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  1. Lebt im Forum
    Avatar von Chouchen
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    AW: Alleinwandern für Angsthasen

    #21
    Hm, vorneweg: Angst unterwegs habe ich eigentlich noch nicht gehabt, im Gegenteil, ich genieße es meistens, mein Ding und mein Tempo machen zu können. (Ja, es gibt auch Scheiß-Tage, aber das Positive überwiegt.)
    Aber nachts hatte ich am Anfang zumindest immer eine paranoide Nacht. Ich hielt es aus, weil die Tage und die Folgenächte dafür entschädigt haben, habe mich dran gewöhnt und irgendwann hörte es mit den Jahren (fast) auf. Und da ich inzwischen mit Hund unterwegs bin, erhöht das Gefühl im Zelt zu Hause zu sein und mit Kumpels unterwegs zu sein, noch einmal stark.

    Meiner Erfahrung nach hilft es im Norden unterwegs zu sein, wenn es nicht wirklich dunkel wird (und Norwegen ist ja auf Deiner Liste) und die Landschaft auch offen ist. Im Zelt im Dunkeln im deutschen Wald sieht man zwar genauso wenig wie in einem Zelt sitzend in der Mitternachtssonne, aber das subjektive Gefühl der Sicherheit bei Helligkeit draußen ist trotzdem größer.

    Wenn es weniger um das Gefühl am Lagerplatz geht als unterwegs: Du könntest eine eher frequentierte Strecke nehmen und Dich dort immer wieder Leuten anschließen und nachts auf Zeltplätzen oder Hütten gehen, um Anschluss zu finden und Dich austauschen zu können.

    Wenn es aber nur Quälerei für Dich ist und Du denkst, Du "müsstest" es machen und es genießen, weil andere doch auch Spaß an dieser Urlaubsform haben, dann würde ich mich nicht dazu zwingen.
    (Ich habe auch schon drei Urlaube nach den ersten Tagen komplett umdisponiert, sogar abgebrochen, weil es aus unterschiedlichen Gründen einfach nur Quälerei war.) Versuche Deine Aktivitäten an Dich und Deine aktuellen Bedürfnisse anzupassen, nicht Dich an Deine Aktivitäten.

    Du könntest vielleicht einen Urlaub in Norwegen machen und eine Strecke mit Notausstieg und Plan B angehen: Versuche 2, 3 oder 4 Tage zu wandern. Wenn Du aber merkst, dass es einfach nur negativen Stress anstatt positive Aufregung bedeutet, dann breche ab, nimm Dir einen Mietwagen oder urlaube in einem schönen Ort in der Gegend, nimm Dir vielleicht ein Standquartier in einer schönen Gegend...
    Im Vorfeld im Bekanntenkreis nicht zu viel erzählen: Wenn Du allen ankündigst, Dich jetzt zwei Wochen weglos durch den Norden schlagen zu wollen, dann stört das vielleicht das Reinhören in Dich selbst und das Handeln nach Deinen eigenen Bedürfnissen.
    "I pity snails and all that carry their homes on their backs." Frodo Baggins

  2. Dauerbesucher
    Avatar von Igelstroem
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    AW: Alleinwandern für Angsthasen

    #22
    Einerseits:

    Zitat Zitat von EllaOntheRoad Beitrag anzeigen
    Ich glaube vor Menschen tatsächlich am wenigsten. [...] Im Gegenteil fand ich es gerade in solchen Situationen eher erleichternd andere Leute zu treffen.
    Andererseits:

    Zitat Zitat von EllaOntheRoad Beitrag anzeigen
    Persönlich ist es glaube ich das Gefühl beobachtet zu werden.
    Das hat etwas Faszinierendes, weil es auf den ersten Blick widersprüchlich erscheint und trotzdem natürlich möglich ist.

    Ich selber empfinde bei Mehrtageswanderungen mitunter ein starkes atmosphärisches Unbehagen an dem Ort, an dem ich mich mehr oder weniger gezwungenermaßen zum Schlafen niederlasse, und manche Umgebungen, die von anderen beim Thema Wildcampen empfohlen und genutzt werden (z.B. versteckt im Nadelwald), würden für mich schon aus diesem atmosphärischen Grund nicht in Frage kommen. Allerdings habe ich solches Unbehagen fast nie tagsüber während des Wanderns, außer vielleicht gelegentlich mal in einem brandenburgischen Wirtschaftswald.

    Die rationalisierende Betrachtung der Gefahren und der archaischen Ursprünge der Angst hilft mir meistens nicht. Aber ich habe eben auch die umgekehrte Erfahrung gemacht: Wenn es stimmt, dass das Unbehagen auf der Ebene der unbestimmten Fiktion liegt (in die sich konkrete Gefahrenszenarien gar nicht unbedingt eintragen lassen), könnte man der Angst auch auf derselben Ebene begegnen, nämlich mit einer Gegenfiktion. Das wird wohl einer der Gründe dafür sein, dass ich beim Wandern gerne Army-Ausrüstung verwende; die militärische Erkundung (für die man keine Waffen braucht) ist dann das Skript, das einen hindert, sich in eine unbestimmte Opferrolle hineinzusteigern, bloß weil die Haut gegenüber der Umwelt irgendwie zu dünn ist. Das Militärische ist sozusagen eine Überschätzung der eigenen Handlungskompetenz, die der Unterschätzung, die sich als Angst bemerkbar macht, entgegengesetzt werden kann.

    Skripte dieser Art könnte es verschiedene geben, und da man allein ist, hat man wenig Gründe, seiner Phantasie nicht freien Lauf zu lassen. Das ist sogar ein Gewinn, den man aus der Situation des Alleinwanderns ziehen kann: Man kann experimentieren, in welchem Gefühlsfilm man sich wohlfühlt – ohne sich damit dem Risiko der Lächerlichkeit auszusetzen.
    Lebe Deine Albträume und irre umher

  3. Erfahren

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    AW: Alleinwandern für Angsthasen

    #23
    Zitat Zitat von Igelstroem Beitrag anzeigen
    Das Militärische ist sozusagen eine Überschätzung der eigenen Handlungskompetenz, ...
    Man kann experimentieren, in welchem Gefühlsfilm man sich wohlfühlt – ohne sich damit dem Risiko der Lächerlichkeit auszusetzen.
    Interessante Analyse. Nur: nicht mein Gefühlsfilm - wäre mir zu lächerlich.

  4. Fuchs
    Avatar von Mus
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    AW: Alleinwandern für Angsthasen

    #24
    Gegen die Angst hilft auf Dauer nur die Erfahrung, dass alles gut gegangen ist.

    Also mach einfach, aber achte unbedingt darauf, es in kleinen Schritten anzugehen und Stück für Stück zu erweitern. Erschöpfung ist meiner Erfahrung nach der beste Freund der Angst.
    Wähle also die Etappen kurz genug (viel kürzer, als du dir eigentlich konditionell zumuten könntest) und beginne mit nur einer Übernachtung und schlafe am Anfang noch in festen Unterkünften. Wenn du dich auch tags unsicher fühlst, ist es wichtig, dass du dich wenigstens nachts entspannen kannst.. Je besser dein Gefühl wird, um so längere und mehr Etappen kannst du machen. Kommt die Angst zurück, reduzierst du wieder oder machst einen Pausentag bzw. ein Alternativprogramm.

    Ein weiterer Tipp: Gib deinem Kopf etwas zu tun, dann hat er weniger Zeit Angst zu haben. Du könntest dir z.B. vor der Tour eine Thema stellen, zu dem du möglichst viele schöne Fotos "sammeln" willst (der Fotochallenge-Thread kann hier gute Dienste leisten). So bist du gleichermaßen abgelenkt und doch wachsam mit der Umgebung beschäftigt und kannst auch die Zeit, die dir bei einer sehr kurzen Etappe noch übrig bleibt, sinnvoll nutzen.

    Mach bei jeder Tour eine ganze Reihe Selfies, von Stellen/Momenten, die besonders schön waren. Schau sie dir vor der nächsten Tour an. So rufst du vor allem die guten Gefühle wieder wach, die du mit dem Wandern verbindest. Das gibt Souveränität.

    Erzähle Leuten mit Humor, die du gut kennst, von Stellen, an denen du dich unnötig gefürchtet hast. Schmücke die Erzählung gut aus. Ihr werdet über die ganze Sache fürchterlich lachen müssen. Lachen ist der größte Feind der Angst.

    Komm auf ein ODS-Treffen und unterhalte dich mit den Leuten dort. Da stellst du ganz schnell fest, dass kaum einer von uns der durchtrainierte, taffe Superheld ist, den man sich manchmal beim Lesen hier vorstellt (zumindest ging es mir so vor meinem ersten ODS-Treffen). Auge in Auge mit ganz normalen Menschen zu plaudern, die z.T. ganz ähnliche Probleme unterwegs zu sein haben/hatten und trotzdem unterwegs sind, ist nochmal etwas ganz anderes, als es in einen Internetforum zu besprechen.
    Geändert von Mus (21.03.2019 um 09:34 Uhr)
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  5. Fuchs
    Avatar von wilbert
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    AW: Alleinwandern für Angsthasen

    #25
    Danke auf jeden Fall für die Antwort.
    Das tut mir leid, wenn das Thema doppelt ist. Werde mir die beiden noch genauer durchlesen, aber vom Überfliegen haben die beiden zumindest andere Schwerpunkte. Dunkelheit und Übernachtungen sind für mich bisher kein Thema.
    Damit wollte ich Dich nicht "abklatschen", sondern aufzeigen, dass Dein Gefühl nicht so ungewöhnlich ist.

    Ich unterscheide zwischen Angst und Furcht.
    Die Angst ist die, vor dem Wolf im Wald, obwohl ich weiß, dass diese Spezies an diesem Ort nicht vorkommt.
    Die Furcht ist dann berechtigt, wenn tatsächlich mehrere Wölfe vor mir stehen.

    Angst ist immer etwas Abstraktes, was ich nicht mit einer akuten Bedrohung benennen kann.
    Ich habe bei solo Übernachtungen im Wald, Angst vor der Dunkelheit. Die Unfähigkeit im Dunklen ausreichend sehen zu können verstärkt diesen Zustand zusätzlich.
    Ein Igel, der im Laub raschelt, wächst in meiner Vorstellung zu einem gefährlichen Raubtier heran.

    Daher brauche ich für meine Gemütsruhe ein kleines Feuer um mich abzulenken. Der Lichtschein im Nahbereich und der Blick ins Feuer, mit dem Spiel der Glut, entspannt mich. Bin ich länger unterwegs, setzt irgendwann eine Gewöhnung ein. Die nächtliche Situation ist nicht mehr so fremd und bedrohlich. Das Feuer wird dann als psychologische Stütze nicht mehr so wichtig.

    Persönlich ist es glaube ich das Gefühl beobachtet zu werden.
    Deine Wahrnehmung ist sehr fein und durchaus richtig.
    Auf Deinem Weg, sind um Dich herum zahlreiche Lebewesen Zuhause, die natürlich jeden Eindringling beobachten, der durch ihren Vorgarten stiefelt.

    Ich würde diese Sensibilität als Geschenk sehen, das mehr Beachtung bedarf.
    Wahrscheinlich ist Dein Tempo zu hoch, (man muss ja irgendwo ankommen) sodass Du Dir keine Zeit zur Kontrolle Deiner Wahrnehmung gibst. Schau Dich nach den "Beobachtern" um, nimm allen Mut zusammen, bleib bei dem aufkommenden Gefühl stehen und erkunde, woher diese Empfindungen gerade kommen kann. Geh dem nach!
    Wahrscheinlich wirst Du feststellen, dass die "Beobachter" nur ein begrenztes Interesse an Dir haben.
    Du wirst sicher langsamer vorankommen, aber dabei einmalige Entdeckungen machen.

    Diesen kleinen Bericht finde ich schön, wie auch passend.
    https://www.outdoorseiten.net/forum/...=1#post1729181

    VG. -Wilbert-

  6. Alter Hase
    Avatar von AlfBerlin
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    AW: Alleinwandern für Angsthasen

    #26
    Schutzhütten sind mir nachts eher unheimlich, weil überall Müll, Kot und andere Überreste von weißgottwem rumliegen und weil dort schon mal jemand vorbeikommt, auch nachts. Eigentlich verstecke ich mich lieber und fühle mich dann sicherer. Aber extrem verlassene Orte fand ich auch manchmal unheimlich. Seitdem ich zu Hause eine "Bodenstation" habe, der ich meine Position melde, fühle ich mich damit sicherer. Aber manchmal gibt es halt keinen Handyempfang. Dann melde ich vorher, wo ich ungefähr nächtigen werde.

    Manche Orte sind irgendwie unheimlich, dann ziehe ich weiter. Obwohl ich mir nie Horrorfilme anschaue, spielen sich manchmal ganze Szenen vor meinem geistigen Auge ab. Dann fange ich halt an, im Geiste Drehbücher zu schreiben, bis das zu langweilig oder anstrengend wird.

    Insgesamt habe ich mich aber daran gewöhnt irgendwo alleine wild zu campen und fühle mich ganz gut dabei.

    Vor Zecken, Jägern, Wildschweinen, Wölfen und Witwenmachern habe ich Angst. Aber da ergreife ich halt die nötigsten Maßnahmen.





    Der größte Schreck wäre, irgendwann nachts beim Versteck plötzlich völlig unerwartet irgend einem Waldschrat oder Igelstroem gegenüberzustehen.
    Geändert von AlfBerlin (21.03.2019 um 20:24 Uhr)

  7. AW: Alleinwandern für Angsthasen

    #27
    Das sind auf jeden Fall alles eine Menge guter Tipps!
    Ich hatte gar nicht erwartet, dass es doch so viele Leute gibt, die sich damit auseinander setzen

    Zitat Zitat von Waldhexe Beitrag anzeigen
    Am stärksten war es im Fjäll, wo man gelegentlich das Gefühl haben kann, der erste oder letzte Mensch zu sein... Aber auch hier immer noch angenehmer Grusel.

    Überhaupt durchlaufe ich alleine intensiveren Stimmungen, zu zweit ist das alles etwas nivelliert. Hat Vorteile und Nachteile.

    Nimm es gelassen und lass es zu, wäre mein Rat. Vertraue Dir und Deinen Gefühlen, sie wollen Dich einfach zur Vorsicht mahnen! Der Urmensch in Dir versteht nicht, dass Du ein Handy in der Tasche hast. Im Fjäll oder Grönland, ohne Empfang, mahnt er durchaus zu recht zu Vorsicht vor Wetterverschlechterung, Verlaufen, Fußbrechen, Erschöpfung und doch dem einen oder anderen Raubtier...

    Gruß,

    Claudia
    Hey Claudia! Dass es zu zweit oder im Nachhinein alles besser wirkt ist mir bereits auch aufgefallen, ebenso wie dass einem die Natur weniger auffälllt. Bisher war ich nur einmal mit einem Partner wandern und das auch nur durch Zufall - wir sind zu zweit ohne es vorher geplant zu haben doppelt so weit gelaufen wie meine Strecke gewesen wäre, aber als ich am anderen Tag wieder allein unterwegs war, war doch das Gefühl sehr anders. Nicht besser oder schlechter, aber anders.

    Beim Dovre Fjell wollte ich auf dem Trip nach Norwegen auf jeden Fall vorbei schauen, wenn ich es einbauen kann.Mein Vater schwärmt sehr davon. Vielleicht hast du ja ein paar Tipps dort, wenn es denn soweit ist

    Bist du in einem schon Raubtieren begegnet? Oder Moschusochsen? Zumindest Google gaukelt einem vor, in diesem gebe es eine ganze menge D:

    Zitat Zitat von blauloke Beitrag anzeigen
    Ich hatte auch schon mal Fußspuren im frischen Schnee neben meinem Zelt als ich Morgens heraus gekrochen bin. Ob das nun ein Jäger oder Spaziergänger war weiß ich nicht, jedenfalls hat mich niemand gestört.
    Das Stelle ich mir auch gar nicht schön vor

  8. AW: Alleinwandern für Angsthasen

    #28
    Zitat Zitat von Chouchen Beitrag anzeigen
    Meiner Erfahrung nach hilft es im Norden unterwegs zu sein, wenn es nicht wirklich dunkel wird (und Norwegen ist ja auf Deiner Liste) und die Landschaft auch offen ist. Im Zelt im Dunkeln im deutschen Wald sieht man zwar genauso wenig wie in einem Zelt sitzend in der Mitternachtssonne, aber das subjektive Gefühl der Sicherheit bei Helligkeit draußen ist trotzdem größer.

    Wenn es weniger um das Gefühl am Lagerplatz geht als unterwegs: Du könntest eine eher frequentierte Strecke nehmen und Dich dort immer wieder Leuten anschließen und nachts auf Zeltplätzen oder Hütten gehen, um Anschluss zu finden und Dich austauschen zu können.

    Wenn es aber nur Quälerei für Dich ist und Du denkst, Du "müsstest" es machen und es genießen, weil andere doch auch Spaß an dieser Urlaubsform haben, dann würde ich mich nicht dazu zwingen.
    (Ich habe auch schon drei Urlaube nach den ersten Tagen komplett umdisponiert, sogar abgebrochen, weil es aus unterschiedlichen Gründen einfach nur Quälerei war.) Versuche Deine Aktivitäten an Dich und Deine aktuellen Bedürfnisse anzupassen, nicht Dich an Deine Aktivitäten.

    Im Vorfeld im Bekanntenkreis nicht zu viel erzählen: Wenn Du allen ankündigst, Dich jetzt zwei Wochen weglos durch den Norden schlagen zu wollen, dann stört das vielleicht das Reinhören in Dich selbst und das Handeln nach Deinen eigenen Bedürfnissen.
    Das ist ja schlau
    In Norwegen besteht ja einer der Reize darin einmal die Polarnacht zu erleben. Aber den Sommer als zu nutzen "Anfängerübernachtung" ist richtig gut

    Quälerei ist relativ. Von 6 Reisen mit mehreren Wanderungen war nur eines überwiegend Schlecht - das mit der abgebrochenen Wanderung. Bei Trier war das über einen Teilabschnitt des Moselsteigs, der dort ja teilweise über mehr oder weniger feste Wege führt, wo man ja eigentlich wenig zu befürchten hat. Die anderen waren wirklich tolle Erlebnisse, auch wenn mal hier oder dort einen mulmigen Abschnitt gab.
    Warum hast du denn ganze Reisen abgebrochen? Umplanen, ok, aber Abbrechen ist ja gleich doppelt schade :/

    Nicht-Erzählen erfordert ein großes Maß an Selbstkontrolle
    Wenn sie das nicht verstehen, sind sie keine besonders netten Leute find ich :x Da sollte man sich nicht so den Druck machen, finde ich. Spaß machen soll es ja immer


    Zitat Zitat von Mus Beitrag anzeigen
    Gegen die Angst hilft auf Dauer nur die Erfahrung, dass alles gut gegangen ist.

    Also mach einfach, aber achte unbedingt darauf, es in kleinen Schritten anzugehen und Stück für Stück zu erweitern. Erschöpfung ist meiner Erfahrung nach der beste Freund der Angst.
    Wähle also die Etappen kurz genug (viel kürzer, als du dir eigentlich konditionell zumuten könntest) und beginne mit nur einer Übernachtung und schlafe am Anfang noch in festen Unterkünften. Wenn du dich auch tags unsicher fühlst, ist es wichtig, dass du dich wenigstens nachts entspannen kannst.. Je besser dein Gefühl wird, um so längere und mehr Etappen kannst du machen. Kommt die Angst zurück, reduzierst du wieder oder machst einen Pausentag bzw. ein Alternativprogramm.

    Ein weiterer Tipp: Gib deinem Kopf etwas zu tun, dann hat er weniger Zeit Angst zu haben. Du könntest dir z.B. vor der Tour eine Thema stellen, zu dem du möglichst viele schöne Fotos "sammeln" willst (der Fotochallenge-Thread kann hier gute Dienste leisten). So bist du gleichermaßen abgelenkt und doch wachsam mit der Umgebung beschäftigt und kannst auch die Zeit, die dir bei einer sehr kurzen Etappe noch übrig bleibt, sinnvoll nutzen.

    Mach bei jeder Tour eine ganze Reihe Selfies, von Stellen/Momenten, die besonders schön waren. Schau sie dir vor der nächsten Tour an. So rufst du vor allem die guten Gefühle wieder wach, die du mit dem Wandern verbindest. Das gibt Souveränität.

    Erzähle Leuten mit Humor, die du gut kennst, von Stellen, an denen du dich unnötig gefürchtet hast. Schmücke die Erzählung gut aus. Ihr werdet über die ganze Sache fürchterlich lachen müssen. Lachen ist der größte Feind der Angst.

    Komm auf ein ODS-Treffen und unterhalte dich mit den Leuten dort. Da stellst du ganz schnell fest, dass kaum einer von uns der durchtrainierte, taffe Superheld ist, den man sich manchmal beim Lesen hier vorstellt (zumindest ging es mir so vor meinem ersten ODS-Treffen). Auge in Auge mit ganz normalen Menschen zu plaudern, die z.T. ganz ähnliche Probleme unterwegs zu sein haben/hatten und trotzdem unterwegs sind, ist nochmal etwas ganz anderes, als es in einen Internetforum zu besprechen.

    Die Fotochallenge gefällt mir
    Hat dir es geholen die anderen Super-Wanderer aus dem Internet als normale Menschen wahrzunehmen bzw. war das ein Problem für dich?
    Trifft sich das Forum tatsächlich öfter? Hatte sowas irgendwie gar nicht erwartet D:

    Zitat Zitat von wilbert Beitrag anzeigen
    Deine Wahrnehmung ist sehr fein und durchaus richtig.
    Auf Deinem Weg, sind um Dich herum zahlreiche Lebewesen Zuhause, die natürlich jeden Eindringling beobachten, der durch ihren Vorgarten stiefelt.

    Ich würde diese Sensibilität als Geschenk sehen, das mehr Beachtung bedarf.
    Wahrscheinlich ist Dein Tempo zu hoch, (man muss ja irgendwo ankommen) sodass Du Dir keine Zeit zur Kontrolle Deiner Wahrnehmung gibst. Schau Dich nach den "Beobachtern" um, nimm allen Mut zusammen, bleib bei dem aufkommenden Gefühl stehen und erkunde, woher diese Empfindungen gerade kommen kann. Geh dem nach!
    Wahrscheinlich wirst Du feststellen, dass die "Beobachter" nur ein begrenztes Interesse an Dir haben.
    Du wirst sicher langsamer vorankommen, aber dabei einmalige Entdeckungen machen.

    Diesen kleinen Bericht finde ich schön, wie auch passend.
    https://www.outdoorseiten.net/forum/...=1#post1729181

    VG. -Wilbert-
    Auf den ersten Blick liest es sich wie ein Rat, den die Menschen im Horrofilm, die ein gruseliges Geräusch hören und dann nachgucken gehen ohne das Licht anzumachen, befolgen würden
    Den Beitrag werd ich mir auf jeden Fall noch einmal durchlesen. Zumindest die Bilder sind sehr schön

    Zitat Zitat von AlfBerlin Beitrag anzeigen
    Manche Orte sind irgendwie unheimlich, dann ziehe ich weiter.
    Ganz genau D:
    Aber der Trick mit den Drehbüchern scheint tatsächlich bei mehreren Leuten zu funktionieren^^


    Die nächsten beiden Mini-Touren, die auf dem Plan stehen, sind kleine Tagestouren ohne Übernachtungen, daher werd ich mal schauen müssen wann ich die Tipps anwenden kann. Auf jeden Fall versuche ich davon zu berichten. Vielleicht profiert ja noch jemand in zukunft davon

  9. Lebt im Forum
    Avatar von Chouchen
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    AW: Alleinwandern für Angsthasen

    #29
    Zitat Zitat von EllaOntheRoad Beitrag anzeigen
    Das ist ja schlau
    In Norwegen besteht ja einer der Reize darin einmal die Polarnacht zu erleben. Aber den Sommer als zu nutzen "Anfängerübernachtung" ist richtig gut
    Ich sag's mal so: Als relativer Anfänger, der auch noch mit Ängsten zu kämpfen hat, wäre es sowieso eine wirklich schlechte Idee im Winter wandernd in Norwegen unterwegs zu sein.

    Zitat Zitat von EllaOntheRoad Beitrag anzeigen
    Quälerei ist relativ. Von 6 Reisen mit mehreren Wanderungen war nur eines überwiegend Schlecht - das mit der abgebrochenen Wanderung. Bei Trier war das über einen Teilabschnitt des Moselsteigs, der dort ja teilweise über mehr oder weniger feste Wege führt, wo man ja eigentlich wenig zu befürchten hat. Die anderen waren wirklich tolle Erlebnisse, auch wenn mal hier oder dort einen mulmigen Abschnitt gab.
    Also wenn Du 5 Reisen durchgezogen hast und sie toll fandest, dann ist das doch eine super Quote.
    In Deinem ersten Beitrag klag es eher so, als wäre jede Wanderung alleine für dich eine psychische Quälerei.


    Zitat Zitat von EllaOntheRoad Beitrag anzeigen
    Warum hast du denn ganze Reisen abgebrochen? Umplanen, ok, aber Abbrechen ist ja gleich doppelt schade :/
    Gesundheitliche Gründe (körperlich), die mir dann mindestens einmal aber wegen Schmerzen, Frust, Ärger über mich selbst dann teilweise auch auf die Psyche geschlagen haben. Ich habe mich daran gemessen, was ich eigentlich vorhatte und was ich in den Jahren davor gemacht habe, und habe mich dadurch selbst unter Druck gesetzt. Ich hatte dann keine Lust mehr in der eigentlich geplanten Zeit groß umzudisponieren, sondern wollte nur noch nach Hause und dort meine Wunden lecken.
    Inzwischen gehe ich damit gelassen um.

    Zitat Zitat von EllaOntheRoad Beitrag anzeigen
    Nicht-Erzählen erfordert ein großes Maß an Selbstkontrolle
    Wenn sie das nicht verstehen, sind sie keine besonders netten Leute find ich :x Da sollte man sich nicht so den Druck machen, finde ich. Spaß machen soll es ja immer
    Ich meinte damit nicht, dass Deine Freunde es nicht verstehen könnten oder nicht nett sind. Sondern eher, dass man sich dadurch möglicherweise selbst unter Druck setzt. (Das geht auf jeden Fall vielen Leuten so.) Hat man viele "Mitwisser", geht man meistens stringenter an Dinge heran. Das kann sehr hilfreich sein (z.B. beim Durchziehen von Diäten ), kann aber auch dazu führen, dass man Dinge durchzieht oder versucht, die man sich besser nicht antuen sollte. ("Ich habe allen gesagt, ich mache den XY-Weg in den nächsten 2 Wochen. Ich finde es zwar furchtbar, aber da muss ich jetzt wohl durch.") Das eigene Bauchgefühl kann leiden, obwohl die "Mitwisser" im Falle eines Abbruchs nie lästern oder lachen würden.
    "I pity snails and all that carry their homes on their backs." Frodo Baggins

  10. AW: Alleinwandern für Angsthasen

    #30
    Zitat Zitat von Chouchen Beitrag anzeigen
    Ich sag's mal so: Als relativer Anfänger, der auch noch mit Ängsten zu kämpfen hat, wäre es sowieso eine wirklich schlechte Idee im Winter wandernd in Norwegen unterwegs zu sein.

    Also wenn Du 5 Reisen durchgezogen hast und sie toll fandest, dann ist das doch eine super Quote.
    In Deinem ersten Beitrag klag es eher so, als wäre jede Wanderung alleine für dich eine psychische Quälerei.

    Gesundheitliche Gründe (körperlich), die mir dann mindestens einmal aber wegen Schmerzen, Frust, Ärger über mich selbst dann teilweise auch auf die Psyche geschlagen haben. Ich habe mich daran gemessen, was ich eigentlich vorhatte und was ich in den Jahren davor gemacht habe, und habe mich dadurch selbst unter Druck gesetzt. Ich hatte dann keine Lust mehr in der eigentlich geplanten Zeit groß umzudisponieren, sondern wollte nur noch nach Hause und dort meine Wunden lecken.
    Inzwischen gehe ich damit gelassen um.

    Ich meinte damit nicht, dass Deine Freunde es nicht verstehen könnten oder nicht nett sind. Sondern eher, dass man sich dadurch möglicherweise selbst unter Druck setzt. (Das geht auf jeden Fall vielen Leuten so.) Hat man viele "Mitwisser", geht man meistens stringenter an Dinge heran. Das kann sehr hilfreich sein (z.B. beim Durchziehen von Diäten ), kann aber auch dazu führen, dass man Dinge durchzieht oder versucht, die man sich besser nicht antuen sollte. ("Ich habe allen gesagt, ich mache den XY-Weg in den nächsten 2 Wochen. Ich finde es zwar furchtbar, aber da muss ich jetzt wohl durch.") Das eigene Bauchgefühl kann leiden, obwohl die "Mitwisser" im Falle eines Abbruchs nie lästern oder lachen würden.
    ok, das wirkte von mir vielleicht etwas widersprüchlich, aber dass ich die erste Tour auf keinen Fall im Winter mache ist mir klar Wenn, dann würde ich so oder so auf Busse und Züge angewiesen sein und das ist dann ein risikofaktor für sich bei der Planung. Auch wenn ich das gerne in Zukunft mal machen würde.

    Naja, 5 Reisen bedeutet quasi lange Wochenenden. Für mehr reichte das Geld nicht.

    Sich zu verletzten ist natürlich mies. Aber solange du in einem Stück zurückgekommen ist

    Achso meinst du das
    Also das ist für mich kein Problem zu sagen "ja ne. bin ich nicht hingefahren weil ich doch was anderes gemacht hab".
    Wenn das wirklich in dem Moment die schönere Option ist, dann wurmt mich das auch im Nachhinein nicht unbedingt - zumindest etwas, dass ich auf meine Checkliste schreiben kann

  11. Fuchs
    Avatar von wilbert
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    AW: Alleinwandern für Angsthasen

    #31
    Auf den ersten Blick liest es sich wie ein Rat, den die Menschen im Horrofilm, die ein gruseliges Geräusch hören und dann nachgucken gehen ohne das Licht anzumachen, befolgen würden
    Den Beitrag werd ich mir auf jeden Fall noch einmal durchlesen. Zumindest die Bilder sind sehr schön
    HI Hi, jetzt wo Du das sagst, bemerke ich das auch.
    Allerdings hatte ich dabei eher eine Stimmung im Sinn, wie sie von Feurio in seinem Bericht beschrieben wird.

    Gib deinem Kopf etwas zu tun, dann hat er weniger Zeit Angst zu haben. Du könntest dir z.B. vor der Tour eine Thema stellen, zu dem du möglichst viele schöne Fotos "sammeln" willst.
    Den Gedanken finde ich gut. Wobei ich mich nicht nur auf die "schönen" Bilder konzentrieren würde. Wenn Dir etwas unheimlich vorkommt, dann versuche doch diese Stimmung einzufangen. Dabei können kraftvolle Bilder entstehen, die etwas mit Deinem Thema zu tun haben und jenseits des Mainstreams sind. (Schöne Landschaftsfotos gibt es schon genug. )

    VG. -Wilbert-
    Geändert von wilbert (22.03.2019 um 08:46 Uhr)

  12. Fuchs
    Avatar von Mus
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    AW: Alleinwandern für Angsthasen

    #32
    Hat dir es geholen die anderen Super-Wanderer aus dem Internet als normale Menschen wahrzunehmen bzw. war das ein Problem für dich?
    Definintiv. Wobei ich auch schon davor unterwegs war. Bislang aber eigentlich immer zu zweit u.a. weil's mich allein gegruselt hätte. Nur beim ODS zu lesen, hätte nicht so viel geholfen. Von den meisten (vor allem den Alleinwanderern) hatte sich irgendwie so ein Bild von einem super zielstrebigen, durchtrainierten Superhelden (m/w), der eh immer alles geregelt bekommt bei mir im Kopf gebildet. Einfach aufgrund der Touren, die sie machen usw. Vergleich mit meiner Person aussichtslos: Wenn die das können, kann ich das noch lange nicht.
    Auf dem ODS-Treffen stellt man plötzlich fest, es sind doch ganz normale Menschen mit Stärken und Schwächen und Zweifeln wie ich auch. (Wobei das mit dem "normal" noch mal diskutiert werden müsste ) Auch kann man im persönlichen Gespräch solche Sachen viel besser klären.
    Trifft sich das Forum tatsächlich öfter? Hatte sowas irgendwie gar nicht erwartet D:
    "Das Forum" eher nicht. Es sind mehr oder weniger kleine Gruppen auf mehr oder weniger offiziellen Treffen. Soweit sie hier aber mitgeteilt werden (es gibt ein extra Unterforum dafür, direkt überm Lagerfeuer), sind Neulinge (die wir ja alle einmal waren) definitiv herzlich willkommen, auch wenn es manchmal anders wirken mag. Das liegt nur daran, dass es zu den meisten Treffen einen "harter Kern" gibt, der quasi immer dabei ist. Aber im Gegensatz zu manch anderen Gruppierungen, werden Neulinge wirklich herzlich aufgenommen werden können sich sehr schnell dazugehörig fühlen.
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  13. Moderator
    Liebt das Forum
    Avatar von Vegareve
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    AW: Alleinwandern für Angsthasen

    #33
    OT:
    Zitat Zitat von EllaOntheRoad Beitrag anzeigen
    Wenn, dann würde ich so oder so auf Busse und Züge angewiesen sein und das ist dann ein risikofaktor für sich bei der Planung.
    Ahm, nein, Busse und Züge sind kein Risikofaktor, warum auch? Es funktioniert alles. Aber das Thema Skandinavien im Winter müssen wir hier wohl nicht vertiefen (wir reden hier bei ODS nicht von Pauschal-Hotelurlaube, wo man kurz zu den Polarlichtern gekarrt wird, sondern von autarken Wintertouren mit Pulka und Zelt ).

    Zu dem Thema Treffen kannst Du dich erstmals bei den Stammtischen umsehen. Da kann man eventuell auch Wanderpartner finden. Und das Forumscamp ist sicher auch empfehlenswert .
    "Niemand hört den Ruf des Meeres oder der Berge, nur derjenige, der dem Meer oder den Bergen wesensverwandt ist" (O. Chambers)

  14. AW: Alleinwandern für Angsthasen

    #34
    OT: Die Polarnacht zu erleben wäre schon mal recht spannend, allerdings auch ziemlich limitierend was die Tourenmöglichkeiten angeht. Als Einheimischer kann man sich da mal einen guten Zeitraum aussuchen, als Mitteleuropäer mit 3.000 km Anfahrt ist man aber auf die Bedingungen angewiesen, die im gebuchten (Zug/Flieger/Fähre) Zeitraum herrschen.
    Natürlich ist auch im Hochwinter eine Tour nicht unmöglich, jedoch einfach ein wenig "spezieller" und insgesamt sehe ich für mich da weniger Vorteile als daß sich die Sache für mich lohnen würde. Vielleicht irgendwann mal, wenn ich fett Kohle habe, alt bin und mir 5-10 km am "Tag" genügen oder ich von Varta mit einer Pulka voller Batterien für die Stirnlampe gesponsort werde
    Wandern in Ísland?
    ICE-SAR: Ekki týnast!

  15. Moderator
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    AW: Alleinwandern für Angsthasen

    #35

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    Bitte keine unnötige Stimmungsmache.

    Bei Nachfragen bitte eine PN an den Moderator senden.  Dein Team der
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  16. Dauerbesucher
    Avatar von Itchy ST
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    AW: Alleinwandern für Angsthasen

    #36
    Bitte keine unnötigen Beschönigungen. Wenn sich was krass geändert haben sollte, sollte es benannt werden dürfen und dann sollte das diskutiert werden dürfen. Das Ausrüstungsraub zugenommen hat und anderes unschöne zumindest gebietsweise, sollte nicht verheimlicht werden.
    Man muss einer Anfängerin nun nicht auf Biegen und Brechen heile Welt vorspielen, das ist veranwortungslos.

  17. Moderator
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    AW: Alleinwandern für Angsthasen

    #37
    Zitat Zitat von Itchy ST Beitrag anzeigen
    Bitte keine unnötigen Beschönigungen. Wenn sich was krass geändert haben sollte, sollte es benannt werden dürfen und dann sollte das diskutiert werden dürfen. Das Ausrüstungsraub zugenommen hat und anderes unschöne zumindest gebietsweise, sollte nicht verheimlicht werden.
    Man muss einer Anfängerin nun nicht auf Biegen und Brechen heile Welt vorspielen, das ist veranwortungslos.
    Bitte keine unnötige Dramatisierung. Wenn sich was krass geändert haben sollte, sollte es benannt werden, am betsen mit Belegen. Daß Ausrüstungsraub zugenommen hat und anderes unschöne zumindest gebietsweise, sollte belegt und nicht nur behauptet werden.
    Man muss einer Anfängerin nun nicht auf Biegen und Brechen eine schlechte Welt vorspielen, das ist veranwortungslos.


  18. Fuchs
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    AW: Alleinwandern für Angsthasen

    #38
    OT: In der Zeit als wir in Berlin lebten, ist bei uns im Büro zweimal und Zuhause einmal eingebrochen worden. Das empfinde ich für die 12 Jahre in der Hauptstadt, schon als anständigen Schnitt.

    Ich nehme einfach mal an, dass ich aufgrund der geringeren Bevölkerungsdichte auf dem Lande, deutlich weniger Kriminalität zu erwarten habe.
    Abgesehen davon, haben Raub- und Diebstahl Delikte, auch in Schweden eine rückläufige Tendenz.
    https://www.polizei-dein-partner.de/...stik-2017.html
    https://knoema.de/atlas/Schweden/top...4tsstatistiken
    Ich kann solche Stimmungsbilder gut Verstehen, doch verzerren sie das Bild der Fakten und schüren unsinnige Ängste.


    Ein Bericht von einer Frau die viel alleine unterwegs ist:

    Let's talk about the advantages of being a single female backpacker for a change....
    http://christine-on-big-trip.blogspo...-of-being.html

    VG. -Wilbert-

  19. Erfahren

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    AW: Alleinwandern für Angsthasen

    #39
    Keine Thema.
    Im Värmland ist es normal das bei Strassenpiraterie (also Raubüberfälle auf Autofahrer) die Polizei bei einem Anruf erwidert das sie aber nicht vorbeikommt, weil wenn sie kommt sind die Täter ja schon weg.
    Man möge doch bitte eine sehr genaue schriftliche Anzeige einreichen.

    Zu einer richtigen Krankheit hat sich der Diebstahl von Forstwirtschaftsgeräten entwickelt. Die Summen gehen in die hunderttausende.
    Desweiteren sind Ansammlungen von Motorsägen,ATVs,Strommopeln,Dieselkanistern in den Wäldern keine Betriebsversammlung,
    sondern Beutelager von organisierten Banden.

    Da ich da oben ein gewerblicher Anbieter bin, weise ich unsere Kunden schon darauf hin.

    Es nützt doch nichts das alles zu verschweigen, das führt doch nur dazu das die Leute mit den irrsten Ideen losfahren.
    Die eine will im Brautkleind in den nahen Osten trampen, die anderen wollen eine Friedensfahrt mit Fahrrädern durch die irrsten Gebiete machen, andere wiederum meinen sie müssen sich im Atlasgebirge so wie zuhause im Fjäll verhalten.
    Was haben sie alle gemeinsam ? Sie sind Tod.

    Um abzuwägen was ich mache, muss ich doch alle relevanten Informationen haben, das für und das wieder.
    Natürlich gibt es im Fjäll oben keine Diebstähle von Ausrüstungen, generell keine Straftaten, das sind alles so Geschichten die sich Leute wie ich es bin ausdenken um möglichst wenig Kunden zu haben.

    Generell sollte man sich doch darüber klarsein das das da oben Niemandsland ist, da gibt es kein Recht und Gesetz.
    Das blenden einige gerne aus.
    Und man trifft da teilweise auch sehr skurille Typen.

    Man kann sein Zelt in Sichtweite eines Weges aufbauen. Muß man aber nicht.
    Man kann die schönsten Leuchtfarben für sein Zelt nehmen damit man es schon Kilometerweit sieht. Muß man aber nicht.

    Man muß hier doch so etwas nicht verschweigen, Kopfkino kann nämlich ganz gut sein, es kann zur Vorsicht verführen.

  20. Fuchs
    Avatar von wilbert
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    AW: Alleinwandern für Angsthasen

    #40
    Das ist eine vielschichtige Thematik!
    Könnte man das vielleicht auslagern?

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