Ergebnis 1 bis 17 von 17
  1. Neu im Forum

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    Trangia Brenner Pflege

    #1
    Hallo, wie pflegt Ihr die Brenner vom Trangia?

    a) der Brenner selbst setzt bei der Lagerung schnell Kupferoxid an; ich habe ihn jetzt statt austrocknen mal ausbrennen lassen und das sieht derzeit besser aus.
    b) oder einfach mit Spiritus lagern? Die Dichtung wird´s doch aushalten...ist vielleicht so wie im Tank, der rostet im Auto auch nicht, wenn voll...
    c) das genietete Scharnier vom Regulierdeckel ist schwergängig, weil auch so eine Oxidationsgrütze- Trangia hat mir eine coole Email geschrieben: look at our website...da steht dazu gar nix, find ich ziemlich frech, so ein Kundenservice
    Any ideas?

    Danke!
    Peter

  2. AW: Trangia Brenner Pflege

    #2
    ... mein Trangia Brenner dürfte etwa 35 Jahre alt sein, gepflegt oder gesäubert habe ich ihn nie, funktioniert immer noch prima ... ich würde mir da nicht so viele Gedanken drum machen.

  3. Lebt im Forum
    Avatar von Ditschi
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    AW: Trangia Brenner Pflege

    #3
    @ entwederoder, daß ein so junger Brenner noch gut funktioniert, wundert mich nicht. Meiner , gekauft 1976 in Schweden, ist 43 Jahre alt und wurde noch nie gereinigt. Fuktioniert auch noch immer tadellos.
    Ditschi

  4. Dauerbesucher

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    AW: Trangia Brenner Pflege

    #4
    Zitat Zitat von peter36 Beitrag anzeigen
    ... Trangia hat mir eine coole Email geschrieben: look at our website...da steht dazu gar nix, find ich ziemlich frech, so ein Kundenservice
    Any ideas?
    Es gibt die FAQ oder bspw. das Handbuch:
    http://pdf.mediahandler.se/pdf/Trang...ublication.pdf

    Hab selber nur (noch) einen Esbit Brenner im 985er Wärmetauscher Set.

    Pflege? Füllen und leer brennen. Ach ja, einpacken statt an der Luft vor sich hin ... oxidieren lassen. Wo Metall Material mit Luft reagiert würde ich schlicht ölen. Als täglicher Carbonstahl Nutzer in der Küchen bin ich das gewöhnt.

    Exemplarische Bezugsquelle für geruchsneutrales, nicht harzendes Allzweck Öl:
    https://www.dictum.com/de/rostloeser...-250-ml-705281

    Früher nahm ich Ballistol in allen Varianten - auch für den Hund - es gibt Alternativen.

  5. Neu im Forum
    Avatar von NickWilde
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    AW: Trangia Brenner Pflege

    #5
    Pflegen? Nö das braucht der nicht…

  6. Dauerbesucher

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    AW: Trangia Brenner Pflege

    #6
    Ballistil ist ausdrücklich nicht für Messing geeignet. Es ist u. A. ein Reinigungsmittel das Messing löst. Ursprünglich wurden damit Waffenläufe von Geschoss- und Hülsenabrieb befreit.

  7. Anfänger im Forum
    Avatar von Schlappschluri
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    AW: Trangia Brenner Pflege

    #7
    Mein Espit Brenner hat erst 6 Jahre hinter sich groß gereinigt gab ich den nie lediglich die Löcher hab ich mal mit einer büroklammer freigestochen.

  8. Alter Hase
    Avatar von AlfBerlin
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    AW: Trangia Brenner Pflege

    #8
    Ab und zu habe ich mal die kleinen Löcher nachgestochen und die Gummidichtung mit etwas Vaseline geschmiert.

  9. Erfahren

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    AW: Trangia Brenner Pflege

    #9
    Zitat Zitat von peter36 Beitrag anzeigen
    Hallo, wie pflegt Ihr die Brenner vom Trangia?
    Danke!
    Peter
    Meinen Spiritusbrenner lasse ich immer ausbrennen, dann packe ich ihn wieder ein, dann benutze ich ihn wieder, dann lasse ich ihn wieder ausbrennen, dann packe ich ihn wieder ein, dann benutze ich ihn wied.......u.s.w., u.s.w..
    Mehr Pflege braucht der nicht.

  10. Anfänger im Forum

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    AW: Trangia Brenner Pflege

    #10
    Also ich schicke meinen Brenner jährlich zur Generalüberholung!

  11. AW: Trangia Brenner Pflege

    #11
    Zitat Zitat von Schlappschluri Beitrag anzeigen
    lediglich die Löcher hab ich mal mit einer büroklammer freigestochen.
    Darauf sollte man wirklich hin und wieder achten; wenn die Flamme in der Mitte den Spiritus erwärmt und die Löcher verstopft sind, kann sich da nämlich ein ganz netter Überdruck aufbauen, der dann in einer eindrucksvollen Stichflamme resultiert, wenn er die Düsen freigepustet...

  12. Erfahren

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    AW: Trangia Brenner Pflege

    #12
    Zitat Zitat von ChristianBerlin Beitrag anzeigen
    Darauf sollte man wirklich hin und wieder achten; wenn die Flamme in der Mitte den Spiritus erwärmt und die Löcher verstopft sind, kann sich da nämlich ein ganz netter Überdruck aufbauen,
    Kann ich mir nicht vorstellen.
    Der Spiritusbrenner ist ja kein geschlossenes System. Der Druck dürfte nicht höher steigen als die max. Füllhöhe des Brenners zulässt.

  13. AW: Trangia Brenner Pflege

    #13
    Zitat Zitat von sigggi Beitrag anzeigen
    Kann ich mir nicht vorstellen.
    Der Spiritusbrenner ist ja kein geschlossenes System. Der Druck dürfte nicht höher steigen als die max. Füllhöhe des Brenners zulässt.
    Genau das ist mir halt bei meinem ersten, gebraucht gekauften Spiritusbrenner passiert. Aber wrr können's ja mal durchrechnen. Der innere Bereich ist bei verstopfen Düsen abgeschlossen, wie Du selbst sagst müsste der Druck ausreichen, um den Spiritus im Inneren bis zur Füllöffnung* herunterzudrücken (und im mittleren, offenen Zylinder entsprechend hochzudrücken), damit das Gas durch die Mittle entweichen kann. Wenn wir mal kurz überschlagen: Sagen wir mal Füllstand 2 cm über Füllöffnung, äußerer Radius ca. 2x innerer (also 3x mehr Flüssigkeit pro cm Höhe im äußeren Ring als im Inneren), resultiert in 8 cm Flüssigkeitssäule im mittleren Bereich, wenn der Gasdruck den Alkohol bis zum Füllloch verdrängt hat. Also equivalent ca. 6 cm Wassersäule oder 6 mbar. Klingt erstmal nicht nach viel. Geht allerdings von einem quasistatischen System aus, wenn der Volumenausgleich zwischen Außen und Innen durch das Füllloch nicht schnell genug erfolgt, könnten höhere Drücke enstehen.

    Aber guter Punkt! Es gab definitiv eine ca. 1 m hohe Stichflamme, aber mein bisheriger Erklärungsansatz hat da Schwächen, da hast Du Recht.

    *das kleine Loch am Boden
    Geändert von ChristianBerlin (25.01.2019 um 19:23 Uhr)

  14. Erfahren

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    AW: Trangia Brenner Pflege

    #14
    Zitat Zitat von ChristianBerlin Beitrag anzeigen
    Wenn wir mal kurz überschlagen: Sagen wir mal Füllstand 2 cm über Füllöffnung, äußerer Radius ca. 2x innerer (also 3x mehr Flüssigkeit pro cm Höhe im äußeren Ring als im Inneren), resultiert in 8 cm Flüssigkeitssäule im mittleren Bereich, wenn der Gasdruck den Alkohol bis zum Füllloch verdrängt hat. Also equivalent ca. 6 cm Wassersäule oder 6 mbar.
    Egal wie die Mengen sind. Der statische Druck kann nicht höher steigen als der Brenner hoch ist.

    Zitat Zitat von ChristianBerlin Beitrag anzeigen
    Aber guter Punkt! Es gab definitiv eine ca. 1 m hohe Stichflamme, aber mein bisheriger Erklärungsansatz hat da Schwächen, da hast Du Recht.

    *das kleine Loch am Boden
    Möglich wäre ein Siederverzug.
    Durch den leichten Überdruck vergast der Spiritus erst bei etwas höherer Temperatur. Entspannt sich das System und die Temperatur bleibt, vergast durch den Druckabfall kurfristig eine höhere Menge Spiritus. Das könnte schon eine Stichflamme erzeugen.

    Darum soll man z.B. bei einem Auto nie den Kühlerdeckel öffnen wenn das Kühlwasser kocht.

  15. Alter Hase
    Avatar von LihofDirk
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    AW: Trangia Brenner Pflege

    #15
    Zitat Zitat von sigggi Beitrag anzeigen
    Egal wie die Mengen sind. Der statische Druck kann nicht höher steigen als der Brenner hoch ist.


    Möglich wäre ein Siederverzug.
    Durch den leichten Überdruck vergast der Spiritus erst bei etwas höherer Temperatur. Entspannt sich das System und die Temperatur bleibt, vergast durch den Druckabfall kurfristig eine höhere Menge Spiritus. Das könnte schon eine Stichflamme erzeugen.

    Darum soll man z.B. bei einem Auto nie den Kühlerdeckel öffnen wenn das Kühlwasser kocht.
    Oder auch überhitzte Metallteile. An denen verdampft dann schlagartig die Flüssigkeit wenn der Überdruck im äusseren Bereich die Alkoholsäule im mittleren Reservoir nach oben schiebt und damit neue Oberflächen benetzt werden.

  16. AW: Trangia Brenner Pflege

    #16
    Ich vermute (!) dass die Stichflamme entsteht weil ein Teil der Gasblase die sich im Aussenring gesammelt hat untendurch in den Innenraum entladen wird und die Flamme dort mit Treibstoff versorgt und gleichzeitig auch noch nach oben befördert.
    Allerdings frage ich mich ernsthaft wie man es schafft einen Trangia so zuzusauen dass keine Löcher im Aussenring mehr frei sind. Dass einzelne Löcher verstopft sind wenn einem mal der Kaffee überkocht, OK das habe ich auch schon geschafft, aber alle Löcher...
    Geputzt habe ich die Löcher noch nie, das bisschen Dreck ist entweder runtergefallen oder beim nächsten Einsatz weggebrannt.

    Die ultimative Pflegeanleitung für den Trangiabrenner:
    Benutzen! Mehr Pflege braucht der nicht.

    Und ja ich lagere meinen Brenner immer in gefülltem Zustand, das schadet weder der Dichtung noch sonst irgend einem Teil. Nur dass er ganz dicht ist, darauf sollte man achten - oder ihn zusätzlich in einen Plastikbeutel stecken.

    Gruss
    Henning
    Es gibt kein schlechtes Wetter,
    nur unpassende Kleidung.

  17. AW: Trangia Brenner Pflege

    #17
    Zitat Zitat von sigggi Beitrag anzeigen
    Egal wie die Mengen sind. Der statische Druck kann nicht höher steigen als der Brenner hoch ist.
    Yep, das ist natürlich korrekt, und der Brenner eher so 3-4 cm hoch im inneren. Also maximal 3.5 mbar Überdruck im statischen Fall.

    Zitat Zitat von sigggi Beitrag anzeigen
    Möglich wäre ein Siederverzug.
    Durch den leichten Überdruck vergast der Spiritus erst bei etwas höherer Temperatur. Entspannt sich das System und die Temperatur bleibt, vergast durch den Druckabfall kurfristig eine höhere Menge Spiritus. Das könnte schon eine Stichflamme erzeugen.
    Hmm, ich glaube nicht, dass ein Überdruck von 4 mbar dazu ausreicht. Da ändert sich der Siedepunkt kaum.

    Zitat Zitat von LihofDirk Beitrag anzeigen
    Oder auch überhitzte Metallteile. An denen verdampft dann schlagartig die Flüssigkeit wenn der Überdruck im äusseren Bereich die Alkoholsäule im mittleren Reservoir nach oben schiebt und damit neue Oberflächen benetzt werden.
    Ja, das kann gut sein - ich habe (zum Gück) nicht so genau hingeschaut, als dass ich erkennen konnte, ob die Stichflamme aus den Düsen oder dem offenen Reservoir kommt. Wenn es zur Verpuffung im offenen Bereich kommt, gibt's außerdem ja auch im Inneren einen Druckanstieg, der Düsen freiblasen kann.

    Zitat Zitat von Fjaellraev Beitrag anzeigen
    Ich vermute (!) dass die Stichflamme entsteht weil ein Teil der Gasblase die sich im Aussenring gesammelt hat untendurch in den Innenraum entladen wird und die Flamme dort mit Treibstoff versorgt und gleichzeitig auch noch nach oben befördert.
    Oder so . Vielleicht sollte ich das mal als kontrolliertes Experiment wiederholen...

    Zitat Zitat von Fjaellraev Beitrag anzeigen
    Allerdings frage ich mich ernsthaft wie man es schafft einen Trangia so zuzusauen dass keine Löcher im Aussenring mehr frei sind. Dass einzelne Löcher verstopft sind wenn einem mal der Kaffee überkocht, OK das habe ich auch schon geschafft, aber alle Löcher...
    Geputzt habe ich die Löcher noch nie, das bisschen Dreck ist entweder runtergefallen oder beim nächsten Einsatz weggebrannt.
    Dazu kann ich nichts sagen - ich hatte den Brenner gebraucht gekauft... und in (nicht mehr ganz) jugendlichem Leichtsinn das rostige Ding einfach mal befüllt und angezündet - zum Glück immerhin draußen und mit Sicherheitsabstand. Es war auch statt eines Trangias ein DDR-Kocher mit dem gleichen Funktionsprinzip, von Zeyher Pionier:
    https://classiccampstoves.com/thread...-cooker.33201/

    Der Brenner selber ist auf den Bildern aus Alu(!), meiner war eher rostig-gelblich. Ich hatte es bisher immer für Messing gehalten, aber eigentlich war's dafür zu stark angegammelt und ohne Spuren von Grünspan, vielleicht eine Al-Cu-Legierung, die sind ja nicht besonders korrosionsbeständig... Ich denke, das anscheinend minderwertige Material hat in Verbindung mit schlechter Pflege und rauen Bedingungen (Salzwasser und Sand?) dazu geführt, dass die Löcher verstopft waren. Das ist wahrscheinlich beim Trangia oder Esbit schwieriger zu erreichen, trotzdem schadet es nicht, ab und an mal die Löcher zu kontrollieren, wenn man z.B. oft in sandiger Umgebung kocht...

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