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  1. Dauerbesucher
    Avatar von hc-waldmann
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    [FI] Urho Kekkonen NP, Sep 2018, die dritte

    #1
    Mitreisende: hc-waldmann
    Hallo,

    da es hier gerade etwas Bewegung im ODS gibt zum Urho Kekkonen NP (goto: Finnland, Ivalo, 20km südlich, website), werf ich mal einen kurzen Photobericht vom September 2018 dazu. Diesmal nicht strikt entlang der Route aufgebaut, sondern zur Illustration der unfassbaren Vielfalt des Parks gerade ausserhalb der basic zone.

    Es war eine einwöchige Vorbereitung solo vom 9-15.9.-auf die eigentliche Tour durch die Kaldoaivi (Näätämö-Sevettijärvi-Nuorgam, unformatierter Bildberichtl, sorry ich komme grad nicht zum Schreiben) und hinsichtlich der Wetterlage zu diesem Zweck optimal: Sonne, Starkregen, Wind, aber gemäßgte Temperaturen, zum Furten noch erträgliche Wasserstände, keine Mücken). Je näher man der russischen Grenze kommt, desto weniger Leute, am unvermeidlichen Luirojärvi hatten gleich 2 Schulklassen ihre Metsan viikko ("die Woche im Wald"), das war hiphop mit Turnschuhen in der Taiga. Ansonsten alles sehr schön still, die Ruska-Farben wie immer unglaublich. War insgesamt von 2.9 bis 14.10 da oben und bekam am Ende Schnee und Polarlichter.

    Route:
    Aittajärvi - Jyrkkävaarra - Muorravaarrakanruokotu - Hammaskuru - Luirojärvi -Palovanganoja tulipaikka - Lankojärvi - Porttikoski - Aittajärvi; Karte mit Routenverlauf siehe letztes Bild, GPS-Projektion auf map-Scan auf Anfrage, 300 Messungen insgesamt für fast alle trails durch den Nordteil, der Süden ab Kemihaara fehlt mir noch.

    Der Parkplatz Aittajärvi ist der Startpunkt der Einheimischen und nach 32km übelster Schlaglochpiste abgehend von der E75 _vor_ Ivalo zu erreichen, da viele hier fischen gehen, findet sich sicher eine Mitfahrgelegenheit. Alternativ kann man ab Raja Joosepii (Grenze zu Russland) in den UKK einsteigen (Russisches Taxi ab Ivalo, buchbar bei der TI Ivalo, geht los beim MatkaHuolto Busbahnhof und ist etwas für automobil eher Unerschrockene), von dort kommt man über die Seilbrücke in gut einem Tag auch zur Jyrkkävaara autiotupa (meine erste Nacht auf dieser Tour). Den ab Raja verfügbaren "Weg" entlang der Grenze kann ich nicht empfehlen, das ist die quad-Strecke der finnischen Grenztruppen und eine elend aufgerissene Landschaft bis hinunter zum Anterin Lavvu. Den Abzweig über die Kiertmäjärvi autiotupa bin ich 2013 gegangen, der mündet aber nach eineinhalb Tagen auch auf diese Straße. Insofern ist die Jyrkkävaara als Eingang zum Tal der Muorra der vermutlich beste Einstieg in den Ostteil des UKK, sofern man die trail laufen möchte und nicht komplett weglos über Fjell geht.


    Breve: Sicht und Landschaft waren entweder so



    oder so (Felsufer Suomojoki zwischen Lankojärvi und Porttikoski)



    oder Sumpf (Abstieg Palovanka zum Suomojoki, dafür mal Sonne!)



    und öfter mal über so was (Porttikoski, kiitos siltasta: Danke für die Brücke)



    und wieder nach oben, der Berg ist weg, Sokosti näkymättömiä!



    Es ist Herbst.



    Wasser links, Wasser rechts, südwärts entlang der Muorra



    Schoener Weg nordwärts zum Luirojärvi



    Weg ? HEUL DOCH !! Übers Fjäll zum Lankojärvi



    Der Mann im Regen, hocherfreut



    beim Aqua-Jogging entlang des Suomojoki zurm Aittajärvi



    Geht aber auch schön! Blick vom Keinopää, unten entspringt ein Arm des Anterinjoki



    Finnisches Konzept von Brücke, damit beginnt und endet es



    Karte<br>

    Geändert von hc-waldmann (12.03.2019 um 11:33 Uhr)
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  2. Gerne im Forum
    Avatar von TARunner
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    AW: [FI] Urho Kekkonen NP, Sep 2018, die dritte

    #2
    Sehr schöne Eindrücke, danke!
    Ich hoffe Du findest mal Zeit etwas ausführlicher zu berichten, ich würde mich darüber sehr freuen.

    Hast Du auf deinen Touren dort oben einige Wanderer mit Gummistiefeln getroffen? Einige "Wege" legen dies quasi nah.
    Ich überlege gerade ob sich dies nicht lohnen würde. Ich habe schon alles möglichen Touren mit den unterschiedlichsten Schuhen gemacht, nur Gummistiefeln "fehlen" noch...

    Wie lange warst Du täglich unterwegs?

    Grüße!

  3. Dauerbesucher
    Avatar von hc-waldmann
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    AW: [FI] Urho Kekkonen NP, Sep 2018, die dritte

    #3
    Ich würde sogar sagen, die Finnen gehen mehrheitlich ins Gelände mit Gummistiefel. Härkilä oder Nokian. Deren Vibram-artige Sohle ist deutlich derber und griffiger als die meiner Hanwag. Sechs Kerle in der Hütte, die soeben ihre Gummistiefel ausgezogen haben sind ein exzellenter Grund das Zelt aufzubauen :-) Ich bin täglich etwa 6h gegangen, Luirojärvi zu Lankojärvi gute 10 h. Hängt alles vom Wetter ab. Ab Anfang Oktober werden auch die Tage merklich kürzer. lg hc-waldmann
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  4. Erfahren

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    AW: [FI] Urho Kekkonen NP, Sep 2018, die dritte

    #4
    Vielen Dank für den Bericht Hans-Christian. Ich hoffe auf mehr. An den GPS-Daten dieser Tour wäre ich sehr interessiert. Könntest Du mir einen Link o.ä. dazu schicken.

    Viele Grüße
    Sylvia

  5. Erfahren

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    AW: [FI] Urho Kekkonen NP, Sep 2018, die dritte

    #5
    Hoppla, wo sind den die schönen Bilder hin?

    Gestern waren sie doch noch da.

  6. AW: [FI] Urho Kekkonen NP, Sep 2018, die dritte

    #6
    Vielen Dnak für die Eindrücke. Ich muss auch wieder los.....
    So möchtig ist die krankhafte Neigung des Menschen, unbekümmert um das widersprechende Zeugnis wohlbegründeter Thatsachen oder allgemein anerkannter Naturgesetze, ungesehene Räume mit Wundergestalten zu füllen.
    A. v. Humboldt.

  7. Dauerbesucher
    Avatar von Zz
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    AW: [FI] Urho Kekkonen NP, Sep 2018, die dritte

    #7
    OT: Hallo TARunner,
    es hat durchaus seine Vorteile in Gummistiefeln zu wandern. Ich bin ein paar tausend Kilometer mit Gummistiefeln kreuz und quer gewandert.
    Besser, aber leider recht teuer, finde ich mittlerweile Lundhagsstiefel.
    Auf diese bzw. eine ähnliche Art von Stiefeln haben mich übrigens zwei finnische Freunde aufmerksam gemacht. Sie trugen, ich glaube hohe Meindl Stiefel o.ä. und erkannten mich nach Jahren an meinen Gummistiefeln wieder. War vermutlich ungewöhnlich für T. & S., ein Ausländer / Deutscher der mit Gummistiefeln wandert.
    Ich kann nicht mit Zahlen dienen, aber gefühlt ist selbst bei den Finnen der klassische schwarze Nokiastiefel seit vielen Jahren auf dem Rückzug, was seine Nutzung auf Wanderungen betrifft. Das ist jedenfalls meine Wahrnehmung.
    Alledings ist mein Freund P., heute noch Begeistert , daß ich Ihn überzeugt habe sich ein Paar Nokiagummistiefel zu kaufen.
    Mein Fazit, man kann ganz gut mit Gummistiefeln wandern, gerade in feuchten Gegenden, bei Dauerregen usw., aber häufiges Lüften und Sockenwechseln ist von Vorteil.

  8. Gerne im Forum
    Avatar von TARunner
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    AW: [FI] Urho Kekkonen NP, Sep 2018, die dritte

    #8
    Zitat Zitat von Zz Beitrag anzeigen
    OT: Hallo TARunner,
    es hat durchaus seine Vorteile in Gummistiefeln zu wandern. Ich bin ein paar tausend Kilometer mit Gummistiefeln kreuz und quer gewandert.
    Besser, aber leider recht teuer, finde ich mittlerweile Lundhagsstiefel.
    ...
    Hallo,

    ja die Lundhags hatte ich gerade erst anprobiert, da sie sehr interessant sind, allerdings sind beide Leisten (egal mit welchen Sockenkombination, für meinen breiten Vorfuß nicht geeignet. Schade.
    Deshalb habe ich gerade Viking Trophy Gummistiefel zuhause und teste diese. Jedoch sind die schon sehr schwer und sitzen auch nicht perfekt im Fersenbereich...
    Wahrscheinlich bleibe ich dann doch bei meinen bewährten Trailrunnern von Altra und habe dann eben nasse Füsse.
    Schwierig, schwierig...
    Jedenfalls danke für deine Hinweise und Meinung!

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