Ergebnis 1 bis 7 von 7
  1. Gerne im Forum

    Dabei seit
    28.12.2014
    Beiträge
    58

    Bodenisolation in ultraschwer und lowtech

    #1
    Hallo zusammen,
    Ich habs vor einiger Zeit mal in einem Kauf-Thread angerissen, dass meine All-Season Isomatte langsam den Geist aufgibt. Nachdem ich nun hin und her überlegt habe, bin ich zum Entschluss gekommen, mir keine neue zu kaufen. Die war schweineteuer und hat nur gerademal 5Jahre gehalten. Das ist madig.
    Ich flicke die Matte (unzählige micro-Löcher) und benutze sie auch nur noch bei kälteren Temperaturen. Die Hauptsaison, sprich wärmerer Frühling/Herbst und den Sommer will ich mit meiner robusten 2kg Luftmatte bestreiten. Dazu suche ich nun eine zusätzliche Isolationsschicht.
    Gleich zu Beginn muss ich darauf hinweisen, dass eine Evazote KEINE Option ist. Weil die sind bäh Und warum soll man sich was ans Bein hängen, was man nicht leiden kann. Ist ja nur das Hobby.
    Kurz zu den Umständen der Nutzung. Es handelt sich im wesentlichen um Motorradtouren. Da ist mir das Gewicht nicht so wichtig, eher entscheidend ist das Packmaß, da ich gerne alles in den Alukoffern verstaue. Somit kommt eine maximale Länge von 40cm in Frage.

    Ich habe an eine Wolldecke gedacht. Diesen Winter war es doch nochmal etwas kälter als gedacht, ich hatte eine Tour dabei, wo die Tiefsttemperaturen auf -15°C abgesackt sind. Dafür hat mir meine Wintermatte (Eignung bis -9°) gereicht, mal abgesehen vom Bereich um die Hüfte. Da bin ich aber grundsätzlich etwas empfindlich. Als zusätzliche Isolation habe ich ein Kilt benutzt. Nicht etwa ein Hightech-Quilt, sondern tatsächlich ein wollener Schottenrock. Der ist relativ dünn, trotzdem hat es die Bodenisolation im Hüftbereich von >unangenehm fröstelnd< auf >mollig warm< angehoben.

    Also kommt nun die logische Schlussfolgerung zur Sommerisomatte. Warum nicht auf die Luftmatte eine Wolldecke oder Ähnliches legen. An die Decke werden ein paar Gummistrippen genäht, damit nicht verrutschen kann.
    Klar könnte man nun mit einer beliebigen Wolldecke (vgl. Armeedecke) beginnen. Ich habe nur grundsätzlich einfach keine Lust unnötig Geld zu verschwenden, deswegen nun die Frage hier ins Forum. Hat damit schon jemand Erfahrungen gesammelt und kann eine passende Isolationsschicht empfehlen? Bitte keine Evazote
    Der tiefste Temperaturbereich dürfte 10°C nicht unterschreiten. Es geht um Touren in D und Mitteleuropa von April bis September. Die bestreite ich schon einige Jahre teilweise nur mit der Luftmatte, aber gerade in den frühen Morgenstunden wird es ab und zu doch unkomfortabel. Es geht nur darum, die vorhandene Isolation um ein paar Gräder anzuheben.

  2. Lebt im Forum
    Avatar von Chouchen
    Dabei seit
    07.04.2008
    Ort
    Mainz
    Beiträge
    6.681

    AW: Bodenisolation in ultraschwer und lowtech

    #2
    Schaffell
    "I pity snails and all that carry their homes on their backs." Frodo Baggins

  3. Dauerbesucher

    Dabei seit
    24.04.2016
    Beiträge
    669

    AW: Bodenisolation in ultraschwer und lowtech

    #3
    Rentierfell, darauf achten, das es eine Gerbeverfahren durchlaufen hat welches das Haaren verhindern.
    Woolpower hat dicke Wollfilzsitzkissen. Vielleicht gibt es die auch in XXXXXlL.
    Filz Gnoss im Köln schneidet Filz in fast jede Form. Im Angebot ist synthetischer Filz und richtig teurer Wollfilz.
    Man ist dort nicht sehr Web-affin. Wenn Du die Filzmatte nicht mehr magst kannst Du daraus z. B. Einlegesohlen, flaschenwärmer, Weinkühler etc. basteln.

  4. AW: Bodenisolation in ultraschwer und lowtech

    #4
    Lodendecke
    Für eine Welt ohne Pressspan

  5. Erfahren

    Dabei seit
    31.10.2017
    Ort
    Ostalb
    Beiträge
    348

    AW: Bodenisolation in ultraschwer und lowtech

    #5
    Filzmatte

  6. Fuchs
    Avatar von wilbert
    Dabei seit
    23.06.2011
    Ort
    südlich der elbe
    Beiträge
    2.207

    AW: Bodenisolation in ultraschwer und lowtech

    #6
    Hier ein link zum 8 mm Wollfilz.
    https://www.ebay.de/itm/1-bis10-Quad...item25efb2ac84

    Der Braune ist eher grau-braun. Wurde hier zum cosy verarbeitet.


    VG. -Wilbert-

  7. Gerne im Forum

    Dabei seit
    28.12.2014
    Beiträge
    58

    AW: Bodenisolation in ultraschwer und lowtech

    #7
    Erstmal vielen Dank für die Antworten. An ein Filz hatte ich bisher ja garnicht gedacht. Ich glaube in die Richtung wird es auch gehen.
    Ich spreche nächste Woche mit meiner Schneiderin. Die wird mir das dann schon vernähen.

    Wie es eben immer ist. Wenn man mal mit einem neuen Projekt anfängt, entwickeln sich auch mal arge Auswüchse. Ich will euch mal an einem kleinen Gedankenexperiment teil haben lassen. Auch wenn ich die Umsetzung eher als schwierig ansehe.

    Ausgangsbasis ist meine Luftmatte und zwar folgende: Luftmatte 200x70x10cm. 2kg Gewicht.
    https://www.louis.de/artikel/nordkap...ratze/10009057
    Ist eigentlich ein sehr günstiges Produkt, das aber seit vielen, vielen Jahren mein treuer Begleiter ist und einfach nicht kaputt gehen will. Mal abgesehen von einem unglücklichen Tèt-a-Tèt mit einer Lawinenschaufel, aber das hat ein Flicken wieder gerichtet.
    Einziger Nachteil an dem Teil ist die Größe. 2mx0,7m sind einfach zu groß. Aus Erfahrung weiss ich, dass mir (184cm Größe) 1,80x0,5m ausreichen. Das würde das imense Gewicht (2kg) um ganze 35%(700gr) schmälern. Ich hab die Möglichkeit, Planen schweißen zu lassen, evtl. könnte man die Matte alternativ auch verkleben.
    ABER
    Wenn man sich nun die Arbeit macht und das Teil aufschneidet, verkleinert und wieder schließt... dann könnte ein gewitzter Verstand doch auf die Idee kommen, die Matte mit Isolationsschaum zu füllen. Eine schaumgefüllte Matte mit 10cm Dicke dürfte ein immenses Isolationspotential haben, ich kann mir gut vorstellen, dass das locker auch in tiefe Minusbereiche reichen sollte.

    Nur ist das Problem mal wieder das Material. Im Netz findet man auf Anhieb sehr viele verschiedene Arten von Schaumstoffen und Vliesen. Da kommen wieder mehrere Probleme auf einen zugerollt.
    Zum ersten Mal das Packmaß. Denn ich konnte bisher kein Vlies entdecken, das auch nur annähernd komprimierbar wäre, wie es meinetwegen bei einer All-Season-Matte der Fall wäre.
    Zweites Problem ist die Verarbeitung. Man sollte das Vließ ja irgendwie in der Matte fixieren, damit nicht verrutscht.
    Und zu guter Letzt das Verschließen der Matte. Denn das Vließ darf beim schweißen ja nicht in die Naht gelangen.

    Vielleicht hat ja jemand Lust, sich mit mir über so ein Projekt Gedanken zu machen. Das Verkleinern ist sicher relativ problemlos machbar, sobald ich ein passendes Muster für die Ecken habe. Das Füllen wird wohl eher ein Wunschtraum bleiben.

Aktive Benutzer

Aktive Benutzer

Aktive Benutzer in diesem Thema: 1 (Registrierte Benutzer: 0, Gäste: 1)