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  1. Fuchs
    Avatar von entropie
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    Irgendwo in Thüringen, ich hab keine ahnung
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    AW: Hofhunde Bretagne (im Landesinneren). Rückzug vertretbar.

    #21
    Zitat Zitat von highfish Beitrag anzeigen
    Wie also soll man das am besten 'primär vermeiden'? Einzelgehöfte generell weiträumig umgehen? Oder was? Das interessiert mich sehr, denn das ist eine Sache, die mich wirklich beim Wandern ängstigt.
    Die frage kann man so nicht beantworten. Das hat nicht zuletzt viel damit zu tun wo du eigentlich unterwegs bist. Aus prinzip einzelhöfe weiträumig zu umgehen halte ich für übertrieben (insofern da ne strasse/weg entlang führt), du weisst ja nicht ob dich da ein ungesicherter hund erwartet und selbst wenn, heisst das nicht zwangsläufig das er zum problem für dich wird.

    Ich vermute das solche unfälle meistens in gebieten passieren wo so gut wie nie touris vorbeikommen, ansonsten dürften hund und halter daran gewöhnt sein und dann ist es naheliegend das halter keine verletzten touris riskiert, weil er weiss das sein hund "zu scharf" ist.

    Das sind aber einige wenns. "Wenn" du also auf ner strecke unterwegs bist wo du schon ne woche keinen mensch mehr gesehen hast, da ganz entfernt auf deinem weg ein hof oder eine schafherde (ohne zaun vielleicht sogar?) zu erkennen ist, das vielleicht noch wolfsgebiet ist, dann kannst du davon ausgehen das da paar herdenschutzhunde am start sind. Kein mensch zu sehen? Dann mach lieber nen bogen.
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  2. Lebt im Forum
    Avatar von Ditschi
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    AW: Hofhunde Bretagne (im Landesinneren). Rückzug vertretbar.

    #22
    Ich denke mal, die Hofhunde im Landesinneren der Bretagne verhalten sich nicht anders als Hofhunde überall sonst auf der Welt. Jedenfalls kenne ich das Problem von unseren Hofhunden hier. Und davon haben wir genug. Unsere Dörfer bestehen aus einem Dorfkern und jeder Menge Einzelgehöften außen rum. Und auf jedem Hof läuft mindestens ein Hund herum. Meist jedoch mehrere. In keiner Weise eingesperrt. Das heißt, jeder Hund hat freien Zugang zu dem öffentlichen Wirtschaftsweg, der am Hof vorbei führt. Und fast jeder Hund interessiert sich für jeden, der dort joggt, wandert oder radelt. Manchmal freundlich-schwanzwedelnd und schnüffelnd, manchmal schnell, laut und aggressiv. Das nervt schon beim Joggen, Wandern oder Radfahren.
    Andererseits sind mir hier keine Unfälle durch Hundebisse bekannt. Beim Joggen habe ich immer abgebrochen, wenn ein Hund sich auf mich zu stürzte. Da kommt man aus dem Rhythmus. Ärgerlich. Beim Spazierengehen und Radeln ignoriere ich sie.
    M.E. die beste Methode.
    Beruflich mußte ich die letzten 20 Jahre vor der Pensionierung viele Termine außer Haus wahrnehmen. Auch auf diesen Höfen. Hätte ich Angst vor Hunden gehabt, wäre das nicht möglich gewesen. Man fährt mit dem Auto auf den Hof, und als erstes kommt der Hund und schaut durch die Seitenscheibe des Autos. Zumeist von einem Kaliber, daß er sich dazu nicht aufrichten muß. Was tun ? Sitzenbleiben und warten ? Da kann man lange warten, denn es kommt niemand und ruft den Hund zurück. Unverrichtet wegfahren ? Auch keine Option. Dann hätte ich den Job nicht machen können. Bei den ersten Malen habe ich dann beschlossen: ignorieren ! Also einfach aussteigen und so tun, als sei er nicht da. Anfangs mit Herzklopfen, das sich später gelegt hat. Für das Herzklopfen habe ich volles Verständnis.
    Die Landwirte selbst erwähnen ihre Hunde mit keinem Wort. Sie halten sie nicht zurück. Und man hört auch kein :" Der tut nichts." Die Hunde gehören dazu und machen ihren Job. Fertig. Wer Angst vor Hunden hat, soll sie halt nicht besuchen oder da nicht vorbeilaufen. Das wird nicht diskutiert, wahrscheinlich nicht einmmal wahrgenommen.
    Gebissen hat mich noch kein Hund. Aber schmutzig war ich nach einer Tour immer, wenn so eine Monstrum erst durch den Mist läuft und mir dann bei Pfoten auf die Schulter legt. So etwas macht man dann nur einmal im besten Zwirn. Auch das habe ich schnell gelernt.
    Ditschi

  3. Lebt im Forum
    Avatar von Chouchen
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    AW: Hofhunde Bretagne (im Landesinneren). Rückzug vertretbar.

    #23
    OT: Ja, Ditschi, so kenne ich das auch noch aus meiner Kindheit und Jugend. Auch mein Opa lebte auf einem Aussiedlerhof und hatte einen Schäferhund-Wolfsspitz-Mix. Die wirklich scharfen Hunde (und ein paar arme friedliche Säue) waren an der Kette. Wenn so ein Kalb frei lief, dann hat's einfach souverän und respekteinflößend, aber friedlich seinen Job gemacht.
    Der einzige Hof, wo's echt gefährlich wurde, war der mit einem freilaufenden Zwergziegenbock. Sah sehr süß und harmlos aus, hat einen aber ohne Vorwarung auf die Hörner genommen. Der dazugehörige Kettenhund hat immer ein Mordsgetöse gemacht, war aber ein armes Lämmchen.
    "I pity snails and all that carry their homes on their backs." Frodo Baggins

  4. Lebt im Forum
    Avatar von Ditschi
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    AW: Hofhunde Bretagne (im Landesinneren). Rückzug vertretbar.

    #24
    Yepp, ist nur eine Anekdote, die zeigt, wie man mit Hofhunden umgehen kann. Wer auf Tour an Ihnen vorbei muß, kann sie umgehen, wenn er will. Wer beruflich auf so einen Hof muß, hat eigentlich nur eine Wahl : Beruf aufgeben oder raus aus dem Auto! Man kann sich also von so einem Hofhund tyrannisieren lassen, indem man im Auto sitzen bleibt, wieder wegfährt, in Schlagenlinien jeden Hof mit Hund umgeht. Oder man ignoriert ihn schlicht. Eine Garantie, daß nichts passiert, kann eh niemand geben. Auch nicht mit den weisesten Ratschlägen. ( Wer ein paar Hundeprozesse bearbeitet hat, kennt das, wenn sich das " Der tut nichts" wandelt in das erstaunte " Das hat er ja noch nie gemacht!". ) Aber die permanente Ausweichmethode wäre mir einfach zu stressig.
    Ditschi
    Geändert von Ditschi (06.03.2019 um 16:29 Uhr) Grund: Ergänzung

  5. Fuchs
    Avatar von entropie
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    AW: Hofhunde Bretagne (im Landesinneren). Rückzug vertretbar.

    #25
    Zitat Zitat von Ditschi Beitrag anzeigen
    Unsere Dörfer bestehen aus einem Dorfkern und jeder Menge Einzelgehöften außen rum. Und auf jedem Hof läuft mindestens ein Hund herum. Meist jedoch mehrere. In keiner Weise eingesperrt. Das heißt, jeder Hund hat freien Zugang zu dem öffentlichen Wirtschaftsweg, der am Hof vorbei führt. i
    Interessant. Bei den paar dürfern die ich besser kenne(eins wo ich bald hinziehen werde) hat kein hund zugang zu wirtschaftswegen. Klar bewegen die sich frei auf den höfen, aber raus kommt da keiner (thüringen, sachsen). Abseits von "hufhund" haben die aber auch keine richtigen job.

    Kann mich allerdings auch noch an den nachbarn einer freundin erinnern, mit einem grossen riesenschnauzer der mehr oder weniger frei auf dem grundstück rumlaufen durfte, und sich mal nen postboten geschnappt hat. Das hat der besitzer wiederholt ganz stolz rumerzählt.
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    -- Oscar Wilde

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