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  1. Anfänger im Forum

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    DSLR auf Hochtouren?

    #1
    Bin unsicher, ob es ratsam ist, eine DSLR mit auf eine Hochtour zu schleppen.
    Einerseits will ich natürlich (wenn es sich ergibt) ein paar traumhaft schöne Aufnahmen machen, andererseits hab ich natürlich Respekt vor dem Gewicht und der Sperrigkeit.
    Ich kann eigentlich ganz gut schleppen, hab für den Transport zwei Holster, die ich am schweren Trekkingrucksack links und rechts am Bauchgurt trage und die das Gewicht schön symmetrisch verteilen und die mir den schnellen Zugriff ermöglichen. Aber wie wird sich das am kleinen Bergrucksack verhalten? Wie fühlt sich das auf 4000 an?

    Ich besuche Ende Juni ein Hochtourentraining, incl. 3x 4000er. Es kann schon sein, dass ich danach zu dem Schluss komme, dass es nix für mich ist. Wenn der Virus zündet und ich im Anschluss solche Touren öfter gehe könnt ich ja erst mal drauf verzichten – aber ich bin mir da nicht sicher. Deshalb würd ich die Ausrüstung ganz gerne bereits beim ersten Mal mitschleppen… Was meint ihr?

    Üblich sind ja eher kleine Kompaktknipsen oder gar nur das Handy. Hat hier jemand Erfahrung mit DSLR auf Hochtouren?

  2. Moderator
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    AW: DSLR auf Hochtouren?

    #2
    Du teilst deine Kamera in zwei ? Extra Objektive auf Hochtour schleppen machen die wenigsten, aber ansonsten, ja, es gibt jede Menge Leute, die ihre Reflexkamera sogar höher als 4000 M tragen. So ein extra Gummirahmen als Schutz ist ratsam, wenn es felsiger wird. Schleppen muss man es halt selber. Aber die schönen Fotografien entschädigen schon dafür . Nur mit Handy auf Tour zu fotografieren würde mir nie einfallen, mache ich höchstens auf Tagestouren, die ich schon x-Mal gemacht habe.
    "Niemand hört den Ruf des Meeres oder der Berge, nur derjenige, der dem Meer oder den Bergen wesensverwandt ist" (O. Chambers)

  3. Freak Moderator
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    AW: DSLR auf Hochtouren?

    #3
    Mach' et bevor Du Dich nachher ärgerst.
    Hochtourentrainig klingt jetzt nicht nach Mammuttouren und wahrscheinlich hast Du ja sonst nur das Gepäck für die Hüttenübernachtung (also Zahnbürste, Hüttenschlafsack -- kein Trekking usw.).
    Der größere Nachteil der DSLR vs. Kompakte ist weniger das Gewicht, als dass Du die nicht so gut greifbar hast. Stehenbleiben und Rucksackkramen kannst Du auf Gletschertouren (am Seil) vergessen, also muss die DSLR anden Hüftgurt o.ä. damit man sie greifbar hat.
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  4. AW: DSLR auf Hochtouren?

    #4
    Muss man letztlich wohl selbst ausprobieren. Extra Objektive, Stativ etc. würde ich nicht mitschleppen.
    Ich persönlich bin zufrieden mit den ganz passablen Bildern einer guten Kompaktkamera, die fällt auch nicht so wahnsinnig ins Gewicht und macht doch um Welten bessere Bilder als ein Handy.

    Vermutich wirst du dir ja als erste eigene Tour etwas heraussuchen, bei dem du relativ sicher sein kannst, dass du (und deine Partner) das mit etwas Reserve hinbekommst - da kannst du ja Erfahrung sammeln, ob du dir nicht beim nächsten Mal das Gewicht lieber sparst.

    Zu zweit/ dritt / viert würde ich mich zumindest absprechen, wer das "Kamerakind" ist und Bilder macht, so dass wenigstens nicht jeder noch eine Knipse einpackt.

  5. Moderator
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    AW: DSLR auf Hochtouren?

    #5
    Zitat Zitat von Flachlandtiroler Beitrag anzeigen
    also muss die DSLR anden Hüftgurt o.ä. damit man sie greifbar hat.
    Man kann die passende Tasche mittels kleinen Karabinern am Rucksackgurt befestigen, so hat man sie seitlich zur Hand. Alternativ, wenn man viele Bilder macht: immer um den Hals tragen (ohne Tasche).

    Zwar nicht das passende Bild für Hochtouren , aber so sah das aus. Mittlerweile habe ich eine Systemkamera, die ein Kilo weniger wiegt.
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  6. Dauerbesucher

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    AW: DSLR auf Hochtouren?

    #6
    Hatte meine große Knipse lange Jahre mit dabei, auch auf Höhen deutlich über 4000m (Anden, Himalaya), verpackt in einer Revolvertasche, befestigt am Hüftgurt des Rucksacks. Ging eigentlich ganz gut...
    Aber über die Jahre isses bei mir immer seltener geworden, daß ich das Teil mitgeschleppt habe, bis die Kamera schließlich vor sich hin versauerte (am Ende eben dann doch zu groß, schwer, unhandlich, empfindlich)
    Jetzt hab ich ne kleine, leichte Kompakte mit großem Sensor und guter Optik und seit dem mach ich auch wieder Bilder auf Tour... :-)

  7. Anfänger im Forum

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    AW: DSLR auf Hochtouren?

    #7
    Danke, freu mich über den Zuspruch, dachte, es ist eher unüblich.
    Der Tipp mit der Schutzhülle ist gut! Das werd ich wohl machen.
    Eine bewährte Lösung für guten Zugriff habe ich. Hab die Erfahrung gemacht, dass sich zwei Taschen am Hüftgurt (ich nehme Think Tank-Holster) deutlich besser tragen lassen als nur eine. Die Last ist schön symmetrisch verteilt. Hab letztes Jahr Body + 28-75/2.8 in der einen und sogar das schwere 70-200/2.8 in der anderen Tasche gute 70km auf Malle geschleppt – ging super.
    Welches Glas ich letztendlich mitnehme muss ich noch mit mir klären. Wahrscheinlich wird es 16-35/4 und 28-75/2.8

  8. AW: DSLR auf Hochtouren?

    #8
    Ich habe auf (bisher recht gemächlichen) Hochtouren ganz gute Erfahrungen damit gemacht. Wie üblich hab ich die Kamera in der großen Tasche vor der Brust (linker und rechter Schultergurt haben D-Ringe, daran die Toploader-Tasche mit Karabinern). Da es nur Tagestouren waren, hatte ich noch ein UWW und eine Telezoom dabei. Die Idee, daß man die weiteren Objektive auf die Gruppe aufteilt, klingt ganz gut. Dann müssen für den Wechsel nur mehrere Leute am gleichen Ort sein, geht also nicht jederzeit ohne Absprache.
    Für Klettertouren habe ich mir jedoch wieder eine Kompaktkamera geholt, so nah am Fels ist mir der große Kasten (selbst mit kurzer Festbrennweite) dann doch zu sperrig. MFT-Jüngern sei gesagt: Ein 2 cm flacheres Gehäuse ohne Spiegel ist eben auch nur 2 cm flacher und was zählt, ist die Gesamthöhe inklusive Objektiv
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  9. Erfahren
    Avatar von Skigaenger
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    AW: DSLR auf Hochtouren?

    #9
    Zitat Zitat von Moltebaer Beitrag anzeigen
    MFT-Jüngern sei gesagt: Ein 2 cm flacheres Gehäuse ohne Spiegel ist eben auch nur 2 cm flacher und was zählt, ist die Gesamthöhe inklusive Objektiv
    MFT-Jünger hier : das ist zwar richtig, aber mit nem Pancake 24-64 kommen gerade mal 2 cm und 70g dazu...

  10. Fuchs
    Avatar von nunatak
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    AW: DSLR auf Hochtouren?

    #10
    Zitat Zitat von Moltebaer Beitrag anzeigen
    Ich habe auf (bisher recht gemächlichen) Hochtouren ganz gute Erfahrungen damit gemacht. Wie üblich hab ich die Kamera in der großen Tasche vor der Brust (linker und rechter Schultergurt haben D-Ringe, daran die Toploader-Tasche mit Karabinern). Da es nur Tagestouren waren, hatte ich noch ein UWW und eine Telezoom dabei. Die Idee, daß man die weiteren Objektive auf die Gruppe aufteilt, klingt ganz gut. Dann müssen für den Wechsel nur mehrere Leute am gleichen Ort sein, geht also nicht jederzeit ohne Absprache.
    Für Klettertouren habe ich mir jedoch wieder eine Kompaktkamera geholt, so nah am Fels ist mir der große Kasten (selbst mit kurzer Festbrennweite) dann doch zu sperrig. MFT-Jüngern sei gesagt: Ein 2 cm flacheres Gehäuse ohne Spiegel ist eben auch nur 2 cm flacher und was zählt, ist die Gesamthöhe inklusive Objektiv
    Je größer die Kameratasche vor der Brust, desto eher lässt sie sich auch als Lawinenairbag einsetzen (Müslieffekt, übergroße Teile schwimmen oben)

    Ab jetzt aber mal halbwegs im Ernst: Ich habe die Erfahrung gemacht, dass Leute mit großen Kameras Bilder am Gipfel machen und Leute mit kleinen, ohne großen Aufwand tragbaren und schnell zugänglichen auch spannendere Bilder an etwas schwierigeren Stellen, also auch mal, wenn man am Steilhang steht, wo ein langes Objektiv fast schon im Schnee hängt oder die große Kamera am Fels entlang schrappen würde.

    Bin mir auch nicht sicher, ob so eine große Tasche vor der Brust, die in manchen Situationen die Beweglichkeit einschränken kann, im Steilhang die Sicht nach unten behindert, an einer engen Stelle am Fels auch mal leicht hängenbleibt oder in einer heiklen Situation (Hängenbleiben, Sturz, Abrutsch) genau den Unterschied ausmacht zwischen halbwegs gut aus der Situation rauskommen und weit unten rauskommen

    Das Wichtigste bei der Hochtour, dem sich alles unterordnen sollte, ist dass die Hochtour sicher funktioniert. Ein wichtige, sicherheitsrelevante Sache bei einer Hochtour ist z.B., dass sie im Zeitplan bleibt, u.a. damit man beim Runtergehen nicht aufgeweichte Gletscherbrücken antrifft. Häufige Pausen fürs Fotografieren, Austausch von Objektiven etc., die vielleicht sogar von anderen getragen werden, macht die Sache langsam. Fotografieren während der Tour muss schnell gehen, manchmal sogar halb im Gehen, auch damit die Leute bei zu häufigen Pausen nicht aus dem Geh-Rhythmus kommen.

    Wenn man am Seil geht auf dem Gletscher, kann die Übergabe eines Objektivs heikel sein, weil man die Seilabstände nicht mehr einhält und es dumm enden kann, wenn bei der Übergabe jemand in die Spalte einbricht und andere mitzieht.

    Mit einer guten, schnell zugänglichen, am besten um den Hals hängenden Kompaktkamera kann man sehr schöne Bilder machen. Der kleinen Qualitätsunterschied zu denen mit der DSLR würde ich als geringer einstufen, als den Qualitätsverlust, den du bei der Hochtour hast mit der großen Kamera.

  11. Moderator
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    AW: DSLR auf Hochtouren?

    #11
    Du willst aber nicht mitten auf der Tour, mit einem Pickel in der Hand, noch das Objektiv drauf schrauben, oder? Das ist unrealistisch und birgt Gefahren, sowohl für die Kamera, als auch für dich selbst (ein Gleichgewichtsverlust auf Malle oder auf einem Grat ist nicht grad dasselbe ). Das Ganze muss im Grunde einhändig gehen.

    @nunatak: Bilder machen wie Wasser trinken (wenn man kein Wassersystem hat) sind immer eine gute Entschuldigung, eine Verschnaufpause zu machen . Ansonsten warst Du offensichtlich noch nicht mit Becks auf Tour, seine Kamera wiegt noch viel mehr als meine und er macht mehr Bilder (ist aber in der Regel auch schneller und kann die Gruppe wieder einholen).
    Und eine Kamera pro ganze Gruppe? Nenene, wenn man Fotografie liebt, auch nur laienhaft, will man immer seine eigene Bilder machen. Von daher, Gerlitz, bist Du auf keinem Fall allein! Aber schnell und unkompliziert muss es gehen, das stimmt!

    Mit einer guten, schnell zugänglichen, am besten um den Hals hängenden Kompaktkamera kann man sehr schöne Bilder machen.
    Mir ist so eine Kamera nicht bekannt, ich finde die Qualitätsunterschiede immer schon sehr gross, auch wenn ich von der Sache allgemein keine Ahnung habe.
    Geändert von Vegareve (22.03.2019 um 10:59 Uhr)
    "Niemand hört den Ruf des Meeres oder der Berge, nur derjenige, der dem Meer oder den Bergen wesensverwandt ist" (O. Chambers)

  12. Fuchs

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    AW: DSLR auf Hochtouren?

    #12
    Zitat Zitat von Skigaenger Beitrag anzeigen
    MFT-Jünger hier : das ist zwar richtig, aber mit nem Pancake 24-64 kommen gerade mal 2 cm und 70g dazu...
    Bin auch so ein Jünger und habe meine MFT am Schultergurt des Rucksacks mittels eines Peak Design Capture Clips fixiert. Funktioniert wunderbar!

  13. Fuchs
    Avatar von nunatak
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    AW: DSLR auf Hochtouren?

    #13
    Zitat Zitat von Vegareve Beitrag anzeigen
    Du willst aber nicht mitten auf der Tour, mit einem Pickel in der Hand, noch das Objektiv drauf schrauben, oder? Das ist unrealistisch und birgt Gefahren, sowohl für die Kamera, als auch für dich selbst (ein Gleichgewichtsverlust auf Malle oder auf einem Grat ist nicht grad dasselbe ).

    @nunatak: Bilder machen wie Wasser trinken (wenn man kein Wassersystem hat) sind immer eine gute Entschuldigung, eine Verschnaufpause zu machen . Ansonsten warst Du offensichtlich noch nicht mit Becks auf Tour, seine Kamera wiegt noch viel mehr als meine und er macht mehr Bilder (ist aber in der Regel auch schneller und kann die Gruppe wieder einholen).
    Und eine Kamera pro ganze Gruppe? Nenene, wenn man Fotografie liebt, auch nur laienhaft, will man immer seine eigene Bilder machen. Von daher, Gerlitz, bist Du auf keinem Fall allein! Aber schnell und unkompliziert muss es gehen, das stimmt!

    Ich mache auch ziemlich viele Bilder auf Tour, aber ich sehe es wie du: Es muss (nicht immer, aber recht oft) schnell und unkompliziert gehen, wenn man den Zeitplan einhalten möchte. Es geht nicht um 3-4 Päuschen, sondern um das permanente Stopp and go, das sollte man vermeiden. Wenn man zum Wassertrinken jedes Mal zusätzlich noch 5 Minuten braucht, um seine Kamera rauszukramen, summiert sich das einfach.

    War leider noch nicht mit Becks auf Tour, holen wir aber bestimmt mal nach. Er wollte beim Wintertreffen ja leider nicht mit auf die Cima da Flix, sondern an dem Tag ein DSLR-kompatibles Spazier-Rutscherchen machen Auch wenn Becks schnell ist, kann er als Teil einer Seilschaft auf dem Gletscher die Gruppe nicht vorwegschicken, um sie dann wieder einzuholen. Beim Wandern ist das einfacher.

    Ich habe nicht geschrieben, dass nur einer eine Kamera haben sollte, war vielleicht missverständlich. Bin nur darauf eingegangen, dass es auf dem Gletscher heikel sein kann, Objektive aufzuteilen und sie dann zu übergeben. Ich finde durchaus, dass jeder eine Kamera haben sollte. Als einziger mit Kamera sieht es auf den Bildern manchmal so aus, als wäre man nicht dabei gewesen

    Gleichgewichtsverlust auf malle beim Deep Water soloing kann übrigens auch unangenehm sein

  14. AW: DSLR auf Hochtouren?

    #14
    Zitat Zitat von Skigaenger Beitrag anzeigen
    MFT-Jünger hier : das ist zwar richtig, aber mit nem Pancake 24-64 kommen gerade mal 2 cm und 70g dazu...
    Da muß man sich dann halt auch mit dem Brennweitenbereich zufriedengeben...

    Zitat Zitat von nunatak Beitrag anzeigen
    Mit einer guten, schnell zugänglichen, am besten um den Hals hängenden Kompaktkamera kann man sehr schöne Bilder machen. Der kleinen Qualitätsunterschied zu denen mit der DSLR würde ich als geringer einstufen, als den Qualitätsverlust, den du bei der Hochtour hast mit der großen Kamera.
    Ist halt ein ziemliches Gefuddel, gerade mit Handschuhen. Bin meine kleine noch nicht so sehr gewohnt, aber Zeit sparen geht bisher nur im Vollautomatikmodus. Wenn ich richtig Bilder machen will, dauert es länger als mit der DSLR oder ich muß erst die Handschuhe ausziehen.

    Zur eingeschränkten Sicht nach unten: ich merke mir halt, wie das Terrain vor 30 cm aussah
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  15. AW: DSLR auf Hochtouren?

    #15
    Als MFT-Jünger habe ich entweder eine kleine Hüfttasche, die ich aber nur bei Wandertouren verwende, da zentral vor dem Einbindepunkt:




    eine Schultergurtbefestigung, auch bei Hochtouren griffgünstig ohne zu stören:




    oder wie schon erwähnt eine Kompaktknipse.
    Zwei Taschen seitlich am Gurt kann ich mir nicht vorstellen. Dort ist das Equipment für die Gletschertouren: Prusik, Schlingen, Eisschrauben, Exen, Karabiner, Standplatzschlinge, Jümar,...


  16. Erfahren

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    AW: DSLR auf Hochtouren?

    #16
    Ich habe für Bergtouren seit letztem Jahr die Camslinger, die Tasche kann ich empfehlen. Hängt seitlich und verträgt sich mit Rucksack, da etwas versetzt konstruiert (und müsste auch mit Klettergurt gehen, man kann halt an der Stelle nichts anderes einhängen). Lässt sich einhändig bedienen. Die Handschlaufe der Kamera verbinde ich mit Karabiner und Schlaufe noch mit dem Rucksack als Fallschutz (lang genug, dass ich sie zum Aug heben kann).

    In der Camslinger dann irgendwas in Richtung Fuji APS-C oder eine der kompakten spiegellosen Vollformate, z.B. die Z6/7 mit 24-70 müsste sich eigentlich ausgehen...

    (Eigentlich ist das mein Plan, ich hab die D-SLR letztes Jahr schon verkauft, Fuji hab ich schon und bis zur nächsten Tour dann vielleicht eine Z...)
    www.lustwandler.at
    Trekking in Schweden, Norwegen und Island
    Letzte Tour: Gränsleden – Nordkalottleden – Narvikfjell (Ritsem – Riksgränsen)

  17. Anfänger im Forum

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    AW: DSLR auf Hochtouren?

    #17
    Wenn die Kamera in einem Holster steckt, kommt man wirklich sehr schnell ran. Das Holster sitz ja fest! Das geht sogar mit einer Hand, auch während man geht. Fürs eigentliche Foto sollte man aber schon ganz kurz beide Hände zur Verfügung haben. Ich glaube, der Zeitunterschied zur Kompakten ist marginal (da fummle ich eher mal mit der kleinen, lästig baumelnden Tasche rum). Für´s Bild zwischendurch hab ich ohnehin noch ne kleine RX100 dabei, die macht mit ihrem 1“ Sensor tatsächlich sehr gute Bilder. Aber es gibt schon Unterschiede und einiges, was wirklich nur mit der DSLR geht.
    @transient73
    Aufwendige Klettertouren hab ich bislang nicht vor. Mein Material ist überschaubar. Es beschränkt sich auf dass, was man für eine Spaltenrettung braucht. Inwiefern sich das mit dem Klettergurt verträgt werd ich die Tage mal ausprobieren. Hab ohnehin schon in der Garage gebaumelt und Selbstrettung mit Tibloc und Microtraxion geübt – werd mal probieren, wie das mit den Kamerataschen funktioniert.

  18. Erfahren
    Avatar von Bergzebra
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    AW: DSLR auf Hochtouren?

    #18
    Ich habe bei Hochtouren immer meine Vollformat DSLR mit einem lichtstarken 24-70mm Ein-für-Alles Objektiv dabei. Beide zusammen wiegen fast 2600g. Ein zweites Objektiv habe ich da noch nie vermisst.

    Zitat des Climping-Guide in Nepal: "Du willst doch nicht mit dieser Kamera auf den Gipfel?"
    Meine Antwort: "Wenn es am Gewicht der Kamera scheitert, dann bin ich es auch nicht wert den Gipfel zu erreichen."
    Mein Leergewicht liegt zusätzlich sicherlich deutlich über den jeweiligen einzelnen zulässigen Gesamtgewicht (Mensch und getragene Ausrüstung) von mehr als 90% aller mehr als 1000 Höhenmeter am Tag im Gebirge machenden Forumsmitglieder.

    Die Kamera ist oben im Rucksack, eine Hüft-, Gürtel- oder Bauchtasche wäre für mich viel zu umständlich, würde mich nur nerven.

    Wenn eine Hand frei ist, lässt sich für mich mit der Kamera meist problemlos fotografieren. Das Herauskramen aus dem Rucksack ist auch sehr schnell (einhändig) erledigt (Schultergurt in die Ellenbeuge der nicht freien Hand rutschen lassen und Rucksack öffnen, ... - da findet sich immer schnell eine Lösung).

    Ist nur die linke Hand frei, dann mit der linken Hand die Kamera auf den Kopf halten und mit dem kleinen Finger bedienen.

    Meine Kamera hat den Vorteil, dass man die relevanten Einstellungen mit einer Hand durchführen kann. Für die Verstellung der Brennweite muss dann eben auch einmal die Nasenspitze herhalten. Da die Kamera-Objektiv-Kombination eine sehr gute Schwerpunktslage hat, kann man sie auch an etwas weniger gefährlichen Stellen mal auch mit ein bis zwei Finger zwischen Batteriefach und Objektiv halten.
    Schaffe Dir Erinnerungen bevor Du nur noch diese hast!

    Nur heute wärmt uns das Feuer, gestern war es Holz und morgen wird es Asche sein.
    (Autor unbekannt)

  19. Anfänger im Forum

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    AW: DSLR auf Hochtouren?

    #19
    Zitat Zitat von Bergzebra Beitrag anzeigen

    Ist nur die linke Hand frei, dann mit der linken Hand die Kamera auf den Kopf halten und mit dem kleinen Finger bedienen.

    Meine Kamera hat den Vorteil, dass man die relevanten Einstellungen mit einer Hand durchführen kann. Für die Verstellung der Brennweite muss dann eben auch einmal die Nasenspitze herhalten. Da die Kamera-Objektiv-Kombination eine sehr gute Schwerpunktslage hat, kann man sie auch an etwas weniger gefährlichen Stellen mal auch mit ein bis zwei Finger zwischen Batteriefach und Objektiv halten.
    ..das mus ich mal probieren.. Danke!

  20. Fuchs
    Avatar von nunatak
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    AW: DSLR auf Hochtouren?

    #20
    Wie man aus den Antworten herauslesen kann, geht´s bei der Frage auch darum, was für eine Hochtour man macht. Da hat jeder wohl was anderes vor Augen. Wenn die Tour überschaubar ist vom zeitlichen Aufwand, das Wetter passt, das Gelände nicht zu anspruchsvoll ist und es für die Gruppe OK ist, dass auch längere Fotopausen gemacht werden, spricht nicht so viel dagegen seine DSLR spazieren zu schleppen. Je schwieriger und länger die Tour ist, desto eher sind nur Leute mit sowas unterwegs, die wirklich auf die DSLR angewiesen sind, weil die Bilder 100% perfekt sein müssen, z.B. bei Veröffentlichungen etc. oder weil man Fotofreak ist.
    Gerade bei gutem Wetter muss aus meiner unscharfen Sicht aber wohl niemand ernsthaft leiden, ein Bergbild anzuschauen, das mit einer guten Kompaktkamera aufgenommen wurde. Bei diffusem Licht sieht das vielleicht anders aus. Ich selbst mache z.B. auch beim Sichern am Fels Bilder, natürlich immer mit einer Bremshand am Seil. Das gibt dann zwar spannende Bilder, aber vielleicht qualitativ nicht ganz mit einer DSLR vergleichbar. Geht aber nur, wenn man die kleine Knipse auch einfach mal fallen kann in den Kameragurt. Sowas geht bei einer großen Kamera kaum.

    Gerade als Anfänger würde ich jedenfalls auf Dinge verzichten, die mir eine Hochtour und das Handling mit der sonstigen Bergausrüstung erschweren könnten. Ein Bergfotoprofi ist bergtechnisch wahrscheinlich so erfahren, dass er dabei keine Probleme hat mit der großen DSLR vor der Brust. Beim Anfänger könnte das in einer unübersichtlichen Situation anders aussehen.
    Geändert von nunatak (22.03.2019 um 14:18 Uhr)

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