Seite 3 von 4 ErsteErste 1234 LetzteLetzte
Ergebnis 41 bis 60 von 74
  1. Erfahren

    Dabei seit
    03.01.2014
    Ort
    Stockholm
    Beiträge
    420

    AW: Belastung auf Tour durch zu wenig Nahrung

    #41
    Zitat Zitat von Pfiffie Beitrag anzeigen
    bei 30°C ca. 7l Wasser an dem Tag getrunken, abends stunden nach der Anstrengung ganz normal viel gegessen. Ich war dann Montag 2 tage später beim Hausarzt der mir noch Mineralstoffmangel
    Kein Wunder bei den Wassermengen. Wenn der Mineralstoffmangel (Hyponatriämie?) zwei Tage später noch nachweisbar war, dann war da mit der Wasser/Elektrolybalance etwas sehr in Unordnung.

    Zitat Zitat von Gyttja Beitrag anzeigen
    Ich kann auch nur dringend dazu raten bei hohem Wasserkosum auf die Salz(Natrium)-zufuhr achten.
    Zitat Zitat von Meer Berge Beitrag anzeigen
    irgendwelcher Mangelerscheinungen.
    Zitat Zitat von katha1 Beitrag anzeigen
    Nochmal kurz was zum Thema "Krämpfen". Ursache hierfür ist meist eher ein Natrium- statt ein Magnesiummangel. Also gerade bei übermäßigem Schwitzen lieber etwas Salz zuführen. Es gibt auch Salztabletten oder -kapseln. Zu hoch dosiertes Magnesium kann wiederum zu Krämpfen in einer anderer Gegend führen (der Darm lässt grüßen...)
    Was alles wiederum bestätigt, dass Wasser und Elektroyte bei längerer Ausdauerbelastung an erster Stelle kommen. Wir haben das hier ja schon mal diskutiert, aber es lohnt sich zu wiederholen: viel trinken ohne Elektrolytersatz, vor allem Kochsalz, kann in solchen Situationen schnell gefährlich werden. Damit meine ich akut lebensgefährlich. Wenn man weiss, wieviel Elektrolyte man mit der Nahrung zu sich nimmt, kann man etwas abschätzen, wieviel man extra braucht in Form von Tabletten.

    Bei Touren von weniger als, sagen wir, einigen Wochen, und wenn Du normal- oder uebergewichtig bist, sind Kalorien nicht entscheidend. Natuerlich bist Du leistungsfähiger, wenn Du ausreichend Kohlenhydrate einnimmst, aber lange Ausdauerbelastung geht auch mit hypokalorischer Ernährung. Man braucht halt ein paar Tage, um sich zu gewöhnen. In dem Fall tut man wohl gut daran, genug Protein dabeizuhaben, zwar gibt es da ein physiologisches Sparprogramm bei geringer Zufuhr, aber ein gewisser Verlust ist unvermeidbar und der wird dann durch Verbrauch von Muskelprotein gedeckt, was in der Situation unerwuenscht ist. Ein Minimum an Kohlenhydraten sollte man auch dabeihaben, die physiologischen Reserven reichen da nur fuer einen halben Tag, nachein oder zwei Tagenstellen sich zwar diverse Organe auf andere Energiequellen um, aber ganz ohne Glukose geht es nicht, wofuer wiederum Protein verbraucht wird (in Form von glukogenen Aminosäuren).

    Meine Erfahrung ist ebenfalls, dass ich bei Touren bis ein oder eineinhalb Wochen erstaunlich unhungrig bin. Das Konzept ist Gruetze zum Fruhstueck, Riegel und Gorp fuer unterwegs, Fertigmahlzeit zum Abendessen und Schokolade zum Nachtisch. Mit 3000 kcal/Tag bin ich da mehr als satt. Protein- und Elektrolytgehalt bedenken, das geht mit etwas Proteinriegeln und Salztabletten.

    Taffi
    Geändert von Taffinaff (17.03.2019 um 15:33 Uhr) Grund: Kleine Faktenkorrektur

  2. Fuchs
    Avatar von Waldhexe
    Dabei seit
    16.11.2009
    Ort
    Schwäbischer Wald
    Beiträge
    1.904

    AW: Belastung auf Tour durch zu wenig Nahrung

    #42
    Ich bin keine Ernährungswissenschaftlerin, aber ich denke, dass man von Haferflocken, Nüssen (dabei auch gesalzene) und Trockenobst eine ganze Weile leben kann, ohne Mangelerscheinungen zu bekommen. Wenn Brennstoff nicht ganz so eng bemessen werden muss (z.B. ein Hobo-Kocher benutzt wird), würde ich neben Couscous auch rote oder gelbe Linsen mitnehmen. Essentiell sind ja Eiweiß, bestimmte Fettsäuren, Vitamine und Mineralien. Die meisten essen auf Tour jedoch vor allem Kohlenhydrate.

    Ich bekomme auf Tour nach einer Woche spätestens Heißhunger auf Salat und Steak, bei Hitze auch auf frisches Obst. Krämpfe hatte ich noch nie, auch keine spürbaren Mangelerscheinungen. Allerdings war meine längste autarke Zeit bis zum nächsten Laden eine Woche, allerdings mit dem Kajak, da hatte ich z.B. auch Hülsenfrüchte dabei. Die längste Reise war 2 1/2 Monate mit dem Fahrrad, allerdings mit regelmäßigen Einkaufsmöglichkeiten, also öfters Gemüse und Obst, gelegentlich Fisch (Tunfisch aus der Dose) und ab und zu Fleisch.

    Gruß,

    Claudia
    Mein Blog zum Draußensein mit allen Sinnen: www.wanderluchs.de

  3. Neu im Forum

    Dabei seit
    27.01.2018
    Beiträge
    8

    AW: Belastung auf Tour durch zu wenig Nahrung

    #43
    Vielleicht solltest du erstmal im Alltag probieren, ob und wie du - auch psychisch - mit einem recht ordentlichen Kaloriendefizit klarkommst? Zumal es je nach Naturell auch einiges an Disziplin erfordern kann trotz Hunger die Rationen für die nächsten Tage unangetastet zu lassen.

    Was spricht denn dagegen, 800g Nahrung/Tag mitzunehmen? Es sind ja "nur" acht Tage, sprich gut zwei Kilo Unterschied zum aktuellen Startgewicht. MIR wäre es das wert nicht mordsmäßig Kohldampf zu schieben, andere kommen damit besser klar und können die Tour trotzdem (oder vielleicht sogar deswegen) genießen. Wie es bei dir ist solltest du vielleicht ausprobieren, wenn du Rückfallpositionen hast, auch mit Blick auf deine Diabetes.

  4. Dauerbesucher
    Avatar von atlinblau
    Dabei seit
    10.06.2007
    Beiträge
    993

    AW: Belastung auf Tour durch zu wenig Nahrung

    #44
    Zitat Zitat von Igelstroem Beitrag anzeigen
    Vermutlich hast du recht. Denn wenn bei den ›ursprünglichen‹ Lebensbedingungen evolutionstechnisch irgendwas Sinnvolles herausgekommen ist, dann doch diese Neigung, nicht mehr Kraft zu vergeuden als nötig und sich auszuruhen, wenn man es sich leisten kann.
    ...das führt dann zum Bewegungsmangel...muss aber nicht.
    Ich bin mitlerweile 57 Jahre und habe mir gestern wieder einen Halbmarathon gegönnt.
    Den laufe ich auch, wenn ich mehrere Tage nichts gegesesen habe.

    Zitat Zitat von Igelstroem Beitrag anzeigen
    Der Trekker hingegen ähnelt evolutionär einem nicht sozialisierbaren Psychopathen, der dann eben in der Wildnis bei dem Versuch verhungert, allein zu jagen. ›Natürlich‹ ist das nicht.
    Im Buch "Eine kurze Geschichte der Menschheit" geht es auch um Haustiere, dass Rinder und Hühner aus evolutionärer Sicht sehr erfolgreich sind, da sehr zahlreich. Ihre Lebensbedingungen unter Massentierhaltung sind jedoch jeder Ursprünglichkeit beraubt. Ein Rind aus einer Tiermasthaltung (ernergiereiche Nahrung nach Stundenplan) hätte eine ähnliche Frage gestellt, wenn es sich wieder von Gras ernähren müsste
    Seit dem verfolgt mich das Bild vom "Hausmenschen" evolutionär erfolgreich, da zahlreich, jedoch seiner Ursprünglichkeit beraubt.

    Zitat Zitat von Igelstroem Beitrag anzeigen
    Der Trekker hingegen ähnelt evolutionär einem nicht sozialisierbaren Psychopathen, der dann eben in der Wildnis bei dem Versuch verhungert, allein zu jagen. ›Natürlich‹ ist das nicht.
    Es geht nicht um nichtsozialisierbare Psychopaten die evolutionär begründet wieder alleine jagen, sondern um eine Fitness, die anspruchsvoller ist, als die Bewältigung des Weges Weg zum nächsten Supermarkt oder DriveIn.

    Im Gegensatz zu meinen Eltern habe ich nie wirklich Hunger erleben müssen - gönne mir aber jedes Jahr 2x10 Tage einen vollkommenen Nahrungsverzicht. Nicht um zu wissen was Hunger ist - (wer das wissen will, dem empfehle ich das "Blockade-Buch Leningrad 1941-1944 klick!!!) - sondern um dem permanenten Überfluss bewusst einen Mangel entgegenzusetzen.

    Ach ja, die Saurier sind übrigens auch nicht ausgestorben...


    Thomas
    Geändert von atlinblau (17.03.2019 um 16:11 Uhr)

  5. Gerne im Forum

    Dabei seit
    27.06.2017
    Beiträge
    59

    AW: Belastung auf Tour durch zu wenig Nahrung

    #45
    Ich habe auf meiner Kungsledentour auch ein paar Kilos abgenommen und folglich eigentlich auch zu wenige Kalorien zu mir genommen. Ich habe bei Anstrengung meistens aber auch nicht adäquat viel Hunger, dafür an Ruhetagen umso mehr Das ist – mal vom Thema „Diabetes“ abgesehen, bei dem eine professionelle Meinung sicher wichtig ist – aber kein großes Problem. Ich habe halt meinen eigenen Bedürfnissen entsprechend gegessen und wenn ich doch mal gemerkt habe, dass es zu wenig war (z. B. durch schnelles Frieren in der Nacht), habe ich mir doch noch Nüsse o. Ä. „reingezwungen". Was ich allerdings nicht machen würde: mit wenig Essen kalkulieren, sodass ich das streng rationieren muss und evtl. gezwungenermaßen halbhungrig in den Schlafsack muss. Da würde ich eher versuchen, noch an anderer Stelle Gewicht zu sparen. 300 g Essen (wie im Eingangspost erwähnt) fände ich deutlich zu wenig. Ich hatte, glaube ich, ca. 500 g Essen dabei und habe einen deutlich niedrigeren Grundumsatz.
    Geändert von Tortuga (17.03.2019 um 16:37 Uhr)

  6. Dauerbesucher
    Avatar von Pfiffie
    Dabei seit
    10.10.2017
    Ort
    Thüringen
    Beiträge
    997

    AW: Belastung auf Tour durch zu wenig Nahrung

    #46
    Puh, so viele Antworten, ich bin ehrlich begeistert

    Also was die ärztliche Meinung einholen betrifft, diese ein zu holen, das ist ungefähr eine Woche her. Da war ich bei einer Spezialistin für Zuckerzeug. Wir haben uns darauf geeinigt eben die 4 tägige Ernährungsberatung zu machen wo ich mein Vorhaben auch noch mal erzählen soll. Das sind keine normalen Berater, das sind welche die das speziell für Zuckerkranke machen.

    Bis zum Tourstart werde ich ca. 20-25kg abgenommen haben (stand jetzt seid Januar -15kg (-8kg im Vergleich zum letztjährigen Tourstart)). Meine Ernährung habe ich weitestgehend umgestellt, außer ich bin mal wieder bei Oma . Insofern läuft die Vorbereitung, wobei ich das speziell nicht nur für die Tour mache. Einige Tageswintertouren sind schon absolviert und in den nächsten Wochen kommt einiges dazu, wenn es geht mal über 2-3Tage und dem ganzen Gerödel.

    Auch nochmal auf den Hinweis hin, es sind nur 8 Tage. Kommt leider bisschen missverständlich rüber. Die Tour ist 3 Wochen lang ohne Nachschubmöglichkeit für insg. die ersten 8 Tage.

    Ich denke das ich das Essenspaket so lassen werde, eventuell halbiere ich noch das Frühstück (sind -1,8kg). Ich bin nach meiner letzten Tour folglich schon richtig drauf hingewiesen wurden, ich glaube es war Andrea, "Denke dran was du beim letzten mal alles noch aus dem Rucksack geräumt hast" und diesmal sind noch Zelt und Isomatte dabei und noch mehr Essen als letztes Jahr. Das wird sehr spannend. Vor allem wenn man die Strecke und die Karte schon komplett im Kopf hat, keine Namen, aber zeichnen könnte ich sie zum großen Teil schon

    Alles in allem klingt das alles wirklich sehr positiv für mich. Das das kein Spaziergang ist und das es eine große Anstrengung ist, ist mir bewusst. Aber ich fühle mich einfach etwas sicherer wen man vorher ein paar Dinge ausschließt / erfragt.

    Vg Maik
    "Freiheit bedeutet, dass man nicht alles so machen muss wie andere"

  7. Vorstand
    Liebt das Forum
    Avatar von lina
    Dabei seit
    12.07.2008
    Ort
    Norddeutschland
    Beiträge
    23.112

    AW: Belastung auf Tour durch zu wenig Nahrung

    #47
    Zitat Zitat von Waldhexe Beitrag anzeigen
    Ich bin keine Ernährungswissenschaftlerin, aber ich denke, dass man von Haferflocken, Nüssen (dabei auch gesalzene) und Trockenobst eine ganze Weile leben kann, ohne Mangelerscheinungen zu bekommen.
    Leben kann man damit bestimmt, das ist aber auch eine Typfrage. Ich kriege das beispielsweise unterwegs nicht runter, genausowenig wie Pumpernickel (das ist mir zu süß). Mal vorher testen wäre also ganz sinnvoll (der Vollständigkeit halber: meinerseits funktionieren Oliven, Schafskäse, Tomatensuppe, etc., und mir fehlt nach einer Weile am meisten: Gemüse, Joghurt, etc.). Unsere Baltikum-Radltourverpflegung mit nahezu allabendlichem Gurken-Tomaten-Schafskäsesalat und Salami & Joghurt & Käsekuchen über’n Tag war hinsichtlich dessen perfekt

    Wenn ich zu Fuß unterwegs wäre und für viele Tage Essen mitnehmen müsste, würde ich wahrscheinlich Tomaten-Gemüsesaucen vorkochen und dörren oder Tomatensauce in getrockneter Form mitnehmen und unterwegs mit unterschiedlichen gedörrten Gemüsen anreichern (und auch mal hier reinschauen). Verglichen mit dem, was ich sonst so koche, ist das gar nicht viel anders (wobei ich sonst fast nie Salami kaufe (das ist also ein tourspezifisches Nahrungsmittel) und eher Parmesan/Pecorino als Feta/Ziegenkäserolle), nur der Salzgehalt ist für unterwegs höher.
    Geändert von lina (17.03.2019 um 19:39 Uhr)

  8. Fuchs
    Avatar von Meer Berge
    Dabei seit
    10.07.2008
    Ort
    bei HH
    Beiträge
    1.703

    AW: Belastung auf Tour durch zu wenig Nahrung

    #48
    Mein Essen unterwegs ist auch vollständig anders als zu Hause.
    Unterwegs gib es morgens eine richtig große Portion Müsli, schon zu Hause portioniert und mit Milchpulver versetzt.
    Zu Hause frühstücke ich gar nicht, und das Letzte, was ich runterkriegen würde, wäre Müsli.

    Zu Hause esse ich nie Salami. Unterwegs kann ich wochenlang mit Salametti über den Tag kommen.

    Abends gibt es auf Tour Tütensuppe mit Couscous oder Pü. Auf die Idee käme ich zu Hause nie (außer im äußersten Notfall), es würde mir nicht schmecken, auf Tour ist es klasse!


    Aber wie gesagt - ich würde mir da nicht so viel Kopf drum machen. Pack einfach mal was ein, guck, was am Ende übrig bleibt und merk dir, was du vermisst hast.

    Du wirst die Tour überstehen, egal was du mitnimmst (bis auf die Diabetes-Sache, von der ich keine Ahnung habe). Und nachher bist du wieder ein wenig klüger.
    Kalender *Papageitaucher 2019*
    Das Wetter, das man jeden Morgen in sich selber macht, ist viel wichtiger als das Wetter draußen. Fynn

  9. Gerne im Forum

    Dabei seit
    07.04.2016
    Beiträge
    56

    AW: Belastung auf Tour durch zu wenig Nahrung

    #49
    Zitat Zitat von TobBombadil Beitrag anzeigen
    Vielleicht solltest du erstmal im Alltag probieren, ob und wie du - auch psychisch - mit einem recht ordentlichen Kaloriendefizit klarkommst? Zumal es je nach Naturell auch einiges an Disziplin erfordern kann trotz Hunger die Rationen für die nächsten Tage unangetastet zu lassen.
    Das würde ich auch vorschlagen! Ich komme auch nicht aus dem ernährungswissenschaftlichen Bereich, aber ich bin davon überzeugt, dass Menschen und deren Körper durchaus unterschiedlich ticken. Manche brauchen viele kleine Mahlzeiten pro Tag, anderen reichen zwei üppige und wieder andere haben Freude am Intervallfasten. Was für einen wie gut funktioniert, muss man ausprobieren. Und das würde ich eben nicht direkt auf einer Tour machen, sondern schon vorab.

  10. Dauerbesucher
    Avatar von Pfiffie
    Dabei seit
    10.10.2017
    Ort
    Thüringen
    Beiträge
    997

    AW: Belastung auf Tour durch zu wenig Nahrung

    #50
    Zitat Zitat von mondenkind Beitrag anzeigen
    Das würde ich auch vorschlagen! Ich komme auch nicht aus dem ernährungswissenschaftlichen Bereich, aber ich bin davon überzeugt, dass Menschen und deren Körper durchaus unterschiedlich ticken. Manche brauchen viele kleine Mahlzeiten pro Tag, anderen reichen zwei üppige und wieder andere haben Freude am Intervallfasten. Was für einen wie gut funktioniert, muss man ausprobieren. Und das würde ich eben nicht direkt auf einer Tour machen, sondern schon vorab.

    Ja, da habt ihr recht, ich denke auch das ich eine gewisse Umstellung vor der Tour machen sollte. Ein gewisses defiziet esse ich ja bereits durch meine Diät. Jetzt im Mai macht es sicher vll Sinn dann nur noch früh und abends zu essen und zu schauen ob man den Körper daran gewöhnen kann. Mal schauen, das ist sicher alles nicht so arg Wild, es sind ja nur 8 Tage so extrem, danach komme ich mind. alle 2 Tage an Nachschub.
    "Freiheit bedeutet, dass man nicht alles so machen muss wie andere"

  11. Alter Hase
    Avatar von LihofDirk
    Dabei seit
    15.02.2011
    Ort
    Vorderpfalz
    Beiträge
    4.426

    AW: Belastung auf Tour durch zu wenig Nahrung

    #51
    Zitat Zitat von Pfiffie Beitrag anzeigen
    Jetzt im Mai macht es sicher vll Sinn dann nur noch früh und abends zu essen und zu schauen ob man den Körper daran gewöhnen kann.
    Ich würde nur Morgens und Mittags bzw. Mittags und Abends Essen. Und den Körper (im Alltag ohne Tourstress) dann mal richtig in den "Hungerast" kommen lassen.

    Wenn Du dann auf Tour Morgens und Abends isst, dafür aber tagsüber läufst fühlen sich die 8h ohne Nahrung wahrscheinlich eher an wie 16h ohne im Alltag.

  12. Dauerbesucher
    Avatar von Pfiffie
    Dabei seit
    10.10.2017
    Ort
    Thüringen
    Beiträge
    997

    AW: Belastung auf Tour durch zu wenig Nahrung

    #52
    Ja ist auch eine Idee . Bei morgen und abends wäre es halt schon der Rythmus wie bei der Tour. Auf jeden Fall werde ich so was in der Richtung machen, macht echt sinn. Gewöhnungseffekt und so.

    Auf der anderen Seite bin ich jetzt seid etwa 4 Wochen wesentlich aktiver als im Winter und gerade nach den Touren über 30km habe ich echt heißhunger 2-4 Tage danach gehabt. Wobei ich zugeben muss das ich danach eine gewisse Überlastung verspürt habe (Muskelkater, dicke Beine, Knieschmerzen, Schlappheit (1-2Tage)). Allerdings in den beiden Wochen + eine halbe Woche, mit den zwei 30km Touren dann auch insgesamt 150km extra gelaufen. War vll auch etwas viel für den Anfang
    "Freiheit bedeutet, dass man nicht alles so machen muss wie andere"

  13. Dauerbesucher
    Avatar von atlinblau
    Dabei seit
    10.06.2007
    Beiträge
    993

    AW: Belastung auf Tour durch zu wenig Nahrung

    #53
    Zitat Zitat von mondenkind Beitrag anzeigen
    Ich komme auch nicht aus dem ernährungswissenschaftlichen Bereich, aber ich bin davon überzeugt, dass Menschen und deren Körper durchaus unterschiedlich ticken....
    Wohl dem, der sich nicht an jeder Sau abgearbeitet hat, die von Ernährungwissenschaftlern begründet medial durchs Land getrieben wurde.

    Beispiel...

    "Wo sind die fünf bis sieben kleinen, über den ganzen Tag verteilten Portionen geblieben, die Ernährungswissenschaftler gerade noch predigten?"
    Madeo:
    "Davon entfernen wir uns tatsächlich. Wer ständig isst, dessen Insulinspiegel wird ständig hochgehalten, was wiederum hungrig macht. Es gibt da einen interessanten Mäuseversuch: Eine Gruppe von Tieren durfte 24 Stunden lang fressen. Sie wurden fett und bekamen Diabetes. Die zweite Gruppe kam täglich nur zwischen 10 und 12 Stunden an dieselbe Menge Futter heran. Diese Tiere blieben schlank und gesund."

    Quelle: Nach zwei Woche ist der Hunger weg


    Thomas

  14. Dauerbesucher
    Avatar von Pfiffie
    Dabei seit
    10.10.2017
    Ort
    Thüringen
    Beiträge
    997

    AW: Belastung auf Tour durch zu wenig Nahrung

    #54
    Interessanter Ansatz, aber leider lagen die Mäuse wohl nur in der Schachtel rum
    "Freiheit bedeutet, dass man nicht alles so machen muss wie andere"

  15. Dauerbesucher
    Avatar von Pfiffie
    Dabei seit
    10.10.2017
    Ort
    Thüringen
    Beiträge
    997

    AW: Belastung auf Tour durch zu wenig Nahrung

    #55
    Wie gesagt ich kenne mich da auch nciht aus, aber der Vergleich hinkt. Eine Maus hört nie auf zu essen, auch wenn sie voll ist behaupte ich mal. Man müsste in die Studie schauen ob die 7 Portionen genau dem entsprachen was andererseits beim Intervallfasten gefuttert wurde. Und hier beginnt die Täuschung meiner Meinung nach. Wenn man beweisen will das Intervallfasten besser und gesünder ist dann mit der gleichen Kalorienanzahl! Ist aber dann hier etwas OT
    "Freiheit bedeutet, dass man nicht alles so machen muss wie andere"

  16. Lebt im Forum
    Avatar von Chouchen
    Dabei seit
    07.04.2008
    Ort
    Mainz
    Beiträge
    6.634

    AW: Belastung auf Tour durch zu wenig Nahrung

    #56
    Zitat Zitat von Pfiffie Beitrag anzeigen
    Man müsste in die Studie schauen ob die 7 Portionen genau dem entsprachen was andererseits beim Intervallfasten gefuttert wurde. Und hier beginnt die Täuschung meiner Meinung nach. Wenn man beweisen will das Intervallfasten besser und gesünder ist dann mit der gleichen Kalorienanzahl! )
    War es wohl: Gleiche Menge Futter, identische Kalorien.
    "I pity snails and all that carry their homes on their backs." Frodo Baggins

  17. Dauerbesucher
    Avatar von Pfiffie
    Dabei seit
    10.10.2017
    Ort
    Thüringen
    Beiträge
    997

    AW: Belastung auf Tour durch zu wenig Nahrung

    #57
    Ich tu mich da tatsächlich bissel schwer gleich alles zu glauben. Denn wie schon angedeutet kommt immer wieder irgendwas anderes was plötzlich total gesund sein soll.

    Das auf meiner Tour wird eine art Intervallfasten sein müssen. Ob das am Ende gesund ist oder nicht, ist völlig egal für den kurzen Zeitraum. Ob ich da abnehme oder nicht ist auch egal. Es ist aber nicht egal ob ich am nächsten Tag nochmal 12-15km laufen kann oder nicht, oder ob ich 4 kg mehr mit mir targe oder nicht. Weil ich kann dann nicht mehr darauf reagieren und muss vll sogar das essen was für einen anderen Tag geplant war. Das sollt ich definitiv vermeiden. Hunger werd ich wohl haben, ist auch ok. Nur laufen muss ich können!
    "Freiheit bedeutet, dass man nicht alles so machen muss wie andere"

  18. Fuchs

    Dabei seit
    17.07.2013
    Beiträge
    1.285

    AW: Belastung auf Tour durch zu wenig Nahrung

    #58
    Hi Pfiffie,
    erstmal Riesenrespekt für deine Leistungen. Selbst die sportlichsten Jungspunde hier im Forum würden vermutlich nicht weit kommen, wenn sie 70 kg zusätzlich schleppen müssten.
    Deshalb würde ich sagen: achte ein bisschen auf dich, mach dich vor deiner großen Tour nicht kaputt. Und bringe deinen Körper nicht in einen Mangelzustand. Zwei Mahlzeiten (und nichts dazwischen) sind eine gute Idee. Bei der Mahlzeit, sollte dann aber wirklich auf den Hunger gehõrt werden. Der Körper braucht nämlich ziemlich viel an Nährstoffen, wenn er viel Fett verbrennen soll. Salz, Spurenelemente, Vitamine können über eine gewisse Zeit gespeichert werden oder werden langsam resorbiert, so dass man sie im Gegensatz zu Wasser nicht ständig zuführen muss, wenn du aber durch deine Diät schon vorher die Depots geleert hast, ist es schlecht. Achte auch darauf, dass deine beiden Mahlzeiten Fett enthalten. Einige der wichtigen Nährstoffe sind fettlöslich und werden sonst nicht aufgenommen.

    Wenn dein Körper sich daran gewöhnt hat, seine Energie aus den Fettreserven zu ziehen, kannst du im Prinzip mit Wasser und Salz ohne Energieverlust laufen. Du bist sozusagen besonders begabt fürs autarke wandern, weil du besonders ausgeprägte Energiereserven mit dir herumträgst. Da bist du jedem durchtrainierten Magerzapfen überlegen

    Sollte deine Diabetes mit Medikamenten eingestellt sein, solltest du natürlich mehr auf die fachkundige persönliche Beratung hören, als auf irgendwelche Schwätzer im Internet ich

    Nimmst

  19. Dauerbesucher
    Avatar von atlinblau
    Dabei seit
    10.06.2007
    Beiträge
    993

    AW: Belastung auf Tour durch zu wenig Nahrung

    #59
    Zitat Zitat von Pfiffie Beitrag anzeigen
    Interessanter Ansatz, aber leider lagen die Mäuse wohl nur in der Schachtel rum
    Selbsterfahrung...Ich war dafür bekannt, bei Unterbrechung/Nichtgewährung meiner 5-6-Mahlzeiten-Struktur gruppendynamisch unausstehlich zu sein. Nein, ich hatte und habe keine Gewichtsprobleme.
    Vor 7 Jahren mit Fasten angefangen, 2x im Jahr Heilfasten, 7 Tage nur max. 300 kcal, bei mir 1/2 l Buttermilch wegen dem Eiweiß. Seit dem ist mein Blutdruck normal und stabil, bin seit 7 Jahren Nichtraucher und ich bin ernährungsmäßig elastischer. - Essen kann sein und muss nicht mehr.
    Ich habe in den Fastentagen nie "nur in der Schachtel gelegen" - im Gegenteil. Jetzt mit 57 noch gefühlt fit bei BMI 26, 50 Liegestütze täglich und wöchentlich Halbmarathon-Jogging. Für den Kreislauf-push zwischendurch steht ein Trampolin im Garten.
    Aktuell ...Nach sieben Tagen fasten esse ich seit Montag wieder, bin die Zeit über arbeiten gewesen (25 km am Tag mit dem Fahrrad), am WE outdoor (am Sonntag z.B. 38 km gepaddelt) und auf dem Gehöft die anfallenden Frühjahrsarbeiten erledigt.
    Kalorienbedarf in Fettverbrauch in den 7 Tagen: 2,5 kg also etwa 350 g/Tag.

    Von daher ist aus meiner Erfahrung für einen Normalgewichtigen ein Nahrungsmangel kein Grund für eine zu große Tourbelastung (< 2-3 Wochen und keine Extremanforderungen). Die anfängliche Gewöhnung daran kann schon mal Krisen hervorrufen. Der Körper schaltet dann in den "Steinzeitmodus" und das war es....Fühlt sich übrigens gut an!!!

    @Pfiffie..."Ich würde gerne besser einschätzen wollen mit was man auf einer Tour rechnen muss wenn man über viele Tage zu wenig Nahrung zu sich nimmt..."
    Auf Tour habe ich auf Experimente von Ernährungsum- oder -abstellung verzichtet.
    Keine Erfahrung zu haben wie mein Körper reagiert, wäre mir zu unsicher.
    Bin Paddler und bei einem Hungerast (Schwindel, Koordinationsschwierigkeiten etc.) auf dem Wasser
    kann es schon mal kritisch werden.


    Thomas
    Geändert von atlinblau (15.04.2019 um 12:16 Uhr)

  20. Dauerbesucher
    Avatar von Pfiffie
    Dabei seit
    10.10.2017
    Ort
    Thüringen
    Beiträge
    997

    AW: Belastung auf Tour durch zu wenig Nahrung

    #60
    Vielen Dank Euch beiden für die doch ausführliche Antwort und das Lob .

    Ich wollte natürlich nicht damit behaupten das Menschen beim Fasten in Schachteln rumliegen . Das wird auch alles seine Richtigkeit haben.

    Den Körper vor der Tour nicht schon zu überfordern ist, glaube ich, ein wichtiger Punkt. Aber trotzdem eben eine gewisse Grundfitness aufbauen eben auch. Nach 2 Wochen nichts tun ist diese Fitness bei mir allerdings schon wieder im negativen Bereich. Aber das passt bisher soweit ganz gut.
    Geplant habe ich so etwa 2 Wochen vor der Tour eher etwas runter zu fahren mit der Bewegung (weniger Kilometer, weniger Steigungen), um eben auch nicht schon am ersten Tag Knieschmerzen zu haben, die definitiv kommen werden. Ebenso habe ich mir mitgenommen in etwa die Mahlzeiten so zu verteilen wie dann auf der Tour. Ob die jetzt dann nur Früh und Mittag ist oder dann so wie auf der Tour, ich glaube das könnte man noch vernachlässigen, auch wenn es kein schlechter Gedanke ist. Es sind jetzt noch 11 Wochen wo ich gerne unter 140kg kommen möchte. Dann wäre im Vergleich zum Vorjahr ein ganzer Rucksack (23kg) abgenommen. Allerdings hat das erhöhte Laufen dazu geführt das mein Gewicht stehen bleibt und ich auch Wasser einlagere, das müsste aber bald Rückläufig sein.

    In dem Müsli früh sind wohl genügend Balaststoffe drinnen für den Blutzuckerspiegel, man könnte vll schauen noch etwas zu zu setzen um den Wert etwas nach oben zu bekommen. Für mich wäre wohl 30-40g Balaststoffe hinsichtlich Zuckerwerte am Tag wichtig.

    Unterm Strich: Es ist also möglich mit viel weniger aus zu kommen aber man sollte den Körper zu hause schon mal sowas beibringen. es ist ja auch nciht so das ich dort garnix esse.
    Geändert von Pfiffie (15.04.2019 um 12:57 Uhr)
    "Freiheit bedeutet, dass man nicht alles so machen muss wie andere"

Seite 3 von 4 ErsteErste 1234 LetzteLetzte

Aktive Benutzer

Aktive Benutzer

Aktive Benutzer in diesem Thema: 1 (Registrierte Benutzer: 0, Gäste: 1)