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  1. Anfänger im Forum

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    Hofhunde Bretagne (im Landesinneren). Rückzug vertretbar.

    #1
    Ich wandere gerade am E5 in der Bretagne. Bin gerade im Landesinneren und hatte gestern den “Tag der Hunde“.

    Ich musste gestern an vielen Höfen vorbei und hatte fast genau so viele Kontakte mit Hofhunden, die sich in 3 Kategorien einteilen lassen:


    Kategorie 1:
    Hofhunde bellen, bleiben aber am Hofgelände und betreten den Weg nicht oder kaum. Sie bellen einfach weiter bis ich außer Sichtweite bin. Null Problemo.

    Kategorie 2:
    Hofhunde (es sind meist mehr als einer) gehen auf die Strasse bellend auf mich zu, machen aber auch immer einen Schritt zur Seite. Ich glaube zu erkennen das sie mir folgendes sagen: “Hey Fremder, ich mach hier meinen Job. Geh einfach weiter und wir haben es beide bald hinter uns“ Bisschen mulmig ist mir schon, aber geht eigentlich.

    Kategorie 3: Die Hunde machen keine Anstalt Platz zu machen und kommen aggressiv auf mich zu. Zwei mal musste ich heute den Hof deswegen großräumig umgehen. Beim zweiten Mal kam ich von einem Waldweg auf eine Hofzufahrtsstraße. Durch diesen Hof hätte ich durchmüssen (Gebäude links und rechts der Straße). Dort erwarten mich laut bellend ein Bernhardiner, ein Berner Sennhund und ein Rottweiler. Die Hunde kommen auf mich zu und ich trete den Rückzug. Langsam gehe ich rückwärts, bleibe ab und an stehen und probiere langsam ganz links in Richtung Hof zu gehen, aber da gibts kein ausweichen und zögern der Hunde. Die Hunde haben mich noch ca 150m in die falsche Richtung verfolgt. Ich habe auch gehofft das vom Hof sich vielleicht mal ein Mensch rührt und seine Hunde zurück pfeift. Dem war aber nicht so.

    Schlussendlich habe ich mir per App eine Route um den Hof gesucht (1.5km Umweg auf faden Departmentsstrassen).

    Ich bin ohne Haustiere aufgewachsen und hab keine Ahnung ob ich da zu ängstlich bin. Seid ihr wegen Hofhunden auch schon mal umgekehrt? Das schlimmste war dann eigentlich bei jedem nachfolgendem Hof was jetzt wohl um die Ecke kommen wird.

    Ich ärger mich auch noch immer, dass da ein offizieller GR Weg beim Hof vorbeiführt und die sich solche Hofhunde zulegen. Wobei vielleicht genau deshalb


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    Avatar von Mus
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    AW: Hofhunde Bretagne (im Landesinneren). Rückzug vertretbar.

    #2
    Ich kann deine Aufregung verstehen. So etwas sind auf jeden Fall unschöne Begegnungen. Zum Glück sind sie ja sehr selten und die meisten fallen in die Kategorie 1 und 2.

    Bei Kategorie 1 und 2 hilft es übrigens meistens mit dem Hund etwas zu reden.
    Also nicht stehen bleiben, sondern weiter gehen und dabei mit ruhiger, freundlicher Stimme sowas sagen wie: "Jaja, ich weiß du machst hier nur deinen Job und den machst du auch richtig gut. Aber ich lauf hier ja nur vorbei und tu dir nichts und tu deiner Familie nichts und darum tust ja auch du nichts, sonder zeigst nur, wer hier Chef ist und gleich bin ich wieder weg und dann kannst du dich auch wieder ausruhen.....
    Beruhigt meistens auch den Hund aber auf jeden Fall den Wanderer.
    Auf der anderen Straßen-/Wegseite vorbeigehen ist, falls möglich, meist zusätzlich hilfreich.

    Bei Kategorie 3 hilft das dann halt leider nicht. Manchmal kommt, wenn man ruft, jemand und hilft einem aus der Bredouille. Bei dir hört es sich für mich aber so an, als seien die Besitzer gar nicht zu Hause gewesen und hätten die Hunde quasi zur Bewachung des einsamen Hofes zurück gelassen. Ich glaube keiner rechnet damit, dass um diese Jahreszeit schon jemand wandernd unterwegs ist.

    Nimm es entspannt: Außer dem Schreck ist ja nichts passiert. Du hast sehr klug und pragmatisch reagiert , also klopf dich mal auf die Schulter.
    Und 1,5 km Umweg sind zwar nicht schön aber auch nicht sehr dramatisch. Wie oft sind wir die schon sogar mit den Lütten gegangen, wegen schlechter Wegmarkierungen, verpasster Abzweigungen, Überschwemmtem Weg, Baustelle, Fällarbeiten, ... Es läuft halt nicht immer alles glatt.

    Lass dir nicht deine Tour dadurch versauen und denke daran, dass es genau diese Ereignisse sind (und nicht der traumhafte Zeltplatz und die grandiose Aussicht), die anschließen die besten Geschichten zum Erzählen ergeben.
    Geändert von Mus (03.03.2019 um 10:57 Uhr)
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    Avatar von Igelstroem
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    AW: Hofhunde Bretagne (im Landesinneren). Rückzug vertretbar.

    #3
    Zitat Zitat von Mus Beitrag anzeigen
    und denke daran, dass es genau diese Ereignisse sind (und nicht der traumhafte Zeltplatz und die grandiose Aussicht), die anschließend die besten Geschichten zum Erzählen ergeben
    Das scheint Geschmackssache zu sein.

    Hier gibt es einen ausführlichen (aber geschlossenen) Thread zum Thema, in dem auch die unterschiedlichen Einstellungen des hiesigen Publikums zu Hunden überdeutlich werden:
    https://www.outdoorseiten.net/forum/...abwehr-konkret
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  4. Fuchs
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    AW: Hofhunde Bretagne (im Landesinneren). Rückzug vertretbar.

    #4
    Zitat Zitat von Mus Beitrag anzeigen
    Nimm es entspannt: Außer dem Schreck ist ja nichts passiert.
    Diesmal nicht.
    Aber entspannt bin ich da auch nicht.
    Im Herbst hat mich in den französischen Pyrenäen ganz ohne Vorwarnung und Gebell ein riesiger Hund einfach so gebissen. Und zwar so, dass ich zwei mächtig tiefe und große Löcher im Oberschenkel hatte.
    Dabei ging mein Wanderweg nicht einmal auf/über den Hof, sondern nur daran vorbei.
    Der kam aus der Zufahrt geschossen und biss zu.

    Ich war froh, dass das Biest von selbst wieder losgelassen hat, denn da zeigte sich auch kein Mensch.
    Das Vieh verfolgte mich dann noch mit gefletschten Zähnen eine Weile, bis es endlich umdrehte und ich den Schaden begutachten konnte.

    Vor vielen Jahren hat mich mal ein kleinerer auf einem Rad-/Wanderweg vom Rad geholt, weil er mich von der Seite angesprungen hat.
    Ein anderer verbiss sich beim Radfahren mal in meiner Hose. Das ging gerade noch einmal gut.

    Und solche Begegnungen wie vom TO beschrieben hat man gerade ich Südeuropa in den Dörfern häufiger mit Banden von Straßenhunden.

    Das kann einem die Tour schon ordentlich verleiden.
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    AW: Hofhunde Bretagne (im Landesinneren). Rückzug vertretbar.

    #5
    Zitat Zitat von Meer Berge Beitrag anzeigen
    Ein anderer verbiss sich beim Radfahren mal in meiner Hose. Das ging gerade noch einmal gut.
    Das ist mir neulich auch mal passiert. Es hilft auch nicht notwendigerweise, wenn der Besitzer in der Nähe ist: Der zum Pfundhund gehörende Schlurfi hob erst nach einem lautstarken Hey!!! meinerseits langsam die müden Augen vom Smartphone – da war ich gerade so eben dem Straßengraben ausgewichen. Keine Ahnung ob vorher vom Rad absteigen geholfen hätte (zahlreiche weitere ähnliche Hunde verhielten sich in der Vergangenheit sonst ok).

  6. Anfänger im Forum

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    AW: Hofhunde Bretagne (im Landesinneren). Rückzug vertretbar.

    #6
    Danke für die bisherigen Antworten, beruhigt mich zu wissen dass ich Eurer Meinung nicht absolut übertrieben reagiert habe.

    Noch zwei Tage dann bin ich wieder am Meer, dort sind dann auch die Vierbeiner wieder mehr an Fremde gewöhnt.

  7. Fuchs
    Avatar von Meer Berge
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    AW: Hofhunde Bretagne (im Landesinneren). Rückzug vertretbar.

    #7
    Schade eigentlich.
    Mir gefiel gerade das Innere der Bretagne sehr.
    Bin vor vielen Jahren mit dem Rad von St. Malo bis auf halbe Höhe der Bretagne gefahren, dann mitten durch immer nach Westen bis zur Küste und dann an der Nordküste zurück.

    Kann mich nicht erinnern damals lästigen Hunden begegnet zu sein.
    Die touristenfreie Zone, die Wälder, Dörfer und Menschen mochte ich sehr!

    Ich wünsche dir eine wunderbare Tour ohne Bisswunden und weitere Umwege wegen aggressivem Viehzeugs!
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  8. Anfänger im Forum

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    AW: Hofhunde Bretagne (im Landesinneren). Rückzug vertretbar.

    #8
    Es ist wunderschön hier, und ich hatte nur gestern auf dem Teilstück zwischen Scrignac und Guerlesquin diese Probleme (gr 380). Der Parc Naturel regional d'Armorique hat sehr schöne Ecken und freundliche Bewohner.

    Bericht wird sicher folgen!


  9. Userbeauftragte
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    Avatar von Mus
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    AW: Hofhunde Bretagne (im Landesinneren). Rückzug vertretbar.

    #9
    Zitat Zitat von Meer Berge Beitrag anzeigen
    Diesmal nicht.
    Aber entspannt bin ich da auch nicht.
    Da hast du mich glaub falsch verstanden. Ich meinte das "nimm es entspannt" nicht so, dass schon nichts (nie etwas) passieren wird, denn ich will auf keinen Fall abstreiten, dass da echt eine Gefahr bestanden hat.
    Ich wollte nur einfach ausdrücken, dass er jetzt im Rückblick sich entspannen kann, da ja nichts passiert ist, da ich das Gefühl hatte, dass er immer noch etwas unter Schock steht.
    Ich selbst bin noch nie gebissen worden, habe aber ebenfalls einige sehr unangenehme Situationen mit Hunden erlebt, bei denen mir noch Tage später der Schreck in den Knochen saß.
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  10. Fuchs
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    AW: Hofhunde Bretagne (im Landesinneren). Rückzug vertretbar.

    #10
    Zitat Zitat von Meer Berge Beitrag anzeigen
    Diesmal nicht.
    Aber entspannt bin ich da auch nicht.
    Wie auch?

    Ich wäre keinesfalls entspannt, vor allem nicht bei mehreren hunden. Ich würde mir sogar zutrauen die motivation und potentielle gefahr wesentlich besser einschätzen zu können und trotzdem gibt es zu viele faktoren die solche situationen in FUBAR verwandeln können.

    Selbst wenn man da körpersprachlich versucht nur vorbei zu kommen (entspanntes gesicht, neutrale körperhaltung, grosse bögen) kann immernoch nen halbstarker versuchen seine grenzen auszutesten. Bei mehreren hunden, hast du es dann wahrscheinlich sofort mit der ganzen meute zu tun - da gibt es dann kein richtig oder falsches handeln mehr. Da muss seitens der hunde nicht mal ernsthafte beschädidgungsabsicht dahinter stehen, wenn man von 3en umkreist wird und alle scheinangriffe mit viel gefletsche fahren, ist das ne ziemlich dumme sitatuation in ders eigentlich kein richtig und falsch mehr gibt.

    ich würde etwa so vorgehen (mal unabhängig vom hundetyp; der hätte bei mir auf jeden fall einfluss auf meine entscheidung)

    * aus der entfernung beobachten, wie viele hunde, wie viel platz zum ausweichen/umgehen des geländes habe ich. Gibt es natürlich begrenzungen des gebiets (ne grosse strasse, ein flüsschen, ein zaun) den die hunde wahrscheinlich als semi grenze akzeptiert haben
    * versuchen menschen auf mich aufmerksam zu machen; das reicht wenn es ein nachbar ist. Die sollten einschätzen können, wie gefährlich es ist ohne das mal viel reden muss. (wenn der aus der entfernung schon hektisch reagiert, vielleicht erstmal gar nichts machen)
    * hunde freundlich ansprechen. Nicht quitschen, einfach freundlich reden. Sprache ist egal, körpersprache, mimik und tonlage sind viel wichtiger. Wenn man in landessprache "guter hund" kennt, why not.
    * ausrichtung des körpers, lieber mit verdrehten oberkörper auf einen hund zugehen der den weg blockiert (kopf und oberkörper nicht zum hund ausrichten, trotzdem langsam weiterlaufen).
    * eigentlich versuchen immer in bewegung zu bleiben; nicht versteifen. In der hundewelt ist steif stehen und starren eher "bis hier hin und nicht weiter", hunde die nichts im schilde führen sind die ganze zeit gebogen und nähern sich nie direkt.
    * wenn man glaubt es eskaliert; ne ordentliche portion futter dabei haben und die direkt dem hund ins gesicht werfen oder wenns mehrere hunde sind, möglichst in die mitte der meute. Wenn man glück hat streiten sie sich drum; alle die sich am streit nicht beteilligen sind wahrscheinlich auch nicht sonderlich gefährlich
    * nicht rennen, das fahrrad würde ich auch schieben. Keine hunde treten, nicht schreien. *WENN* man glaubt sich irgendwie verteidigen zu müssen, dann brauch man irgendwas langes, vorzugsweise kein gliedmaße (*). Ich persönlich würde es keinem raten.


    Würde mich nicht abhalten, dort zu touren. Ich glaube auch die wahrscheinlichkeit ist sehr sehr gering, das da irgendwas schief läuft wenn man sich ordentlich verhält. Ich kenne allerdings sogar in deutschland nen herdenschutzhund team die mensch und tier verletzt haben, "im dienst", mehrfach. Es kommt immer ein bisschen darauf an wie die hunde drauf sind (erziehung und abstammung). Rein theoretisch sollten herdenschutzhunde für vorbeigehende/fahrende fussgänger *niemals* ein problem sein.


    * warum ist die einzahl von gliedmaßen gliedmaße??
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  11. Moderator
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    AW: Hofhunde Bretagne (im Landesinneren). Rückzug vertretbar.

    #11
    Ich habe keine Ahnung betreffend die Rechtslage rund um Pfefferspray in Frankreich.
    Dies vorausgeschickt, ist meine persönliche Erfahrung, dass mein Stress mit aggressiven Hofhunden deutlich abgenommen hat, seit ich Pfefferspray mitführe. Ich könnte mir vorstellen, dass sie es spüren, dass ich (anders als früher) ihnen nicht schon eingeschüchtert entgegentrete, sobald sie bellen.

    Gegen freilaufende Hofhunde eingesetzt habe ich Pfefferspray nur einmal, und das in der Pfalz. Da wollte mir so ein Zotteltier nicht den Weg freigeben, obwohl ich zügig zum Bahnhof musste. Seitdem weiß ich auch, dass Pfefferspray funktioniert.

    OT: Die drei anderen Pfefferspray-Zwischenfälle waren mit nicht angeleinten und offenbar hörgeschädigten Gassigehhunden.
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  12. Alter Hase
    Avatar von LihofDirk
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    AW: Hofhunde Bretagne (im Landesinneren). Rückzug vertretbar.

    #12
    Zitat Zitat von Pfad-Finder Beitrag anzeigen
    Ich habe keine Ahnung betreffend die Rechtslage rund um Pfefferspray in Frankreich.
    In Frankreich kaufen, führen und verwenden legal ab 18 Jahren.

    Aber nicht versehentlich über die belgische Grenze (oder die niederländische oder luxemburgische) laufen, da ist es dann illegal.

  13. Erfahren
    Avatar von highfish
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    AW: Hofhunde Bretagne (im Landesinneren). Rückzug vertretbar.

    #13
    Zitat Zitat von adriano Beitrag anzeigen
    ......
    Ich bin ohne Haustiere aufgewachsen und hab keine Ahnung ob ich da zu ängstlich bin. Seid ihr wegen Hofhunden auch schon mal umgekehrt? Das schlimmste war dann eigentlich bei jedem nachfolgendem Hof was jetzt wohl um die Ecke kommen wird.

    Ich ärger mich auch noch immer, dass da ein offizieller GR Weg beim Hof vorbeiführt und die sich solche Hofhunde zulegen. Wobei vielleicht genau deshalb
    Schon mal umgekehrt??
    Solche Berichte wie dieser Faden und einige wenige Erlebnisse reichen mir leider, die meisten Wanderungen/ Spaziergänge nicht allein durch unbekannte Gegenden machen zu wollen. Erst recht nicht in Südeuropa....
    Irrational wünsch ich mir dann immer US-amerikanische Verhältnisse, da ja einige auch immer betonen, dass man sich eh' nicht wehren könne...

    möglicherweise therapierbar?
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  14. Userbeauftragte
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    Fuchs
    Avatar von Mus
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    AW: Hofhunde Bretagne (im Landesinneren). Rückzug vertretbar.

    #14
    Zitat Zitat von highfish Beitrag anzeigen
    Solche Berichte wie dieser Faden und einige wenige Erlebnisse reichen mir leider, die meisten Wanderungen/ Spaziergänge nicht allein durch unbekannte Gegenden machen zu wollen. Erst recht nicht in Südeuropa....
    Die größte Zahl meiner kritischen Hundbegegnungen stammen aus Deutschland, nicht beim Wandern in der Pampa sondern innerhalb einer Ortschaft oder doch im nahen Umfeld. Und die Bretagne ist genau so wenig Südeuropa, wie Bad Reichenhall zum Balkan gehört.
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  15. Moderator
    Lebt im Forum
    Avatar von ronaldo
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    AW: Hofhunde Bretagne (im Landesinneren). Rückzug vertretbar.

    #15
    Gehört es nicht???
    Muss man einem doch sagen...

  16. Dauerbesucher

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    AW: Hofhunde Bretagne (im Landesinneren). Rückzug vertretbar.

    #16
    Generelle Tipps zum Umgang mit fremden Hunden wären schön, scheinbar scheint die Körpersprache wichtiger zu sein, als gedacht (wie bereits weiter oben im Faden angesprochen wurde).

    Ich selbst bin kein Hundefreund, nachdem ich in meiner Kindheit mit einem dt. Schäferhund und einem Rottweiler unschöne Erfahrungen gemacht habe. :\

    Ich mache jedoch immer wieder die Beobachtung, dass manche Leute absolut gar keine Berührungsängste mit Hunden haben, egal wie heiß die Lage ist; daher die Frage nach generellen Umgangstipps.

    Man soll den Tieren nicht in die Augen starren, notfalls ins Ohr pusten ...

    Grüße

  17. Fuchs
    Avatar von entropie
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    AW: Hofhunde Bretagne (im Landesinneren). Rückzug vertretbar.

    #17
    Zitat Zitat von rapidfire22 Beitrag anzeigen
    Ich mache jedoch immer wieder die Beobachtung, dass manche Leute absolut gar keine Berührungsängste mit Hunden haben, egal wie heiß die Lage ist; daher die Frage nach generellen Umgangstipps.
    Die sollten kein masstab sein. Wir haben immer wieder mit hunden zu tun die in beissvorfälle involviert waren; normalerweise werden die dann eine weile von pflegestelle zu pflegestelle weitergegeben, und gerade die, die von sich sagen keine berührungsängste zu haben und sich auch so verhalten, sind dann die die verletzt werden.

    Generelle umgangstipps? Wir reden von einem oder (schlimmer) mehreren stark territorialen veranlagten jägern /beutegreifer.
    Wenn man so ein hütehund in der pampa an hof oder herde trifft, dann arbeitet er. Er wird sich schwerlich vertreiben lassen und zur not bis zum äussersten gehen.
    Der einzige unterschied zu irgend einem wilden tier, ist das hunde seit paar tausend jahren selektiert werden menschen als übergeordnete instanz anzuerkennen - mehr oder weniger gut. Verlassen würde ich mich nicht darauf.

    Ich würde mich also etwa so verhalten wie als würde ich ein wildes tier treffen, welches mich potentiell schwer verletzen kann. Ich würde anerkennen, das es wesentlich mehr anrecht dazu hat hier zu sein als ich selbst. Ganz und gar, würde ich jeglichen stolz ablegen und auch autorität (ala, das ist nur ein hund und ich bin ein mensch, was erlaubt der sich eigentlich).

    Das heisst ich versuche es primär zu vermeiden. Wenn ich darüber hinaus bin, versuch ich so passiv wie möglich meinen arsch in sicherheit zu bringen.



    (Das hat überhaupt nichts damit zu tun das solche hunde eigentlich gesichert, halbwegs ordentlich ausgebildet und im besten fall noch per schild angekündigt werden. bzw nicht in gebieten aufhalten/arbeiten sollten wo touristen zugang haben. Das sind alles andere probleme).
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    -- Oscar Wilde

  18. AW: Hofhunde Bretagne (im Landesinneren). Rückzug vertretbar.

    #18
    Zitat Zitat von adriano Beitrag anzeigen
    Ich bin ohne Haustiere aufgewachsen und hab keine Ahnung ob ich da zu ängstlich bin. Seid ihr wegen Hofhunden auch schon mal umgekehrt? Das schlimmste war dann eigentlich bei jedem nachfolgendem Hof was jetzt wohl um die Ecke kommen wird.
    Nein, bist du nicht. Ich habe auch Angst vor Hunden.
    Ich bin einmal mit dem Rad stecken geblieben zwischen zwei Steinen. Aus dem Grundstueck kamen drei Hunde angeflitzt und bellten uns an. Ein Hund stieg auf den Stein neben mir und seine Schnauze war sehr nah an meinem Gesicht, zu nahe fuer meinen Geschmack Ich habe mich nicht mehr bewegt. Ich wagte auch nicht, den Hund anzuschauen. Meine Freundin rief um Hilfe. Die Besitzer sagten mir, ich soll mich nicht so anstellen, als sie endlich nachschauten.
    Ich befand mich auf öffentlichem Grund.
    Die Hunde sind wahrscheinlich nicht trainiert und die Besitzer ignorant, dass sie die Grundstücke offen zu lassen, falls die Hunde zu den Grundstücken gehören.

  19. Erfahren
    Avatar von highfish
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    AW: Hofhunde Bretagne (im Landesinneren). Rückzug vertretbar.

    #19
    @mus in #14:
    innerhalb einer Ortschaft oder doch im nahen Umfeld.
    Ganz genau das meinte ich auch mit unbekannten Gegenden, wo man halt nicht weiß, ob der Weg, der zwischen Häusern durch oder gar über einen Hof führt von - wie entspannten - Hunden bewacht wird.
    Und die Bretagne ist genau so wenig Südeuropa, wie Bad Reichenhall zum Balkan gehört.
    ?? In der Bretagne war ich (leider) noch nie, in Südeuropa schon. Und habe da halt häufiger 'funktionierende' und daher uneingezäunte Wachhunde getroffen als in Schland. - Einzelgehöfte über die oder an denen dicht vorbei hier der Weg führt, gruseln mich aber genau deswegen auch hier (manchmal sehr).

    @entropie in #17: Das verstehe ich rational ganz genau so wie du es schreibst, so sind ja oft große Hunde entspannter als kleinere oder mehrere, die irgendwem was beweisen wollen / müssen.
    (wirklich gebissen hat mich nur mal einer von zwei Terriern, während ich mit dem 'Herrchen' was auf seinem Hof besprach - war dem Herrchen aber egal...)

    Das Problem ist halt, dass ich als Fremder nicht einschätzen kann, wo der Hund seine Reviergrenze definiert hat..

    Wie also soll man das am besten 'primär vermeiden'? Einzelgehöfte generell weiträumig umgehen? Oder was? Das interessiert mich sehr, denn das ist eine Sache, die mich wirklich beim Wandern ängstigt.
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  20. Userbeauftragte
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    Avatar von Mus
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    AW: Hofhunde Bretagne (im Landesinneren). Rückzug vertretbar.

    #20
    Zitat Zitat von highfish Beitrag anzeigen
    @mus in #14: Ganz genau das meinte ich auch mit unbekannten Gegenden, wo man halt nicht weiß, ob der Weg, der zwischen Häusern durch oder gar über einen Hof führt von - wie entspannten - Hunden bewacht wird. ??
    Ich schreibe nicht und (Einzel)höfen und deren Wachhunden.
    Ich schreibe vom klassischen deutschen Gassirevier und von dort in großer Dichte vorkommenden völlig unerzogenen Partner-/Kinderersatzhunden und deren ungeeigneten Besitzern.

    Erster halte ich ebenfalls nicht für harmlos aber sie reagieren wenigstens einigermaßen logisch.
    Zweitere sind teilweise bis zur völligen Instinktlosigkeit verzogen, kennen überhaupt keine Grenzen und handeln völlig willkürlich. Da weiß man manchmal wirklich nicht mehr, wie man sich verhalten kann und das nervt echt zumal die Besitzer, falls sie denn mal einsichtig sind, ihr Tier ja kein bisschen unter Kontrolle haben. (Und das ist jetzt ausdrücklich kein genereller Vorwurf an Hundehalter und deren Vierbeiner. Es gibt da viele fantastische Teams.)

    Hab in all den vielen Jahren wandern, radeln und zelten in Frankreich nicht ansatzweise so viele kritische Begegnungen gehabt, wie hierzulande bei gleichen Betätigungen oder auch nur einem Monat in Parks an meinem alten Wohnort.
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