollte auch der anstregenste Tag werden.






    Hadrami zog mal wieder an uns vorbei und wir mussten uns sputen

    Mittag machten wir vor einem weiteren Großdünenfeld. Wieder Streckte der Erg Ouarane seine sandigen Finger in ein ehemaliges Flusstal aus.
    Ich fühlte mich nicht wirklich gut und musste mich erstmal sammeln


    Lasst mich doch in Ruhe

    Ich wollte auch meine Kamera nicht schleppen und steckte sie in meinen Rucksack, so stammen also die weiteren Fotos des Tages von Fabians Kamera.
    Das Dünenfeld, welches vor uns lag, war ausserordentlich schön mit vielen hohen Sterndünen, die wir durchqueren mussten. Dies ist aber auch mit Abstand die am schwersten zu durchquerende Dünenform. Es hieß also ranhalten, vor allem weil das Thermometer ordentlich anzog und geschätzt weit über 35°C anstieg, da die Dünen, wie ein riesiger Backofen wirken. Mit Sicherheit der heisseste Tag der Tour.


    Ein wunderbares Dünenfeld




    Die Bergkette in der Ferne ist unser Ziel






    Halbwilde Kamele


    Stumpfsinn kann so schön sein

    Endlich schafften wir es auf die andere Seite der Dünen und folgtem einem steinernen Flussbett um, wie Hadrami sagte, eine Überraschung zu sehen. Da war ich aber mal gespannt.

    Er hatte nicht übertrieben. Was er uns zeigte war ein Felsüberhang mit (prä)historischen Felszeichnungen. DAS war wirklich mal eine Überraschung.


    Der Überhang








    Buchstaben des Tifinagh g und k?

    Das allerdings wirklich besondere sind neben den Teilweise schwer zu deutenden Symbolen, die Anwesenheit von Schriftzeichen des Tifinagh, der Schrift der Berber und Tuareg.
    So vermute ich, dass die Schriftzeichen vor der Landnahme durch die Beni Hassan Araber im 11. Jhd. und Vertreibung der Berbervölker in die Zentralsahara stammen.
    Dies ist natürlich ein ganz besonderer Ort. Möglicherweise war es ein Ritualort für die noch heidnischen Berbervölker.

    Der Ort hätte das Potential dazu, denn der Felsüberhang liegt direkt über einer permanenten Wasserstelle einem Guelta.


    Das Guelta Achguig el Mouilah

    Leider ist das Wasser brackig, gerade gut genug für die Kamele. Aber zum Waschen reichte es aus. Es war nun das erste Wasser seit 4 Tagen, welches unsere Körper berührte. Welch ein Gefühl wenn man sich die Kruste abwäscht.

    Ich wäre gerne noch etwas länger geblieben, aber wir mussten weiter, es galt noch einen Brunnen zu erreichen.
    Wir folgten einem Oued weiter etwas nach Osten.




    Eine Riesendüne versperrt hier das ganze Tal


    Tote Tiere die zweite

    Und so erreichten wir am Abend nach einem ziemlich heftigen Marsch den Hassi Echig. (Hassi bedeutet Brunnen auf Hassania)


    Der Brunnen befindet sich im blauen Fass, welches als Sandschutz dient

    Endlich konnten wir aus Herzenslust trinken und das schon etwas ekelige Wasser aus den Kanistern austauschen und uns duschen.


    Dünen in der Nähe des Brunnens



    Einen schönen Abend verbrachten wir hier in dieser abechslungsreichen Gegend.
    Hadrami erzählte mir von einem Franzosen mit dem er auch regelmäßig solche Touren macht und den er hier mal abgeliefert hatte mit Nahrungsvorräten und er blieb 25 Tage alleine in der Wüste, bis er ihn wieder abholte.
    Als er mir das erzählte ist eine Idee in mir geboren, die mich nicht mehr los lässt.

    Da Nomaden Tagein Tagaus mit Knoten zu tun haben ist es klar dass sie auch lustige Rätselspiele mit Knoten kennen. So verschnürte Hadrami am Abend den Fabian, so dass dieser den Knoten am Seil löst ohne die Fesseln zu öffnen.
    Wir habens nicht rausbekommen, der Trick ist aber ganz einfach


    Wir haben kläglich versagt

  10. Moderator
    Alter Hase
    Avatar von ronaldo
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    AW: [MA,MRT,SEN] - Durch die Sahara nach Westafrika

    #30
    Danke!
    Wunderbares Stück Handwerk.

  11. Dauerbesucher
    Avatar von Intihuitana
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    AW: [MA,MRT,SEN] - Durch die Sahara nach Westafrika

    #31
    So, es wird Zeit mal wieder weiter zu machen.

    Was soll man schon über Steine (Sand) schreiben?

    Das schwierige am Berichten über Wüstenmärsche ist, dass man es oft schwer hat einen strikt chronologischen Bericht zu schreiben, bei dem man einfach von seinen Wandererlebnissen berichtet, denn abgesehen davon, dass keiner solche Belanglosigkeiten lesen will, wie man die fünfundneunzigste Düne überschritten hat, hat man im nachhinein selbst Schwierigkeiten einzelne Tagesetappen auseinanderzuhalten.
    Der Rhytmus des Tages ist sehr gleich, die Hochplateaus noch gleicher. Wüsten sind vielleicht die Fahrstuhlmusik unter den Landschaften.
    Freilich ist das etwas übertrieben und gerade in so weiten und eintönigen Landschaften, bekommt man plötzlich einen Blick für das ganz kleine. Seien das Spuren im Sand oder ein kleines Pflänzchen. Eine sonst kaum wahrnehmbare, Bordsteinhohe Erhöhung in der Landschaft wird plötzlich zum Highlight des Mittags. Man freut sich auf den nächsten der irgendwo am Horizont steht. "Ach nur 2 Stunden Marsch bis dahin, wir sind ja gleich da."
    Viele Wüstenreisende beginnen also ob der äusseren Eintönigkeit, sich mit ihrem Innenleben auseinanderzusetzen und berichten gerne darüber.
    Immer wieder wird Gott gesucht und gefunden, reicht es dazu nicht, findet man sich immerhin selbst.

    Bei mir ist das nicht unbedingt der Fall, oder sollte es der Fall sein, werde ich das zumindest für mich behalten.

    Interessant ist es jedenfalls, wie unterschiedlich Fabian und ich auf die Wüste reagierten.
    Am Anfang, an den ersten zwei bis drei Tagen hatten wir beide noch viel zu quatschen und redeten allerlei Unsinn während der Tagesetappen. Das wurde dann aber immer weniger. Die Worte verstummten aber immer mehr.
    Fabian überbrückte die große Leere oft mit Kopfhörern in den Ohren und je länger die Reise wurde, desto mehr fabulierte er von grünen Wäldern und Seen und malte sich einen paradiesischen Senegal aus.
    Mir Musik anzuhören, während ich durch die Einöde stapfe, würde mir nie in den Sinn kommen.
    Und es mag absurd und leicht gestört klingen, aber je stumpfer und einfacher eine Landschaft ist, desto mehr erfreut sie mich, denn sie entbindet mich davon noch weiter mein Gehirn mit irgendetwas zu beschäftigen. Ich muss mir nicht ausmalen was hinter dem Berg sein könnte, wie ich den Fluss überquere, muss mir kein Vogelgezwitscher anhören, keine Stimmen, muss nicht mal den Hals recken um mir irgendeinen Baum oder Gipfel anzusehen. Es ist dieses beruhigende Gefühl, dass bis zum Horizont nichts anderes mehr da ist.
    Das Gehen erledigt sich von selbst und ich laufe in diesem wunderbaren und absoluten geistigen Leerlauf, der so schwierig in abwechslungsreicheren Landschaften, oder gar der Welt der Menschen zu erreichen ist.
    Aber auch selbst in der Wüste endet das, meiner Meinung nach wohltuendste Gefühl der Welt abrupt, wenn das Dünenfeld oder die Hochebene endet und man plötzlich eine Felspassage finden, oder einen Brunnen ansteuern muss.

    Zu meinem Glück sollten die Nächsten Tage genau diese Qualitäten haben, die ich an einer Landschaft schätze.

    Von unserem Nachtlager am Brunen ging es direkt auf einer Sandrampe auf das nächste und bisher größte Hochplateau.


    Blick zurück auf das Tal unseres Nachtlagers

    Sand wurde abrupt von Stein abgelöst.


    Einige Formationen aus Granit

    Bis zur Mittagspause liefen wir in dieser blockigen Landschaft, immer wieder unterbrochen von einigen wenigen Sträuchern.

    An einem winzigen Oued fanden wir diese überaus lange Mauer.


    Mauer eventuell prähistorisch

    Es könnte sich dabei eventuell um eine Fangmauer für die Gazellenjagd handeln. Damit wurden die getriebenen Gazellen in eine Richtung gelenkt.


    Grundmauern

    Das Alter dieser Grundmauern lassen sich nicht bestimmen.
    Hinter dem kleinen Oued endete dann auch die Vegetation und es begann die große Leere.




    Wir präsentieren das Nichts

    Über Stunden bis in den Abend liefen liefen wir nun in diesem absoluten Nichts von einer Landschaft in gerader Linie immer dem Stand der Sonne nach. Ich versuchte mich etwas nach vorne abzusetzen damit ich nichts und niemanden sehen muss.
    Erst am Abend kurz vor dem Sonnenuntergang tauchte wieder eine kleine Baumgruppe auf, bei der wir die Nacht verbringen sollten. Wir sind über vier Stunden gelaufen, aber ich habe nix davon gemerkt, war wieder im Leerlauf.
    Schade dass es wieder vorbei war.

    Der nächste Tag ging weiter, wie der letzte aufhörte.
    Die Vegetation nahm etwas zu. Offenbar genug, dass Nomaden zeitweise hierhin kommen. Die Leeren Sommerchaimas aus Ästen waren zurzeit allerdings leer.


    Chaimas

    Das Highlight des Tages war aber mit Sicherheit dieses Grab.
    So etwas habe ich in der alten Welt noch nie gesehen. Solche Geogplyphen kenne ich aus Südamerika. In der Sahara habe ich so etwas noch nicht gesehen.


    Grab

    Wieder tauchten einige Dünen auf, obwohl wir auf dme Hochplateau waren. Es läuft nahc Osten hin vermutlich so sanft ab, dass der Sand aus dem Ouarane hierhin geweht werden kann.





    Ok, ok ich gebs zu, das wahre Highlight des Tages war der Brunnen in einem kleinen Durchbruchstal, welcher das Hochplateau zerschnitt. Endlich mal wieder Kruste abwaschen.


    Schakalspuren nah am Brunnen

    An unserem Nachtlager trafen wir die ersten Menschen, seitdem wir die Oase Laguiela verlassen hatten.
    Die beiden waren offenbar auf der Suche nach ein paar Kamelen, die sie zurück holen wollten, die Suche dauerte nun schon eine halbe Woche.
    Natürlich gab es erstmal Tee und Hadrami plauderte aus dem Nähkästchen und die beiden Jüngeren hörten aufmerksam zu, stimmten hin und wieder zu.
    Wie es scheint, ist Hadrami hier ein echter Mann von Welt und ist bei den Wüstenbewohnern zwischen Chinguetti und Tidjikja mit seiner Erfahrung und seinen Geschichten hoch angesehen.


    Besuch


    Blühender Strauch

    Der nächste Tag war nahezu eine Kopie des letzten auf dem Hochplateau.
    Auch wieder gab es ein Durchbruchstal zu durchqueren.



    Das wars dann aber auch wieder mit landschaftlicher Abwechslung. Weiter ging es mit dem wohltuenden Stumpfsinn der Hochebene.
    Erst gegen Abend kamen wir an das Ende dieser riesigen Hochfläche.
    In der Ferne konnte man schon den nächsten Ausläufer des Dünenmeeres im Osten erkennen.


    Ende der Hochebene



    Und hier auf dieser erhöhten Position fand sich eine der beindruckendsten Struckturen der ganzen Wanderung.
    Ein riesiger aufwändig gemauerter Grabtumulus mit Aussenring.


    Grabtumulus

    Dieser Grabbau überblickte die (damals) noch fruchtbare Ebene. Die Ähnlichkeit mit einem weiteren Tumulus welchen ich zwei Jahre zuvor in Marokko entdeckte kommt sicher nicht von ungefähr. Beide sind ähnlich gebaut, haben in der Nähe ein kleineres ähnlich gebautes Grab und überblicken die Landschaft von einer prominenten Erhebung


    Hier nochmal der Tumulus aus Marokko als Vergleich

    Nachdem wir uns das Grab genug angeschaut haben, stiegen wir das Plateau herab und errichteten unser Nachtlager.
    Es waren einige Nomadenchaimas in dieser Ebene. Der schmale Streifen zwischen Dünen und Hochplateau hatte genug grün zu bieten, damit einige Nomadenfamilien, hier zurzeit auskommen können.


    Auf dem Weg zu dne Nomaden

    Wir verbrachten einige Zeit dort und kamen nach Sonnenunergang zu unserer Schlafstätte zurück. Irgendwie haben wir wohl vergessen Fotos zu schießen, wiar waren wohl zu bezaubert von den Nomadentöchtern. Wie viele Kamele wohl... upps.

    Sand wechselte sich jetzt also mit Steinen ab. Das Prinzip blieb das gleiche.
    Nach nur einem kurzen Dünengürtel lief man recht schnell und flott auf einer festen Sandebene, durchbrochen nur von einigen großen Dünengürteln in der Ferne.
    Der Harmattan, welcher den Sand aufwirbelte, sorgte in Kombination mit der ausgedehnten Sandfläche für eine seltsame Stimmung.


    In der weiten Sandebene




    Ein großer Dünengürtel


    Ein ungleicher Kampf


    Stilsicher bis zur Vollendung


    Spuren des Wüstenwarans


    Und wieder die nächste Hochebene

    Der nächste Tag dann also wieder auf Stein.


    Erstmal Tee

    Am nächsten Tag trafen wir wieder ein paar Nomaden. Tee und Ziegenmilch trinken war obilgatorisch. Hadrami tauschte den neuesten Klatsch und Tratsch aus.

    https://www.outdoorseiten.net/fotos/...-copy-&cat=500
    Die ganze Welt in einem Zelt

    Nicht allzu weit von dem Nomadenlager, sahen wir einen Talkessel, mit Sand gefüllt. Hier sahen wir etwas vor uns weglaufen, mit dem Fernglas machten wir aus, dass es sich dabei mit ziemlicher Sicherheit um eine Streifenhyäne handeln muss.
    Leider konnten wir diese spektakuläre Sichtung nicht fotografieren. Für die nächste Reise muss ich mir eine Lösung für Zoomobjektive zusammenstellen. Es gehen einem einfach zu viele Tierbilder durch die Lappen.


    Der Talkessel, wo wir die Hyäne sahen



    An diesem Tage erreichten wir das Ende des letzten Hochplateaus. Die Landschaft sollte sich jetzt bald schnell ändern.








    In einem kleinen wilden Oued bauten wir unser Lager auf. Direkt am Camp gab es freie Kost.


    (Ziziphus Lotus) - Die Nomaden nennen es Nbig. Die Früchte sind extrem süß und schmecken nach Erdbeeren und Datteln

    Am Horizont der Bergkette von der wir kamen, entdeckten wir zwei Schakale, die uns aufmerksam beobachteten und stets hin und herliefen.

    In dieser Nacht war Vollmond. Es war wohl einer der hellsten Vollmonde, die ich je gesehen habe. So nah am Äquator und in der klaren Wüstenluft scheint der Mond hell wie ein Stadionflutlicht. Man konnte Farben klar und deutlich sehen.
    Schlafen war nur möglich wenn man die Augen mit etwas bedeckte.


    Eine extrem helle Nacht

    Bevor wir das Gebiet des Adrar und die hyperaride Zone der Sahara entgültig verlassen sollten, stand uns noch ein riesiges Dünenfeld im Weg.
    Es war noch einmal das Aufbäumen der riesigen Wüste, bevor die Landschaft nun Stück für Stück mehr bewachsen und lebenswerter wurde.


    Wunderschöne Dünen sollten uns den ganzen Tag begleiten


    Hin und wieder auch ein paar Steine




    Panorama. Für ganze Ansicht aufs Foto klicken


    Sand halt






    Die Wüste zeigte noch einmal alles was sie kann






    Tote Tiere die ...


    Spuren der Wüstenspringmaus

    Wir haben nun offiziell das Adrargebirge verlassen und waren im Gebiet Tagant.
    Das Tagant ist ein Hügelland mit erodierten Granithügeln und einer "dichteren" Vegetation als im Norden.
    Durch die abwechslungsreichere Landschaft mit vielen Hügeln und Tälern ist auch das Tierleben hier ausgeprägter als im Hyperariden Norden.

    Es war bereits an den Dünen, die wir immer noch durchqueren mussten, zu erkennen, dass sie schon mehr bewachsen waren als wie es bisher war.




    Ist ja fast wie an der Nordsee hier


    Eine neolithische Reibschale zum mahlen von Wildgetreide wie etwa Perlhirse


    Dazu gehörige Siedlungsreste

    Heute wollten wir mal kreativ Feuer machen. Leider waren meine, durch den Sturz verletzten Hände dazu nicht in der Lage, also versuchte sich Fabian am Handdrill mit Calotropisholz, welches wirklich eins A dafür taugt, da es schön weich ist.
    Hadrami war zuerst recht irritiert, wusste er doch nicht was wir da am schaffen waren.
    Auch die Nomaden hier haben längst solche Dinge wie Feuerbohren verlernt und sind auf Feuerzeuge, Kunsstoffseile und Plastikkanister angewiesen. Die Moderne kommt auch noch im letzten Wüstenwinkel an.
    Doch mit seiner raschen nomadischen Auffassungsgabe, begriff er sehr schnell was wir da am machen waren und half uns letzlich auch noch mit. Stets mit einem großen Lachen wenn es erst mal schief ging.


    Feuerbohren

    Am nächsten Tag sollten wir also in eine andere Landschaft kommen und einen geheimnissenvollen Ort entdecken.

  12. Erfahren

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    AW: [MA,MRT,SEN] - Durch die Sahara nach Westafrika

    #32
    Zitat Zitat von Intihuitana Beitrag anzeigen
    Und es mag absurd und leicht gestört klingen, aber je stumpfer und einfacher eine Landschaft ist, desto mehr erfreut sie mich, denn sie entbindet mich davon noch weiter mein Gehirn mit irgendetwas zu beschäftigen. Ich muss mir nicht ausmalen was hinter dem Berg sein könnte, wie ich den Fluss überquere, muss mir kein Vogelgezwitscher anhören, keine Stimmen, muss nicht mal den Hals recken um mir irgendeinen Baum oder Gipfel anzusehen. Es ist dieses beruhigende Gefühl, dass bis zum Horizont nichts anderes mehr da ist.
    Das Gehen erledigt sich von selbst und ich laufe in diesem wunderbaren und absoluten geistigen Leerlauf, der so schwierig in abwechslungsreicheren Landschaften, oder gar der Welt der Menschen zu erreichen ist.
    Aber auch selbst in der Wüste endet das, meiner Meinung nach wohltuendste Gefühl der Welt abrupt, wenn das Dünenfeld oder die Hochebene endet und man plötzlich eine Felspassage finden, oder einen Brunnen ansteuern muss.

    Das hast du ja echt cool beschrieben. Ich bin ja gerade am Schreiben meines Winterberichtes und könnte diese Passage fast eins zu eins übernehmen. Wenn alles grau und konturlos ist, laufe ich auch extrem gerne und mit herrlicher innerer Ruhe (zumindest, wenn ich noch einigermaßen weiß was lang geht...).
    Klasse Wüstenbericht.
    Horst

  13. AW: [MA,MRT,SEN] - Durch die Sahara nach Westafrika

    #33
    Zitat Zitat von Intihuitana Beitrag anzeigen
    Heute wollten wir mal kreativ Feuer machen. Leider waren meine, durch den Sturz verletzten Hände dazu nicht in der Lage, also versuchte sich Fabian am Handdrill mit Calotropisholz, welches wirklich eins A dafür taugt, da es schön weich ist.
    Hadrami war zuerst recht irritiert, wusste er doch nicht was wir da am schaffen waren.
    Auch die Nomaden hier haben längst solche Dinge wie Feuerbohren verlernt und sind auf Feuerzeuge, Kunsstoffseile und Plastikkanister angewiesen. Die Moderne kommt auch noch im letzten Wüstenwinkel an.
    Doch mit seiner raschen nomadischen Auffassungsgabe, begriff er sehr schnell was wir da am machen waren und half uns letzlich auch noch mit. Stets mit einem großen Lachen wenn es erst mal schief ging.
    Fehlt da nicht noch der Schluss? Seid ihr so zu Feuer gekommen?

    Und eine weitere Frage habe ich noch: Bist du auch der Meinung, dass, wie einige Weltuntergangsaopologeten meinen, der Sand knapp wird?

    Natürlich ist diese Frage ernsthaft gemeint. Denn die kommende Klimakatastrophe wird möglicherweise dazu führen, dass deine heißgeliebte Wüste dem Untergang geweiht ist. Wie du ja an den prähistorischen Spuren siehst, gab es mal vor mehreren tausend Jahren eine lange Zeit, die wärmer war als heute, und anstatt Wüste eine fruchtbare Savanne den nordafrikanischen Raum einnahm (Atlantikum, African Humid Period). Wenn wir diese Temperaturen in Zukunft wieder erreichen werden, dann wird die Wüste und der Sand unter Vegetation verschwinden. Wüste weg - aus die Maus.

  14. AW: [MA,MRT,SEN] - Durch die Sahara nach Westafrika

    #34
    Spartaner, du, wie 98 % aller denken bei Sahara an Sand, dabei ist das zu 3/4 eine Fels- und Geröllwüste.

    @ Intihuitana: wenn du vermeiden willst, dass neben einer Dame in den besten Jahren zusätzlich ein alter Sack in diesem Thread in wüsten Erinnerungen schwelgt, sollten die Schreibpausen etwas kürzer ausfallen. Man(n) kommt sonst allzu leicht in Versuchung, olle, seit mehr als 45 Jahren trockene Kamellen wieder rund zu lutschen.
    Geändert von Werner Hohn (27.04.2019 um 08:41 Uhr)
    .

  15. Fuchs
    Avatar von Meer Berge
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    AW: [MA,MRT,SEN] - Durch die Sahara nach Westafrika

    #35
    Ich bin total fasziniert!
    Sowas würde ich irre gerne auch machen! Wenn da nur der Sand nicht wäre ...
    Ich geh schon nicht freiwillig an den Strand, und wenn, dann nur an der Wasserkante, wo er fest ist.
    Nach ein wenig Namibia individuell, wo ich natürlich nicht umhinkam, auch mal eine Düne zu erklimmen, war mir aber auch gleich bei der ersten klar, dass Wüste absolut nicht mein Revier ist. Zumindest nicht, wenn sie Sand enthält.

    Ansonsten mag ich solche leeren Landschaften auch sehr! Dieses Gefühl, das du beschreibst, wenn man geistig total abschalten kann. Und eine winzige Unebenheit eine Sensation wird.
    Ich würde mir auch nie Musik oder Hörspiele in die Ohren stecken dabei. Das klingt so, als wollte man eigentlich gar nicht da sein, in dieser weiten leeren Landschaft, die Weite und Leere nicht aushalten und genießen können oder wollen.
    Aber das ist wohl bei anderen Leuten anders.

    Manchmal ist es schon klasse, mit Einheimischen unterwegs zu sein. Vieles würde man von der Kultur und der Landschaft, den Bräuchen und Gedanken der Region gar nicht mitbekommen, wenn man alleine unterwegs wäre.
    Dabei bin ich aber auch sehr gerne ganz alleine unterwegs.

    Ein faszinierender Bericht! Vielen Dank!


    @ Spartaner
    Denn die kommende Klimakatastrophe wird möglicherweise dazu führen, dass deine heißgeliebte Wüste dem Untergang geweiht ist.
    Das verschiebt sich wohl nur. Zur Zeit sieht es so aus, als würde zumindest Norddeutschland dann zur neuen Sahara werden. Das verkürzt die Anreise enorm.
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    Das Wetter, das man jeden Morgen in sich selber macht, ist viel wichtiger als das Wetter draußen. Fynn

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    Avatar von Intihuitana
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    AW: [MA,MRT,SEN] - Durch die Sahara nach Westafrika

    #36
    Zitat Zitat von Horst24 Beitrag anzeigen
    Das hast du ja echt cool beschrieben. Ich bin ja gerade am Schreiben meines Winterberichtes und könnte diese Passage fast eins zu eins übernehmen. Wenn alles grau und konturlos ist, laufe ich auch extrem gerne und mit herrlicher innerer Ruhe (zumindest, wenn ich noch einigermaßen weiß was lang geht...).
    Klasse Wüstenbericht.
    Horst
    Ja ich lese hier immer die Winterberichte und denk mir bei den Bildern, :"das kennst du doch" , bzw. habe ich ja auch meine kleinen süßen Anfängerwinttouren in den Alpen gemacht und ähnliches erlebt, wie in den Wüsten.
    Ich wäre ja durchaus auch geneigt, mal eine richtige Wintertour im hohen Norden in Angriff zu nehmen, aber die Kälte macht mich fertig und ich würde das nur mit jemandem machen, der sich da richtig auskennt und einspringt, wenn einem schlotternden Eiszapfen mal wieder Hände einfrieren und er sein Zelt nicht gepackt kriegt.


    Zitat Zitat von Meer Berge Beitrag anzeigen
    Ich bin total fasziniert!
    Sowas würde ich irre gerne auch machen! Wenn da nur der Sand nicht wäre ...
    Ich geh schon nicht freiwillig an den Strand, und wenn, dann nur an der Wasserkante, wo er fest ist.
    Nach ein wenig Namibia individuell, wo ich natürlich nicht umhinkam, auch mal eine Düne zu erklimmen, war mir aber auch gleich bei der ersten klar, dass Wüste absolut nicht mein Revier ist. Zumindest nicht, wenn sie Sand enthält.

    Ansonsten mag ich solche leeren Landschaften auch sehr! Dieses Gefühl, das du beschreibst, wenn man geistig total abschalten kann. Und eine winzige Unebenheit eine Sensation wird.
    Ich würde mir auch nie Musik oder Hörspiele in die Ohren stecken dabei. Das klingt so, als wollte man eigentlich gar nicht da sein, in dieser weiten leeren Landschaft, die Weite und Leere nicht aushalten und genießen können oder wollen.
    Aber das ist wohl bei anderen Leuten anders.

    Manchmal ist es schon klasse, mit Einheimischen unterwegs zu sein. Vieles würde man von der Kultur und der Landschaft, den Bräuchen und Gedanken der Region gar nicht mitbekommen, wenn man alleine unterwegs wäre.
    Dabei bin ich aber auch sehr gerne ganz alleine unterwegs.

    Ein faszinierender Bericht! Vielen Dank!


    @ Spartaner

    Das verschiebt sich wohl nur. Zur Zeit sieht es so aus, als würde zumindest Norddeutschland dann zur neuen Sahara werden. Das verkürzt die Anreise enorm.
    Gut der Sand kann etwas nervig sein. Er ist nämlich wirklich allgegenwärtig und irgendwann hat er sich überall abgesetzt und das Essen wird sehr crunchy. Man sollte sich vor allem die richtige Gehttechnik aneignen, sonst wird das Gehen in den Dünen wirklich zum Kampf.


    Zitat Zitat von Spartaner Beitrag anzeigen
    Fehlt da nicht noch der Schluss? Seid ihr so zu Feuer gekommen?

    Und eine weitere Frage habe ich noch: Bist du auch der Meinung, dass, wie einige Weltuntergangsaopologeten meinen, der Sand knapp wird?

    Natürlich ist diese Frage ernsthaft gemeint. Denn die kommende Klimakatastrophe wird möglicherweise dazu führen, dass deine heißgeliebte Wüste dem Untergang geweiht ist. Wie du ja an den prähistorischen Spuren siehst, gab es mal vor mehreren tausend Jahren eine lange Zeit, die wärmer war als heute, und anstatt Wüste eine fruchtbare Savanne den nordafrikanischen Raum einnahm (Atlantikum, African Humid Period). Wenn wir diese Temperaturen in Zukunft wieder erreichen werden, dann wird die Wüste und der Sand unter Vegetation verschwinden. Wüste weg - aus die Maus.
    Also ja, wir haben Feuer gemacht. Das ist doch klar.

    Die Sache mit dem Sand ist die, dass es tatsächlich unendlich viel Sand gibt, aber der Wüstensand weil er trocken geschliffen ist, viel zu rund und fein ist und sich nicht als Baumaterial eignet, weil die Körner sich nicht verzahnen.
    Der gute Sand muss aus Flussbetten oder Stränden hergeschafft werden.
    So kommt dann die Tatsache Zustande, dass Saudi Arabien, eines der sandigsten Länder der Welt und dauerndem Bausandmangel leidet.

    Die Sahara ist weitaus älter als das kleine Holozäne Klimaoptimum von 10000 -4000 v. Chr. , welches wohl in erster Linie durch das Abschmelzen der riesigen Inlandeismassen auf der Nordhalbkugel entstanden und war auch schon mal weitaus trockener und größer. Das war gesamtzeitlich gesehen eher ein Intermezzo.
    Die Sache mit der grünen Sahara, darf man sich auch nicht vorstellen wie die üppigsten grüne Feuchtsavannen sondern eher wie die Kalahari oder Dornstrauchsavannen im Sahel mit einigen Gunstzonen nahe der Gebirgsmassive und den Paläoseen und dazwischen immer wieder unterbrochen von den hyperariden Kernzonen, die auch dann sehr wüst waren.
    Ich bin kein Klimaexperte, aber die Sahara wird so schnell nicht ergrünen vermute ich und wenn, dannwärs ja auch ganz hübsch, so als Savanne.

  17. Fuchs
    Avatar von blauloke
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    AW: [MA,MRT,SEN] - Durch die Sahara nach Westafrika

    #37
    Einfach ein Klasse Bericht.
    Du kannst reisen so weit du willst, dich selber nimmst du immer mit.

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    Avatar von Sternenstaub
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    AW: [MA,MRT,SEN] - Durch die Sahara nach Westafrika

    #38
    Ich stimme Locke mehr als zu. Wirklich genial, bei dir "mitreisen" zu können. Vor allem das Verständnis für Landschaften/Menschen spricht mich an.
    Two roads diverged in a wood, and I—
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    And that has made all the difference (Robert Frost)

  19. Dauerbesucher
    Avatar von Intihuitana
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    AW: [MA,MRT,SEN] - Durch die Sahara nach Westafrika

    #39
    Die Landschaft ändert sich

    Nach und nach änderte sich das Bilde der Landschaft.
    Wir zogen noch einen halben Tag durch die immer mehr mit Gras bewachsenen Sanddünen.
    Am Horizont ließen sich schon die ersten Hügel des Tagant ausmachen.
    Es mag jetzt auf den Fotos, für die mitteleuropäischen Augen seltsam wirken, wenn ich sage, es wurde immer vegetationsreicher.
    Ist man jedoch vor Ort und wandert diese Landschaft langsam von Norden nach Süden ab, sieht man wie sie sich stückweise ändert.
    Es tauchten jetzt immer mehr Büsche und Sträucher auf und in einer größeren Dichte als die ganze Zeit zuvor.
    Für uns glich das schon fast einem grünen Paradies.


    Die ersten Granithügel tauchen auf und zeigen uns, dass wir im Tagant angekommen sind.




    Sukkulentes Wolfsmilchgewächs

    Die Landschaft wurde jetzt auch wieder "feucht" genug, dass Sukkulenz als Anpassung wieder Sinn macht.




    Der Weg setzte sich fort über Hügelketten und Täler



    Zur Mittagszeit führte uns Hadrami an einen ganz besonderen Ort.
    Hinter einer Hügelkette zog sich eine Felswand mit einem großen Felsüberhang und einer Höhle.
    Hier fanden sich wieder Felsmalereien und diesesmal sogar aus zwei ganz verschiedenen Epochen neben oder übereinander.


    Auf dem Weg zu den Felsmalereien


    Felswand mit den Malereien


    Rechts die ältere links die jüngere Malerei






    Lybico-berberische Zeichnungen am und Schriftzeichen

    Die älteren neolithischen Zeichnungen sind dunkler im Farbton und sind naturalistischer dargestellt. Sie zeigen die ehemalige Jagdbeute der holozänen Jäger.
    Die viel jüngeren Lybico-berberischen Zeichnungen, sind heller im Farbton und zeigen viel stilisiertere Darstellungen von Kamelen und Menschen und einzelnen Schriftzeichen des Tifinagh.
    Auch dieser Ort wird wohl über jahr(zehn)tausende von Jägern, Sammlern und Nomaden aufgesucht worden sein.

    Natürlich konnten wir es nicht sein lassen ins innere der Höhle zu krabbeln um dort nach dem rechten zu schauen.






    Fledermäuse


    Ein toter Drache

    Im Gegensatz zur Felskunst Südwesteuropas gibt es in der Sahara praktisch keine Höhlenkunst, sondern nur Malereien an Freiluftstätten. Selbst die Maler der Felskunst am Eingang dieser Höhle kamen nicht auf die Idee da drinnen etwas zu malen. Es sind mit Sicherheit kulturelle Gründe warum, die eine Steinzeitkultur tief in Höhlen kriecht um etwas zu malen, die andere nur an Felsüberhängen oder offenem Land malt, und die andere gar nichts dergleichen herstellt.


    Blick aus der Höhle


    Seitenausgang




    Interessante Pilze nahe dem Eingang


    Blüte des Saharamiswaq. Man erkennt die Verwandschaft mit dne Kapern

    Nach diesem durch und durch besonderen Ausflug ging es weiter an einen nicht weniger besonderen Ort.
    Nach nun fast zwei Wochen durchgehend in der Wüste nachdem wir die Oase Laguiela verlassen hatten, kamen wir nun an die erste Oase.


    Die Oase Talmust

    Oasen habe ich schon sehr viele gesehen, aber noch nie nach so einer langen Durststrecke. Dementsprechend war das Gefühl endlich wieder grüne Palmen in dieser Menge zu sehen.

    Wir bezogen das Lager nahe bei der Oase und machten uns direkt daran in den Palmenhain zu gehen.
    Selten kamen einem ein paar Bäume so sehr wie das sprudelnde Leben vor.


    Im inneren der Oase. Welch ein Grün


    An der Wasserstelle. Die Einheimischen warten auch schon.

    Diese Oase ist auch bewohnt. Es gibt einige Familien, die hier abgeschottet vom Rest der Welt, von Ziegenmilch, Hirse und Datteln leben.
    Entsprechend schüchtern waren die Dorfschönheiten auch als sie uns seltsame Weiße sahen und nahmen schnell reiß aus um uns aus sicherer Entfernung kichernd zu beobachten. So selten wie hier Reisende durchkommen, werden manche von ihnen zum ersten mal einen Nasrani (Nazarener - so nennt man in Mauretanien "liebevoll" die Christen) gesehen haben.

    Wir verbrachten hier einen Pausentag an dem wir die Umgebung der Oase erkundeten und dabei dauernd zum Tee eingeladen wurden.


    Blick auf Talmust

    Am Nachmittag gingen wir noch zu einer mit Hadrami befreundeten Familie, ich sag ja, er kennt sie alle, wo wir vermutlich den am langsamsten zubereiteten Tee aller Zeiten genießen und erstaunte Kinderaugen erleben konnten.
    Hier haben wir auch einen Großteil unserer Medikamente gelassen. Das ist immer das was einem geradezu aus der Hand gerissen wird an solchen Orten.




    Zeit für Blödsinn blieb natürlich immer


    Ruinen. Auch Talmust ist schon seit Jahrhunderten bewohnt


    Mondschein über der Oase

    An diesem Abend sahen wir etwas unglaubliches. Wir saßen bereits alle Abends am Lagerfeuer als uns plötzlich ein gleißend heller Blitz blendete. Im Bruchteil einer Sekunde, sah ich dann zwei rote Feuerbälle am Himmel verglühen.
    Wir waren uns ganz sicher, das muss ein Meteorit gewesen sein.
    Etwa zwei Minuten nach dem Blitz hörte man aus der Ferne ein fernes Grollen,ähnlich wie der eines Donners, aber längergezogen, so wie bei Sprengungen bei Steinbrüchen. Konnte es wirklich sein, dass das der Impakt des Meteoriten gewesen ist?
    So etwas sieht man vermutlich nicht zweimal im Leben.

    Nach dieser wirklich erholsamen Zeit ging es nun weiter an den letzten Teil dieser Reise.

    Endspurt

    Gewissermaßen hatte uns der Pausentag aus unserer Routine gerissen. Aber zum Glück sollten wir endlich wieder in unseren geliebten stupiden Trott verfallen.
    Wir verließen die Oase Talmust, um eine weitere Oase, nämlich Rachid anzusteuern.


    Es mag zwar grüner geworden sein, aber der Sand war immer noch Gegenwärtig




    Ein kleines bischen grün




    Ein weiteres komplexes Rundgrab

    Die Landschaft in den nächsten Tagen war schön aber nicht großartig spektakulär. Man lief immer durch die Hügellandschaft des Tagantplateaus. Große Dünenfelder kamen jetzt nicht mehr vor. Es entstanden aber immer wieder schöne Motive, wenn Sand auf Felsbastionen traf.


    Sauber zerteilte Zecke

    Da es hier mitlerweile mehr Vegetation gab, kamen auch mehr Hirten mit ihren Ziegen und Kamelen her, und diese ziehen Zecken an. Es sind riesige extrem schnell Viecher, die aber interessanterweise absolut kein Interesse an Menschen haben, an Kamelen allerdings umso mehr.


    Sieht fast nach Marlboro Werbung aus








    Uraltes Grundgestein, in Jahrtausenden vom Sand glattgeschliffen

    Es machte Spaß durch diese Landschaft zu laufen, da sie sich fortwährend änderte.
    Ein Unterschied zu den Dünenmeeren und endlosen Hochebenen des ersten Teiles.





    Nach zwei Tagen erreichten wir also Rachid, welches in einem Talkessel leigt wo sich zwei Oueds treffen.


    Für uns fast schon eine Großstadt

    Am linken Flussbett schlugen wir unser Lager, nicht allzu weit entfernt von der Oase auf.


    Dumpalme

    Dies ist keine Dattelpalme, sondern eine Dumpalme, ein untrügliches Zeichen, dass wir uns jetzt in der südlichsten Sahara befanden und auf dem Weg in den Sahel waren. Charakteristisch sind die verzweigten Stämme. Aus den Samen kann Nahrung gewonnen werden und die Fasern waren früher wichtig zur Schnur und Seilerzeugung.

    Wir erkundeten daraufhin das Dorf und waren fast erschlagen davon wie "voll" es in dem Dorf war.
    Die Wüste hatte ihre Spuren hinterlassen und wir mussten uns erstmal wieder an so viel Hektik gewöhnen.


    Dorfjungen am Dorfrand

    Wenn man schon mal in Rachid ist, sollte man sich auf jeden Fall die Ruinen der alten Stadt ansehen.


    Das alte Rachid liegt am Hang gegenüber


    Eine beindruckende Geisterstadt. Wenn man genau hinschaut findet man auch noch die ursprünlichen Funktionen der Gebäude heraus


    Frontmauer der alten Mosche


    Reste der alten Gebetshalle

    Es gab im Dorf sogar ein zwei winzige Läden wo wir uns mit Cola und Hühnchen versorgten, welches wir am Lagerfeuer brieten. Das erste Frische Fleisch seit über zwei Wochen.


    An sich waren wir aber beide froh möglichst bald wieder aufzubrechen. Lieber gefiel es uns in der Einsamkeit der Wüste und wir fürchteten schon ein wenig das baldige Ende dieser Wanderung.

    Weiter ging der Weg zuerst durch das Oued, wo nah beim Dorf auch Landwirtschaft betrieben wird.


    Nach fast drei Wochen in der Wüste kommt dieses grün einem schon fast falsch und unwirklich vor


    Einfacher Brunnen. Das Zugseil ist aus Dumpalmenfaser


    Durch das Batta Rachid





    In den letzten beiden Tagen legte der Harmattan noch mal ordentlich an Kraft zu. So bestand die Welt fast nur noch aus Brauntönen. Gewissermaßen das afrikanische Äquivalent zum Whiteout.


    Dieses Bild beschreibt den Sahel ziemlich gut

    Am Abend des Vorletzen Tages begegneten wir einigen Mauren im Allradler. Es war das erste Auto, dass wir seit Chinguetti sahen. Sie sagten sie seien auf der Suche nach einem Meteoriten, welcher vor einigen Tagen heruntergekommen sei.
    Das kann doch nicht wahr sein. Sie suchten wirklich nach dem Meteoriten, den wir an dem einen Abend in Talmust gesehen haben.
    Wenn der Meteor hier, ca. 70 km. von wo wir ihn gesehen haben, heruntergekommen ist muss es ein gewaltiger Einschlag gewesen sein.
    Wir verabschiedeten uns von den Meteorjägern und schmiedeten den Plan, am nächsten Tage zumindest einen kleinen Schlenker zu machen um auch unser Glück zu versuchen.
    Einen Meteor findet man nicht alle Tage und so ein Steinchen kann auch die Reisekasse ordentlich aufbessern.


    Die Meteorjäger setzten ihre Suche fort

    Neben typischem Trekkingessen wie Reis und Nudeln, hatten wir auch eine Menge Mehl dabei. Hadrami, aß sowieso fast nix ausser Reis, Datteln und Brot mit Ziegenkefir. Ein wahres Musterbeispiel an Selbstgenügsamkeit.
    Aber auch wir machtne uns oft unsere Brote im Sand.
    Es ist eine einfach Prozedur. Man lässt das Feuer lange genug brennen, bis nur noch Glut da ist, dann schaufelt man die restliche Glut beiseite und macht eine kleine Grube in den heißen Sand. Da hinein kommt der Brotteig und wird wieder mit Sand zugedeckt und darüber wieder die Glut.
    Das Brot wendet man zwischendurch mal. Nach einer halben Stunde ist es fertig zum Verzehr.
    Hefe hatten wir keine dabei.




    Herstellung von Wüstenbrot

    Wir machten also am nächsten Tag einen Schlenker nach Norden um auch mal zu sehen ob wir etwas Kratermäßiges entdecken würden.
    Leider waren wir jedoch nicht erfolgreich.
    Immerhin kamen wir dadurch nah an eine kleine Bergkette, die wirklich schöne Felseformationen im Sand bot.


    Die Welt im Harmattan


    Zarte Blüten










    Bizarre Felsen

    Wir waren nun kurz vor dem Ende unserer Wanderung. Die Stadt Tidjikja konnte man bereits in der Ferne sehen.
    Wir bereiteten unser letztes Lager.


    Die Wüste ruiniert alles. Auch 2,99 € Tshirts.



    Am nächsten Morgen gingen wir nur noch mit einem Kamel für die Rucksäcke los um nach Tidjikja einzumarschieren.
    Nach knapp 400 km. war unsere Wanderung nun zu Ende.
    Es war kein Höllenritt, aber auch kein leichter Marsch.
    Es waren gewiss gemischte Gefühle. Gerade habe ich mich wieder heimisch in der Wüste gefühlt und nun musste ich sie wieder verlassen. Wenn es nach mir ging wär ich gerne auch noch die ganze Strecke mit Hadrami zurück gegangen.
    Aber es war auch mit etwas Vorfreude vermischt auf die nächste Etappe unserer Reise.


    Tidjikja, keine Schönheit

    In Tidjikja verbrachten wir den Rest des Tages bei einer Verwandten Hadramis, Auch er verbrachte einige Tage dort und würde sich dann wieder alleine auf den einsamen und langen Rückweg machen.
    Wir organisierten auch unser Bushtaxi für den langen Weg nach Nouakchott und verbachten einen lustigen Abend mit all den Familienmitgliedern und den Kindern die erstaunt waren über uns komisch Gestalten.


    In Tidjikja gibt es nichts zu sehen, aber immerhin erhielten wir die Kontakte von einem der uns Kamelfleisch in industriellen Mengen verkaufen kann. Na dann...


    Kleine Rotznase





    Dann hieß es am nächsten Morgen Abschied nehmen, von Hadrami unserem neuen Freund, dem besten Kamelführer weit und breit, der uns zuverlässig durch eine der wildesten und feindlichsten Landschaften der Erde gebracht hat. Aber ich komme ja wieder, das steht ausser Frage.
    Vor uns lang nun das nächste Abenteuer. Darum werde ich mich mit einem Fazit noch zurückhalten, es gibt noch ein paar Sachen zu erleben...
    Geändert von Intihuitana (30.04.2019 um 07:22 Uhr)

  20. Alter Hase
    Avatar von codenascher
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    AW: [MA,MRT,SEN] - Durch die Sahara nach Westafrika

    #40
    Klasse! Vielen Dank für diesen interessanten ersten Teil eurer Reise.

    Bin im Wald, kann sein das ich mich verspäte

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